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Route Napoléon

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Die Route Napoléon / "Nationale 85" führt von Grenoble über Gap und Sisteron nach Cannes resp. an die Côte d'Azur.

Hintergrund[Bearbeiten]

Route Napoléon

Bereits zur Zeit des "Ancien Régime" wurde die Verkehrsverbindung zwischen der Côte d'Azur über Grasse und Digne-les-Bains nach Grenoble ausgebaut. Sie wurde bekannt, da sie von Napoléon I. anlässlich seiner Rückkehr aus der Verbannung auf Elba nach Paris innert kürzester Zeit im Marschtempo bewältigt wurde. Da dieser Vorstoss mit dem Flug eines Adlers, "von Kirchturm zu Kirchturm" verglichen wurde, ziert das Adlersymbol die Ortstafeln der an der Route Napoléon liegenden Ortschaften.

Die Strasse wurde 1927/32 asphaltiert, zur ganzjährigen Verbindung von den Alpen ans Mittelmeer ausgebaut und erhielt die Bezeichnung Route Napoléon, zwischenzeitlich wurde die Nationale 85 über grössere Strecken deklassiert und erhielt abschnittsweise neue Bezeichnungen (D1085, D4085 und D6085). Aus dem Bereich Genf - Grenoble ist die Route eine beliebte Strecke an die Côte d'Azur durch die Berge der Haute-Provence.

Aus Sicht der Reisenden aus den deutschsprachigen Ländern wird der Weg von Norden nach Süden ans Mittelmeer beschrieben, im Wissen darum, dass der Weg von Napoléon von der Landung bei Golfe-Juan in umgekehrter Richtung nach Paris im Eilmarsch absolviert wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Statue von Napoleon I. in Laffrey

Mit 1'200 Getreuen landete Napoléon I. nach seiner Rückkehr aus der Verbannung auf der Mittelmeerinsel Elba in Golfe-Juan bei Antibes und marschierte im Eiltempo nordwärts, im Gefechten mit seinen Gegnern aus dem Weg zu gehen.

Am 2.März 1815 brach Napoléon mit seinen Truppen ab Cannes in die Berge auf, in vier Tagesetappen erreichten die Truppen das freundlich gesinnte Sisteron und gleichentags noch Gap. Bereits nach der sechsten Tagesetappe war das Dorf Laffrey kurz vor Grenoble erreicht, nach einer Aussprache mit dem gegnerischen Truppenkommandanten auf der "Prairie de la Rencontre", dem "Feld der Begegnung", schlossen sich ihm dessen Truppen an und er konnte bereits am 7. März unter Jubel in Grenoble einziehen.

Nach dem Vorstoss nach Paris und dem Einmarsch in die Tuileries am 20. März brach die Herrschaft der Hundert Tage an. Nachdem der Kaiser Napoléon sein persönliches Waterloo erlebt hatte, endete seine Karriere in der Verbannung auf der Insel St. Helena im Südatlantik einige Jahre später.

Vorbereitung[Bearbeiten]

Je nachdem, ob die Strecke mit dem Fahrrad, mit dem Motorrad, Auto oder Wohnmobil zurückgelegt werden soll, sind die Reisevorbereitungen und auch das Vorwärtskommen stark unterschiedlich.

Anreise[Bearbeiten]

Aus den deutschspachigen Ländern erfolgt die Anreise meist über Grenoble, die Stadt kann über Lyon und die A43 / A48 oder von Genf aus über die A41 - Autoroute blanche und Chambéry erreicht werden.

Fahren[Bearbeiten]

Rampe de Laffrey

Auf der Verbindungsstrasse von Grenoble an die Côte d'Azur muss mit einem recht hohen Verkehrsaufkommen gerechnet werden, entsprechend dem guten Ausbaustandard benutzt man für die Fahrt am besten ein Motorfahrzeug, Auto, Motorrad oder Wohnmobil. Von der Fahrt mit dem Fahrrad ist aufgrund des dichten Verkehrs abzuraten.

Entsprechend dem Anfahrtsweg aus den deutschsprachigen Ländern ist hier die Route in Nord-Süd - Richtung zusammengestellt, Napoléon mit seinen Truppen machte die Route auf seiner Rückkehr von der im Mittelmeer gelegenen Insel Elba natürlich in umgekehrter Richtung.

