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Kegelspielradweg

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Viadukt Klausmarbach von der Seite
Auf dem Viadukt Klausmarbach

Der Kegelspielradweg ist ein gut ausgebauter Bahntrassen-Radweg in der Hessischen Kuppenrhön. Er verbindet Hünfeld im Haunetal mit Wenigentaft im Thüringer Ulstertal. Entlang der landschaftlich schönen Strecke ist die Kuppenrhön der Hauptdarsteller.

Die Strecke wurde am 27.04.2007 eröffnet. Der Radweg steht seit dem in der hessischen Rhön etwas im Schatten seines älteren Bruders – nämlich des bereits 2003 eröffneten Milseburgradwegs mit seinem bekannten Bahntunnel. Aber im Gegenteil: Der Kegelspielradweg braucht sich nicht zu verstecken: Es gibt an und im Bereich der Strecke genügend zu entdecken. Wer sportlich ist kann ohnehin ohne Probleme Kegelspiel- und Milseburgradweg an einem Tag absolvieren.

Streckenprofil[Bearbeiten]

  • Länge: 27 km
  • Ausschilderung: normgerechte, streckenbezogene Wegweisung ist vorhanden.
  • Steigungen: geringere längere Steigungen der Bahntrasse (etwa 2 bis maximal 4 %) sind vorhanden. Obwohl die Route ein Bahntrassenradweg ist, besitzt der Weg zusätzlich einige Hügel (z. T. mit geschätzten 6-8 % Steigungen), da einige Einschnitte aus Naturschutzgründen nicht in den Trassenausbau mit einbezogen wurden. Vorteil dieser Routenführung ist aber, dass man seitlich oben der Bahntrasse am sonnigem Feld entlang radelt und nicht im kühlen, schattigen Einschnitt. Im offiziellen Höhenprofil der Strecke sind diese Hügel nicht enthalten. Das Profil auf den Infotafeln zeigt dagegen ein "mustergültiges" Höhenprofil eines Bahntrassenradwegs mit etwa 100 Höhenmeter ab Hünfeld.
  • Wegzustand: Der Weg besitzt größtenteils eine Feinasphaltdecke. Ein kurzer Abschnitt zwischen Wenigentaft und Grüsselbach ist nur ein gesplitteter Feldweg.
  • Verkehrsbelastung: verkehrsfrei
  • Geeignetes Fahrrad: Alltagsrad mit 7-Gangnabe ist ausreichend.
  • Familieneignung: ja
  • Inlinereignung: ja, allerdings muss das Bremsen unbedingt sicher beherrscht werden können, da die Strecke zum Teil steilere Hügel mit Kurven enthält.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Offene Buch
Seit Frühjahr 2009 gibt es am Kegelspielradweg das "offene Buch". An 22 Standorten an der Strecke wird mit Redewendungen an den regionalen Dialekt – die Rhöner Mundart – erinnert. Das "offene Buch" kann auch digital auf Kegelspielradweg.de eingesehen werden.

Die 26,4 km lange Bahnstrecke Hünfeld - Wenigentaft-Mansbach wurde zwischen 1901 und 1906 erbaut. Die Einweihung erfolgte am 1. Dezember 1906. In den 1930er Jahren plante man den zweigleisigen Ausbau der Strecke. Dieser wurde aber während des II. Weltkrieges 1942 eingestellt.

Mit der deutschen Teilung im kalten Krieg war das Schicksal der Bahnstrecke im Prinzip bereits besiegelt. 1945 wurde der Verkehr zwischen Wenigentaft und Treischfeld im Bereich der ehemaligen innerdeutschen Grenze eingestellt.

Im hessischen Teil der Strecke verkehrten zwischen Hünfeld und Treischfeld auf 21,6 km der Strecke noch bis zum 28. Mai 1972 Personenzüge. Der Güterverkehr wurde noch etwas länger betreiben. 1992 wurde schließlich die Bahnstrecke still gelegt.

Eine Dokumentation der ehemaligen Bahnstrecke, aus der auch die obigen Daten stammen, ist auf der privaten Seite www.vergessene-bahnen.de von Dr. Reiner Schuft zu finden. Gezeigt wird die Strecke in der sehenswerten Bilddokumentation u. a. 2001 im stillgelegten Zustand noch ohne Radweg.

