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Parque Nacional de Doñana

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Der Parque Nacional de Doñana (Nationalpark de Doñana) ist ein Nationalpark in der Autonomen Region Andalusien, Spanien. Er ist Spaniens wichtigstes Feuchtgebiet, seit 1969 Nationalpark zählt er seit 1994 zum UNESCO Weltnaturerbe.

Sonnenuntergang am Guadalquivir bei Sanlúcar de Barrameda

Hintergrund[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Der Parque Nacional de Doñana liegt an der Costa de la Luz in Andalusien, 65 Kilometer von Sevilla und 50 Kilometer von Huelva entfernt. Der größte Teil gehört zur der Provinz Huelva, den Rest teilen sich die Provinzen Sevilla und Cádiz.

Geschichte[Bearbeiten]

Vor den Zeiten der Römer soll hier die sagenhafte Hauptstadt des im hebräischen Alten Testament erwähnten Reiches Tartessos gelegen haben. Belegt ist zu Zeiten der Römer die Existenz eines Küstensees, des lago ligustinus. Im Jahr 1262 wurde das Gebiet von Alfons X für die Christen zurückerobert, der es zum königlichen Jagdgebiet erklärte. Im 16. Jahrhundert war der größte Teil im Besitz der Herzöge von Medina Sidonia, als Belohnung für gewonnene Schlachten, die es weiter als Jadgbebiet nutzten. Der Frau des 7. Herzogs, Doña Ana, verdankt das Gebiet seinen Namen Doñana, die ebenfalls gebräuchliche Bezeichnung Coto de Doñana verweist auf die Nutzung zur Jagd - coto heißt Jagdgebiet. In der Zeit vom 16. bis zum 19. Jahrhundert waren wohl alle spanischen Könige Jagdgäste in diesem Park.
Die Nutzung als Jagdgebiet hat dazu beigetragen, das Gebiet und die Wälder zu erhalten. Andererseits galten Feuchtgebiete als ungesund und als Ursache des Sumpffiebers, mit dem Anwachsen der technischen Möglichkeiten begann Ende des 19. Jahrhunderts die Trockenlegung des Gebietes. Mitte des 20. Jahrhunderts sollte das Gebiet der Landwirtschaft zugänglich gemacht werden, das reichlich vorhandene Wasser zur Bewässerung genutzt werden. Vor allem der Erdbeeranbau wurde erheblich ausgedehnt, auch erfolgte die Anlage ausgedehnter Reisfelder. Dadurch wurden die marismas von ihrer ursprünglichen Ausdehnung von 180.000 Hektar auf heute 35.000 Hektar reduziert, und diese konnten nur überleben, da ein wachsendes Bewusstsein für die ökologische Bedeutung dieser Feuchtgebiete entstand.
1952 starteten die spanischen Naturschützer Francisco Bernis und José Antonio Valverde (der spätere erste Direktor des Nationalparks ) eine Kampagne für seinen Schutz. Diese Kampagne und Guy Mountfords Buch "Portrait of a Wilderness" trugen wesentlich zur Gründung des World Wildlife Fund (WWF) im Jahr 1961 bei. Der WWF kaufte Ende 1963 gemeinsam mit dem spanischen Wissenschaftsrat 6.794 Hektar Fläche im Coto de Doñana, die noch heute als Reserva Biologica de Doñana das Kerngebiet des Nationalparks darstellen, der schließlich am 18. Oktober 1969 gegründet wurde. Heute ist der Nationalpark 54.251 Hektar groß, und seit 1989 von einem weitere 53.835 Hektar umfassenden Naturpark umgeben.
Einflüsse aus der Umgebung bedrohten das Gebiet weiterhin. Landwirtschaft und die Gründung der Feriensiedlung Matalascañas mit ihrem hohen Wasserverbrauch führte zu einer Absenkung des Grundwasserspiegels. Für wiederholte Vogelsterben wurde der Chemikalieneinsatz in der umgebenden Landwirtschaft verantwortlich gemacht, 1998 brach bei Aznalcóllar der Damm eines Beckens und giftige Abwässer einer Blei- und Zinkmine gelangten über den Río Guadiamar in den Nationalpark. Seit 1992 wird durch die Stiftung Doñana 21 versucht die Interessen von Naturschutz und Wirtschaft zu koordinieren, so wurde z.B. im Reisanbau der Chemikalieneinsatz um 90 % reduziert und im Naturpark über 28.000 Hektar auf biologische Landwirtschaft umgestellt.

