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Pucón

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Pucón
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Pucón ist eine Stadt am Ufer des Villarrica-See in der Region La Araucanía im Südes Chiles. Sie hat ca. 35.000 Einwohner (2016) und ist ein stark wachsendes Touristenzentrum am Fuße des aktivsten Vulkans Chile, dem Volcán Villarica.

Pucon Panarama.jpg

Hintergrund[Bearbeiten]

Tourismus ist die wichtigste Industrie in Pucón.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächstgelegene größere Flughafen liegt bei Temuco. Es ist geplant den örtlichen Kleinflughafen in Pucon auszubauen, sodass es dann direkte Flugverbindungen nach Santiago geben könnte.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Pucon ist über Nachtbusse hervoragend an die Hauptstadt Santiago angebunden. Tickets gibts schon ab CLP 20.000.

Desweiteren gibt es u.a. Busverbindungen nach Puerto Montt, Temuco und San Martín de los Andes (Arg.) .

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von Westen über die Zubringerstraßen CH-199/S-91 von der Ruta 5 östlich kommt man über Villarica nach Pucon.

Die Straße CH-199 östlich von Pucon verbindet die Stadt über den Paso Mamuil Malal mit der Ruta Nacional 40 in Argentinien. Diese Passstraße ist bis auf ca. 15 km durchgehend asphaltiert und bietet so eine gute Anbindung an San Martín de los Andes und den dortigen Nationalpark Lanín.

Mobilität[Bearbeiten]

Im Ort selbst kommt man noch gut zu Fuß zurecht. Zu den Orten, Nationalparks und Thermen in der umliegenden Region verkehren zahlreiche günstige Kleinbusse, u.a. nach Villarica, Nationalpark Huerquehue und Curarrehue.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Insbesondere der Villarricasee mit Strand und dem Vulkan Villarrica. Es gibt auch unzählige Thermalbäder und Wasserfälle in der Gegend.

Nationalparks[Bearbeiten]

In der Umgebung liegen zwei Nationalparks, der Nationalpark Villarica und der Nationalpark Huerquehue. Dort kann man noch wilde Araukarienwälder besuchen. Die Früchte dieser eindrucksvolle Bäume sind ein beliebtes Nahrungsmittel.

Ojos del Caburgua[Bearbeiten]

Beeindruckende halbkreisartig aufeinandertreffende Wasserfälle, die sich in einem türkis schimmernden Steinpool vereinigen. Außerdem gibt es eine weitere kleine blaue Lagune zu sehen. Die "Ojos del Caburgua" liegen an der S-905 nach Caburgua, ca. 20 km von Pucón entfernt. Empfehlenswert ist der Zugang über die Westseite (1,5 km Umweg auf Schotterstraße von der S-905 aus), wo der Eintritt CLP 1.000 kostet. Die Atraktion ist gut mit dem Bus erreichbar und vor Ort gibt es auch einen Campingplatz, sowie Imbisse und Kioske.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Trekkintouren bieten sich vorallem im Nationalpark Huerquehue, Nationalpark Villarica und teilweise auch im Nationalreservat Villarica an. Bekannt ist Pucón selbst vorallem für die Vulkantouren, die hier näher beschrieben werden.

Vulkan Villarica[Bearbeiten]

Als absolutes Highlight wird von vielen die Besteigung des Volcan Villarica genannt, an manchen Tagen (leider sehr selten) kann man sogar die Magmasee im Krater erkennen. Das ganze ist allerdings sehr wetterabhängig und erfolgt unter den strengen Auflagen der Parkbehörde CONAF. So ist der Aufstieg nur bei wolkenfreiem Gipfel und geringer Aktivität des Vulkans erlaubt.

Von Startpunkt an der Cafeteria bis zum Gipfel werden ca. 1400 Höhenmeter überwunden. Oft kann das erste Stück (ca. 400Hm) über eine Sessellift (ohne Bügel, 10.000 CLP) überwunden werde, trotzdem bleibt der Aufstieg konditionell fordernd. Der Aufstieg dauert ca. 5-6, der Abstieg 3h. Für den vergletscherten Aufstieg werden Eisackst, Atemschutzmasken, Schutzhandschuhe, Steigeisen und robuste, dafür geeignete Bergschuhe benötigt. Desweiteren ist sehr starker Sonnenschutz (Brille, Creme) unbedingt notwendig.

Geführte Tour[Bearbeiten]

Seit der Vulkan 2015 ausgebrochen ist, wurden die Vorschriften für die Anbieter verschärft und die Preise weiter angezogen. Die geführte Tagestour kostet ca. CLP 80.000 p.P. inklusive voller Ausrüstung, aber ohne Verpflegung. Pro Guide, gibt es im Normalfall drei Touristen, üblich ist der Aufstieg in 12er Gruppen. Der Aufstieg beginnt früh, meist zur Dämmerung um 6 Uhr, Kleingruppen sind teuerer. Empfehlenswerte Anbieter sind "Patagonia Experience" und "Aqua Aventura".

Die Touren wären ganzjährig angeboten, im Winter sind die Wetterbedingungen aber unbeständiger. Außerhalb der Hauptsaison (Ende Dez-Feb, Semana Santa) lässt sich zum selben Preis oft noch ein gratis Thermenbesuch (o.ä.) heraushandeln.

