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Larisa

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Larisa, Larissa, griech. Λάρισα
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Larisa ist die Hauptstadt der griechischen Region Thessalien.

Hintergrund[Bearbeiten]

Larisa oder auch Larissa ist die Hauptstadt des gleichnamigen Regionalbezirks und der Region Thessalien in Griechenland. Die Stadt liegt der sehr fruchtbaren Pineios - Ebene, die in der Nähe der Meteora-Felsen zum Bergland ansteigt. Sie ist auch der Bischofssitz der Region, Universitätsstadt und auch ein Stützpunkt der Nato.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach der griechischen Mythologie entstand die Stadt Larisa (oder Larissa) an dem Ort, an die Nymphe Larisa am Ufer des Flusses Pineios Ball spielte, ausglitt und im Fluss ertrank; nach einer anderen Sage gründete Larissos, der Sohn von Pelasgos, die Stadt vor viertausend Jahren (vielleicht war auch eine andere Larisa genannte Stadt in der Nähe von Troja von Homer erwähnt worden...).

Jedenfalls war das Gebiet am Fluss Pineios bereits seit der Jungsteinzeit besiedelt, an der Anhöhe der Zitadelle liessen sich verschiedene Besiedlungsschichten seit der Bronzezeit bis in die Neuzeit nachweisen.
In der archaischen Zeit war das Gebiet um die Akropolis von Larisa besiedelt; die ursprünglich von Adelsfamilien regierte Stadt schloss sich im Peloponnesischen Krieg mit einer demokratischen Verfassung Athen an; die fruchtbare Region war bekannt für die Pferdezucht und die berittenen Soldaten. Aus Larissa stammt der General Meno, der gemäss Schilderung des Geschichtsschreibers Xenophon an der Seite von Cyrus eine Armee nach Persien führte. 344 bis 196 v.Chr. stand die Stadt nach der Eroberung Thessaliens durch Philipp II. unter makedonischer Herrschaft.

Im 2. Jhdt. v.Chr. wurde Larisa von den Römern von makedonischer Herrschaft "befreit" und von diesen unterjocht. Die Christianisierung erfolgte früh nach Erhebung des Christentums zur Staatsreligion durch Konstantin I., Bischof Achilleios aus Larisa nahm möglicherweise am Konzil von Nizäa im Jahre 325 teil und gründete mehrere christliche Werke. Die Stadt wurde wohl von den Ostgoten geplündert und neu aufgebaut, in den folgenden Jahrhunderten folgten Einfälle von Arabern, Bulgaren (welche die Reliquien des Hl. Achilleios raubten und nach Prespa wegführten) und wurde von den Franken in ihr nach dem vierten Kreuzzug entstandenes Kreuzfahrerreich Thessalien integriert.

Nach verschiedenen Plünderungen durch die Osmanen kam Larisa nach Eroberung durch Turahan Bey unter osmanische Herrschaft und wurde als "Yeni-şehir i-Fenari" Sitz des Pasha von Thessalien. In den Wirren der Griechischen Revolution war die Stadt Garnisonsstandort der Osmanen in Thessalien, in der Folge erhielten die unterjochten Christen die Erlaubnis, eigene Schulen zu führen und ihre Kirchen zu renovieren. Mit dem Anschluss von Thessalien ans griechische Königreich 1881 kam Larisa wieder unter griechische Herrschaft und blieb dies abgesehen von einer Phase der Besetzung durch die Türken.

