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Herisau

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Herisau ist der Hauptort des Kantons Appenzell Ausserrhoden in der Schweiz.

Herisau
Herisau
Kanton Appenzell Ausserrhoden
Einwohner ca. 15'100 (2011)
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Lage
Lagekarte der Schweiz
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Herisau

Hintergrund[Bearbeiten]

Herisau: Historisches Zentrum

Herisau ist als grösste Ortschaft, Verwaltungssitz und Sitz des Kantonsrats der "de facto" Hauptort des Kantons Appenzell A.Rh., auch wenn in der Kantonsverfassung kein eigentlicher Hauptort bezeichnet ist; die Kantonsgerichtsbarkeit und die Kantonspolizei ist in Trogen domiziliert.

Die Einwohner selber bezeichnen Herisau als "grösstes Dorf": der Ort hatte als Marktflecken nie Stadtrechte und bezeichnet sich heute noch als Dorf, wenn auch die Einwohnerzahl Stadtgrösse längst erreicht hat. Herisauer gehen "ins Dorf", wenn sie im Ort bleiben und "in die Stadt", wenn sie ins nahe St.Gallen fahren.

Mit zahlreichen Aussenbezirken (Waldstatt und Schwellbrunn hatten sich bereits früher von Herisau abgelöst), wuchs das Dorf mit Ansiedlung von Industriebetrieben etwas "polypenartig" ums Zentrum. Man sagt sich, dass von keinem Platz aus das ganze Dorf gesehen werden kann.

Geschichte[Bearbeiten]

Von irischen Mönchen wurde im 7. Jahrhundert nicht nur das Kloster St.Gallen gegründet sondern auch entlang der Flussläufe die Bevölkerung im umgebenden Bergland christianisiert. In den Akten des Klosters St.Gallen wird 821 die Siedlung Schwänberg bei Herisau und 837 Herisau (als Herinisauva / Aue des Herin) selbst urkundlich erwähnt, eine eigene Kirche ist ab 907 bezeugt.

Die Herren von Rosenberg (Rorschach) erbauen im Zeitraum des 11. - 13. Jhdt. die Burgen Urstein, Rosenberg und Rosenburg, verwaltet wird die bis in den Bereich von Urnäsch und die Schwägalp reichende Gemeinde von einem äbtischen Meieramt. Im Rahmen der Appenzellerkriege wendete sich Herisau vom Fürstabt von St. Gallen ab und den Appenzeller Separatisten zu, die Burgen in Herisau wurden nach 1403 zerstört, mit dem Appenzeller Landrecht und der Appenzeller Gerichtsbarkeit wurde Herisau Teil des Landes Appenzell und gelangte so mit Appenzell 1513 in die Eidgenossenschaft.

1516/20 wurde unter Beibehaltung des alten Turms aus dem 14. Jhdt. eine neue Kirche erbaut, die durch Zwingli, Vadian und die Täufer in den Kanton getragene Reformation setzte sich um 1529 in Herisau durch. Da die Gemeinde als vermittelnd galt, siedelten reformierte Politiker 1588 aus Appenzell nach Herisau über, gleichzeitig wurden die Katholiken und wenig später auch die Juden vertrieben. Nach der im Jahre 1597 erfolgten "Landteilung" stand Herisau in Rivalität mit Trogen um die Hauptortfunktion, Rats- und Gerichtssitzungen verteilten sich auf die Orte.

Mit dem Aufschwung der Leinenweberei, Baumwollweberei und Stickereiindustrie wurde Herisau zu einer bedeutenden Ortschaften in der Schweiz; nach mehreren verheerenden Dorfbränden im 17./18. Jhdt. wurden etliche Fabrikantenhäuser in der Mitte des 18. Jhdt. neu erbaut, die heute das Dorfbild noch prägen.

Als Marktflecken ist in Herisau der Wochenmarkt und vor allem der regionale Viehmarkt (Kälbermarkt) von Bedeutung, Stadtrechte und auch typische Stadtbefestigungen sucht man vergebens.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächste internationale Flughafen ist derjenige von 1 Zürich-Kloten, ca. 1 Fahrstunde entfernt, am näher gelegenen Flughafen Altenrhein werden Businessflüge und eine Linienverbindung nach Wien, durchgeführt von der People's Viennaline, abgefertigt.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Appenzeller Bahnen
Südostbahn

Die beiden Appenzell sind als Schweizer Besonderheit nicht durch die SBB sondern durch Privatbahnen versorgt, Fahrkartenverkauf und Fahrpläne gehen nahtlos mit den Systemen der SBB einher.

