Ibaraki (Präfektur)
| Präfektur Ibaraki | |
| Hauptstadt | Mito |
|---|---|
| Einwohnerzahl | 2.862.372 (2021) |
| Fläche | 6.097 km² |
| Postleitzahl | |
| Vorwahl | |
| Webseite | www.pref.ibaraki.jp |
| Social Media | |
Ibaraki (japanisch: 茨城県, Ibaraki-ken) ist eine Präfektur im Norden der Region Kantō, Japan.
Regionen
[Bearbeiten]Die Präfektur Ibaraki grenzt im Osten an den Pazifik, benachbarte Präfekturen sind Chiba im Süden, Saitama, Tochigi und Fukushima im Norden.
Die Küstenregion bietet zahlreiche Strände. Die Präfektur reicht vom Meer zu Hügelketten im Westen, an deren Hängen viel Tee angebaut wird. Der mit 877 m höchte Berg 1 Tsukuba (筑波山) steht frei in der Landschaft. Er hat zwei Gipfel, das „Weibchen“ und das etwas niedrigere „Männchen.“ Hinauf gelangt man, von hinterm Schrein, mit einer Standseilbahn (↥ 495 m) ab 1 Miyawaki (宮脇駅) , oder mit einer Gondelseilbahn (↥ 295 m; paralleler Wanderweg) ab dem günstigen 1 Tsukuba Keisei Hotel (Tel. +81298660831) .
Im Süden ist das Kasumiga’ura-Seengebiet.
Orte
[Bearbeiten]
- 1 Mito (水戸市) – Hauptstadt der Präfektur. Nahe, an der Küste, sind an der Naka-Mündung die Städte Ōarai und Nakaminato
- 2 Tsukuba (つくば市)
- 3 Hitachi (日立市) . Das weltweit bekannte Unternehmen wurde hier 1910 gegründet, ist aber seit 1939 nicht mehr vor Ort.
- 4 Hokota (鉾田市)
- 5 Ishioka (石岡市)
- 6 Itako (潮来市)
- 7 Jōsō (常総市)
- 8 Kashima (鹿嶋市)
- 9 Omitama (小美玉市)
- 10 Yūki (結城市)
Hintergrund
[Bearbeiten]Im Umfeld der Daimyō von Mito bildete sich in der späten Edō-Zeit die neo-konfuzianische „Mito-Schule,“ einer nationalistischen Philosophie mit der Idee der „Einmaligkeit Japans“ und seiner Rasse, die die ethnozentrisch-nativistischen Sonnō-jōi-Bewegung („Ausländer raus!“) der 1860er beeinflusste. Die dort damals entwickelten konservativen Theorien, fielen in den 1930ern wieder auf fruchtbaren Boden und bilden bis heute eine Basis für die rechten Nihonjinron-Ideen.
Ibaraki kommt in den 2020ern in jährlichen Umfragen bezüglich der landesweit „lebenswertesten Präfektur,“ abwechselnd mit Saga, immer an letzter oder vorletzter Stelle.
Anreise
[Bearbeiten]Mit dem Flugzeug
[Bearbeiten]Um vom Flughafen Narita in die Städte der Präfektur zu gelangen, muß man mit der Bahn mindestens zwei Mal umsteigen. Die direkten Busse der Narita Koku Kotsu sind da schneller, aber in der Gepäckmitnahme auf einen großen Koffer pro Person beschränkt. Nach Tsukuba fahren acht Busse täglich (55 Min.).
Der RoseLiner von Keisei ist deutlich teurer und bedient von allen drei Terminals die Orte: Hitachi (Bhf. vorm Haupteingang), Shin-Tanakochi, Tokai (Bahnhof Ostausgang), Büro der Ibaraki Kotsu Katsuta am Westausgang Katsuta, Mito (Bhf. Südausgang), Oarai (Bhf.).
Mit dem Flughafen Haneda verbinden Direktbusse Tsukuba (4 tgl.) und Kashima-Jingū (2 tgl.).
Flughafenbusroute: Bhf. Shin-Hokota – Bhf. Hokota – Bhf. Tamatsukuri – Ibaraki Airport – Bhf. Ishioka.
Mit der Bahn
[Bearbeiten]Shinkansen fahren in der Präfektur keine. Aus Mito muß man zum Anschluß die Querverbindung nach Oyama (Tochigi) nehmen.