Grenoble - La Mure - Corps[Bearbeiten]

Grand Lac de Laffrey
Chemin de Fer de la Mure

Ab der Südumfahrung von Grenoble (Rocade Sud) führt die Strecke zunächst auf dem als Schnellstrasse ausgebauten Zubringer bis Vizille, hinter der Ortschaft beginnt die Steigung, die als sehr unfallträchtig gilt. Die 600 Höhenmeter von Vizille (ca. 300 m) nach Laffrey (910 m) werden mit Steigungen von 12 - maximal kurzstreckig 18 % bewältigt. Der Anstieg in Nord-Süd-Richtung ist teils doppelspurig ausgeführt, was gefahrloses Überholen erlaubt. Die Abfahrt in Süd-Nord-Richtung ist nach mehreren schweren Car-Unfällen mit Bremsversagen für Cars und Fahrzeuge über 8t gesperrt, es besteht eine Höhenlimite von 2.60m.

Bei Laffrey gelant man auf die Ebene mit der 1 Typ ist Gruppenbezeichnung "Prairie de Rencontre": Hier trafen die Truppen Napoleons und die seiner Gegner aufeinander, Napoleon trat den königlichen Truppen angeblich mit den Worten "Wenn unter euch Soldaten einer ist, der seinen Kaiser töten will, hier bin ich!" gegenüber. Nach einigem Zögern machten "Vive l'Empereur - es lebe der Kaiser" - Rufe klar, dass die Gegner sich Napoleons Truppen anschliessen. Ein grosses Reiterstandbild von Napoléon erinnert an diese Episode.

Bei 2 Typ ist Gruppenbezeichnung Laffrey lohnt sich ein Besuch der Quatre Lacs, der vier Seen auf einen Hochplateau. Von Norden her laden der Lac Mort, der Grand Lac de Laffrey (tatsächlich der grösste unter ihnen), der Lac de Petichet und der Lac de Pierre-Châtel zum Wassersport und Wandern ein (resp. im in Privatbesitz befindlichen Lac de Pierre-Châtel ist das Schwimmen vom Eigentümer untersagt). Im Bereich der Seen ist die Übernachtung in mehreren Campingplätzen mit Seeanstoss möglich.

Als nächstes wird 3 Typ ist Gruppenbezeichnung La Mure durchquert. Die Ortschaft ist Endstation der Schmalspurbahn Chemin de fer de la Mure, welche von La Mure in zahllosen Kehren und Tunnels nach Westen über Notre-Dame-de-Commiers entlang am gleichnamigen See und am Fluss Drac bis hinunter zum SNCF-Bahnhof Saint-Georges-de-Commiers führt. Nach einem Felssturz im Jahre 2010 wird die Museumsbahn aktuell nicht mehr betrieben, offenbar ist die Finanzierung der Reparaturarbeiten nicht gesichert.

In La Mure ist das Château de Beaumont aus dem 15. Jhdt., die neo-romanisch-gotische 4 Typ ist Gruppenbezeichnung Kirche Notre-Dame de l'Assomption aus dem Jahre 1890 und das imposante Rathaus aus dem Jahre 1892 zu erwähnen.

Bei 5 Typ ist Gruppenbezeichnung Le Pont Haut überquert die Strecke auf einer Brücke das Flüsschen La Bonne. Nun steigt die Strecke östlich des u.a. bei Saint-Pierre-de-Méaroz ausgestauten Flusses Drac weiter bis Corps leicht an. Kurz vor Comps sieht man die Staumauer Barrage du Sautet, die den Drac zum Lacde Sautet aufstaut.


Corps - Gap[Bearbeiten]

Corps (Isère)
Refuge Napoléon: Col du Noyer

Die Ortschaft 6 Typ ist Gruppenbezeichnung Corps mit seinen gut 500 Einwohnern liegt auf 920 m, gegenüber des aufgestauten Flusses Drac, welcher hier den Lac du Sautet bildet, liegt das Bergmassiv des Obiou. Am Lac du Sautet kann gebadet und Wassersport betrieben werden, im 7 Typ ist Gruppenbezeichnung Camping du Lac du Sautet kann in Seenähe übernachtet werden.