Die normalspurige Südostbahn betreibt zusammen mit den SBB die S-Bahn St.Gallen und stellt so die Verbindungen zwischen Herisau und St. Gallen sicher. Als Voralpen - Express verkehren direkte Schnellzüge der Südostbahn zweischen St. Gallen - Herisau und Luzern mit Anschluss an die Gotthardlinie.

Mit Zügen der Appenzeller Bahnenauf der Linie Gossau - Herisau - Urnäsch - Appenzell - Wasserauen ist das Appenzeller Hinterland erschlossen, von Zürich herkommend steigt man in Gossau auf den Anschlusszug der Appenzeller Bahnen nach Herisau um.

Die Bahnhöfe der 1 Südostbahn und der schmalspurigen 2 Appenzeller Bahnen liegen zu beiden Seiten der Bahnhofstrasse und sind durch eine Unterführung verbunden.

Das Appenzeller Mittelland ist mit gelegentlichen Postauto - Kursen erschlossen, rascher gelangt man über das nahe St. Gallen nach Teufen AR, Trogen AR und ins Vorderland nach Heiden.

Auf der Strasse[Bearbeiten]

Die Autobahn A1 von Bern - Zürich umrundet den Kanton Appenzell im Norden und führt über St. Gallen ins Rheintal und Richtung Bregenz und Vorarlberg. Herisau ist über die Symbol: AS St.Gallen-Winkeln oder alternativ über Symbol: AS Gossau der A1 erreichbar.

Motorradfahrern bekannt ist die Schwägalp - Passstrasse, die vom Rheintal über das Toggenburg nach Urnäsch und von Süden her weiter nach Herisau führt. Am Sonntagabend nach schönem Ausflugwetter staut sich öfters der Verkehr von Waldstatt nach Herisau und weiter nach Gossau zum Autobahnzubringer.


Mobilität[Bearbeiten]

Das Dorf mit seinen Aussenbezirken ist weitläufig, der Weg in den einen oder anderen Aussenberzirk kann sich von einem Spaziergang nahezu zu einer Wanderung hinziehen. Von Regiobus wird ein Ortsbussystem mit 5 Linien betrieben.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Reformierte Kirche
Fabrikantenhäuser in Herisau
Walser'sches Doppelhaus
  • die 1 Reformierte Kirche: ein erstes an heutiger Stelle 1225 errichtetes Gotteshaus wurde 1516/20 durch ein spätgotisches Gebäude ersetzt. Nach Zerstörungen durch den Dorfbrand von 1559 wurde die Kirche um 1606 neu aufgebaut und erhielt 1741 auf dem Kirchturm einen neuen von Johannes Grubenmann entworfenen oktogonalen Turmhelm. Einer Renovation 1782/3 verdankt die Kirche ihre Stuckaturen im Rokokostil, 1807 wurde vom aufgehobenen Kloster Salem die grösste Glocke des als "Glockenhimmel von Salem" bekannten Barockgeläuts erworben, die (je nach Quellen 5,5 - 9 t schwere) Herrgottsglocke konnte nur mit Mühe (eine gedeckte Brücke über die Sitter habe abgedeckt werden müssen) über den Bodensee und mit Ross und Wagen nach Herisau transportiert werden, das übrige Geläute wurde neu gegossen. 1959/60 wurde eine neue Orgel auf der Empore eingebaut.
  • eine 2 Katholische Kirche entstand in Herisau erst wieder, nachdem sich 1867 eine Pfarrei gründete, das aktuelle Gotteshaus in der Nähe des Bahnhofs wurde 1937 erbaut.

Im Ortszentrum um den Platz stehen zahlreiche Fabrikantenhäuser:

  • 3 im Walser'schen Doppelhaus sind Ladengeschäfte untergebracht.
  • 4 das Wetterhaus wurde im Jahre 1737 von der Familie Wetter errichtet.
  • 5 das "Alte Rathaus" wurde 1827/8 im klassizistischen Stil erbaut und diente als Tagungsort von Gross- und Gemeinderat, Gefängnis, Mesmerwohnung; in der "Chäshalle" unter dem Gebäude wurde über viele Jahre der Käse- und Buttermarkt abgehalten. Heute ist das Gebäude Sitz des Museum Herisau.
  • alte Häuserzeilen finden sich an der Windegg, der Schmiedgasse und der Oberdorfstrasse.
  • am Obstmarkt, wo auch der Wochenmarkt abgehalten wird, steht das 6 Kantonale Regierungsgebäude, bis zu deren Umzug in einen Neubau am Ostende des Platzes hatte hier auch die ehemalige Kantonalbank von Appenzell A.Rh. ihren Sitz.

