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Hilversum

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Hilversum
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Hilversum ist die zentrale Stadt in Het Gooi in der Provinz Noord-Holland. Hilversum beherbergt viele nationale Rundfunkbetriebe und wird deshalb auch als "Medienstadt" bezeichnet.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das hochgelegene Gooi ist eine der am frühesten bewohnten Gebiete der Niederlande, wovon die prähistorischen Grabhügel und Fundstücke der Hilversum-Kultur Zeugnis ablegen. Wasser sammelte sich an den tiefer gelegenen Stellen, diese wurden zu Tränken für das Vieh. Die Dörfer Hilversum, Laren, Blaricum und Bussum sind an diesen Tränken entstanden. Die nährstoffarmen Sandböden beschränkten die Landwirtschaft auf das Halten von Schafen.

1424 erhielt Hilversum bestimmte Rechte von Jan (III) von Bayern (Johann Ohnegnade), Regent von Holland, Zeeland und dem Hennegau (1418-1425) und wurde dadurch unabhängiger von Naarden bei der Erweiterung seiner eigenen Industrie.Im Mittelalter waren Verkauf und Verarbeitung von Schafwolle der Beitrag Hilversums zur regionalen Wirtschaft. Im 17. Jh. wuchsen die Webereien stark an und diese Industrie dehnte sich bis ins 20. Jh. aus. Das Bauerndorf wuchs stetig, wurde jedoch 1725 und 1766 von Bränden geplagt, die das Dorf nahezu zerstörten.

Während sich in bereits im 17. Jh. 's-Graveland reiche Amsterdamer niederließen, geschah dies in Hilversum erst 1874 nach dem Anschluss an das Eisenbahnnetz. 1882 wurde der Bau der Dampfstraßenbahn nach Laren, Naarden, Muiden und Amsterdam beendet. Diese Strecke bestand bis 1947.

Die Eisenbahn zog unter anderem die reiche Familie Brenninkmeijer (Eigentümer von C&A) und andere an. Dieser Zustrom aus dem katholischen Ostgebieten der Niederlande und aus Westfalen ließ Hilversum im Lauf des 19. Jhs., katholisch werden. Das führte zum Bau der neogotischen St.-Vitus-Kirche für 1800 Leute, die 1892 von P.J.H. Cuypers entworfen wurde.

Seit dem Anschluss Hilversums an das nationale Eisenbahnnetz wuchs die Stadt sehr schnell, anfangs dank des Wachstums der Textilbranche (Webereien und ähnliche Betriebe) und der Ansiedlung von Teppichfabriken. 1918 kam die Nederlandsche Seintoestellen Fabriek (Fabrik für Signalgeräte) und danach begannen auch sehr schnell experimentelle Radiosendungen. Darauf folgte die Ansiedlung von Rundfunkorganisation aller Bekenntnisse, nach dem Zweiten Weltkrieg gefolgt vom Fernsehen. Seit dem Verschwinden der großen Industrien ist die Medienbranche der größte Arbeitgeber der Stadt.

In den zwanziger und dreißiger Jahren des 20. Jhs. wurde Hilversum stark von der expressionistischen Architektur seines Stadtbaumeisters Willem Dudok geprägt. Nach seinen Plänen wurden u.a. das Rathaus, zahlreiche Villen, die städtebauliche Struktur und der soziale Wohnungsbau jener Jahre geschaffen.

In der Zeit der Besetzung des Landes durch die Deutschen war Hilversum in mehrfacher Hinsicht betroffen. Zum einen war das neue Rathaus ab 1942 Hauptquartier der Wehrmacht, (die dazugehörigen Truppen waren in dem Stadtviertel Trompenburg untergebracht, das von alliierten Bomben nicht verschont wurde), das Villenviertel an der Verdilaan und das Landgut Rüdelsheim (eine ehem. jüdische Einrichtung für psychiatrisch behinderte Kinder) wurden zum Sperrgebiet erklärt. Andererseits gab es in Hilversum auch einen relativ hohen Anteil an jüdischen Bürgern. Die Entrechtung und Deportation dieser Bevölkerungsgruppe geschah mehrheitlich unter stiller Mithilfe der ndl. Beamten. Allerdings nahm auch die Hilversumer Bevölkerung am Februarstreik 1942 teil. Der Widerstand der Bevölkerung gegen die Nazi-Besatzung zollte zahlreiche Opfer.

Nach dem Krieg wurden bis in die 1970er Jahre viele neue Wohngebiete angelegt, was die Bevölkerungszahl auf über 100.000 steigerte. Danach ging sie aber wieder zurück bis aus 80.000 1999.

Radiostadt[Bearbeiten]

Auf alten Radiogeräten konnte man auf der Mittelwellenskala die Bezeichnungen "Hilversum I"" und "Hilversum II" lesen. "Nur zwei Sender und wir haben in jeden Bundesland einen..." Doch so simpel ist die niederländische Rundfunkwelt nicht zusammengesetzt. Die zu Beginn der zwanziger Jahre entstandenen Padio-Organisationen orientierten sich an den damals herrschenden gesellschaftlichen Strukturen, nämlich der streng "versäulten" Gesellschaft. Jede Säule hatte ihre eigenen Schulen, Zeitungen und natürlich auch die Rundfunk-Organisation (Omroep), in der man Mitglied wurde. Nach der Zahl der Mitglieder bekam der Omroep seine Sendezeit bemessen. Folgende Sender bildeten sich in den zwanziger Jahren:

  • AVRO Allgemeine Vereinigung für Radio-Rundfunk; liberal
  • KRO Katholischer Radio-Rundfunk
  • NCRV Ndl.-Christliche Radio-Vereinigung; protestantisch
  • VARA Vereinigung der Arbeiter-Radioamateure; sozialdemokratisch
  • VPRO Freisinnig-protestantischer Radio-Rundfunk.

Ab den sechziger Jahren kamen neue Omroepen hinzu:

  • TROS Fernsehen und Radio-Rundfunk-Stiftung; unpolitisch, Vergnügungssendungen (1964), ehem. Piratensender
  • EO Evangelischer Rundfunk; orthodox-protestantisch (1967)
  • Veronica unpolitisch, Vergnügungssendungen (1976-1995), ehem. Piratensender
  • BNN Barts Neverending Network, Jugend (1997)
  • Omroep MAX Senioren (2002)

Darüber hinaus gibt es noch die staatliche NOS (Ndl. Rundfunk-Stiftung), die für Nachrichten, Sport und das Königshaus zuständig ist.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Vom Flughafen Amsterdam Schiphol (IATA-Code: AMS), Bahnhof Schiphol, verkehren viermal pro Stunde Züge nach Hilversum.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Bei Anreise von West- und Süddeutschland mit dem ICE geht die Fahrt bis Utrecht Centraal, dort in einen Zug nach Hilversum umsteigen.