Den Hauptbahnhof Mito erreicht man aus Tōkyō-Nippori mit der Jōban-Linie. Diese verbindet mit Regional- und Schnellzügen [Shinagawa]/[Ueno] – Nishi-Nippori … – … Mito – Katsuta – Iwaki … – … Sendai.
Aus Norden, von Kōriyama in der Präfektur Fukushima, kommt die Suigun-Linie (142 km).
Tsukuba, das Wissenschaftszentrum der japanischen Raumfahrt samt zugehöriger technischer Universität ist verkehrsmäßig gut erschlossen. Hier endet der Tsukuba-Express eine Verlängerung der Hibiya-Linie über Akihabara. Der Busbahnhof
Tsukuba Center (つくばセンター) ist ein wichtiger regionaler Umsteigepunkt. Hierher fahren auch direkte Busse vom Flughafen Haneda.
Fernbusse der Kantetsu (☎ 029-822-0132) verbinden etliche Orte der Präfektur nur von Tōkyō-Yaesu (Südausgang des Hauptbahnhofs).
Mit dem Schiff
[Bearbeiten]Zwischen Tomakonai auf Hokkaidō und dem
Hafen von Oarai (大洗港フェリーターミナル) pendeln Fähren (19 Std.). Die Preise variieren saisonal und kosten im August und um Neujahr das Doppelte. Die billigste Fahrt im Winter 2025/6 kostet ¥ 10.500.
Mobilität
[Bearbeiten]Regionalbahnen
[Bearbeiten]Die Kantō-Bahn 関東鉄道, Kantō Tetsudō, kurz Kantetsu betreibt zwei Strecken:
- Jōsō-Linie: 2 Toride (取手駅, Anschluß JR Jōban-Linie) … – … 3 Moriya (守谷駅, Anschluß Tsukuba Express) … – … Mitsukaidō … – … Ishige … – … Shimotsuma … – … 4 Shimodate (下館駅, Anschluß JR Mito-Linie; Mooka-Linie)
- Ryūgasaki-Linie: 4,5 km von 5 Sanuki (佐貫駅) nach 6 Ryūgasaki (竜ヶ崎駅)
Die Firma hält auch die Konzession für die meisten regionalen Busse im Süden und Westen der Präfektur.
Mooka-Bahn: Shimodate … – … 7 Mooka (真岡駅, sprich: Mo’oka, Präfektur Tochigi) … – … Motegi.
Ōarai-Kashima-Linie: 53 km Nord-Süd vom Bahnhof Mito … – … 8 Shin-Hokota (新鉾田駅, km 31) … – … 9 Fußballstadion Kashima (鹿島サッカースタジアム駅) – 10 Kashima-Jingū (鹿島神宮駅, Anschluß JR Kashima-Linie)
JR Kashima-Linie: [Fußballstadion Kashima] – Kashima-Jingū … – … Sawara (Anschluß Narita-Linie)
Minato-Linie (湊線) 14,3 km lang im Süden, weitgehend parallel zum die Präfekturgrenze bildenden Fluß Tone. In Katsuta besteht Anschluß zur Jōban-Linie. Endhalt ist 11 Ajigaura (阿字ヶ浦駅) . Die Flexibilität der japanischen Volksreligion, dem Shintō, zeigt sich im Bahnhof. Hier hat man einen Dieseltriebwagen KiHa 222 (Baujahr 1962) als kami („Gottheit“), samt Torii, installiert.
Wandern
[Bearbeiten]Der Kasama Wagakuni-Atago Hiking Trail verbindet die Bahnhöfe 12 Fukuhara (福原駅) und Iwama über die drei Gipfel Wagakuni (吾国山; 518 m), Nandai-san (553 m) und dem Atago-san. Der Weg, ca. 16 km lang, ist gut markiert, mit viel Auf und Ab.
Nördlich der Jōban-Linie geht man zwischen den Haltepunkten 13 Haguro (羽黒駅) und 14 Kasama (笠間駅) knapp 15 km über die Hügel. Es bietet sich ein Abstecher an ins
Die Route kann man zum 15 Bahnhalt Iwama (岩間駅) abkürzen.