Die Strasse verläuft nun weiter dem Oberlauf des Drac entlang und entfernt sich bei Saint Firmin von ihm, um auf einer Brücke die aus dem Seitental Valgaudemar herkommende Séveraisse zu überqueren. Das Valgaudemar zieht bis zum Massiv des Ecrins hinauf nach Nordosten; dieses Massiv, das als "Himalaya Frankreichs" bezeichnet wird, wird vom 4102 m hohen Barre des Ecrins dominiert.
Etwas nördlich der Brücke über die Séveraisse thront die mittelalterliche 8 Typ ist Gruppenbezeichnung Festung von Saint-Firmin.

Die Strasse führt wieder zurück zum Drac und verläuft über eine weitere Strecke entlang von dessen Westufer.

Über eine Brücke gelangt man über den Drac in den auf einer Höhe von 1025 m gelegenen Ort 9 Typ ist Gruppenbezeichnung Saint-Bonnet-en-Champsaur. Im Mittelalter wurde dort von der Abtei Saint-Victor in Marseille aus die Priorei Saint-Bonnet gegründet, die bis zu den Religionskriegen einige Bedeutung hatte. Die mittelalterlichen Mauern um das Städtchen wurden schon im 16. Jhdt. abgetragen, der Stadtkern mit den mittelalterlichen Häusern mit den laubenartigen Bogengängen des Hauptorts des Vallée du Champsaur (am Oberlaufdes Drac) ist sehenswert. Bei Saint-Bonnet-en-Champsaur wurde Napoleon von der Bevölkerung am 6. März 1815 wilkommen geheissen, was dem Ort die Gunst des Herrschers und die Erlaubnis, auf den umliegenden Alpenpässen sechs Réfuges Napoleon zu errichten, einbrachte. Das Réfuge auf dem 10 Typ ist Gruppenbezeichnung Col du Noyer wurde rekonstruiert.

Am 11 Typ ist Gruppenbezeichnung Col Bayard erreicht die Route Napoléon den höchsten Punkt: auf 1248 m wird hier die Wasserscheide zwischen dem nach Norden abfliessenden Drac (zur Isère) und der nach Süden in die Durance fliessenden Luye überwunden. Napoleon musste auf dem Weg von Gap nach Saint-Bonnet noch einen recht üblen Maultierpfad benutzen. Die Strasse, welche in zahlreichen Kehren die 600 Höhenmeter bis Gap überwindet, ist jüngeren Datums. Auf der teils bewaldeten Hochebene wurde von der Stadt Gap ein Outdoor - Sportzentrum Centre d'Oxygénation eingerichtet: im Sommer wird auf dem Platz von 12 Typ ist Gruppenbezeichnung Gap-Bayard auf einem 18 Loch-Platz Golf gespielt, im Winter ist Langlauf auf vier verschiedenen Loipen möglich. Von der Tour de France wurde der Pass Col Bayard wiederholte Male bezwungen, letztmals im Jahre 1991.


Gap - Sisteron - Malijai[Bearbeiten]

Gap
Adler der Route Napoleon
Sisteron mit der Zitadelle

Das Städtchen 13 Typ ist Gruppenbezeichnung Gap mit seinen knapp 40'000 Einwohnern liegt auf einer Höhe von ca. 750 m an der in die Durance abfliessenden Luye. Wenn die nordöstlichen Winde auf dem Plateau de Bayard noch Wolken bringen, so herrscht sehr oft südlich der Wolkenwand der Barre de Bayard mediterraner Sonnenschein.

Gap ist an die Eisenbahnlinie Marseille - Briançon angeschlossen, wenige Kilometer südlich bei Saulce beginnt die nach Süden führende Autobahn A51. Die verkehrstechnische Lage wurde bereits in der Zeit der Römer erkannt, als hier die Via Cottia per Alpem durchgeführt wurde, die römische Ansiedlung wurde bis zum Mittelalter mit Mauern verstärkt, das katholische Gap erlitt in den Religionskriegen durch die von Norden einziehenden Protestanten schwere Schäden. Nach den Wirren der Revolution kam Gap in den Focus der Weltgeschichte, als Napoleon beim Durchzug am 5. März 1815 hier nach freundlichem Empfang durch die Bevölkerung nächtigte. Zum Dank wurde der Stadt die persönliche Standarte Napoleons aus grüner Seide überreicht, die heute noch im Museum in Gap aufbewahrt wird.

