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Edinburgh

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Edinburgh Castle dsc06357.jpg
Edinburgh
Unitary authority Edinburgh
Einwohner
464.990 (2016)
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Lage
Lagekarte des Vereinigten Königreichs
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Edinburgh

Edinburgh ist die Hauptstadt von Schottland. Sie ist mit ihren etwa 450.000 Einwohnern zwar deutlich kleiner als Glasgow, bildet allerdings mit der hochaufragenden Burg schon seit Jahrhunderten das politische Zentrum Schottlands.

Hintergrund[Bearbeiten]

Edinburgh beherbergt nicht nur das weltbekannte Edinburgh Castle als ehemaligen Sitz der schottischen Könige, sondern auch das 1999 wieder einberufene schottische Parlament. Beide sind durch die Royal Mile miteinander verbunden, die sich vom Fuße des Stadtberges Arthur's Seat bis zur Burg erstreckt. An deren Fuß befindet sich auch Holyrood Palace, eine Residenz der britischen Königsfamilie.

Die Edinburgher Innenstadt lässt sich grob in Altstadt (Old Town) und Neustadt (New Town) aufteilen. Die mittelalterliche Altstadt wird dominiert vom Burgberg, der nach Osten hin sanft zum Holyrood Palace abfällt. Entlang des Burgberges zieht sich die Royal Mile. Typisch für die Altstadt sind die Closes, kleine Gassen, die verwinkelt und häufig mit vielen Treppen von der Royal Mile nach Süden und Norden abfallen. Die georgianische Neustadt wurde ab 1766 nach Plänen des Architekten James Craig planmäßig neu angelegt. Sie bestand ursprünglich aus drei parallelen Straßen (Princes Street, George Street, Queen Street) nördlich der Altstadt und wurde später nach Norden erweitert. Die Edinburgher Neustadt gilt als eines der besterhaltenen Beispiele für georgianische Stadtarchitektur.

Der Stadtkern besteht überwiegend aus historischen Gebäuden und lockt daher eine Vielzahl von Touristen an. Des Weiteren ist Edinburgh bekannt für seine zahlreichen Festivals, insbesondere das Fringe Festival, das Edinburgh Tattoo und das Edinburgh Hogmanay.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Edinburgh besitzt einen internationalen Flughafen IATA CodeEDI, der am westlichen Stadtrand gelegen ist.

  • Lufthansa fliegt täglich dreimal von Frankfurt am Main nach Edinburgh. Zubringerflüge aus der ganzen Welt nach Frankfurt sind möglich.
  • Eurowings fliegt Edinburgh vom Flughafen Köln/Bonn sowie Düsseldorf und München an.
  • easyJet fliegt von Hamburg, Stuttgart, Berlin-Schönefeld, Genf, Basel und München aus.
  • Ryanair fliegt von Bremen, Frankfurt-Hahn, Weeze und Bratislava.

Bei der Einreise über den Flughafen Edinburgh sollte ausreichend Zeit im Falle einer Weiterreise einkalkuliert werden, da der Flughafen bei der Passkontrolle organisatorisch völlig überfordert ist. Schon wenn nur zwei Flugzeuge gleichzeitig ankommen, bilden sich sehr lange Warteschlangen und es geht nur äußerst zäh voran. Dafür ist danach meist schon das Gepäck aller Reisenden auf dem Ausgabeband.

Die bequemste Art, in die Stadt zu kommen, ist mit der neugebauten Straßenbahn, die über Haymarket, Princes Street bis zum York Place (oberer Leith Walk) fährt. 5,50 Pfund einfach, 8,50 Pfund return. Etwa 30 - 35 Minuten Fahrtzeit, Abfahrten alle 8 - 12 Minuten. Ähnlich schnell ist der Airlink (100), der innerhalb von 25 Minuten vom Flughafen zum Busbahnhof Waverley Bridge, mit nur wenigen Halts direkt in der Stadt fährt. Abfahrt ist alle 10 Minuten. Eine einfache Fahrt kostet £ 4,50 und das Hin- und Rückfahrticket £ 7,50. Kinder reisen ermäßigt.

Es existieren noch eine Reihe weiterer Busverbindungen in Vororte und andere Stadtteile. Die Buslinie 35 des Unternehmens Lothian ist die billigste, aber auch langsamste Verbindung in die Innenstadt, kostet einfach £ 1,60 (maximaler Preis für eine Fahrt) und benötigt in die Innenstadt knapp 90 Min. Wer den Flughafen-Aufpreis der Tram sparen möchte, fährt zum normalen Tarif (£ 1,60) mit der 35 ab Flughafen bis zum Halt Ingliston P&R und steigt dort in die Tram um, die ab dort in die Stadt zum Normaltarif fährt. Wer in etwa die Strecke, welche der Airlink 100 fährt, zum normalen Lothian-Tarif fahren will und viel Zeit hat, kann am Flughafen den Bus 35 bis zum Gyle Centre nehmen und dort umsteigen in den Bus 12.