Bei Anreise von Nord- und Ostdeutschland mit dem Intercity Berlin - Hannover - Rheine geht die Fahrt direkt bis Hilversum.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von Norddeutschland aus ist Het Gooi über die BAB30 von Osnabrück Richtung Rheine - Bad Bentheim (Grenze) zu erreichen. Von dort aus führt die A1 in Richtung Amersfoort - Amsterdam. Am Kreuz Eemnes kreuzt die A27. Die nächste Abfahrt (33) in Richtung Utrecht führt auf den Ring Hilversum.

Von West- und Süddeutschland aus führt die BAB3 über den Grenzübergang Elten auf die A12 Richtung Arnhem - Utrecht. Am Kreuz Lunetten kurz vor Utrecht geht es auf die A27 in Richtung Hilversum - Almere. Die nächste Abfahrt (33) in Richtung Utrecht führt auf den Ring Hilversum.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Hilversum ist über den Hilversums Kanaal mit der Vecht verbunden. Dieser zweigt bei der Ausbuchtung De Nes südlich von Nederhorst den Berg von dem Fluss ab.

Hilversum besitzt am Ende des Kanals im Nieuwe Haven zwei Yachthäfen:

  • Jachthaven van Iske Gooi & Eem CV , Tel: 035 6210503.
  • Hilversumse W.V. De Sporthaven (bei dem Pavillon Wildschut), Tel: 035 6284917.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Hilversum

Eisenbahn[Bearbeiten]

Hilversum hat drei Bahnhöfe an der Strecke Amsterdam - Utrecht:

  • Hilversum Mediapark
  • Hilversum
  • Hilversum Sportpark

Die Strecke Amsterdam - Amersfoort hat die Bahnhöfe

  • Hilversum Mediapark
  • Hilversum

Letzterer ist auch ein Intercity-Bahnhof.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Hilversum wird durch ein dichtes Busnetz mit der Region verbunden. Die Busse werden von der Gesellschaft Connexxion betrieben.

  • 1, 2, 3, 103 und 104 sind Stadtbusse innerhalb von Hilversum.
  • 58 von Hilversum NS nach Zeist, Busstation über Hollandsche Rading, Maartensdijk, Bilthoven und De Bilt (so und mo-sa nach 19 h nur bis Maartensdijk). Der Bus verkehrt mo-so alle 60 Minuten. Der letzte Bus fährt um 23.36 h ab Hilversum NS, ab Maartensdijk um 00.16 h.
  • 59 von Hilversum NS nach Zeist, Busstation über Lage Vuursche, Den Dolder, Bosch en Duin und Huis ter Heide. Der Bus verkehrt mo-sa alle 60 Minuten. Der letzte Bus fährt um 18.35 h ab Hilversum NS, 17.49 h ab Zeist.
  • 70 von Hilversum NS nach Amersfoort NS über Lage Vuursche, Baarn und Soest. Der Bus verkehrt mo-fr bis 19 h alle 30 Minuten, danach alle 60 Minuten; sa bis 18 h alle 30 Minuten, danach alle 60 Minuten; so alle 60 Minuten. Der letzte Bus fährt um 00.29 h ab Hilversum NS, 00.15 h ab Amersfoort.
  • 100 von Hilversum NS nach Huizen, Busstation über Blaricum. Der Bus verkehrt mo-fr bis 22 h alle 15 Minuten, danach alle 30 Minuten; sa bis 18.30 h alle 15 Minuten, danach alle 30 Minuten; so alle 30 Minuten. Der letzte Bus fährt um 01.07 h ab Hilversum NS, 00.54 h ab Huizen.
  • 105 von Hilversum NS nach Naarden-Bussum NS über 's-Graveland, Hilversumsche Meent und Bussum. Der Bus verkehrt mo-sa bis 20 h alle 30 Minuten, danach alle 60 Minuten; so bis 18 h alle 30 Minuten, danach alle 60 Minuten. Der letzte Bus fährt um 23.27 h ab Hilversum NS, 23.57 h ab Bussum.
  • 106 von Hilversum NS nach Weesp NS über 's-Graveland, Kortenhoef, Horstermeer und Nederhorst den Berg. Der Bus verkehrt mo-so alle 60 Minuten. Der letzte Bus fährt um 23.35 h ab Hilversum NS, 23.16 h ab Weesp.
  • 107 von Hilversum NS nach Huizen, Busstation über Bussum und Naarden. Der Bus verkehrt mo-sa bis 18.30 h alle 30 Minuten, danach alle 60 Minuten; so alle 60 Minuten. Der letzte Bus fährt um 22.41 h ab Hilversum NS, 22.55 h ab Huizen.
  • 108 von Hilversum NS nach Huizen, Busstation über Laren und Blaricum. Der Bus verkehrt mo-sa bis 19 h alle 30 Minuten, danach alle 60 Minuten; so alle 60 Minuten. Der letzte Bus fährt um 00.04 h ab Hilversum NS, 23.33 h ab Huizen.
  • 109 von Hilversum NS nach Station Naarden-Bussum über Eemnes, Laren und Blaricum. Der Bus verkehrt mo-fr bis 21.30 h alle 30 Minuten, danach alle 60 Minuten; sa bis 20.00 h alle 30 Minuten, danach alle 60 Minuten;so bis 19.00 h alle 30 Minuten, danach alle 60 Minuten. Der letzte Bus fährt um 23.46 h ab Hilversum NS, 23.53 h ab Bussum.
  • 121 von Hilversum NS nach Mijdrecht, Kogger über Nieuw-Loosdrecht, Oud-Loosdrecht, Koenen aan de Vecht, Loenersloot, Vinkeveen und Wilnis. Der Bus verkehrt mo-sa alle 60 Minuten alle 30 Minuten, danach alle 60 Minuten. Der letzte Bus fährt mo-fr um 16.48 h, sa um 17.16 h ab Hilversum NS, mo-fr 18.48, sa 16.20 h ab Mijdrecht.
  • 156 von Hilversum NS nach Almere Centrum NS über Blaricum und Almere Hout. Der Bus verkehrt mo-fr alle 30 Minuten. Der letzte Bus fährt um 19.22 h ab Hilversum NS, 18.15 h ab Almere Centrum NS.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempel[Bearbeiten]