Über die Ortschaft La Saulce (aktuell hier das Nordende der A51) gelangt man nach Sisteron.

Die Stadt 14 Typ ist Gruppenbezeichnung Sisteron liegt an einer strategisch günstigen Lage, wo der Fluss Durance zwei Gebirgszüge durchschneidet. Von den Römern wurde an der Via Domitia von Norditalien nach Arles hier eine Siedlung mit dem Namen Segustero gegründet. Im 5. Jahrhundert nach Christus wurde in Sisteron ein Bischofssitz und im 11. Jahrhundert wurde vom Grafen von Forcalquier eine Festung errichtet, die die Nordgrenze der Grafschaft Provence gesichert hat. Seit dieser Zeit trägt die Stadt die Bezeichnung Tor der Provence. Während der Hugenottenkriege von 1562 bis 1594 war Sisteron stark umkämpft und wurde zweimal belagert, die heute noch vorhandenen Mauern mit fünf erhaltenen Stadttürmen und die sehenswerte Zitadelle stammen aus dieser Zeit. Im zweiten Weltkrieg wurde die Zitadelle nochmals zur Unterbringung von "indésirables", von "missliebigen Elementen", Anarchisten, Kommunisten und Juden (vor ihrer Verschleppung) missbraucht; nach einem Bombardement wurde die Stadt am 19. August 1944 von den aus Riez herkommenden Alliierten eingenommen.

Weiter geht es über das Städtchen Château-Arnoux-Saint-Auban, im aus dem 16. Jhdt. stammenden 15 Typ ist Gruppenbezeichnung Schloss ist heute das Rathaus untergebracht. Sehenswert ist die 1667/68 erbaute 16 Typ ist Gruppenbezeichnung Chapelle-Saint-Jean etwas ausserhalb auf einer Bergflanke, die Ortskirche Jésus-Ouvrier stammt aus den Jahren 1938/39. Von Bedeutung ist der Segelflugplatz mit der Flugschule von Château-Arnoux-Saint-Auban und die Chemiefabrik, welche die Geschichte des Orts im 20. Jhdt. geprägt hat. Wurden hier im 1. Weltkrieg noch chemische Waffen produziert, war das Chemiewerk auch im zweiten Weltkrieg Ziel von Sabotageakten und der Ort kriegerischer Auseinandersetzungen.

Napoleon hatte mit seinen Truppen noch den Weg am westlichen Ufer der Durance (über L'Escale) nehmen müssen, da die Durance-Brücke erst im 19. Jhdt. errichtet wurde und 1959 durch die Brücke auf dem Durance Stauwerk ersetzt wurde.

Die Route Napoléon überquert nun die Durance um 7 km weiter Malijai zu erreichen.


Malijai - Digne - Barreme[Bearbeiten]

Château de Malijai
Digne: Cathédrale Saint-Jérôme
Digne: Cathédrale Notre-Dame-du-Bourg
Barrême

Das Städtchen 17 Typ ist Gruppenbezeichnung Malijai am Übergang über das Flüsschen Bléone mit seinen knapp 2000 Einwohnern war Schauplatz der Übernachtung der napoleonischen Truppen am März 1815. Die Offiziere kamen im Schloss unter, die Soldaten nächtigten an grossen Lagerfeuern auf dem Platz davor und Napolon habe die Nacht in einem Fauteuil halb durchwacht, da ihm am nächsten Tag die kritische Passage von Sisteron bevorstand, deren Misslingen den ganzen Plan des Marschs nach Paris hätte gefährden können.