Edinburgh Shuttle betreibt eine Reihe von Kleinbussen und befördert den Gast für £ 8,00 vom Flughafen bis zur jeweiligen Haustür und umgekehrt.

Eine umweltfreundliche Methode ist die Anreise mit dem Fahrrad. Dieses kann man am internationalen Ankunftsterminal abstellen. Wer mit dem Auto fährt, erreicht den Flughafen am einfachsten über die A8. Parktickets kann man über das Internet bereits vorbestellen.

Alternativ kann man auch das westlich gelegene Glasgow anfliegen, bzw. Glasgow-Prestwick und dann per Bus und Bahn weiterreisen. Hierbei ist zu beachten, dass vom Flughafen ein Zug oder Bus nach Glasgow (Fahrtzeit ca. 45 Minuten) und dort (Wechsel zum anderen Bahnhof) der Zug nach Edinburgh zu nehmen ist. Als Ryanair-Fluggast erhält man allerdings 50% Rabatt auf den Busfahrpreis (dann ca. 7 Pfund bis Edinburgh).

Nach Newcastle gibt es Flugverbindungen von Düsseldorf (Lufthansa), Genf (easyJet) und Hannover (TuiFly) aus. Newcastle ist per Bahn 90 min von Edinburgh entfernt. Fahrkarten für die Bahn gibt es bei Vorbuchung für ca. 20 GBP retour.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Edinburghs Waverley Station im Stadtzentrum liegt an der East Coast Main Line, die von London Kings Cross nach Edinburgh und weiter führt. Der Service wird von dem Eisenbahnunternehmen GNER betrieben. Scotrail verbindet Edinburgh mit Glasgow, Aberdeen und Perth und weiter in die schottischen Highlands. Fast alle Züge halten auch am Bahnhof Haymarket, 1 km westlich der Burg.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

  • Scotish CityLink verbindet praktisch alle nennenswerte Orte Schottlands miteinander.
  • MegaBus verbindet Edinburgh mit einigen Großstädten Großbritanniens. Wer im Internet bucht, kann selbst für deutsche Verhältnisse unschlagbare Preise ergattern. Beispiele: Edinburgh - Glasgow, Fahrzeit ca. 1 Stunde, Preis 1-2 Pfund! Edinburgh - Inverness, Fahrzeit ca. 3½ Stunden, Preis ca. 7 Pfund.

Der sehr große Busbahnhof am St. Andrews Square liegt etwas versteckt im Innenhof eines Häuserblocks. Wer mit dem Bus verreisen will, sollte sich vorher über seine Lage informieren.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Edinburgh ist von Glasgow, Stirling und Perth über die Autobahnen M8, M9 und M90 zu erreichen. Von London aus ist Edinburgh über die Ostküste (A1/A1(M)) ca. 600 km, oder die Westküste M6/ A74(M)/ A701 ca. 650 km zu erreichen.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Vom europäischen Festland (Ijmuiden bei Amsterdam) kann man bis Nordengland (Newcastle) mit der Übernachtfähre (DFDS) fahren und anschließend über die Autobahn 120 (zweieinhalb Stunden) Meilen Richtung Norden fahren. Von Irland geht es an die Westküste Schottlands. Von da weiter über die Landstraßen.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Als Stadt an der Nordseeküste hat Edinburgh natürlich auch Anschluss an den internationalen Nordseeküsten-Radweg. Dieser verläuft von Aberdeen im Norden über Dundee auf dem Nationalen Radweg 1 (NCN1). Von der englischen Grenze bei Berwick upon Tweed geht es über die NCN 76 entlang der Küste hierher.