Wundgelaufenen Füsse kann man im großen Onsen 1 Ishioka Kenko Center (石岡健康センター) , eher ein Wellnesszentrum mit einer natürlichen Mineralquelle, zu heilen versuchen. Es öffnet täglich von 10.00-8.00 Uhr und kostet ¥ 1500, billiger nach 19 Uhr mit “Happy Hour” von 5.00-7.00 Uhr nur ¥ 600. Dazu gibt es ein Restaurant und ein monatlich wechselndes Kabuki-Theater bzw. klassisches Tanzprogramm (¥ 1500).
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten]Geopark Nord-Ibaraki
[Bearbeiten]Man wollte, über acht Gemeinden verteilt, verschiedene Naturschönheiten koordinieren. Dazu gehören die vierstufigen, 120 m langen 3 Fukuroda-Wasserfälle (袋田の滝) . Der Zugang zur Klamm kostet Eintritt.
Industrielandschaft des an verschiedenen Orten getätigten Bergbaus im Jōban-Kohlefeld: Hierzu informiert das 6 Kohlemuseum Iwaki (いわき市石炭・化石館, 500 m ndl. Bhf. Yumoto) über einer alten Zeche, das durch eine Dinosaurierausstellung erweitert wird. Als die Betreiber der Minen erkannte, daß in den Nachkriegsjahren durch die vermehrte Nutzung von Öl der Minenbetrieb schwierig werden würde, baute man den 2 Hawaiians Water Park (スパリゾートハワイアンズ) , der 1–1½ Millionen Besucher jährlich hat. Clou war die Hula-Tanzgruppe, die in Folge der Erdbebenfolgen 2011/2 landesweit tourte. Eine Tageskarte mit Mahlzeit kostet 2025 ¥ 6800, Hula-Shows extra. Zusammen mit den umliegenden fünf Hotels bietet man Kombipakete, die sich speziell für Paare, in der Nebensaison durchaus rechnen.
Der Hanazono Hananuki-Naturpark ist dreigeteilt. Wandern kann man in den Taga-Bergen im südlichen Teil des Abukuma-Hochlands. Zu den Hauptgipfeln zählen der Mount Osho (803,8 m), der Mount Hanazono (798 m), der Mount Tsuchi (599,2 m) und der Mount Tatehara (657,8 m). Der Berg Hanazono ist bekannt für seine Rhododendronbestände und somit im späten Frühling besuchenswert.
Das Küstengebiet, das von Hiragata bis Ishihama reich, umfasst etwa 20 Kilometer. Dazu gehören die Izura-Küste mit ihren Klippen und ungewöhnlichen Felsformationen und die Ishihama-Küste mit ihrem weißen Sand und den grünen Kiefern. Der bekannte „sechseckige Tempel“ wurde beim Erbeben 2011 weggespült. Im Küstendorf Hiragata sind mehrere heiße Quellen.
Im Bezirk Ogawa, am nördlichen Rand der Stadt Kitaibaraki erstreckt sich ein 100 Hektar großer Urwald aus Buchen und ein reiner Birkenwald.
Chikusei
[Bearbeiten]Die erst 2005 durch Gebietreform geschaffene Stadt 11 Chikusei (筑西市) , im Westen der Präfektur, wird Ost-West von der Mito-Linie und Nord-Süd von der Kantō- und Mo’oka-Bahn erschlossen. Verkehrsknoten ist der Bahnhof Shimodate. Von diesem gerade nach Norden, vorbei am Rathaus, sind nach 300 Metern im Gemeindezentrum das 7 Shimodate-Museum mit einer Sammlung von Hina-Puppen und den örtlichen tragbaren Schreinen sowie eine Kunstsammlung. Hundert Meter weiter ist das ehemalige Wohnhaus des 8 Itaya Hazan als Gedenkmuseum (板谷波山記念館) . Itaya gilt als einer der ersten modernen Keramikkünstler, der vor allem Vasen herstellte.
Yuki
[Bearbeiten]Makabe
[Bearbeiten]Das im ländlichen Umfeld liegende Makabe leistet sich eine 1 Touristeninfo (町並み案内所) in einem 1927 gebauten steinernem Gebäude das vormals als Bank, dann als Post genutzt wurde und unter Denkmalschutz steht. Im ehemaligen 11 Wohnhaus der Händlerfamilie Shiota (潮田家住宅) ist ein Sammelsurium von Gegenständen des frühen 20. Jahrhunderts und eine Ausstellung von Hina-Puppen.