Im zweiten Weltkrieg wurde die Stadt durch Bombardierungen durch die Italienischen Invasoren beschädigt, wurde nach Eroberung durch die Wehrmacht von Italien besetzt; hier wurden u.a. die griechischen Juden zum Abtransport in die Vernichtungslager zusammengefasst. Vom massiven Abfluss von Gütern und Mittel in der Besatzungszeit und Erdbebenschäden von 1941 / 55 erholte sich die Stadt nur schwer und verlor durch Wiederaufbau viel von ihrem Charme. Heute ist sie als Hauptstadt der Region Thessalien bedeutendes Wirtschafts- & Handelszentrum, Universitätsstadt und Sitz eines NATO-Stützpunkts, zu dem auch der Militärflughafen am östlichen Stadtrand gehört.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Weiter südlich, in der Nähe der Stadt Volos liegt der internationale Flughafen Nea Anchialos National Airport (Κρατικός Αερολιμένας Νέας Αγχιάλου), der wichtigste Flughafen Zentralgriechenlands (IATA CodeVOL). Aus Deutschland öfter direkt angeflogen werden die Flughäfen von Thessaloniki (IATA CodeSKG), gute 2 Autostunden von Larisa entfernt, sowie von Athen.

Der Flugplatz am östlichen Stadtrand wird militärisch genutzt.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Larisa liegt an der Schnellbahnstrecke Athen - Thessaloniki, daneben gibt es Verbindungen nach Volos. Zum Anschluss nach Karditsa und Kalambaka muss südlich von Larissa in Paleopharsalos umgestiegen werden (oder man bedient sich der direkten Busverbindung).

Auf der Straße[Bearbeiten]

Larisa liegt an der mautpflichtigen Autobahn A1, die von Thessaloniki nach Athen führt; die Stadt wird von der Autobahn grossräumig umfahren. Von Süden führt eine Anschlussstrecke (EO1) in die Stadt hinein, diese verfolgt man auch, wenn man auf der gut ausgebauten EO6 Richtung Trikala - Kalambaka und zu den Meteoraklöstern.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Larisa

Larisa ist nicht für den Kfz-Verkehr gebaut. Alles ist eng und langsam. Verkehrsleitsysteme gibt es nicht. Parkplätze sind Mangelware. Man sollte mit dem Zug nach Larisa fahren.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Als Hauptstrassen wurden Teile der Venizelos St. (Βενιζέλου) und jenseits der befahrenen Kuprou St. (Κύπρου) der Kouma St. (Κούμα) um die Str. des 28. Oktober verkehrsbefreit, hier finden sich zahlreiche Ladengeschäfte. Vom 1 Zentralplatz (Κεντρική Πλάτεία) wendet man sich nordwärts zur Zitadelle.

Die Venizelos St. endet an der Brücke über den Pineios.

Bauwerke und Antike Stätten[Bearbeiten]

Antikes Theater
Bezesteni
Agios Achileios Kirche über dem Pineios
ehem. Yeni Moschee
  • das 2 antike Theater A wurde im 3. Jhdt v.Chr. erbaut und entsprach mit einer Grösse der Orchestra von 20 m, ca. 30 Sitzreihen und einem Fassungsvermöhen von 10'000 Zuschauern der üblichen Grösse eines Theaters in einer griechischen Stadt der Antike. Unter römischer Herrschaft wurde das Theater für Zirkusspiele umgerüstet und Theateraufführungen ins zweite Theater verschoben.
  • vom zweiten 3 antiken Theater B aus römischer Zeit sind nur noch wenig mehr als die 1978 bei Umbauarbeiten entdeckten Grundmauern zu sehen. Hierhin wurden nach Umnutzung des ersten Theaters die Aufführung von Theaterstücken verschoben; der Ort wird in der Moderne für Aufführung antiker Theaterstücke benutzt.
  • am Lana-Platz (Πλατεία Λαού) finden 4 Ruinen von Bädern aus frühchristlicher Zeit; ebenfalls am Lamproulis Square fanden sich Ruinen von 5 Bädern aus byzantinischer Zeit.
  • weitere Ruinen der byzantinischen Stadtbefestigung sind verschiedenenorts erhalten.
  • der 6 Bezesteni, ein rechteckiges Gebäude aus dem 15. Jhdt. wurde in osmanischer Zeit als gedeckter Markt, Pulvermagazin und später als Festung genutzt, aus diesem Grund wird das Bauwerk heute als "Fortress" bezeichnet.
  • das grosse 7 osmanische Badehaus (Buyuk Hamam) aus dem ca. 17 Jhdt. war Zentrum des osmanischen Lebens in der Stadt, im Bereich von Ladengeschäften ist heute noch eine Kuppel erkennbar.
  • die 8 Yeni Moschee aus dem 19. Jhdt. an der Plateia Laou nahm bei den mehrfachen Erdbeben Schaden und wurde zum archäologischen Museum umgenutzt.

