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Wörth an der Donau

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Schloss Wörth an der Donau - Wahrzeichen der Stadt Wörth
Wörth an der Donau
Regierungsbezirk Oberpfalz im Bundesland Bayern
Einwohner 4.756 (2015)
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Höhe
327 m
Tourist-Info +49 9482 9403 12
stadt-woerth.de
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Lage
Lagekarte von Bayern
Reddot.svg
Wörth an der Donau
Partnerstadt
Schild Städtepartnerschaft Wörth a.d.Donau Örkeny.JPG Örkény (Ungarn) seit 2010
Begrüßungsschild am Ortseingang

Wörth an der Donau ist mit rund 4700 Einwohnern die drittgrößte Stadt im Landkreis Regensburg in der Oberpfalz in Bayern. Sie ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des östlichen Landkreises und liegt von der Donau etwa zwei Kilometer, von Regensburg und Straubing jeweils ungefähr 25 Kilometer entfernt. Der über 1200-jährige Ort mit seinen Sehenswürdigkeiten und das Schloss Wörth im Renaissancestil, das zugleich Wahrzeichen der Stadt ist und zu den großen Schlössern der Oberpfalz zählt, sind gern besuchtes Ausflugsziel und beliebte Urlaubsregion am südlichen Rand des Vorderen Bayerischen Walds in Altbayern.

Hintergrund[Bearbeiten]

Eckpunkte der Geschichte[Bearbeiten]

Wörth hat eine reiche Geschichte: Die Gegend in und um Wörth war schon sehr früh besiedelt. Vor etwa 60.000 Jahren, am Anfang der letzten Eiszeit, dürften sich bereits erste Menschen hier aufgehalten haben. Darüber gibt es gesicherte Funde. Überdies gibt es Belege vom Ende der Altsteinzeit, aus der Zeit der Hallstattkultur ab dem 7. Jhd. v. Chr. sowie der Römerzeit um 70 n. Chr.

In schriftlichen Überlieferungen tauchte Wörth um 787 n. Chr. zum ersten Mal in einer Schenkungsurkunde auf. Es wird hingewiesen auf eine Kirche und eine Mönchsgemeinschaft, beide unter dem Patronat des heiligen Petrus stehend.

Die Geschichte Wörths war fast ein Jahrtausend lang eng mit dem Schloss Wörth und seinen Herren verbunden. Bereits im 10. Jahrhundert war Wörth Herrschaftssitz und Mittelpunkt eines reichsunabhängigen Gebietes der Bischöfe von Regensburg. Den Fürstbischöfen diente Schloss Wörth als Sommersitz und zeitweise war auch der gesamte Hofstaat, die Verwaltung und die Prägstatt der Münzen hier untergebracht. Besonders in der Zeit der Reformation um 1520 hielten die Bischöfe in Wörth Hof.

Stadt Wörth an der Donau: Hintergrund Bayerischer Wald - Vordergrund Donau und Gäuboden - „Ein Tor zum Bayerischen Wald“

Durch die Anwesenheit der Schlossherren bekam Wörth eine große wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung. So wurde Wörth um das Jahr 1300 bereits als „Städl am Walde“ bezeichnet. Um 1340 hatte der Ort bereits die Marktrechte und es wurde ab 1444 in Wörth Recht gesprochen. 1481 wurden Wörth von Fürstbischof Heinrich IV. erstmals die Marktprivilegien bestätigt.

Nach dem Reichsdeputationshauptschluss wurde die Herrschaft Wörth 1803 Teil des Fürstentums Regensburg. Kurerzkanzler von Dalberg unterschrieb am 26. Juli 1806 auf Schloss Wörth die Rheinbundakte für das Fürstentum. 1810 fiel Wörth an den Regenkreis im Königreich Bayern. 1812 wurde dem Fürsten Karl Alexander von Thurn und Taxis das Gebiet der Herrschaft Wörth als Erbmannlehen verliehen. Von 1814 bis 1848 war Wörth Sitz eines Thurn und Taxis´schen Herrschaftsgerichts, anschließend eines Landgerichts. 1862 kam Wörth zum Bezirksamt Regensburg, bis es 1879 in ein Amtsgericht umgewandelt wurde.

Am 29. Mai 1841 und am 12. April 1892 wüteten große Marktbrände in Wörth und zerstörten zahlreiche Gebäude. Wörth verlor dabei zu einem Teil sein mittelalterliches Aussehen, wurde aber schnell wieder aufgebaut und erhielt in weiten Teilen sein heutiges interessantes architekturgeschichtliches Gesicht.

Nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg dauerte es einige Zeit bis Wörth wieder aufblühte. Wesentlich dazu beigetragen hatten die Stadterhebung im Jahr 1954, die Gebietsreform von 1971, aber vor allem die Umstrukturierung des Ortes, wo einige Behörden und Ämter ihren Standort hatten, zu einem Dienstleistungsstandort mit Einkaufsmöglichkeiten, Standort eines Krankenhauses, die Ausweisung von Wohn- und Gewerbegebieten sowie die direkte Anbindung an das Bundesfernstraßennetz.

Die Stadt Wörth an der Donau, durch seine Lage auch als Stadt zwischen Strom und Berg (Donau und Bayerischer Wald) bezeichnet, ein Tor zum Bayerischen Wald, am nordwestlichen Rand des Gäuboden gelegen, ist heute eine moderne Stadt mit reicher Geschichte und zeichnet sich als Wirtschafts- und Kulturzentrum sowie als Ort mit hohem Wohnwert aus, hierzulande sagt man „Wörth ist´s wert“.

Herrschaft Wörth: Matthäus Merian der Ältere (1593–1650)

Ortsteile[Bearbeiten]

Ortsteil Tiefenthal

Tiefenthal – Der Ortsteil liegt zwei Kilometer östlich von Wörth an einem Ausläufer des Bayerischen Vorwalds am nördlichen Rand des Gäuboden. Unmittelbar südlich verläuft die Trasse der Bundesautobahn BAB 3 Regensburg-Passau mit den Autobahnparkplätzen Wellerbach und Wiesentthal (früher Tiefenthal). Südöstlich des Orts befindet sich der Donaualtarm des Naturschutzgebiets Gmünder Au, zwei Kilometer südlich die Donau. Der Ort wird in einer Urkunde von 1179 erstmals erwähnt. Ein Gotepolt de Tiufendal tritt darin als Zeuge auf. In einem Schriftstück aus dem Jahr 1401 wird ein Burgstall zu Tewffental mit einem Turm erwähnt. Dieser Burgstall dürfte in engem Zusammenhang mit der Bergkirche St. Ulrich und Wolfgang stehen, da sich hier ein Edelsitz befand. Ein letzter Hinweis stammt aus einer Kaufurkunde von 1624. Der Ort lag früher viel näher an der Donau. Der Donaudurchstich bei Gmünd im Jahr 1876 schuf für den Strom ein neues Bett; die Gmünder Au entstand. Tiefenthal ist heutzutage Weinbauort (Baierwein/Regensburger Landwein).

Ortsteil Hofdorf

Hofdorf – liegt an einem Ausläufer des Bayerischen Vorwalds, fünf Kilometer östlich von Wörth und etwa zwei Kilometer nördlich der Donau am Rand des Gäuboden. Unmittelbar südwestlich des Orts befindet sich der Donaualtarm des Naturschutzgebiets Gmünder Au. Knapp einen Kilometer südlich verläuft die Grenze zum Nachbarlandkreis Straubing-Bogen und somit zum Regierungsbezirk Niederbayern. Das Jahr 1002 wird als das Jahr der Gründung Hofdorfs angesehen. In einer Urkunde von 1134 erklärte Bischof Heinrich, Graf von Wolfratshausen, dem Kloster Prüll Weinberge bei Hofdorf zu schenken. Der Ortsname soll von einem adeligen Besitzer aus dem Geschlecht der Hoferldorfer herrühren. 1697 wütete ein großer Dorfbrand, dem zahlreiche Gebäude und auch die Kirche zum Opfer fielen. Der Ort war ehemals ein Weinbauort; in einer Urkunde von 1134 wird der Weinanbau bereits erwähnt, heute erinnern nur noch Straßennamen an diese Zeit. In Hofdorf gibt es heute gute Gastronomie mit Zimmer und zahlreichen Sportmöglichkeiten.

