Erioll world 2.svg
Artikelentwurf

Merzig

Aus Wikivoyage
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Merzig Rathaus.jpg
Merzig
BundeslandSaarland
Einwohner
29.812 (2016)
Höhe
172 m
keine Touristinfo auf Wikidata: Touristeninfo nachtragen
Lage
Lagekarte des Saarlands
Reddot.svg
Merzig

Merzig ist eine Stadt im Saarland.

Hintergrund[Bearbeiten]

Merzig liegt im Tal der Saar am Südende des Hunsrück. Es ist von den Städten Saarbrücken, Trier, Metz und Luxemburg jeweils ca. 50 km entfernt.

Historisch geht Merzig wohl auf keltisch-römische Ursprünge zurück, wobei ein Teil der Dörfer, die heute zum Stadtgebiet gehören, Gründungen der fränkischen Landnahme im 7. Jahrhundert sind. Die älteste Erwähnung Merzigs findet sich in einem Befehl des weströmischen Kaisers Valentinians, erlassen während seines Aufenthaltes in „Mansio praedium Martiaticum“ am 4. Juni 369. Ausgangs des Merchinger Tales im Distrikt Hangenfeld vermutet man die römische Siedlung, da im Bereich des Zusammenflusses des Ritzerbaches in den Seffersbach vielfältige römische Funde gemacht wurden.

Karl der Kahle schenkte das Krongut Merzig dem Trierer Erzbischof Bertolf anlässlich dessen Bischofsweihe im Jahre 869. Im 12. und 13. Jahrhundert diente dem Kurfürst das Ministerialgeschlecht derer von Merzig. Der Erzbischof von Trier verfügte in Merzig über Vogteirechte. Merzig war in sieben Vogteien aufgeteilt, „die Vogtei“ des Erzbischofs, die vereinigte „Schultheißerei“ mit der „Montclairer Vogtei“, die „Rischerei“, die „Mettlacher Vogtei“, die „Brückerei“ und die „Propstei“. Auf der Merziger Gemarkung existiert die Wüstung Wolkessen oder Wolkesingen, erwähnt 1337 in den Urkunden der Abtei Mettlach.

Im 11. Jahrhundert wurde Merzig Hauptort des gleichnamigen Landkapitels, dem 45 Pfarreien angehörten. Merzig kam ab dem 11. Jahrhundert in das Spannungsfeld der expandierenden Mächte Kurtrier und Lothringen.

1333 konnte Trier mit dem mächtigen Kurfürst Balduin gegenüber dem Herzog Rudolf von Lothringen in dem Mannengericht „zu den Bäumelen“ seine Rechte u. a. über Merzig durchsetzen. Nach dem Erstarken des lothringischen Herrscherhauses entstand eine Pattsituation und ab 1368 wurde Merzig mit dem Bezirk Merzig-Saargau von Kurtrier und Lothringen gemeinschaftlich verwaltet. Dieses Kondominium existierte ungefähr 400 Jahre bis 1778. Danach wurde Merzig vom Kurfürsten Clemenz Wenzeslaus zum kurtrierischen Amtssitz erhoben. Dieser wichtige Abschnitt Merziger Geschichte spiegelt sich im Merziger Stadtwappen wider, das sowohl das rote kurtrierische, als auch das schwarze lothringische Doppelkreuz zeigt. Nach dem Ende der französischen Besetzung kam es 1815 zur Rheinprovinz.

Erst zum 25. Mai 1857 wurden die Stadtrechte der Stadt Merzig vom preußischen König ausdrücklich anerkannt.

Merzig hatte vor dem Holocaust eine seit dem 17 Jahrhundert nachgewiesene jüdische Gemeinde. Es findet sich noch ein jüdischer Friedhof unterhalb des Kreuzbergs. Am Ort der ehemaligen Synagoge in der Synagogenstraße findet sich eine Gedenkstelle. Seit 2012 werden im Rahmen des Projektes "Stolpersteine" von dem Kölner Künstler Gunther Demnig Stolpersteine auf Merziger Bürgersteinen verlegt.

Anreise[Bearbeiten]

Karte von Merzig

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Mit der Bahn[Bearbeiten]

  • Der Eisenbahn Bahnhof Merzig (Saar) Bahnhof Merzig (Saar) in der Enzyklopädie Wikipedia Bahnhof Merzig (Saar) im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBahnhof Merzig (Saar) (Q480452) in der Datenbank Wikidata liegt an der Bahnlinie Saarbrücken-Trier. Es gibt halbstündlich Regionalbahnen sowie stündlich Regionalexpress-Züge von Saarbrücken Hbf (Fahrtzeit 30–40 Minuten), jeweils stündlich RB und RE von Trier (35–50 Minuten) und Kaiserslautern (1:15–1:35 Std.), sowie stündlich RE von Koblenz und Mannheim (beide gut 2 Std.). Der Umstieg vom Fernverkehr erfolgt in der Regel in Saarbrücken.


