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Gewählt zum Reiseziel des Monats „abseits der Touristenpfade“
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Ushuaia

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UshuaiaWholeView.jpg
Ushuaia
Departamento Tierra del Fuego
Einwohner
56.956 (2010)
Höhe
23 m
Tourist-Info Web www.ushuaia.gov.ar
keine Touristinfo auf Wikidata: Touristeninfo nachtragen
Lage
Lagekarte von Argentinien
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Ushuaia

Ushuaia ist die Hauptstadt des argentinischen Teils von Feuerland, dem Archipel an der Südspitze Südamerikas. Die spektakulär an einem Berghang direkt am Beaglekanal liegende Stadt mit etwa 57.000 Einwohnern vermarktet sich erfolgreich als "Ende der Welt" und ist einer der besten Ausgangspunkte für eine Reise in die Antarktis.

Ushuaia hat sich in den letzten 30 Jahren vom verschlafenen Dorf zu einer touristischen, lebhaften Stadt mit vielen Gästen auch aus dem Ausland gewandelt. Wie am "Ende der Welt" fühlt man sich hier also auf keinen Fall. Trotzdem lohnt eine Reise wegen der spektakulären Landschaften, die die Stadt umgeben, und der guten Outdoor-Sportmöglichkeiten sowie den südlichsten Wintersportgebieten der Erde - zum Teil mit Blick aufs Meer.

Hintergrund[Bearbeiten]

Orientierung[Bearbeiten]

Die Stadt liegt mit dem Rücken zu den letzten Ausläufern der Anden und hat mehrere urbane Zentren: Das Einkaufszentrum ist etwa 2 km lang und reicht vom Containerhafen bis zur etwa 500 m nördlich bzw. oberhalb gelegenen Avenida Alem (die Nationalstraße 3). Östlich des Zentrums liegt das Industrieviertel, während westlich ausgedehnte Wohngebiete und der Flughafen liegen. Die meisten Hotels und Ferienkomplexe, besonders die der höheren Preisklasse, liegen auf dem Weg zum Gletscher Martial, auf den ein Sessellift führt, der über eine ca. 2 km lange Stichstraße erreicht werden kann.

Geschichte[Bearbeiten]

Die entlegende Gegend rund um Ushuaia war bis weit in das 19. Jahrhundert hinein indianisches Territorium. Die auf dem Wasser lebenden Yahgan (oder Yámana) und das zu den Patagoniern gehörende Jägervolk Selk'nam (oder Ona) kämpften lange Zeit um die Vorherrschaft in diesem Gebiet. 1869 errichtete der Engländer Thomas Bridges einen ersten Stützpunkt am Beaglekanal, und 1884 wurde der Grundstein für Ushuaia gelegt. Bis in die 30er Jahre blieben aber die Indianer in der Überzahl, auch wenn sie zunehmend missioniert und an die europäische Lebensweise angepasst wurden. Man spricht oft von einem schleichenden Genozid - zwar gibt es weiterhin Nachkommen dieser Völker, die Sprache beherrscht jedoch keiner von ihnen mehr.

1904 wurde ein berühmtes Gefängnis eingerichtet, in dem politische Gefangene gehalten wurden. Es funktionierte bis 1947; mit ihm verbunden ist auch der Bau der südlichsten Eisenbahnstrecke der Erde, die heute als Touristenbahn vermarktet wird, aber ursprünglich eine Werkbahn des Gefängnisses war und vor allem dem Holztransport diente. Dennoch blieb die Stadt weiterhin ein einsamer Außenposten. Zum Boom von Ushuaia führte letztendlich ein Gesetz von 1972, das zur Förderung der Besiedlung der Zone viele Steuern für Unternehmen erließ. Ab dieser Zeit siedelte sich Industrie an, die Infrastruktur verbesserte sich und der Tourismus kam ins Rollen. Allerdings musste die Stadt wie die gesamte Provinz als Nachwirkung der Politik der Menem-Regierung, die der Industrie wegen der hohen Preise dieser Ära großen Schaden zufügte, in den 90er Jahren eine Krise mit hoher Arbeitslosigkeit durchmachen, von der sie sich erst nach 2002 erholte.

