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Moritzburg

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Moritzburg
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Die Kleinstadt Moritzburg liegt nördlich der sächsischen Landeshauptstadt Dresden. Durch das Jagd- und Lustschloss, das August der Starke nach seinen Plänen gestalten ließ, ist sie bei Touristen weltbekannt. Umgeben von mehreren, im 16. Jahrhundert angelegten Teichen, ist Moritzburg auch landschaftlich sehr reizvoll gelegen.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Nächster Flughafen ist Flughafen Dresden, auch Dresden-Klotzsche (IATA Code: DRS, ICAO Code: EDDC). Von hier ist man sofort auf der Autobahn. Schneller dürfte es allerdings über die Landesstraßen S 81 und S 179 gehen.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Moritzburg liegt unweit der Autobahnen 4 und 13. Aus Richtung Berlin kommend (A 13) fährt man an der Abfahrt Radeburg runter. Wer über die A 4 aus Richtung Chemnitz oder Görlitz anreist, fährt an der Abfahrt Dresden-Flughafen ab und dann über die neu gebaute Staatsstraße 81 in Richtung Friedewald. Aus dem Elbtal führt eine Straße von Weinböhla nach Moritzburg.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Richtig stilvoll reist man aber nur mit der Lößnitzgrundbahn an. Es handelt sich hierbei um eine der fünf sächsischen Dampf-Schmalspurbahnen. Für die Fahrt stellt man das Auto (falls man nicht mit der S-Bahn anreist) in der Nähe des Bahnhofes Radebeul Ost, dem Startpunkt der Bahn, ab. Die Züge verkehren zweistündlich, wobei jeder zweite Zug über Moritzburg hinaus nach Radeburg weiterfährt. Die Fahrkarten können nur im Zug und nicht am Bahnhof erworben werden. Anzumerken sei außerdem, dass auf der Lößnitzgrundbahn keine Tickets des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) akzeptiert werden. Die Hin- und Rückfahrt kostet 11,60 € pro Person, ermäßigt 5,80 €. Das erscheint nicht ganz billig, aber das historische Ambiente und die wunderschöne Streckenführung durch den Lößnitzgrund und dann am Dippelsdorfer Teich entlang lässt dies wiederum erschwinglich machen.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Moritzburg hat zwar einen Leuchtturm mit einem kleinen Hafen dahinter, der diente aber nur zur Belustigung im späten 18. Jahrhundert. Schiffbar ist die Elbe, die zwischen Meißen und Dresden Moritzburg verhältnismäßig nahe kommt und auf dieser Strecke von der Sächsischen Dampfschifffahrt bedient wird (mit Halt in Radebeul).

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Moritzburg

Die Stadt ist nicht sehr groß, allerdings liegt der Bahnhof im Süden, während das Hauptziel, das Schloss Moritzburg, im Norden liegt. Man muss also ein wenig laufen, was angesichts der Verkehrsbelastung der Moritzburg-Dresdner Straße auch nicht unbedingt der erholsamste Teil der Besichtigungstour ist.

Wer nicht das Schloss, sondern nur oder zuerst das Fasanenschlösschen besuchen möchte, sollte erst am Haltepunkt Cunertswalde aussteigen - vorausgesetzt es handelt sich um einen Zug, der nicht in Moritzburg endet, sondern bis Radeburg durchfährt. Besonders bei der Rückreise sollte man dies beachten! Wer motorisiert reist, kann den Parkplatz kurz vor der Churfürstlichen Waldschänke benutzen und muss dann zu Fuß weitergehen. Um das Fasanenschlösschen verkehren auch Pferdewagen (bis zur Ausspanne beim Leuchtturm).

ÖPNV[Bearbeiten]

Moritzburg liegt im Verkehrsverbund Oberelbe. Alle Infos gibt es auf dessen Website.

Nachtverkehr[Bearbeiten]

In Nächten vor Samstagen, Sonntagen und Feiertagen fährt die 477 vom Bhf. Dresden Neustadt nach Moritzburg zurück (Fahrplan)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Stadtplan

Das Schloss Moritzburg Nr01.png liegt, vollständig von einem Teich umgeben, am Nordrand der Stadt. Es wurde bereits vom Kurfürsten Moritz 1542 begonnen, unter Christian I. 1589 beendet und von August dem Starken, der dort oft verschwenderische Feste veranstaltete, erweitert und verschönert. Da August zum Katholizismus zurückkonvertierte, ließ er auch eine katholische Schlosskapelle integrieren. Im Erdgeschoss befindet sich das restaurierte Federzimmer, das das Paradebett Augusts des Starken zeigt. Empfehlenswert ist eine geführte Tour durch das Schloss. Am Schloss wurden verschiedene Szenen des Märchenfilms Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (1973) gedreht. Kontakt:

  • Schloss Moritzburg. Tel.: +49 (0)35207 873-0, Fax: (0)35207 873-11, E-Mail: . Geöffnet: 1.-10. Januar Di - So 10.00 bis 16.00 Uhr, Februar und März Di-So 10.00 bis 16.00 Uhr, April bis Oktober Mo-So 10.00 bis 17.30 Uhr, November und Dezember Di-So 10.00 bis 16.00 Uhr. Preis: Erwachsen 6,50 €, ermäßigt (auch Azubis und Studenten) 3,50 €; Führungen plus 2 €.; Kombiticket für 9,50 € für Fasanenschlösschen.

Am Nordrand des Schlosses und des umgebenden Schlossteiches schließt sich der 3,3 ha große Schlosspark Nr02.png an. Wie auch das Schloss wurde der zugehörige Park nach dem Tode Augusts nicht mehr vollendet.