Um die Ecke ist das lokale 12 Folkloremuseum , ebenfalls mit Hina aber auch einem Modell des alten Dorfes. Nett wenn man gerade vorbeikommt, extra hin muß man nicht, ebensowenig zur „Burgruine“ am Stadtrand, von der nur noch ein paar Wälle zu sehen sind.
Kashima
[Bearbeiten]Die Kashima Industrial Zone ist die Verlängerung des Keiyō-Industriegebiets, das den Norden und Westen der Bucht von Tōkyō in der Präfektur Chiba umschließt. Die Stadt liegt zwischen dem langen Binnensee 4 Kita-ura (北浦) und dem Pazifik auf einem Hügelrücken.
- 13 Circuit Wolf Museum (サーキットの狼ミュージアム), 1127-26 Ikisu, Kamisu, Ibaraki 314-0133 Ausstellung von Sport- und Rennwagen der 1960/70er. Eigentümer ist der Zeichner der erfolgreichen Manga-Serie Circuit no Ōkami (1975–79) in der viel schnell gefahren wurde. Geöffnet: Wochenende 10.00-16.00. Preis: ¥ 600.

- 2 Kashima-jingū (鹿島神宮), 2306-1 Ōaza Kyūchū, Kashima-shi, Ibaraki-ken 314-0031, 茨城県鹿嶋市大字宮中2306-1 (gleichnamiger Bahnhof, ca. 600 m) Legendär soll der Schrein zu Reichsgründung 660 v.u.Z. entstanden sein, tatsächlich wohl in der erste Hälfte des 8. Jhdts. und seitdem der damals mächtigen Fujiwara-Sippe eng verbunden. Hin führt eine Zedernallee. Auch wurde er ursprünglich – ebenso wie die anderen Götterpaläste Ise- und Katori-jingū – bis ins 15. Jahrhundert alle zwanzig Jahre abgerissen und neu errichtet. Verehrt wird Takemikazuchi. Nebenschreine sind den Gottheiten Izumi und Ame-no-koyane gewidmet. Für den Volksglauben seit der Edō-Zeit wichtiger ist der kaname-ishi. Jener Stein soll den Kopf des Wallers (Ōnamazu) niedergedrückt halten, der, unter der Erde lebend, durch seine Bewegungen Erdbeben verursacht – was nicht sehr effektiv ist wie die schweren Beben, in jüngerer Zeit 2005, 2008 und 2011 vor der Küste zeigen. Alle zwölf Jahre im „Jahr des Pferdes“ werden vom 1.–3. September beim Shikinen-mi-fune-sai Feierlichkeiten mit shintōistischen Reinigungsritualen veranstaltet (nächstes 2026). Dazu gehören auch Bootsfahrten mit neunzig tragbaren Schreinen (mikoshi) auf dem Kasumigaura-See. Jedes Jahr am 9. März wird beim Saito-sai in historischen Kostümen eine Samurai-Wallfahrt mit knapp 1000 Teilnehmern nachgestellt. Im Schrein ist auch der Hauptsitz der mittelalterlichen Schwertkampfschule Kashima Shintō-ryū. Das im Museum aufbewahrte Schwert Futsu-no-Mitama ist ein Nationalschatz, etliche Bauten „wichtige Kulturgüter.“ Die etwa 150 Meter lange Allee zum Tor bietet das landestypische Angebot an Souvenirständen, Cafés usw. Geöffnet: Laden und Gebete: 8.30-16.00.
Tsuchiura
[Bearbeiten]Die Stadt ist Ausgangspunkt für das Kasumiga’ura-Seengebiet. Ausflugsboote auf dem See legen im 16 Hafen Tsuchiura (土浦港) ab, der hinterm Stadion am See ist (1,3 km vom Bahnhof-Ostausgang). Es gibt ganzjährig zwei verschiedene Routen (35 oder 45 Min.). Wartezeiten kann man im öffentlichen Fußbad (9-18 Uhr, ¥ 100) überbrücken.