Ortsteil Zinzendorf

Zinzendorf – Der Ortsteil liegt sechs Kilometer östlich von Wörth an einem Ausläufer des Bayerischen Vorwalds und etwa zwei Kilometer nördlich der Donau am Rand des Gäuboden. Ein Kilometer östlich von Zinzendorf verläuft die Grenze zum Nachbarlandkreis Straubing-Bogen und damit zum Regierungsbezirk Niederbayern. Der Ort ist das östlichste Dorf des Landkreis Regensburg. Der Name des Ortes wird (wie auch der des nahen Zinzenzell) vom Schenkungszeugen Zinzo aus der Opi-Schenkung um 780 an das Kloster Sankt Emmeram in Regensburg abgeleitet. Die erste urkundliche Erwähnung fand Zinzendorf in den Klosterbüchern von Oberalteich unter dem Abt Wolfram (1184–1194). In einer Urkunde erscheint unter den Zeugen der Name Dietricus von Cincendorf. Das österreichische Geschlecht der Zinzendorfer hat seinen Namen aus dem bayerischen Mutterland in deren neue Heimat nach Niederösterreich getragen. Nach der Auflösung des Landgerichtes Wörth wurde Zinzendorf von 1818 an bis 1945 eine eigenständige Gemeinde.

Ortsteil Oberachdorf

Oberachdorf – südlich von Wörth gelegen, ist von der Stadt nur durch eine Autobahnbrücke der Bundesautobahn 3 getrennt. Der Ort liegt am nördlichen Rand des Gäuboden und ist etwa zwei Kilometer von der Donau entfernt. Im Jahr 1134 schenkte der Regensburger Bischof Heinrich Graf von Wolfratshausen dem Kloster Prüll die Zehntrechte in Oberachdorf. 1392 siegelte der Richter Friedrich der Miethnacher eine Weingartenverleihung in Oberachdorf. Zu jener Zeit war der Ort also bereits vorhanden. Sein Name leitet sich vom Mittelhochdeutschen Ach ab. Dies war eine Bezeichnung für einen Bach oder ein Wildwasser. Die vorbeifließende Wiesent dürfte zu dieser Zeit Ach geheißen haben. Das Dorf war über Jahrhunderte eine eigenständige Ortschaft. In Oberachdorf gibt es einen schönen Badeweiher.

Ortsteil Kiefenholz

Kiefenholz – Der Ort liegt am westlichen Rand des Gäuboden, direkt an der Donau und vier Kilometer von Wörth entfernt. Er ist der westlichste Ortsteil der Stadt. Im Jahr 1145 nahm Papst Eugen III. die Besitzungen des Domkapitels Regensburg in Schutz. In einer Urkunde aus dem Jahr 1146 trat ein mair Chunrath von Khirffenholz als Zeuge auf, demnach muss zu dieser Zeit der Ort bereits bestanden haben. Kiefenholz, war in dieser Zeit Mittelpunkt des Obergebietes, zu dem auch Oberachdorf, Kruckenberg und Frengkofen zählen, gewesen. Die Bedeutung des Ortes verringerte sich mit der Erbauung der Wörther Burg. Der zu Kiefenholz gehörende Ortsteil Giffa wurde erstmals 1364 erwähnt. Der Ortsteil Kleinkiefenholz dürfte der Rest des alten Ortes Windheim oder Wiedenhaim sein, der um 1250 noch in Urkunden erwähnt wird. Belege hierfür fehlen. Bis 1848 war Kleinkiefenholz dem Landgericht Mitterfels, dem Herrschaftsgericht Brennberg und dem Rentamt Walderbach zugeordnet. Kiefenholz hat heutzutage ein gut geführtes Gasthaus mit Biergarten und liegt am Donauradweg.

Ortsteil Hungersacker

Hungersacker – Der Ortsteil liegt vier Kilometer nordöstlich von Wörth im Vorderen Bayerischen Wald. Der Name des Ortes dürfte auf eine Flurbezeichnung zurückzuführen sein. Hungeräcker waren karge Böden im Gegensatz zu Schmalzäckern. Diese Annahme wird durch geschichtliche Quellen belegt. Allerdings gibt es eine zweite Deutungsweise: Hunger ist eine ältere Form von Ungar (Ungarn). So könnten die Ungarneinfälle im 10. Jahrhundert mit der Ortsgründung in Verbindung gebracht werden. Der Ort ist in einer Rodungsinsel im Wörther Forst entstanden. Die klösterlichen Rodungs- und Siedlungswellen waren etwa um das Jahr 900 abgeschlossen. Diese Jahreszahl ist ein möglicher Hinweis auf die Anfänge von Hungersacker. Geschichtliche Belege hierfür fehlen allerdings. Hungersacker gehörte zur Reichsherrschaft Wörth und unterstand dem dortigen Herrschaftsgericht. In Hungersacker gibt es heute ein gut geführtes Gasthaus.

Ortsteil Weihern

Weihern – Der Ortsteil liegt sechs Kilometer nordöstlich von Wörth ebenfalls im Vorderen Bayerischen Wald. Die Ortschaft befindet sich in einem großen Talkessel umgeben von bewaldeten Bergen: Ochsenberg (607 m), Weiherlänge (665 m), Gscheitberg (579 m) und Hohenstein (638 m). Der Ortsname leitet sich von Siedlung bei den Weihern ab. Im Ort befinden sich mehrere Weiher, der Größte davon (3 ha) dürfte seit alters her bestehen. Die Ortschaft ist wie Hungersacker in einer Rodungsinsel entstanden. Die klösterlichen Rodungs- und Siedlungswellen waren etwa um das Jahr 900 abgeschlossen. Zu dieser Zeit dürfte Weihern entstanden sein; geschichtliche Nachweise hierfür fehlen. 1384 wird Weihern erstmals in einem Buch des Hochstiftes Regensburg mit Aufzeichnungen über dortige Besitztümer erwähnt. Weihern gehörte ursprünglich zur Reichsherrschaft Wörth und unterstand dem dortigen Herrschaftsgericht. Im Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert gehörten die Orte Weihern und Hornau jedoch zur Herrschaft Wiesenfelden und waren dem Herrschaftsgericht Mitterfels/Steinburg zugeordnet. In Weihern gibt es heutzutage gute Gastronomie und einen großen Badesee.


Sprache[Bearbeiten]

Luftaufnahme Wörth an der Donau mit Bayerischem Wald, Donau und Gäuboden
Luftaufnahme Schloss Wörth an der Donau

Der in Wörth gesprochene Dialekt gehört der mittelbairischen Mundart an.

Der „Wiadara“ (= Wörtherer) spricht boarisch (= bayrisch), aber nicht wie ein Rengschburger (= Regensburger). Es ist schon fast niederbayrisch, da man nur noch wenige Kilometer zur Sprachgrenze nach Niederbayern hat, aber doch nicht ganz niederbayrisch. Es ist ein liebenswert schöner bayerischer Dialekt der „in´s Herz´n“ (= in das Herz) geht, den man als „Fremda“ oder „Zuagroaster“ (= Tourist oder ein Mensch, der in einem Ort lebt in dem er nicht geboren wurde) nicht so schnell vergisst, auf keinen Fall „g´schert“ (= ordinär).

Klima[Bearbeiten]

Die Stadt Wörth befindet sich mit der etwa 25 km entfernten Bezirkshauptstadt Regensburg in der gemäßigten Klimazone mit kontinentalem Einschlag. Das Wörther Klima zeichnet sich insbesondere durch stabile und trockene Sommer aus und unterscheidet sich damit vom im Sommer regenreichen Klima des Voralpenlandes. Für den im Voralpenland üblichen Föhn ist die Region Wörth - Regensburg die nördliche Grenze. Er gibt vom Schloss Wörth aus den Blick auf die Alpen frei, sein Auftreten ist selten. Im Gegensatz dazu halten sich im Herbst und Winter sehr lange beständige Nebel und Hochnebel, wobei längere Perioden mit einer geschlossenen Schneedecke eher die Ausnahme sind. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 8 °C, die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 646 Millimeter. Damit liegt Wörth mit Regensburg am unteren Rand der Städte Bayerns.

Die wärmsten Monate sind Juni bis August mit durchschnittlich 16,2 °C bis 18,0 °C und die kältesten Dezember bis Februar mit −0,9 °C bis −2,7 °C im Mittel.

Die größte Niederschlagsmenge fällt von Juni bis August mit durchschnittlich 74 bis 93 Millimeter, die geringste im März und November mit durchschnittlich 33 bis 39 Millimeter.