Unabhängiger Aufstieg[Bearbeiten]

Mit entsprechender Ausrüstung und Erfahrung kann man den Vulkan auch selbstständig besteigen. Um das Permit von CONAF zu erhalten muss man die Ausrüstung vorzeigen und eine Mitgliedschaft in einem Alpen- oder Bergverein (z.B. DAV) nachweisen können. Am Beginn des Aufstiegs (Bergstation des Lifts) und am Parkeingang wird das Einhalten der Bestimmungen mitterweile streng überwacht.

Andere Vulkane[Bearbeiten]

Auch auf den Vulkan Lanín (3747 m) werden geführte Touren angeboten. Dieser vergletscherte Gipfel ist der höchste der Region, es ist jedoch keine vulkanische Aktivität mehr sichtbar und der letzte Ausbruch liegt schon sehr lange zurück. Die Besteigung ist ungleich schwerer, länger (2 Tagestour) und teurer (CLP 170.000 mit Verpflegung). Deshalb wird diese Tour auch deutlich seltener durchgeführt. Einfacher ist der Anstieg über die argentinische Seite, diese Touren können aber nur in San Martín de los Andes gebucht werden.

Ein weiterer einfacherer Vulkan ist der Quetrupillán (2009 m) im Nationalpark Villarica. Die Touranbieter weichen oft auf diesen aus, wenn der Volcán Villarica gesperrt ist.

Thermen[Bearbeiten]

Wer eher auf der Suche nach Entspannung ist, dem bietet sich ein Besuch der zahlreichen Thermalquellen in der Umgebung an. Von Luxus-Resorts bis einfachen Steinpools ist für jeden etwas im Angebot. Bei Backpackern beliebt sind vor allem die Thermas Los Pozones (mit dem Bus gut erreichbar und verhältnismäßig günstiger Eintritt).

Wintersport[Bearbeiten]

Die Region um den Villarica Vulkan ist ein wachsendes Wintersportzentrum. Haupteinnahmequelle für den Tourismus ist aber immernoch die Sommersaison.

Weitere[Bearbeiten]

Darüber hinaus gibt es auch noch Angebote für Reitausflüge in der näheren Umgebung, Canopy (Ziplining), Mieträder, Rafting, Hydrospeed und Tandemsprünge.

Einkaufen[Bearbeiten]

Typisch für die Region ist der Verzehr der Früchte des Baums Araukarie. Sie dienten den dortlebenden indigenen Mapuche als essentieller Wintervorrat und werden auch heute noch viel gegessen.

Man kann sie gekocht oder roh essen und in vielen Supermärkten frisch erwerben (bei den Obst/Gemüsetheken). Ihr Geschmack ähnelt dem von Erdnüssen und Mandeln. In den Nationalparks sollte man bis auf kleine Ausnahmen darauf verzichten sie zu sammeln, um das Waldwachstum nicht zu beeinträchtigen.

Küche[Bearbeiten]

Das Angebot der Gastronomie im Ort ist vielfältig (Italienisch, Asiatisch) und auf Touristen ausgelegt, damit oft aber auch vergleichsweise teuer. Viele Restaurants befinden sich an der zentralen Av. Bernardo O'Higgins.

Nachtleben[Bearbeiten]

Das Nachtleben Pucons ist lebhaft und vorallem durch die Hauptstädter aus Santiago und internationale Touristen geprägt. Die meisten Angebote findet man an der zentralen Av. Bernado O'Higgins.

Unterkunft[Bearbeiten]

Hotels und Herbergen[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

  • Hostel Wohlenberg, Palguín. neben Busterminal JAC im 1. Stock/Hinterhof; Terasse mit Vulkanblick; moderne Sanitäranlagen; ohne Frühstück; Wi-Fi Preis: ab CLP 10.000 p.P.

Mittel[Bearbeiten]

  • Ruka Rayen - Pucon Palguín Fluss Hostal, Palguín Bajo, Pucon, km 22. E-Mail: . Schöne Aussicht, Grill, neben Fluss, Strand, Camping verfügbar, Kajak, Fahrradverleih, Mapuche Erfahrung, Reiten, Frühstück serviert, Küche zu verwenden, Bergwandern und Bergsteigen, in der Nähe von heißen Quellen, Seen; Wi-Fi Preis: beginnen CLP 27.000.

Gehoben[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Geld[Bearbeiten]

An der zentralen Av. Bernardo O'Higgims finden sich diverse Banken und Geldwechselstuben.

Information[Bearbeiten]

Es gibt mehrere Touristeninformationen in der Stadt:

  • Touristeninformation, bei der Kommunalverwaltung ("Municipalidad") an der zentralen Av. Bernardo O'Higgins.
  • Touristeninformation, am "Plaza Sor Huberto Bon" an der Straße "Caupolicán" im Südwesten der Stadt.

Karten[Bearbeiten]

Gute Wanderkarten u.a. für die umliegenden Nationalparks gibts im Shop "Travel Aid" an der Ecke Bernardo O'Higgins/Miguel Asorena.

Camping[Bearbeiten]

  • Camping La Posta. einzig zentral gelegener Campingplatz; weitläufig und parzelliert; ab Ende 2016 neue Sanitäranlagen; einfacher Bungalow zum Kochen/drinnensitzen Bänke, Licht und Strom an vielen Parzellen; Wi-Fi Preis: CLP p.P. 6.000/7.000/8.000 (Nebensaison/Januar/Februar).
  • Camping Aynoa. nur zur Hauptsaison geöffnet; am nördlichen Ende des Strands mit Strandzugang; 2km bis zum Zentrum; weitläufig aber eher ungepflegt; kein Wi-Fi

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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