Im Bereich des Flussübergangs über die Bléone stand am rechten Ufer eine befestigte Siedlung, das Castrum von Bézaudun welches aber im 13. Jhdt. zerstört wurde. Auch die Kirche Saint-Bonnet, die im 12. Jhdt. von der Abtei Saint-André von Villeneuve-lès-Avignon aus gegründet worden war, ist nicht mehr erhalten. Das 18 Typ ist Gruppenbezeichnung Schloss mit seinen Stuckaturen im Louis XV/XVI - Stil wurde um 1760/70 erbaut. 1792 wurde es von den Landleuten der Region erstürmt, 1815 fanden hier die Truppen Napoleons Unterkunft. Das Schloss kann von Mo-Fr 9.00-12.00/13.30-17.00h besichtigt werden. Die Pfarrkirche wurde 1839 im klassizistischen Stil errichtet. Zum Ende des zweiten Weltkriegs erlangte die Brücke über die Bléone nochmals strategische Bedeutung, als die Wehrmacht hier am 19. Aug. 1944 einen Riegel gegen die aus Riez vorstossenden U.S.-Truppen erfolglos zu verteidigen versuchte.

19 km weiter entlang dem Flüsschen Bléone gelangt man nach 19 Typ ist Gruppenbezeichnung Digne-les-Bains. Die Stadt mit knapp 19'000 Einwohnern liegt im Flusstal der Bléone und weiterer Zuflüsse war bereits zur Zeit der Römer als Dinia, später Digna bewohnt und als Thermalbadeort bekannt. Im Mittelalter entwickelte sich die Stadt um die Quartiere der Bourg, des Zentrums um die Probstei, und des Castrum um den bischöflichen Palast. Die 20 Typ ist Gruppenbezeichnung Kathedrale Saint-Jerôme auf dem Hügel von Rochas wurde 1490/1500 erbaut, nach 1846 wurde eine neue Fassade im Stil klassischer Gotik errichtet. Die zweite Kathedrale, die 21 Typ ist Gruppenbezeichnung Cathédrale Notre-Dame-du-Bourg musste die Hauptrolle als Bischofssitz im 16. Jhdt. an ihre Konkurrentin abgeben: sie wurde auf Fundamenten aus dem 9. Jhdt. im 13. Jhdt. im romanischen Stil erneuert.

Die Stadt wurde nach Bombardierung der Brücke über die Bléone am 19. Aug. 1944 von U.S.-amerikanischen Truppen mit Unterstützung von Einheiten der Résistance befreit, Ziel war es, mit einem Vorstoss über die Route Napoléon den deutschen Nachschub zu den Truppen in der Provence abzuschneiden - das Museum des 2. Weltkriegs zeigt die strategischen Zusammenhänge auf. Im 22 Typ ist Gruppenbezeichnung Musée de la réserve géologique de Haute-Provence werden zum einen Fossilienfunde aus einem 1980 entdeckten grossen Ammonitenfeld gezeigt, zum andern sind im 23 Typ ist Gruppenbezeichnung Jardin des Papillons zahlreiche Schmetterlingsarten zu sehen.

Digne-les-Bains wird durch die Meterspurbahn Chemin de Fer de Provence mit Nizza verbunden, die Normalspurverbindung nach nach Château-Arnoux-Saint-Auban wurde 1989 stillgelegt. Im Städtchen wird jeweils am Mittwoch und Samstag ein Provençalischer Markt abgehalten.

Die Nationale 85 nimmt auf der Strecke von Digne-les-Bains nach Barrême einen etwas anderen Verlauf, als die historische von den Napoleonischen Truppen auf dem Weg nach Norden durchschrittene Strecke, die 1772 erbaute Strasse hatte in den Wirren der Revolution starken Schaden genommen und war unpassierbar. Napoleon nahm mit seinen Truppen den Weg über den Col de Chaudon. Als er auf halber Strecke im Weiler 24 Typ ist Gruppenbezeichnung La Clappe haltgemacht habe, habe er sich über den hohen Preis für den Imbiss irritiert gezeigt. Auf die Erklärung, die Eier sind halt hier selten kam schlagfertig die Antwort: Nein, nicht die Eier sind es, die selten sind - sondern die Kaiser....

Die Ortschaft 25 Typ ist Gruppenbezeichnung Barrême mit seinen heute unter 500 Einwohnern wurde erstmals 1040 urkundlich erwähnt, Pestzüge und Revolutionswirren dezimierten die Einwohnerschaft wiederholt. In der Nacht vom 3./4. März 1815 nächtigte Napoleon mit seinem Truppen im Ort. Die Eröffnung der durchgängigen Schmalspurbahnlinie nach Nizza war 1911 ein weiteres wichtiges Ereignis.


