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Colmar

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Colmar
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Colmar ist mit 67.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt im Elsass, im Département Haut-Rhin (Oberelsass) und liegt auf halbem Wege zwischen Straßburg und Basel, sowie zwischen den Vogesen und dem Rhein. Auf deutscher Seite liegt ungefähr auf gleicher Höhe Breisach und Freiburg i. Br. Mit Mülhausen und Freiburg bildet es ein grenzüberschreitendes Eurodistrikt. Das gut erhaltene architektonisches Erbe aus sechs Jahrhunderten zeigt sich mit seinen zahlreichen Fachwerkhäusern, Kanälen und das mit Blumen geschmückte Stadtzentrum.

Hintergrund[Bearbeiten]

Colmar entstand aus einer fränkischen Siedlung und wurde 833 erstmals urkundlich erwähnt. 1226 wurde der Ort Reichsstadt und erhielt das Münzrecht.

Anreise[Bearbeiten]

Colmar ist eine Station an der Elsässischen Weinstraße.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Die nächsten Verkehrsflughäfen sind der Flughafen Straßburg (IATA CodeSXB) und Basel-Mulhouse (IATA CodeBSL, MLH, EAP).

Der Flugplatz Colmar-Houssen erlaubt das Landen kleiner Privatflugzeuge.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Colmar liegt an der A35 Basel-Straßburg, in Basel ist die A35 direkt mit der Schweizer A2 und A3 verbunden. Im Elsass sind die Autobahnen weitgehend mautfrei.

Vom Norden Deutschlands, von der A5 die Ausfahrt „Offenburg“ Richtung Frankreich: Illkirch-Graffenstaden, dann auf die N83 nach Sélestat und weiter auf der A35 nach Colmar.

Von Freiburg und Breisgau über die B31 und N415 nach Colmar.

Colmar liegt an der Ferienstraße Grüne Straße (Route Verde), sie geht von Contrexéville in Lothringen durch die Vogesen das Elsass über Freiburg im Breisgau, den Südschwarzwald bis nach Donaueschingen

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Colmar ist stündlich von Straßburg oder Basel mit dem TER200 zu erreichen. Es fahren auf dieser Strecke auch TGV sowie Eurocity, mit Halt in Colmar. Die meisten Verbindungen aus Deutschland führen über Straßburg, Verbindungen aus der Schweiz führen über Basel und Mülhausen.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Colmar

Die Sehenswürdigkeiten der Altstadt sind alle gut zu Fuß erkundbar.

Bilder aus Colmar
St.-Martinskirche
Eine Bootsfahrt
Warten auf das Boot, Nähe Boulevard Saint-Pierre

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

La Petite Venise (Klein-Venedig), Quai de la Poissonnerie

Altstadt[Bearbeiten]

Grand'Rue[Bearbeiten]

  • 1 Église Saint-Matthieu, die große protestantische, ehemalige Franziskanerkirche besitzt innen eine seltene Schranke ("Lettner"), eine bemalte Holzflachdecke, eine Orgel von Andreas Silbermann und Fenster von Peter Hemmel von Andlau.
  • 2 Maison des Arcades, ehemaliges protestantisches Pfarrhaus: Der Architekt dieses 1606 errichteten Gebäudes an der Grand' Rue ist kein anderer als Albert Schmidt, der auch die Häuser Maison des Chevaliers de Saint-Jean (1608) und Maison des Têtes (1609) gebaut hat. Im deutschen Renaissance-Stil erbaut, hat das dreistöckige Gebäude an jeder Seite einen Volutengiebel und an den Ecken jeweils einen flankierenden, ebenfalls dreistöckigen Erker.
  • 3 Koïfhus oder Ancienne Douane, ehemaliges Zollhaus.
  • 4 - Oberstes Gericht
  • 5 - Denkmal für Gottlieb Konrad Pfeffel (1736-1809), Schriftsteller und Pädagoge
  • 6 Maison des Chevaliers de Saint-Jean , (1608), Haus der Ritter des Johanniterordens
  • 7 - Roesselmann-Brunnen: Die Statue von Auguste Bartholdi (1888) zeigt den Vogt Jean Roesselmann, der 1262 bei der siegreichen Verteidigung Colmars sein Leben verlor. Er gilt als der erste Colmarer Held. Nachdem die Deutschen die Bronzestatue im Jahre 1943 abmontiert hatten, wurde sie restauriert und 1945 wieder auf einem Denkmal aus weißem Stein, das von vier Fischen geschmückt wird, errichtet.

