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Dordrecht

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Dordrecht
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Dordrecht ist eine Großstadt in der Provinz Zuid-Holland. Die großstädtische Agglomeration Drechtsteden, zu der Dordrecht gehört, hat rund 280.000 Einwohner. Die Stadt liegt auf einer Insel, dem Eiland van Dordrecht. Nördlich der Stadt teilt sich die Merwede in Oude Maas, die auch die westliche Stadtgrenze bildet, und Noord. Im Süden ist das Hollandsch Diep, im Osten der Nationalpark De Biesbosch mit der Nieuwe Merwede.

Ein historischer Name für die Stadt ist Dordt.

Stadtteile[Bearbeiten]

  • Binnenstad (Innenstadt)
  • Reeland
  • De Staart
  • Oud-Krispijn
  • Nieuw-Krispijn
  • Stadspolders
  • Wielwijk
  • Crabbehof-Zuidhoven
  • Sterrenburg
  • Dubbeldam

Außerdem gehören zur Gemeinde Dordrecht noch die Dörfer und Nachbarschaften

  • Kop van 't Land,
  • Tweede Tol,
  • Wieldrecht,
  • Willemsdorp
  • Zuidpolder

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Stadt Dordrecht entstand am Flüsschen Thure inmitten von Torfmooren. Die Thure war ein Nebenarm der Dubbel und verlief ungefähr auf der Höhe des heutigen Bagijnhof. Der ursprüngliche Name Dordrechts ist Thuredrith (durchwatbare Stelle in der Thure). Zum ersten Mal erwähnt wurde der Ort 1120. Um diese Zeit wurde die Ermordung des holländischen Grafen Dirk IV im Jahre 1049 apud Thuredrech vermeldet.

Graf Willem I von Holland verlieh dem Ort 1220 Stadtrechte. Nach Geertruidenberg (1213) - heute zu Noord-Brabant gehörig - ist Dordrecht damit die zweitälteste Stadt der Niederlande. Ihre strategische Lage und das Erlangen des Stapelrechts im Jahre 1299 machte die Stadt zu einem wichtigen Stapelort. In Dordrecht wurde vor allem Wein, Holz und Getreide verhandelt, was heute noch an den Namen der Innenstadthäfen zu erkennen ist.

Die St. Elisabeth-Flut von 1421 überschwemmte große Teile des Hinterlandes der Stadt (Grote Waard), die dadurch in eine Insellage kam.

1572 kam in Dordrecht die Erste Freie Staatenversammlung beisammen. Vertreter aller holländischen Städte erkannten Stadthalter Willem I, Prinz von Oranien, an und unterstützten den Aufstand gegen Spanien. Von 1618 bis 1619 fand in Dordrecht, einem Bollwerk der Reformation, die Synode van Dordrecht statt, wobei u.a. der Beschluss zu einer Bibelübersetzung gefasst wurde: 1637 erschien die Statenbijbel als erste Übersetzung in niederländischer Sprache.

Ab dem 18. Jh. wurde Dordrecht in seiner Bedeutung als Handelsstadt von Rotterdam überholt. Heute ist Dordrecht ein wichtiger Seehafen (an 6. Stelle des Landes) und eine wichtige Industriestadt mit Schiffbau, Holz-, Chemie- und Metallindustrie.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Flughafen Schiphol (IATA-Code AMS) bei Amsterdam. Vom Flughafenbahnhof fährt in der Regel zweimal pro Stunde ein durchgehender Zug nach Dordrecht. (Richtung Den Haag HS)

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Von Nord- und Ostdeutschland aus mit dem alle zwei Stunden verkehrenden IC Berlin - Schiphol mit den Zwischenhalten Stendal, Wolfsburg, Hannover, Minden, Osnabrück, Rheine, Deventer, Apeldoorn, Amersfoort, Amsterdam-Zuid. In Schiphol Umstieg in den zweimal pro Stunde verkehrenden IC nach Dordrecht (Richtung Den Haag HS).

Von Süd- und Westdeutschland aus empfiehlt sich der ICE Frankfurt/Main - Köln - Amsterdam Centraal. Dort Umstieg in den zweimal pro Stunde verkehrenden IC nach Dordrecht (Richtung Den Haag HS).

Möglich ist auch die Anreise ab Düsseldorf mit der Eurobahn über Venlo. Dort Umstieg in den einmal stündlich verkehrenden IC in Richtung Den Haag Centraal über Dordrecht. (Diese Fahrt ist deutlich kürzer als die Fahrt mit den ICE, erfordert aber häufigeres Umsteigen!)

Auf der Straße[Bearbeiten]

  • Von Nord- und Ostdeutschland her geht es über die BAB 30 in Richtung Rheine/Amsterdam, Nach dem Grenzübergang Bad Bentheim/Oldenzaal Autoweg verläuft die Straße weiter als A1 in Richtung Deventer/Amsterdam bis zum Knotenpunkt Hoevelaken. Dort auf die A28 in Richtung Utrecht. Nach 21 km auf dem Knotenpunkt Rijnsweerd auf die A27 in Richtung Breda, nach weiteren 25 km am Knotenpunkt Gorinchem auf die A15 on Richtung Rotterdam. Nach 17 km die Ausfahrt (23) Papendrecht nehmen und der N3 in Richtung Dordrecht folgen.
  • Von Süd- und Westdeutschland geht die Anfahrt über die BAB 40 in Richtung Venlo. Nach dem Grenzübergang Straelen/Venlo wird sie zur A67. Dieser in Richtung Antwerpen bis zum Knotenpunkt Leenderheide folgen. Dort auf die A2 in Richtung Antwerpen/Tilburg bis zum Knotenpunkt Batadorp., wechseln auf die A58 in Richtung Tilburg - Breda - Rotterdam bis zum Knotenpunkt Prindeville. Dort auf die A16 in Richtung Rotterdam. Die Ausfahrt 21 führt nach Dordrecht Centrum.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Der Hafen von Dordrecht (51'49'NB 4'40 OL) befindet sich am Südufer der Oude Maas, wo Merwede, Noord und Dordtse Kil zusammen kommen. Es gibt eine direkte Verbindung mit der Nordsee über die Maasmündung (Hoek van Holland), den Nieuwe Waterweg und die Oude Maas mit einer Mindesttiefe von 10.00 m unter NN. Direkt oberhalb des Zusammenflusses von Nieuwe Maas und Oide Maas befinden sich zwei Hubbrücken: die Botlekbrug (verfügbarer Durchlass 53.8 m) und die Spijkenissebrug (Durchlass 80 m). Für Seeschiffe stehen der Wilhelminahaven und das Mallegat zur Verfügung die Binnenschifffahrt kommt in einigen anderen Häfen und an den Ufern der Oude Maas und des Dordtse Kil unter.

Normale touristische Schiffe finden sehr angenehme Liegeplätze in der historischen Innenstadt von Dordrecht - in den Häfen Wijnhaven, Wolwevershaven, Nieuwe Haven, Maartensgat und Bomhaven.