Anreise[Bearbeiten]

Lage
Lagekarte von Bayern
Wörth an der Donau
Wörth an der Donau
Entfernungen
München 146 km
Passau 97 km
Nürnberg 134 km
Ingolstadt 105 km
Landshut 86 km
Amberg 95 km
Cham (Oberpfalz) 37 km
Regensburg 25 km
Straubing 25 km

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Die nächsten größeren internationalen Flughäfen befinden sich in Nürnberg und München. Diese sind jeweils etwa 130 km entfernt und über die Autobahnen erreichbar. Daraus ergeben sich zusätzliche Transferzeiten um eine Stunde. airportLiner Flughafentransfer bietet Haustürabholung von und zu jeder Adresse in Regensburg und Umgebung an, somit werden die Flughäfen München und Nürnberg bestens mit der Oberpfalz verbunden. Der nächste regionale Flugplatz Wallmühle liegt westlich von Straubing in etwa 20 Kilometer Entfernung.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Wörth besitzt keinen Anschluss an das Bahnnetz. Anfahrt zum Hauptbahnhof Regensburg schnell mit ICE-, EC-, und IC-Zügen im direkten Verkehr auf den internationalen Achsen. Anschließend mit dem öffentlichen Nahverkehr ab HBF Regensburg nach Wörth.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Für überregionale Busse hat Wörth ausreichend Parkplätze in Zentrumsnähe. Überdies ist Wörth mit den Buslinien 5, 5A und 102 gut an das ÖPNV-Netz des Regensburger Verkehrsverbunds angebunden. Zudem gibt es RBO-Linien nach Cham und Straubing.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Wörth ist über folgende Fernstraßen erreichbar:

  • Autobahn A3 E56, Symbol: AS 104a Wörth an der Donau/Wiesent und Symbol: AS 104b Wörth an der Donau-Ost
  • Bundesstraße B8, Abfahrt bei Pfatter Richtung Donaubrücke über Staatsstraße St 2146, ca. 9 km bis Wörth
Infotafel am Donau-Radweg: Verkehr – Rad/Wanderwege – Verpflegung/Unterkunft

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Im 10 Kilometer entfernten Bach an der Donau liegt eine Schiffsanlegestelle der Regensburger Ausflugsschifffahrt. Von dort kommt man bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Wörth. Der nächste überregionale Binnenhafen ist der Donauhafen in Regensburg mit Anlegestellen für die internationale Personenschifffahrt.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Donau-Radweg und zahlreiche regionale Radwege aus Straubing und Regensburg.

1 Kostenlose Stromtankstelle für E-Bikes (unmittelbar neben dem Rathaus am Donauradweg), Rathausplatz 1, 93086 Wörth an der Donau. Der Schlüssel dazu kann im Rathaus abgeholt werden. Geöffnet: Öffnungszeiten: Mo-Mi 8:00-12:00 und 13:30-15:30 Uhr, Do 8:00-12:00 und 13:30-18:00, Fr 8:00 - 12:00 Uhr.

Zu Fuß[Bearbeiten]

Der Europäische Fernwanderweg E8 führt an der Donau entlang durch Wörth. Überdies führt der Oberpfalzweg, der Ostbayerische Jakobsweg, der Burgensteig sowie der Donau-Panoramaweg durch die Stadt. Die Südroute des Goldsteigs führt sehr nah an Wörth vorbei.

Mobilität[Bearbeiten]

Internationaler Donauradweg in Wörth

Auto: Wörth ist gut mit dem Auto erreichbar. Um die Altstadt gibt es Parkmöglichkeiten. Die Innenstadt selbst ist teilweise verkehrsberuhigt und die Sehenswürdigkeiten sind alle zu Fuß erreichbar.

Parken: In der Stadt ist Parken gänzlich kostenlos. Eine Parkscheibe ist auf öffentlichen Parkplätzen zwingend erforderlich. Die Parkzeit ist mehr als ausreichend; es wird "bayerisch" streng kontrolliert.

Fahrrad: Mit dem Fahrrad erreicht man Wörth am schönsten über den Donauradweg. Viele Ausflugsziele in und um Wörth lassen sich ebenfalls gut mit dem Rad erreichen, wie zum Beispiel die Ortsteile, die Walhalla oder, wer einen etwas längeren Ausflug plant, die Stadt Straubing oder Regensburg.

Öffentliche Verkehrsmittel: Wörth ist mit den Buslinien 5, 5A und 102 gut an das ÖPNV-Netz des Regensburger Verkehrsverbunds angebunden. Überdies gibt es mit den RBO-Linien 6060, 6072 sowie 6095 Verbindungen nach Cham und Straubing. Zudem gibt es noch kleinere regionale Busverbindungen in Nachbargemeinden.

Schifffahrt: Im 10 Kilometer entfernten Bach a.d.Donau gibt es eine Schiffsanlegestelle zur Ausflugsschifffahrt auf der Donau.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wörth an der Donau besitzt ein vollständig erhaltenes und sehr bedeutendes Schloss, die Stadtpfarrkirche St. Petrus mit 50 m hohen Kirchturm und mächtigen Geläut sowie eine gut erhaltene Altstadt mit schönen Plätzen und alten Straßenzügen.

Alle historischen Gebäude in der Gemeinde haben Schilder, die Aufschluss über das Baujahr des Objekts, ihre einstige Nutzung sowie den Baustil geben.

Kirchen und Kapellen in Wörth[Bearbeiten]

Kirchen und Kapellen in Wörth
Stadtpfarrkirche St. Petrus

In Wörth findet man folgende historische Kirchen und Kapellen:

  • 1 Stadtpfarrkirche St. Petrus
Grundriss
Querschnitt
Baugeschichtlich sehr interessante dreischiffige große Basilika mit eingezogenem Chor und Flankenturm mit Spitzdach aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, nördliches Seitenschiff aus dem 14. Jahrhundert, Turm und Nordportal 1464, Chor um 1600; mit Ausstattung. Die Kirche St. Peter hat über die Jahrhunderte zahlreiche Um- und Ausbauten erfahren. Sie stellt sich mit fünf Jochen dar. Das Hauptschiff ist heute flach gedeckt, während Seitenschiffe und Hauptchor noch mit dem ursprünglichen gotischen Rippengewölbe versehen sind. Die Achse des Hochchores ist gegenüber dem Hauptschiff nach Süden hin verschoben.
Vor allem der Innenraum erfuhr ab 1710 durch Stuckierungen und ab 1717 durch großflächige Deckengemälde eine maßgebliche Umgestaltung. Das zentrale Bild im Chor stammt von Joseph Anton Merz und zeigt die Aufnahme Mariens in den Himmel, umkränzt von Szenen aus ihrem Leben: Mariä Geburt, Verkündigung an Maria, Mariä Tempelgang, Unbefleckte Empfängnis. Die drei großen Deckenbilder im Hauptschiff, gemalt von Valentin Reuschl, zeigen Motive zum Leben des Kirchenpatrons Petrus. In den seitlichen Medaillons sind Begebenheiten aus dem Leben des hl. Petrus dargestellt. Auf 1730 datiert ist das Antependium des Volksaltars mit reichhaltiger Akanthusblattschnitzerei. Weitere Holzarbeiten aus der Zeit des Barock sind die Kirchenbänke mit ihren holzgeschnitzten Wangen und zwei Chorgestühle. An Steinmetz-Arbeiten aus dieser Zeit gibt es den Taufstein im linken Seitenschiff sowie das Weihwasserbecken beim Westportal, beide aus rotem Marmor in Form von Muschelschalen. 1710 wurde der Turm um ein zusätzliches Geschoss mit abgerundeten Ecken und Pilastern erhöht und mit einem Zwiebelhelm versehen. Bereits 1841 fiel der Turm einem Brand zum Opfer; statt der Zwiebel erhielt er nun ein 16 Meter hohes Pyramidendach mit einem drei Meter hohen Eisenkreuz auf seiner Spitze, der Turm ist seitdem 50 Meter hoch. Im 19. Jahrhundert wurde das Innere im Stil der Neugotik modernisiert, 1865 wurde ein neuer – der heutige – Hochaltar aufgestellt, die Kanzel wurde bereits 1856 angeschafft.
Die Kirche ist ein Kleinod und zeigt Stilelemente der Romanik, der Gotik und des Barock.


  • 2 Schlosskirche St. Martin Herrlicher Saalbau mit abgewalmtem Satteldach und Nordportal, Renaissancestil 1616; mit Ausstattung. Nähere Beschreibung siehe Schloss Wörth
  • 3 Friedhof- und ehemalige Wallfahrtskapelle „Zur schmerzhaften Muttergottes“ Interessanter Walmdachbau mit eingezogener Apsis, Dachreiter, offener Vorhalle und Pilastergliederung aus dem 18. Jahrhundert. Im Innern finden sich neben der im Altarblatt dargestellten Mutter Gottes noch die Figuren des heiligen Leonhard und des heiligen Wendelin. Im Friedhof, der 1821 eingeweiht wurde (vordem war der Friedhof um die Stadtpfarrkirche, 1879 endgültig aufgelassen) befindet sich ein großes, kunstvoll geschmiedetes Kreuz, das 1899 aufgestellt wurde.
  • 4 Pestkapelle (auf dem Herrnberg 399 m) Errichtet 1713 in Erfüllung eines Gelübdes durch Regensburger Bürger. Die Reichsstadt Regensburg war von der Pest heimgesucht worden. Nach Errichtung der Kapelle "hat die Pest allsogleich nachgelassen". In Regensburg ist darüber nichts niedergeschrieben. In der Kapelle steht in großen Lettern Vor Pest, Hunger und Krieg verschone uns o Herr. Über dem Haupt des Erlösers ist eine Inschrifttafel in hebräischer, griechischer und lateinischer Sprache angebracht: Jesus, der König der Juden. Zur Kapelle führen zwei Wege: über die Bayerwaldstraße mit 36 Stufen oder über die Herrngasse (Beschilderung) vorbei an historischen Bildstöcken.