Südlichste Stadt der Welt?[Bearbeiten]

Traditionelles patagonisches Haus in der Einkaufsstraße San Martín. Links davon ein Wegweiser, der die Entfernungen zu wichtigen Weltmetropolen anzeigt
Blick auf den Hafen an einem Regentag im Januar - selbst im Hochsommer kann es in der Umgebung schneien

Rekordsüchtige Globetrotter werden sich fragen, ob Ushuaia wirklich die südlichste Stadt der Welt ist. Die Antwort: Es kommt darauf an, was man als "Stadt" ansieht. Etwa 15 Kilometer weiter südlich liegt das chilenische Puerto Williams auf der gegenüberliegenden Seite des Kanals, das aber nur etwa 2000 Einwohner hat, also kaum als "Stadt" zu bezeichnen ist. Noch weiter südlich liegt das Fischerdorf Puerto Toro mit weniger als 100 Einwohnern - ganz abgesehen von den Antarktisstationen, von denen einige beträchtliche Einwohnerzahlen aufweisen (insbesondere McMurdo mit über 1000). Puerto Williams hat aber keine Pläne, einen großangelegten Tourismus zu fördern - man setzt auf Naturfreunde und stellt an Touristikunternehmen strenge Umweltauflagen. Immerhin könnte Ushuaia bald die "südlichste Großstadt der Welt" sein, bisher gebührt diese Ehre noch dem chilenischen Punta Arenas, aber bei anhaltenden Wachstum könnte Ushuaia bald 100.000 Einwohner aufweisen.

Klima und Reisezeit[Bearbeiten]

Das Klima von Ushuaia ist noch kühler und wechselhafter als das der trockeneren Nordhälfte der Insel Feuerland. Im Sommer gibt es kaum klare Tage, meist sind Sonne, Wolken und kurze Schauer im Wechsel vertreten, die Temperaturen steigen durchschnittlich auf 15 °C am Tag. Etwas sonniger sieht es im Winter aus, der um die 2 °C kalt ist und in dem viel Schnee fällt. Die Wintersportgebiete sind etwa von Mai bis Anfang November schneesicher.

Zum Wandern in der Region ist also wetterfeste Kleidung sehr zu empfehlen, und auch wer nur die Stadt besucht, kommt selbst in den Hochsommermonaten Januar und Februar um einen Pullover und eine Jacke nicht herum. Im Januar ist Ushuaia voll mit inländischen Touristen (Vorbuchen der Unterkunft ist dann Pflicht), ab Mitte Februar wird es ruhiger, bis im Juni die Skisaison beginnt.

Anreise[Bearbeiten]

Karte von Ushuaia

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Das Flugzeug ist bei weitem das beste Verkehrsmittel, um Ushuaia zu erreichen. Der Flughafen Islas Malvinas, erst 1998 eingeweiht, liegt auf einer Halbinsel südwestlich des Zentrums. Von dort aus sind es etwa zehn Minuten Fahrzeit mit dem Taxi in die Innenstadt. Es gibt täglich Flüge von Buenos Aires sowie einigen anderen Städten Patagoniens, sowie Verbindungen nach Chile.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Eine kurze Bahnstrecke, der Tren del Fin del Mundo, führt von einem Vorort von Ushuaia bis in den Nationalpark Tierra del Fuego.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Nach Ushuaia gibt es Busverbindungen von Río Gallegos (über die Magellanstraßen-Fährverbindung Primera Angostura und Río Grande, dreimal am Tag) sowie in das chilenische Punta Arenas, das ebenfalls von Río Gallegos aus angefahren wird.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Man erreicht Ushuaia über die Ruta Nacional 3. Dabei muss man auf jeden Fall ein Stück durch Chile und Grenzkontrollen über sich ergehen lassen. Es gibt auch keine Brücke nach Feuerland: Man kann entweder die Fähre in Punta Delgada (nahe der Nordspitze der Insel) oder Punta Arenas-Porvenir (südlichste Städte auf dem chilenischen Festland bzw. Westfeuerland) nehmen.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Ushuaia wird von zahlreichen Kreuzfahrtschiffen angefahren und gilt oft als eine der Attraktionen solcher Reisen.

Mobilität[Bearbeiten]

In Ushuaia gibt es einige Stadtbuslinien. Sie sind mit Buchstaben gekennzeichnet, an den Haltestellen sind dagegen manchmal noch die alten Liniennummen angegeben. Gezahlt wird ein Fixpreis (2,20 $, Stand Mitte 2010) direkt im Bus, der Fahrer nimmt auch kleine Scheine an.

Taxis und remises gibt es in Ushuaia reichlich, fast wie in einer Großstadt. Der Preis ist geringfügig höher als in Buenos Aires.