  • Nieuwe Haven, Yachthafen des Königlich Dordrechter Ruder- und Segelvereins (KDRZV), Hafenmeister Tel. 078 6133905.
  • Het Maartensgat, Maartensgat 3, Hafenmeister Tel. 078 6131053.
  • De Wijnhaven, Hafenmeister Tel. 078 6142825.
  • Yachthafen Westergoot Baanhoekweg 1b, Hafenmeister Tel. 078 6165201. Hafen an der Merwede im Nordosten der Stadt.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Dordrecht

Eisenbahn[Bearbeiten]

Dordrecht hat drei Bahnhofe der NS:

  • Dordrecht
  • Dordrecht Zuid
  • Dordrecht Stadspolders.

Vom Bahnhof Dordrecht fährt stündlich (.09) ein Zug nach Brüssel Zuid über Roosendaal, Antwerpen Centraal und Mechelen. Außerdem gibt es Intercity-Verbindungen

  • nach Roosendaal und weiter nach Zeeland (Goes, Middelburg, Vlissingen) (.43),
  • nach Rotterdam - Den Haag HS - Leiden - Schiphol - Amsterdam Centraal (.12 und .42),
  • über Den Haag HS und Haarlem nach Amsterdam Centraal (.22 und .52),
  • nach Breda - Eindhoven - Venlo (.01 und .31).

Im Nahverkehr (Sprinter) werden folgende Strecken bedient:

  • Dordrecht Zuid - Lage Zwaluwe - Roosendaal (.56).
  • Rotterdam - Delft - Den Haag HS - Den Haag Centraal (.07 und .37).
  • Rotterdam - Delft - Den Haag HS - Leiden (.25 und .55 - weder abends noch sa+so).
  • Dordrecht Zuid - Lage Zwaluwe - Breda (.43)
  • Dordrecht Stadspolders - Gorinchem - Leerdam - Geldermalsen. Diese Linie wird halbstündlich (.07 und .37) von der Gesellschaft Arriva befahren.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

  • Innerhalb der Stadt unterhält die Verkehrsgesellschaft Arriva ein dichtes Busnetz von zehn Linien (Linie 1 - 10).
  • Ins direkte Umland fahren diese Linien: von Ridderkerk und Zwijndrecht nach Dordrecht (11), nach Zwijndrecht und Ridderkerk (12), Sliedrecht (13), Papendrecht (14 und 15), über papendrecht direkt nach Alblasserdam (16) und über Papendrecht, Oud Alblas, Nieuw Lekkerland und Kinderdijk nach Alblasserdam (19).
  • Touristisch interessant ist der Belbus (AST) 801: Dordrecht Station, Bussteig B - Noordendijk - Kerkeplaat - Arriva Baanhoekweg - Skicentrum - Hotel Stayokay - Besucherzentrum Hollandse Biesbosch. Mo-so 8.41-21.41 1x/h. Mo-sa (in Sommerferien) 8.41; 17.41-21.41 1x/h. Min. 1 h zuvor reservieren unter 0900-1961 (10 cpm).
  • Im Regionalnetz fahren folgende Linien:
    • 88: Rotterdam Kralingse Zoom über Zwijndrecht - Hendrik-Ido-Ambacht - Rotterdam HES. Mo-fr bis 18.17 alle 30 Min., danach 1x/h, sa bis 23.46 1x/h, so 8.02-23.46 1x/h.
    • 188: Schnellbus nach Rotterdam Kralingse Zoom über Zwijndrecht NS - Rotterdam HES. Mo-fr bis 17.137 1x/h.
    • 92. Rotterdam Zuidplein, über Zwijndrecht - Hendrik-Ido-Ambacht - Rijsoord. Mo-fr bis 18.38 alle 30 Min., danach 1x/h, sa bis 20.16 1x/h, so 9.16-17.16 1x/h.
    • 165. nach Strijen, über 's-Gravendeel - Mookhoek. Mo-fr bis 19.03 1x/h, sa bis 18.01 1x/h, danach AST, so 9.09-19.09 1x/h, danach AST.
    • 166. nach Rotterdam Zuidplein, über 's-Gravendeel - Maasdam - Puttershoek - Heinenoord. Mo-fr bis 19.29 2x/h, danach bis 23.29 1x/h sa bis 18.29 2x/h, danach bis 00.29 1x/h, so 9.29-00.29 1x/h.
    • 168. nach Heinenoord, über 's-Gravendeel - Maasdam. Mo-fr 6.40-8.10; 16.12-17.42 2x/h. Schnellbuslinie in der HVZ.
    • 388: Schnellbus nach Utrecht CS über Papendrecht - Sliedrecht - Bleskensgraaf - Noordeloos - Meerkerk - Vianen. Mo-fr bis 18.35 2x/h.

Wasserbus[Bearbeiten]

Eine gute Lösung zur Umgehung des dichten Verkehrs auf den Autostraßen ist der Waterbus, der Dordrecht einerseits mit Rotterdam und andererseits mit Sliedrecht un dem Hollandse Biesbosch verbindet.

Auf der Hauptlinie verkehrt der Wasserbus alle 30 Min.: mo-fr 6.00-20.00 h , sa 7.00-20.00 h, so 10.00-18.30 h. Letzte Fahrt ab Rotterdam jeweils 1 h später. Die Fahrzeit bis Rotterdam beträgt 58 Minuten. Haltestellen:

  • Dordrecht, Merwekade
  • Papendrecht, Veerdam
  • Hendrik-Ido-Ambacht, Veerweg
  • Alblasserdam, Kade
  • Ridderkerk, De Schans (P+R)
  • Krimoen aan de IJssel, Stormpolder
  • Rotterdam, Erasmusbrug

Eine zweite Linie verbindet Dordrecht mit dem Hollandse Biesbosch und Sliedrecht. Abfahrzeiten ab Dordrecht jede Stunde um .45: mo-fr 6.45-20.45 h, sa 7.45-18.45 h, so 9.45-18.45 h. Die Fahrzeit beträgt 23 Minuten. Haltestellen:

  • Dordrecht, Merwekade
  • Papendrecht, Oosteind
  • Hollandse Biesbosch (nur auf Abruf)
  • Sliedrecht, Middeldiep

Die dritte Linie pendelt zwischen

  • Dordrecht, Hooikade und
  • Zwijndrecht, Veerplein.

Die Linie verkehrt alle 15 Minuten: mo-fr 6.45-21.00 h (Mitte April - Oktober: do+fr - 23.00 h), sa 7.45-20.00 h (Mitte April - Oktober -22.00 h), so 8.45-18.45 h. Die Fährzeit beträgt 7 Minuten. Weitere Informationen bei Waterbus.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Mit einer geschützten Stadtansicht und an die 1600 unter Denkmalschutz stehenden Bauwerken gehört Dordrecht zur Top 10 unter den niederländischen Städten. Die Stadt besitzt eine der am besten erhaltenen historischen Stadtansichten mit einer fast vollständig erhaltenen mittelalterlichen städtebaulichen Struktur. Sie hat eine der am häufigsten gemalten Hafenansichten Europas und liegt spektakulär an einer Flusskreuzung.