Kirchen[Bearbeiten]

  • 9 Agios Achilleios - Kathedrale. In Larisa liegt der Bischofssitz der Region mit der Agios Achilleios - Kathedrale. Im Nordflügel findet sich das Kuppelgrab des Heiligen Achilleios.
  • 10 Byzantinische Basilika, Lamproulis Square. Haupt- und zwei Seitenschiffe aus dem 11./12. Jahrhundert

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

  • der Bezesteni (s.oben) wird auch als Fortress bezeichnet, der osmanische Bau hatte aber nur teils Festungsaufgaben.

Denkmäler[Bearbeiten]

  • an der Kreuzung Demeter / Nike St. wurde 1955 ein 11 Neptunmonument entdeckt, welches zum besseren Schutz ins Museum transferiert wurde, von der Marmor - Säule mit einer dem Poseidon als Gott der Quellen geweihten wurde vor Ort eine Kopie belassen.
  • auf dem 12 Hebrew Square (Plateia Evreon, Πλατεία Εβραίων) steht das Mahnmal, welches an die Vernichtung der jüdischen Bevölkerung erinnert. Hier befindet sich auch die Synagoge der Stadt.

Museen[Bearbeiten]

  • 13 Historisches & Folkloremuseum Larisa, Λαογραφικό και Ιστορικό Μουσείο Λάριςας, Gourgioti / Γ. Γουργιώτη. Tel.: 2410 239446, Fax: 2410 287516, E-Mail: .
  • das archäologische Museum (Diachroniko Museio) wurde offenbar von der ehemaligen Moschee an der Plateia Laou resp. 31st Augustou St. in neue Räumlichkeiten beim Hügel Mezourlos im Süden (Umfahrung Athen - Trikala) der Stadt verschoben und sollte 2014 eröffnen (wo?)
Archaeological Museum, Plateia Laou / 31st Aug. Street. Tel.: 2410 288515, E-Mail: . Geöffnet: Mo-So 8.30-15.00h, im Sommer Mo geschlossen.
  • 14 Städt. Kunstmuseum Katsigras, Av G. Papandreou. Tel.: 2410 621205. Geöffnet: Di-Fr 10.0-14.00 / 18.00-21.00h, Sa, So. 10.00-14.00h.

Parks[Bearbeiten]

Alkazar Park
  • entlang des Flusses Pineios (Pinios), der oftmals durch Überschwemmungen zu Zerstörungen in der Stadt führte, wurden Gehwege angelegt. Ein Kenotaph erinnert an den griechischen Arzt Hippokrates, der in Larisa begraben worden sein soll - zumindest hält die medizinische Fakultät der Stadt sein Ansehen hoch.
  • der 15 Park Alkazar dient den Stadtbewohnern als Naherholungsgebiet, in einer Arena ähnlich einem antiken Halbrundtheater werden im Sommer klassische Stücke aufgeführt.
  • etwas weiter nördlich liegt das 1 Fussballstadion Alkazar - der AEL (Athletic Union of Larissa), das neue 2 Stadion liegt an der Umfahrung im Südwesten der Stadt.
  • auf dem 16 Postplatz (Post Office Square, Πλ. Ταχυδρομείου) steht die Wasser-Skulptur "Sculptural River" das aus Larissa stammenden Künstlers Nella Goranda.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

  • vor allem in den zunehmend durch Verkehrsbefreiung attraktivierten Strassenzügen von Kyprou St. und Kouma St. finden sich zahlreiche Ladengeschäfte und Boutiquen.

Küche[Bearbeiten]

  • das Angebot an Restaurants und Kneipen ist gross, beliebt beispielsweise die Umgebung des Postplatzes.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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