Fasanenschlösschen
Marcolinihaus
Der Leuchtturm

Das Fasanenschlösschen Nr03.png liegt nicht am Schlossteich, sondern am Großteich weiter östlich der Stadt. Der Weg vom Schloss Moritzburg aus ist etwa doppelt so lang wie der Weg vom Bahnhof zum Schloss Moritzburg. Das Fassanenschlösschen wurde später, gegen Ende des 18. Jahrhunderts, erbaut. Es gilt als eines der wichtigsten höfischen Bauten des sächsischen Spätbarocks. Unterhalb des Schlösschens steht das seit 2007 schrittweise restaurierte Marcolinihaus. Am Großteich findet man auch eine Besonderheit von sehenswertem Rang, einen „Hafen“ mit Mole und Leuchtturm Nr04.png. Diese Bauten entstanden etwa zeitgleich mit der Fasanerie. Anlass für die Errichtung war die Seeschlacht bei den Dardanellen im Jahr 1770, die in Naumachien nachgestellt wurde.

Etwas aus der Reihe fällt das

  • Käthe-Kollwitz-Haus, Meißner Str. 7. Tel.: +49 (0)35207 82818, Fax: (0)35207 82819, E-Mail: . Die bedeutende Künstlerin Käthe Kollwitz lebte hier vom Juli 1944 bis zu ihrem Tod am 22. April 1945. Geöffnet: April bis Oktober Mo-Fr 11 bis 17 Uhr, Sa/So 10 bis 17 Uhr; bis Ende März Di-Fr 12 bis 16 Uhr, Sa/So 11 bis 16 Uhr. .

Kartenverweis Nr05.png.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Wildgehege Moritzburg. Geöffnet: März bis Oktober täglich 10 bis 18 Uhr, November bis Dezember täglich 9 bis 16 Uhr, Januar und Februar nur Sa./So. 9 bis 16 Uhr. Preis: Eintritt: Erwachsen 2,50 €, Kinder 3 bis 17 Jahre 1,50 €. . Kartenverweis Nr06.png. Das Wildgehege liegt auf der Fläche des historischen Jagdgeheges, das August dem Starken zur Freizeitgestaltung diente.

Einkaufen[Bearbeiten]

  • Souvenire im Museumsshop des Schlosses Moritzburg (gleich im Foyer)

Küche[Bearbeiten]

Besonders entlang der Moritzburg-Dresdner Straße, das ist in Moritzburg die Schlossallee, kann man in einigen Restaurants verweilen. In der Ausspanne am Leuchtturm (Fasanerie 7) gibt es kleine Speisen, Kaffee, Kuchen und Bier (mittwochs bis sonntags ab 11 Uhr); gleich daneben verfügt auch das Marcolinihaus über ein kleines gastronomisches Angebot. Zu nennen sind außerdem:

  • 2 Räuberhütte Moritzburg, An der Räuberhütte 1, 01468 Moritzburg (vgl. Karte). Tel.: +49 (0)35207 89390, Fax: (0)35207 89391, E-Mail: . Geöffnet: Mo – Fr 17.00 – 0.00 Uhr, Sa + So 11.00 – 0.00 Uhr, Feiertags 11.00 – 0.00 Uhr.. Abseits der Stadt und hinter der Bahnstrecke gelegen.
  • 4 Gasthof "Zum Auer", Großenhainer Str. 2, 01468 Moritzburg. Tel.: (0)35207 81224.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

  • 5 Eisenberger Hof, Kötzschenbrodaer St. 8, 01468 Moritzburg. Tel.: (0)35207 991770, Fax: (0)35207 9917777, E-Mail: . Geöffnet: Frühstück täglich 7.00 – 10.00 Uhr; das dazugehörige Restaurant hat folgende Öffnungszeiten: Mo – Fr ab 15.00 Uhr, Sa, So + Feiertage ab 11.00 Uhr. Preis: EZ ab 55 €, DZ ab 87 €.
  • 9 Pension "Am Roßmarkt", Roßmarkt 11, 01468 Moritzburg. Tel.: (0)35207 81130, Fax: (0)35207 81132, E-Mail: . Preis: EZ ab 35 €, DZ ab 55 €.
  • 10 Churfürstliche Waldschänke Moritzburg, Große Fasanenstraße, 01468 Moritzburg bei Dresden (An der Straße zum Fasanenschlösschen (ab hier für den allgemeinen Verkehr gesperrt)). Tel.: (0)35207 860-0, Fax: (0)35207 86093, E-Mail: . Historisches Haus aus dem Jahr 1770 mit modernem Hotelanbau. Hotel (33 Zimmer) und Restaurant mit Innenterrasse und Westterrasse. Das Haus rühmt sich einiger berühmt-berüchtigter Gäste wie Fidel Castro, Erich Honecker oder Franz Josef Strauß.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Radebeul (9 km südlich, Dresdner Straße über Boxdorf) - Radebeul ist der wohlhabende Villenvorort von Dresden. Hier lebte bis zu seinem Tod der Abenteuerschriftsteller Karl May. Sächsisches Staatsweingut Schloss Wackerbarth.
  • Radeburg (9 km nordöstlich) - die Geburtsstadt von Heinrich-Zille mit einer entsprechenden Ausstellung ist auch Endpunkt der Lößnitzgrundbahn.
  • Weinböhla (9 km westlich) - staatlich anerkannter Erholungsort zwischen der den beiden hier parallel verlaufenden Fernbahnstrecken von Dresden nach Leipzig und Berlin.
  • Coswig (11 km südwestlich, über Weinböhla) - zwischen Radebeul und Meißen und am Kreuzungspunkt zweier Fernbahnen gelegen; Alte Kirche und Karrasburg-Museum.

Weblinks[Bearbeiten]

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