Im 17 Bahnhof Tsuchiura (土浦駅) ist der Laden von Ibaraki Sato Saketen, einem Sakebrauer mit Kleinbrauerei, der hier auch ausschenkt. Die örtliche Touristeninfo ist beim Westausgang (☎ +81298214166; 10–18 Uhr). Im Umfeld des Bahnhofs sind fünf Hotels.
Ushiku
[Bearbeiten]Primär ist 12 Ushiku (牛久市) eine Trabantenstadt am Rande des Speckgürtels von Tōkyō. Bekannt ist vor allem wegen des
Aktivitäten
[Bearbeiten]Die Motorsport-Rennstrecken 3 Tsukuba Circuit (筑波サーキット) liegen in Shimotsuma. Gefahren werden Motorrad- und Tourenwagenrennen des D1 Grand Prix. Der nächste Bahnhalt ist Sōdō (宗道駅), 6 km entfernt.
Strände
[Bearbeiten]- 4 Ishihama (伊師浜海水浴場) ist der nördlichste Sandstrand. Am Kap oberhalb des Südendes ist ein Kormoran-Fanggebiet, wo Jäger in Hütten aus Binsen geschützt im Frühjahr und Herbst diese Vögel (Phalacrocorax capillatus) einfangen, um sie dann an die zwölf Regionen in denen mit ihnen gefischt wird zu verkaufen. Besichtigungen an Vormittagen sind gegen Eintritt möglich.
- 5 Kawarago-Strand , flach und sandig. Bahnhalt Hitachi-Taga, 1 km.
- 6 Kuji-Strand (久慈浜) ist in einer weit geschwungenen Bucht mit hellem Sand zwischen dem Hitachi-Leuchtturm und dem Fischerhafen Kuji.
- 7 Ajiga’ura-Strand (阿字ヶ浦海水浴場) wenige hundert Meter von der Endstation der Hitachinaka Taihin-Bahn (= Minato-Linie).
- 8 Strände bei Hiraiso (平磯海水浴場) erreicht man vom Bahnhalt Hiraiso.
- Die Strände beim Fischereihafen Ibaraki (Ōarai) sind durch einen Wall im Meer vor übermäßigem Wellengang geschützt.
- Die flachen Sandstrände Hirai, 9 Nikkawahama und Hasaki im Süden setzen sich hinter Chōshi im Chiba-ken fort.
Küche
[Bearbeiten]Durch das Zusammentreffen von Oyashio- (親潮) und Kuroshio-Strom (黒潮) sind die Gewässer vor Ibaraki fischreich.
Mito Natto gilt als das beste dieser Spezialität aus fermentierten Sojabohnen, die auch viele Japaner schwer genießbar finden. Die 1929 gegründete Firma Seizo in Mito produziert immer noch traditionell in Reisstroh eingeschlagene Massen.
Wie fast jede japanische Präfektur hat man seine eigene Art Ramen zu servieren – hier seit den 1970ern als “stamina ramen” vermarktet. Das Alleinstellungsmerkmal ist die Beigabe von Leber, Kürbis und Weißkraut in einer Hühnerbrühe. Ob Tora-san Ramen wirklich der „Erfinder“ ist, bleibt umstritten.
- 1 Chinrai Ramen, 2269 Takehara, Omitama (Hat etwa 10 Filialen in der Region.)
- 2 Ryūsuke, 778 Nagakuni, Tsuchiura, Ibaraki 300-0817 Spezialisiert auf Tsukemen (つけ麺), Mazesoba / Aburasoba (まぜそば・油そば). Geöffnet: 11.30-15.00, 17.30-22.30.
Anko nabe („Eintopf vom Seeteufel”) hat November bis März Saison – sie endet gemeinhin mit Beginn der Pflaumenblüte. Der flache Fisch (鮟鱇, in Japan vor allem Lophius litulon) wird, da man besonders die frische Leber schätzt, nicht am Brett, sondern fast schon rituell im Freien an einem speziellen Gestänge hängend, einzeln von seinen Organen befreit, bevor er zerlegt wird. Das Zentrum seines Fangs ist von Ōarai nach Norden vor allem im Hafen von 13 Hirakata (平潟町, zur Stadt Kitaibaraki) bis Fukushima. Das Tōhoku-Pazifik-Erdbeben 2011 hatte negative Auswirkungen auf die Fischgründe. Der Eintopf wird hier am Meer im Winter in den meisten Ryōkan zum Abendessen serviert.