Zwischen 2002 und 2007 wurde der Kegelspielradweg durch die an der Strecke liegenden Orte errichtet. Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Kegelspielradweg sind die Stadt Hünfeld sowie die Gemeinden Burghaun, Eiterfeld und Rasdorf. Die Baukosten betrugen laut Seite der Strecke 5,3 Mio €. Einen Großteil davon übernahm das Land Hessen als Förderung. Auch der Landkreis Fulda unterstützte mit Fördergeldern das Projekt.

Im "Standardwerk" Bahntrassenradeln.de von Dr Achim Bartoschek hat die Route übrigens die maximal mögliche Anzahl von "Punkten" erreicht (4 von 4 roten Fahrrädern -> "Die absoluten Highlights der Bahntrassenradwege, die man einfach einmal gefahren sein muss."). Damit hat die Route von einen der führenden Experten auf diesem Gebiet eine sehr gute Empfehlung erhalten (Siehe hier).

Der Namensgeber des Radwegs: Die Kuppenrhön am Kegelspielradweg zwischen Eiterfeld-Leibolz und Großentaft. Links der 525 m hohe Rückersberg und weiter rechts hinten der 465 m hohe Lichtberg.

Anreise[Bearbeiten]

Öffentliche Verkehrsmittel[Bearbeiten]

  • Mit der Regionalbahn bis Hünfeld an der Strecke Fulda - Kassel. Die RMV - NVV Grenze befindet sich übrigens zwischen Burghaun und Haunetal-Neukirchen. Wer hessenweit in der Gruppe bis zu 5 Personen anreist nutzt am besten das Hessenticket. Die Fahrradmitnahme ist sowohl im RMV, wie auch beim NVV kostenfrei. Vom Bahnhof gibt es eine Radwegweisung, die bis zum Beginn des Radwegs im Industriegebiet nördlich der Stadt führt.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

  • Die Autobahn A 7 (Kassel - Fulda) an der Ausfahrt Hünfeld / Schlitz (Nr 90)verlassen. Von hier Richtung Hünfeld fahren. In Hünfeld auf die B 27 wechseln und westlich an der Stadt vorbeifahren. Am Verzweig zur B 84 abfahren und dann gleich in das Industriegebiet abbiegen. Im Industriegebiet gibt es am Streckenanfang einen Parkplatz (zu finden bei 50° 41′ 24″ N 9° 45′ 17″ O an der Wellastraße.)

Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

An der Strecke ist der Name Programm: Am Streckenbeginn am Parkplatz in Hünfeld findet sich diese Schutzhütte in Kegelform.

Die Kilometrierung bezieht sich auf den Bahnhof Hünfeld und ist nicht identisch mit den kleinen, weißen Kilometerschildern direkt an der Strecke.

  • Km 0: Bahnhof Hünfeld - Direkt am Bahnhof findet man die erste Infotafel zum Kegelspielradweg, sowie eine Radwegweisung, die zum 1,1 km entfernten Radweganfang im Industriegebiet führt. In der Bahnhofshalle findet man öffentliche Toiletten, die frei zugänglich sind, sofern der Bahnhof geöffnet hat. In Hünfeld besteht ferner Anschluss an den Haunetal-Radweg.

~ Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png ~> Vom Bahnhof aus führt die Wegweisung auf der innerörtlichen Hauptstraße Richtung Norden zum Industriegebiet. Zum Teil geht die Strecke über schmale Bordsteinradwege.

  • Km 2,0: "Parkplatz Kegelspielradweg": Eigentlicher Radwegbeginn auf der Bahntrasse im Industriegebiet mit Parkplatz und einer Schutzhütte in Kegelform.

~ Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png ~> Nach der Unterquerung der Nordumgehung von Hünfeld tritt das erste man das typische Fahrgefühl eines Bahntrassenradweges auf. Die Route führt leicht ansteigend zum ehemaligen Ostbahnhof von Burghaun. Von hier oben hat man daher schon einen attraktiven Talblick ins Haunetal.

Kegelspielradweg am ehemaligen Ostbahnhof Burghaun: Blick auf das Cafe "Die Bimel" mit Biergarten in einem alten Eisenbahnwaggon. Im Volksmund erhielt die Bahn den Namen "Die Bimbel", da sich der Zug an Bahnübergängen und Haltepunkten immer mit Gebimmel bemerkbar machte.
  • Km 4,3: Rastplatz "Ostbahnhof Burghaun" - Am ehemaligen Ostbahnhof steht ein historischer Wagen. Dieser wird als Café mit angeschlossenem Biergarten genutzt (schöner Blick auf Burghaun). Geöffnet ist bei schönem Wetter von April bis November: Mo - So ab 11 Uhr (Lokalseite).

~ Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png ~> Bis zur nächsten Sehenswürdigkeit ist es nicht weit:

  • Km 6,0: Viadukt Klausmarbach - größte Brücke der Strecke. Die imposante Sandsteinbogenbrücke ist 130 m lang und bis zu 32 m hoch. Das Bauwerk liegt eingebettet in ein bewaldetes Tal. Auf der Brücke gibt es einen Rastplatz. Eine Tafel mit historischen Aufnahmen informiert zum Bauwerk. Die Sandsteinbogenbrücke ist 32 m hoch und besitzt 5 Bögen mit je 18 m Breite. An der Brücke ist gut der Plan zu erkennen, die Strecke mal zweigleisig auszubauen. 1938 wurde die Brücke um eine sandsteinverblendete Betonbogenbrücke seitlich erweitert. Die Dimensionen des Bauwerks kommen von oben gar nicht so richtig zur Geltung. Schaut man von den Brückenenden an der nach innen gekrümmten Seite, so kann man zumindest etwas die Größe des Bauwerks erahnen.

~ Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png ~> Weiter radelt man leicht ansteigend durch den Wald Richtung Steinbach.

  • Km 7,4: Erlebnisrastplatz "Grillplatz Steinbach" - Durch den Förderverein Siegels-Steinbruch-Steinbach liebevoll eingerichteter Rastplatz in einem alten Sandsteinbruch. Es gibt diverse Sitzgelegenheiten, eine hölzerne Spaßkegelbahn und einen Spielplatz. Die Grilleinrichtungen des öffentlich zugänglichen Platzes können auch von Gruppen gemietet werden. Weitere Informationen und Kontakt siehe Seite des Grillplatzes.
  • Km 8,8: Rastplatz Steinbach - Rastplatz mit Schutzhütte und Sitzgarnitur am östlichen Ortsrand von Steinbach.

~ Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png ~> Östlich von Steinbach verlässt die Route für etwa einem Kilometer die Bahntrasse. Ein längerer Einschnitt wurde aus Naturschutzgründen nicht ausgebaut. So besitzt die Strecke hier einen erwähnenswerten Hügel mit etwa 20 Höhenmetern. Oben am Feldrand auf der Kuppe hat man eine Höhe von 360 m erreicht. Achtung bei der Abfahrt: Die Strecke macht nach der rasanten Abfahrt einen engeren Schlenker zurück auf die Trasse! Weiter geht es auf dem Bahndamm Richtung Eiterfeld.

  • Km 12,0: Aussichtspunkt Eiterfeld - Der Radweg umgeht hier einen kleineren Einschnitt. Dadurch ergibt sich der nette Aussichtspunkt, an dem zwei Bänke zur Rast einladen. Im offiziellen Höhenprofil des Radwegs ist ungefähr in diesem Bereich ein Orchideenstandort eingetragen. Der genaue Standort an der Strecke ist aber unklar.

~ Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png ~> Die Route umrundet nun einen Kegel, den 465 m Lichtberg.

Blick vom Aussichtspunkt auf Eiterfeld. 2 Bänke laden hier zur Rast ein. Rechts der 465 m hohe Kegel des Lichtberg.
  • Km 14,8: Rastplatz Eiterfeld-Leibolz - Der Rastplatz mit Schutzhütte liegt recht schnöde im Bereich des KFZ-Parkplatzes an der Strecke. Zuvor kommt man am schön sanierten Bahnhof Eiterfeld vorbei. Das Gebäude wird privat genutzt und ist daher verständlicherweise durch eine Sichtschutzmauer aus Bruchsteinen vom Radweg abgetrennt. In Leibolz ist die Basaltkirche mit Ihrem gotischem Altar und Holzskulpturen von 1509 sehenswert (Öffnungszeiten ?).
Kegelspielradweg zwischen Eiterfeld-Leibolz and Großentaft. In der Mitte am Horizont der 522 m hohe Basaltkegel des Kleinberg.

~ Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png ~> Nach der Straßenquerung in Leibolz wird mit einen Hügel ein weiterer Einschnitt der Trasse umgangen. Hier oben erreicht der Kegelspielradweg mit 370 m Höhe den höchsten Punkt der Route. Nun geht es fast nur noch abwärts Richtung Ulstertal. Nach dem Hügel öffnet sich die Landschaft. Der 522 m hohe Kegel des Kleinbergs kommt in das Blickfeld. Rechterhand liegt die Hauptkette des Hessischen Kegelspiels (siehe auch Panorama oben). Vor Großentaft quert die Route auf einer erwähnenswerten Brücke noch mal eine Landstraße.

  • Km 18,8: Rastplatz Großentaft - Schutzhütte, Sitzgarnitur und ein kleiner Parkplatz. Ein paar Meter weiter fährt man am ehemaligen Bahnhof Großentaft vorbei. Das schön sanierte Bahnhofsgebäude wird ebenfalls privat genutzt. Als besondere "Gartenlaube" findet sich ein alter Güterwaggon auf dem Grundstück (von der Strecke einsehbar).
Auch hier ist der Name an der Strecke Programm: Biogasanlage mit Kegelformen nahe Treischfeld.

~ Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png ~> Hinter Großentaft kommt zur Linken der Königs des Hessischen Kegelspiels ins Blickfeld: Erhaben thront der 630 m hohe Soisberg über der ihn umgebenden Landschaft. Auf dem Berg steht ein Aussichtsturm mit Panoramablick u. a. auf das Kegelspiel. Kegel anderer Art fallen links der Strecke kurz vor Treischfeld ins Auge: Es handelt sich dabei um Teile einer Biogasanlage. Die Abdeckungen der Fermenter (=Gärreaktoren, in denen Bakterien die Biomasse in Gas umsetzen) besitzen eine Kegelform.

  • Km 21,6: Bahnhof Treischfeld - kurz vor dem ehemaligen Bahnhof Treischfeld besteht eine gute Abfahrtsmöglichkeit zum Soisberg. Über Radwegweisung auf den Berg liegen mit Stand 10-2011 keine Infos vor. Weitere Infos zum Ziel Soisberg siehe auch Tourenvorschlag hier im Artikel. Der Bahnhof Treischfeld selbst wird gewerblich genutzt. Die Route führt direkt am Gebäude vorbei. Hier fehlt ein Wegweiser: An der schrägen Gabelung rechts fahren. (mit Stand 10-2011)

~ Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png ~> Nach Treischfeld geht es meist bergab. Hier führt die Route meist neben dem Bahndamm entlang, der wohl ebenfalls aus Naturschutzgründen nicht ausgebaut wurde. Dadurch gibt es ein paar kleinere Hügel.

  • Km 25: Rastplatz an der Brücke vor Wenigentaft - Die Brücke steht direkt an der Hessisch-Thüringischen Grenze. Die Route besitzt hier eine Spirale (über und unter der Brücke hindurch). Unten besteht Anschluss zum Ulstertal-Radweg bzw. Rhön-Radweg. Rastplatz mit Schutzhütte und Sitzgarnitur unten an der Brücke.
→ Nach der Brücke geht es kurzzeitig steiler Bergauf. Auf etwa 300 m ist der Weg geschottert, da er durch ein Naturschutzgebiet führt. Links des Weges findet sich eine steile Wacholderheide. Bald öffnet sich das Tal aber wieder und der Weg verliert an Steigung. Grüsselsbach ist bald erreicht.
  • Km 27,5: Ortslage Grüsselsbach an der Schulstraße - Ende des Kegelspielradwegs. Hier hat man die „Qual der Wahl“:

1. Besuch von Rasdorf und Exkursion auf den Basaltkegel „Gehilfersberg“[Bearbeiten]

Blick vom Parkplatz am Gehilfersberg auf Rasdorf.

Wenn der Name des Kegelspielradwegs Programm sein soll, sollte man diese Variante für die Rückfahrt wählen. Dazu der Anschlusswegweisung nach Rasdorf folgen. Die Strecke führt über asphaltierte Feldweg leicht bergan bis zum Ort. Der Gehilfersberg rückt in das Blickfeld. Sehenswert sind in Rasdorf der große Dorfanger (Dorfplatz), die Stiftskirche und der Wehrfriedhof mit seiner hohen Schutzmauer. In Rasdorf bestehen auch Einkehrmöglichkeiten. Von Rasdorf aus erklimmt man nun den 453 m hohen Gehilfersberg mit seiner Wallfahrtskirche. Der Gehilfersberg gehört übrigens laut Wikipedia geografisch nicht zum Hessischem Kegelspiel. Das ist für Reisende aber weitgehend irrelevant. Von der Ortsmitte sind es über den „Gehilfersbergweg“ und über die asphaltierte Zufahrtsstraße etwa 80 steilere Höhenmeter (10 bis 12 %) bis zum Parkplatz am Waldrand auf rund 400 m Höhe. Hier das Fahrrad abstellen, da die restlichen Höhenmeter nur zu Fuß zurück zu legen sind (Weg für Fahrräder gesperrt).