Wer mit dem eigenen Auto kommt oder einen Mietwagen nimmt, sollte wissen, dass in Ushuaia die Regel gilt, dass alle Fahrzeuge auf Hangstraßen automatisch Vorfahrt haben. Meistens, aber nicht immer, wird dies auch mit Vorfahrtsschildern angezeigt. Die Regel soll vermeiden, dass es zu Unfällen bei Glatteis und Schnee auf den steilen Bergstraßen kommt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Museo del Fin del Mundo
Die Station des Tren del Fin del Mundo

Architektonische Sehenswürdigkeiten gibt es in Ushuaia kaum. Die Stadt ist modern, wenn auch die Architektur sich an Skandinavien orientiert und sich daher angenehm von anderen Städten Patagoniens abhebt.


Bauwerke[Bearbeiten]

  • 1 Casa de Gobierno. In der San Martín ist dieses einen ganzen Block einnehmende Gebäude in einer eigenartigen Mischung aus funktionaler Architektur und alpinen Elementen kaum zu verfehlen.

Denkmäler[Bearbeiten]

  • Malwinen-Denkmal, Maipú (auf der Küstenpromenade). Hier hat sich zur Abwechslung einmal ein halbwegs kreativer Künstler an dem in Argentinien so oft von Heldenkitsch geprägten Thema ausgetobt. Mehrere sich verkleinernde Bögen führen hin zum Denkmal, das aus einer Landkarte mit den ausgelassenen Umrissen der Inseln besteht.

Museen[Bearbeiten]

  • 2 Museo del Fin del Mundo. Das Museum zeigt diverse Ausstellungsstücke zur Besiedlungsgeschichte Feuerlands und zur Natur. Eintritt (2009): 20$.
  • 3 Museo Marítimo y del Presidio de Ushuaia, Yaganes y Gobernador Paz,. Tel.: +54 2901 43-6321. im alten Gefängnis. Hier wird die Geschichte der Strafkolonie Ushuaia anschaulich dargestellt.

Verschiedenes[Bearbeiten]

  • 4 Tren del Fin del Mundo, Estación del Fin del Mundo - Ruta 3, Km 3.042. Tel.: +54 2901 43-1600. Tren del Fin del Mundo - Der von Dampflokomotiven gezogene Schmalspurzug fährt von der Estación del Fin del Mundo etwas außerhalb der Stadt in den Nationalpark. Der Preis (Stand 2010/11) ist happig: 130 $ in der Hauptsaison (September bis April) und 95 $ in der Nebensaison (Mai bis August) kostet das Billet für Hin- und Rückfahrt, daher eigentlich nur etwas für Liebhaber, denn viel vom Park sieht man auf der Strecke nicht. Trotzdem scheinen viele Touristen den Zug zu benutzen. Die Strecke diente ursprünglich zur Instandhaltung des Gefängnisses und war von 1909 bis 1952 in Betrieb, ihre Spurweite (500 mm) gehört zu den engsten der Welt. 1994 wurde der Betrieb als Touristenzug wiederaufgenommen. Typ ist Gruppenbezeichnung

Aktivitäten[Bearbeiten]

Der Weg hoch zum Monte Martial
Die Laguna del Diablo, ein kleines Moor mitten in der Stadt, im Hintergrund der Skihang des Club Andino

Die Umgebung von Ushuaia eignet sich vorzüglich zum Wandern. Es gibt eine Reihe markierter Pfade. Der wohl beliebteste führt auf den Glaciar Martial, einen 1.300 m hohen schneebedeckten Gipfel mit einem kleinen Gletscherfeld und einer spektakulären Aussicht auf Stadt und Umgebung. Eine (schlechte) Karte kann man in der Touristeninformation erhalten, für kurze Wanderungen und Spaziergänge ist diese aber völlig ausreichend, auch da an vielen Punkten Orientierungspläne für die beliebtesten Pfade stehen. Beim Besteigen des Martial sind feste und optimalerweise wasserdichte Schuhe Pflicht - bisweilen wird der Weg recht steil und auch durch die Schlammbildung rutschig.

Bei größeren Touren ist der Kauf der Karte Ushuaia Trekking Map (leider etwas ungenau, aber brauchbar) für etwa 45 $ empfehlenswert, die man in vielen Geschäften der Innenstadt erwerben kann. Wander- und Trekkingmöglichkeiten bietet der Nationalpark Tierra del Fuego, der 12 km westlich von Ushuaia beginnt. Ebenfalls kann man in zahlreichen Tälern und der Umgebung der Estancia Harberton wandern, auch wenn dort die Pfade meist nicht markiert sind.