Auf der Straße[Bearbeiten]

Merzig und Merzig-Schwemlingen sind Anschlussstellen an der Autobahn A8 Saarbrücken–Luxemburg. Aus Trier führt die B54 hierher. Saarbrücken ist 45 km entfernt (bei günstiger Verkehrslage etwa 40 Minuten Fahrtzeit), Trier ebenfalls 45 km (50 Minuten), Luxemburg Stadt 55 km (knapp eine Stunde).

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

  • Die Saar bei Merzig ist schiffbar

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Merzig liegt am Saar-Radweg, von Saarbrücken sind es 45 km flussabwärts, von der Saarmündung in Konz 48 km flussaufwärts (von Trier 57 km).

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

  • 1 Sankt Peter. Sankt Peter in der Enzyklopädie Wikipedia Sankt Peter im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSankt Peter (Q1765764) in der Datenbank Wikidata. dreischiffige spätromanische Basilika, ca. 1190–1230, mit barockem Pfarrhaus. Bedeutendste romanische Kirche im Saarland. Sehenswert im Innern: Gotisches Pestkreuz aus dem 14. Jahrhundert, Malereien im Stil der Nazarener Schule
  • katholische Kirche St. Josef: St. Peter in Merzig (Kreis Merzig-Wadern) ist die größte erhaltene romanische Kirche des Saarlandes.
  • evangelische Kirche:

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

  • 2 Burg Montclair (Mettlach). Burg Montclair in der Enzyklopädie Wikipedia Burg Montclair im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBurg Montclair (Q1013137) in der Datenbank Wikidata.
  • 3 Burg Malbrouck (Manderen). Burg Malbrouck in der Enzyklopädie Wikipedia Burg Malbrouck im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBurg Malbrouck (Q378453) in der Datenbank Wikidata.
  • 4 Schloss Saareck (Mettlach).

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Altes Rathaus: Erbaut vom Baumeister Matthias Staudt 1647–1649 als kurfürstliches Jagdschloss für den Trierer Erzbischof Philipp Christoph von Sötern; sechs-achsiges Gebäude mit zwei stark vor die Front tretenden Ecktürmen. Um 1730 brannte der Treppenturm ab. Unter Leitung des Baumeisters Christian Kretschmar entstand die Freitreppe und die dekorative Bauplastik am Hauptportal. 1829 ging das Schloss in den städtischen Besitz über. 1932/33 wurde im Rahmen einer notwendigen Sanierung die Inneneinteilung erneuert. Die Böden wurden mit Mettlacher Terrakottaplatten ausgelegt. Der Sitzungssaal im Dachgeschoss erhielt ein Eichenparkett. 1986 wurde das Gebäude um ein neues Rathaus erweitert.
  • Staadt-Marxsches Bürgerhaus: erbaut 1745-50) vom Baumeister Christian Kretschmar.
  • Hilbringer Schlösschen: Im 13. Jahrhundert stand auf diesem Platz ein Stammsitz der Ritter von Hilbringen. Nach mehreren Erbschaften und Heiraten gelangte der Besitz 1733 an den lothringischen Amtmann Francois Didier de Maurice aus Forbach. Er ließ 1745 die heruntergekommene Burg abreißen und von dem Baumeister Christian Kretschmar das heutige Gebäude errichten.
  • Fellenberg Schlösschen
  • Villa Fuchs, Kultur- und Veranstaltungszentrum
  • Seffersbachbrücke, 1901, letzte erhaltene Hängegurtbrücke „System Möller“ im Saarland
  • Halfenhaus: Erbaut um 1745 gelegen am Viehmarkt, wo bis zu ihrer Begradigung 1936/37 die Saar im Winkel umittelbar an der Stadt vorbeifloß.
  • Ehemalige „Provinzial-Irren-Anstalt“ Merzig, heute SHG Kliniken Merzig: Lage: Trierer Straße 148, errichtet: 1872–76 von Carl Fr. Dittmar. Versteckt dahinter am Münchberg liegt das 1997 gegründete Gustav-Regler-Zentrum als "Ort für Kultur und Toleranz"

Denkmäler[Bearbeiten]

  • Steine an der Grenze (Französisch: Menhirs de l'Europe) nennt sich eine Skulpturenstraße entlang der deutsch-französischen Grenze auf den Höhen des Saargaues. Sie bildet das deutsch-französische Pendant zu der nordsaarländischen „Straße der Skulpturen".

