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San Salvador de Jujuy

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San Salvador de Jujuy
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San Salvador de Jujuy ist die Hauptstadt der nördlichsten Provinz Argentiniens Jujuy und mit ca. 300.000 Einwohnern eine der größten Städte des andinen Nordwestens Argentiniens. Die Stadt liegt am Zusammenfluss der zwei Flüsse Xibi Xibi und Río Grande in einem bewaldeten Tal.

Hintergrund[Bearbeiten]

Jujuy ist eine der am schönsten gelegenen Großstädte in Argentinien. An klaren Tagen kann man bis zu 6.000 m hohe Bergspitzen aus dem Zentrum aus sehen. Doch ebenfalls findet sich, etwas versteckt, einiges an kolonialer Architektur im Zentrum. Bekannt ist auch die Kulturszene der Stadt wegen der unverkennbaren indianischen Elemente. So findet man häufig Folkloregruppen, die durch die Stadt ziehen, ob durch kleine Kneipen oder einfach durch die Straßen.

Das Stadtbild ist uneinheitlich. Während das Zentrum gepflegt und adrett erscheint, wirken die äußeren Stadtteile, insbesondere die an den Berghängen, chaotisch und ungeordnet, vielfach findet man arme Häuser oder heruntergekommene Wohnblocks neben Villen. Insgesamt gehört Jujuy zu den ärmeren Städten des Landes, trotz seiner Bedeutung als Zentrum der Metallverarbeitung und Stahlindustrie.

Bedeutend wurde die Stadt schon im 16. Jahrhundert als wichtige Wegstation zwischen den argentinischen Zentren Buenos Aires, Córdoba und San Miguel de Tucumán sowie dem bolivianischen Potosí und der kolonialen Hauptstadt Lima. Heute hofft die Stadt auf den langersehnten Aufschwung als Handelszentrum, seit mit dem Paso de Jama die einzige ganzjährig befahrbare, geteerte Verbindung nach Chile und mit der Ruta 9 die ebenfalls beste Verbindung nach Bolivien besteht.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Flughafen liegt etwa 25 km östlich des Zentrums, nahe der Vorstadt Perico. Die Verbindungen wurden nach der Wirtschaftskrise 2001 sehr stark ausgedünnt; so gibt es nur noch Verbindungen nach Buenos Aires und Córdoba.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Lange Zeit war Jujuy ein wichtiges Zentrum des Zugverkehrs. Heute sind alle Passagierstrecken, darunter auch die ehemals wichtige Strecke nach Bolivien, wegen starker Beschädigungen stillgelegt.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Heute ist der Bus das wichtigste Verkehrsmittel. Die Busse fahren praktisch in jede erdenkliche Ecke Argentiniens, selbst nach Río Gallegos gibt es mehrere Linien. Der Busbahnhof liegt nur wenig außerhalb des Zentrums im Stadtteil Gorriti nahe des Río Xibi Xibi. Seine Umgebung wirkt heruntergekommen, ist aber nicht gefährlich, Aufpassen muss man allerdings vor Taschendieben.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die Nationalstraßen 9 und 34 (mit der Anschlussstrecke 66) sind die wichtigsten Strecken nach Jujuy. Aus allen Teilen des Landes mit Ausnahme des Nordostens gibt es gute Verbindungen, die Ruta Nacional 81 nach Formosa (über Pichanal) ist auf ihren ersten 400 km nicht befestigt und sehr schlecht ausgebaut. Besser, wenn auch ebenfalls mit Mängeln, ist die Ruta 16 nach Resistencia (über Joaquín V. González.

Mobilität[Bearbeiten]

In Jujuy wird der Stadtverkehr wie in allen Städten des Landes von Bussen bewältigt. Ihre Hauptlinien kreuzen sich am Busbahnhof. Daneben gibt es als Besonderheit Taxis compartidos, Sammeltaxis, die eine vorgegebene Route abfahren und nur wenig teurer als die Busse sind. Natürlich gibt es auch normale Taxis.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

  • Kathedrale, an der Plaza Belgrano. Weißes Kolonialgebäude mit interresanter Kanzel im Inneren, die von Indianern geschnitzt wurde.

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

  • Casa de Gobierno, Plaza Belgrano.
  • Cabildo, Plaza Belgrano.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Palacio de Tribunales. Ungewöhnliches Hochhaus, das auf einem "Stelzen" steht.

Denkmäler[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

  • Museo Histórico Provincial, Lavalle 266.
  • Museo de Paleontología y Mineralogía, Independencia Ecke Lavalle.
  • Galería de Arte, Balcarce 264.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • Plaza Belgrano. Das Herz der Stadt, ein schöner, begrünter Platz.

Parks[Bearbeiten]

  • Parque San Martín. Kleiner Park im Westteil der Stadt, wirkt etwas heruntergekommen.

Verschiedenes[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Jujuy hat eine kleine Fußgängerzone, an der sich die meisten Geschäfte ballen. Daneben gibt es einen Markt mit Billigprodukten (viele Plagiate) nahe des Busbahnhofes. Ein Kunsthandwerkmarkt liegt neben dem alten Bahnhof nahe des Río Grande, besser sind allerdings die Märkte in den Touristenorten wie Tilcara und Humahuaca. Dafür bekommt man hier fachmännisch hergestellte traditionelle Original-Musikinstrumente (Quena, Sicus) die professionellen Ansprüchen genügen (nachfragen).

