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Het Gooi

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Das Gooi (niederländisch Het Gooi) liegt in der Region Gooi en Vechtstreek im Südosten der Provinz Noord-Holland. Historisch gesehen ist das Gooi oder Gooiland das auf den höher liegenden Sandrücken liegende Gebiet: die Gemeinden Naarden, Huizen, Bussum, Blaricum, Laren und Hilversum sowie das Dorf Muiderberg (in der ehemaligen Gemeinde Muiden). Lediglich das Dorf 's-Graveland ist später dazugekommen. Der höchste Punkt im Gooi ist mit 36,40 m der zwischen Blaricum und Huizen gelegene Tafelberg.

Orte[Bearbeiten]

Rathaus von Hilversum, der größten und bekanntesten Stadt im Gooi

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Das hochgelegene Gooi mit seinem Sandboden gehört zu den am längsten bewohnten Gebieten der Niederlande: prähistorische Grabhügel und Funde aus der Hilversum-Kultur zeugen davon. In der Nähe von Hilversum vor allem in Grabhügeln gefundene Keramik deuten auf eine Kultur aus der frühen und mittleren Bronzezeit (1800 - 1200 v.Chr.). Kennzeichen der Hilversum-Kultur sind einfache, tonnenförmige Urnen mit dicken Gefäßwandungen. Verziert sind sie meistens mit Finger- und Nagelabdrücken am Rand, kombiniert mit Schnurabdrücken.

Wasser sammelte sich an den tiefer gelegenen Orten und wurde zur Tränken für das Vieh. Die Dörfer Hilversum, Laren, Blaricum und Bussum sind an solchen Tränken entstanden. Die an Nahrungsstoffen armen Sandböden ließen nur das Halten von Schafen zu, was zur Wollverarbeitung führte.

Bis ca. 1300 war das Gooi unter dem Namen Nardincklant (Land von Naarden) bekannt. Von 968 bis 1806 gehörte es der Reichsabtei von Hoch Elten, einem adligen Damenstift.

Bis 1300 blieb das Gooi größtenteils unbebaut; es gab nur kleine Bauerngemeinschaften, die die Böden und Wälder gemeinsam nutzten. Nach 1300 entstanden die sogenannten erfgooiers, eine für die Niederlande einzigartige Marke-Organisation, die ein gemeinsames Nutzungsrecht der Böden verwaltete. Dies wurde erst 1972 abgeschafft.

Ab ca. 1500 wurde der Sand des Gooi für die Stadterweiterungen von Amsterdam verwendet. Dafür wurden Kanäle gegraben ('s Graveland, Naarden, Bussum). Im 17. Jh. erreichte dies einen Höhepunkt. Das so entstandene Kanalsystem unterstützte die wirtschaftliche Entwicklung des Gooi, unter anderem durch das Angebot regelmäßiger Treideldienste. Ein wichtiger Kanal war die noch existierende 's Gravelandschevaart.

Im 19. Jahrhundert war das Gooi beliebt bei Künstlern: Bild von Co Breman (ca. 1900)

Ab Mitte des 19. Jhs. zog das Gooi Teile des Bürgertums in seinen Bann, die gerne in der unberührten Natur siedelten. Die Dörfer Laren und Blaricum wurden zu Künstlerkolonien. Dies führte zu einem Ausbau der Dampf-Straßenbahnlinien mit Amsterdam, was eine weitere Besiedlung des Gooi ermöglichte.

Im Jahre 1918 siedelte sich die Nederlandsche Seintoestellen Fabriek, der wichtigste Radiogerätehersteller des Landes, in Hilversum an. Aus dem 1923 gegründeten Radiosender Hilversumsche Draadlooze Omroep entwickelte sich die landesweite Algemene Vereniging Radio Omroep (AVRO) und infolgedessen wurde dieses zentral gelegene Dorf zum Mittelpunkt des niederländischen Rundfunkwesens.


Da viele Rundfunk- und Fernsehsprecher aus dem Gooi kamen oder hier lebten, wurde der hiesige Akzent zu einer Art Standard im nationalen Rundfunk. Auffällig ist dabei vor allem das Gooise ‚r‘, das eher wie das englische ‚r‘ klingt, statt des in den meisten holländischen Dialekten verbreiteten Zungenspitzen-‚r‘s. Während manche Niederländer auch in anderen Landesteilen diese Aussprache kopieren, weil sie ihnen vornehm oder „cool“ erscheint, lehnen andere diese als blasiert ab.