Museen[Bearbeiten]

  • 5 Feinmechanisches Museum Fellenbergmühle. Feinmechanisches Museum Fellenbergmühle in der Enzyklopädie Wikipedia Feinmechanisches Museum Fellenbergmühle im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFeinmechanisches Museum Fellenbergmühle (Q1401968) in der Datenbank Wikidata. Beherbergt eine feinmechanische Werkstatt zur Herstellung von Uhrmacherwerkzeugen und eine Schlosserei aus dem Ende des 19 Jahrhunderts
  • Expeditionsmuseum Werner Freund
  • Heimatmuseum im Schloss Fellenberg

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • Fußgängerzone "Poststraße"
  • Kneipenviertel "Triererstraße"
  • Kirchplatz

Parks[Bearbeiten]

  • Stadtpark Merzig
  • 6 Garten der Sinne.
  • Bauerngarten in Tünsdorf (Mettlach)
  • 7 Garten der Künste. Am Museum Schloss Fellenberg in Merzig.
  • Pfarrgarten St. Peter in Merzig
  • 8 Jüdischer Friedhof. Jüdischer Friedhof in der Enzyklopädie WikipediaJüdischer Friedhof (Q18287785) in der Datenbank Wikidata.
  • 9 Park der Andersdenkenden. Park der Andersdenkenden in der Enzyklopädie WikipediaPark der Andersdenkenden (Q55594309) in der Datenbank Wikidata.

Aussichtspunkte[Bearbeiten]

  • 10 Kreuzbergkapelle. Kreuzbergkapelle mit Weinberg
  • Panoramaweg
  • Nackberg: Er ist seit 1938 Naturschutzgebiet. Von Kreuz aus bietet sich ein schöner Rundblick auf das Merziger Becken. An den Hängen des Nackberges finden sich rund 2.800 hochstämmige Obstbäume, vorwiegend Äpfel und Birnen. Große Teile davon sind in das Naturschutzgebiet integriert und werden im Rahmen der Schutzgebietskonzeption gepflegt und genutzt. In diesem Umfeld wurde in Kooperation mit der Kreisstadt Merzig ab 2001 die Apfelsortenanlage des NABU Saar angelegt. Hier finden sich 100 Sorten zu je zwei Bäumen.

Verschiedenes[Bearbeiten]

  • 11 Wolfspark Werner Freund, Waldstraße 204, 66663 Merzig.
  • 12 B-Werk Besseringen.
  • Erlebniszentrum von Villeroy & Boch, Mettlach
  • Zeltpalast Merzig: 2001 baute die „Musik & Theater Saar“ in Merzig als eigene Spielstätte den „Zeltpalast Merzig“, in dem bis heute die „Oper im Zelt“ stattfindet. Auch Konzerte und Festivals finden hier statt.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Kletterpark zwischen Schwimmbad und Hafen
  • Wandern: Merzig liegt am Saar-Hunsrück-Steig, einem 218 Kilometer langer Wanderweg im Naturpark Saar-Hunsrück von Perl an der Mosel über die Saarschleife bei Mettlach im Saarland über Hermeskeil bis Idar-Oberstein an der Nahe in Rheinland-Pfalz.
  • Fahrradfahren: Merzig ist Startpunkt von Saar-Pedal einem autofreie Erlebnistag an der Saar von Merzig bis Konz- insgesamt 40 km.
  • Viezfest
  • Bieeichenfest
  • Kirmes
  • Kletterpark

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Mettlach (9 km nordwestlich; 5–8 Minuten mit dem Zug), westlich von Mettlach befindet sich der Aussichtspunkt Cloef über die Saarschleife, die südöstlich von Orscholz 200 Meter über dem Fluß emporragt.
  • Losheim am See (13 km nordöstlich; 20 Minuten mit Buslinie R1)
  • Perl/Schengen (25 km westlich; 35–45 Minuten mit Buslinie 210), Dreiländereck zwischen Deutschland, Frankreich und Luxemburg
  • Saarburg (30 km nördlich; 20–25 Minuten mit dem Zug oder mit dem Fahrrad über den Saar-Radweg)
  • Saarbrücken (45 km südöstlich; 30–40 Minuten mit dem Zug oder mit dem Fahrrad über den Saar-Radweg)
  • Trier (45 km nördlich; 35–50 Minuten mit dem Zug oder mit dem Fahrrad über Saar- und Mosel-Radweg)
  • Luxemburg Stadt (55 km nordwestlich; 1–1:15 Std. mit dem SaarLuxBus)
  • Metz (60 km südwestlich)

Literatur[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
Erioll world 2.svg