Im Juni 2012 war die Wallfahrtskirche mit ihrer prunkvollen Inneneinrichtung abgeschlossen. Allerdings kann man durch die verglaste Tür etwas ins Innere schauen. 1996 wurde auf die Kirche ein Brandanschlag verübt. Nach nur einem Jahr erstrahlte der Bau aber wieder in neuem Glanz. Wer Lust auf einen kleinen Spaziergang hat, dem sei ab KFZ-Parkplatz ein Spaziergang auf dem "Aussichtsweg" am Waldrand einmal rund um den Kegel empfohlen. Es ergeben sich schöne Blicke in Richtung Hohe Rhön und vor allem auf die Hauptkette des Kegelspiels. Nach dem Besuch des Gehilfersberges bieten sich für den Rückweg folgende zwei Varianten an:

Variante A (länger, aber weniger Steigung): Entweder fährt man über geschotterte Fahrwege zurück zum Kegelspielradweg bei Großentaft. Dieser 2,5 km lange Schotterweg zweigt bei 50° 43′ 36″ N 9° 53′ 18″ O in der Kurve der Zufahrtsstraße zum Parkplatz Gehilfesberg ab. Auf dem nun folgenden Schotterweg vorbei am Kleinberg hat man immer wieder Blicke hinüber auf die Hauptkette des Hessischen Kegelspiels. Achtung: Steile Abfahrt mit grobem, losem Schotter vor Großentaft.
  • Gesamtkilometer für Variante A ab Hünfeld Bahnhof: etwa 55 km mit etwa 270 bis 360 Höhenmeter (gerechnet am Gehilfersberg bis Parkplatz).
Variante B (kürzer, aber mehr Steigung): Oder man radelt abseits des Kegelspielradwegs über die Radroute "Via Regia" direkt zurück nach Hünfeld. Die Route erreicht man in Rasdorf an der Bundesstraße im Ort (An der Ampel an der Bundesstraßenrechts halten und dann gleich wieder schräg links). Von hier führt einen die Ausschilderung bis zurück nach Hünfeld. Man verlässt Rasdorf den Schildern nach auf asphaltierten Feldwegen in Richtung Hauptkette des Hessischen Kegelspiels. Im Waldbereich geht die Route in Schotterwege über (z. T. grober Schotter; Steigung Rassdorf Pass etwa 120 Höhenmeter). Auf etwa 440 m hat man den inoffiziellen "Pass am Hübelsberg" erreicht. Im Bereich der Abfahrt werden die Schotterweg gut fahrbar, da feinerer Wegbelag. Über etwa hügeliges Gelände erreicht man über Großenbach wieder die Stadtmitte von Hünfeld. Ab der sehenswerten Klosterkirche am Stadtring ist der Bahnhof ausgeschildert. Wer möchte kann zuvor noch etwas im Stadtpark entspannen.
  • Gesamtkilometer für Variante B ab Hünfeld Bahnhof: etwa 48 km mit etwa 400 bis 500 Höhenmeter (gerechnet inklusive Abstecher bis zum Parkplatz auf dem Gehilfersberg bei Rasdorf).