Aufgrund der hier ansässigen Medienbranche und des verbreiteten Wohlstands gibt es zahlreiche Klischees über das Gooi und seine Bewohner. So ist die sprichwörtliche „Gooise Matratze“ auf die vermeintliche Promiskuität unter den Medienleuten und Gerüchte, dass manche Rollen oder Jobs im Austausch gegen sexuelle Gefälligkeiten vergeben würden, zurückzuführen. Die „Gooische Vrouw“ hat dem Klischeebild nach einen Mann aus der Medienbranche oder ist selbst in dieser tätig, wohnt in einer schicken Vorstadtsiedlung, fährt ein teures SUV und beschäftigt sich hauptsächlich mit Mode und Schönheitspflege. Zur Verbreitung dieses Klischees trug maßgeblich die 2005–09 ausgestrahlte Serie Gooische Vrouwen von und mit Linda de Mol (eine Art niederländische Version von Sex and the City oder Desperate Housewives) bei.

Sprache[Bearbeiten]

Der ursprüngliche Dialekt des Gooi ist durch die Besiedlung aus umliegenden Regionen nahezu verschwunden, heute wird hier praktisch akzentfreies Standard-Niederländisch gesprochen. Eine regionale Eigentümlichkeit, das Gooise ‚r‘, hat dank der wichtigen Stellung Hilversums in der niederländischen Radio- und Fernsehwelt allerdings einen gewissen Eingang in die niederländische Hochsprache bekommen (siehe oben).

Anreise[Bearbeiten]

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Bei Anreise von West- und Süddeutschland mit dem ICE geht die Fahrt bis Utrecht Centraal, dort in einen stoptrein in Richtung Hilversum umsteigen. Auf dieser Strecke befinden sich im Gooi die Stationen Hilversum Sportpark, Hilversum, Hilversum Noord, Bussum-Zuid und Naarden-Bussum.

Bei Anreise von Nord- und Ostdeutschland mit dem Intercity Berlin - Hannover - Rheine geht die Fahrt bis Hilversum, dort Umstieg in einen sprinter nach Amsterdam. Auf dieser Strecke befinden sich im Gooi die Nahverkehrsstationen Hilversum Noord, Bussum-Zuid und Naarden-Bussum.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von Norddeutschland aus ist Het Gooi über die BAB30 von Osnabrück Richtung Rheine - Bad Bentheim (Grenze) zu erreichen. Von dort aus führt die A1 in Richtung Amersfoort - Amsterdam. Am Kreuz Eemnes kreuzt die A27. Die nächste Abfahrt (33) in Richtung Utrecht führt auf den Ring Hilversum.

Von West- und Süddeutschland aus führt die BAB3 über den Grenzübergang Elten auf die A12 Richtung Arnhem - Utrecht. Am Kreuz Lunetten kurz vor Utrecht geht es auf die A27 in Richtung Hilversum - Almere. Die nächste Abfahrt (33) in Richtung Utrecht führt auf den Ring Hilversum.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Hilversum ist über den Hilversums Kanaal mit der Vecht verbunden. Dieser zweigt bei der Ausbuchtung De Nes südlich von Nederhorst den Berg von dem Fluss ab.

Hilversum besitzt am Ende des Kanals im Nieuwe Haven zwei Yachthäfen:

  • Jachthaven van Iske Gooi & Eem CV , Tel: 035 6210503.
  • Hilversumse W.V. De Sporthaven (bei dem Pavillon Wildschut), Tel: 035 6284917.

Mobilität[Bearbeiten]

Eisenbahn[Bearbeiten]

Das Gooi wird von den Bahnstrecken Amsterdam - Utrecht und Amsterdam - Hilversum - Amersfoort erschlossen. Auf der Strecke nach Utrecht liegen die Bahnhöfe Naarden-Bussum, Bussum Zuid, Hilversum Noord, Hilversum und Hilversum Sportpark.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Der Zentrumsort Hilversum wird durch ein dichtes Busnetz mit der Region verbunden. Die Busse werden von der Gesellschaft Connexxion betrieben.