  • 1 Grote Kerk, Kerkbrink 4 (Eingang: Oude Torenstraat 6). Tel.: +31 (0)35 6243021. Die reformierte Große Kirche (PKN) stammt ursprünglich aus dem 13. Jh. Nach dem Brand von 1768 nach einem Entwurf von Van der Graaf wieder erbaut, 1891 vergrößert nach einem Entwurf des Architekten J. Wolbers aus Haarlem, nach dem Brand von 1971 nach einem Entwurf des Architekten ir. T. van Hoogevest aus Amersfoort neugebaut. Geöffnet: Gottesdienste: So 10.00 Uhr, 17.00 Uhr.
  • 2 Diependaalse Kerk, Diependaalselaan 138. Reformiertes Kirchengebäude des Architekten D.A. van Zanten (1925) im Stil der Amsterdamer Schule.
  • 3 Evangelisch Lutherse kerk, Bergweg 6. Entwurf von 1923 des Architekten Jan Dullaart. 1980 wurde die Kirche restauriert und die historische Weidtmanorgel von 1750 angebracht. Die Kirche diente von 1925 bis 1930 als Büro und Aufnahmestudio für die Nederlands Christelijke Radio-Vereeniging (NCRV).
  • 4 De Morgenster, Seinstraat 2. Protestantische Kirche, 2000 vom Architektenbüro Jonkman en Klinkhamer entworfen.
  • ehem. Tesselschadekerk, Tesselschadelaan 15-17. Kirche des Nederlandse Protestantenbond, 1928 von den Architekten B.H. Bakker und H. Bunders entworfen. Seit 1988 nicht mehr als Kirche in Gebrauch. Wurde an einen Projektentwickler verkauft, der das Gebäude abreißen und durch Appartements ersetzen wollte. 2005 an den ungarischen Musiker Ernö Olah verkauft, der das Gebäude als Wohnung nutzt.
  • Ehem. Doopsgezinde kerk, Boomberglaan 14. Neubau von 1940 durch die Architekten B.H. Bakker und C.M. Bakker eines aus dem 19. Jh. stammenden Gebäudes. Die Gemeinde hat sich 2008 mit der Remonstrantse Gemeente vereinigt und danach ihr Kirchengebäude aufgegeben.
  • 6 St. Vituskirche, Emmastraat 7. Tel.: +31 (0)35 6247415. Römisch-Katholische an Sankt Vitus geweihte Kirche. Das neogotische Gebäude von P.J.H. Cuypers bietet Platz für 1800 Menschen und stammt von 1892. Die Kirche wurde 2004 restauriert, ihr Turm ist 98 m hoch. Die Kirche bildet einen der Höhepunkte des späten Schaffens von Cuypers und ist eine seiner größten Kirche. Das Langhaus ist zum größten Teil fünfschiffig. Der Obergaden besteht aus einer Reihe von Spitzgiebeln, einem Fenstertyp, den Cuypers in seiner späten Schaffensphase häufig verwendete und die er der englischen Gotik entlehnte. Eine andere Eigenschaft seiner späteren Arbeiten ist die Verwendung von zwei Farben von Backstein für die Außenfassaden, wobei der hellere Backstein dekorative horizontale Linien bildet. Geöffnet: Messen: So 9.00 Uhr (Gelesene Hl. Messe), 10.30 Uhr (Lateinische Hochmesse), Di, Mi 8.30 Uhr; Fr 9.30 Uhr (Gelesene Hl. Messe); Do 19.00 Uhr (Gelesene Hl. Messe mit Ausstellung des Allerheiligsten und Rosenkranzgebet); Sa 19.00 Uhr (Abendmesse).
  • Emmauskerk, Kerkelandenlaan 5. Katholische Kirche von A. van Ktanendonk (1968). Nach ihrer Form wird die Kirche auch de Waaier (der Fächer) genannt.
  • Clemens-Maria-Hofbauer-Kirche, Bosdrift 55. Ehem. katholische Kirche (1914) des Architekten J.W.A. van Gils in neoromaischem und neobyzantinischem Stil.
  • ehem. Joseph kerk, Pelikaanstraat 32. Ehem. katholische Kirche des Architekten N. Andriessen (1936), die zusammen mit den daneben liegenden Arbeiterwohnungen (Veenshof) einen Komplex im Stil der Delfter Schule bilden. 1994 wurde die Kirche geschlossen, wurde anschließend als Aufnahmestudio verwendet und 1997 zu Wohnungen umgebaut.
  • Nieuw Apostolische Kerk, Joh. Geradtsweg 113-115. Kirchengebäude der Architekten B.H. Bakker und C.M. Bakker von 1937.
  • ehem. Synagoge, Laanstraat 30. 1967-68 von den Architekten Hartman und Eylers entworfen. Heute als Wohnung und Atelier in Gebrauch.
  • 7 Mevlana Moschee, Geuzenweg 27. Türkische Moschee, 2004 von H.H. van Zeeland entworfen.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Rathaus, Dudokpark 1. 1928-1931 nach Plänen von W.M. Dudok (1884-1974) gebaut. Die ersten Pläne für ein neues Rathaus stammten von 1903. Nach seinem Dienstantritt (1915) als Direktor des Amtes für Öffentliche Arbeiten begann W.M. Dudok mit Plänen für ein neues Rathaus. Erst 1928 wurde mit dem Bau des endgültigen Entwurfs begonnen. Das Rathaus wurde in einem Villenviertel am Rande des alten Dorfkerns errichtet. Die Fassade wurde aus besonderem gelben Backstein in abweichendem Format (225 x 105 x 42 mm) und mit Schattenfuge hergestellt. Der Backstein war zu weich gebacken worden, war deshalb porös und zerbrach bei Frost.Bei der Restaurierung (1989-1996) mussten die meisten durch neue Exemplare ersetzt werden. Geöffnet: Führungen (mit Turmbesteigung): So 14.00 Uhr am Eingang Ostseite (Dudokcentrum).
  • Hotel & Theater Gooiland, Emmastraat 2-2a / Luitgardeweg 10. Architekten: J. Duiker und B. Bijvoet (Nieuwe Bouwen) 1936. Strichentwurf von J. Duiker (1934-1935). Nach dessen Tod 1935 weiter ausgearbeitet von P. Elling und G.W. Tuynman unter Supervision von B. Bijvoet. 1975, 1988 und 1998 wurde das Gebäude restauriert. Um die Restaurierung von 1988 bezahlen zu können verkaufte die Stadt das Tuch "Komposition mit zwei Linien" von Piet Mondriaan für 2,5 Millionen Gulden an das Stedelijk Museum von Amsterdam. Das Tuch war ein Geschenk des Künstlers an die Stadt Hilversum zur Eröffnung des Rathauses 1931.

