Internet-web-browser.svg
Unesco-Welterbestätten in Europa
Artikelentwurf

Tanum

Aus Wikivoyage
Wechseln zu: Navigation, Suche

Tanum ist eine Gemeinde in Bohuslän. Sie ist bekannt für die zahlreichen frühzeitlichen Felsritzungen, die an verschiedenen Orten der Gemeinde gefunden wurden.

Felsritzungen von Vitlycke
Felsritzungen von Vitlycke
Tanum
län Västra Götalands län
Einwohner ca. 12.230 (Gemeinde)
anderer Wert für Einwohner auf Wikidata: 12346 Einwohner in Wikidata aktualisieren Eintrag aus der Quickbar entfernen und Wikidata benutzen
Tourist-Info Web http://www.vastsverige.com/de/Tanum/
keine Touristinfo auf Wikidata: Touristeninfo nachtragen
Lage
Lagekarte von Schweden
Reddot.svg
Tanum

Orte[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

In der Gemeinde Tanum gibt es zahlreiche Fundstellen von frühzeitlichen Felsritzungen, die größtenteils durch Ausstellungsgelände dokumentiert und archäologisch gepflegt werden. 1994 wurden sechs dieser Fundstellen exemplarisch in das Weltkulturerbe der Vereinten Nationen aufgenommen.

Darüberhinaus ist die Region aber auch für die kleinen Hafenorte bekannt, hier liegen beliebte Ferienregionen rund um die Küste von Bohuslän.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Fugzeug[Bearbeiten]

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Es besteht mehrfach täglich eine Direktverbindung mit Västtraffik von Göteborg Central nach Tanum station, Fahrtzeit etwas über 2 h.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die E6, eine der Hauptverkehrsadern an der schwedischen Westküste und die zentrale Nord-Süd-Verbindung in Schweden und Norwegen, führt durch Tanum. Von Göteborg sind es auf der E6 etwa 135 km nach Tanum, von der norwegischen Hauptstadt Oslo aus etwa 160 km.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Der Nordseeküstenradweg Schweden führt durch die Gemeinde Tanum.

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Felsritzungen von Tanum[Bearbeiten]

Weltkulturerbestätte Vitlycke
Darstellung eines Wals
Lageplan

Das insgesamt etwa 45 km² große Areal der Felsritzungen (hällristninga) von Tanum beinhaltet etwa 500 verschiedene Fundstätten, von denen sechs Stätten 1994 stellvertretend als Weltkulturerbe der UNESCO anerkannt wurden. Die Felsritzungen werden fälschlich oft als Felszeichnungen bezeichnet, sind aber in den Stein geritzte Bilder, die heutzutage von den Mitarbeitern der Museen immer wieder mit roter Farbe nachgemalt werden, um sie für Besucher gut erkenntlich zu machen. Wären diese "Zeichnungen" nur gemalt worden, hätten sie sich seit ihrer Entstehung ab etwa 1700 v. Chr. wohl kaum bis heute erhalten. Ob sie auch zu damaligen Zeiten ausgemalt waren, ist nicht bekannt. Die Felsritzungen in Tanum entstanden vermutlich über einen Zeitraum von annähernd 1000 Jahren, die letzten entstanden vermutlich zu Beginn der Eisenzeit ca. 500 v. Chr. Bekannt sind die Fundstätten bereits seit dem 19. Jahrhundert. Heute werden sie im Winter teilweise abgedeckt, um sie vor (weiteren) Frostschäden zu bewahren. Die größte und bekannteste Anlage ist die von Vitlycke, an den kleineren Fundstätten sind nicht alle Ritzungen mit roter Farbe ausgemalt und daher für Betrachter nicht immer leicht zu erkennen. Die weiteren Stätten des Kulturerbes sind Aspeberget/ Tegneby, Fossum und Litseby, die ebenfalls zum Welterbe gehörenden Fundstätten Gerum und Kalleby sind kleinere Plätze.

Insgesamt ist die Region gut ausgeschildert und sowohl mit Parkplätzen als auch mit Wanderwegen gut erschlossen und von der nahe vorbeiführenden E6 schnell zu erreichen. Auch Radfahrer können die Fundstätten auf kleinen Nebenstraßen gut erradeln. Gastronomie findet man im Museum von Vitlycke.

Nach längerem Regen bzw. allgemein feuchter Witterung ist etwas Vorsicht geboten, da die Felsplatten schnell glitschig werden. Nicht alle Wege sind mit Handläufen ausgestattet. Ebenso sind die Felsritzungen nicht grundsätzlich barrierefrei zugänglich, auch wenn mit Stegen und Rampen an vielen Stellen eine gute Zugänglichkeit gewährleistet ist.