Mobilität[Bearbeiten]

Der öffentliche Nahverkehr in Edinburgh beruht fast ausschließlich auf Bussen. Lothian Busses (mit weinroten Bussen) und First Edinburgh (pink/ lila Busse) konkurrieren miteinander. Beide haben ein ähnliches Preisgefüge: Fahrkarten werden beim Busfahrer gekauft, es gibt kein Wechselgeld. Momentan (12/2016) kostet bei Lothian Busses eine Einzelstrecke £ 1.60 und das Tagesticket £ 4,00. Wer etwas länger in Edinburgh ist, für den kann sich eine Ridacard lohnen. Die Karte kostet £ 3 und kann dann z. B. mit einem Wochenticket £ 18 aufgeladen werden. Man bekommt diese in den Lothian Büros. Sie ist ab dem Tag der ersten Benutzung 7 Tage gültig. Sie gilt im Gegensatz zum normalen Tagesticket auch für den Airlink 100 und Nachtbusfahrten kosten mit der Karte nur die Hälfte. Auf den Hauptstrecken verkehren Doppeldeckerbusse im Taktverkehr (Liniennetzpläne an den Haltestellen), die Nebenstrecken werden alle 15-30 min befahren. Liniennetzkarten und Fahrpläne gibt es beim Lothian Travelshop auf der Waverley Bridge oder in der Tourist Information. Die Beibehaltung des Einheitspreissystems wird immer mal wieder diskutiert.

Zu beachten ist, dass auf viel befahrenen Strecken nicht jeder Bus an jeder Haltestelle hält: Die Haltestellen sind gestaffelt, Schilder an der Haltestelle geben die Busse an, die dort halten. Busse fahren in etwa von fünf Uhr morgens (Sonntags acht Uhr) bis Mitternacht, zusätzlich gibt es auf den Hauptrouten Nachtbusse im Stundentakt.

Zusätzlich fährt seit 2014 die Tram auf einer Linie, die vom Flughafen über Haymarket, das Westend, Princes Street bis zum York Place in der nordöstlichen Innenstadt verkehrt. Der Fahrpreis innerhalb der Stadt entspricht dem Preis der Busse (1,60). Für den Trip ab Flughafen ist ein ordentliches Aufgeld von 3,90 (auf 5,50) zu entrichten. Ursprünglich war vorgesehen, die Tram über den Leith Walk bis zum Ocean Terminal Leith weiterzuführen. Nach massiven Zeit- und Kostenüberschreitungen wurde dieser Teil nicht fertiggebaut. Das Projekt der Edinburgher Tram ist für die Stadt ähnlich traumatisch wie der neue Großflughafen in Berlin.

Besonders empfehlenswert zur Erkundung der Innenstadt sind die angebotenen Busrundtouren. Dabei werden auf vier verschiedenen Routen die touristisch relevanten Ziele der Stadt angefahren. Besonders Mutige können die vier verschiedenen Routen sogar kombinieren. Die oben offenen Doppeldeckerbusse befahren die Rundtouren ca. im 30-Minuten-Takt, wobei die Busse an jedem beliebigen Halt der gewählten Runde verlassen und wieder bestiegen werden können (Hop on hop off). Die 24 Stunden gültigen Bustickets gibt es für Erwachsene, Senioren/ Studenten, Kinder und Familien. Die Tickets können online, an besonderen Ticketschaltern in der Stadt gekauft oder in den Bussen selbst gelöst werden. Teilweise werden bei Eintrittspreisen nach Vorlage der Tickets Nachlässe gewährt.

Alternativ bietet sich eines der vielen Taxis an und für einige wenige Vororte der Zug.

Parken in der Edinburgher Innenstadt ist teuer (um £ 0.40/ 15 min) und Parkplätze sind schwer zu finden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Panorama

Kirchen[Bearbeiten]

Die St. Giles’ Cathedral, auch "High Kirk" genannt, ist die Hauptkirche Edinburghs. Die im 15. Jahrhundert im gotischen Stil erbaute Kirche ist 63 m lang und 30 m breit. An der High Street gelegen, diente sie im Laufe ihrer wechselvollen Geschichte u. a. als Webstube, Gefängnis, Gerichtssaal, Polizeiwache, Schule und Depot für Galgen(!). Besonders markant ist der Turmhelm, der einer Krone nachgebildet ist.