Barreme - Castellane - Seranon[Bearbeiten]

Castellane
Castellane: Pont-du-Roc

Ab Barrème führt die Route Napoléon durch das Tal der Asse, diese recht unwegsame Gegend war im 2. Weltkrieg eine Hochburg der französischen Résistance. Beim Weiler La Tuilère wendet sie sich von der Asse in Richtung Osten ab und überwindet die Clue de la Roche percée um am Bivouac Napoléon vorbei über den Pass Col des Lèques in engen Kehren die 400 m hinab nach Castellane hinabzuführen.

Das Städtchen Castellane liegt auf 724 m Höhe am Fluss Verdon, zwischen dem Stausee Lac de Chaudanne und dem oberen Zugang zu den Gorges du Verdon. Das Städtchen mit seinem gut 1'500 Einwohnern gilt als Ausgangspunkt für die oberen Verdonschluchten und die Alpes-de-Haute-Provence und verfügt mit zahlreichen Campingplätzen und Pensionen über zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten.

Sehenswert im Städtchen sind der enorme Felskegel des Roc de Castellane (930 m.ü.M.) mit der 26 Typ ist Gruppenbezeichnung Kapelle Notre-Dame-du-Roc (mit den ältesten Mauerteilen aus dem 12. Jhdt.) und die an seinem Fuss gelegene 27 Typ ist Gruppenbezeichnung Brücke über den Verdon, die aus dem 15. Jhdt. stammt. Die Ursprünge der romanischen ehemaligen Pfarrkirche 28 Typ ist Gruppenbezeichnung Saint-Victor liegen im 13. Jhdt., das Gebäude musste nach Schäden in den Wirren der Reformation im 16. Jhdt. erneuert werden. Die aktuelle Pfarrkirche 29 Typ ist Gruppenbezeichnung Eglise du Sacré-Cœur wurde 1868-1873 erbaut.

Von der ab 1359 erbauten Stadtbefestigung der Unterstadt sind noch 30 Typ ist Gruppenbezeichnung ein Turm und zwei Stadttore erhalten, ebenfalls Ruinen der ehemaligen Oberstadt 31 Typ ist Gruppenbezeichnung Petra Castellana.

Die Route Napoléon verläuft südlich etwas dem Verdon entlang flussaufwärts und schwenkt dann nach Süden, über den Übergang des Col de Luens wird nach einigen Kehren La Bâtie erreicht, bei Le Logis du Pin wird der Fluss Artuby überquert und in Richtung Osten das auf 1120 m.ü.M. gelegene Séranon erreicht.


Seranon - Grasse - Cannes[Bearbeiten]

Séranon: Chapelle Notre-Dame-de-Gratemoine
Grasse: Tour Sarasin und Kathedrale

Nächste Übernachtungsetappe von Napolon auf seinem Weg nordwärts war das Örtchen Séranon, das nach einem zehnstündigen Fussmarsch auf miserablen Wegen und teils in einem vereisten Bachbett am Abend des 2. März erreicht war. Napoleon hatte im Landsitz Château de Broundet, das im Besitz des Bürgermeisters von Grasse gestanden hatte, einige Stunden Schlaf genossen.

Das alte Séranon mit einer Priorei, ein Teil des Chor der romanischen Kirche aus dem 11. Jhdt. hat als 32 Typ ist Gruppenbezeichnung Chapelle Notre-Dame-de-Gratemoine überdauert, und Befestigungen aus dem 12. / 13. Jhdt wurde im 18. Jhdt. verlassen. Die 33 Typ ist Gruppenbezeichnung Ruinen der gotischen Kirche Saint-Etienne aus dem 15. Jhdt. sind noch erkennbar.

Heute hat der Ort 475 Einwohner.

Nach dem Pas de la Clue verläuft die Strecke über den Pass Col de Val Ferrière und erreicht die Ortschaft 34 Typ ist Gruppenbezeichnung Escragnolles, welche durch Karstquellen und Bachstrecken, an denen Kanyoning ausgeübt wird, zu erwähnen ist. Nach Überquerung des Vallon de Nans in einer langgezogenen Schleife zieht die Strecke hinab nach Saint-Vallier-de-Thiey.

