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Glatzer Ländchen

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Region Glatzer Ländchen
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Herbst im Ländchen
Winter im Ländchen

Glatzer Ländchen, historisch: Grafschaft Glatz (polnisch: Ziemia kłodzka) ist eine Region im Südwesten Polens, in der Woiwodschaft Niederschlesien. Sie liegt im Quellgebiet der Glatzer Neiße und ragt rautenförmig in das Gebiet Nordböhmens hinein. Der zentrale Glatzer Talkessel wird von den Gebirgszügen der Mittelsudeten umgeben. Durch das Glatzer Ländchen verläuft der östliche Teil des Sudeten-Hauptwanderweg.

Regionen[Bearbeiten]

  • Der Glatzer Talkessel bildet das Zentrum der Region.

Er ist ringsum von Gebirgen umgeben:

Orte[Bearbeiten]

Karte von Glatzer Ländchen

Im Glatzer Kessel:

  • 1 Kłodzko Website dieser Einrichtung Kłodzko in der Enzyklopädie Wikipedia Kłodzko im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKłodzko (Q284604) in der Datenbank Wikidata (Glatz) – historische Hauptstadt der Grafschaft Glatz und Sitz des heutigen Landkreises
  • 2 Bystrzyca Kłodzka Website dieser Einrichtung Bystrzyca Kłodzka in der Enzyklopädie Wikipedia Bystrzyca Kłodzka im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBystrzyca Kłodzka (Q991022) in der Datenbank Wikidata (Habelschwerdt)
  • 3 Nowa Ruda Website dieser Einrichtung Nowa Ruda in der Enzyklopädie Wikipedia Nowa Ruda im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNowa Ruda (Q246264) in der Datenbank Wikidata (Neurode)
  • 4 Radków Website dieser Einrichtung Radków in der Enzyklopädie Wikipedia Radków im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRadków (Q995855) in der Datenbank Wikidata (Wünschelburg)
  • 5 Wambierzyce Wambierzyce in der Enzyklopädie Wikipedia Wambierzyce im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsWambierzyce (Q1012752) in der Datenbank Wikidata (Albendorf) – Marienwallfahrtsort

Im Heuscheuergebirge:

  • 6 Kudowa-Zdrój Website dieser Einrichtung Kudowa-Zdrój in der Enzyklopädie Wikipedia Kudowa-Zdrój im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKudowa-Zdrój (Q954130) in der Datenbank Wikidata (Bad Kudowa) – Kurort mit Mineralquellen
  • 7 Duszniki-Zdrój Website dieser Einrichtung Duszniki-Zdrój in der Enzyklopädie Wikipedia Duszniki-Zdrój im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsDuszniki-Zdrój (Q1001225) in der Datenbank Wikidata (Bad Reinerz) – Kurort mit Mineralquellen
  • 8 Szczytna Website dieser Einrichtung Szczytna in der Enzyklopädie Wikipedia Szczytna im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSzczytna (Q1025323) in der Datenbank Wikidata (Rückers)
  • 9 Polanica-Zdrój Website dieser Einrichtung Polanica-Zdrój in der Enzyklopädie Wikipedia Polanica-Zdrój im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPolanica-Zdrój (Q403100) in der Datenbank Wikidata (Altheide-Bad) – Kurort mit Mineralquellen

Im Adlergebirge:

  • 10 Zieleniec Zieleniec in der Enzyklopädie Wikipedia Zieleniec im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsZieleniec (Q198963) in der Datenbank Wikidata – Bergdorf (800–960 m ü. M.); Wintersport- und Wanderzentrum

Im Habelschwerdter Gebirge:

  • 11 Długopole-Zdrój Długopole-Zdrój in der Enzyklopädie Wikipedia Długopole-Zdrój im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsDługopole-Zdrój (Q493593) in der Datenbank Wikidata (Bad Langenau) – Kurort mit Mineralquellen und Moorheilbad

Im Schneegebirge:

  • 12 Międzylesie Website dieser Einrichtung Międzylesie in der Enzyklopädie Wikipedia Międzylesie im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMiędzylesie (Q995839) in der Datenbank Wikidata (Mittelwalde)
  • 13 Kletno Website dieser Einrichtung Kletno in der Enzyklopädie Wikipedia Kletno im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKletno (Q1774208) in der Datenbank Wikidata (Klessengrund) – Bergdorf (570–720 m ü. M.) mit Tropfstein-Höhlenlabyrinth

Im Bielengebirge:

Im Reichensteiner Gebirge

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Glatzer Land ist von einer Mittelgebirgslandschaft geprägt. Die Bezeichnung Glatzer Kessel kennzeichnet die Tatsache, dass das hügelige Land mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 50 km ringsum von Gebirgen umgeben ist, die so seine natürlichen Grenzen bilden. Dieses Gebiet war im Mittelalter zwischen Polen und Böhmen umkämpft. Um 1350 kam es endgültig an Böhmen. 1742 bzw. 1763 kam es an Preußen und wurde wieder Teil Schlesiens. 1945 kam es an Polen.

