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Rochlitz

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Rochlitz
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Die Kleinstadt Rochlitz liegt zwischen Chemnitz und Leipzig im Tal der Zwickauer Mulde. Das Rochlitzer Schloss ist eines der bekanntesten in Sachsen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Rochlitz, ursprünglich eine Burg in der Mark Zeitz, fiel unter Bischof Eberhard (1045-78) an Naumburg, später an die Grafschaft Groitzsch und um die Mitte des 12. Jhs. an Dedo den Dicken von Meißen-Landsberg. 1289 wurde hier ein Vergleich zwischen Albrecht dem Unartigen und seinen Söhnen, am 1. Juni 1403 aber ein Erbfolgevertrag zwischen den Landgrafen Balthasar und Wilhelm von Thüringen abgeschlossen. Später schenkte es Johann Georg seiner Geliebten, dem von ihm zur Gräfin von Rochlitz erhobenen Fräulein von Neitschütz. In dem bald darauf folgenden Dreißigjährigen Krieg wurde Rochlitz hart mitgenommen. In den Jahren 1802, 1804 und 1834 brannte ein großer Teil der Stadt ab.

Anreise[Bearbeiten]

Schienentrabi in Rochlitz

Rochlitz ist über die Bundesstraße 107 von Grimma (A 14) nach Chemnitz, über die Bundesstraße 175 von Glauchau (A 4) nach Döbeln (A 14) und über die Bundesstraße 7 von Altenburg mit Endpunkt in Rochlitz erreichbar. Wer aus Richtung Chemnitz kommt, benutzt statt der B 107 besser die bis zur Anschlussstelle Rochlitz fertiggestellte A 72 und anschließend die genannte B 175.

Die Muldentalbahn, an der Rochlitz liegt, wurde wegen des schlechten Streckenzustandes ab 1997 schrittweise stillgelegt. Das Hochwasser 2002 gab ihr schließlich den Rest. Die Deutsche Regionaleisenbahn GmbH, die es sich zum Ziel gemacht hat, Eisenbahnstrecken in der Fläche zu erhalten, hat die Betriebsgenehmigung für die Strecke erhalten und ist dabei, sie wieder herzurichten. An manchen Wochenenden kann man mit dem Schienentrabi (Termine) bis nach Göhren fahren. Die Nebenbahnen von Waldheim und Narsdorf sind ebenfalls nicht mehr in Betrieb.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Rochlitz

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schloss Rochlitz
Kletterer im Steinbruch am Rochlitzer Berg

Von markanter Statur ist das alte 1 Rochlitzer Schloss Rochlitzer Schloss in der Enzyklopädie Wikipedia Rochlitzer Schloss im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRochlitzer Schloss (Q2243191) in der Datenbank Wikidata mit zwei hohen, starken Türmen, „Rochlitzer Jupen“ genannt, und einer fein verzierten spätgotischen Schlosskapelle. Die spätgotische 2 Kunigundenkirche Kunigundenkirche in der Enzyklopädie Wikipedia Kunigundenkirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKunigundenkirche (Q2319998) in der Datenbank Wikidata ist bekannt für ihre kunstvollen Verzierungen in rötlichem Sandstein. Auch die 3 Petrikirche Petrikirche in der Enzyklopädie Wikipedia Petrikirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPetrikirche (Q1737535) in der Datenbank Wikidata ist eine spätgotische Hallenkirche.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Südwestlich der Stadt erhebt sich der isoliert stehende, 349 m hohe Rochlitzer Berg mit schönem steinernen Aussichtsturm (1860) und großartigen Porphyrsteinbrüchen, deren Ausbeute schon in mittelalterlichen Gebäuden Verwendung fand. Der Porphyrlehrpfad zeigt die Geschichte des Steinabbaus.

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Göhrener Eisenbahnviadukt südlich von Wechselburg
Schloss Rochsburg

Die nächsten größeren Orte in der Umgebung sind:

  • Geithain (8 km westlich, B 7) - an der Bahnstrecke ChemnitzLeipzig gelegen; Kirche 4 St. Nikolai St. Nikolai in der Enzyklopädie Wikipedia St. Nikolai im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSt. Nikolai (Q45509345) in der Datenbank Wikidata sowie Stadtmauer und Stadttor.
  • Colditz (10 km nördlich, B 107) - das Schloss Colditz war im Zweiten Weltkrieg ein Kriegsgefangenenlager, dessen prominentester Gefangener Winston Churchills Neffe Giles Romilly gewesen ist.
  • Wechselburg (11 km südlich, B 175 Ri. Penig, nach 6 km links auf die S 242) - ab Rochlitz flussaufwärts gelegen; 1 Kloster Wechselburg Kloster Wechselburg in der Enzyklopädie Wikipedia Kloster Wechselburg im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKloster Wechselburg (Q1776257) in der Datenbank Wikidata Typ ist Gruppenbezeichnung Benediktiner-Klosteranlage mit einer der am besten erhaltenen romanischen Kirchen östlich der Saale, Barockschloss und Klosterpark; Göhrener Eisenbahnviadukt.
  • Bad Lausick (16 km nordwestlich, S 49) - St. Kilianskirche und Freizeitbad RIFF.
  • Rochsburg (17 km südlich, B 175 bis Narsdorf) - Renaissanceschloss mit spätgotischer Schlosskapelle
  • Hartha (17 km nordöstlich, B 175) - die Stadt Hartha liegt 4 km westlich des Zschopautals; neoromanische Stadtkirche und Museum für Industriegeschichte.
  • Mittweida (18 km südöstlich, S 250 über Erlau) - Evangelisch-Lutherische Stadtkirche „Unser lieben Frauen“.
  • Penig (18 km südlich, B 175) - Stadt an der Zwickaue Mulde; Rathaus und zwei Schlösser. Wer den Weg über Wechselburg wählt, kann kurz vor Penig einen Abstecher nach Amerika machen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Matthias Donath: Rochlitz. Kunigundenkirche und Petrikirche. Große Baudenkmäler 526, München, Berlin 1998
  • Volkmar Geupel: Weitere stadtarchäologische Untersuchungen in Rochlitz. Archäologie aktuell im Freistaat Sachsen 4, 1996, 231–235
  • Volkmar Geupel: Zwischen Rochlitz und Wechselburg. In: Leipzig und sein Umland. Archäologie zwischen Elster und Mulde. Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland 32, Stuttgart 1996, 208–222, ISBN 3-8062-1272-4
  • 1000 Jahre Rochlitz. Festschrift, Beucha 1995, ISBN 3-930076-16-0
  • Hans Joachim Kessler: „...gegeben czu Rochlitz“ Ein historischer Streifzug durch Schloß und Stadt Rochlitz., Geiger-Verlag, Horb am Neckar 1995, ISBN 3-89570-040-1
  • Udo Baumbach: Die Straßennamen der Stadt Rochlitz. Ein Lexikon zur Stadtgeschichte. Beucha 1994, ISBN 3-930076-06-3

Weblinks[Bearbeiten]

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