  • 1, 2, 3, 103 und 104 sind Stadtbusse innerhalb von Hilversum.
  • 58 von Hilversum NS nach Zeist, Busstation über Hollandsche Rading, Maartensdijk, Bilthoven und De Bilt (so und mo-sa nach 19 h nur bis Maartensdijk). Der Bus verkehrt mo-so alle 60 Minuten. Der letzte Bus fährt um 23.36 h ab Hilversum NS, ab Maartensdijk um 00.16 h.
  • 59 von Hilversum NS nach Zeist, Busstation über Lage Vuursche, Den Dolder, Bosch en Duin und Huis ter Heide. Der Bus verkehrt mo-sa alle 60 Minuten. Der letzte Bus fährt um 18.35 h ab Hilversum NS, 17.49 h ab Zeist.
  • 70 von Hilversum NS nach Amersfoort NS über Lage Vuursche, Baarn und Soest. Der Bus verkehrt mo-fr bis 19 h alle 30 Minuten, danach alle 60 Minuten; sa bis 18 h alle 30 Minuten, danach alle 60 Minuten; so alle 60 Minuten. Der letzte Bus fährt um 00.29 h ab Hilversum NS, 00.15 h ab Amersfoort.
  • 100 von Hilversum NS nach Huizen, Busstation über Blaricum. Der Bus verkehrt mo-fr bis 22 h alle 15 Minuten, danach alle 30 Minuten; sa bis 18.30 h alle 15 Minuten, danach alle 30 Minuten; so alle 30 Minuten. Der letzte Bus fährt um 01.07 h ab Hilversum NS, 00.54 h ab Huizen.
  • 105 von Hilversum NS nach Naarden-Bussum NS über 's-Graveland, Hilversumsche Meent und Bussum. Der Bus verkehrt mo-sa bis 20 h alle 30 Minuten, danach alle 60 Minuten; so bis 18 h alle 30 Minuten, danach alle 60 Minuten. Der letzte Bus fährt um 23.27 h ab Hilversum NS, 23.57 h ab Bussum.
  • 106 von Hilversum NS nach Weesp NS über 's-Graveland, Kortenhoef, Horstermeer und Nederhorst den Berg. Der Bus verkehrt mo-so alle 60 Minuten. Der letzte Bus fährt um 23.35 h ab Hilversum NS, 23.16 h ab Weesp.
  • 107 von Hilversum NS nach Huizen, Busstation über Bussum und Naarden. Der Bus verkehrt mo-sa bis 18.30 h alle 30 Minuten, danach alle 60 Minuten; so alle 60 Minuten. Der letzte Bus fährt um 22.41 h ab Hilversum NS, 22.55 h ab Huizen.
  • 108 von Hilversum NS nach Huizen, Busstation über Laren und Blaricum. Der Bus verkehrt mo-sa bis 19 h alle 30 Minuten, danach alle 60 Minuten; so alle 60 Minuten. Der letzte Bus fährt um 00.04 h ab Hilversum NS, 23.33 h ab Huizen.
  • 109 von Hilversum NS nach Station Naarden-Bussum über Eemnes, Laren und Blaricum. Der Bus verkehrt mo-fr bis 21.30 h alle 30 Minuten, danach alle 60 Minuten; sa bis 20.00 h alle 30 Minuten, danach alle 60 Minuten;so bis 19.00 h alle 30 Minuten, danach alle 60 Minuten. Der letzte Bus fährt um 23.46 h ab Hilversum NS, 23.53 h ab Bussum.
  • 121 von Hilversum NS nach Mijdrecht, Kogger über Nieuw-Loosdrecht, Oud-Loosdrecht, Koenen aan de Vecht, Loenersloot, Vinkeveen und Wilnis. Der Bus verkehrt mo-sa alle 60 Minuten alle 30 Minuten, danach alle 60 Minuten. Der letzte Bus fährt mo-fr um 16.48 h, sa um 17.16 h ab Hilversum NS, mo-fr 18.48, sa 16.20 h ab Mijdrecht.
  • 156 von Hilversum NS nach Almere Centrum NS über Blaricum und Almere Hout. Der Bus verkehrt mo-fr alle 30 Minuten. Der letzte Bus fährt um 19.22 h ab Hilversum NS, 18.15 h ab Almere Centrum NS.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Festungsstadt Naarden
Nederlands Instituut voor Beeld en Geluid
  • Prähistorische Grabhügel
  • Totenwege, die zum St. Janskerkhof (Friedhof) in Laren führen
  • Die einzigen Eschdörfer (Pendant zum dt. Angerdorf) in der Provinz Noord-Holland mit erkennbaren Brinken: Laren und Blaricum
  • Die Festung Naarden mit ihrem Festungsmuseum
  • Der alte Fischerhafen und Dorfkern von Huizen
  • Der nördliche Teil der Hollandse Waterlinie
  • Hilversum: Architekturstadt, Radio- und Fernsehstudios
  • Nederlands Instituut voor Beeld en Geluid (Institut für Bild und Ton) in Hilversum, Museum und Archiv des niederländischen Rundfunks und Fernsehens
  • Das von buitenplaatsen geprägte Gebiet um ’s-Graveland
  • Der Nationalpark Utrechtse Heuvelrug – nördlicher Teil