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

  • Kasteel Te Merwe, Kerkeplaat/Tweede Merwedehaven. Hierbei handelt es sich um eine ehemals mittelalterliche Burg, die östlich der Stadt an der Merwede gelegen ist. Diese wurde zwischen 1307 und 1335 an der Kreuzung der Flüsse Oude Maas, Noord und Merwede als Ort erbaut, an dem das Stapelrecht ausgeübt wurde. Von der Burg ist noch ein Turm aus dem 14. Jh. mit ca. 2 m dicken Mauern erhalten, der vollständig hinter Uferbewuchs, einem Gefängnis und einem Industriegebiet versteckt ist. Der Bau des Hauses wurde 1335 vollendet. 100 Jahre später diente es bei der Belagerung von Dordrecht (1418) während des Haken-und-Kabeljau-Zwistes als Basis der Jacoba van Beieren und ihren Truppen zur Einnahme der Stadt. Den städtischen Verteidigern gelang es jedoch Jacoba und ihr Gefolge zu verjagen. Dabei wurde die Burg teilweise zerstört. Nach der St.-Elisabeth-Flut von 1421 wurde sie nicht mehr bewohnt und 1604 an die Stadt Dordrecht verkauft. In den 1940er Jahren wurde sie archäologisch erforscht. Die Ruine ist Eigentum der Stadt und kann frei besichtigt werden.

Kirchen, Synagogen, Moscheen, Tempel[Bearbeiten]

  • Grote of Onze-Lieve-Vrouwekerk, Lange Geldersekade 2. Tel.: (0)78-6144660. Die mittelalterliche Große oder Liebfrauenkirche ist die größte Kirche der Stadt. Der zugehörige Turm war bis 2000 mit seinen 65 m über Jahrhunderte der höchste Turm der Stadt. Außerdem ist das Gebäude das zweitälteste der Stadt. Die heutige Kirche wurde im ziemlich nüchternen Stil der Brabanter Gotik erbaut, von dem sie einer der nördlichsten Vertreter ist. Der älteste Teil der Kirche ist der Marienchor, eine Kapelle nördlich des Hochchors, die ab 1285 erbaut wurde. Ab 1367 wurde die Kirche grundlegend neu gebaut und 1479 in ihrer heutigen Form fertiggestellt. Der Turm wurde ab ca. 1504 errichtet, blieb jedoch unvollendet. 1572 kam die Kirche in protestantische Hände. Die Kirche wurde zuletzt zwischen 1982 und 1987 vollständig restauriert. Von ihrer Inneneinrichtung sind die Chorbänke im frühen Renaissance-Stil (1538-1541) am bekanntesten. Über den Sitzflächen und Misericordien wurden in äußerst detaillierten Schnitzereien biblische und weltliche Szenen abgebildet. Geöffnet: Apr – Okt: Di – Sa 10.30 – 16.30 Uhr, So + Feiertage 12.00 – 16.00 Uhr. Nov + Dez bis zum Weihnachtsmarkt: Di, Do, Sa 14.00 – 16.00 Uhr; während des Weihnachtsmarkts Fr – So vor Weihnachten: Fr – Sa 10.00 – 20.00 Uhr, So 12.00 – 17.00 Uhr. Nach dem Weihnachtsmarkt geschlossen bis 1.4.; Turmbesteigungen: Apr – Okt: Di – Sa 10.30 – 16.30 Uhr (durch Eingang zur Kirche), So 12.00 – 16.00 Uhr (Turmeingang), Nov – Mrz: Sa 13.00 – 16.00 Uhr (Turmeingang). Preis: Eintritt: Kirche gratis. Turm € 1, Kinder(5-12) € 0,50 (-5) gratis.
  • 1 Nieuwkerk, Dordrecht (Nieuwkerk), Nieuwkerksplein 99-100, 3311 TJ Dordrecht. Nieuwkerk, Dordrecht in der Enzyklopädie Wikipedia Nieuwkerk, Dordrecht im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNieuwkerk, Dordrecht (Q2760330) in der Datenbank Wikidata. Die Neukirche ist die älteste Kirche Dordrechts! 1175 wurde die damalige St. Nikolaus-Kapelle vom Bischof von Utrecht zur Pfarrkirche der Herrlichkeit Merwede befördert. Um 1420 wurde die Kirche zu einer Hallenkirche erweitert und nach einem Brand 1567/68 zu einer jetzt einfacheren, um die Hälfte kleineren Kirche mit doppeltem Chor wieder aufgebaut. Teilweise wurden hierbei die alten Steine wiederverwendet. 1592 konnte sie wieder in Gebrauch genommen werden.1960 wurde die Kirche geschlossen und diente in den Folgejahren unter anderem als Lagerhalle. Der völlige Verfall wurde in den siebziger Jahren mit einer Eilrestaurierung gestoppt: In der Kirche wurden Wohnungen eingerichtet sowie ein Supermarkt, der inzwischen einem Einrichtungshaus für Küchen gewichen ist. Der Einbau dieser Verkaufsräume geschah mit viel Respekt vor der ursprünglichen Funktion. An der Geschichte der Kirche interessierte können diese während der Öffnungszeiten des Geschäftes an einigen Stelltafeln verfolgen.
  • 2 Augustijnenkerk, Voorstraat 216. Tel.: (0)78-6145034. Die Augustinerkirche war ursprünglich ein Teil des Augustinerklosters am Hof, das ursprünglich um 1293 errichtet wurde. In der zweiten Hälfte des 15. Jh. wurde die Kirche mit einem Seitenschiff erweitert. Die Straßenfassade in klassizistischem Stil ist von 1773. Zwischen 1994 und 1996 wurde die Kirche restauriert. Sie ist noch heute im Gebrauch der Protestantischen Kirche (PKN). Geöffnet: Nur zu Gottesdienstzeiten und am Tag des Offenen Denkmals (2. Wochenende im September).
  • 3 Wilhelminakerk, Blekersdijk 41. Tel.: (0)78-6137925. Die Wilhelminakirche ist eine alt-reformierte Kirche, die 1899 in Gebrauch genommen wurde und den Namen der Königin Wilhelmina trägt, die bei Baubeginn, 1898, den Thron bestieg. Gebaut wurde die Kirche in rationalistischem Stil mit neo-romanischen Formen. Die Kirche hat eine Rundform, sodass die Besucher um das liturgische Zentrum sitzen. Seit 2010 steht die Kirche unter Denkmalschutz. Geöffnet: Nur zu den Gottesdiensten (So 10.00 Uhr) und am Tag des Offenen Denkmals (2. Wochenende im September).
  • Het Hof, Hof 12. Tel.: (0)78-6134626. Das ehemalige Augustinerkloster (1275-1293) ist nach einem Brand 1512 im Renaissance-Stil wiederaufgebaut. Im Staatensaal wurde 1572 die Erste Freie Staatenversammlung abgehalten - eine der Geburtsstunden der unabhängigen Niederlande. Der Gebäudekomplex wurde zu unterschiedlichen Zwecken verwendet, u.a. als Prinzenhof (Unterkunft für Staatsgäste), Gelände einer Schützengilde, Börse und Schule. Mit Ausnahme des Statenzaal stammen die meisten Gebäude von Het Hof aus der Zeit vom 17. bis zum frühen 20. Jh. Im Pflaster des Innenhofs wurden bei der Restaurierung 1972 die Fundamentreste des früheren Klostergangs und d es Brunnens markiert. Hinter dem Gebäude befindet sich der ehemalige Klostergarten. Zu besichtigen sind die Halle, der Staatensaal und der Grüne Saal. In der Halle und im Staatensaal werden in einer kleinen Ausstellung die Ereignisse von 1572 gezeigt (nur wenn keine Ausstellungen im Staatensaal stattfinden). Geöffnet: Di – So 13.00 – 17.00 Uhr. Preis: Der Eintritt ist frei.

