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Walberla

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Ehrenbürg (Berg)
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Das Walberla ist ein Berg im Landkreis Forchheim im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken in der Südlichen Fränkischen Schweiz. Er ist einer der heiligen Berge der Franken.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Walberla vom Rodenstein aus
Der Rodenstein vom Walberla aus

Bei der Ehrenbürg, im Volksmund Walberla genannt, handelt es ich um einen Zeugenberg mit einer Doppelkuppe. Das 514 hohe Walberla ist die Nordkuppe mit der Kapelle und der 750 Meter entfernte 532 m hohe Rodenstein ist die Südkuppe. Auf dem Berg lässt sich ein Kultplatz der Kelten nachweisen, ein germanisches Heiligtum und auch als eine christlich geweihte Stätte.

Seit der frühen Jungsteinzeit ist eine Besiedlung der Ehrenbürg nachweisbar, im 5. Jahrhundert v. Chr. gab es eine mächtigen Wallanlage, damals ein Machtzentrum für die ganze Region. Die Besiedelung lässt sich mit Unterbrechungen bis ins 5. Jahrhundert n. Chr. nachweisen.

Orte[Bearbeiten]

Die Ortschaften liegen um den Tafelberg herum, der Berg selbst ist nicht besiedelt.

  • Rund dreizehn Kilometer nordwestlich liegt Kirchehrenbach mit dem Bahnhof.
  • Eineinhalb Kilometer südöstlich liegt Leutenbach mit der Sankt Moritz Kapelle
  • Eineinhalb Kilometer westsüdwestlich liegt Wiesenthau mit seinem Schlosshotel.
  • Südlich des Bergs liegen Dietzhof mit der Brauere Alt, das zu Leutenbach gehört und Schlaifhausen das zu Wiesenthau gehört.
  • Westlich liegt Reuth, ein östlicher Stadtteil der alten Königsstadt Forchheim.
Schlüsselblume im Frühjahr

Natur[Bearbeiten]

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Auf dem Berg gibt es Trocken- oder Magerrasen mit seltenen Pflanzen, insbesondere Orchideen. Die flachgründigen Kalkböden sind zu karg für die Landwirtschaft. Ein Trockenrasen weist 100 bis 200 Blütenpflanzen auf, eine gedüngte Wiese nur etwa 20 Arten. Deshalb sind die Hochlagen des Bergs als Naturschutzgebiet Ehrenbürg ausgewiesen. Außerdem gibt es ein Fauna-Flora-Habitat-Gebiet und ein Vogelschutzgebiet.

Die Berghänge sind von Streuobstwiesen geprägt. Rund um das Walberla befindet sich eines der größten zusammenhängenden Obstanbaugebiete Europas, speziell für Süßkirschen.

Geologie[Bearbeiten]

Am geologischen Aufbau des 260 Meter über den Talgrund ragenden Zeugenberges wandert man durch die Geschichte. Die Umgebung des Berges wurde abgetragen. Der verwitterungsbeständige Dolomit schützte jedoch das darunter liegende weichere Gestein vor der Verwitterung, so dass der Zeugenberg bis heute stehen blieb.

Der harte Dolomit selbst verwittert bevorzugt in senkrechten Rissen. Mit der Zeit werden daraus größere Klüfte und schließlich stehen nur noch einzelne Felstürme und -nadeln, wie man sie heute noch sehen kann.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Auf dem Walberla befindet sich die Walburgis-Kapelle aus dem 17. Jahrhundert. Die 1350 erstmals erwähnte Kapelle wurde vermutlich erst aus Holz gebaut.
  • Die Bronzestatue der Heiligen Walburga wurde im Jahr 2000 vor der Kapelle geweiht.
Die Walburgis-Kapelle
Die Heilige Walburga
  • Es gibt eine Stück neu erstellte Mauer und eine Schautafel zu der ehemaligen Wallanlage.
  • Der Felsturm Steinerne Frau (im Volksmund auch Weibla genannt), am Westrand des Walberla
  • Die Felsspitze Wiesenthauer Nadel (im Volksmund auch Männla genannt) am Südwestrand des Walberla
  • Die Felsnadeln Zwillingsfelsen
Steinerne Frau
Wiesenthauer Nadel
Felsiges Gelände am Westrand
Zwillingsfelsen am Ostrand

Aktivitäten[Bearbeiten]

Die Gegend bietet sich für Wanderungen und Radtouren an, mit entsprechenden Einkehrmöglichkeiten.

  • Rundwanderweg Walberla ist etwa 9 km lang, mit einer Gehzeit von ca. 2 Stunden. Auf der Markierung seht man die Walberla-Silhouette

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Am ersten Sonntag im Mai findet auf der Ehrenbürg das Walberla-Fest statt. Es gilt als das älteste Frühlingsfest Deutschlands und ist ein Patronatsfest zu Ehren der Heiligen Walburga. Seine Wurzeln sollen von einem alten heidnischen Opferfest zu Ehren Wodans stammen, Wallfahrten zum Fest sind seit dem 9. Jahrhundert bekannt. Das Fest beginnt am Freitag um 17.00 Uhr mit dem Aufstellen des Maibaums, um etwa 18.00 Uhr ist der Bieranstich. Festbetrieb ist am Samstag und Sonntag von 10.00 - 23.00 Uhr, am Sonntag ab 9.00 Uhr ist Gottesdienst in der Walburgis-Kapelle.

Klettern[Bearbeiten]

Am Walberla ist Kletterverbot, am Rodenstein darf geklettert werden, jedoch besteht ein Neutourenverbot. Es gibt Routen bis zum Schwierigkeitsgrad 8+ (UIAA).

Weblinks[Bearbeiten]

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