Aussichtspunkt Herrnberg[Bearbeiten]

Von der Pestkapelle auf dem Herrnberg hat man einen Panoramablick zum Schloss, hinab zur Ludwigstraße, der Altstadt und in den weiten Gäuboden.

Kirchen in den Ortsteilen[Bearbeiten]

Kirchen der Ortsteile
Expositurkirche St. Michael in Hofdorf
  • 5 Expositurkirche St. Michael im Ortsteil Hofdorf. Großer Saalbau mit eingezogenem Chor und Westturm mit Spitzdach, neugotisch, erbaut 1880-83; mit Ausstattung, Provilierung ähnlich dem Regensburger Dom St. Peter und in Außen- und Innengestalt seit Erbauung unverändert. Zu den Besonderheiten der Kirche zählen die bunten figürlichen Spitzbogenfenster im Altarraum sowie zahlreiche Heiligenfiguren.
  • 6 Filialkirche St. Jakobus im Ortsteil Kiefenholz. Schöne Chorturmkirche mit Vorzeichen, mittelalterlich, Langhaus, erbaut 17./18. Jahrhundert mit zahlreichen wertvollen Heiligenfiguren.
  • 7 Bergkirche St. Ulrich und Wolfgang im Ortsteil Tiefenthal. Geschichtlich sehr interessanter Saalbau mit eingezogener Apsis und Chortürmchen mit Zwiebelhaube und Putzgliederungen, errichtet um 1200, Türmchen 17. Jahrhundert. Ursprünglich Doppelkapelle eines Herrensitzes mit zwei kirchlichen Räumen übereinander.
  • 8 Nebenkirche St. Matthäus im Ortsteil Zinzendorf. Interessanter giebelständiger Satteldachbau mit Walm, eingezogener Apsis und Dachreiter mit Rhombendach, romanisch, aus dem 12./13. Jahrhundert, Dachreiter neuromanisch, 2. Hälfte 19. Jahrhundert; mit Ausstattung. Früher auch Zufluchtsort der Ortsbevölkerung mit bis zu 1,50 m dicken Mauern.

Überdies gibt es noch zahlreiche Denkmäler, Wegkapellen und Bildstöcke in der Stadtgemeinde. Siehe auch: Liste der Baudenkmäler

Schloss Wörth an der Donau[Bearbeiten]

Der äußere Torbau Schloss Wörth
Schloss Wörth an der Donau
Schloss Wörth an der Donau von Süden

In Wörth befindet sich auf dem Schlossberg mitten im Ort das mächtige 9 Schloss Wörth an der Donau. Seine heutige Erscheinungsform hat es seit dem frühen 17. Jahrhundert, als unter Fürstbischof Albert von Toerring die Umbauten von der mittelalterlichen Burg zum Residenzschloss zum Abschluss gebracht wurden. Seit dem Hochmittelalter bis 1810 war es ununterbrochen im Besitz der Regensburger Fürstbischöfe, bildete eine strategisch wichtige Veste und war von 1812 bis 1978 im Besitz der Fürsten von Thurn und Taxis. 1984 übernahm es eine Schlossherrengemeinschaft, sie besteht aus 50 Eigentümern, größter ist der Landkreis Regensburg; ihm gehören auch der Bergfried, die Schlosskirche sowie das Rondellzimmer.

Der rechteckige, mit runden Türmen versehene umfangreiche Bau hat äußerlich Festungscharakter. Von Osten kommend trifft man auf einen Torbau mit der Jahreszahl 1605 und einem Wappen mit den lateinischen Initialen von Fürstbischof Wolfgang von Hausen, Bischof von Regensburg. Dieses Vorschloss entstand in der zweiten Umbauphase von der mittelalterlichen Burg in eine Renaissance-Sommerresidenz. Danach folgt das zweigeschossige Haupttor aus dem Jahr 1525, das von zwei Batterietürmen flankiert wird. Beim linken Turm handelt es sich um das frühere Verlies. Auf der Wappentafel ist der Erbauer Johann von der Pfalz, Fürstbischof des Hochstiftes Regensburg vermerkt. Als Architekt dieses ersten Abschnitts des Umbaus der Burg gilt Albrecht Altdorfer, seinerzeit Stadtbaumeister von Regensburg. Das Haupttor konnte bis zum Jahr 2000 durch eine Zugbrücke über dem Burggraben geschlossen werden.

Unvollendetes Gemälde, unbekannter Maler
Sage: „Das Kreuzigungsbild in der Wörther Schlosskirche“

In der Schlosskapelle St. Martin hängt ein unvollendetes Kreuzigungsbild (es fehlen die Initialen I N R I) eines unbekannten Malers. Nach der Sage war der Künstler des Gemäldes mit dem Teufel im Wort: Wenn das Gemälde mit seiner Hilfe „fertig ist in allen Stücken“, so gehört die Seele des Malers dem Teufel:

Zitat: Vor Zeiten lebte ein junger Maler mit geringer Begabung. Der Neid auf erfolgreiche Künstler trieb ihn eines Nachts in den Wald. Dort traf er auf einen übermannsgroßen Jäger, dem er seine Sorge anvertraute. Der Waidmann schlug ihm vor ihm seine Seele zu verschreiben, und er werde überaus ruhmreich. So geschah es. Der Maler verschrieb ihm seine Seele, und malte ein von einem Kloster in Auftrag gegebenes Kreuzigungsbild. Es gelang. Je näher die Vollendung kam, um so mehr plagte ihn sein Gewissen und er vertraute sich einem Mönch an. Dieser riet ihm das Bild unvollendet, ohne Inschrifttafel, zu belassen. „Wie von einem Alp befreit atmete der Maler auf. Und statt Streben nach irdischen Gütern und vergänglichen Ruhm suchte er des stillen Klosters Frieden.“
Grundriss des Schlosses (ohne Vorschloss)

Vor dem Haupttor befindet sich ein gartenartiger Zwinger, der einen barocken Pavillon beherbergt. Im Inneren befindet sich links die Torwartwohnung, rechts das Dienstgebäude und im „Vorderen Schlossstock“ war von 1444 bis 1939 zunächst das Landgericht, später das Amtsgericht untergebracht. Der rechteckige, sechsstöckige Wohnturm aus Bruchsteinen stammt aus dem 13. Jahrhundert. Das Kellergeschoss des mittelalterlichen Turms, auch Bergfried genannt, besitzt ein Tonnengewölbe mit beachtlicher Spannweite. In einem anderen Teil des Bauwerks weist ein Kreuzdeckengewölbe auf eine ehemalige Kapelle hin. Der Turm hatte ursprünglich kein Dach. Der obere Abschluss war eine Plattform, die mit zahnartigen Zinnen gesichert war. Überdies waren an den vier Seiten Zifferblätter einer Turmuhr angebracht, Reste davon sind noch sichtbar. Im Turm wurden im 17. Jahrhundert Zellen für Strafgefangene eingebaut, diese und deren Einrichtung sind zum Teil bis heute erhalten geblieben. An der Innenseite befindet sich ein später hinzugekommener Treppenturm, eines der oberen Geschosse hat eine Nische mit spätmittelalterlichem Rippengewölbe. Die Bedachung wurde im frühen 17. Jahrhundert erneuert. Der Turm war früher um ein Stockwerk höher. Nach einem Blitzschlag im Jahr 1778 brannte dieser Teil des Schlosses ab. Zusammen mit dem Bergfried ist das Untergeschoss des Dienstgebäudetraktes der letzte Rest der einstigen Burg. Links neben dem Bergfried befindet sich ein Wehrgang mit massiven Mauern und Schießscharten. Der daneben befindliche Wehr- oder Pulverturm beeindruckt durch drei Meter dicke Außenmauern.

Diesen Gebäuden gegenüber liegt im Westen der dreiflügelige Fürstenbau, der im frühen 16. und im frühen 17. Jahrhundert entstand. Das ehemalige Schlafgemach im Mittelbau hat eine Holzdecke aus dem Jahr 1616. Das Edelknabenzimmer im Kavalierbau, bzw. Gästehaus im Nordtrakt besitzt ebenfalls eine sehenswerte Holzkassettendecke. Die restlichen Räume des Nordflügels als Dienerschaftswohnung sind verhältnismäßig einfach. Im Südflügel befindet sich der langgestreckte ehemalige Festsaal mit Stichkappenwölbung auf Pilastern, er entstand ebenfalls im Jahr 1616. Der Schlosskeller in seinen jetzigen Ausmaßen dürfte bis Mitte des 16. Jahrhunderts, spätestens jedoch im Jahr 1616 mit dem Bau der Kapelle durch Bischof Albert von Törring, fertiggestellt worden sein. Er ist etwa 80 Meter lang und der gesamte Südtrakt des Schlosses ruht auf dessen Gewölbe.