Bauwerke[Bearbeiten]

Bauwerke mit öffentlicher Funktion[Bearbeiten]

  • Stadhuis, Stadhuisplein 1. Tel.: +31 (0)78 6396110. Das Rathaus von Dordrecht wurde von 1383 bis 1388 als Börse der flämischen Tuchhändler gebaut und dient seit 1544 als Rathaus. Zwischen 1835 und 1845 wurde das Gebäude einschneidend umgebaut. Die Fassaden verloren dabei ihr mittelalterliches Aussehen und der Vorgiebel wurde klassizistisch. Auch ein neuer Glockenturm wurde errichtet. Im Rathaus kann u.a. das Restaurant in den Kellern mit Kreuzgewölben aus dem 14. Jh. besucht werden. Der Kennedysaal (Saal für Trauungen) hat sehr schöne Wandmalereien von Reinier Kennedy aus der Periode 1912-1921. Das Jagdzimmer ist im Louis-XV-Stil eingerichtet. Geöffnet: 1. So im Monat 12.00 – 17.00 Uhr. Preis: Eintritt € 1. Kinder frei.
  • Groothoofdspoort, Palingstraat 2. Die Groothoofdspoort ("Großhaupttor") ist eines der beiden erhaltenen Stadttore von Dordrecht und ist an der Stelle, wo die drei Flüsse Oude Maas, Merwede und Noord zusammenkommen. Seinen Ursprung hat das Tor im 14. und 15. Jh., was noch im Tordurchgang mit seinen gotischen Gewölben erkennbar ist. Während der Umbauten von 1618 und 1640 erhielt das Tor sein heutiges Aussehen im Stil der Renaissance. 1618 wurde zudem ein Turm auf das Tor gesetzt. Seit 2010 gehört das Tor zum Bellevue Groothoofd Hotel Culinair.
  • Catharijnepoort, Hooikade. Das an der Oude Maas gelegene Tor von 1652 wird auch Blauwepoort (Blaues Tor) genannt.
  • Voorstraat. 1366 siedelte Herzog Albrecht von Bayern, Graf von Jolland, Seeland und Hennegau, in Dordrecht die Münze von Holland an, 1555 ließ Kaiser Karl V sie auf ihre heutigen Ausmaße ausbauen. Gebäude der Münze streckt sich von der Voorstraat, an der ein reich verziertes Tor den Eingang markiert, über eine Länge von über 110 m bis zur Doelstraat aus. Der Einzug der Franzosen 1795 bedeutete das Ende der Münze als Institution. Die niederländischen Münzprägeanstalten wurden in Utrecht zentralisiert. 1828 wurde das Gebäude öffentlich versteigert. Seit 1837 ist in einem Teil die Freimaurerloge "La Flamboyante" untergebracht. In den siebziger Jahren des 20. Jhs. wurde das Gebäude gründlich restauriert. In dem anderen Teil des Gebäudes ist die Musikschule untergebracht.

Wohnhäuser[Bearbeiten]

  • 't Muurhuys, Kuipershaven 38. Tel.: +31 (0)78 6142321. Besucher haben Zugang zum Erdgeschoss und Garten dieses Wohnhauses, in dem Überreste der mittelalterlichen Stadtmauer ( 2. Viertel 14. Jh.) gefunden wurden. Mauer (und angrenzender Alaert van Wijngaerdenturm) dienen seit 1840 als Hunter- und Seitenfassade der Häuser 37 und 38, und sind die einzigen überirdischen Reste aus dem 14. Jh., die Teil der ursprünglichen Stadtmauer sind. Ein Teil dieser alten Mauer wurde von den Bewohnern sichtbar geacht, indem sie den Putz entfernten. Auch das Eingangstor zum Maiertirm wurde freigelegt. Im Erdgeschoss befindet sich heute 't Muurhuys, ein Antiquitätengeschäft, eingerichtet. Geöffnet: Do – Sa 12.00 – 17.00 Uhr, 1. So im Monat 12.00 – 17.00 Uhr.
  • Het Zeepaert, Wijnstraat 113. Tel.: +31 (0)78 6396050. Das Haus wurde um 1495 gebaut und ist eines der ältesten Wohnhäuser der Niederlande. Aus baugeschichtlichen Untersuchungen ergibt sich, dass in dem Gebäude sogar Teile vom Vorgängerbau von ca. 1300 stammen. Het Zeepaert (Das Seepferd) fällt auf in der Bebauung der Wijnstraat. Der fast unverändert erhaltene gotische Giebel aus Namener Kalkstein ist reich verziert. Im zweiten Geschoss sind noch die ursprünglichen Kreuzrahmen aus Naturstein sichtbar. Geöffnet: 1. So im Monat 12.00 – 17.00 Uhr.
  • De Gulden Os, Groenmarkt 153. Tel.: +31 (0)78 6205501. "Der Goldene Ochse" hat einen gotischen Giebel in Naturstein (ca. 1525). Zusammengefügt mit einem anderen mittelalterlichen Gebäude und einem modernen Neubau beherbergt es heute die Zentralbibliothek. Geöffnet: Di – Do 12.00 – 20.00 Uhr, Fr 10.00 – 18.00 Uhr, Sa 10.00 – 15.00 Uhr.
  • De Sleutel (Der Schlüssel), Groenmarkt 105. Haus mit Stufengiebel im Dordrechter Stil von 1550. Schon 1410 stand an dieser Stelle am Groenmarkt eine Brauerei "In den Slotel". Jenes Haus lief durch bis zum Varkensmarkt, wo sich der Eingang zum Biermuseum De Sleutel befindet.
  • Pandora, Wijnstraat 82-86. Tel.: +31 (0)78 6135030. 1735 als Herrenhaus erbaut, diente das Gebäude zwischen 1823 und 1867 als Schauspielhaus. Stilzimmer im Louis-XV-Stil, jetzt Bestandteil der heutigen Geschäftsräume. Pandora ist ein Antiquariat, Kuriositäten- und Antiquitätengeschäft. Die Fassade ist restauriert und wurde in der historischen Dordrechter Farbgebung wiederhergestellt. Geöffnet: Mo – Sa 11.00 – 17.00 Uhr, Do auch 19.00 – 21.00 Uhr, 1. So im Monat 12.00 – 17.00 Uhr.
  • Haus Van Gijn, Nieuwe Haven 29-30. Tel.: +31 (0)78 6398200. Das Haus Van Gijn ist eines von zwei monumentalen Gebäuden am Nieuwe Haven, in denen das gleichnamige Museum untergebracht ist. In diesem Museum hat die Zeit stillgestanden und der Besucher erfährt das Leben einer wohlhabenden Familie in Dordrecht vor rund 100 Jahren. (→ Museen).

