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Rhön-Radweg

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Der Rhönradweg führt von Bad Salzungen über die Wasserscheide des Gebirges bis nach Hammelburg an die fränkische Saale. Dabei durchquert die abwechslungsreiche Radroute die Rhön in Nord-Süd-Richtung.

Ausschilderung Rhön- und Ulstertal-Radweg in Philippsthal (Werra)

Streckenprofil[Bearbeiten]

  • Länge: 180 km
  • Ausschilderung: Die Strecke ist mit großen Zwischenwegweisern ausgeschildert. Hauptwegweiser fehlen allerdings weitgehend. Die Wegweisungsqualität ist ausreichend.
  • Steigungen: Im Bereich der Hochrhön gibt es mehrere längere Steigungen, z.T im 10%-Bereich.
  • Wegzustand: meist gut ausgebaut (Asphaltwege; oder zumindest befriedigende Schotterwege)
  • Verkehrsbelastung: außerorts oft verkehrsfrei; es werden aber teilweise auch Landstraßen außerorts mitbenutzt. Innerorts werden meist ruhige Tempo 30-Zonen befahren.
  • Geeignetes Fahrrad: Tourenrad oder Mountainbike mit Profilreifen und bergtauglicher Schaltung
  • Familieneignung: Die Strecke ist nur für Familien mit größeren Kindern ab 10 - 12 Jahren geeignet. Der Nachwuchs sollte sicher Bremsen können und auch alleine den Verkehr gut meistern können.
  • Inlinereignung: Im Bereich des Brendtalradwegs (Abschnitt Bischofsheim an der Rhön - Bad Neustadt) gegeben. Der Abschnitt von der Ulsterbrücke bei Räsa/ Pferdsdorf bis zur ehemaligen Grenze Thüringen-Hessen (Ulstersack) auf der Bahntrasse der Ulstertalbahn ist gut fahrbar, ebenso die Strecke Wenigentaft - Geisa. Weiterhin gut geeignet: Schleid - Tann, größtenteils alte Bahntrasse.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Rhönradweg ist kein eigenständiger Radweg. Vielmehr werden bereits vorhandene Radwege wie der Werratal-Radweg (Abschnitt Bad Salzungen - Philippsthal) und der Ulstertalradweg (Abschnitt Philippsthal - Wüstensachsen - "Lange Rhön") benutzt.

Im Wesentlichen neu ist nur die Beschilderung und einige kurze neu ausgebaute Radwegabschnitte, zum Beispiel Batten - Thaiden. Da nach Hilders die alte Bahntrasse der Ulstertalbahn verlassen wird, beginnt hier ein recht mühevolles Auf und Ab, während die Bundesstraße im Tal der Ulster verläuft.

Südlich von Wüstensachsen beginnt der Aufstieg (Schieben!) durch die "Lange Rhön". Die Strecke ist nicht asphaltiert und führt auf Schotter und Waldwegen aufwärts durch das Biosphärenreservat Kesselrain. Ein Shuttlebus (nach telefonischer Bestellung) soll diesen anstrengenden Abschnitt auch für weniger Trainierte passierbar machen (?).

Später folgen Abschnitte entlang der Brend und der Fränkischen Saale (Fränkische-Saale-Radwanderweg).

Vorbereitung[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Öffentliche Verkehrsmittel[Bearbeiten]

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

In Bad Salzungen:

In Philippsthal (Werra):

In Wenigentaft:

In Hilders:


Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Anfang Juni blühen in der hohen Rhön die Lupinen. Wer diesen Blick von etwa 800 m Höhe zur Wasserkuppe genießen kann hat es fast geschafft. Bis zum Scheitel des Rhön-Radwegs auf 835 m Höhe sind es nur noch wenige Höhenmeter. Das Bild entstand übrigens auf der Zufahrt von Ehrenberg zur Hochrhönstraße.

Eckpunkte der Strecke[Bearbeiten]

Der Rhön-Radweg beginnt im attraktiven Kurort Bad Salzungen im thüringischen Werratal. Hinter Vacha (227 Hm) zweigt die Route in das Ulstertal ab. Details sind im Ulstertal-Radweg beschrieben. Über Geisa, Tann (schöne Altstadt) und Hilders (430 Hm) erreicht die meist asphaltierte Route Ehrenberg (Rhön) im oberen Ulstertal. Im oberen Verlauf ist der Talweg ab Hilders allerdings ziemlich hügelig.