Im Schlosshof befinden sich zwei Brunnen, ein Springbrunnen aus dem Jahr 1636, sowie ein Zieh- oder Schöpfbrunnen, von dem nur noch die obere Steinfassung zu sehen ist. Die Brunnen hatten Vorgänger: Einer geht auf das Jahr 1450 zurück, ein weiterer Zier- oder Luxusbrunnen ist 1566 unter Bischof Vitus von Fraunberg entstanden. Das Wasser hierfür wurde dem Marktbach entnommen und mittels eines Triebwerks zum Schloss empor gepumpt. Die Stelle hat heute noch den Straßennamen Bei der Walch, was hier für „Kneten und Treiben“ steht.

Rondellzimmer

Rondellzimmer - Fürstenzimmer

Der aus kunsthistorischer Sicht bedeutendste Raum und im Landkreis Regensburg als "Schönstes Zimmer im Landkreis" bezeichnet, ist das Rondellzimmer, auch Fürstenzimmer oder Königszimmer genannt. Hier wurde die Rheinbundakte am 26. Juli 1806 von Fürstbischof Karl Theodor von Dalberg, dem letzten geistlichen Reichsfürsten unterzeichnet. Es befindet sich im südwestlichen Batterieturm des Fürstenbaus und ist unter Albrecht Sigismund von Bayern, 1668–1685 Fürstbischof von Regensburg, neu ausgestattet worden. Stuckiert wurde der Raum durch den Italiener Jacopo Tornino in den Jahren 1673/74 und ist 1676/77 vom Regensburger Maler Jakob Heybel ausgemalt worden. Dieser Maler schuf 1676 und 1678 einen umfangreichen mythologischen Zyklus: sechs Gemälde im Gewölbe, fünf an den Unterseiten der Fensterbögen, fünf an Fensterbrüstungen, sowie sechs Figuren an den Pilastern. Die Malereien gelten als außergewöhnlich und dürften vom Auftraggeber Fürstbischof Albrecht Sigismund geprägt sein. Themen sind die Bereiche Jagd, Macht und Klugheit.

Vom Rondellzimmer hat man einen Blick über den Gäuboden, die Donau und zur ehemaligen Reichsstadt und Bischofssitz Regensburg.

Schlosskirche St. Martin

Schlosskirche St. Martin

Den Abschluss im Westen bildet die einschiffige Schlosskkapelle (Kirche) St. Martin von Tours aus dem Jahr 1616. Ihre Ausstattung stammt aus dem späten 17. Jahrhundert. Das Altarbild des Hochaltares von Jakob Heybel, Regensburg, aus dem Jahr 1671 stellt den Tod Marias dar, das Bild auf dem linken Seitenaltar, ebenfalls von Heybel und aus dem Jahr 1675, das Jüngste Gericht, das Bild des rechten Seitenaltars zeigt den heiligen Martin, der seinen Soldatenmantel mit dem Bettler teilt. Das Kreuzigungsbild mit einem jansenistischen Kreuz wurde von einem unbekannten Maler erschaffen. An den Stuhlwangen und am Beichtstuhl befinden sich Rokokoschnitzereien.

Im Glockenturm befindet sich eine Glocke des Regensburger Glockengießers Georg Schelshorn.

Sonstiges: Das Rondellzimmer bzw. Fürstenzimmer wird neben Veranstaltungen auch für Trauungen genutzt. Anfragen hierüber im Rathaus

Der renovierte Schlosskeller wird auch für größere Veranstaltungen verwendet. Die „Schlossgalerie Wörth“ im Keller des alten Bergfrieds des Schlosses zeigt von Zeit zu Zeit Ausstellungen.

Anfahrt/Aufgang: Mit dem Pkw parken auf dem Petersplatz, anschließend zu Fuß über die Schlossstraße/Schlossberg (15 Min.) oder schöner Spaziergang aus der Innenstadt (20 Min.), parken am Parkplatz "Leoheimweg", oder Spaziergang über den in den 1930er Jahren angelegten romantischen 10 Serpentinenweg, vorbei an historischen Bildstöcken (leichter Anstieg, 30 Min.) von Süden (Straubinger Straße), parken auf dem Friedhofparkplatz oder Parkplatz am Leoheimweg in der Stadtmitte.

Die Höfe des Schlosses sind tagsüber frei zugänglich, nicht allerdings das Innere der Gebäude. Zu deren Besichtigung werden Führungen ab 6 Personen durchgeführt. Weitere Infos im Rathaus

Aussichtspunkt Schloss Wörth[Bearbeiten]

Bei entsprechender Wetterlage hat man von der Südmauer des Schlosses den Blick über den Dungau, der Donau sowie zur Gäubodenmetropole Straubing und bis zu den Alpen.

Bauwerke[Bearbeiten]

Wörth besitzt auch zahlreiche baugeschichtlich und historisch interessante und bedeutende Gebäude, hier ein kleiner Auszug:

  • 11 Historische Schusshütte mit zwei vorgelagerten pavillonähnlichen Schießständen Eingeschossiger Mansardwalmdachbau mit Schindeldeckung, zwei Schießhütten, offene Gehäuse mit schindelgedeckten Zeltdächern, erbaut Anfang des 19. Jahrhunderts. Das Nutzungsrecht hat die "Fürstbischöflich Privilegierte Schützengilde" Wörth.
Historische Altstadt
Blick vom Schloss ins Zentrum...
Historische Altstadt
Wörther Rathausplatz
Der Blick zurück
Blick vom Schloss ins Zentrum 1910
  • 12 Rathaus Erbaut 1892 im Neurenaissancestil, Verwaltungssitz der Stadt Wörth.
  • 13 Historisches Geschäftshaus unmittelbar neben dem Rathaus Zweigeschossiger Walmdachbau mit Zwerchgiebel, Putzgliederungen und Gusseisenbalkon, erbaut 1892.
  • 14 Ehem. Hoftaverne (Schlossberg) Geschichtlich sehr interessantes Gebäude mit Zwiebelturm. Ehemals "Ehrbares Wirtshaus".
  • 15 Ehem. Distriktskrankenhaus (Petersplatz) Erstes Krankenhaus, eingeweiht 1859, vormals bestand bereits ein Spital in der Regensburgerstraße
  • 16 Historisches Wohnhaus neben ehem. Distriktskrankenhaus (Petersplatz) Zweigeschossiger und traufständiger Mansarddachbau mit Halbwalm, erbaut 18. Jahrhundert.
  • 17 Ehem. Weißes Bräuhaus (Petersplatz) Zweigeschossiger und giebelständiger Satteldachbau mit Blendarkaden und rundbogigem Portal, erbaut 16./17. Jahrhundert. Das Gebäude geht auf Fürstbischof von Hausen zurück und war früher wesentlich größer.
  • 18 Ehem. Hofmühle (Petersplatz) Früherer Handwerksbetrieb, der die Ehrenbezeichnung "Hof" führen durfte. Weitere Hoflieferanten waren beispielsweise die Hofbäckerei, Hofbräuhaus, Hoftaverne, Hofschlosserei, die Hofschreinerei und der Hofgarten im ehem. Ortsteil "Sand".
  • 19 Ehem. Fronfeste (Schlossstraße) Früheres Untersuchungsgefängnis, zugehörig zum ehem. Amtsgericht, das sich lange Zeit im Schloss befand.
  • 20 Ehem. Rentamtsgebäude (Schlossstraße) Zweigeschossiger und giebelständiger, gestelzter Satteldachbau mit Treppengiebeln, erbaut 16./17. Jahrhundert. Später Sitz des fürstlichen Forstamts.
  • 21 Ehem. Hofbäckerei (Schlossstraße) Ringeschossiger, giebelständiger und gestelzter Frackdachbau mit zwei Erker auf profilierten Konsolen, erbaut 16. Jahrhundert.
  • 22 Ehem. Hofapotheke (Ludwigstraße) Zweigeschossiger Walmdachbau mit Kniestock und Putzgliederungen, klassizistisch, erbaut 1841. Bis 1931 Standort der Apotheke. Die heutige Hofapotheke befindet sich seitdem am Marktplatz
  • 23 Ehem. Schulhaus (Ludwigstraße) Erbaut 1846/47, auch "Neues Schulhaus" genannt; es bestand vordem bereits ein Schulhaus in der Regensburger Straße

Weitere Baudenkmäler[Bearbeiten]

Stadtführungen[Bearbeiten]