Rundfunkgebäude[Bearbeiten]

  • ehem. AVRO-Studios, 's-Gravelandseweg 50-52 und Hoge Naarderweg 1. 1934-1936 von den Architekten B. Merkelbach und Ch.F. Karsten entworfen. Auf der anderen Seite des Melkpad wurde kurze Zeit später ein zweiter Komplex von den selben Architekten gebaut. Dieser wurde im Juli 1949 fertiggestellt. Wegen seiner Form wurde das Gebäzde als "Geigenkasten" genannt. Die beiden Studios wurden durch einen Tunnel unter dem Melkpad verbunden. 2000 verließ die AVRO den Komplex und zog in das neue AKN-Gebäude.Der ehemalige AVRO-Komplex wird heute vom Sender "Veronica". Das Bild des "Säers" von Pieter Starreveld ist von 1951. Im Garten befinden sich außerdem die Kunstwerke "Kommunikation" und "Versprechen".
  • ehem. KRO-Studios, Emmastraat 50-52. 1936-1938 von dem Architekten W.A. Maas entworfen. An die linke Seite wurde 1954 ein neuer Flügel angebaut. Auf der Fassade des Eingangsgebäudes befinden sich drei Keramikreliefs: Verum (das Ware), Bonum (das Gute), und Pulchrum (das Schöne). 1999 wurden alle Gebäude an der Emmastraat verkauft und die KRO zog in das neue AKN-Gebäude am 's-Gravelandseweg. Die monumentalen Studios blieben erhalten und wurden teilweise zu Wohnungen umgebaut.
  • ehem. NCRV-Studios, Schuttersweg 10. 1938-1941 von dem Architekten J.H. van der Veen entworfen. 1940 eröffnet. Ab 1937 wurden die Radiosendungen aus der Villa Henriëtte, Schuttersweg 8, gesendet. Das neue Studio wurde durch einen unterirdischen Gang mit der Villa Henriëtte verbunden. Die Niederländisch Christliche Radio-Vereinigung wurde um November 1924 gegründet. Die erste Sendung fand aus dem NSF-Studio in der NSF-Fabrik am 24. 12. 1924 statt. Ab 1925 wurde die Lutherische Kirche am Bergweg benutzt. Außerdem wurden einige Villen in Hilversum angemietet. 2000 zog der Sender in das neue AKN-Gebäude um. Der Komplex am Schuttersweg wird jetzt als Büro des Pensionfonds des Rundfunks genutzt.
  • ehem. NARA-Studios, Heuvellaan. Die beteiligten Architekten waren:
    • 1930-1932 Radiostudio und Turm - A. Eibink und J.A. Snellebrand;
    • 1952-1959 Halle und technischer Flügel - B. Merkelbach und P.J. Elling; Ziegeltableau von B. van der Leck
    • 1959-1962 Srudioflügel - P.J. Elling
    • 1959-1962 Studio an der Ostseite - Büro Elling
    • 1993 Musiksaal - Architekten Cie
Heute ist in dem Gebäude das Musikzentrum des Rundfunks untergebracht: 4 Orchester, 1 Chor und die Musikbibliothek.
  • ehem. VPRO-Studios, 's-Gravelandseweg 63-73. Die Villen wurden Ende des 19. Jhs. für den Amsterdamer Diamanthändler Abraham Simonszoon Delden gebaut. Der Freisinnige Protestantische Radio-Omroep wurde 1926 gegründet. 1998 zog der Sender in die Villa VPRO im Mediapark um.

Schulen[Bearbeiten]

Die von Dudok entworfenen Schulgebäude sind typische Vertreter dieses Baustils:

  • Geraniumschool, Geraniumstraat 31. 1918 als öffentliche Volksschule als Teil des 2. Städtischen Wohnungsbaukomplexes gebaut. Der Baustil ist von der Amsterdamer Schule inspiriert. In den 1970er Jahren wurden Wohnungen in die ehem. Schule eingebaut. Im März 2006 wurden Turm, Uhrwerk und Uhr nach einem Blitzeinschlag restauriert.
  • Rembrandtschool, Rembrandtlaan 30. 1919-1920 im Stil der Amsterdamer Schule als öffentliche Hauptschule gebaut. Nach 1968 war hier das Goois Abendlyzeum untergebracht. Nach Restauration 1999-2001 Internationale Abteilung der Violenschool.
  • Oranjeschool, Lavendelplein - Lupinestraat. 1922 im Stil der Amsterdamer Schule als Christliche Volksschule gebaut. Der niedrige Bau ist eine Erweiterung von 1927. Heute sind hier 28 Appartements für junge Erwachsene eingerichtet.
  • Dr. H. Bavinckschool, Bosdrift 21. 1922 im späten Stil der Amsterdamer Schule gebaut. 1929 mit einem Flügel an der Ostseite erweitert. Teil des 4. Städtischen Wohnungsbaukomplexes.
  • 1 Minckelersschool, Minckelersstraat 36. 1927 im späten Stil der Amsterdamer Schule gebaut. 1929 wurde der Kindergarten angebaut.
  • Julianaschool, Eikbosserweg 166. Baujahr 1925-1927. Christliche Mittelschule, Pendant der "Catharina van Rennesschool" an der Egelantierstraat. Von 1968 bis 1999: Unterrichtsgebäude der Hilversumer Konservatoriums. Heute nicht mehr als Schule in Gebrauch.
  • Catharina van Rennesschool, Egelantierstraat 115. Baujahr 1925-1927; christlicher Kindergarten Pendant zur benachbarten Julianaschool am Eikbosserweg. 2004 fielen Ziegel vom Taubenturm. Daraufhin wurden diese alle entfernt und wurde der Turm in eine Plastikhülle eingepackt. Wiederherstellung des Turms 2006. Heute ist hier eine Dependance der Fabritiusschool.
  • 2 Fabritiusschool, Fabritiuslaan 52. 1926 als Schule Nr. 14 im Stil eines Landhauses gebaut. Schwesterschule der angebauten Ruysdaelschool von 1928 (school nr 16). Diese wurde 1971 geschlossen und deren Gebäude danach auch von der Fabritiusschool genutzt. 1985 brannte die Schule vollständig ab. Wiederaufbau 1987, beim Äußeren folgte man dem Original, das Innere wurde modernisiert. Vor der Schule steht die Plastik "Stelzen" von Lucie Nijman.
  • 3 Nassauschool, Merelstraat 45. Gebaut 1927-1928 als christliche Volksschule der Vereinigung Eben Haëzer. Teil de 10. Städtischen Wohnungsbaukomplexes von Dudok von 1927. An der Grünanlage hinter der Schule (Nordseite) wurden 1928 Wohnungen des 12. Städtischen Wohnungsbaukomplexes gebaut.
  • Ruysdaelschool, Ruysdaellaan 6. 1928-1929 als Schule Nr. 146 gebaut; ab 1949: Ruysdaelschoolschool Pendant zur Fabritiusschool (1926), an die die Ruysdaelschool gebaut ist. 1971 geschlossen und danach auch von der Fabritiusschool genutzt. 1985 brannte die Schule vollständig ab, 1987 wurde sie originalgetreu wieder aufgebaut.
  • Nelly Bodenheimschool, Minckelersstraat 38. 1929 als Kindergarten an die Volksschule Minckelersschool von 1926 angebaut. Die Schule wurde nach Nelly Johanna Cornelia Hermana Bodenheim (1874-1951) benannt, einer Malerin, die viele Kinderbücher illustrierte.
  • Nienke van Hichtumschool, Jan Blankenlaan 10. 1929 als Kindergarten in expressionistischem Baustil gebaut. Für die Benutzer machte Dudok die Fenster auf "Kinderhöhe". Der Turm erwies sich als sehr beliebt bei den Tauben zum Nisten. Deswegen wurde die Schule auch als "Taubenschule" bezeichnet. Nach Restaurierung 1997 Nutzung als Büro. Die Schule wurde benannt nach Nder Kinderbuchautorin ienke van Hichtum, Pseudonym von Sjoukje Maria Diederika Troelstra - Bokma de Boer). Sie lebte von 1860 bis 1939 und war die Gattin des sozialdemokratischen Politikers Pieter Jelles Troelstra (1860-1930).
  • Johannes Calvijnschool, Eemnesserweg 107, Ecke Jan van der Heijdenstraat. Baujahr 1930. Erweiterung 1949 mit Räumen am Eemnesserweg. Heute ist hier eine Grundschule untergebracht.
  • 4 Lorentzschool, Lorentzweg 135. Baujahr 1930. Ursprünglich Valeriusschool (Schule Nr. 17), "Untere Schule", Eingang und Schulhof Ecke Lorentzweg und Van de Sande Bakhuyzenstraat sowie Marnixschool (Schule Nr. 11) "Obere Schule", Eingang und Schulhof an der Kapteynstraat.
  • Multatulischool, Sumatralaan 40. Gebaut 1930-1932. Als Grundschule in Gebrauch. 1996 renoviert und alten Farbgebung wieder hergestellt. Auch das nebenan gelegene Trafohäuschen ist von Dudok und unter Denkmalschutz.
  • Snelliusschool, Snelliuslaan 10. Baujahr 1931, erweitert 1933. Ursprünglich Mittelschule 1968-1999 Konservatorium. Nach Restaurierung 1999 Bürogebäude.