Als sehenswertes Monument der Industriearchitektur gilt

  • das 7 Schwarze Haus, die ehemalige Mühle, dann Textildruckerei wurde zu einem Wohnhaus umgebaut.

In der Umgebung von Herisau finden sich mehrere Burgruinen:

Burgen um Herisau
Ruine Rosenburg ("Ramsenburg")
  • die 8 Ruine Rosenburg (unter Einheimischen als "Ramsenburg" bekannt): die um 1170 erbaute Burg mit einem Wohnturm umgeben von einer Umfassungsmauer wurde in den Appenzellerkriegen 1403 zerstört.
  • die 9 Ruine Rosenberg (unter Einheimischen als "Rosenburg" bezeichnet): die in der Nähe der Rüti gelegene wohl im 12./13. Jhdt. erbaute Burg wurde ebenfalls in den Appenzellerkriegen zerstört, von ihr ist die Umfassungsmauer und vor allem die Westmauer erhalten.
  • die 10 Ruine Urstein: die wohl im 11. Jhdt. erbaute Burg, Sitz der Familie von Urstein, wurde wohl im 13./14. Jhdt. zerstört oder fiel Geländerutschungen zum Opfer. Die heute weitgehend zerstörte Burg lag hoch über der Schlucht der Urnäsch an der südlichen Gemeindegrenze auf dem Felsvorsprung zwischen Stösselbach und Urnäsch. Mit Notgrabungen wurden in den Siebzigerjahren Mauerreste konserviert, der Grossteil der Ruine ist bereits in die Urnäsch hinuntergestürt, der Rest droht nachzufolgen.

Ebenfalls in der Umgebung von Herisau finden sich mehrere sehenswerte Brücken:

Urnäschbrücke im Kubel
  • die 11 "Sprechende Brücke" im Hundwilertobel über die Urnäsch auf dem alten Landsgemeindeweg zwischen Herisau und Hundwil ist eine 29 m lange vom Baumeister Johann Ulrich Grubenmann (aus Teufen) erbaute gedeckte Holzbrücke. Inschriften auf den Jochbalken regen den Wanderer zum Denken an, diese haben der Brücke den Namen "Sprechende Brücke" gegeben.
  • die 12 gedeckte Urnäschbrücke im Kubel ist die zweite ebenfalls ca. 30 m lange und mit Sprüchen an den Jochbalken versehene Brücke des Teufener Baumeisters Johann Ulrich Grubenmann.
  • das 13 Sitterviadukt der Bodensee-Toggenburg-Bahn / Südostbahn zwischen dem Gübsensee und St.Gallen-Haggen.
  • das 14 "Cilanderviadukt" westlich vom Bahnhof Herisau überquer das Tal des Bachs Glatt mit verschiedenen Textilindustriebetrieben
  • eine 15 weitere gedeckte Holzbrücke führt über den "Wissbach" vom Weiler Schwänberg zur Flawiler Egg.
histor. Bauten im Weiler Schwänberg
Schwänberg: "altes Rathaus"

In der ältesten Ansiedlung auf dem Gemeindegebiet von Herisau, dem im Jahre 821 als Suweinperac urkundlich erwähnten Weiler Schwänberg finden sich historische Bauten:

  • das sogenannte 16 "alte Rathaus", ein Wohnhaus eines Söldnerhauptmanns aus dem Dreissigjährigen Krieg wurde um 1630 erbaut. Es kann am 1. Sonntag im Monat von 14-16 h besichtigt werden
  • das 17 Rutenkaminhaus mit einem gewaltigen Rutenkamin
  • das Weisse Haus mit seinem Tuffsteinkeller
  • die Gastwirtschaft Sternen mit dem Brotbackofen aus dem 18. Jhdt.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Spazieren und Wandern: rund um den Ort können zahlreiche Wanderungen unternommen werden, erwähnenswert ist der "Landsgemeindeweg" über die 18 "Sprechende Brücke" im Hundwilertobel nach Hundwil und der Weg durch die 1 Wissbachschlucht, der durch einen an die Schluchtwand gehängten tunnelartigen Steg führt. Gegen Gossau hin entlang der Glatt gelangt man zur Grotte "Salpeterhöhle", die auch als 2 "Columbanshöhle" bekannt ist. Mit Kindern lohnen sich Ausflüge zu den Burgruinen 19 "Ramsenburg" und 20 "Rosenberg", an beiden Orten sind Grillstellen vorhanden.
  • ein gemütlicher Spaziergang führt um den Stausee 3 Gübsensee (mit eigener Bahnhaltestelle), von dem aus das Kraftwerk im Kubel gespeist wird, leider absolutes Badeverbot!
  • Kinder schätzen auch den Besuch des "Spielparadieses" auf dem 4 Sedel mit verschiedenen Karrussels, vom Restaurant her ergibt sich eine schöne Rundsicht, der Aussichtspunkt 5 "Lutzenland" ist auf einem kurzen Fussweg zu erreichen.
  • Schwimmen im Hallenbad des 6 Sportzentrum Herisau (hier auch Kunsteisbahn), im Sommer im 7 Freibad Sonnenberg
  • Besuch des Museum Herisau, Platz. Tel.: +41 (0) 71 352 40 10, +41 (0) 79 377 34 43, E-Mail: . Geöffnet: Mai-Dez., Mi-So, 13.00-17.00h. Preis: 5.00/3.00 Fr. / bis 16 J. frei.: das historische Museum zeigt viel zur Geschichte von Herisau und Appenzellischer Volkskultur und zum Leben und Werk des Schriftstellers Robert Walser (1878–1956). Liebhaber der Literatur von Robert Walser, der Patient in der psychiatrischen Klinik in Herisau war, können sich auch auf den Robert Walser-Weg machen. Tafeln mit Texten von Robert Walser sind auf einem von ihm gern gegangenen Weg von der Wachtenegg bis zur Rüti plaziert.
Silvesterchläuse

Spezielle Anlässe halten das Brauchtum im Appenzeller Hinterland aufrecht:

  • Silvesterchlausen: am 31. Dezember (wenn er auf einem Sonntag fällt am Tag zuvor) treiben die Silvesterchläuse den Winter aus. In "Schuppeln" sind sie am frühen Morgen zu den Höfen der Umgebung unterwegs, am Vormittag bis frühen Nachmittag im verkehrsfreien Dorfzentrum und am Abend teils in den Gaststätten. Die "Chläuse" treten als "Schöne" mit Samtgewändern und prächtig gearbeiteten Kopfhauben, als "Wüeschte" (mit aus Tannenreisig, Stroh und Naturmaterialen gearbeiteten Gewändern) und als "Schöwüeschti" (mit aus Naturmaterialien gearbeiteten Gewändern und Kopfhauben, die beispielsweise Szenen des bäulerlichen Lebens zeigen) auf. Die Kläuse tragen zwei grosse "Schellen" (Glocken), dazu kommen zwei "Rollenweiber" (der Vorrolli und Nachrolli, beide mit Gewändern mit "Rollen", kleineren Pferdeschellen, unter den Frauenmasken tragen meist Männer die kiloschwere Last). Bei den Höfen kommt die Gruppe vom Vorrolli geleitet an, dieser macht mit den Schellen auf die Gruppe aufmerksam. Dann stimmen die anderen Kläuse mit den Schellen ein und bewegen sie rhythmisch. Meist folgt dann ein "Chlausenzäuerli", ein überlieferter Naturjodel. Mit einem Glas Weisswein, Süssem und Bargeldgaben werden die Chlausenschuppel verdankt. - Wem das Erlebnis in Herisau nicht ausreicht, der kann am 13. Januar die Silvesterchläuse in Urnäsch beim alten Silvester nochmals sehen.
  • Gidio Hosestoss: jeweils am Aschermittwoch wird als Fasnachtsbrauch der wohl bekannteste Herisauer Bürger, Gidio Hosestoss, der an einem gestohlenen Leckerli erstickt ist, zu Grabe getragen. Auf dem Trauerumzug folgen ihm auf Wagen die Angehörigen, der "Gidiopfarrer" (der in seiner Abdankungsrede das vergangene Jahr humoristisch kommentiert) und das Fasnachtsvolk. Am folgenden Sonntag, dem "Funkensonntag" wird der Gidio auf dem Scheiterhaufen verbrannt, und der Frühlig mag kommen. Dies wird von zahlreichen Guggemusiken begleitet, in den letzten Jahren konnte sich Herisau zu einem Schwerpunkt der Guggemusik entwickeln.
  • Blochmontag: in einem Umzug wird am Montag nach Aschermittwoch von einer Männer- oder Knabentruppe in den Hinterländer Orten das Bloch, ein gewaltiger Baumstamm auf einem Wagen auf einem Umzug durch die Gemeinde gezogen und zuletzt versteigert. Die Tradition des Blochführens wurde 2012 in Herisau wieder aufgenommen.
Vorreiter oder Herolde kündigen das Kommen des "Bloch" an, Kässelibuebe in historischen Gewändern rasseln mit Spendenbüchsen für eine Gabe. In typischer Kleidung als Sennen, Bauern oder Holzer zieht die Zugmannschaft den Wagen mit dem gewaltigen Baumstamm. Der Schmied heizt einen auf dem Bloch montierten eisernen Ofen an, lässt gelegentlich einen Schwärmer krachen und schlägt den Amboss. Den Umzug begleitet der "Jäger" (hoch zu Ross), der Bären und der Bärenwärter (gelegentlich entwischt der Bär dem Bärenwärter und setzt furchteinflössend den Kindern unter den Zuschauern nach, bis er wieder eingefangen ist).
  • im September, jeweils am Dienstag nach dem eigen. Bettag, wird in Herisau die Viehschau abgehalten, man sieht zahlreiche Sennen in ihren farbenfrohen Trachten.
  • am ersten Dezemberwochenende wird in der Oberdorfstrasse ein Christkindlimarkt abgehalten.
  • jeweils in den ungeraden Jahren wird im Juni/juli das Kinderfest mit einem farbenfrohen Umzug der Schulkinder am Nachmittag durchgeführt. Tambourengruppen holen die Schüler bei den Schulhäusern ab, nach dem Mittagessen , zu dem die Kinder bei Privatpersonen oder in Restaurants zu Gast sind, zieht ein Umzug durchs Dorf und im Ebnetareal geht das Dorffest bis in die Nacht weiter.