Schloss- und Stadtführungen sind ab 6 Personen und nach Voranmeldung möglich. Weitere Informationen im Rathaus

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Gemälde von Albrecht Altdorfer (um 1522): Donaulandschaft mit Schloss Wörth, Maler der "Donauschule" und Architekt auf Schloss Wörth
  • Rathausplatz – Standort des Rathauses und historischer Bauwerke
  • Marktplatz – Hauptgeschäftsplatz, historische Gebäude
  • Kirchplatz – Standort der Stadtpfarrkirche und geschichtsträchtiger Bauten
  • Petersplatz – ältester Platz in Wörth, früher „Petrusplatz“, Standort zahlreicher historischer Gebäude, früher Standort eines Benediktinerklosters, Standort der ersten Häuser und der ersten Kirche Wörths
  • Ludwigstraße – 1841, nach dem großen Marktbrand neu angelegt und nach König Ludwig I. (Bayern) benannt Hauptgeschäftsstraße und Standort zahlreicher historischer Gebäude
  • Taxisstraße – Die Fürsten von Thurn und Taxis tragen den ihnen 1899 von Prinzregent Luitpold verliehenen Titel „Herzog von Wörth und Donaustauf“. Gegenwärtiger Träger ist Albert von Thurn und Taxis. Die Taxisstraße ist nach den Fürsten benannt
  • Josef-Feller-Straße – Zum Andenken an einen der bedeutendsten Söhne der Stadt: Joseph Feller, berühmter Dialektdichter
  • Altdorfer Straße – Zum Gedenken an Albrecht Altdorfer, bedeutender Maler der "Donauschule". Er schuf das Gemälde "Donaulandschaft mit Schloss Wörth" (um 1522), das in der Alten Pinakothek in München ausgestellt ist und war Architekt auf Schloss Wörth
  • Schlossstraße – Standort vieler historischer Gebäude, älteste Straße Wörths
  • Schlossberg – ebenfalls Standort historischer Gebäude, gehört mit zu den ältesten Teilen Wörths

Zoos & Tierparks[Bearbeiten]

In der Umgebung finden sich folgende Zoos & Tierparks:

  • 24 Tiergarten Straubing (Tierpark und Zoologischer Garten), Am Tiergarten 3, 94315 Straubing (etwa 20 Kilometer östlich, über die Bundesstraße B8 gut zu erreichen.). Tel.: +49 (0)9421 21277.
  • Fürstlicher "Thiergarten" bei Donaustauf, etwa 15 Kilometer westlich, über die Staatsstraße St 2145 bequem zu erreichen (2.800 Hektar groß, mit üppiger Pflanzen- und Tierwelt).
  • Bayerwald Tierpark Lohberg, etwa 70 Kilometer nordöstlich, über die Staatsstraße St 2146 gut zu erreichen (etwa 1 Stunde).

Natur[Bearbeiten]

„Alte Donau“ bei Wörth

Wörth ist im Norden, Nordosten- und Nordwesten von großen Wäldern (Vorderer Bayerischer Wald) und im Süden, Südosten und Südwesten von der Donau, den Donauauen, Bächen und zahlreichen Naturschutzgebieten mit einer reichen Pflanzen- und Tierwelt umgeben:

Fast die Hälfte des Gemeindegebiets sind Wald, große Teile davon bilden die zusammenhängenden Waldgebiete des Wörther und Waxenberger Forsts. An der Lerchenhaube sowie zwischen Tiefenthal und Hofdorf liegen Teile des Flora-Fauna-Habitats Trockenhänge am Donaurandbruch. Im Osten, nördlich von Zinzendorf und Hof, sind die Täler des Großen und Kleinen Perlbachs Bestandteil des FFH-Gebiets Bachtäler im Falkensteiner Vorwald. An der Donau liegt das Naturschutzgebiet Stöcklwörth. Östlich davon befindet sich das Naturdenkmal Alte Donau, südlich von Wörth der ehemalige Mündungsarm der Wiesent. Im Zuge von Baumaßnahmen zum Hochwasserschutz in den 1950er Jahren wurde die Wiesent umgeleitet. Sie mündet seitdem in den ebenfalls Alte Donau genannten Donaualtarm des Naturschutzgebiets Gmünder Au. Die Schutzgebiete an der Donau liegen außerdem im zusammenhängenden FFH-Gebiet Donau und Altwässer zwischen Regensburg und Straubing und im Vogelschutzgebiet Donau zwischen Regensburg und Straubing.

Panorama Altstadt Wörth an der Donau
Panorama Altstadt Wörth an der Donau

Aktivitäten[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

  • 1 Kolping Theaterbühne (KOLPINGTHEATER Wörth an der Donau), Marktplatz 4, 93086 Wörth an der Donau. Tel.: +49 (0)9482 2763. Seit 1975 gibt es in der Stadt Wörth die Kolping Theaterbühne. Sie ist eine feste Größe im Kulturleben der Stadtgemeinde und führt sowohl modernes wie auch zeitgeschichtliches Theater auf.

Musik[Bearbeiten]

Kultur in Wörth: "Live in Concert" beim Wörther Bürgerfest

Wörth hat eine beachtliche Musiktradition. Unter anderem gibt es folgende Chöre, Musikkapellen und Ensembles verschiedenster Musikrichtungen:

  • Kirchenchor
  • Sängerverein v. 1893
  • Chor Wörthissimo
  • Stadtkapelle
  • Musikkapelle „z´wiad“
  • Wörther Stubenmusi
  • Musikkapelle „Grenzjaga“
  • Gschwellbachtaler Musikanten
  • Musikkapelle d´Sandler
  • Musikduo Mammamia
  • d´Hofdorfer
  • Big Band Swing Meeting

Darüber hinaus gastieren in Wörth bei den Kulturveranstaltungen von K.i.W. - Kultur in Wörth auch überregional bekannte Musikgruppen. Zweimal im Jahr (Juli/August und vor Weihnachten) findet ein großes Konzert der Musikschule Wörth statt.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Bayerische Tradition: Maibaum in Wörth an der Donau
  • VW-Käfer-Treffen: Der Verein Käferfreunde Bayerwald veranstaltet jedes Jahr im Mai/Juni auf dem Festplatz der Stadt im Gschwelltal Im Paradies ein überregionales VW-Käfer-Treffen.
  • Bürgerfest: Alle zwei Jahre (das nächste Mal 2018) findet im Juli in der Innenstadt ein Bürgerfest statt.
  • Weihnachtsmarkt: Jährlich findet an einem Wochenende Ende November/Anfang Dezember in der Innenstadt ein Weihnachtsmarkt statt.
  • am ersten Sonntag im Mai und am Sonntag vor Dionysius (Anfang Oktober) findet in der Innenstadt ein großer Krammarkt, also ein Markt mit unterschiedlichsten Artikeln des täglichen Lebens, aber auch bayerischen Schmankerln (= kulinarischer Genuss) sowie ein Flohmarkt statt. Zudem haben fast alle Geschäfte in der Innenstadt an diesen Marktsonntagen geöffnet. Diese Markttage sind seit weit über hundert Jahren in Wörth eingeführt und erfreuen sich großer Beliebtheit.
  • Gewerbeschau: Alle etwa drei Jahre (das nächste Mal 2018) findet im Gewerbegebiet „Im Haslet“ eine überregionale Gewerbeschau statt. Es ist die größte Messe dieser Art im Landkreis Regensburg.
  • jährlich finden zahlreiche Veranstaltungen der örtlichen Vereine (in Wörth gibt es über 70 Vereine) statt.
  • ebenso jährlich findet am 1. Mai in der Innenstadt ein Maibaumaufstellen mit Musik und Tanz statt.
  • seit 2003 findet alljährlich Anfang August auf dem Petersplatz das Brunnenfest statt. Organisiert wird dieses Traditionsfest von den Anliegern des Petersplatzes und der äußeren Schlossstraße.
  • 2 Kino DoLi (Donau Lichtspiele), Donaustraße 7, 93086 Wörth an der Donau. Tel.: +49 (0)9482 2720. Seit 1957 besteht in der Stadt Wörth das Kino Donau Lichtspiele. Es ist behaglich und modern ausgestattet und zeigt die neuesten Kinofilme.

Kultur in Wörth[Bearbeiten]

Wörther Passion in der Stadtpfarrkirche: Kompositionsauftrag der Stadt

K.i.W. bedeutet Kultur in Wörth an der Donau.

In Wörth gibt es mit K.i.W. ein großes, ganzjähriges Kulturprojekt der Stadt. Wörth möchte den Bürgern, aber auch den Gästen der Stadt, Konzerte, Lesungen, Kabarett und Ausstellungen anbieten.

Musik soll dabei im Vordergrund stehen. Hierbei reicht das Spektrum von Rock, Blues, Jazz, echter Volksmusik bis hin zur Klassik.

