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Meisenheim

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Meisenheim
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Karte von Meisenheim

Meisenheim ist eine Stadt im nördlichsten Zipfel des Pfälzer Berglands und bekannt für seine vollständig erhaltene mittelalterliche Altstadt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Meisenheim ist die einzige Stadt der gesamten Region, die seit dem Mittelalter kein einziges Mal zerstört oder niedergebrannt wurde.

Die Geschichte Meisenheims ist sehr wechselvoll. Historisch gehörte die Stadt zunächst den Grafen von Veldenz und war anschließend Sitz des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken mit eigenem Schloss, wurde aber mehrfach von französischen Truppen besetzt. Mit dem Wiener Kongress fiel Meisenheim an die 110 km entfernte Landgrafschaft Hessen-Homburg und war damit in der Region völlig isoliert, da es Zollgrenzen zu sämtlichen umliegenden Staaten hatte. 1866, mit dem Aussterben von Hessen-Homburg, eroberte Preußen Meisenheim und gliederte die Stadt in seine Rheinprovinz ein. Meisenheim blieb bis zur Gründung des Landes Rheinland-Pfalz nach dem Zweiten Weltkrieg preußisch.

Meisenheim wird touristisch weiterhin als Teil des Pfälzer Berglands angesehen, obwohl die Stadt nicht zur bayerischen Rheinpfalz in den Grenzen bis 1945 gehörte. Die Verflechtungen mit der übrigen Pfalz sind traditionell sehr eng bis hin zum (ehemaligen) Bahnanschluss über die Glantalbahn.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Meisenheim hat heute keinen Bahnanschluss mehr, der nächste Bahnhof ist in Staudernheim, wo auf den unten genannten Bus umgestiegen werden kann. Die Busse von und nach Meisenheim sind auf die Ankunft bzw. Abfahrt der Züge im Bahnhof Staudernheim abgestimmt.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Es gibt eine Direktverbindung Bad Sobernheim - Meisenheim - Lauterecken (Linie 260), die weitestgehend dem Verlauf der Glantalbahn folgt. Der Bus fährt in der Saison stündlich mit einzelnen Taktlücken, außerhalb der Saison gibt es am Wochenende nur einen Zweistundentakt.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Meisenheim liegt an der B420. Die nächsten Autobahnanschlüsse sind weit entfernt: Symbol: AS 46 Bad Kreuznach an der A61 oder Symbol: AS 7 Kusel an der A62 (jeweils 40 km bis nach Meisenheim)


Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Stadtführungen finden von Ostern bis Oktober immer sonn- und feiertags und am 1. Samstag im Monat um 14:30 statt; Startpunkt ist die Schlosskirche. Die Teilnahme kostet 3,50 €, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Kirchen[Bearbeiten]

  • 1 Schlosskirche, Schloßplatz 1. Die protestantische Schlosskirche in Meisenheim ist eine spätgotische Hallenkirche aus dem 15. Jahrhundert. Sie entstand bereits unter Führung der Herzöge von Pfalz-Zweibrücken, nachdem die alte Kirche in der Stadt bei kriegerischen Auseinandersetzungen zerstört wurde. Im 18. Jahrhundert erfolgte eine Renovierung der Kirche im Stil des Barock, ohne die gotische Bausubstanz in ihren Grundzügen zu verändern. Die Kirche ist zugleich letzter Ruheort zahlreicher Herzöge der Linie Pfalz-Zweibrücken.
  • 2 Lutherische Kirche, Rathausgasse 1. Die lutherische Kirche entstand im 18. Jahrhundert für die lutherische Gemeinde in Meisenheim neben der reformierten Schlosskirche. Nach der Kirchenunion wurde das Gebäude nicht mehr als Kirche benötigt und diente lange Zeit als Speicher, seit 1911 als evangelisches Gemeindehaus.
  • 3 St. Antonius von Padua, Klenkertor 7. Die barocke katholische Kirche St. Antonius von Padua aus dem 17. Jahrhundert gehörte ursprünglich zu einem in Meisenheim bestehenden Franziskanerkloster, dient aber heute als Pfarrkirche der katholischen Kirchengemeinde. Der Kirchturm wurde erst nachträglich an das Gebäude angefügt. Teile der Innenausstattung stammen vom polnischen König Stanislaus I. Leszczyński, der in Meisenheim im Exil lebte.
  • 4 Synagoge Meisenheim, Saarstraße 3a. Die ehemalige Synagoge aus dem 19. Jahrhundert entstand an einem Hang etwas oberhalb der Altstadt von Meisenheim. In der Reichskristallnacht 1938 wurden die beiden Türme der Synagoge abgerissen und die Innenausstattung zerstört, das Bauwerk aber nicht beschädigt. Nach dem Krieg diente die Synagoge lange als Getreidesilo bis ein Förderverein im Jahr 1988 das Gebäude erwarb und hier das Haus der Begegnung mit einer Dauerausstellung zur jüdischen Geschichte der Region errichtete. Typ ist Gruppenbezeichnung