Rund um Saint-Martin[Bearbeiten]

  • 8 - Kollegienkirche Saint-Martin. Die ab 1235 an der Stelle einer Vorgängerkirche errichtete Stiftskirche ist das beeindruckendste gotische Sakralbauwerk im mittleren Elsass. Als besonderes Schmuckstück gilt in der Querschiff-Südfassade das Portal Saint-Nicolas. 1572 verlor die Kirche infolge eines Brandes die Turmspitze. Die etwas eigenartige Spitze des 71 m hohen Turms ist der Ersatz für den Verlust. Während der Französischen Revolution hatte die Kirche den Rang einer Kathedrale des konstitutionellen Bistums für den Oberrhein. Die Kirche wurde 1365 fertiggestellt.
  • 9 Musée Bartholdi. Das Geburtshaus des Bildhauers Bartholdi, der die New Yorker Freiheitsstatue schuf, ist heute Museum.
  • 10 - Maison Pfister (Pfisterhaus), 1537 für einen reichen Tuchmacher erbaut
  • 11 - Maison Adolphe (Adolphhaus), das um 1350 erbaute Haus gilt als eines der ältesten in Colmar. Die Familie Adolph legte Ende des 19. Jahrhunderts die gotischen Fensteröffnungen frei, die auf das Ende des 14. Jahrhunderts datiert werden und mit den Fenstern im gebrochenen Kreisbogen den Einfluss der religiösen Kunst auf die städtische Architektur darlegen. Die dritte Etage und der Fachwerkgiebel sind im Laufe des 16. Jahrhunderts angefügt worden.
  • 12 - Ancien Corps de Garde (ehem. Stadtwache): Das Portal und die Loggia (1577-1582) sind beispielhaft für die Architektur der Renaissance im Oberrhein. Das Gebäude wurde 1575 errichtet. Im Erdgeschoss war das Wachpersonal und im Obergeschoss die Versammlungsräume. Das Gebäude wurde vielfältig genutzt: Es war Standort für den Nuss- und Ölsaatmarkt und Justizgebäude. Die Loggia wurde von den Richter für die Verkündung der Strafurteile benutzt. Seit 1860 diente das Gebäude als Büro des Quartiers des Militärs und später als Polizeirevier.

Rund um die Dominikanerkirche [Bearbeiten]