Wohnungsbau[Bearbeiten]

In der ersten Hälfte des 20. Jhs. wuchs Hilversum von 20.000 Einwohnern auf 90.000. Mit seinem ihm eigenen Architekturstil prägte Willem Marinus Dudok das Aussehen der Stadt stark. Er war von 1915-1928 Direktor des Amtes für Öffentliche Arbeiten, ab 1928 bis Mitte der 1930er Jahre Stadtarchitekt von Hilversum.

  • 1. Städtischer Volkswohnungsbaukomplex, Anemonestraat, 1-61 + 2-38; Bosdrift 57-97; Geraniumstraat 1-17 + 2-24; Leliestraat 1, 3 + 7-43; Neuweg 196-268; Papaverstraat 1-35 + 2-36. Die für den Arbeiders Woningsbouw von 1917 bis 1919 gebauten Häuser wurden mit einfachsten Materialien und wenig Einrichtung gebaut, um die Mieten möglichst niedrig zu halten: f 2,25 - f 3,95 je Woche. Trotzdem ist ein angenehmer Komplex entstanden, vor allem auch durch die Verschiedenheit der Fassaden. Die Wohnungen liegen südlich der Clemenskirche, auf die von der Geraniumstraat her eine gute Sicht besteht. Der Komplex besteht aus 180 Wohnungen, einen öffentlichen Lesesaal, einige Geschäfte und ein öffentliches Urinal.
  • 2. Städt. Volkswohnungsbaukomplex, Diependaalselaan; Geraniumstraat; Korenbloemstraat; Lobeliastraat; Neuweg; Resedastraat. Entwurf und Realisierung fand 1916-1918 statt. In Hilversum Süd entwarf W.M. Dudok südlich auf den 1. Komplex anschließend den 2. Komplex, in dem die Geraniumschool zentral steht. Im Entwurf der Schule ist der Baustil der Amsterdamer Schule in der reichen Detaillierung deutlich sichtbar.
  • 3. Städt. Volkswohnungsbaukomplex, Huygensstraat. In dem Viertel "Over 't Spoor" (östlich des Bahnhofs) wurde 1920 ein Block mit elf Wohnungen und einem Badehaus realisiert. Der Komplex wurde 2004 abgerissen, nachdem der letzte Bewohner im Mai 2004 ausgezogen war.
  • 4. Städt. Volkswohnungsbaukomplex, Bosdrift 1-29; Hilvertsweg, 4a-12; Meidoornstraat 1-11 + 4-14. Viertel zwischen Badehaus und Bavinckschool, die mit dem Wohnungsbau einen Komplex bilden. Die Häuser haben Spitzdächer, das Badehaus und die Schule Flachdächer. Die Wohnhäuser wurden 1920/1921 entworfen und gebaut, die Bacinckschule 1922 und das Badehaus 1923.
  • 5. Städt. Volkswohnungsbaukomplex, Crocusstraat, Diependaalselaan; Hilvertsweg; Lavendelplein; Oranjeschool; Lavendelstraat; Lupinestraat; Neuweg. Komplex mit 113 Wohnungen und 2 Geschäftshäusern. Entworfen und gebaut wurden sie von 1920 bis 1922.
  • 6. Städt. Volkswohnungsbaukomplex, Ampèrestraat; Edisonplein; Edisonstraat; Morsestraat; Voltastraat. Hof mit einem quadratischen Mittelplatz mit Rasen. Der Hof wird an zwei Seiten erschlossen: an der Ostseite von einem Tor (Richtung Ampèrestraat), an der Westseite im Anschluss an das Tor von einer schmalen Öffnung zwischen den Häusern (Richtung Edisonstraat). An drei Seiten niedrige Wohnungen, an der Ostseite Torgebäude mit vier zweigeschossigen Wohnungen (mit Tor zur Ampèrestraat). Der Hof mit 42 Wohnungen wurde 1922-1923 gebaut.
  • 7. Städt. Volkswohnungsbaukomplex, Cameliastraat 50-60: 6 Wohnungen; Fuchsiastraat 2-30: 14 Wohnungen. Kleiner Komplex im Anschluss an den 5. Komplex. Bauzeit: 1922-1923.
  • 8. Städt. Volkswohnungsbaukomplex. Ehemaliges Slachthuisplein (mit Schlachthaus und Marktplatz) abgebrochen. Seit 1998 bis 2000 Jac. P. Thijsseplein. Gebaut 1923-1925.
  • 9. Städt. Volkswohnungsbaukomplex. Komplex mit Wohnungen an der Nachtegaalstraat, Zwaluwplein, Zwaluwstraat, gebaut 1925. 2009 wurde mit Neubau und Renovierung begonnen. 16 Wohnungen wurden abgerissen und im Dudok-Stil neugebaut. Die übrigen 26 wurden renoviert.
  • 10. Städt. Volkswohnungsbaukomplex, Jan van der Heydenstraat 239, 277-287; Merelstraat (gerade Hausnummern); Minckelersstraat 40-50; Spreeuwenstraat. Die 1917-1928 gebaute Siedlung wurde 2001 restauriert. Ein Teil der Häuser wurde dafür abgebrochen und im Dudok-Stil wieder aufgebaut.
  • 11. Städt. Volkswohnungsbaukomplex, Duivenstraat. Kleiner Komplex in Form eines hofje: enge Straßen mit einer kleinen Rasenfläche in der Mitte. 20 Wohnungen, gebaut 1927/1928. Bei der Restauration 2001 wurde meistens aus 2 Wohnungen eine gemacht - bei Beibehaltung der Fassade an der Straßenseite. An der Rückseite wurden sie Wohnungen vergrößert. Heute befinden sich hier 13 Wohnungen.
  • 12. Städt. Volkswohnungsbaukomplex, Merelstraat, Valkstraat. Kleiner Komplex, der die Grünanlage neben der Nassauschool abschließt. Baujahr 1928. Acht Wohnungen, davon sechs an der Merelstraat. Große Renovierung 2007-2008: Abbruch und Neuaufbau im Dudok-Stil.
  • 13. Städt. Volkswohnungsbaukomplex, Wohnungen im Viertel Liebergen. (Van 't Hoffplein, Jan van der Heydenstraat, Kamerlingh Onnesweg, Lorentzweg, Marconistraat. Gebaut: 1929-1930, Außer der Bebauung am Kamerlingh Onneswef wurden alle Häuser 2004 abgerissen und im Dudok-Stil neu aufgebaut.
  • 15. Städt. Volkswohnungsbaukomplex, Eksterstraat, Mezenstraat und Spechtstraat. Baujahr: 1929-1930. Die 24 Wohnungen und ein Durchgangshaus waren für obdachlos gewordene Familien gedacht, denen die Wohnung gekündigt worden war. Offiziell hießen sie "Übergangswohnungen". Von der Ausführung her waren sie sehr kahl, so bestanden z. B. die Fußböden aus nacktem Beton. 1952 wurden sie abgerissen.