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

  • Edinburgh Castle: am oberen Ende der Royal Mile. Erstaunlich großes Areal mit vielen verwinkelten Gassen, hat mehr den Character eines mittelalterlichen Dorfes als einer klassischen Burg. Im Inneren gibt es mehrere Ausstellungen, z.B. die schottischen Kronjuwelen und ihre Geschichte oder "Prisoners of war" über die Lebensbedingungen der Kriegsgefangenen in der Festung. Minimum 3 Stunden sollte man schon einplanen. Eintritt £ 16,50 - wer mehr historische Gebäude in Schottland besichtigen will, sollte den Kauf eines "Explorer Pass" von Historic Scotland in Erwägung ziehen.
  • Holyrood Palace: am unteren Ende der Royal Mile. Berühmt u.a. durch Maria Stuart. Schottische Residenz der Queen, die jedes Jahr im Juni hier ist. Wenn sie nicht da ist, kann man Teile des Palastes besichtigen und erhält eine (elektronische) Führung auch in deutsch. Dauer ca. 2h. Eintritt £ 11,60.
  • Craigmillar Castle: Etwas außerhalb, am besten Busse 8, 33 ab North Bridge zum Klinikum "New Royal Infirmary" und von dort auf dem Fußweg weiter. Kleine Burgruine, recht gut erhalten. Eintritt £ 5,50
  • Dirleton Castle And Garden: Ausserhalb von Edinburgh in North Berwick, aber einen Kurzausflug wert. Ein wunderschönes Castle an der Steilküste östlich von Edinburgh mit Sicht auf den Bass Rock, ein kleines Vogelparadies. Sowohl das Castle als auch der Ort North Berwick lohnen die Reise.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Schottisches Parlament (gegenüber dem Holyrood Palace) - Es ist ein arbeitendes Parlament, kann aber besichtigt werden. Schlangenbildung in Spitzenzeiten.
  • City Chambers (Rathaus), Royal Mile: An den Berg gebaut, ist vom Bahnhof aus gesehen zehn Stockwerke hoch (Naturstein!), von der Royal Mile aus nur zwei. Das Treppenhaus ist sehenswert.
  • Forth Rail Bridge: Eisenbahnbrücke über den Firth of Forth. 15 km nordwestlich der Stadtmitte, zu erreichen per Zug (Zielbahnhof "Dalmeny" oder "North Queensferry").

Denkmäler[Bearbeiten]

  • Scott Monument: Zu Ehren des Schriftstellers Sir Walter Scott. Auf der Princes Street, direkt am Bahnhof. Die vier Etagen können bestiegen werden. Der atemberaubende Blick kostet £ 3.

Museen[Bearbeiten]

  • Royal Museum / Museum of Scotland, südlich parallel zur Royal Mile. Doppelmuseum in der Chambers Street. Das Royal Museum ist ein naturhistorisches Museum mit beeindruckender Jugendstilhalle. Das Museum of Scotland (eröffnet 2000) widmet sich der Geschichte Schottlands von der Steinzeit bis heute. Preis: Eintritt Frei.
  • National Gallery, Mound (zwischen West und East Princes Street Gardens). Eingang von den East Princes Street Gardens aus: kleine aber feine Gemäldegalerie. Preis: Eintritt Frei. Sonderausstellungen im Nebengebäude kosten um die £ 5.
  • National Portrait Gallery.
  • National Gallery of Modern Art / Dean Gallery, Hinter der Dean Village (von dort zu Fuß am Fluss entlang zu erreichen, oder per kostenlosem Shuttlebus vom Mound). Die National Gallery kostet keinen Eintritt, Sonderausstellungen in der Dean Gallery zwischen £ 5-£ 10.
  • Museum of Childhood, Royal Mile.
  • Writers Museum, High Street.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • Princes Street: Haupteinkaufsstraße, zwischen Alt- und Neustadt an den Princes Street Gardens entlang und mit Blick auf die Burg, Altstadt und Arthur Seat.
  • The Royal Mile: berühmte Straße zwischen dem Castle und dem Holyrood Palace mit historischer Kulisse. Interessant sind die zahlreichen kleinen Gassen (die meisten heißen Close), die zu beiden Seiten teils unter den Häusern durchführen. Man sollte sich unbedingt die Zeit nehmen und einige davon treppauf und treppab zu durchstreifen, dabei wird man auch entdecken, welch kurze Wege es zur Newtown gibt. Wer sich für die Entstehung und das frühere Leben in den Häusern zwischen den schmalen Gassen interessiert, der kann an einer Führung durch die Unterwelt der Mary King's Close anschließen (in kleinen Gruppen alle 20 Min., Eintritt 10 £, Vorausbuchung wird empfohlen, Dauer ca. 1 h). Das besondere ist, dass die besichtigte Unterwelt durch die Überbauung mit dem heutigen Rathaus um 1750 entstanden ist. Ansonsten besticht die Royal Mile vor allem durch zahlreiche Souvenirläden. Wer dort unbedingt kaufen will, sollte genau vergleichen. Zwischen den einzelnen Geschäften gibt es für die selben Artikel Preisunterschiede von über 100%.
  • Grassmarket: Die Kneipenstraße in Edinburgh. Liegt unterhalb der Burg und bietet gerade am Wochenende ein beeindruckendes Flair. Ursprünglich war der Platz ein Galgenplatz, auf dem die Urteile vollstreckt wurden. Daran erinnert heute ein kleines Denkmal in der Mitte des Platzes. Im Sommer wird mit Bühne und Musik versucht, den Platz noch mehr aufzuwerten.