Brücken[Bearbeiten]

  • Engelenburgerbrug. Die Engelenburger Brücke, auch nach der benachbarten Blauwpoort (→ Catharijnepoort] Blauwbrug (Blaubrücke) genannt, verbindet die Insel Nieuwe Werck mit der Innenstadt - zusammen mit der Damiatebrug und der Lange IJzeren Brug. Die erste Engelenburgerbrug wurde 1560 fertiggestellt. Die Brücke führt zum Nieuwe Haven/Wolwevershaven und dreht tagsüber jede halbe Stunde.
  • Lange IJzeren Brug. Die Lange Eisenbrücke ist der Name einer Stahlbrücke über den Nieuwe Haven. Sie wurde 1855 vom Stadtbaumeister G.M.Itz entworfen und ersetzte eine 40 m lange Holzbrücke. In ihrer Mitte hat die Lange Eisenbrücke eine Klappbrücke. Die Gesamtlänge der Brücke beträgt 60 m, die ist 2,8 m breit.
  • Nieuwbrug. Die Neubrücke ist eine 1851 gebaute feste Eisenbrücke über dem Wijnhaven/Voorstraathaven. Diese Fahrrad- und Fußgängerbrücke ist 34 m lang und hat drei Durchlässe. An dieser Stelle existierte bereits 1312 eine Brücke.
  • Visbrug. Die Fischbrücke führt über den ehemaligen Voorstraat-Hafen, der früher in das Flüsschen Thuredricht übergeht. Die Brücke verbindet die Visstraat mit dem Groenmarkt. Von der Brücke aus sind verschiedene monumentale Gebäude zu sehen wie "De Gulden Os" (Der Goldene Ochse).
  • Stadtbrücke Zwijndrecht. Verkehrsbrücke über die Oude Maas, die die Städte Dordrecht und Zwijndrecht verbindet. Die Brücke wurde 1940 in Gebrauch genommen und war bis 1977 Teil der A16. Weil der Verkehr auf der Autobahn zu stark wurde für diese Brücke, wurde unter der Oude Maas der Drechttunnel angelegt. Außer ihrem festen Teil verfügt die Brücke auch eine doppelte Klappbrücke. Gleich neben der Stadtbrücke verläuft die Eisenbahnbrücke der Linie Rotterdam-Dordrecht.

Hofje s[Bearbeiten]

  • Van Slingelandthof, Vriesestraat 102. Der Van Slingelandthof ist das älteste Hofje der Stadt und wurde 1542 gestiftet, auch wenn der Stein über dem Eingang vermeldet, dass das freudige Ereignis in einem anderen Jahr stattfand. Wahrscheinlich standen hier schon einige Häuschen, als das Hofje dank der Erbschaft des Pieter Hendrikxz van Slingelandt 1542 gebaut werden konnte. Damit jeder von der Wohltat des Pieter van Slingelandt erfahren konnte wurde sein Name und der seiner Frau ordentlich in den Stein gemeißelt, ebenso der ihrer Kinder Jan und Beatrix, die das Hofje 50 Jahre später erweitern ließen. Die Bewohner des Hofje mussten einige Bedingungen erfüllen: weiblich, alt (60+=, arm und vor allem reformiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden einige Häuschen zusammengelegt. Doch das Hofje entsprach nicht mehr den Bedingungen der Zeit. Noch 1970 hatten die Bewohnerinnen keine Toilette im Haus, sondern mussten auf das Gemeinschafts-WC im Innenhof. Und die Mietfreiheit war bereits 1938 aufgehoben worden.Nach einer Restaurierung erhielt das Hofje wieder eine soziale Funktion: die Heilsarmee bietet hier Wohnungen für Obdachlose. Geöffnet: Mo – So tagsüber.
  • Arend Maartenshof, Museumstraat 56. Gestiftet 1625 von dem Spekulanten Arend Maartensz. Der Mann war als Wucherer berüchtigt und machte solch skandalöse Gewinne, dass er sogar vom Heiligen Abendmahl ausgeschlossen war. Um wieder in die Gunst seiner Mitmenschen zu kommen und seinen Platz im Himmel abzusichern, stiftete das Hofje für bedürftige Frauen und Soldatenwitwen. Das Regentenzimmer, vom Tor aus das erste Häuschen auf der rechten Seite, hat noch seine ursprüngliche Einrichtung. (Mit dem Schalter an der Au0enwand schaltet man das Licht im Zimmer an!) Die Einrichtung ist von ca. 1700. Das Deckengemälde stammt von dem Dordrechter Maler Arnold Houbraken (1660-1719): die Figur zwischen den Wolken ist der noch junge Kriegsgott Mars, der sich gegen die Sense (Der Tod) eines alten Mannes mit einer Sanduhr auf seinem Kopf (Die Zeit) wehrt. Auf dem Gemälde über dem Kaminmantel schenkt eine Frau (Die Barmherzigkeit) drei alten Frauen eine Kette. Die Portraits an der Wand bilden den Stifter und spätere Regenten ab. Wenn die Regenten zusammen kamen, im über das Hofje zu sprechen, durften die Bewohnerinnen anwesend sein, solange sie hinter dem Gitter bleiben. Seit den achtziger Jahren des 20. Jhs. dürfen auch jüngere Frauen und Ehepaare und sogar alleinstehende Männer in dem Hofje wohnen. Zwei Bedingungen müssen sie erfüllen: untadeliges Verhalten und liebevolle Pflege ihrer Umgebung. Geöffnet: Mo – So tagsüber.
  • 4 Regenten- en Lenghenhof, Bagijnhof 76. Regenten- en Lenghenhof in der Enzyklopädie Wikipedia Regenten- en Lenghenhof im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRegenten- en Lenghenhof (Q1817605) in der Datenbank Wikidata. Dieser von Regenten verwaltete Frauenhof von 1755 besteht aus vier Hofjes. Der Dordrechter Reeder und Kaufmann Gijsbert de Lengh stiftete das Hofje kurz vor seinem Tod. Die von ihm benannten Regenten ließen seine Pläne ausführen und 1756 konnten die ersten Bewohner ihre Häuschen beziehen. Das Hofje ist darum sowohl nach seinem Sifter, de Lengh, benannt als auch nach den Regenten, die nach dessen Tod seine Pläne ausführten. Der Haupteingang (mit dem in Naturstein bekleideten Tor mit Rokoko-Verzierungen) am Bagijnhof gibt Zugang zum Vorhof, dem ältesten Teil des Hofje mit 16 Häuschen. Hier befindet sich auch das Regentenzimmer mit sehenswerter Einrichtung. Rechts befindet sich der Klophof aus dem 20. Jh., durch den Gang auf der Linken gelangt man in den Langehof, den Achterhof und den Vriesestraathof (alle 19. Jh.). Die Wohnungen sind an die heutige Zeit angepasst, die Bewohnerinnen müssen inzwischen Miete zahlen, doch viele der von Gijsbert de Lengh aufgestellten Regeln gelten noch. Geöffnet: Mo – So 9.00 – 18.00 Uhr.