Mountainbikefahrer müssen, sofern sie nicht nur die Downhill-Pfade befahren wollen (beim Skihang des Club Andino) eine gehörige Portion Kondition mitbringen, denn die Steigungen sind nicht zu unterschätzen. Die Autovermietung Alamo im Stadtzentrum (Belgrano 96, Tel: 431131) vermietet auch Fahrräder.

Im Winterhalbjahr verwandelt sich die Umgebung von Ushuaia zu einem großen Wintersportzentrum. Es gibt in der Stadt selbst zwei Skipisten am Glaciar Martial, beide mit Ausblick aufs Meer. Mehr Auswahl bietet das recht neue Zentrum Cerro Castor, 14 km nördlich der Stadt in einem Tal gelegen. In beiden Gegenden sind auch Langlaufloipen zu finden, ebenfalls werden Hundeschlittentouren in Las Cotorras (nahe Cerro Castor) angeboten.

Einkaufen[Bearbeiten]

Die Einkaufsstraße San Martín

Die Einkaufsstraße par excellence ist die San Martín, die parallel zur Küste im Stadtzentrum verläuft. Weiterhin gibt es ein kleineres Zentrum im Westen der Stadt nördlich des Flughafens, wo vor allem Einheimische einkaufen.

Die Preise für die meisten Produkte liegen in Ushuaia etwas über dem Niveau Zentralargentiniens. Dies gilt jedoch nicht für importierte Produkte wegen der niedrigen Zölle auf die Einfuhren auf die Insel Feuerland - hier kann man durchaus Schnäppchen finden. So gibt es etwa zahlreiche Foto- und Elektronikgeschäfte, die auf Kundschaft aus dem Norden hoffen. Eine Reise allein deswegen lohnt allerdings nicht.

Souvenirs für Touristen werden in zahlreichen großen Shops verkauft, die jeden erdenklichen Kram mit einem Pinguinaufdruck an die Frau oder den Mann zu bringen versuchen. Die Preise dafür halten sich in Grenzen. Trekking-, Camping- und anderes Outdoor-Zubehör gibt es in zahlreichen Geschäften in der San Martín - hier ist die Auswahl gefühlt größer als in Buenos Aires.

Küche[Bearbeiten]

Nahezu die gesamte Gastronomie Ushuaias ballt sich im Zentrum, rund um die Einkaufsstraße San Martín und den Küstenboulevard Maipú. Im Westteil der Stadt gibt es sehr preisgünstige rotiserías mit Standardgerichten wie Pizza und Empanadas, Essen kann man dort aber meist nicht.

Günstig[Bearbeiten]

  • Barcleit 1912, Juana Fadul 148. Tel.: +54 433015. Kleines, recht preisgünstiges Restaurant unweit der San Martín. Von Pizza bis hin zu Fleisch gibt es eine große Auswahl an Gerichten mit zum Teil unkonventioneller Zubereitung. Tipp: die "Pizza Alemana" (mit Senf und Wiener Würstchen) probieren.
  • Tante Sara, San Martín 701. Tel.: +54 423912. Beliebtes, zweistöckiges Café im Zentrum, das auch warmes Fastfood anbietet. Preislich untere Mittelklasse.
  • Pizzeria El Turco, San Martín 1441. Tel.: +54 424711. Eines der preisgünstigsten Lokale der Stadt. Typ ist Gruppenbezeichnung

Mittel[Bearbeiten]

  • La Rueda, Ecke San Martín / Rivadavia. Tel.: +54 436540. Typisch argentinische Parrilla - hier kann man für einen mäßigen Fixpreis soviel gegrilltes patagonisches Lamm essen, wie man will, dazu gibt es ein Büffet. Gute, wenn auch nicht ganz berauschende Qualität. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Tante Nina, Gobernador Godoy 15. Tel.: +54 432444. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Moustacchio, San Martín 298. Tel.: +54 423308. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Volver, Av. Maipú 37. Tel.: +54 423977. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Tía Elvira, Av. Maipú 349. Tel.: +54 424725. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Club Náutico Ushuaia, Maipú 1210. Tel.: +54 43-0415. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Chiko, Antartida Argentina 182. Tel.: +54 43-0491. Fischspezialitäten, gute Mittelklasse. Typ ist Gruppenbezeichnung

Gehoben[Bearbeiten]

  • Temaukel, Cno. Glaciar Martial Km. 3.5. Tel.: +54 43-0640.