Marismas del Guadalquivir bei Sanlúcar de Barrameda

Landschaft[Bearbeiten]

Die Landschaft wird von den marismas, flachen, periodisch überschwemmten Landgebieten - entstanden aus den riesigen Sedimentmengen, die der Guadalquivir, in seinem Delta ablagert - geprägt. Ein Teil des ins Meer gelangenden Sandes wird von diesem wieder an Land zurückgespült und bildet die gewaltigen Dünen, die die marismas vom Meer trennen. Diese Dünen erstrecken sich an einem 30 km langen Strandabschnitt von Matalascañas bis zur Mündung des Guadalquivir in den Atlantik. Sie werden bis 40 m hoch und bilden parallele Dünenreihen aus, die von Dünentälern, den corrales getrennt werden. In diesen Tälern wächst ein Schirmkiefern-Wald, der beim Vorrücken der Wanderdünen begraben wird.
Der Guadalquivir trägt nur bei großen Überschwemmungen zum Wasserhaushalt der marismas bei, das Meer kann nur einige Lagunen in der Nähe der Mündung des Guadalquivir erreichen. Aufgefüllt wird das Gebiet vor allem durch die Regenfälle im Herbst und Winter, die Niederschläge im Frühjahr erhalten den Wasserstand bis April.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist mediterran, mit milden, relativ niederschlagsreichen Wintern und trockenen, heißen Sommern. Die maximalen Tagestemperaturen liegen in den Monaten Juli und August bei 34º C, im Winter bei 18º C. Die regenreichsten Monate sind die Monate November bis März.

Flora[Bearbeiten]

Fauna[Bearbeiten]

Der Nationalpark liegt an einer der wichtigsten Vogelzugstraßen, dem Weg über Gibraltar nach Afrika. Zur Zeit des Vogelzuges kann man hier Hunderttausende von Vögeln beobachten. Bis zu 400.000 Enten und 70.000 Gänse sowie 20.000 Uferschnepfen, die sowohl in Deutschland als auch international auf der Roten Liste der bedrohten Tiere stehen, überwintern hier jedes Jahr.
Im Frühjahr kommen dann die Brutgäste, Reiher und Löffler sowie der extrem seltene Iberische Kaiseradler. Insgesamt sind mehr als 300 Vogelarten im Nationalpark anzutreffen, darunter so seltene Arten wie Purpurhuhn, Ruderente, Laufhühnchen und Kammbläßralle.[1]

Kormorane am Guadalquivir
Pardelluchs (Lynx pardinus)

48 Säugetierarten leben im Nationalpark, besondere Aufmerksamkeit gilt dem Schutz des vom Aussterben bedrohten Pardelluchs (Lynx pardinus), auch Iberischer Luchs genannt. Es leben etwa 30-35 Exemplare in den Gebüschen, der gesamte Bestand auf der Iberischen Halbinsel wird auf etwa 150 Exemplare geschätzt.[2] [3] Man hat hier und in der Sierra de Andújar mit einer Erhaltungszucht in Gefangenschaft begonnen, die derzeit 37 Luchse umfasst.[4] Bei einem Bestand von 60 Tieren soll, voraussichtlich im Jahr 2010, mit der Weitergabe von Tieren an andere Aufzuchtstationen und der Auswilderung begonnen werden. Mit den andalusischen Tieren plant man auch in Portugal eine Zucht und Wiederansiedlung.[5]

Anreise[Bearbeiten]

Der Park ist sowohl von der Provinz Huelva, als auch von der Provinz Cadiz aus zu besichtigen. Besichtigungen aus der Provinz Cadiz sind nur von Sanlucar de Barrameda aus möglich. Es werden zwei Formen des Besuchs angeboten. Man kann mit einem Schiff, der Real Fernando, den Guadalquivir hochfahren und legt dabei zu zwei geführten Landspaziergängen (Englisch und Spanisch) an. Einmal auf der rechten Seite des Guadalquivirs zur Besichtigung eines bewaldeten Teils und einmal auf der linken Seite des Guadalquivirs zur Besichtigung der Marismas. Desweiteren ist es möglich einen kombinierten Geländebus/Schiffsausflug (Spanisch) der durch nahezu alle Zonen des Parks führt zu buchen. Ein individueller Besuch des Parks ist nicht möglich. Im Sommer (1.5 bis 14.9.) werden täglich ausser Sonntags und im Winter (15.9. bis 30.4.) täglich Ausflüge angeboten. Allerdings fallen im Winter die Ausflüge oft wegen zu geringer Teilnehmerzahl oder schlechtem Wetters aus, im Sommer hingegen sind sie oft ausverkauft. In jedem Fall empfiehlt es sich einige Tage vorher zu reservieren. Reservierungen können vor Ort, aber auch über viele Hotels und Reiseleitungen/Reisebüros vorgenommen werden. Von Conil de la Frontera und Novo Sancti Petri aus werden von kleineren Reiseveranstaltern Ausflugspakete angeboten, die auch den Besuch der Stadt Sanlucar de Barrameda und eine Begleitung in den Park zum dolmetschen beinhalten.

Centro de Visitantes; Fabrica de Hielo (Ehem. Eisfabrik), 11540 Sanlucar de Barrameda; Avenida Bajo de Guia s/n. Tel.: +34-956 363 813, Fax: +34-956 362 196, E-Mail: .

Gebühren/Permits[Bearbeiten]

Kombinierte Geländebus/Schiffstour: 35.- Euro (Stand 2014)

Real Fernando-Schiffstour: Ca. 17.- Euro (Stand 2012)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Hotels und Herbergen[Bearbeiten]

Camping[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. [1] www.spain.info "Der Nationalpark Doñana, ökologische Reserve Europas"
  2. [2] Lynx pardinus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2007.
  3. [3] The Iberian Lynx Emergency
  4. [4] Programa de Conservación Ex-Situ del Lince Iberíco
  5. El Pais 6.11.2007, S. 36: El lince ibérico sale del coma

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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