Stadtteile[Bearbeiten]

Viele von Edinburghs innenstadtnahen Stadtteilen haben sich einen eigenen Charakter erhalten. Es lohnt sich, einfach mal hindurch zu laufen.

  • Dean Village: Unterhalb der Dean Bridge am Nordwestrand der Neustadt.
  • Stockbridge: Gilt als Künstlerviertel. Schließt sich nördlich bis nordwestlich an die Neustadt an.
  • Marchmont: Ähnlich zur Neustadt, auch 3- bis 4-geschossige Natursteinhäuser, aber verschnörkelter. Studentengegend, südlich der Meadows.

Parks[Bearbeiten]

  • Princes Street Gardens teilen sich das in Ost-West-Richtung verlaufende Tal zwischen Altstadt und Neustadt mit der Bahn. Gepflegte Garten- und Parklandschaft mit schönem Blick auf Altstadt und Burg mit viel Grünflächen. Entspannung pur mit dem gedämpften Stadtlärm, die Einheimische wie Besucher gleichermaßen genießen.
  • The Meadows am südlichen Rand der Innenstadt zwischen Universitätsviertel und Marchmont lädt mit seinen weiten Rasenflächen zum Spazierengehen ein. Trotz einiger beleuchteter Wege nach Einbruch der Dunkelheit etwas in Verruf geraten.
  • The Royal Botanic Garden etwas nördlich des Stadtzentrums beeindruckt durch seine Anlage und die dort im Freiland wie in Gewächshäusern ausgestellten Pflanzen. Der Eintritt zum Garten ist frei, zu den Gewächshäusern nicht. Außerdem gibt es ein Café mit schönem Blick.
  • Holyrood Park am unteren Ende der Royal Mile mit dem markanten Hügel Arthurs Seat. Mit einem Park im üblichen Sinn hat das Gelände wenig zu tun - als ehemaliges königliches Jagdrevier ist die Gegend weitgehend naturbelassen, und so manches Bild würde man eher in den Highlands erwarten als in der Hauptstadt. Ein Aufstieg auf Arthurs Seat (etwa 30 Minuten) bei schönem Wetter wird durch einen atemberaubenden Blick Rundumblick über die Stadt, vom Hafen über die Royal Mile, Old und New Town bis zum Castle und darüber hinaus belohnt.
  • Calton Hill mit dem Nelson Monument und der nie über eine Säulenreihe hinaus gekommenen Akropolis bietet einen Blick über Princes Street und New Town Richtung Castle, Palace of Holyrood House, Arthurs Seat und dem neuen schottischen Parlament bis zum Hafen nach Leith. Besonders bei Sonnenuntergang ein wunderbarer Ort, um den Tag ausklingen zu lassen.
  • Water of Leith: Flüsschen durch die Stadt, auf der ganzen Länge von Leith bis Balerno gibt es einen Uferweg. Am einfachsten an der Dean Village und in Stockbridge zu erreichen.

Verschiedenes[Bearbeiten]

  • Edinburgh Zoo: Hauptsächlich um Arterhaltung bemüht, daher mehr ausgefallene Tierarten. Berühmt ist die Pinguin Parade, bei der die Pinguine (freiwillig) hinter den Wärtern um ihr Gehege laufen.
  • Camera Obscura: Direkt am Castle gelegen, bietet einen schönen Überblick über die Stadt.
  • Scottish Whisky Heritage Center: Für 8 Pfund Eintritt bekommt man eine Führung (auch mit dt. Übersetzung) und eine Probe geboten. Außerdem bekommt man in der Bar am Ende der Führung für weitere 8 Pfund vier Whiskys aus den verschiedenen Gebieten Schottlands zusammengestellt und die Geschmacksunterschiede erklärt. Am Ende ist man vielleicht kein Experte, aber auch der Laie ist überrascht über die deutlichen Unterschiede der verschiedenen Sorten. Kaufen sollte man den Whisky aber zuhause, in Schottland ist er viel zu teuer. Lage: Royal Mile, direkt vor dem Castle. Die Führung dauert etwa 1 Stunde plus Aufenthalt in der Bar, sie schließt um 17.30 Uhr.
  • Die ehemalige königliche Yacht Royal Yacht Britannia ist im Hafen zu besichtigen, Zugang über das Ocean Terminal Shopping Center. Da man sogar in die (getrennten) Schlafzimmer der Queen und ihres Gatten blicken kann, die beide selbst eingerichtet haben, kommt man hier Königs wohl näher als an jedem anderen Ort auf der "Insel". In Spitzenzeiten bilden sich Schlangen, daher empfiehlt es sich, entweder ganz früh oder ganz spät aufzulaufen. Dauer der Besichtigung ca. 1-2 h. Der Speisesaal kann übrigens gemietet werden.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Im Sommer, speziell im August befindet sich Edinburgh im Ausnahmezustand, da dort gleichzeitig mehrere Festivals stattfinden, die Besucher aus aller Welt anlocken.