Dobu-jiru ist eine einfachere Alltagssuppe mit diesem Fisch. Besonders fein sein soll sie bei
- 3 Akatsukien (暁園 食事処), 1538 Hirakatacho, Kitaibaraki, Ibaraki 319-1701 (Zugehörige Pension nebenan.) Geöffnet: Mi.-So. 11.30-13.00.
Hitachi Wagyū (常陸牛) ist hochwertiges Rindfleisch aus den Ortschaften Takahagi und Daigo. Es ist vergleichsweise hell, von mindestens dreißig Monate alten Kühen der Rasse Kuroge und als Marke seit 1977 geschützt.
”Rose Pork” ist eine Schweinefleischmarke aus einer Kreuzung dreier verschiedener Schweinerassen. Das Fleisch ist feinkörnig, fest, wasserhaltend und glänzend. Das Fett sollte weiß, fest und klebrig sein. Der Vertrieb erfolgt nur über etwa einhundert konzessionierte Metzger und Läden. Zum Probieren nutzt man am besten die für lokale Spezialitäten bekannten Raststätten (道の駅, Michi-no-eki) z. B. Moriya Service Area, die es kochen.
In Ibaraki werden viel Süßkartoffeln angebaut. Gedämpft und getrocknet gibt es sie als Hoshiimo. (Ähnliche Lebensmittel, z. B. Kiriboshiimo oder Kinke werden in ganz Japan hergestellt, etwa 90 % der Gesamtproduktion stammen jedoch aus der Präfektur Ibaraki.)
Restaurants
[Bearbeiten]- 4 Wakatsukoba, 663-35 Kandatsumachi, Tsuchiura, Ibaraki 300-0013 „Sumo-Restaurant,“ das die traditionellen Eintöpfe dieser „vollschlanken“ Ringer serviert. Der Eigentümer war 1972–87 aktiver Sumō-Ringer (若筑波茂). Geöffnet: 17.00-22.00, Di. Ruhetag. Preis: Riesenportionen zu entsprechenden Preisen, Menü ¥ 1800-3000.
- 5 Kayabuki-tei (かやぶき亭), 1560 Oizumi, Sakuragawa, Ibaraki 309-1201 (abgelegen, 4 km ndl. Autobahnausfahrt Sakuragawa) Handgemachte Soba-Nudeln. Geöffnet: 11.00-14.00, Di. Ruhetag.
Praktische Hinweise
[Bearbeiten]Die Kleinstadt 14 Ibaraki (茨城町, Ibaraki-machi) in der Präfektur sollte nicht mit Ibaraki (茨木市) bei Osaka verwechselt werden. Die japanische Schreibung schafft Eindeutigkeit.
Literatur
[Bearbeiten]- Hitachi no kuni fudoki ein 713–721 zusammengetragener „Almanach,“ ist die älteste erhaltene Lokalgeschichte. Siehe dazu: Funke, Mark C.; Hitachi no Kuni Fudoki; Monumenta Nipponica, Vol. 49 (1994), S. 1–29; doi:10.2307/2385502
- Japanische Atomaufsicht veröffentlicht, mit mehrwöchiger Verzögerung, Radioktavitätswerte im Meer vor der Küste, wohin immer wieder strahlende Abwässer abgelassen werden. Dem Nordende Ibarakis am nächsten sind die Meßpunkte T-18 und T-20.
Weblinks
[Bearbeiten](Stand: Nov 2025)
- www.pref.ibaraki.jp (en) – Offizielle Webseite von Ibaraki (Präfektur)
- visit.ibarakiguide.jp, engl.
- Leben in Tsukuba engl.
- Touristeninfo Tsuchiura, engl. mit Unterkunftsverzeichnis; ☎ 029-824-2810
- Touristeninfo Ushiku, nur jap. aber mit Unterkunftsverzeichnis, Menüpunkt 宿泊
- Gratis-Campingplätze ländlich; engl.
- Jōkō Bus (Shin Jōban Kotsu) Regionalbusse in Nordibaraki, nur jap. mit kundenfeindlichem Design; Tageskarten 2025 ¥ 1200