Bauwerke[Bearbeiten]

  • 5 Schloss Meisenheim, Schloßplatz 2-3. Vom ehemaligen Schloss Meisenheim ist heute nur noch der Magdalenenbau aus dem 17. Jahrhundert erhalten, die anderen Teile des Schlosses wurden nach einem Brand im 18. Jahrhundert abgerissen. Der Magdalenenbau entstand als Residenz der Herzogswitwe Magdalena von Jülich-Kleve-Berg und wurde später durch die Landgrafen von Hessen-Homburg in ihrem Sinne umgestaltet und erweitert. Heute dient das Schloss der kreuznacher diakonie als Heim für geistig behinderte Menschen und ist deshalb nicht öffentlich zugänglich. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • 6 Untertor. Das Untertor ist das einzige von ehemals drei Stadttoren der Meisenheimer Stadtbefestigung, das bis heute erhalten ist. Das Tor bewachte einst die Ausfallstraße nach Osten in die anderen Dörfer der Grafschaft Veldenz mitsamt der (ebenfalls erhaltenen) Brücke über die Glan. Das Tor ist heute Sitz des Stadtarchivs. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • 7 Boos von Waldeck'scher Hof, Obergasse 26. Der Boos von Waldeck'sche Hof gehört zu den ältesten erhaltenen Gebäuden der Stadt. Die Errichtung wird auf das 14. Jahrhundert geschätzt. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • 8 Rathaus, Untergasse 23. Das Rathaus aus dem 16. Jahrhundert zeugt von der einstigen Bedeutung der Stadt. Es wird immer noch von der Stadt Meisenheim verwendet, kann aber für Feierlichkeiten gemietet werden. Typ ist Gruppenbezeichnung

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

  • 1 Bierengel & Unterhaus, Klenkertor 6. Tel.: (0)6753 124734. Restaurant mit Biergarten in der Altstadt gelegen. Serviert wird regionale Küche zu absolut fairen Preisen. Geöffnet: in der Saison täglich 11:00-1:00, außerhalb der Saison Mo-Sa 17:00-1:00, So und feiertags 11:30-15:00 und 17:00-1:00, Mi Ruhetag.
  • 2 Brauhaus Meisenheim, Obertor 15. Tel.: (0)6753 4683. Gutbürgerliche deutsche Küche. Geöffnet: Di-Sa 11:00-14:30 und 17:30-22:00, So 11:00-21:30, Mo Ruhetag.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

  • 1 Landhotel am Wasserrad, Am Wehr 2. Tel.: (0)6753 964290. Hotel direkt an der Glan gelegen, gleich neben dem Untertor. Zum Hotel gehört noch ein kleines Café wo man Kaffee und Kuchen genießen kann. Preis: EZ/DZ 58 €/84 €.
  • 2 Meisenheimer Hof, Obergasse 33. Tel.: (0)6753 1237780. Hotel der gehobenen Preiskategorie mit luxuriös ausgestatten Zimmern. Das zugehörige Restaurant ist ebenfalls der gehobenen Kategorie zuzuordnen.

Gesundheit[Bearbeiten]

  • 1 Gesundheitszentrum Glantal, Liebfrauenberg 32. Tel.: (0)6753 9100. Auf dem Liebfrauenberg oberhalb der Stadt befindet sich das Krankenhaus mit dem Schwerpunkt Neurologie, es werden aber auch akute Fälle behandelt.
  • 2 Mohren Apotheke, Marktplatz 2. Tel.: (0)6753 12460. Die Mohren Apotheke ist bis heute die einzige Apotheke in Meisenheim und kann auf eine Geschichte bis in das 16. Jahrhundert zurückblicken. Das Gebäude ist sehenswert, auch wenn man kein Anliegen in der Apotheke hat. Geöffnet: Mo, Di, Do, Fr 08:00-18:30, Mi 08:00-18:00, Sa 08:00-13:00.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • 3 Tourist-Information Meisenheim, Untergasse 16. Tel.: (0)6753 121500. Geöffnet: in der Saison (April bis Oktober) Mo-Sa 10:00-12:30 und 14:00-16:30, So und feiertags 14:00-16:00, außerhalb der Saison Mo-Do 10:00-12:30 und 14:00-16:00, Fr 10:00-12:30.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

www.meisenheim.de – Offizielle Webseite von Meisenheim

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