Obersaxen

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Obersaxen Mundaun
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Obersaxen ist eine Gemeinde in der Surselva, im Bündner Oberland. Die Gemeinde besteht aus verschiedenen Fraktionen, die sich auf einer Terrasse auf einer Höhe von 1000 - 1400 m ü.M. am nördlichen Hang unterhalb des Piz Mundaun und des Piz Sezner erstrecken. Die Fraktionen von Obersaxen heissen Platenga, Affeier, Egga, Misanenga, Miraniga, Meierhof (hier Sitz der Verwaltung), Giraniga, St. Joseph, Tschappina und St. Martin, eine eigene Ortschaft mit Namen Obersaxen gibt es gar nicht. Die Fraktionen, teils nur wenige Häuser, sind von maximal 100 - 200 Einwohnern bewohnt, einige sind nicht mehr bewohnt, in anderen wohnen nur 6 - 9 Einwohner.

Das früher zum Lugnez gehörige Surcuolm, Flond fusionierten zur kurzlebigen Gemeinde Mundaun, 2016 entstand durch Fusion mit Obersaxen die Gemeinde Obersaxen - Mundaun.

Obersaxen mit seinen Wanderrouten ist bekannt als Ferienort im Sommer, aber noch viel mehr als Wintersportort.

Hintergrund[Bearbeiten]

Erstmas wurden im Testament von Bischof Tello im Jahre 783 ein Landgut in "Supersaxa" erwähnt, im Jahr 831 wurde eine Kirche urkundlich erwähnt. Obersaxen hatte bereits vor der Jahrtausendwende eine romanische Bevölkerung, im 12./13. Jhdt. zogen deutschsprechende Walliser hierher und und begründeten die deutschsprachige Walsersiedlung, eine Insel im rätoromanischen Sprachgebiet.

Obersaxen ist wahrscheinlich die älteste Walsersiedlung im Kanton Graubünden. Das Kloster Disentis hatte Interesse daran, das Land urbar zu machen: 1288 schloss das Kloster Disentis ein Bündnis mit fünf Walliser Adligen, die Lehensherren und das Kloster sorgten für die Ansiedlung von Menschen, um das Land zu roden, zu bestellen und auch die Handelswege (u.a. über den bereits im Mittelalter genutzten Passübergang über den Lukmanierpass zu sichern.

Zwischen Obersaxen und Urseren im Wallis bestand eine jahrhundertelange Beziehung. Die Orte wurden im 14. Jhdt. der Herrschaft Rhäzüns zinspflichtig, 1819 konnte sich die Ortschaft von der unter Herrschaft der Österreicher stehenden Herrschaft Rhäzüns freikaufen.

1 Flond besteht als eigenständige Gemeinde seit 1519, vorher gehörte das gerodete und urbar gemachte Land zu Ilanz. Wahrscheinlich aufgrund von Armut wanderten bis ins 19. Jhdt. hundert Einwohner von Flond als Zuckerbäcker nach Italien, Frankreich, Deutschland, Spanien und sogar nach Übersee aus. Mit der Rückkehr vieler Auswanderer gelangte der Ort zu Wohlstand und viele Höfe und Maiensässe wurden gebaut.

In den Siebziger- und Achzigerjahren entwickelte Obersaxen sich mit dem Bau von Bergbahnen und Skiliften von einer landwirtschaftlichen Streusiedlung zu einem Wintersportort, der Charakter der Walsersiedlung blieb erhalten, Hotelkomplexe, aber auch mondäne Restaurants und Nachtlokale sucht man hier vergebens.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächste internationale Flughafen ist derjenige von Flughafen Zürich Website dieser Einrichtung Flughafen Zürich in der Enzyklopädie Wikipedia Flughafen Zürich im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFlughafen Zürich (Q15114) in der Datenbank Wikidata (IATA: ZRH).

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Die Anbindung ans nationale Eisenbahnnetz der SBB erfolgt über die Linie Chur - Ilanz - Disentis der schmalspurigen Rhätischen Bahn. Die Zufahrt ist auch über die Oberalplinie Andermatt - Disentis - Ilanz - Chur der mit der Rhätischen Bahn eng kooperierenden Furka-Oberalpbahn möglich.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Die Weiler von Obersaxen werden vom 1 Bahnhof Ilanz per Postauto erreicht.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von der Hauptstrasse H19 Chur - Flims - Ilanz - Disentis aus wird Obersaxen über die Anzweigung westlich an der Umfahrung von Ilanz aus erreicht. Am zweiten Kreisel geht die Strasse hinauf nach Flond und Obersaxen ab. Die Bergpoststrecke (Postautos haben Vorfahrt) wurde zwischenzeitlich gut ausgebaut, der Höhenunterschied von 500 m in wenigen Kilometern kann im Winter zu starken Unterschieden im Strassenzustand führen, die Strasse kann im Tal schneefrei sein, wenige Minuten später kommt man auf der Schneedecke nur mit Allradantrieb oder Schneeketten vorwärts.

Die steile Strassenverbindung zwischen Tavanasa und Obersaxen St.Martin war früher schwierig zu befahren im Winter gesperrt, inzwischen wurde sie massiv ausgebaut.