Gott des Speeres bei Litsleby

Vitlycke[Bearbeiten]

Vitlycke Museum, Vitlycke 2, 45793 Tanumshede. Tel.: +46 525 209 50, Fax: +46 525 293 62, E-Mail: .. Öffnung täglich ab 10 Uhr, kostenfrei

1 Die Anlage von Vitlycke besteht aus mehreren Bestandteilen: Die eigentlichen Felsbilder liegen westlich der Straße und bestehen aus einem großen Arreal von Felsplatten, die auf angelegten Wanderwegen gut erschlossen sind und mit Informationstafeln gut erklärt werden. Besondere Sehenswürdigkeiten sind hier neben zahlreichen Schiffen und Tieren die Darstellung des Wettergottes und des heiligen Brautpaares, der größten Felsritzung in diesem Areal, das zur Entstehungszeit vermutlich an einer Meeresbucht lag - heute iegt das Gelände 23 m über dem Meeresspiegel. Die Erwanderung des Geländes nimmt einiges an Zeit in Anspruch, anschließend bieten das Museum und weitere Außenanlagen auf der anderen Straßenseite auch noch viel Interessantes. Das Museum erkärt die Hintergründe der Entstehung, die Geschichte der Fundstätte und einiges über das Leben der Menschen, die diese Felsritzungen angefertigt haben. Ein bronzezeitlicher Bauernhof neben dem Museum zeigt anschaulich das Leben der Menschen zu dieser Zeit, auf einem Rundgang werden außerdem die damaligen Jagdmethoden gezeigt. Ein Café und Restaurant und ein Museumsladen ergänzen das Angebot dieses auch architektonisch interessanten Museums. Vom Gelände mit den Felszeichnungen aus führt außerdem ein Wanderweg an zwei Grabhügeln und einigen kleineren Felsritzungen vorbei.

Litsleby[Bearbeiten]

Der über 2 m große Gott des Speeres in den Felsritzungen von Litsleby gehört mit zu den bekanntesten Darstellungen des Weltkulturerbes von Tanum. Die Figur ist die größte geritzte Darstellung eines Menschen, die man in Europa gefunden hat. Daneben gibt es zahlreiche Schiffe und kleinere Ritzungen zu sehen. Die Felspatte liegt etwa 1,5 km südwestlich von Vitlycke, man erreicht sie auf einer schmalen Nebenstraße. Folgt man dem kleinen Wanderweg an der Felsplatte netlang, trifft man nach etwa 100 m auf eine weitere Felsritzung, die bewaffnete Reiter darstellen. [[Datei:Aspberget rock carving Sweden 5.jpg|250px|miniatur|Aspeberget]

Fossum[Bearbeiten]

Die Fundstätte von Fossum liegt etwas abseits der anderen Welterbestätte an der Straße 163 Richtung Knaverstad östlich der E6. Zahlreiche Schiffe und Figuren dicht an dicht deuten daraufhin, dass alle Ritzungen von der gleichen Person angefertigt wurden. Neben der Frau von Fossum, die ihren Arm erhoben hält, sind auch einige Jagdszenen zu sehen. Etwa 100 m weiter an einem kleinen Weg finden sich einige Ritzungen, u.a. von einem Hirsch und einem Pfern, das die Sonne hinter sich herzieht, die aber nicht ausgemalt sind.

Aspeberget/ Tegneby[Bearbeiten]

Nur knapp einen Kilometer südlich vom Vitlycke Museum liegt östlich der Straße die Fundstätte von Aspeberget. Herausragend ist hier die Darstellung von zwei Frauen, die ein Sonnensymbol hochheben. Daneben finden sich an der Fundstelle und auch im näheren Umfeld zahlreiche Ritzungen, die nicht ausgemalt sind, so dass man sich als Besucher selbst auf Entdeckungstour begeben kann.

Die kleineren Fundstellen von Gerum befinden sich an einer kleinen Querstraße nach Osten etwa 1,5 km südlich von Aspeberget. Von einem Parkplatz aus beginnt hier ein kleiner Wanderweg, der an mehreren Plätzen von Felsritzungen vorbeiführt.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Jährlich im Sommer bietet das RockArtResearch Centre ein einwöchiges Arbeitsseminar an, bei dem die Teilnehmer - Fachleute wie Laien - die Techniken zur Dokumentation und Erhaltung der Felsritzungen in der Region erlernen können. Info: Tanums Hällristningsmuseum Underslös, 45791 Tanumshede. Tel.: +46 525 29 555..

Unterkunft[Bearbeiten]

In direkter Nachbarschaft des Vitlycke Museum findet sich ein Campingplatz.

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]


Artikelentwurf Dieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.