Die Veranstaltungen finden vor allem an Wochenenden statt. Veranstaltungsorte sind der Schlosskeller und Schlosshof, das Rondellzimmer (Fürstenzimmer) und der Bergfried im Schloss für Ausstellungen sowie der Bürgersaal im Zentrum der Stadt und bei Kirchenveranstaltungen die Schlosskapelle St. Martin.

Auch die umliegenden Ortsteile sind bei den Veranstaltungen eingebunden.

Im Jahr 2008 zeichnete die Initiative "Deutschland, Land der Ideen" unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten die kulturellen Leistungen der K.i.W. aus.

Weitere Informationen erhalten Sie im Rathaus

Gerhard Polt bei K.i.W. – Kultur in Wörth – im Schlosskeller


Eine kleine Auswahl bisher aufgetretener Künstler:

  • Don Kosaken Chor Serge Jaroff
  • Donikkl
  • Zither Manä
  • Lizzy Aumeier
  • Biermösl Blosn
  • Michael Fitz
  • Gerhard Polt
  • Couplet-AG

Sport[Bearbeiten]

Sportanlagen im Gschwelltal
  • in Wörth befindet sich ein Fitnessstudio mit Dampfbad, Sauna und Solarium
  • Waldbad (Naturbad), das im Winter bei entsprechender Wetterlage als freie Eisfläche für Wintersportarten genutzt wird
  • im Winter, bei entsprechender Schneelage, ca. 10 km gespurte Loipen im Geschwelltal
  • 4 Flugzentrum Bayerwald (Ballonfahrten und Gleitschirmfliegen), Schwarzer Helm 71, 93086 Wörth an der Donau. Tel.: +49 (0)9482 95 95 25.
  • Sportanlagen im Gschwelltal - Skateranlage, Rasensportflächen, Hartplatz, Tennisplätze
  • Sportplätze in Hofdorf und Kiefenholz
  • Asphaltstockbahnen in Hofdorf
  • in Wörth befindet sich eine Tanzschule
  • Sportschützenvereine in Hofdorf und Wörth

Wandern[Bearbeiten]

Wörth am Donau-Panorama-Wanderweg
  • 60 Kilometer markierte Wanderwege des örtlichen Waldvereins
  • durch Wörth führt der Europäische Fernwanderweg E8
  • der Oberpfalzweg
  • der Jakobsweg
  • der Donau-Panoramaweg
  • der Burgensteig
  • der Goldsteig (Südroute) ganz nahe an Wörth vorbei

Insgesamt führen 135 Kilometer Wanderwege durch die Stadt.

Radfahren
  • Zahlreiche Radtourmöglichkeiten an der Donau entlang sowie im weitläufigen Gäuboden
  • Viele Radtourmöglichkeiten Richtung Vorderer Bayerischer Wald

Kinder[Bearbeiten]

In der Stadtgemeinde gibt es in jedem Ortsteil, Siedlungsgebiet und Stadtteil öffentliche und sehr attraktive Kinderspielplätze in bester Umgebung mit zahlreichen Sitzgelegenheiten für die Eltern zur Aufsicht der Kinder. Die Spielplätze sind alle TÜV-geprüft und entsprechen mehr als bayerischem Standard. Zudem sind viele Veranstaltungen in der Stadt auch für Kinder konzipiert.

Es regnet - was nun?[Bearbeiten]

Nach dem ‘‘Mensch ärgere dich nicht auf dem Zimmer‘‘ gibt es in Regensburg und Straubing (jeweils 15 Minuten Autobahn) Museen für Alt und Jung und ‘‘Kinderpartys for Kids‘‘ (siehe Tourismusseite der Städte). Vorher sollte man das Schloss Wörth und alle Sehenswürdigkeiten mit dem Heimatpfleger besichtigen. Das Schloss Wörth hat heute noch gut erhaltene Gefängniszellen aus dem Mittelalter … spannend für Alt und Jung. Auch das familienfreundliche Hallenbad in Wörth steht für solche Tage zur Verfügung.

Einkaufen[Bearbeiten]

In Wörth an der Donau gibt es gute Einkaufsmöglichkeiten. In der Innenstadt findet man (fast) alles, jedes Geschäft ist zu Fuß von den Parkplätzen aus leicht erreichbar. Überdies gibt es einen Zusammenschluss vieler Einzelhändler zu einer Werbegemeinschaft mit einem großen Aktionsprogramm.

Ludwigstraße: Flaniermeile und Haupteinkaufsstraße zugleich

Es gibt eine Hauptgeschäftsstraße, Plätze und Straßenzüge mit zahlreichen Läden und Geschäften sowie zwei Einzelhandelszentren in der Regensburgerstraße und der Bahnhofstraße.

  • Marktplatz mit zahlreichen Einzelhandelsgeschäften
  • Rathausplatz ebenfalls mit Geschäften
  • Kirchplatz gute Gastronomie und Läden
  • Straubingerstraße ebenfalls mit Geschäften
  • Taxisstraße weitere Läden
  • Ludwigstraße (Hauptgeschäftsstraße) mit zahlreichen Geschäften und guter Gastronomie
  • Einzelhandelszentrum an der Regensburger Straße – hier findet jeden Samstag (8 - 12 Uhr) ein Regionalmarkt mit heimischen Produkten statt.

An den Ausfallstraßen befinden sich große Einzelhandelsdiscounter. In Wörth gibt es innerorts zwei Tankstellen, im Gewerbepark Wörth-Wiesent befindet sich in unmittelbarer Autobahnnähe eine weitere Tankstelle. Auf dem Großparkplatz der Kreisklinik Wörth ist eine öffentliche Ladestation für Elektroautos.

  • 2 Ladestation für Elektroautos (Kreisklinik Wörth an der Donau), Krankenhausstraße 2, 93086 Wörth an der Donau.
  • 3 AVIA Tankstelle, Straubingerstraße 15, 93086 Wörth an der Donau.
  • 4 BayWa Tankstelle, Bahnhofstraße 2, 93086 Wörth an der Donau.
  • 5 ARAL Tankstelle, Gewerbepark Wörth-Wiesent B3, 93086 Wörth an der Donau.

Küche[Bearbeiten]

Marktplatz - links Wörther Schlossbitter (Hofapotheke), rechts daneben Wörther Pralinen

Besondere Spezialitäten der Stadt sind der Wörther Schlossbitter - seit dem 19. Jahrhundert etablierter, beliebter Kräuterlikör, der Wörther Hobel, eine alte Semmelsorte einer Wörther Bäckerei mit über 170-jähriger Tradition und die Wörther Pralinen - eine Nascherei in vielen Kreationen von einem Wörther Traditionskonditor am Marktplatz.

Im Hintergrund neben der Kirche: Traditionsgasthof und Hotel Butz mit Biergarten

In Wörth findet man das typische Spektrum einer bayerischen Kleinstadt. Vom bürgerlich-bayerischen Gasthof bis hin zum italienischen oder griechischen Restaurant. Von Frühjahr bis Herbst ist der kleine Biergarten eines großen Traditionsgasthofes neben der Stadtpfarrkirche zu empfehlen. Auf dem Rathausplatz befindet sich das 1 Rathauscafe (frisch gebrühter Kaffee oder Tee, Kuchen und Torten - alle aus eigener Herstellung), Kirchplatz 5, 93086 Wörth an der Donau. Tel.: +49 (0)9482 1521.

  • 2 Gasthof Butz (Hotel und Gasthof mit eigener Metzgerei, Schlachterei, Fremdenzimmer, Biergarten), Kirchplatz 3, 93086 Wörth an der Donau. Tel.: +49 (0)9482 9510.
  • 6 Pizzeria La Posta (Italienische Küche auf der Flaniermeile Ludwigstraße), Ludwigstraße 5, 93086 Wörth an der Donau. Tel.: +49 (0)9482 2396.
  • 7 Taverna Kranetas (Griechische Küche auf der Flaniermeile Ludwigstraße), Ludwigstraße 9, 93086 Wörth an der Donau. Tel.: +49 (0)9482 90 99 001.
  • 8 Gasthaus Peutl (Gasthaus mit Biergarten, unmittelbar an der Donau und am Radweg), Kiefenholz 23, 93086 Wörth an der Donau. Tel.: +49 (0)9482 1738.
  • 10 Antalya Döner Öztürk (Türkische Spezialitäten), Regensburger Straße 45, 93086 Wörth an der Donau. Tel.: +49 (0)9482 9595167.

