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Kleinbahn-Radweg Grifte–Gudensberg

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Wanderwegweiser in Dissen am Radweg (u.a. des Historischen Wanderweges ⊥)

Der Bahntrassenradweg auf der ehemaligen Kleinbahn Grifte–Gudensberg (kein offizieller Titel) ist ein landschaftlich sehr attraktiver, aber eher unbekannter Bahntrassenradweg. Durchgehend ist er nur als "Historischer Wanderweg ⊥" markiert und besitzt keine eigene Ausschilderung. Er ist Teil des Eder-Radwegs, der Tour de Chattengau und des Chattengauwegs.

Streckenprofil[Bearbeiten]

Ehemaliges Bahnhofsgebäude von Grifte
Grifte - Haldorf
Historischer Wanderweg ⊥ südlich von Grifte (links der Main-Weser-Bahn)
  • Länge: 8 km
  • Ausschilderung: Durchgängig als "Historischer Wanderweg ⊥". Der Radweg selbst besitzt keine Ausschilderung.
  • Steigungen: Durchgehender Anstieg von Grifte hinauf bis zum Kasseler Kreuz kurz vor Gudensberg.
  • Wegzustand: Zwischen Grifte und Haldorf geschottert, zwischen Haldorf und Gudensberg asphaltiert.
  • Verkehrsbelastung: Keine. Es werden nur zwei stärker befahrene Straßen überquert. An der sehr stark befahrenen Bundesstraße 254 in Dissen gibt es eine Verkehrsinsel, so dass man hier recht sicher die Straße queren kann.
  • Geeignetes Fahrrad: Normales Fahrrad mit 3 Gängen ist ausreichend, besser sind aber mehr Gänge, besonders bei Weiterfahrt in den Chattengau.
  • Familieneignung: Der Radweg ist, da weitestgehend abseits größerer Straßen verlaufend, durchgehend für Familien geeignet.
  • Inlinereignung: Nur zwischen Haldorf und Gudensberg. Zwischen Haldorf und Grifte muss man auf die parallel zum Bahntrassenradweg verlaufende Wanderroute Ederhöhenweg (E) ausweichen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Panoramabild vom Bahntrassenradweg auf Dissen und den Lotterberg

Die Bahnstrecke Grifte–Gudensberg war eine 7,72 km lange Nebenbahnstrecke von Edermünde-Grifte nach Gudensberg. Sie war von 1899 bis 1979 in Betrieb und wurde durch die Grifte-Gudensberger Kleinbahn- und Kraftwagen-AG, bzw. ab 1965 die Deutsche Bundesbahn betrieben. Der Personenverkehr auf der Bahnstrecke Grifte–Gudensberg wurde zum 31. Dezember 1954 eingestellt, am 31. Januar 1979 erfolgte die Einstellung des Güterverkehres. Die Gleise wurden um 1980 abgebaut.

Anreise[Bearbeiten]

Haldorf - Gudensberg
Spielplatz in Haldorf direkt an der ehemaligen Bahntrasse

Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln[Bearbeiten]

In Edermünde-Grifte befindet sich ein Bahnhof der Bahnstrecke Kassel-Frankfurt am Main (KBS 620). Nur drei Kilometer vom Startpunkt in Grifte entfernt ist zudem der Bahnhof von Guxhagen (KBS 610). Gudensberg wird von mehreren Buslinien angefahren, unter anderem von den Buslinien 403 (nach Niedenstein und Baunatal) und 500 (Kassel-Fritzlar-Bad Wildungen). Unweit vom ehemaligen Bahnhof Gudensberg entfernt befindet sich die HaltestelleHaltestelle Rathaus.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Von Kassel kommend fährt man auf dem Fulda-Radweg bis nach Baunatal-Guntershausen und weiter auf dem Eder-Radweg bis nach Edermünde-Grifte. Weiter kann man auch von Guxhagen aus auf der alten Wegführung des Eder-Radwegs (R10) nach Grifte radeln. Verbindet man den Bahntrassenradweg, den Chattengauweg (R21) und den Eder-Radweg miteinander erhält man eine circa 47 Kilometer lange Rundtour von Edermünde-Grifte aus über Gudensberg, Fritzlar, Wabern und Felsberg.