Oberhalb von Wüstensachsen (Gemeinde Ehrenberg) erwartet einen der längste Anstieg des gesamten Radweges. Auf 3 km Länge werden 250 Höhenmeter hinauf zur "langen Rhön" überwunden. Im Steigungsbereich sind längere geschotterte Abschnitte zu finden (im Waldgebiet). Hinter dem Abzweigs zum Hess. Radfernweg R 1a (Fulda-Radweg) hat man auf der Zufahrt zur Hochrhönstraße 835 Höhenmeter erreicht.

Kleiner Abstecher: Ulsterquelle, Rotes Moor und Heidelstein - Von der Zufahrt zur Hochrhönstraße rechts in den geschotterten Waldweg zur Ulsterquelle einbiegen (Aussschilderung des Hess. Radfernweg R 1). Von der Ulsterquelle führt der R1 einem zum roten Moor. Im ökologisch betriebenen "Haus am Roten Moor" kann man sich nach dem kraftezehrenden Aufstieg stärken. Eine Besichtigung des Roten Moores (Moorpfad, Aussichtsturm) sollte man sich nicht entgehen lassen. Zurück bietet es sich an über den Heidelstein zur Route zurückzukehren. Dabei muss man sich vom Haus am Roten Moor einfach im Wald immer nur gerade aus halten. Ein steiles holpriges Stück des Weges (etwa 400 m mit 50 Höhenmeter) muss man dabei allerdings schieben. Es lohnt sich aber: Auf dem 926 m hohen Heidelstein wird man mit einer tollen Aussicht abseits der großen Touristenströme belohnt. Vom Gipfel des Heidelstein erreicht man dann über die asphaltierte Zufahrt zum Sendeturm nach 1,5 km wieder den Rhön-Radweg. Alternativ kann man von rotem Moor aus auch abkürzen und direkt nach Bischofsheim abfahren (z. T. Straße).
Abstecher zur Wasserkuppe: Vom Roten Moor hinauf zur Wasserkuppe sind es weniger als 150 m Höhenmeter. Im Gegensatz zur Steigung von Ehrenberg zum Roten Moor ist die Auffahrt zur Wasserkuppe dann relativ einfach (allerdings teilweise stark befahrene Straße). Der höchste Berg des Gebirges zieht viele Besucher an. Dies ist auch kein Wunder, denn es gibt viel zu entdecken - ganz zu schweigen vom schönen Gipfelpanorama.
Marktplatz von Bischofsheim
Bad Kissingen: Kurgarten mit Arkaden

Vom Hauptkamm der Rhön rauscht man nach Querung der Hochrhönstraße 10 km hinunter nach Oberelsbach (401 Hm, Informationszentrum Haus der langen Rhön). Von hier geht es mehrmals bis zu 50 Hm rauf und runter ins 10 km entfernte

  • Bad Neustadt an der Saale mit seiner sehenswerten Stadtbefestigung und der Salzburg erreicht. Nach der sehenswerten Kurstadt Bad Kissingen kommt man in
  • Hammelburg an, dem Endpunkt des Rhönradweges. Hier ist das Klima bereits wieder so mild, das Wein angebaut wird.

Es bietet sich an, dem Verlauf der Fränkischen Saale bis nach Gemünden am Main zu folgen. Hier bestehen gute Bahnanschlüsse. Natürlich kann die Tour auch auf dem Main-Radweg fortgesetzt werden.

Strecke in Etappen[Bearbeiten]

Wer Lust hat darf gerne eine ausführliche Streckenbeschreibung mit Etappen anfertigen.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur- und Kartenhinweise[Bearbeiten]

  • ADFC-Regionalkarte "Rhön" 1:75000, ISBN 3-87073-222-9 Achtung: Die Strecke ist in der aktuellen 2. Auflage von 2004 noch nicht mit Routenlogo eingetragen, die Route enthält die Karte aber weitgehend. - siehe auch Bielefelder Verlag

Weblinks[Bearbeiten]

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