Auch nach 1945 baute Dudok weiter in Hilversum. Doch die typischen Dudok-Merkmale sind wie weggewischt.

Villen[Bearbeiten]

  • Villa Lindenheuvel, Peerlkamplaan 18-20. 1836 am 's-Gravelandseweg vom Architekten J.D. Zocher (1791-1870) auf dem Landgut von und im Auftrag für Joannes van der Linden gebaut. Abgebrochen und neu aufgebaut 1881 an der Peerlkamplaan für den neuen Eigentümer Christiaan van Lennep, einen Plantagenbesitzer aus Ndl. Indien. Neo-klassizistischer Stil. Restaurierung ab 1998.
  • Villa Buen Retiro, Trompenbergerweg 6. Das Haus wurde 1875 von I. Gosschalk, der Garten von L. Springer entworfen. Der Stil ist Neo-Renaissance, ursprünglich gab es noch einen Turm. Von 1965 bis 1988 war es das Zentrumsgebäude der Rosenkreuzer.
  • Villa Henriëtte, Vorher Voorheen: Villa Roemah Oedjong, Schuttersweg 8 (vorher: Suzannapark). Villa für Jan ter Meulen jr (Versicherer aus Amsterdam und Aktionär der Park- und Baugesellschaft Hilversum, die den Suzannapark in Hilversum entwickelt hat.) Architekten: A.L. und J.G. van Gendt, (1896). Ab 1937 von der NCRV benutzt (ehem. Studiokomplex wurde 1938-1941 nebenan gebaut und ist durch Tunnel mit der Villa verbunden.) Heute als Büro genutzt.
  • Villa "Dennenoord", 's-Gravelandseweg 131. 1917 von C. de Groot und J. van Laren entworfen. Wird auch die "Villa mit den 31 Holzjalousien" genannt. Von ca. 1964 bis 1988 von der NCRV als Dependance verwendet.
  • Villa, Utrechtseweg 69, Utrecht. 1926 von Dudok entworfene Villa, in der er sein eigenes privates Architekturbüro hatte. Dudok wohnte nebenan in der ebenfalls von ihm entworfenen Villa.
  • Villa De Wikke, Utrechtseweg 71, Utrecht. 1926 von Dudok entworfen, um selbst darin zu wohnen. Dies tat er bis zu seinem Tod 1974. Damals wurde das Gebäude rot-weiß angemalt. Inzwischen ist die originale Farbgebung wieder angebracht.
  • Villa, Laapersweg 1. Architekt: Nic. Andriessen. Gebaut 1927 im Stil der Amsterdamer Schule.
  • Wohnung beim Gaswerk, Ecke Lorentzweg/Kleine Drift. Dienstwohnung des stv. Gaswerkdirektors. Baujahr 1930, Entwurf W.M.Dudok.
  • Villa Golestan, Jacobus Pennweg 19, Utrecht. Entwurf: W.M. Dudok, 1952-1953. Gebaut für die persische Prinzessin Fatemah Khanoum de Katschaloff. Landhaus mit drei Flügeln in Y-Form.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Öffentlicher Lesesaal Neuweg. Teil des 1. Städtischen Volkswohnungsbaukomplexes. Zentrales Torgebäude mit Durchgang vom Neuweg zur Anemonestraat.
  • Polizeiposten, Ursprünglich Kerkbrink, 1933 versetzt zum Larenseweg. In Gebrauch als Friseursalon. Baujahr 1916.
  • Polizeiwache, Kleine Drift 17. Das kleine 1919 gebaute Gebäude umfasste eine Wachstube, zwei Zellen und einen Fahrradschuppen. Außerdem bot es Platz für einen Feuerwehrwagen und eine Fahrrad-Bahre. Die Wache wurde 1934 aufgehoben.
  • Badehaus, Bosdrift. Baujahr 1923. Teil des 4. Städtischen Volkswohnungsbaukomplexes.
  • Direktionsgebäude Sportpark, Soestdijkerstraatweg. Baujahr 1925. 2000 auf der Grundlage des Entwurfs von 1925 neu aufgebaut. Architekt: C.R. Hartman.
  • Tribüne Sportpark, Arena 101 (ehemals: Soestdijkerstraatweg). Baujahr: 1919–1920. Bei der Tribüne steht ein Monument für die Hilversumer Zwangsarbeiter während der deutschen Besetzung.
  • Transformatorstation, Zeedijk. 1927. Die Zeichnung von Dudok zeigt ein Hochspannungs- und ein Niedrigspannungsgebäude mitsamt Wagenhalle und Schreibstube. Nur die Hochspannungsstation wurde realisiert. Das heutige Gebäude ist ein Rest des ursprünglichen. Dachaufbau und Seitenflügel bestehen nicht mehr.
  • Pavillon "Wildschut", Vreelandseweg 50, am Sporthafen am Hilversums Kanaal. Der Entwurf von 1935 wurde 1939 zu bauen begonnen. Der Stil ist Nieuwe Zakelijkheid.
  • Kaufhaus C&A, Kerkstraat. Baujahr 1961. Zuvor stand an dieser Stelle das 1904 gebaute und 1960 abgerissene Postamt.