2. „Endschleife“ Point Alpha – Geisa – Ulstertal über Buttlar – Wenigentaft[Bearbeiten]

Ab Grüsselsbach dazu den Wegweisern steil bergauf nach Point Alpha folgen (2,5 km mit etwa 120 Höhenmetern bei bis zu 12 bis 20 % Steigung). Der Weg ist bis auf etwa 100 m komplett asphaltiert. Das kurze, sehr steile Schotterstück nach der Querung der Bundesstraße am besten schieben. Oben am Denkmal, das an den kalten Krieg erinnert, hat man einen schönen Blick hinunter ins Ulstertal nach Geisa. Wer sich näher über die Gedenkstätte Point Alpha informieren möchte, kann das Museum und das Haus auf der Grenze besuchen. Von Point Alpha kann man dann nach dem Fußmarsch über den holprigen Grenzweg steil auf der stärker befahrenen Landstraße nach Geisa ins Ultertal abfahren. In Geisa bietet sich ein kurzer Abstecher in die Altstadt an. Von hier kann man die Tour z. B. Richtung Milseburgradweg fortsetzen. Sonst fährt man in Tallage über den Ulstertalradweg ab Geisa über Buttlar und Wenigentaft zurück zum Kegelspielradweg.

  • Gesamtkilometer ab Hünfeld Bahnhof: etwa 67 km mit etwa 420 bis 450 Höhenmetern.
Blick von Point Alpha ins Ulstertal nach Geisa. Gut zu wissen: Im Bereich des Denkmals stehen zwei Holzbänke, die zur Rast einladen.

Streckenbezogene Tourenvorschläge[Bearbeiten]

Tour ab Hünfeld / Burghaun zum Soisberg[Bearbeiten]

Blick vom Radweg zum Soisberg, dem König des Kegelspiels. Auf dem mit 629,9 m höchstem "Kegel" der hessischen Kuppenrhön steht seit 2003 der 25 m hohe Soisbergturm mit weiter Panoramarundsicht. Im Vordergrund liegt Treischfeld.

Ein attraktives, aber durchaus anspruchsvolles Ziel am östlichen Kegelspielradweg ist der Soisberg. Auf dem mit 629,9 m höchstem "Kegel" der hessischen Kuppenrhön steht seit 2003 der 25 m hohe Soisbergturm mit weiter Panoramarundsicht (Bilder und weitere Infos zum Berg siehe auch Wikipediaartikel "Soisberg").

  • Von Hünfeld auf dem Kegelspielradweg bis zum ehemaligen Bahnhof Treischfeld fahren (19 km auf dem Bahntrassenradweg).
  • Von hier über Wirtschaftswege nach Unterufhausen am Fuße des Soisberg.
  • Ab Unterufhausen steile Auffahrt über Wirtschaftswege in Kehren bis zum Wald.
  • Laut Openstreetmap (Stand 10-2011) muss man die letzten Meter bis zum Turm wohl zu Fuß zurücklegen. Bis direkt zum Turm ist nur ein Wanderpfad eingezeichnet. Detaillierte Wegekenntnis liegt mit Stand 10-2011 nicht vor.
  • Streckenlänge: Etwa 28 km einfach am Bahnhof Hünfeld. Wer zurück die Kreisstraße Ufhausen-Leibolz nutzt kann den Rückweg um 7 km abkürzen. Ab Bahnhof Burghaun (noch RMV-Gebiet) ist die Tour mit Abkürzung auf dem Rückweg insgesamt sogar nur etwa 41 - 42 km lang.

Rundtour ab Fulda über Kegelspiel-, Ulstertal-, und Milseburgradweg[Bearbeiten]

Blick über die Ulster zur Altstadt von Geisa. An der blauen Fußgängerbrücke steht übrigens als Rastplatz eine Bank-Tisch-Kombination (bei 50° 42′ 51″ N 9° 57′ 10″ O)

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Die Rundtour eignet sich auch gut für eine attraktive Wochenendtour mit kürzeren Etappen. Dann bleibt auch mehr Zeit für die Sehenswürdigkeiten z. B. Besichtigung des Museums von Point Alpha, der Altstädte von Geisa und Tann und des Rhöner Freilichtmuseums in Tann. Das gemütliche Rhönstädtchen Tann auf halber Strecke bietet sich zur Übernachtung an. Alternativ kann man auch in Geisa übernachten, das allerdings schon nach 30 km ab Hünfeld zu finden ist.