  • Das Edinburgh Fringe Festival - Ein Festival mit Kleinkunst, Theater, Musik, Comedy, Straßenperformance etc.
  • Das Edinburgh International Film Festival
  • Das Book Festival
  • Das Edinburgh International Festival - Hier geht es mehr um die "klassischen" Künste wie Oper, Ballett, Konzerte. Sehenswert ist das Abschlusskonzert mit Feuerwerksbegleitung in den Princes Street Gardens (Tickets für den Park nur per postalischer Verlosung, aber man kann von der abgesperrten Princes Street aus zuhören und schauen).
  • Das Edinburgh Tattoo ist ein Militärmusikfestival auf der Esplanade vor dem Castle. Sehenswert, aber sehr eng bestuhlt!

Gerade während der Festivalzeit sollte man die (dann teureren) Unterkünfte unbedingt rechtzeitig im Voraus reservieren.

Einkaufen[Bearbeiten]

Im Jenners Kaufhaus

Die Princes Street hat Bekleidungsgeschäfte und Kaufhäuser (Bhs, Debenhams, Jenners - bis vor kurzem das älteste unabhängige Kaufhaus der Welt, mittlerweile aber Teil der House of Fraser-Kette). Die Royal Mile hat hauptsächlich Touristenkitsch. Für Lebensmittel gibt es einen kleinen Supermarkt am St. Andrews Square; ansonsten viel im Viertel Newington (1-2 km stadtauswärts der North Bridge folgen). In der New Town gibt es einen Lidl, Tesco Metro und 24h Alldays auf der Nicolson Street (Verlängerung der South Bridge, 5 Gehminuten von der Royal Mile).

Es gibt in Edinburgh mehrere große Einkaufzentren. In der Innenstadt die Princes Mall (früher Waverley) unmittelbar an der Waverley Station, sie glänzt vor allem durch reichlich Leerstand. Gleich eine Ecke weiter findet sich das St. James Shopping Center, an dessen Ende man in eine der parallelen Einkaufstraßen zur Princes Street landet. Im Hafenstadtteil Leith findet sich das hochmoderne, aber etwas überdimensionierte Ocean Terminal Shopping Center. Man kann hier auch in modernem Ambiente mit Blick aufs Wasser essen oder ins integrierte Multiplex-Kinocenter gehen. Deutlich günstigeres Angebot findet man im Einkaufszentrum Cameron Toll im Süden der Stadt.

Weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt ist der Delikatessenladen Valvona&Crolla am Leith Walk (19 Elm Row). Mit einer breiten Auswahl an italienischen und heimischen Spezialitäten, die sich in dem engen und stets überfüllten Ladengeschäft bis unter die Decke stapeln, ist es seit 1934 eine Edinburgher Institution, in der man oft diverse europäische Sprachen gleichzeitig hören kann und aufgrund des Geruchs ohnehin mehr kauft als geplant. Mittlerweile auch Ableger bei Jenners und im House of Fraser an der Princes Street und mit Royal Warrant, denn auch die Königin kauft hier Käse ein, wenn sie in der Stadt ist.

Einkaufserlebnis der eigenen Art sind Lane Sales des Auktionshauses Ramsay Cornish, jeden Donnerstag bei den Geschäftsräumen, 15-17 Jane Street, Leith. Alles, was dem Auktionshaus nicht würdig genug erscheint, in die "richtigen" Auktionen aufgenommen zu werden, wird donnerstags vors Haus geräumt und kommt ab Schlag 11 unter den Hammer. Der Auktionator geht herum und hört nicht eher auf, bis alles weg ist, oft auch die Tische, auf denen die Stücke präsentiert werden. Der Helfer mit braunem Lederbeutel kassiert sofort cash, die einzige akzeptierte Zahlungsmethode. Auch ohne Kaufabsicht eine sehr charaktervolle Veranstaltung. Ab 1 Pfund.

Küche[Bearbeiten]

Es gibt überall die schottischen Butterkekse (shortbread). Eine weitere Landesspezialität ist Haggis, gekochte Schafsinnereien im (heute meist künstlichen) Magen. Schottisches Frühstück ist deftig mit Gemüse und Fleisch.