Mühle[Bearbeiten]

  • Kijck Over Den Dijck, Noordendijk 144. Tel.: +31 (0)78 6310001. Dieser hohe runde Galerieholländer wurde 1713 errichtet und diente zuerst als Malzmühle für die Brauereien, ab 1739 mahlte sie Brotgetreide. Die Mühle ist die einzige von den vielen Mühlen der Stadt, die erhalten blieb. Nach jahrelanger Verwahrlosung wurde die Mühle zwischen 1999 und 2001 in einer umfangreichen Restaurierung wieder in einem mahlfähigen Zustand versetzt. Jede Woche werden rund 250 kg Mehl für zwei Dordrechter Bäcker und den eigenen Müllerladen gemahlen. Seit Mai 2009 wird auch Malz für die traditionelle Brennerei Zuidam gemahlen. Geöffnet: Sa 10.00 – 16.00 Uhr.

Museen[Bearbeiten]

  • Binnenfahrtmuseum. Wantij bei der Prins-Hendrik-Brücke. Das Museum befindet sich an Bord des ehemaligen Schubschiffs "René Siegfried". Das Museum informiert über die Geschichte der Binnenschifffahrt, hat ein vollständig restauriertes Ruderhaus und ein Binnenschifffahrt-Simulator. Das Museum liegt seit 2004 im Wantij bei der ehemaligen Schiffswerft De Biesbosch, wo das Schiff 1963 zu Wasser gelassen wurde. Derzeit wird ein neuer Liegeplatz für das Museum gesucht, da in dem Gebiet gebaut werden soll. Geöffnet: Do 9.00 – 16.00 Uhr. Preis: Der Eintritt ist frei.
  • 5 Dordrechts Museum, Museumstraat 40. Tel.: +31 (0)78 770 87 08. Dordrechts Museum in der Enzyklopädie Wikipedia Dordrechts Museum im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsDordrechts Museum (Q2874177) in der Datenbank Wikidata. 400 Jahre niederländische Malerei: von Meistern aus dem 17. Jh. bis zur Kunst von heute. Geöffnet: Di – Fr 11.00 – 17.00 Uhr, Sa + So 13.00 – 18.00 Uhr. Preis: Eintrittspreise: Erwachsene € 10; Jugend (13-18) € 5, Studenten (18+) € 6. Akzeptierte Zahlungsarten: Museumkaart.
  • 6 Huis Van Gijn, Nieuwe Haven 30. Tel.: (0)78-6398200. Ehemaliges Patrizierhaus von 1729, eines der wenigen für die Öffentlichkeit geöffneten Patrizierhäuser der Niederlande. Das Museum ist benannt nach dem letzten Bewohner, Simon van Gijn (1836-1922). Er hinterließ sein Haus mit Einrichtung und umfangreicher Kunstsammlung der Stadt. Das Haus hat noch die Originaleinteilung mit authentischer Einrichtung aus dem 18. und 19. Jh. Als Besucher läuft man unter anderem durch das Schlafzimmer mit Velouté-Tapeten, dem Badezimmer von 1882, einer Küche von 1729, dem ältesten noch existenten Teppichsaal des Landes mit Wandteppichen mit archäologischen Darstellungen, Bibliothek und Studienzimmer in Neo-Renaissance-Ausstattung und dem einzigen in den Niederlanden erhalten gebliebenen Goldlederzimmer mit Goldleder, Kamin und Deckengemälden. Hervorzuheben sind auch die Sammlung historischer Stiche (Atlas van Gijn), die Sammlungen von Glas, Silber, Möbel, Schiffsmodelle und Spielzeug. Der Eingang des Museums befindet sich im Nachbarhaus des Hauses von Van Gijn, in dem alle Publikumsfunktionen wie Eingangshalle, Garderobe und Museumscafé untergebracht sind. Geöffnet: Di – Fr 11.00 – 17.00 Uhr, Sa + So 13.00 – 18.00 Uhr. Geschlossen 25.12 und 1.1. Preis: Eintrittspreise: Erwachsene € 6; Senioren (65+) € 4,50; Jugend (12-18) € 3,50; Kinder (-12) gratis; ICOM/Rembrandt gratis; Audiotour € 1,00. MJK.
  • Museum 40-45, Nieuwe Haven 28. Tel.: (0)78-6130172. Dieses historische Museum zeigt die Drechtregion während der Kriegsjahre 1940-1945. Themen wie Mobilmachung, Nationalsozialismus, Widerstand, Besatzung und das Leben der Bewohner der Drechtregion während des Zweiten Weltkriegs werden anhand von Fotos, Dokumenten, Gegenständen und Videofilmen dargestellt. Geöffnet: Di, Mi, Fr, Sa 10.00 – 17.00 Uhr, So 13.00 – 17.00 Uhr. Im Januar geschlossen. Preis: Eintrittspreis: Erwachsene € 2; Kinder (6-15) € 1.
  • 7 Nähmaschinenmuseum, Singel 66. Tel.: (0)78 6142678. 1987 aus der Privatsammlung des Nähmaschinenhändlers Dick Bekkers enstandenes Museum Er rettete viele alte Maschinen vor dem Schrott und brachte sie wieder ans Laufen. Geöffnet: Nach Absprache. Preis: Eintrittspreise: Erwachsene € 1,50; Kinder (-12)/Senioren (65+) € 0,50.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • Scheffersplein. Platz in der Innenstadt von Dordrecht am Voorstraathaven. Um den Platz befinden sich viele Cafés und im Sommer wird der Platz von Terrassen umsäumt. Im Winter wird auf dem Platz eine Eislaufbahn angelegt. Der Platz wurde nach dem Dordrechter Maler Ary Scheffer benannt, für den auf dem Platz auch ein 1862 enthülltes Denkmal aufgestellt wurde.
  • Voorstraat. Die Voorstraat ist eine Einkaufsstraße in der Dordrechter Innenstadt. Sie verläuft von der Kreuzung Bomkade/Prinsenstraat bei der Leuvebrug ostwärts und in einer Kurve nach Norden bis Riedijk/Torenstraat. Über eine Länge von 1,2 km ist die Straße Teil des Hochwasserdeichs iim Südwesten der Niederlande. Der nördliche Teil der Voorstraat ist am ältesten; hier haben sich viele Kreativunternehmer angesiedelt: Designer, Architekten, Antiquariate, Antikhändler, Galerien, Künstler und verschiedene Kultureinrichtungen. Die Voorstraat ist teilweise für motorisierten Verkehr gesperrt (zwischen Bomkade und Steegoversloot).