  • Bahnfahrt ab Fulda bis Hünfeld
  • Fahrt über den Kegelspielradweg bis ins Ulstertal
  • Zuvor kann man optional Point Alpha besuchen (dann am besten wie oben in der Streckenbeschreibung beschrieben über Grüsselsbach zu Point Alpha fahren).
  • Geisa mit seiner Altstadt rund um den Marktplatz lädt zum Stop ein (Altstadt etwas abseits der Route).
  • weiter geht es entlang der Ulster aufwärts über Schleid und Motzlar nach Tann.
  • Hier lädt das historische Rhönstädtchen Tann auf etwa halber Strecke zur Besichtigung ein. Einkehr und Verpflegung auf halber Strecke: In Tann findet sich für Selbstversorger auch ein Supermarkt (tegut am St. Nikolaus Weg 13, geöffnet Mo - Sa von 8- 22 Uhr) direkt an der Strecke. Einkehrmöglichkeiten findet man in der Altstadt von Tann, die etwas oberhalb der Route am Berg liegt. Der kurze Abstecher zum Marktplatz mit Kirche und Freilichtmuseum lohnt aber in jedem Fall auch ohne Einkehr.
  • Rückfahrt über den Milseburgradweg mit dem längsten Radtunnel Deutschlands nach Fulda.
  • Vom Endpunkt des Milseburgradwegs dem R 3 über einen letzten kleinen Hügel in das Zentrum von Fulda folgen. Im Bereich des Stadtzentrum ist der Abzweig vom R 3 zum Hauptbahnhof ausgeschildert.
  • Wer Fulda noch nicht kennt und wenn noch etwas Zeit ist: Abstecher zum Dom, dem Schloss und in die historische Stadtmitte.
  • Streckenlänge: etwa 83 km mit etwa 450 bis 500 Höhenmeter; fast durchgehend asphaltierte Wege; 2/3 der Strecke sind Bahntrassenradwege.
  • -> kompletter Kreis zurück nach Hünfeld: Vom Milseburgradweg kurz vor Götzenhof auf den Haunetalradweg wechseln. Dieser bringt einem nach 14 km zurück nach Hünfeld. Unterwegs kommt man noch am Haunestausee vorbei. Dann etwa 95 km mit in etwa den gleichen Höhenmetern.

Die "Plusoption" für Sportliche: Runde ab Ulstertal zum Oechsenbahn- bzw. Emberg-Radweg[Bearbeiten]

Bei Buttlar (Thüringen) im Ulstertal zweigt der 10 km lange Oechsenbahn-Radweg vom Ulstertal-Radweg ab. Der recht unbekannte Bahntrassenradweg ist Teil des Emberg-Radwegs, der das Ulstertal mit dem Feldatal verbindet. Er liegt abseits der großen Touristenpfade. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass sein Ostende routentechnisch etwas in der Luft hängt. Die asphaltierte Strecke überwindet von Buttlar auf 260 m über dem Meer etwa 150 Höhenmeter bis zum 410 m hoch gelegenem Endpunkt bei Niederoechsen. Weitere Infos mit Bildern zum Weg siehe hier auf der privaten Seite www.bahntrassenradwege.de von Karl Schlemmer.

Für die Rückkehr empfiehlt Karl Schlemmer auf seiner Seite u. a. die Rückfahrt über die Weiler Lenders, Gerstengrund, Zitters, Kranlücken nach Schleid im Ulstertal. Die Strecke führt landschaftlich schön z. T. über Wirtschaftswege, meist aber über wenig befahrene Landstraßen. Von Niederoschen steigt die Route südlich von Lenders auf bis zu 650 m Höhe an. Dann folgt eine lang gezogene, 10 km lange Abfahrt durch die oben genannten Dörfer hinunter ins Ulstertal nach Schleid. Die Rückkehr ist durch das Ultertal über Geisa zum Kegelspielradweg bei Wenigentaft möglich. Laut Luftbild in Google Earth scheint die gesamte Strecke asphaltiert zu sein. Wegekenntnis von vor Ort liegt aber nicht vor. Wer die Runde mal abgefahren ist, kann hier gerne Näheres ergänzen (z. B. Bilder).

Streckenlänge der Rundtour ab Rastplatz "Brücke bei Wenigenhaft": 35 bis 36 km. Mit dem Kegelspielradweg ab Hünfeld ist man dann insgesamt bei 85 km mit grob geschätzten 650 bis 700 Höhenmetern.

Sicherheit[Bearbeiten]

Auf dem Kegelspielradweg befinden sich, wie auf dem Milseburgradweg auch, diverse Drängelgitter. Diese sind aber bedeutend besser durchfahrbar als die engen Exemplare am Milseburgradweg.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur- und Kartenhinweise[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Lust auf mehr Bahntrassenradeln bekommen? Weitere Bahnradwege sind hier gelistet.

Weblinks[Bearbeiten]

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