Günstig[Bearbeiten]

Um die Auslastung zu verbessern, haben viele Restaurants mittags (für britische Verhältnisse) günstige Angebote. Die Pizza-Hut-Kette (mehrfach an der Princes Street) bietet z.B. ein All-you-can-eat-Büffet für 3,99 Pfund an. Softdrinks gibt es rund um die Uhr für 1,79 Pfund bei unbegrenztem kostenlosem Nachfüllen.

Unschlagbar günstig ist auch bis 16.30 Uhr Buffet King, Nicolson Street 6a (ca. 200 m von der Royal Mile). Ein asiatisches All-you-can-eat-Büffet für 5.49 Pfund (abends wird es teurer). Für nicht Asia-Fans gibt es u.a. auch Lasagne, Pommes, Fischstäbchen und sogar eine Softeis-Maschine! Da einzelne Gerichte sehr ölig gekocht sind, sollte man vorher probieren. Das Ambiente entspricht eher eine Kantine, aber es sieht alles sauber aus. Im Eingang hängt ein Schild, J. K. Rowling hätte hier begonnen, ihre Harry-Potter-Reihe zu schreiben. Das stimmt zwar, allerdings hat seitdem das Management gewechselt (es war früher ein Café).

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Edinburgh hat ein ausgeprägtes Nachtleben mit einer weiten Bandbreite von klassischer Oper und Theater, Musicals, Kinos bis hin zu Pubs und Clubs.

Bühnen für Oper, Konzert, Theater und Musical finden sich mit Schwerpunkt im West End, so die Usher Hall (Lothian Road), das King's Theatre (Leven Street), das Traverse Theatre (Cambridge Street), oder das Royal Lyceum Theatre (Grindlay Street). Das grosse neugebaute Festival Theatre (Nicolson Street) liegt südlich der Altstadt, das Playhouse (Greenside Street) am Ostrand der Neustadt.

Erhöhte Kneipendichte findet man rund um den Grassmarket (Altstadt, mittlerweile etwas touristisch), im angrenzenden Cowgate (Altstadt, wilder Mix diverser Clubs und Kaschemmen), in der George Street (Neustadt, für die stylische Fraktion), Broughton Street (nördlich der Neustadt, diverse Szenen) und den Leith Walk (vor allem im unteren Teil, hier ist Trinken noch richtige Arbeit, Einladungen zu Kneipenschlägereien darf man als ausl. Besucher ausschlagen) und den jeweils angrenzenden Seitenstraßen.

Günstig[Bearbeiten]

Das Three Sisters (139 Cowgate) ist jedenfalls umsonst und bietet neben der "besten" Musik der letzten 30 Jahre authentische schottische Partykultur, d.h. viel trinken, wenig Kleidung, schrille Kostüme. Am besten ist es, man passt sich schnell dem allgemeinen Alkoholpegel an. So oder so ein Erlebnis.

In der Left Bank (37 Guthrie Street) gibt es häufig gute Konzerte oder Kleinkunstabende. Der Eintritt ist meist frei. Ansonsten kann man dort auch ganz gemütlich etwas trinken.

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Edinburgh bietet Übernachtungsmöglichkeiten in allen Preis- und Komfortkategorien, vom einfachen Hostel bis hin zum 5-Sterne-Schlosshotel. In den meisten Zeiten des Jahres sind die Unterkunftsmöglichkeiten ausreichend. Eng werden kann es während des Edinburgh Festivals (Ende Juli bis Mitte September), um Weihnachten und Silvester ("Hogmanay") und bei großen Rugby-Länderspielen, meist im Februar/März). Zu diesen Zeiten muss man früh buchen, erhöhtes Budget einplanen, wenn man sie nicht meiden kann oder will.

Die großen Stadthotels liegen meist in der Altstadt oder an ihrem westlich und nördlichen Rand. Einfachere Quartiere finden sich überall in der Stadt mit Schwerpunkten im Süden (Newington Road/Minto Street, in Leith (Pilrig Street/Newhaven Road) und teilweise im Westen (Queensferry Road)

Günstig[Bearbeiten]

Hostels[Bearbeiten]

Es gibt diverse privat betriebene Jugendherbergen (Hostels) unterschiedlicher Qualität in Edinburgh. Eine externe Liste ohne Anspruch auf Vollständigkeit ist vorhanden.