Parks[Bearbeiten]

Orangerie mit großen Glastüren
  • Park Merwestein, Singel. Ältester öffentlicher Park der Stadt (1885) auf der Grundlage eines älteren Landguts (1610). Zu Beginn des 19. Jhs. wurden hier eine Villa mit Kutschenhaus, Gärtnerwohnung und einigen Nebengebäuden gebaut. Die Villa wurde in den dreißiger Jahren des 20. Jhs. als Seniorenheim genutzt, während der Besatzung diente sie der Deutschen Wehrmacht. Bei einer Bombardierung durch die Alliierten um Oktober 1944 wurden Park und Villa zerstört. Als einziges Gebäude blieb das Gärtnerhaus erhalten. Anstelle der früheren Villa steht heute ein Denkmal zur Erinnerung an Besatzung und Befreiung ein "Lebensbaum" des Bildhauers Hans Petri. Geöffnet: Mo – So Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • 1 Besucherzentrum Hollandse Biesbosch, Baanhoekweg 53. Tel.: +31 (0)78 6305353. Ausstellung über den Hollandse Biesbosch mit u.a. ausgestopften Vögeln, einer Biberburg und Gebrauchsgegenständen aus der Kopfweidenkultur. Außerdem können Bootsfahrten, Kanutouren und begleitete Wanderungen gemacht werden. Geöffnet: Nov – Feb Di – So 9.30 – 16.00 Uhr; Mrz – Apr, Sep – Okt Di – So 9.30 – 17.00 Uhr; Mai – Aug Mo – So 9.30 – 17.00 Uhr. Preis: Eintritt: Erwachsene € 2,00; Kinder (4-12)/Senioren (65+) € 1,50.
  • Sternwarte Mercurius, Baanhoekweg 75. Tel.: +31 (0) 184-490 660. Informationen über Wetter und Weltall, bei gutem Wetter kann man einen Blick durch das Teleskop ins Universum werfen. Es wird auch der größte in den Niederlanden ausgestellte Meteorit (240 kg) gezeigt. Geöffnet: Mi - Fr 9 - 17 Uhr, Sa. 13 - 22 Uhr, So. 13 - 18 Uhr. Preis: Eintritt: Erwachsene € 3,25; Kinder € 2,25.

Einkaufen[Bearbeiten]

Mit der Voorstraat hat Dordrecht die längste Einkaufsstraße der Niederlande. Hier findest Du neben besonderen Geschäften auch die Standard-Handelsketten. Von der Voorstraat gehen viele kleinere Sträßchen ab: Vleeshouwerstraat, Wijnstraat und Grotekerksbuurt. Diese Straßen haben ein spezielles Geschäftsangebot, das darauf wartet, entdeckt zu werden.

Der Koopavond (bis 21.00 Uhr geöffnet) ist in Dordrecht donnerstags.

Am letzten Sonntag eines Monats sind im Centrum (Gebiet begrenzt von Oude Maas, Korte Parallelweg, Havenstraat, Burgemeester de Raadtsingel, Toulonselaan, Oranjelaan und Wantij) die Geschäfte zwischen 12.00 und 17.00 Uhr geöffnet.

Küche[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

  • Mie Wah, Admiraalsplein 242. Tel.: (0)78 6186864. Chinesisches Restaurant mit reichhaltiger Speisekarte, hat auch die ndl-indischen Standardgerichte. Preis: Preise: Suppen ab € 2,95; Dim Sum ab € 3,50; Vorspeisen ab € 2,25; Chin. Reistafeln (2-3 Pers.) ab € 33,50; Kanton- und Sichuan-Spezialitäten ab € 12.75; Nasi/Bami Goreng ab € 5,50; Fu Yong Hai ab € 11,35; Schwein/Huhn ab € 12,25; Rind ab € 13,25, Fisch ab € 16,50; Vegetarisches ab € 9,75; Tellergerichte ab € 8,25.

Mittel[Bearbeiten]

  • 1 Knollen en Citroenen, Groenmarkt 8. Tel.: (0)78-6140500. In einem alten Haus von 1681 werden Gerichte mit einem eindeutigen Bezug auf Großmutters Kochbücher gekocht, manchmal auch in etwas moderner Verkleidung. Spannend und sehr lecker. Der Name bedeutet übrigens "Rüben und Zitronen" und knollen voor citroenen verkopen bedeutet soviel wie "Jdm. ein X für ein U vormachen". Geöffnet: Mi – Fr ab 18.00 Uhr, Sa + So ab 17.00 Uhr. Küche schließt um 22.00 Uhr. Preis: Preise: Vorspeisen ab € 9,59; Suppen ab € 6,99; Hauptspeisen Fleisch ab € 18,99; Fisch ab € 19,89; Vegetarisch € 18,99; Kindermeü (3 Gänge) € 14,49; Nachspeisen ab € 7,29, Kaffeespezialitäten € 6,29.
  • 2 Eetcafé De Passant, Blauwpoortsplein 15. Tel.: (0)78-6145182. Gemütliches Bistro mit Kneipe. Geöffnet: Mo – Di, Do – So 11.00 – 1.00 Uhr (Küche schließt um 22.00 Uhr, Terrasse um 0.00 Uhr), Mi ist Ruhetag. Preis: Preise: Lunchkarte. Pistolets ab € 5,30; Gourmetsalat ab € 13,40; Toasts ab € 2,90; Eiergerichte ab € 6,80; Fleisch-/Fischgerichte ab € 14,20; Kindermeüs ab € 7,40. Abendkarte. Vorspeisen € 4,50 - 11,00; Hauptspeisen € 14,20 - 18,00; Nachspeisen € 4,70 - 6,50; Tagesmenü (Mo – Fr) € 11,00; Wochenendmenü (3 Gänge) € 25,60.

Gehoben[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Kneipen[Bearbeiten]

  • 2 Shaker, Vriesestraat 156.