Natur[Bearbeiten]

Wanderweg im Goois Natuurreservaat, südlich von Hilversum

Ursprünglich war das Gooi mit Wald bedeckt und die offenen Gebiete mit Heide; davon ist noch viel erhalten (Spanderswoud, Westerheide, Bussumerheide, Zuiderheide, Blaricummerheide, Tafelbergheide, Franse Kampheide, Hoorneboegse Heide). Heute sind dies alles geschützte Naturgebiete, meist von der Stiftung Goois Natuurreservaat verwaltet. Auch die landesweite Vereinigung Natuurmonumenten hat ihren Hauptsitz in 's-Graveland. Die Natur des Gooi hat eine große Anziehungskraft auf die Naherholung, vor allem für das nahe gelegene Amsterdam. Neben rund 20 Reitställen besitzt das Gooi aber auch das älteste Naturschutzgebiet des Landes, das Naardermeer mit unter anderem seiner einzigartigen Kolonie von Schwarzen Kormoranen (phalacrocorax nigra).

Das Seengebiet von Loosdrecht (Loosdrechtse Plassen) bilden einen auffälligen Kontrast zu Heide und Wald. Der Druck, den die Naherholung ausübt, ist hier allerdings sehr hoch, sodass für eine natürliche Entwicklung nur wenig Platz bleibt.

  • Naturbrücke Zanderij Crailoo: Diese Grünbrücke des Goois Natuurreservaat erstreckt sich zwischen Bussum und Hilversum. Ihr Bau wurde im Dezember 2002 begonnen und 2006 vollendet, diese größte Naturbrücke der Welt kostete € 14,75 Millionen. Es handelt sich um eine 800 m lange und an den schmalsten Stellen 50 m breite Verbindung zwischen dem Spanderswoud und der Bussumerheide. Mithilfe eines Deichkörpers und von zwei Brücken wurden der Naarderweg, die Bahnlinie Hilversum-Bussum, das Betriebsgelände der NS und der Sportpark Craillo überspannt. Die Naturbrücke bietet auch Platz für einen Rad- und Gehweg.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Für das Gooi ist die Polizeiregion Gooi- en Vechtstreek zuständig. Das hoofdbureau van politie (Polizeipräsidium) befindet sich in Hilversum, Groest 69.

Weitere Wachen sind in

  • Huizen (districtsbureau), Graaf Wichman 1;
  • Naarden, Amersfoortsestraatweg 12;
  • Laren, Groene Gerritsweg 2B;
  • Loosdrecht, Nieuw Loosdrechtsedijk 2;
  • Muiden, Het Anker 2;
  • Weesp, Hoogstraat 70.

Die Dienststellen sind über die zentrale Rufnummer 0900-8844 zu erreichen.

Gesundheit[Bearbeiten]

  • Tergooiziekenhuizen Krankenhaus mit zwei Standorten im Gooi:
    • Locatie Hilversum Van Riebeeckweg 212, 1213 XZ Hilversum; Tel: 035-6887777.
    • Locatie Blaricum Rijksstraatweg 1, 1261 AN Blaricum, Tel: 035-5391111 .
    • Hausarztpraxis Gooi- en Vechtstreek auf dem Gelände der Tergooiziekenhuizen Locatie Blaricum. Tel. bei dringender hausärztlicher Hilfe abends, nachts und an den Wochenenden: 0900-9359 (€ 0,10/min.)
    • Dienstapotheke (neben der Hausarztpraxis) Öffnungszeiten: mo-so 00-24 h.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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