Streckenbeschreibung[Bearbeiten]

Ehem. Bahnhofsgebäude Gudensberg

Der Kleinbahn-Radweg Grifte–Gudensberg verläuft größtenteils auf der ehemaligen Bahntrasse der Bahnstrecke Grifte–Gudensberg, die teilweise asphaltiert, teilweise aber geschottert ist. Einzig bei Grifte gibt es einen Abschnitt abseits der ehemaligen Bahntrasse. Für eine detaillierte Radwanderkarte bitte einfach auf die POI's klicken, die einen sofort an die beschriebene Position leiten.

Grifte - Gudensberg[Bearbeiten]

Vom 1 Bahnhofsgebäude Grifte fährt man auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg zusammen mit dem Eder-Radweg bis zur Unterführung der Main-Weser-Bahn. Alternativ könnte man auch dem unbefestigten "Historischen Wanderweg ⊥" durch das Heidholz folgen. Anschließend folgt nach einer Spitzkehre am 2 Abzweig Historischer Wanderweg ⊥ der Anstieg auf der ehemaligen Bahntrasse durch den Wald im schattigen Prallhang der Eder hinauf nach Haldorf. Hinter dem früheren Haltepunkt zweigt der Eder-Radweg nach Felsberg (Hessen) und Wabern ab. Vorbei an dem 3 Spielplatz Haldorf verlässt man Haldorf wieder und fährt nun zusammen mit der Tour de Chattengau (von Niedenstein) an einem kleinen Rastplatz mit schöner Aussicht in das Edertal vorbei nach Dissen. Nur wenige Meter hinter dem ehemaligen Haltepunkt, zu erkennen an der Bahnsteigkante direkt am Bahntrassenradweg, muss die stark befahrene 4 Bundesstraße 254 über eine Fußgängerinsel überquert werden. Nachdem auch die Deuter Straße überquert wurde radelt man nun auch zusammen mit dem Chattengauweg (von Baunatal) südlich des unter Kletterern bekannten Scharfenstein entlang und erreicht eine 5 Wassertretanlage mit Schutzhütte und Barfußpfad . Wenig später kommt man zum Kasseler Kreuz, dem höchsten Punkt der Bahnstrecke und fährt an der ehemaligen Verladerampe des Steinbruches Gudensberg vorbei über eine Fahrradstraße nach Gudensberg hinnein. Über ein kurzes Stück Kopfsteinpflaster erreicht man das alte 6 Bahnhofsgebäude Gudensberg Bahnhofsgebäude, das heute als Jugendhaus genutzt wird.

Ausflüge[Bearbeiten]

Auf der Obernburg bei Gudensberg
Obernburg bei Gudensberg

Chattengau[Bearbeiten]

Als Chattengau wird die meist offene und durch bewaldete Basaltkuppen geprägte Landschaft zwischen Kassel und Fritzlar bezeichnet. Im Osten und Süden wird sie durch die Eder, im Westen und Norden durch größere Wälder begrenzt. Heute werden im Chattengau meist Getreide, Raps, Zuckerrüben (Zuckerfabrik in Wabern) und Kohl (Firma Hengstenberg in Fritzlar) angebaut. Zur Weiterfahrt mit dem Rad in den Chattengau einfach dem Chattengauweg, ausgeschildert als R21, folgen, der bis zum Bahnhof nach Fritzlar (KBS 621) verläuft. Bei Dorla wird der Chattengauweg vom Chattengau-Fulda-Weg (R12) gekreuzt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Rad- und Wanderkarte Naturpark Habichtswald - Maßstab 1:35 000, ISBN 978-3-86973-031-8, 4,50 €, herausgegeben von der Kartographischen Kommunalen Verlagsgesellschaft mbH (2011).
  • HR Naturpark Habichtswald / Reinhardswald - Topographische Freizeitkarte 1:50 000, ISBN 978-3-89446-319-9, 9,50 €, gemeinschaftlich herausgegeben vom Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatverein e.V. und dem Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (2012).
  • KB Kurhessisches Bergland Schwalm-Eder-Kreis - Topographische Freizeitkarte 1:50 000, ISBN 978-3-89446-296-3, 9,50 €, gemeinschaftlich herausgegeben vom Touristik Service Kurhessisches Bergland e.V., Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreis und dem Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (2008).
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