Museen[Bearbeiten]

  • 8 Museum Hilversum, Kerkbrink 6. Tel.: +31 (0)35 6292826. Untergebracht im alten Rathaus von 1905 richtet such das Museum Hilversum auf de Wechselwirkung zwischen Architektur und Kultur. Die Medien-Architektur, das Neue Bauen, die Gebäude von Guiker und Dudok sind ebenso wie die besonderen Villenviertel in die Dauerausstellung des Museums aufgenommen. In Wechselausstellungen wird Aktuelles behandelt. Geöffnet: Di – Sa 11.00 – 17.00 Uhr, So 12.00 – 17.00 Uhr. 1.1., 30.4., 25.12. geschlossen. Oster- und Pfingstmontag geöffnet. Preis: Eintritt: Erwachsene € 6; Senioren (65+) € 5; Studenten € 4; Kinder (-12) gratis. MJK/ICOM/Rembrandt gratis. Mi frei zugänglich.
  • VVV, Museumsladen und Café. Geöffnet: Mo – Sa 10.00 – 17.00 Uhr, So 12.00 – 17.00 Uhr, 1.1., 30.4., 25.12. geschlossen.
  • Dudok Dependance, Dudokpark 1 (Zugang über Innenhof des Rathauses). Geöffnet: Mi, So 13.00 – 17.00 Uhr. 1.1., Ostermontag, 30.4., Pfingstmontag, 10.10.2010, 25.12. geschlossen. Preis: Eintritt: Erwachsene € 3; Senioren (65+) € 2,50; Studenten € 2; Kinder (-12) gratis. MJK/ICOM/Rembrandt gratis.
  • Ndl. Institut für Bild und Ton, Media Park, Sumatralaan 45. Tel.: +31 (0)35 6775555. Website auch in GB. Aus 700.000 Stunden archiviertem Radio-, Fernsehen-, Film- und Musikmaterial stellt Beeld en Geluid eine spannende Übersicht des ndl. öffentlich-rechtlichen Rundfunks zusammen. Geöffnet: Di – So + Feiertage 10.00 – 17.20 Uhr. Geschlossen am 1.1., 30.4, 25.12. Durchschnittliche Besuchsdauer ist 4-5 Stunden. Preis: Eintritt: Erwachsene € 14; Kinder (6-12) € 8; Kinder (-5) gratis.

Parks und Friedhöfe[Bearbeiten]

  • Anna's Hoeve. Naturgebiet (45 ha) im Osten Hilversums, teilweise in Laren. Benannt nach dem hier gelegenen Bauernhof (von Anna Vrolik - van Swinden). Angelegt zwischen 1933 und 1941 als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme nach einem Entwurf von W.M. Dudok. Der Park und Wald umfasst Teiche, ein Wohnhaus und einen Pavillon. Der für die Anlage der Teiche ausgegrabene Sand wurde für den Bai eines "Bergs" an der Grenze mit den Larener Wasmeer verwendet.
  • Lapersveld, Zwischen Laapersveld, Laapersweg und der Bahnlinie Hilversum-Utrecht, nördlich des Bahnhofs Hilversum Sportpark (Sportparkkwartier, Südöstliches Villenviertel) gelegen. Angelegt im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme um 1920. Der Entwurf der Anlage stammt von den Architekten W.M. Dudok und J.H. Meijer. Das Pumpwerk (1919) diente der Abfuhr von Regen- und Abwasser aus dem Stadtgebiet. Das Regenwasser wurde in den Alten Hafen geleitet, das Abwasser abgepumpt zu den Rieselfeldern am Loosdrechtseweg. Der Teich mit zwei Inselchen ist ca. 1 ha groß. Der Park wurde 1996 restauriert, das im Stil der Amsterdamer Schule entworfene Pimpwerk 1997.
  • Alter Hafen, Zwischen Havenstraat und Loosdrechtseweg gelegen. 1876 angelegt am Ende der Gooische Vaart (ca 1650), die von 's-Graveland nach Hilversum führt. Der abgegrabene Sand wurde für die Anlage des Grachtengürtels von Amsterdam verwendet und das Baumaterial für die Erweiterung von Hilversum selbst. In Verfall geriet der Hafen nach der Anlage des Neuen Hafens 1938 am Hilversums Kanaal. Am Ende des Alten Hafens (bei der Havenstraat) befand sich ein Löschkai. Dort steht der Sand- und Salzbunker, entworfen von W.M. Dudok. Das Wasser im Alten Hafen liegt rund 15 m tiefer als die umgebende Bebauung. Im Mai 2000 wurde das Gebiet des Alten Hafens mit einem Stadtpark aufgewertet. Der Sand- und Salzbunker wurde an eine Aquariumhandlung verpachtet. Damit verbunden ist auch eine öffentlich zugängliche "Wasserwelt".
  • Noorderbegraafplaats, Laan 1940-1945. Tel.: +31 (0)35 6210960. Städtischer Nordfriedhof, zu erreichen mit Buslinie 2. Angelegt wurde der Friedhof nach den Plänen W.M. Dudoks im Norden des Stadtgebietes. Von 1994 bis 1996 wurde der Friedhof restauriert und soweit möglich in den ursprünglichen Zustand zurückgebracht. Auf dem Noorderbegraafplaats liegt u. a. Willem Marinus Dudok begraben. Desweiteren steht hier das Kriegsdenkmal "2 Minuten Stille" und eine Plakette "Niederlande - Indien".
  • Zuiderhof, Kolhornseweg 13. Tel.: +31 (0)35 6210960. Erreichbar mit der Buslinie 104 (Nieuw-Loosdrecht). Der Friedhof wurde zwischen 1958 und 1964 nach Plänen von W.M. Dudok am südlichen Stadtrand nahe der Hoorneboegse Heide angelegt.
  • Alter Friedhof "Gedenkt te sterven", Oude Torenstraat, hinter der Grote Kerk. In Gebrauch genommen am 1. 1. 1793. Rechteckiger ummauerter Garten. Letztes Begräbnis fand 1941 statt. Die meisten Gräber sind abgeräumt. Grabsteine liegen flach auf der Erde. Einige sehr schöne alte Buchen befinden sich in der Anlage. An der Mauer ein Gedenkstein mit Namen von im 2. Weltkrieg umgekommenen Schülern und Ex-Schülern des Nieuwe Lyceum. Nicht weit hiervon entfernt ist ein Gedenkstein aus dem KZ Mauthausen. Zentral auf dem Alten Friedhof steht eine Totenlaterne, die von einem Hilversumer Begräbnisunternehmen anlässlich seines 100. Bestehens 1996 angeboten wurde.
  • Jüdischer Friedhof, Vreelandseweg 1-3 Ecke Gijsbrecht van Amstelstraat. Seit 1937 befindet sich der jüdische Friedhof an dieser Stelle. Von 1751 bis 1937 war ein Friedhof an der Gooische Vaart, der 1937 geschlossen wurde. Auf dem Friedhof befindet sich ein Denkmal zur Erinnerung an die jüdischen Bürger, die im Zweiten Weltkrieg ums Leben kamen. Nur 40 der rund 600 Familien überlebten den Krieg.