Nachtleben[Bearbeiten]

Das Nachtleben in Ushuaia ist nicht sehr aktiv, aber es gibt durchaus einige Optionen. Wer dem lokalen Underground auf den Zahn fühlen will, der kann sich bei der lokalen Szene-Veranstaltergruppe Le Ind informieren.

Bars, Pubs und Diskotheken:

  • Ushuaia Che, San Martín 452.
  • Kuar, Perito Moreno 2232.
  • Galway Irish Pub, Lasserre 108.
  • Fusión, Perito Moreno 1530. .
  • Kaitek, Antartida Argentina 280. Club, der auf elektronische Musik fokussiert ist. Hier findet z.B. die Zizek Party mit Elektro-Cumbia und Hip Hop statt.
  • Dublin Bar Irlandés, 9 de Julio 168.
  • Banana´s, San Martín 273.

Auch der Club Náutico (siehe Abschnitt "Küche") veranstaltet Disco-Abende.

Unterkunft[Bearbeiten]

Auf der Website Tierradelfuego.org.ar kann man die Preise der meisten Hotels und anderen Unterkünften abrufen. Die Seite wird regelmäßig aktualisiert.

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

  • La Casa en Ushuaia, Bed and Breakfast Gobernador Paz 1380 - +54 2901 423202 - www.lacasaenushuaia.com- silvia.casalaga@speedy.com.ar - Ruhige und zentrale Lage, seher sauber und schoenes Holzarchitektur.
  • Cabañas Las Aguilas * *, Provincia Grande 519. Gepflegte, nett eingerichtete Cabañas etwas außerhalb, nahe der Laguna del Diablo. 300 bis 400 $ je nach Wohnungsgröße, mit Küche. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • B&B Familia Piatti, Bahía Paraíso Nº 812, Barrio Bosque del Faldeo. Tel.: +54 15613485, +54 437104, E-Mail: . Komfortables B&B, abgelegen vom Zentrum, etwas teurer als die anderen Bed&Breakfasts. Typ ist Gruppenbezeichnung

Gehoben[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Die Universität Universidad Nacional de la Patagonia San Juan Bosco hat in Ushuaia eine Zweigstelle, in der einige Studiengänge angeboten werden.

Arbeiten[Bearbeiten]

Industrie und Tourismus zogen bis zu den frühen 90er Jahren zahlreiche Wanderarbeiter an. Der Abschwung in der Provinz durch die abgebauten Steuerprivilegien während der Menem-Regierung wirkte sich dann allerdings auf den lokalen Arbeitsmarkt negativ aus. Heute ist es daher nicht mehr ganz so einfach, an einen Job in Ushuaia zu kommen, auch wenn immer noch besonders mehrsprachige Personen in der Tourismusbranche und Gastronomie einige Chancen haben.

Sicherheit[Bearbeiten]

Kriminelle haben es in Feuerland schwer - wenn sie nach getaner "Arbeit" die Flucht vor der Polizei ergreifen wollen, müssen sie aus dem Land aus- und wieder einreisen oder den Flughafen passieren, auf dem ebenfalls die Pässe kontrolliert werden. Auch große Elendsviertel zum Untertauchen gibt es keine, nur einige einfache Arbeiterviertel mit informell gebauten Hütten, die aber keine Kriminalitätsschwerpunkte darstellen. Daher verwundert es nicht, dass in Ushuaia kaum die sonst in Argentinien üblichen Gitterverkleidungen vor den Fenstern zu finden sind. Dennoch sollte man sich nachts vorsichtig verhalten und immer auf seine Habseligkeiten aufpassen - denn ganz gaunerfrei ist die Stadt nicht.

Gesundheit[Bearbeiten]

  • Centro Médico Ushuaia, La Estancia 1925. Tel.: +54 445130. Das Centro hilft, wenn sich einmal ein gesundheitliches Problem einstellt, oder man wendet sich an das
  • Hospital Regional, Malvinas y 12 de Octubre. Tel.: +54 422950. das größte Krankenhaus der Stadt

Besondere Gesundheitsgefahren drohen in Ushuaia nicht - allenfalls Erkältungen wegen dem wechselhaften Wetter. Bei sonnigem Wetter sollte man jedoch insbesondere im Sommer und auf der Höhe auf Sonnenschutz achten, denn auch Feuerland ist vom Ozonloch betroffen.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Die Stadt hat mehrere Touristeninformationen. Die Zentrale befindet sich an der Ecke der Straßen San Martín und Juana Fadul (Addresse:San Martín 674, Tel.: (54 2901) 424550 / 432001, Fax: (54 2901) 432000, e-mail:muniush@speedy.com.ar). Weiterhin gibt es Zweigstellen am Hafen (Tel: 437666) und am Flughafen. Die Website der Touristeninformation heißt E-Ushuaia.