Weinbau[Bearbeiten]

Weinstube Riedl in Kruckenberg

Im Ortsteil Tiefenthal (2 Kilometer östlich von Wörth) und in Kruckenberg (5 Kilometer westlich von Wörth) wird der Baierwein (Regensburger Landwein) angebaut. Diesen Wein kann man auch erwerben. (In Tiefenthal direkt ab Hof der Weinerzeuger Karl Dietl Tel.: +49 (0)9482 / 1311 und Bio-Landwein Franz Luttner Tel. Tel.: +49 (0)9482 / 2681). Im Jahr 2015 ist es dem Winzer Franz Luttner erstmals gelungen, aus einem Cuvée der Rebsorten Johanniter und Regent einen Baierwein herzustellen, der zu Sekt gegoren werden konnte. Der erste Baierwein-Sekt war von hoher Qualität und wurde im traditionellen Verfahren mit Flaschengärung produziert.

Die Gegend um Wörth an der Donau gehört zum zweitkleinsten Weinanbaugebiet Deutschlands und liegt an der Weinroute.

  • 11 Weinstube Wimmer (Weinlokal), Zinzendorf 15, 93086 Wörth an der Donau. Tel.: +49 (0)9482 666.
  • 12 Weinstube Kerscher (Weinlokal), Morgensternweg 3, Hofdorf, 93086 Wörth an der Donau. Tel.: +49 (0)9482 3063.

Nachtleben[Bearbeiten]

Kleinstädtisch. Findet vor allem in Veranstaltungen der zahlreichen Vereine sowie in den Gasthäusern und Gasthöfen statt.

Unterkunft[Bearbeiten]

Eine Unterkunfts- und Zimmerübersicht findet man im Übernachtungsverzeichnis (offizielle Seite Landratsamt). Es gibt große Gasthöfe mit gut ausgestatteten Fremdenzimmern und zahlreiche Privatpensionen. Ferienhäuser und Ferienwohnungen, aber auch weitere Zimmervermietungen findet man im Ferienhaus, Ferienwohnungen- und Zimmerverzeichnis.

Gastronomie und Unterkunft in der Ludwigstraße: links Gasthof Geier, seit 1918
  • 1 Gasthof Butz (Hotel und Gasthof mit eigener Metzgerei, Schlachterei, Fremdenzimmer und Biergarten), Kirchplatz 3, 93086 Wörth an der Donau. Tel.: +49 (0)9482 9510.
  • 2 Gasthof Geier (Gasthof mit Fremdenzimmer und Kegelbahn), Josef-Feller-Straße 1, 93086 Wörth an der Donau. Tel.: +49 (0)9482 2250.


Lernen[Bearbeiten]

In der Stadt gibt es die Musikschule Wörth e.V. sowie eine Außenstelle der

Sicherheit[Bearbeiten]

Wörth an der Donau gehört, wie alle bayerischen Städte, zu den sichersten in Deutschland; die Kriminalitätsrate ist auf niedrigen Niveau. Wörth ist Standort der Polizeiinspektion Wörth an der Donau. Für den Brandschutz sorgt die Stützpunktfeuerwehr Wörth sowie die Freiwilligen Feuerwehren der Ortsteile. Überdies gibt es in der Stadt einen Ortsverband mit Niederlassung der Bundesanstalt des Technischen Hilfswerks.

Gesundheit[Bearbeiten]

Kreisklinik und Gesundheits-Kompetenz-Zentrum Wörth

Die medizinische Versorgung ist gut. Wörth an der Donau ist Standort der Kreisklinik Wörth mit Gesundheitskompetenz- und Facharztzentrum mit vielen Fachgebieten. Darüber hinaus gibt es zahlreiche in Wörth angesiedelte Ärzte (Allgemeinmedizin, Sportmedizin, Zahnheilkunde, Augenheilkunde). Zudem gibt es Physiotherapeuten, eine Rettungswache des Bayerischen Roten Kreuzes und in der Innenstadt zwei Apotheken.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Kurzinfos
Fläche 52,24 km²
Telefonvorwahl 09482
Postleitzahlen 93086
Kfz-Kennzeichen R
Zeitzone UTC+1
Notruf 112 / 110

Tageszeitungen und Medien[Bearbeiten]

Zeitungen mit Lokalteil für Wörth und Infos zum Tagesgeschehen sind: die Donau-Post und Wörther Anzeiger. Überregionale Zeitungen sind im örtlichen Zeitschriftenhandel erhältlich, jeweils mittwochs erscheinen drei kostenlose Anzeigenblätter bzw. Wochenzeitungen, am Samstag erscheint der Blizz, eine kostenlose Wochenendzeitung.

Im Stadtgebiet können neben den überregionalen Programmen auch die Radiosender Radio Charivari, Radio Gong FM, Radio AWN und der regionale Fernsehsender TVA empfangen werden.

Öffentliche Toilette[Bearbeiten]

Im Bürgerhaus der Stadt in der Ludwigstraße gegenüber dem Gasthof Geier befindet sich eine Toilette, die tagsüber von 8 Uhr bis 18 Uhr geöffnet ist. Die Benutzung ist kostenfrei.

Postdienste[Bearbeiten]

In Wörth befindet sich am Marktplatz eine Filiale der Deutschen Post. Überdies gibt es im örtlichen Schreibwarenhandel das Angebot eines privaten Postdienstleisters und in verschiedenen Geschäften die Annahmestellen von privaten Paketdiensten. Die Stadt Wörth ist gut an das Internet (Breitband) angeschlossen und über alle Mobilfunknetze gut erreichbar.

Ausflüge[Bearbeiten]

Burg Falkenstein (Opf)
Gäuboden und Donauauen

Richtung Norden[Bearbeiten]

  • Burg Falkenstein (Opf) mit Jagdmuseum
  • Burgruine Brennberg mit Aussichtsturm sowie Brennberger Spital
  • Höllbachtal Wanderung durch das wildromantische Höllbachtal
  • Heimatmuseum des Landkreises Regensburg in Altenthann

Richtung Osten[Bearbeiten]

  • Gäubodenmetropole Straubing
  • Burg Falkenfels

Richtung Süden[Bearbeiten]

  • Donauauen und Gäuboden - Zahlreiche Rad- und Wanderwege

Richtung Westen[Bearbeiten]

Walhalla Donaustauf
Nepal-Himalaya-Pavillon Wiesent
  • Weltkulturerbestadt Regensburg
  • Fürstlicher Thiergarten
  • Burgruine Donaustauf: Von der Ruine hat man einen schönen Blick auf Donau und Walhalla
  • Walhalla: Die Ruhmes- und Ehrenhalle liegt bei Donaustauf ca. 16 km westlich von Wörth. Die Halle wurde 1842 vom bayrischen König Ludwig I. in Auftrag gegeben und vom bayerischen Hofarchitekten Leo von Klenze erbaut
  • Zweitkleinstes Weinanbaugebiet Deutschlands. Baierweinmuseum in Bach an der Donau; in Kruckenberg: Wein in einer Laube oder Weinlokal genießen; Baierwein aus Bach und Kruckenberg kann man auch erwerben
  • Schmucksteinbergwerk "Silberschacht" Kittenrain in Bach an der Donau mit Tonbildschau und Führung „Wissenswertes über die Bergbautradition“
  • Nepal-Himalaya-Pavillon in Wiesent (ca. 2 km östlich von Wörth gelegen) - Hier wurde der „Nepal Himalaya Pavillon“ von der Weltausstellung Expo 2000 in Hannover wiederaufgebaut. Zusätzlich gibt es in einem ehemaligen Steinbruch einen Schaugarten mit mehr als 4500 Pflanzenarten zu besichtigen (darunter viele Hochgebirgspflanzen)
  • Hudetzmuseum in Wiesent mit Ausstellung regionaler Künstler
  • Technik und Schifffahrt an der Donau: Kraftwerk, Staustufe und Schleuse Geisling mit Deichanlagen und Entwässerungssystem

Literatur[Bearbeiten]

  • Ludwig Schindler (Textautor): Stadtführer Wörth. Verlag Attenkofer, Straubing 2008, ISBN 978-3-936511-52-9.
  • Ludwig Schindler (Herausgeber): Schloss Wörth an der Donau in Bildern. 2004 Verlag Attenkofer Straubing ISBN 3-936511-04-7

Karten[Bearbeiten]

  • Wörth an der Donau Topographische Landkarte Bayern 1:25.000 (Normalausgabe - Atkis) Landesvermessungsamt Bayern. EAN/ ISBN 9783860386491
  • Straubing - Wörth an der Donau - Rain - Kirchroth - Pfatter - Stainach - Sünching 1:25.000. Wanderkarte ATK25 Topographische Karte 1:25.000 (Atkis) Bayern Landesvermessungsamt Bayern - Wanderkarte. EAN/ ISBN 9783899334203
  • Wörth an der Donau 1:35.000 Wanderkarte Fritsch Landkarten-Verlag

Weblinks[Bearbeiten]


Empfehlenswerter Reiseführer Dieser Artikel wird von der Gemeinschaft als besonders gelungen betrachtet und wurde daher am 29.12.2015 zum Empfehlenswerten Reiseführer gewählt.