Das Städtchen Saint-Vallier-de-Thiey mit deutlich über 3'000 Einwohnern liegt auf einem Plateau, auf der Wiese 35 Typ ist Gruppenbezeichnung Grand Pré wird jeweils am Mittwoch und Sonntag Markt abgehalten. Erwähnenswert ist die 36 Typ ist Gruppenbezeichnung Kirche aus dem 12. Jhdt. mit dem romanischen an einen Wachturm erinnernden Turm, der im 19. Jhdt. den typisch provenzalischen schmiedeisernen Turmaufbau bekam, die aus dem 17. Jhdt. stammende 37 Typ ist Gruppenbezeichnung Chapelle St-Esprit und die etwas ausserhalb gelegene 38 Typ ist Gruppenbezeichnung Chapelle Sainte-Luce.

Natürliche Sehenswürdigkeiten sind die Höhle 39 Grottes de la Baume obscure. Tel.: (0)4.93.42.61.63, Fax: (0)4.93.42.69.19, E-Mail: . Geöffnet: 10.0-17.00h Hochsaison, sonst eingeschränkt, siehe Website., der Pierre druidique, ein Dolmen balanciert auf einem zweiten Felsen, der natürliche Felsbogen Pont naturel Ponadieu und mehrere Bories, aus Bruchstein erbaute Hirtenunterstände.

Über den Col du Pilon wird nach Südosten die Parfumstadt Grasse erreicht.

Als erste grössere Stadt mit über 50'000 Einwohnern liegt Grasse bereits im Einzugsgebiet der Côte-d'Azur mit dem Badetourismus. Historisch war die Stadt bekannt für das Gerberhandwerk und ca. seit dem 17. Jhdt. durch seine aufkommende Parfumindustrie. Mehrere Parfumerien prägen neben dem Tourismus das Wirtschaftsleben.

Sehenswert sind in Grasse neben drei Parfumerien und dem Musée International de la Parfumerie der 30 m hohe Wachturm Tour Sarasin, das Rathaus Hôtel de Ville im ehemaligen Bischofspalast und die 40 Typ ist Gruppenbezeichnung Cathédrale Notre-Dame-du-Puy mit Resten aus dem 13. Jhdt. Die im sehr hügeligen Gelände erbaute Stadt mit zahlreichen in Serpentinen verlaufenden Strassen, die durch Treppen verbunden sind, ist am besten zu Fuss zu erkunden.

Die ab Grasse inzwischen zur Schnellstrasse ausgebaute D6085 / D6185 Route Napoléon erreicht vorbei an Mouans-Sartoux in zwanzig Kilometern die an der Côte d'Azur gelegene Stadt Cannes, die durch das Stelldichein von Prominenten und Wohlhabenden am Jachthafen und am Filmfestival eine bekannte Reisedestination an der Côte-d'Azur geworden ist.

Vallauris (Golfe Juan) - Cannes[Bearbeiten]

Beginn der Route Napoléon in Golfe Juan

Der eigentliche Beginn des Wegs von Napoléon nach Paris hatte am 1. März an der Stelle bei Golfe-Juan begonnen, an der sein Boot angelandet war. Hier musste man sich zunächst einmal einige Pferde und Wagen besorgen und die Situation mit der Besatzung der Garnison von Antibes klären und sich auf den Weg ins Fischerdorf Cannes machen, dessen Hafen auch dem Export von Parfumerzeugnissen aus Grasse diente. Eine Gedenktafel erinnert in Cannes an das nächtliche Biwak der napoleonischen Truppe.

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Sicherheitslage in diesem ländlichen Teils Frankreichs ist unbedenklich, Wertsachen sollten im abgeschlossenen Fahrzeug dennoch nicht offen liegen gelassen werden.

Alternativen[Bearbeiten]

Eine etwas schneller zu fahrende Alternativroute führt von der Rocade Sud, der Südumfahrung von Grenoble aus über den Autobahnzubringer A51 und die D1075 (die ehemalige Nationale 75) etwas westlich über den Col de la Croix haute ebenfalls nach Sisteron.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Website zu den historischen Ereignissen, franz.
  • Website zu den Ortschaften an der Route Napoléon, franz.
  • Website der ANERN, der Gesellschaft zur Pflege der Route Napoléon, franz./ mehrspr. (teilw. umgesetzt)
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