Sprache[Bearbeiten]

In Polen ist Polnisch die Amtssprache. Aufgrund des hohen Bildungsgrades kann man sich mit Englisch auch gut verständigen.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächste internationale Flughafen ist Breslau, ca. 70 km nördlich der Region. Einen schnellen und bequemen Transfer mit öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es nicht, sodass sich ein Mietwagen anbietet.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Wichtigster Bahnknotenpunkt der Region ist Kłodzko. Diesen erreicht man mit Regionalzügen der Koleje Dolnośląskie (KD; Niederschlesische Bahn) aus Breslau; Wałbrzych über Nowa Ruda; oder Legnica über Świdnica. Die Züge fahren zum Teil weiter nach Bystrzyca Kłodzka und Międzylesie; zum Teil nach Polanica-Zdrój, Duszniki-Zdrój und Kudowa-Zdrój. Aus Opole, Katowice oder Warschau kommend, muss man in Breslau umsteigen.

Aus dem benachbarten Tschechien fahren zweimal täglich Züge von Ústí nad Orlicí (einer davon kommt aus Pardubice) nach Międzylesie und zwei Züge vom Grenzort Lichkov nach Kłodzko (und weiter Richtung Breslau). In Ústí nad Orlicí ist ein Umstieg aus Prag oder Brünn möglich.

Die Fahrt aus dem Nord- oder Mittelteil Deutschlands führt in der Regel über Breslau; aus Süddeutschland über Prag; aus Österreich über Prag oder Brünn.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Der zentrale Omnibusbahnhof befindet sich ebenfalls in Kłodzko.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Wichtigste Fernstraßenverbindung ins Glatzer Ländchen ist die DK8 (E 67) Breslau–Kłodzko–Kudowa. Die DK46 führt von Opole über Nysa nach Kłodzko; die DW381 von Wałbrzych über Nowa Ruda. Wichtige Grenzübergänge von Tschechien sind bei Kudowa-Słone/Náchod und Boboszów/Grulich.

Die Anreise aus Nord- und Mitteldeutschland wird von Dresden über die Autobahn A4 bzw. von Berlin über die A18 bis nach Breslau am schnellsten sein. Die DK 8 führt dann von Breslau nach Kłodzko.

Die Anreise aus Süddeutschland und dem Westen Österreichs wird in der Regel am kürzesten durch Tschechien, über Prag und Hradec Králové, verlaufen. Reist man aus Ostösterreich (z. B. Wien) an, dann bietet sich die Strecke über Brünn und Olmütz an.

Das Straßennetz ist dicht und gut ausgebaut.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Es gibt zahlreiche Fern- und Nahradwanderwege in der Region.

Mobilität[Bearbeiten]

Bus- und Zugverbindungen sind vorhanden. Am flexibelsten ist man jedoch mit einem eigenen fahrbaren Untersatz.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bärenhöhle
Wölfelsfall

Die Region ist von den zahlreichen Bäder und Baudenkmäler. Der vorherrschende Stil ist der Hochbarock der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, als die Region nach den Zerstörungen des Dreißigjährigen Kriegs wieder aufgebaut wurde.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Skigebiet Zieleniec

siehe auch Schutzhütten in den Sudeten

siehe auch Skigebiete im Glatzer Bergland

Die zahlreichen Berge der Region laden zu Wandern, Reiten und Fahrradfahren ein, die zahlreichen Bäder zum entspannen und Wellness. Skigebiete laden zum Wintersport ein. Die wichtigsten Skigebiete befinden sich in Zieleniec, Sienna und Kamienica.

Küche[Bearbeiten]

In der Region findet man eine Vielzahl guter Restaurants, und auch das Bier ist zu empfehlen. Die regionale Biermarke ist Piast und Lwówek.

Nachtleben[Bearbeiten]

Das Nachtleben konzentriert sich auf Kłodzko und die Einrichtungen der Kurbäder.

Sicherheit[Bearbeiten]

Es ist recht sicher.

Klima[Bearbeiten]

In den Bergen ist im Vergleich zum nördlicheren Polen aufgrund der Höhenlage das Klima kälter und niederschlagsreicher, womit Schneesicherheit im Winter gegeben ist. Im Talkessel ist das Klima deutliche milder. Aufgrund der Südlage und Höhe sind hier auch mehr Sonnenstunden als im Norden.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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