Die Zeitung Ushuaias, in der man sich über das lokale Geschehen informieren kann, heißt (logischerweise) Diario del Fin del Mundo. Sie ist aber nicht besonders informativ hinsichtlich kultureller Veranstaltungen.

Banken und Wechselstuben findet man in der San Martín. Ein deutsches Konsulat gibt es in der J. M. Rosas 516 (Tel: 430763).

Die Vorwahl von Ushuaia lautet 02901 und die Postleitzahl V9410. Es gibt trotz der Lage sowohl Breitband-Internet als auch Handyempfang (GSM).

Internetcafés ballen sich auf der San Martín. Die Preise liegen mit etwa 5$ pro Stunde etwas höher als im Rest Argentiniens.

Wer einen besonderen Stempel vom Ende der Welt auf seine Postkarte bekommen will, kann im Nationalpark Tierra del Fuego ein kleines Postamt an der Bahía Ensenada besuchen.

Ausflüge[Bearbeiten]

Der Lapataia-Fluss im Nationalpark Tierra del Fuego

Der Nationalpark Tierra del Fuego bei Lapataia (12 km westlich der Stadt) ist für Besucher Pflicht. Hier wird die einmalige Wald- und Moorlandschaft der Region geschützt. Der Park kostet Eintritt (170 Pesos, wobei in Argentinien Ansässige und Studenten sehr großzügige Rabatte erhalten) und kann in der Hauptsaison schon einmal etwas voller werden. Ein Taxi zum Park kostet einfach etwa 25 $, "Rundtouren" sind dagegen deutlich teurer (um 200$), man tut also gut daran, bei längeren Besuchen einen Mietwagen zu nehmen. Im Park gibt es kostenlose Campingmöglichkeiten - man muss allerdings für jeden innerhalb der Parkgrenzen verbrachten Tag den Eintritt zahlen.

Beliebt ist auch der Ausflug zur Estancia Harberton 75 km östlich der Stadt, dem ältesten landwirtschaftlichen Gutshof der Insel Tierra del Fuego. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht, einige Reisebüros bieten allerdings Touren an. Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, kann die Küstenstraße auch weiter bis zur Estancia Moat in einer sehr dünn besiedelten und auch von Touristen kaum heimgesuchten Gegend fahren.

Die Isla de los Estados ist die einzige Hochseeinsel Argentiniens. Dieses unbewohnte und geschützte Naturparadies mit viefältigen Fjorden und Bergen ist jedoch nur schwer zu erreichen und kann in der Regel nicht betreten, sondern nur umfahren werden.

Ushuaia gilt - gemeinsam mit Punta Arenas - als Tor zur Antarktis. Auf der Seite Tierradelfuego.org.ar (englische Version) gibt es aktualisierte Informationen zum Thema. Es gibt grundsätzlich drei Möglichkeiten: Normale (Luxus-)Kreuzfahrten, Expeditionskreuzfahrten und Überflüge mit Flugzeugen. Die Saison dauert von November bis März. Die meisten Kreuzfahrten fahren Südgeorgien, die Südlichen Orkneyinseln, die Südlichen Shetlandinseln (das dichtbesiedeltste Gebiet der Antarktis mit zahlreichen Forschungsstationen) oder die Antarktische Halbinsel an.

Literatur[Bearbeiten]

  • Der Gefangene von Ushuaia von Arno Maierbrugger erschienen im Monte Verita Verlag 2005 / ISBN 978-3900434762
  • Der Mann, der für einen Knopf verkauft wurde von Nick Hazlewood, Verlag Rütten & Loening 2003 / ISBN 978-3352006456

Weblinks[Bearbeiten]

Empfehlenswerter Reiseführer Dieser Artikel wird von der Gemeinschaft als besonders gelungen betrachtet und wurde daher am 22. Februar 2009 zum Empfehlenswerten Reiseführer gewählt.