Mobilität[Bearbeiten]

Zwischen den einzelnen Fraktionen bestehen Verbindungen mittels Postautos, an den Talstationen der Skilifte auf dem Piz Mundaun in 2 Valata und auf den Piz Sezner in 3 Meierhof hält das Postauto.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Meierhof
Meierhof, Luftbild
Platenga
Kapelle St. Georg
Cuolm Sura
  • die mittelalterlichen Burgruinen
1 Burg Moregg Burg Moregg in der Enzyklopädie Wikipedia Burg Moregg im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBurg Moregg (Q1013144) in der Datenbank Wikidata mit Resten eines Burgfrieds aus dem 13. Jhdt.
2 Burg Schwarzenstein Burg Schwarzenstein in der Enzyklopädie Wikipedia Burg Schwarzenstein im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBurg Schwarzenstein (Q1013941) in der Datenbank Wikidata, ebenfalls eine auf einem Felssporn gelegene Höhenburg aus dem 13. Jhdt.
3 Burg Heidenberg Burg Heidenberg in der Enzyklopädie Wikipedia Burg Heidenberg im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBurg Heidenberg (Q1012249) in der Datenbank Wikidata, eine von Tavanasa aus durch unwegsames Felssturzgelände nur schwer erreichbare Ruine, die aus dem 12. Jhdt. stammend wohl bereits im 13. Jhdt. aufgegeben wurde.
4 Burg Saxenstein Burg Saxenstein in der Enzyklopädie Wikipedia Burg Saxenstein im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBurg Saxenstein (Q1013824) in der Datenbank Wikidata, eine ebenfalls aus dem 13. Jhdt. stammende Burg, von dem sich der Bergfried mit einem Hocheingang erhalten hat.
Die Burgen wurden wohl im Zusammenhang mit der Besiedelung durch die Walser aufgegeben, die selber die niedrige Gerichtsbarkeit erhielten.

Meierhof[Bearbeiten]

  • 5 Pfarrkirche St. Peter und Paul Pfarrkirche St. Peter und Paul (Q55412406) in der Datenbank Wikidata, 1905 im neo-romanischen Stil erbaut
  • 6 Kapelle St. Georg Kapelle St. Georg in der Enzyklopädie Wikipedia Kapelle St. Georg im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKapelle St. Georg (Q1263769) in der Datenbank Wikidata aus dem 17. Jhdt. mit einem spätgotischen Flügelaltar aus der Werkstatt von Ivo Strigel aus Memmingen aus dem Jahre 1473.

Miraniga[Bearbeiten]

  • 7 Kapelle St. Sebastian

St. Martin[Bearbeiten]

  • die weithin sichtbare 8 katholische Kirche katholische Kirche (Q55381004) in der Datenbank Wikidata von St. Martin

Valata[Bearbeiten]

  • 9 Kapelle St. Anna mit einer schönen Aussicht über die Surselva

Aktivitäten[Bearbeiten]

Im Sommer[Bearbeiten]

Im Sommer zieht Obersaxen Wanderer und Mountainbiker an.

Im Winter[Bearbeiten]

Obersaxen hat sich einem Wintersportgebiet entwickelt, das sich durch die Streusiedlung mit den Weilern das ländliche Gepräge erhalten konnte. Am in den Wintermonaten vor allem in den Morgen- und Vormittagsstunden schattigen Nordhang herrschen tiefe Temperaturen, die Pisten sind gern vereist, dafür ist die Schneesicherheit besser gegeben, als auf den gegenüberliegendenden sonnenexponierten Südhängen der Skigebiete von Brigels und Flims/Laax.

Dank der Verbindungen zu den Skiliften von Lella im Lumnez kann man allerdings auch im Skigebiet Obersaxen Mundaun sonnige Südhänge geniessen.

Name Telefon Höhenlage Anzahl Klein- und GroßkabinenbahnenAnzahl Klein- und Großkabinenbahnen Anzahl SessellifteAnzahl Sessellifte Anzahl SchlepplifteAnzahl Schlepplifte Pistenkilometer leichtPistenkilometer leicht Pistenkilometer mittelPistenkilometer mittel Pistenkilometer schwerPistenkilometer schwer Σ
Skigebiet Obersaxen Mundaun +41 (0)81 920 50 70 1.200 - 2.310 m 9 5 60 40 20 120 km

Einkaufen[Bearbeiten]

  • in Affeier gibt es einen 1 Volg Laden , ansonsten muss man für Einköufe nach Ilanz mit seinen Supermärkten und Baumärkten fahren.
  • in den Fraktionen gibt es verschiedene Sportgeschäfte mit Vermietung von Ski und Wintersportausrüstung.

Küche[Bearbeiten]

  • in den Fraktionen gibt es verschiedene Restaurants.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

  • das nächste öffentliche Spital, das auch die Betreuung der Opfer von Wintersportverletzungen übernimmt, ist dasjenige von Ilanz; Verunfallte werden oft mit den Hubschraubern der Rettungsflugwacht (REGA) in Spitalpflege verbracht.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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