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Paúl da Serra

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Paúl da Serra bezeichnet das westliche Hochplateau der Insel Madeira.


Hintergrund[Bearbeiten]

Entlang der ER-110 auf der Hochebene

Paúl da Serra (port. Moor im Gebirge), das zentrale Hochland im Westteil der Insel Madeira, bildet eine Wetterscheide zwischen der Nord- und der Südküste. Im Gegensatz zum Hochgebirge im östlichen Teil wird hier zwischen 1400 und 1500 Meter Höhe eine eher flache Struktur ausgebildet, die an den Rändern zu den Küsten hin teilweise steil abfällt. Sie erstreckt sich vom Encumeada-Pass in der Mitte der Insel westwärts. Verwaltungstechnisch ist sie in großen Teilen dem Landkreis von Ponta do Sol zugeordnet.

Infolge der jahrhundertelangen Kahlschläge besteht die Vegetation hauptsächlich aus Gräsern, Ginster und anderen, Macchia ähnlichen Heidegewächsen. An vielen Stellen ist eine gleichzeitige Sicht sowohl auf die Nord- wie die Südküste möglich. Je nach Lage der sich hier schnell und plötzlich ändernden Wetterverhältnisse fühlt sich der Besucher in ein irisches oder schottisches Hochmoor oder aber in eine nebelumwaberte Mondlandschaft versetzt. Genau das macht den Reiz dieser Region im Vergleich zu anderen Landschaftsbildern der Insel aus.

Die Hochebene hat besondere Bedeutung für die traditionelle Wasserversorgung der ansonsten eher trockeneren Südküste. Unter der Basaltdecke sammelt sich Regenwasser, das im südlichen Bereich durch die Levadakanäle der Levada do Paúl und der Levada do Rabaçal gesammelt wird. Zugleich werden im Nordteil die abregnenden Winde in Levadas gesammelt und durch den sog. Reitertunnel bei Rabaçal in den Südteil geleitet. Eben diese natürlich bedingte Konzentration von Levadasystemen auf Paúl da Serra macht die Gegend für Wanderfreunde so interessant.

Anreise[Bearbeiten]

Schnell aufkommendes Wetter auf Paul da Serra

Paúl da Serra wird normalerweise von der gut ausgebauten ER-110 von der Passhöhe Encumeada aus nach Westen hin erschlossen. Besucher müssen darauf achten, von Süden her in Serra de Água oder von Norden in São Vicente die Autobahn zu verlassen, die ansonsten den Sattel untertunnelt.

Am westlichen Ende führt entweder die ER-210 nach Prazeres an die Südküste oder man folgt der Straße weiter nach Porto Moniz an die Nordküste. In beiden Orten findet man Anschluss an die gut ausgebaute Küstenautobahn.

Im Verlauf führen auch einige kleinere Stichstraßen nach Ponta do Sol oder Calheta im Süden bzw. Ribeira de Janela im Norden. Diese sind aber oft sehr steil oder schlecht ausgebaut und enden in äußerst unübersichtlichen Straßennetzen der Kreisgemeinden.

Mobilität[Bearbeiten]

Die Hochebene ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu erreichen. Es empfiehlt sich ein eigener Mietwagen, die Teilnahme an entsprechend angebotenen Bustouren oder bei entsprechendem Geldbeutel ein Taxi. Auf Madeira haben sich einige Unternehmen auf die Bedürfnisse von Wanderern oder Individualreisenden ohne eigenes Auto eingerichtet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

bietet im Wesentlichen das Landschaftsbild. Bei Cova Grande an der südwärts führenden ER-209 überragt eine Christusstatue (Cristo Rei) das Tal.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Die Levada zum Risco-Wasserfall bei Rabacal
  • Die hauptsächlich touristisch genutzte ER-110 wird gern von Radfahrern benutzt.
  • In diesem Gebiet lassen sich ein Großteil der beliebtesten Levadawanderungen Madeiras angehen:
    • Vom Encumeada-Pass aus im direkten Umkreis ins Foldahal oder auch ins östlich gelegene Hochgebirge
    • Ab dem Forsthaus von Rabaçal. Dieser etwa in der Mitte der Ebene im Ost-West-Verlauf gelegene Ort bietet wohl die bekanntesten Wanderungen der Insel.
    • Vom Cristo Rei bei Cova Grande.
Viele dieser Wege lassen sich je nach Kondition zu ausgedehnten Ost-West-Verläufen kombinieren.

Küche[Bearbeiten]

Am Encumeada-Pass befindet sich eine Snack-Bar. Ansonsten gibt es keine Versorgungsmöglichkeiten, abgesehen von den wenigen Hotels.

Unterkunft[Bearbeiten]

Besucher, die sich vorwiegend in diesem Gebiet aufhalten wollen, finden (teilw. auch per Pauschalreise):

Gegen die Wahl als Ausgangspunkt für eine Erkundung der gesamten Insel spricht die Abgelegenheit (min. 30 Min. bis zum Erreichen der jeweils nächstgelegenen AB-Zufahrt).

Weblinks[Bearbeiten]


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