Diskothek[Bearbeiten]

  • Amigos, Amnesty Internationalweg 15.

Poppodien[Bearbeiten]

  • Bibelot, Wijnstraat 117. Tel.: (0)78 613 3482. Eine der wenigen Kirchen des Landes, die jedes Wochenende wieder voll ist. In der früheren Bonifatiuskirche befindet sich ein paradiesisches Musikpodium. Ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Tanz, Kabarett, Konzerten, Theater und Skaten.
  • Jazzpodium DJS, Grote Kerksplein 1. Ältester Jazzclub der Niederlande.

Unterkunft[Bearbeiten]

Camping[Bearbeiten]

  • 1 Naturzeltplatz "De kleine Rug", Loswalweg 1. Tel.: (0)78-6163555, E-Mail: . Kleines Gelände auf einer Insel neben den gleichnamigen Naturfreundehaus. Nur mit einer Schute erreichbar, (d.h. du hupst oder rufst an - zwischen 8.00 und 22.30 Uhr, und wirst dann abgeholt). Teil eines größeren Geländes, das dritte Feld ist für die natuurkampeerders. Rabatt für NFI-Mitglieder. Preis: Preise: Erwachsene € 5,75; Kinder (3-17) € 4,30; Zelt € 3,25. In Vor- und Nachsaison niedrigere Tarife.

Bed & Breakfast[Bearbeiten]

Hostels und Herbergen[Bearbeiten]

  • 2 Stayokay Dordrecht, Baanhoekweg 25. Tel.: (0)78 6212167. Die Jugendherberge von Dordrecht liegt am Rande des Nationalparks De Hollandse Biesbosch. Gebaut aus skandinavischem Holz strahlt sie entsprechende Wärme aus. In der Bar und in der Lounge sind gemütliche Treffpunkte. Die Zimmer in des Hostels verfügen alle über eigenes Sanitär. Bei gutem Wetter kannst du von der großen Terrasse hinter dem Haus die Aussicht auf den Biesbosch genießen oder vom Anleger mit einem Boot das Wasser des Nationalparks erkunden. Arrangements können im Hostel gebucht werden. Preis: Preise: Erwachsene ab € 22,50; Kinder (2-13) ab € 16,50.
  • Naturfreundehaus "De Kleine Rug", Baanhoekweg 1. Tel.: (0)78-8-6163555. Ein idealer Startpunkt für Boots- und Kanutouren durch den National De Hollandse Biesbosch. Der ehemalige Bauernhof ist nur mit einer Motorschute zu erreichen (8.00 – 22.30 Uhr ; Hupen oder anrufen!). Neben den Gruppenzimmern hat das Haus auch drei Doppel- und ein Einzelzimmer sowie eine vollständig eingerichtete Küche. Das gemütliche rauchfreie Wohnzimmer mit offenem Kamin bietet einen Ausblick auf die Wasserfläche des Wantij. Neben dem Haus stehen zwei Blockhütten, die an Einzelgäste zum Haustarif vermietet werden, wenn das Haus belegt ist. Beim Haus können Kanus gemietet werden. Hinter dem Haus befindet sich ein Naturzeltplatz. Preis: Preise: Haus. HS + 1. Nacht NS: Erwachsene € 26,10; Kinder (3-17) € 19,57; NS weitere Nächte: Erwachsene € 19,57; Kinder € 14,58. Blockhütte. (4 Pers,) HS € 64,00; NS € 48,00. NFI-Mitglieder erhalten Rabatte. Benutzung von Bettwäsche ist verpflichtet. HS: Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten + alle Schulferien.

Hotels[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

  • 3 Postiljon, Rijksstraatweg 30. Tel.: (0)78-6184444. Gepflegtes Mittelklassehotel (Kette) mit 96 Zimmern in zwei Klassen: Comfort und Luxe. Preis: Zimmerpreise: Comfort € 89; Luxe € 109. Frühstück nicht inbegriffen.

Gehoben[Bearbeiten]

  • 4 Villa Augustus, Oranjelaan 7. Tel.: (0)78-6393111. Ein besonderes Hotel in ungewöhnlicher Lage. 20 der 37 Zimmer befinden sich in einem alten Wasserturm, die übrigen in den Nebengebäuden des Wasserwerks. Das Zimmer auf dem Dach bietet eine Panorama-Aussicht über die Stadt. Bei klarem Wetter ist der Euromast in Rotterdam zu sehen. Preis: Preise: Abhängig von der Größe und Lage € 125, € 145 oder € 165 je Nacht. Die beiden besonderen Zimmer kosten € 210 je Nacht. Die Preise sind ohne Frühstück. Die Zimmer sind für 2 Personen.
  • 5 Hotel Bellevie Groothoofd, Boomstraat 37. Tel.: (0)10-5061626. Gleich neben der historischen Groothoofdpoort befindet sich dieses Hotel Culinair mit zehn luxuriösen Zimmern. Preis: Zimmerpreise: Single € 125; Superior € 145; Deluxe € 155; Junior Suite € 175; Presidential Suite € 275; Brautsuite € 300. Frühstück € 15.

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Dordrecht gehört zur Polizeiregion Zuid-Holland-Zuid. Das für Dordrecht zuständige districtbureau befindet sich auf dem Overkampweg 109 in Dordrecht-Zuid (Nähe Bahnhof), In der Innenstadt befindet sich ein Polizeiposten auf dem Groenmarkt 88. Geöffnet: Mo – Sa 9.00 – 17.00 Uhr, Do bis 21.00 Uhr. Telefonisch sind alle Büros unter der einheitlichen Nummer 0900 8844 erreichbar.

Gesundheit[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]


Altstadtrundgang in Dordrecht[Bearbeiten]

Um einen schönen Überblick über die Bauten in der Dordrechter Altstadt und ihre Geschichte zu erhalten, gibt es einen Audioguide als APP unter https://guidemate.com/guide/Dordrecht-Altstadt-5ca26387c6573e52ded369d7. Dieser Audioguide ist allerdings nur in Deutsch erhältlich. Er folgt im großen und ganzen der Tour, die auf dem Flyer der Toursteninformation vorgeschlagen wurde. Für Leute, die kein Smartphone haben, kann die Tour auch als ZIP-File beim Autor der Tour angefordert werden ( www.mekkis-audiotours.de ).

Mühlen von Kinderdijk[Bearbeiten]

Die 19 Mühlen von Kinderdijk (ca. 14 km entfernt) sind seit 1997 UNESCO-Weltkulturerbe und können besichtigt werden. Im Besucherzentrum kann man ein Ticket (8 EUR pro Person) kaufen für einen Einführungsfilm und die Besichtigung (9:00-17:30) von zwei Windmühlen von innen. Weitere Tickets für Fahrten in den Flüssen (zusätzlich oder einzeln) sind auch möglich. https://www.kinderdijk.com/

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

https://cms.dordrecht.nl/ – Offizielle Webseite von Dordrecht

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