Isenheimer Altar im Unterlindenmuseum
  • 13 - Église des Dominicains (Dominikanerkirche): mit dem Bildnis der Madonna im Rosenhag (1473) im Altarschrein am Choreingang von Martin Schongauer und die Buntglasfenster aus dem 14. und 15. Jahrhundert.
  • 14 - Maison des Têtes (Haus der Köpfe): Auch dieses im Jahre 1609 im Auftrag des Kaufmannes Anton Burger erbaute Haus wird dem Architekten Albert Schmidt zugeschrieben. Es ist ein schöner Bau der deutschen Renaissance und hat seinen Namen durch die 106 Köpfe oder grotesken Masken, die die reiche Fassade mit einem dreistöckigen Erker schmücken. Auf der Spitze des Volutengiebels steht die Statue eines Böttchers (1902), ein Werk von Auguste Bartholdi, der damit einen Auftrag der hier 1898 stattfindenden Weinbörse erfüllte.
  • 1 - Bilbliothèque des Dominicains oder Bibliothèque Municipale (Stadtbücherei): Die Stadtbücherei befindet sich im ehemaligen Dominikanerkloster aus dem 13. Jahrhundert. 1278 folgten die Dominikanerbrüder den Dominikanerschwestern und begannen 1283 mit dem Bau ihrer Kirche. Das Kloster gewährleistete eine Schulausbildung für die Ordensbrüder, indem sie besonders die Lehre der Freien Künste förderte. Das ehemalige Klostergebäude dient seit 1951 zur Unterbringung der umfassenden heimatkundlichen Sammlung der Stadtbücherei. Sie beinhaltet etwa 1.200 Manuskripte (die ältesten stammen aus dem 8. Jahrhundert), 2.300 Inkunabeln, 50.000 Bände des 16. Jahrhunderts, eine Sammlung von 25.000 Alsatiquen und eine Vielzahl an ikonographischen Dokumenten und Münzsammlungen.
  • 15 Musée Unterlinden, 1 rue d’Unterlinden. Hier steht eines der berühmtesten Werke der Welt: der 1511-1516 von Matthias Grünewald geschaffene Isenheimer Altar, ein Wandelretabel mit neun beeindruckenden Gemälden, die in ihrer Expressivität ihrer Zeit weit voraus scheinen, und einem reich geschnitzten Mittelschrein von Niklas Hagenower. Das visionäre, expressive Werk inspirierte viele nachfolgende Künstler bis in die Gegenwart.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • 16 Musée d'Histoire Naturelle (Museum für Naturwissenschaften), 13 rue Turenne.
  • 17 Musée de Jouet et des Petits (Spielzeugmuseum), 40 rue Vauban.
  • 18 - Quartier des Tanneurs (Gerberviertel): Die hohen Fachwerkhäuser des Gerberviertels stammen größtenteils aus dem 17. und 18. Jahrhundert und beherbergten einst die Gerberfamilien, die hier wohnten und arbeiteten. In der obersten Etage wurden ihre Felle an der Sonne und im Wind getrocknet - man stelle sich den "deutlichen Gerch" vor. Zwischen 1698 und 1974 wurde das Gerberviertel umfassend restauriert.
  • 1 Quartier de la Poisonnerie - (Fischerviertel): Hier ist der Ort, an dem sich die meisten Fischer mit den in einer Zunft zusammengeschlossenen Schiffern trafen. Der Fischfang wurde zum Teil vor Ort verkauft, zum Teil aber auch als Nahrungsmittel eingelagert. Im Jahre 1706 fielen mehr als vierzig Häuser einer Feuersbrust zum Opfer. Von 1978 bis 1981 wurde das Fachwerk vieler Häuser zwischen dem Gerberviertel und dem malerischen Klein-Venedig wiederhergestellt.
  • Das Haus 14 quai de la Poissonnerie ist das "Stockmeyer-Haus", in dem am 18. Juni 1740 der später "Herkules von Colmar" genannte Flussschiffer geboren wurde. Im Jahre 1791 verhalf Stockmeyer der Revolution zum Sieg gegen die sich erhebende Adelspartei in Colmar. Als Dank für seine Taten wurde zum Inspecteur des bâtiments et des forêts de la ville ("Schifffahrts- und Stadtwald-Inspektor") ernannt und durfte mietfrei im Werkhof wohnen. Da er sich allerdings in seiner Funktion aus den Wäldern unerlaubt bereicherte, verlor er seinen Posten wieder. Er starb am 25. Oktober 1802.
  • 2 La Petite Venise - (Klein-Venedig): So heißt der Verlauf der Lauch in Colmar und hat seinen Namen wegen der Ähnlichkeit mit Venedig, wo die Häuser zu beiden Seiten des Flusses ebenso "im Wasser stehen". Das Viertel mit dem Lauf der Lauch beginnt an der Brücke des Boulevard Saint-Pierre (hier ist eine Anlegestelle der Boote), unterquert die Rue de Turenne, entlang des Quai de la Poissonnerie, unterquert die Tue des Tanneurs und endet, wo der Mühlbach von links einmündet.
  • An der Brücke der Rue de Turenne über die Lauch beginnt die Krutenau, elsässisch für "Kräuteraue", wo früher Winzer, Gärtner, Fischer, Schiffer und Landwirte ihrem Beruf nachgingen. Die Straße hat ihren Namen von Marschall Turenne, der an der Spitze von 800 Reitern im Jahre 1674 seinen feierlichen Einzug in die Stadt hielt.
  • 19 Statue du petit vigneron - (Statue des kleinen Winzers): Die Statue und der Brunnen ist ein weiteres Werks des Bildhauers Bartholdi, der viele andere Werke in Colmar hinterließ: (Fontaine Roesselmann, Fontaine Schwendi, Monument Hirn, Statue de l'amiral Bruat, Statue du Général Rapp, Statue de Martin Schongauer, Statue des grands soutiens du monde, Statue du tonnelier alsacien). Hier steht, an der Ecke der Markthalle, nur eine Kopie, während das Original im Bartholdi-Museum steht und eine weitere Kopie in der Partnerstadt Princeton (USA).

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Von Colmar aus kann man sehr viel Verschiedenes unternehmen. Unbedingt empfehlenswert ist ein Besuch in der Touristinformation, wo man sehr freundlich auch in deutscher Sprache informiert wird.
  • Sehr empfehlenswert, besonders beim Besuch der Stadt mit Kindern, ist eine Bootsfahrt auf der Lauch: Fast zahme Nutrias kommen immer wieder an den Rand des Bootes, weil sie "Leckerlis" erwarten. Also Vorsorge treffen und ein paar Möhren einstecken!
  • Bei einem Besuch in der Markthalle (Marché Couvert) kann man an einem Stand beobachten, wie frische Austern geöffnet (und gegessen) werden.

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Colmar ist (angeblich) die trockenste Stadt Frankreichs, da die Vogesen die Region vor Niederschlägen schützen. (Quelle: Alsace Passion)

Nachtleben[Bearbeiten]

Restaurant im Fachwerkhaus im Stadzentrum

Das Nachtleben in Colmar ist sehr bescheiden, eigentlich nicht vorhanden. Zahlreiche Restaurants in schicken Fachwerkhäusern haben in der Innenstadt bis in die Nacht geöffnet, dort wird man aber keine lauten Feiern antreffen.

Unterkunft[Bearbeiten]

  • Hotel L'Europe, 15 route de Neuf Brisach, F-68180 Colmar. Preis: EZ ab 80 €.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Place Unterlinden, F-68000 COLMAR, Tél: +33 389 206 892, E-mail: info@tourisme-colmar.com
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