  • 1 High Street Hostel, High Street Hostel, 8 Blackfriars Street, Edinburgh EH1 1NE Scotland. Tel.: +44 (0)131 557 3984, E-Mail: . Duschen sind im Unisex-Waschraum als Abstellkammern getarnt. Frühstück kostet zusätzlich. Geöffnet: 24/7. Preis: Mehrbettzimmer (Dorm): ab 13 Pfund; Zweibettzimmer ab 40 Pfund (beide p.P.).

Die beiden Jugendherbergen des schottischen Jugendherbergsverbands bieten den üblichen Standard der Jugendherbergsbewegung (exkl. Frühstück). Das Edinburgh Metro Youth Hostel ist allerdings nur von Anfang Juli bis Ende August geöffnet, den Rest des Jahres fungiert es als Studentenwohnheim.

Camping[Bearbeiten]

Rund um Edinburgh gibt es drei Campingplätze, die neben Caravanplätzen auch Tentpitches anbieten, wobei die Plätze in Musselburgh und Mortonhall weit außerhalb der Stadt liegen. Am nördlichen Stadtrand, unweit der Forth Bridge und des Ufers des Firth of Forth liegt der einzige relativ stadtnahe Campingplatz:

  • 4 Edinburgh Caravan Club Site, 35-37 Marine Drive. Tel.: +44 131 312 6874. Gepflegter Campingplatz mit sehr sauberen, neuen Sanitäranlagen, sehr freundliche und engagierte Mitarbeiter. Kleine Tourist-Info, Verkauf von einigen Lebensmitteln. Das Manko des Platzes ist sicher, dass er in der Einflugschneise des Edinburgh Airports liegt, was bedeutet, dass in Stoßzeiten alle drei, vier Minuten eine Maschine relativ nah über den Platz fliegt, mit der entsprechenden Geräuschkulisse. Wer aber gerne Planespotting betreibt, der ist hier am richtigen Platz.. Nachts ist weitgehend Ruhe, aber auch dann fliegen zwei oder drei Maschinen. Gute, geschotterte hard standing-Plätze für Wohnmobile/Wohnwagen (156 Plätze). Der Zeltplatz soll 50 Zelten Platz bieten, ist aber so hügelig, dass dies kaum möglich sein kann. Außerdem liegt er direkt an der kurvigen Straße, wo einige Motorrad- und Autofahrer gerne richtig aufdrehen - das ist definitiv kein Platz für ruhige und erholsame Nächte, Ohropax sind empfehlenswert! Für Radreisende ist es aber der einzige Platz rund um Edinburgh, von dem man aus gut auf sehr schönen Radwegen die City erreichen kann (etwa 8 km one way).

Mittel[Bearbeiten]

  • Scotlandflats.de vermittelt Ferienwohnungen direkt im Zentrum von Edinburgh.
  • Die Universität Edinburgh vermietet während der Semesterferien Studentenunterkünfte, entweder als Selbstversorgerappartement oder als B&B Unterkunft. Außerhalb der Semesterferien sind einzelne Zimmer in verschiedenen Häusern auf dem Campus ebenfalls verfügbar.

Gehoben[Bearbeiten]

The Caledonian - das Waldorf Astoria

Lernen[Bearbeiten]

Eine Vielzahl von privaten Institutionen und die Universitäten bieten Englisch-Sommerkurse an.

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • Touristeninformation, 3 Princes Street (Die Bahnstation Edinburgh Waverly in Richtung Princes Street verlassen, dann nach links ein Stück die Straße entlang, dann erneut nach links über die Freifläche). Tel.: (0)8452 255121.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • North Berwick: Küstenstädtchen an der Mündung des Forth in die Nordsee. Strand, Fischereihafen, Bootsausflüge zum Bassrock (Basstölpel) und Isle of May. Zu erreichen per Zug ab Edinburgh Waverley.
  • South Queensferry: Kleines Hafenstädtchen am Firth of Forth (unter der Eisenbahnbrücke). Im Sommer Bootstouren in den Forth und zur Insel Inchcolm (Klosterruine, Seehunde, Vögel).
  • Pentland Hills: Naherholungsgebiet für Edinburgh. Viele Wandermöglichkeiten die fast Highlandcharakter haben. In Hillend gibt es eine Sommerskipiste (nach eigenen Aussagen die längste Europas - ganzjährig geöffnet, abends mit Flutlicht). Bus 4 nach Hillend, 10 nach Bonaly oder 44 nach Balerno.
  • Linlithgow Palace: Interessante Ruine eines mittelalterlichen Palastes. Maria Stuart wurde hier geboren. Zu erreichen per Zug (Richtung Glasgow) ab Edinburgh Waverley/Haymarket.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]


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