Küche[Bearbeiten]

Im Zentrum befinden sich die besten Restaurants. Daneben gibt es jedoch eine Art "Billigmeile" auf dem Hügel oberhalb des Busbahnhofs, wo man unglaublich günstig Fastfood essen kann, dessen Qualität allerdings manchmal zu wünschen übriglässt.

Günstig[Bearbeiten]

  • Sociedad Obrera, Balcarce 357.

Mittel[Bearbeiten]

  • Restaurant Sirio Libanés, Lamadrid 568. Arabische Spezialitäten.

Gehoben[Bearbeiten]

  • Chung King, Alvear 627.

Nachtleben[Bearbeiten]

Die meisten Diskotheken befinden sich an der Ruta 9 im südöstlichen Teil der Stadt. Einige Pubs gibt es aber auch im Zentrum.

Günstig[Bearbeiten]

  • T-Quila, nahe Busbahnhof. Junges Publikum.
  • Bankat. Nahe Busbahnhof auf einem Hügel, vom Balkon aus gute Aussicht über die Stadt, Mainstream-lastig.

Mittel[Bearbeiten]

  • Akros, Ruta 9 Sur. Mainstream.

Gehoben[Bearbeiten]

  • Akropolis, Ruta 9 Sur. Techno / House.

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

  • Autocamping, in Huaico Chico, 3 km nördlich der Stadt.
  • Residencial Rio de Janeiro, nahe Busbahnhof. Sehr günstig aber einfach, sehr empfehlenswert für den kleinen Geldbeutel.
  • Residencial Aramayo, Salta 1058.

Mittel[Bearbeiten]

  • Augustus, Belgrano 715.

Gehoben[Bearbeiten]

  • Fenicia, 19 de Abril 427, am Fluss.
  • Internacional, Belgrano 501, direkt im Zentrum.

Lernen[Bearbeiten]

  • Universidad Nacional de Jujuy. Klein und wenig renommiert.

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Jujuy ist eine sichere Stadt. Absehen sollte man natürlich vom nächtlichen Besuch von Elendsvierteln, ebenfalls gilt wie überall Vorsicht vor Taschendieben, insbesondere in der Gegend rund um den Busbahnhof und in den Stadtbussen.

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Für Informationen zum kulturellen Angebot etc. gibt es die beiden Zeitungen [http:/www.pregon.com.ar Pregón] und El Tribuno de Jujuy.

Auch in Jujuy gibt es viele Telecentros (Telefonzentralen) und Internetcafés (cíbers).

Ausflüge[Bearbeiten]

Die Umgebung von San Salvador de Jujuy könnte abwechslungsreicher kaum sein - von der Puna-Hochwüste über die romantische Quebrada de Humahuaca bis hin zum subtropischen Regenwald ist alles dabei.

  • Jujuy ist der beste Ausgangspunkt für Touren in die Quebrada de Humahuaca, einer weltberühmten Schlucht mit kleinen Kolonialstädtchen wie Tilcara und Humahuaca. Dorthin fahren in hoher Frequenz Busse aller Art. Achtung: In Purmamarca gibt es eine Zollkontrolle; dort können die Busse stundenlang Verspätung bekommen, wenn kontrolliert wird. Dies gilt jedoch hauptsächlich für die Rückreise, und für die Langstreckenbusse nach La Quiaca oder Chile, Lokalbusse bis Humahuaca werden wenig behelligt.
  • Reyes ist ein kleiner Ort in einer spektakulären bewaldeten Schlucht mit bekannten Thermalbädern, etwa 15 km nordwestlich von Jujuy in einem Nebental der Quebrada de Humahuaca. Beim Thermalbad gibt es ein Hotel, auch ist es möglich dort zu wandern oder zu reiten. Erreichbar über die RN 9 und die RP 4 ab Villa Jardín de Reyes.
  • Die Lagunas de Yala liegen unweit von Reyes (von dort aus über eine kurvige Straße direkt erreichbar, ansonsten über die RN 9 und die zweite Einfahrt der RP 4 bei Yala) mitten im Wald. Es sind drei kleine Seen mit üppiger Vegetation und guten Möglichkeiten zum Angeln. Zahlreiche Nebentäler laden zum Wandern ein.
  • Tiraxi liegt nördlich von San Salvador de Jujuy und ist über Lozano (8 km nordwestlich über RN 9) zu erreichen. Dieses kleine Naherholungsgebiet liegt in einem urwaldähnlichen Tal mit vielen Wasserfällen, Felsklippen, Schluchten und anderen Naturattraktionen. Im Gegensatz zu Reyes und Yala wurde Tiraxi noch kaum von Touristen heimgesucht.
  • San Antonio ist ein kleiner, landwirtschaftlich geprägter Ort mit einigen Altbauten direkt südlich von Jujuy an einem Fluss. Erreichbar über die RP 2.
  • Stauseen: Südlich von San Salvador de Jujuy liegen drei Stauseen: Los Alisos ist nur 8 km vom Stadtzentrum entfernt und über die RP2 und die RP 8 zu erreichen. Spektakulärer sind die Seen La Ciénaga und vor allem Las Maderas, die 5 bzw. 9 km südlich der Stadt El Carmen liegen (insgesamt ca. 25 km südlich). Sie sind mitten in die üppige Urwaldvegetation eingebettet und bieten Möglichkeiten zum Betreiben von Wassersport und zum Baden.


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