Einkaufen[Bearbeiten]

Alpfahrt
  • am Samstag findet auf dem Obstmarktplatz der Wochenmarkt statt, Mastkälber werden jeden Freitag auf dem Kälbermarkt verkauft.
  • Appenzeller Käse ist immer ein gutes Mitbringsel, es gibt in ihn verschiedenen Abstufungen zwischen mild und räss (dann ziemlich eigentümlich im Geschmack).
  • Appenzeller Biber können mehrerenort erstanden werden, u.a. bei Biberbäckerei Messmer, das mit Mandelmasse gefüllte Lebkuchengebäck, das in feinen Streifen zum Kaffee genossen wird, ist vor allem in der Variante mit Modelabdruck oder buntem Marzipanbild ebenfalls ein beliebtes Mitbringsel.
  • in Goldschmiedeateliers können Appenzeller Chüeli erworben werden, Appenzeller tragen oft eine kleine Goldkuh im Ohr, Sennen an Festtagen und Alpfahrten goldene Chelleli, aus Gold gefertigte Rahm-Schöpfkellen. Appenzeller Chüeligurte (Gürtel mit Messingbeschlägen mit sennischen Motiven) sind vielerorts zu haben.
  • für Darstellungen von Alpfahrten sind Appenzeller Bauernmaler bekannt.

Küche[Bearbeiten]

Über die zahlreichen Gaststätten informiert u.a. die Website der Gemeinde. Beispielhaft sind als urchige Restaurants zu erwähnen:

Nachtleben[Bearbeiten]

Bars, Dancings und Diskotheken sind in Herisau zu finden, viele ziehts "in den Ausgang" auch nach St. Gallen

Unterkunft[Bearbeiten]

Über die Unterkunftsmöglickeiten informiert u.a. die Website der Gemeinde.

Gesundheit[Bearbeiten]

  • das 3 Kantonale Spital Herisau verfügt über eine Notfallstation, im Ort gibt es auch einen gut organisierten hausärztlichen Notfalldienst.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • das 1 Postamt befindet sich in einem repräsentativen Bau aus dem frühen 20. Jhdt. an der Poststrasse.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • ins Appenzellerland, empfehlenswert u.a. Fahrt auf den Säntis, Besuch von Urnäsch mit dem Brauchtumsmuseum, Besuch von Stein mit der Schaukäserei, Besuch von Appenzell
  • Besuch von St. Gallen mit dem Klosterbezirk, Kathedrale und Stiftsbibliothek
  • zum Baden ins Erlebnisbad Säntispark nach Abtwil oder ins geheizte Freibad in Waldstatt.
  • zum Wandern auf die Hundwilerhöhe (bei Hundwil), die Hochalp (bei Urnäsch), den Hochhamm (bei Schönengrund), mit der Bahn auf den Kronberg oder in den Alpstein, wo neben dem Säntis der Hohe Kasten (bei Brülisau), die Ebenalp und der Schäfler (bei Wasserauen) und die Seen im Alpstein sehenswert sind.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • www.herisau.ch, Website der Gemeinde mit Informationen für Touristen
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