Verschiedenes[Bearbeiten]

  • Zonnestraal, Loosdrechtse bos. Tel.: +31 (0)35 5385410. Landgut mit Sanatorium "Zonnestraal". Das Gelände, in dem Zonnestraal ("Sonnenstrahl") liegt, ist der südlichste Teil des Gooi. Einst ein Heidegebiet, das den Grafen von Holland gehörte und gepachtet war von den Erfgooiers. Eduard Emtinck aus Loosdrecht, der das Gebiet 1683 kaufte, ließ es aufforsten. Diesen Wald nannte man Emtincksbos, später Loosdrechtse Bos. Ende des 18. Jhs. wurde der Wald vollständig abgeholzt, 1800 wurde neuer Wald angepflanzt (zur Holzproduktion) und 1802 wurde eine Holzfällerhütte gebaut. 1911 wurde diese Hütte durch eine Försterei ersetzt, die auch als Lokal verwendet wurde. 1911 kaufte Frederik Smidt alles auf, um ein Landgut daraus zu machen. Er ließ eine Villa (Pampahoeve) bauen und dahinter einen Garten anlegen. Nach seinem Tod wurde das Landgut 1919 vom Sozialfonds der Diamantarbeiter (Stichting Diamantbewerkers Koperen Stelenfonds - KSF) Nieuwe Levenskracht ("Neue Lebenskraft") angekauft, um eine Arbeitskolonie für TBC-Kranke einzurichten. Der KSF konnte noch weiteres angrenzendes Gelände dazu kaufen. Das Geld sammelte der KSF durch das Sammeln der beim Schleifen der Diamanten verbrauchten Kupferstiele sowie dem Zurückgewinnen des beim Schleifen abfallenden Diamantpulvers. 1927 erhielt die Vereeniging Zonnestraal für das Gelände unbegrenzte Erbpacht. Am 12. Juni 1928 wurde das Sanatorium eröffnet. 1957 wurde das Sanatorium geschlossen und wurden die Gebäude als Krankenhaus in Gebrauch genommen. 1985 fusionierte Das Krankenhaus Zonnestraal mit den beiden anderen Krankenhäusern der Stadt zum Ziekenhuis Hilversum. 1993 wurde der Komplex verlassen, nur der Ter-Meulen-Pavillon wurde als Zorghotel (Pflegehotel) eingerichtet. Dieses wurde zum 1.1. 2009 hier geschlossen und zog um. Zwischen 1995 uns 2996 wurden alle Gebäude von Zonnestraal restauriert und in den Originalzustand zurückgebracht. Heute sind verschiedene Kliniken und ein psychogeriatrisches Zentrum hier untergebracht. Geöffnet: Führungen: letzter So im Monat, 12.00 und 14.00 Uhr. Dauer ca. 1½ Stunden. Start: Dienstbodenhuis de Koepel (ehem. Dienstbotenhaus/Besucherzentrum). Preis: Kosten: € 6,50 p.p.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Camping[Bearbeiten]

  • 1 Naturzeltplatz "Fort Spion", Bloklaan 9 (N403), Loosdrecht. Tel.: +31 (0)294 234932, Mobil: +31 (0)6 24957816. Fort Spion gehört zur Nieuwe Hollandse Waterlinie. Diese Verteidigungslinie wurde zwischen 1815 und 1885 angelegt und diente bis 1940 als eine der Hauptverteidigungslinien des Landes. Heute ist das Fort als kleiner einfacher Zeltplatz eingerichtet. Duschen und ein WC sind vorhanden. Auch gibt es eine kleine Remise, in der 2 Personen übernachten können. Es können ca. 5 Autos parken, aber keine Wohnmobile, Wohnwagen und Faltzelte. Preis: Je Nacht: Zelt € 5; Person € 4,50; Auto € 1,50. Übernachtung Remise (max. 2 Personen) € 30. Preise beinhalten Touristensteuer, Umweltabgabe und Dusche.

Bed & Breakfast[Bearbeiten]

  • Het Atelier, J.H.B. Koekkoekstraat 35. Tel.: +31 (0)35 6832518, Mobil: +31 (0)6 14366545. Jon und Jeroen Brands halten für ihre Gäste zwei Doppelzimmer bereit. Sie haben ein eigenständiges Mini-Appartement mit eigener Dusche, WC und ein geräumiges, von den beiden Schlafzimmern getrenntes Wohnzimmer zur Verfügung. In einem der beiden Schlafzimmer befindet sich ein TV, im Wohnzimmer ist eine gut gefüllte und gekühlte Minibar. Das "Atelier" ist getrennt vom Haupthaus und hat einen eigenen Eingang.Außerdem kann der kleine, aber atmosphärische Garten mitbenutzt werden. Preis: EZ € 40; DZ € 60; 3 Pers. € 80; 4 Pers. € 100; 2 Erw. + 2 Kinder (-12) € 80; 2 Erw. + 1 Kind (-12) € 70. Ausgiebiges Frühstück inbegriffen.
  • 2 Darleys, Nieuwe Doelenstraat 18. Mobil: +31 (0)6 50241895. Mitten im Zentrum von Hilversum kaum 2 Minuten vom Bahnhof entfernt befindet sich das Appartement von Frau Darleys und Herrn Brascamp. Es befindet sich im Erdgeschoss, hat einen eigenen Eingang eigene Küche, eigenes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. Das Zimmer hat ein Doppelbett, Sitzgelegenheit, Kinderbett, Kühlschrank und verfügt über eine Terrasse. Preis: € 50. Das Frühstück ist nicht inbegriffen: bei Selbstbedienung kostet es € 5 p.P., bei Roomservice € 7,50 p.p.
  • De Gooische Stede, Van Lenneplaan 4. Tel.: +31 (0)35 6836685. Website auch in GB. Das B&B besteht aus einem völlig eigenständigen Appartement mit eigenem Eingang, eigenem Wihn-/Schlafzimmer, eigenem Bad und eigener Terrasse. Es bietet Platz für höchstens 2 Personen. Im 1. Stock befindet sich ein zweites Zimmer für eine Person. Preis: EZ € 50; DZ € 70. Üppiges Frühstück inbegriffen. Zuschlag für eine einzelne Nacht € 5.

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • 5 VVV Hilversum, Kerkbrink 6. Tel.: +31 (0)35 6292810. Geöffnet: Mo – Sa 10.00 – 17.00 Uhr, So 12.00 – 17.00 Uhr.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.