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Bad Gastein

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Bad Gastein
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Bad Gastein ist mondäner Kurort und eine Winterportgemeinde im Gasteinertal. Gastein liegt im Gasteinertal im österreichischen Bundesland Salzburg.

Hintergrund[Bearbeiten]

Blick zurück
Blick auf Bad Gastein nach Emil Ludwig Löhr 1878

Seinen Ruf als Kurort verdankt der Ort den einzigartigen Radon-Thermalquellen.

Mitten im Nationalpark Hohe Tauern im Salzburger Land liegt Bad Gastein auf 1.000 m Seehöhe. Sein charakteristisches Ortsbild mit den Bauten aus der "Belle Epoque" fügt sich harmonisch in die natürliche Umgebung ein. Der österreichische Weltkurort bietet Entspannung und Erholung, verbunden mit idealem Höhenklima und Gasteiner Thermalwasser.

Schneesicherheit, attraktive Abfahrten, Loipen aller Schwierigkeitsgrade zeichnen Bad Gastein aus. Im Sommer locken Wanderwege, Lauf- und Nordic Walking-Strecken, Rad- und Biketouren im und rund um den Nationalpark Hohe Tauern.

Anreise[Bearbeiten]

Der Bahnhof

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Flughafen Salzburg: 97 km, Flughafen München: 266 km, Flughafen Innsbruck: 191 km.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Der für die k.u.k-Zeit typische 1 Bahnhof der Tauernbahn befindet sich nahe der Talstation der Stubnerkogelbahn.

Die Züge werden von der ÖBB betrieben, alle Schnellzüge der Strecke halten in dem Ort.

Besetzte Schalterzeiten sind: Mo-Fr 7:00 - 12:25 Uhr und 13:25 - 16:30 Uhr, Sa 8:00 - 12:25 Uhr und 13:25 - 17:45 Uhr, Sonn- u. Feiertage 10:00 - 12:25 Uhr und 13:25 - 17:45 Uhr.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die Anfahrt aus dem Raum Salzburg kommend erfolgt über die mautpflichtige Tauernautobahn A10 in Richtung Süden bis Bischofshofen und Ausfahrt Gasteinertal, weiter auf der österreichischen Bundesstraße B311 bis Lend und Abzweigung auf die B167 in das Gasteinertal. Weiter über Bad Hofgastein bis Bad Gastein.

Die mautfreie Anreise aus dem Norden in Route über Lofer und auf gut ausgebauten Bundesstraßen, allerdings mit einigen Ortsdurchfahrten, ist von der Autobahn München - Salzburg, Abfahrt Traunstein-Siegsdorf in Deutschland aus und weiter auf der B306 (D) über Inzell, Schneizlreuth (Grenze), B178 (A) bis Lofer, von da dann weiter auf der B 311 bis Lend am Taleingang des Gasteiner Tals möglich. Strecke ab der Autobahnabfahrt Traunstein ca. 134 km.

Aus dem Süden kommend, wird Bad Gastein über die Tauernschleuse Mallnitz erreicht.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Bad Gastein

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Am Wasserfall
An der Wasserfallbrücke im Ortszentrum
  • Der Bad 1 Typ ist Gruppenbezeichnung Gasteiner Wasserfall - Das Wahrzeichen Bad Gasteins. Der berühmte Wasserfall mit einer Fallhöhe von 341 Metern tost drei Stufen durch das Zentrum zur Talsohle.
  • Am Stubnerkogel - Ganzjährig begehbare 2 Typ ist Gruppenbezeichnung 140-Meter-Hängebrücke auf knapp 2.300 m Seehöhe und die Aussichtsplattform Glocknerblick, erlebnisreicher Felsenweg am Stubnerkogel.
  • Im Bad Gasteiner Thermalquellpark quillt das Thermalwasser eindrucksvoll und völlig natürlich aus dem Felsen hervor.
  • 3 Zirbenzauber am Graukogel Typ ist Gruppenbezeichnung - Der Graukogel ist für seinen besonders schönen und uralten Zirbenbestand bekannt, manche Bäume sind fast 400 Jahre alt.
  • 4 Gletschermühle Typ ist Gruppenbezeichnung - Naturdenkmal im Zentrum von Bad Gastein.

Kirchen in Bad Gastein[Bearbeiten]

  • 5 - 14. Jhdt., gut erhaltene spätgotische Fresken und Steinkanzel.
  • 6 - 19. Jhdt., m. barocken u. neugotischen Skulpturen.
  • 7 Wallfahrtskirche "Maria vom Guten Rat in Böckstein: 1764-1767, bedeutenstes Werk des früheren Klassizismus im Salzburger Land.

Museen[Bearbeiten]

  • 8 Gasteiner Museum - Schwerpunkt des 2011 neu gestalteten Museums sind u.a. das Thermalwasser, die Geschichte des Heilbades, der Gasteiner Brauchtum und die Gemäldegalerie.
  • 9 Montanmuseum Altböckstein - In diesem, aus einem alten Salzstadl und einem Säumerstadl bestehenden Museum, kann auf einer funktionstüchtigen Erzaufbereitungsanlage der Weg vom Golderz zum Gold mit verfolgt werden.
  • 10 Typ ist Gruppenbezeichnung Imhof Schaukraftwerk in Sportgastein - Im Schaukraftwerk sind Modelle verschiedenster Maschinen aus der Goldgräberzeit ausgestellt, welche bei einer interessanten Führung ausführlich erklärt werden.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Am Stubnerkogel
Die Hängebrücke auf dem Stubnerkogel mit schönem Hochgebirgspanorama

In Bad Gastein werden zahlreiche Aktivitäten angeboten, wie zum Beispiel:

  • Skifahren auf ca. 80 km Piste
  • Tourenskilauf
  • 20,5 km Langlaufstrecken
  • 110 km Wanderrouten
  • täglich geführte Wanderungen
  • ein umfassendes Yogaprogramm
  • Rad- und Mountainbike-Strecken
  • 18-Loch Golfplatz
  • Reitspot
  • Fischen
  • umfangreiches Kultur- und Veranstaltungsprogramm
  • historischer Audioguide
  • Minigolfplatz
  • Bogenparcours
  • Kletterwand
  • Beachvolleyballplatz
  • Segway- und E-Bike-Verleih

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Gasteiner Kur[Bearbeiten]

Die Gasteiner Kur ruht auf den drei Säulen Thermalwasser, Dunstbad und Heilstollen und wird durch die alpine Höhenlage Gasteins positiv unterstützt. Das Edelgas Radon kommt in den verschiedenen Kuranwendungen zum Einsatz. Behandelt werden Entzündungen, Atemwegserkrankungen, Verletzungen im Bereich des Bewegungsapparates und rheumatische Beschwerden.

Gasteiner Heilstollen[Bearbeiten]

Der eigentlich Paselstollen genannte Heilstollen wird im Rahmen der Radonbalneologie (Therapie mit Hilfe des natürlich ausgegasten Radons) genutzt. Der Kurbetrieb wird durch die Gasteiner Kur-, Reha- und Heilstollen Betriebsgesellschaft durchgeführt, die eine eigene Webseite mit ihren Angeboten und Informationen betreibt. Das einzigartige Klima im Gasteiner Heilstollen aktiviert verschiedene Mechanismen gegen Entzündungen im menschlichen Körper und wird insbesondere in der Behandlung von schwerem Rheuma zusammen mit Hyperthermie (Überwärmung) eingesetzt. Der Stollen ist allerdings auch mit einer relativ hohen radioaktiven Hintergrundstrahlung von im Durchschnitt 44.000 Becquerel je m³ Luft versehen (in Gebäuden gilt ein Richtwert von 200–400 Bq/m³ als Obergrenze für eine mögliche Radongefährdung), sodass ein längerer Aufenthalt wirklich nur zu therapeutischen Zwecken erfolgen sollte.

Gasteiner Dunstbad[Bearbeiten]

Eine Spezialität Bad Gasteins ist das kleine, in der Ortsmitte gelegene Radon-Thermal-Dunstbad. Direkt über dem Quellstollen der Quelle IX (Elisabethquelle) wird der Thermalwasserdunst in einem Schachtsystem zu Kastenbädern geleitet. Der Kurpatient sitzt dabei ca. 20 Minuten lang im Quelldampf. Das therapeutische Prinzip ist dabei eine sehr intensive Radonaufnahme, die ohne Kreislaufbelastung und ohne den hydrostatischen Druck des Vollbades möglich wird. Von der Heilstollentherapie unterscheidet sich das Dunstbad durch eine viel mildere Überwärmung des Körpers. Von daher eignet sich diese Anwendung besonders für Personen mit eingeschränkter Belastbarkeit.

Gasteiner Thermalwasser[Bearbeiten]

Das Thermalwasser im Gasteinertal ist schwach mineralisiert und mit natürlichem Radon angereichert. Untersuchungen haben ergeben, dass das Niederschlagswasser in ca. 1.800 Meter Seehöhe versickert, in eine Tiefe von 2.000 m absinkt, sich in der Tiefe erwärmt und wieder in ca. 1.000 Meter Seehöhe zutage tritt - aus 17 verschiedenen Quellen mit einer Ergiebigkeit von fünf Millionen Liter pro Tag. Bei dem Wasser handelt es sich im Prinzip um radioaktive Glaubersalzquellen, deren Wirkung auf die radioaktive Strahlung des Radons sowie auf die chemischen Inhaltsstofe zurückgeführt wird.

Alternative Heilmethoden[Bearbeiten]

Daneben vermarktet die Gasteiner Kur- und Gesundheitsvorsorge auch alternative Heilmethoden. Diese reichen von F.X. Mayr Kur über tibetische Klangschalentherapien und kinesiologische Heilverfahren bis hin zu jenen imaginären Teilchen, die sich angeblich schneller als das Licht bewegen: die Tachyonen-Therapie.

Felsentherme[Bearbeiten]

Der große Bade- und Saunakomplex liegt auf 1.200 m Höhe nahe dem Bahnhof. Er bietet Ruhe- und Erlebnisbereich, Außenbecken, Gastronomie und Anwendungen. Der Fitnessbereich kann auch separat, ohne Thermenbesuch, genutzt werden.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Das Postamt in Bad Gastein befindet sich am Bahnhof, gegenüber der Felsentherme.

Ausflüge[Bearbeiten]

Rund um Bad Gastein bestehen in der Bergwelt des Nationalparks Hohe Tauern vielfältige Wandermöglichkeiten:

  • Kötschachtal - Ein sehr attraktives Wanderziel für eine anspruchsvollere Bergwanderung ist hier der Reedsee auf 1826 m 1 Typ ist Farbbezeichnung. Der Bergsee besitzt eine schöne Lage mit Berpanorama im Hintergrund. Aufstieg vom Dorf Kötschachtal in rund 2,5 bis 3 Stunden (einfache Gehzeit mit etwa 850 Höhenmetern). Die Reedseehütte ist nicht bewirtschaftet und eine private Selbstversorgerhütte (nur für Mitglieder der Sektion Badgastein des Österreichischen Alpenvereins).
  • Anlauftal - rund 6 bis 8 km südlich des Ortszentrums bei Böckstein. Oberhalb des Tauertunels schönes, naturnahes Alpental zum Wandern.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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