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Trabzon

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Trabzon
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Trabzon (früher Trapezunt) liegt an der Südküste des Schwarzen Meeres in der Türkei. Sie zählt ca. 780.000 Einwohner und ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Diese bietet aufgrund der reichhaltigen Geschichte viel zu entdecken. Doch vor allem ist Trabzon eine lebendige Stadt mit guten Einkaufsmöglichkeiten und einem Umland mit Alpencharakter und Wandermöglichkeiten.

Hintergrund[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Im 6. Jahrhundert vor Christus siedelten sich hier milesische Einwanderer an. Wahrscheinlich kamen diese aus Sinop. Ursprünglich wurde aufgrund der tischgleichen Erhebung, auf der die Burg gebaut wurde, dieser Ort Trapezos (abgeleitet aus dem Griechischen) genannt. Schon bald entwickelte sich Trapezos zu einem wichtigen Handelsplatz, da hier Karawanen-Routen auf Schiffsrouten trafen. Als im 2. Jahrhundert v. Chr. die Römer unter Führung von Lukullus die Region eroberten, wurde Trapezos aufgrund seiner pro-römischen Haltung im Gegensatz zu vielen anderen Städten in der Region nicht geplündert. Diesem Umstand verdankte Trabzon einen weiteren Ausbau in den nächsten Jahrhunderten. Erst 260 n. Chr. sollte es den Ostgoten als erste Macht gelingen, Trabzon zu erobern. Mit dem aufstrebenden Byzantinischen Reich wurde Trabzon als wichtige Handelsstadt mit eigenem Statthalter ausgebaut. Als sich das Schicksal des Byzantinischen Reiches im 12. Jahrhundert zunehmend dem Ende näherte, sagte sich Trabzon als eigenständiges Kaiserreich unter Alexios Komnenos V. von Byzanz los. Doch am 26. Oktober 1461, immerhin 9 Jahre nach Konstantinopel, fiel dieses auch gegen die Truppen von Mehmet II. Dieser trieb hier eher Raubbau und entmachtete die ansässige Oberschicht, ohne adäquaten Ersatz zu implementieren. Auch zog er viele Händler, Handwerker etc. nach Konstantinopel, was sich als ein nicht mehr auszugleichender Verlust erwies, von dem sich Trabzon nur schwer erholte. Erst 1507 sollte Selim I. als Erster mit dem Bau einer Moschee wieder in die Stadt investieren. Doch schon 12 Jahre vorher 1495 wurde Kanuni Sultan Süleyman in Trabzon geboren, der hier auch seine Kindheit verbrachte, bis er als Süleyman der Große in die Geschichte eingehen sollte. Im 18. Jahrhundert wurde Trabzon wieder militärisch ausgebaut und im 19.Jahrhundert um mehrere religiöse Schulen und der Çarsi Moschee erweitert, so dass Trabzon bald wieder ein regionales religiöses Zentrum darstellte. Im Ersten Weltkrieg wurde die Stadt kurzzeitig von den russischen Truppen besetzt und gehörte anschließend ein paar Jahre zu Armenien, bis es 1923 wieder der Türkei zugesprochen wurde.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Da hier sowohl die als Transitstrecke genutzte Küstenstraße verläuft, als auch Fährverbindungen mit Russland und Georgien existieren, ist heute Trabzon vor allem als erster größerer Anlaufpunkt von und zu den russischen Nachbarn wichtig für die Türkei. Im Umland findet man hauptsächlich Tee-, Tabak- und Nussplantagen, die einen wesentlichen Garant für den Wohlstand der Region darstellen. In den letzten Jahren haben sich auch hier viele ausländische Unternehmen niedergelassen (alleine in den ersten 5 Jahren der 90ziger hat sich die Zahl von 5 auf 500 erhöht). Durch eine Freihandelszone, Universität und der Modernisierung von Flug- und Schiffshafen soll der Wirtschaftliche Aufwärtstrend weiter vorangetrieben werden.

Anreise[Bearbeiten]

Lage
Lagekarte der Türkei
Trabzon
Trabzon
  • Mit dem Flugzeug von Ankara oder Istanbul. Der Flughafen liegt etwa 6 km vom Zentrum entfernt. Eine Fahrt mit dem Taxi kostet unter € 10,00. Hier bieten THY, SunExpress, Onur Air, Atlasjet und Flyair mehrmals täglich Inlandsflüge nach Ankara und Istanbul an. Flugverbindungen & Buchungen kann man über die Tel.Nr.: 4444359 für Flyair und über die Tel.Nr.: 3231212 für alle anderen erfragen bzw. tätigen.
  • Der Bus von Istanbul (50 TL, 17 Stunden) fährt mehrmals täglich. Es gibt Busverbindungen nach Antalya, Bursa, Erzurum, Istanbul, Kars, und Samsun. Der Busbahnhof befindet sich im Zentrum gegenüber der Iskender-Pasa-Moschee. Die Reisebüros sind beim Atatürk Alani zu finden
  • Mit dem Schiff gibt es Fährverbindungen mit dem russischen Sotschi, dem georgischen Batumi und natürlich mit Istanbul. Das Reisebüro befindet sich an der Iskele Caddesi.

Mobilität[Bearbeiten]

Auch in Trabzon bewegt man sich bequem mit dem Dolmuş (Sammeltaxi). An der zentralen Atatürk Alani findet man alle Busverbindungen im innerstädtischen Bereich. Die Busse auf der Küstenstraße starten in Richtung Osten am Russischen Bazar an der Küstenstraße und in Richtung Westen im Stadtteil Pazarkapı.

Weiterhin gibt es hier natürlich auch alle nationalen und internationalen Autoverleiher oder die Möglichkeit, ein Taxi zu nehmen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Übersichtskarte Trabzon

Zur Orientierung empfiehlt es sich als erstes zur Tourist Information (Turizm Danişma, Tel.:+90 462 3264760 )an der Iskender-Paşa-Moschee zu gehen. Hier gibt es neben einem kostenlosen Stadtplan und Museumsführer kompetente Tips zur Erkundung der Stadt und Umgebung.

Innenstadt: In der Innenstadt, die sich auf drei Hügeln erhebt, sind zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten zu finden:

  • Küçük Ayvası Kilise. St.Anna Kirche. Das älteste Bauwerk in Trabzon stammt aus dem Jahre 884 n.Chr. Diese armenische Kirche ist zwar vor ein paar Jahren frisch restauriert worden, aber leider nicht öffentlich zugänglich. Doch auch von außen ist diese Kirche ein Blickfang. Besonders das in den Mauern eingelassende Relief über dem Haupteingang ist betrachtenswert. Da die Kirche nicht direkt ausgeschildert und regelgerecht zugebaut ist, ist diese relativ schwer zu finden. Vom Atatürk Alanı folgt man am besten der Kahramanmaraş Caddesi in Richtung Westen. Nach ca. 500 Metern liegt auf der linken Seite eine Schule. Folgt man der kleinen Gasse hinter der Schule, stößt man unweigerlich nach keinen 50 Metern auf die Kirche.
Relief in der St.Anna Kirche
  • Trabzon Müzesi. Das ehemalige Gebäude des Bankiers Kostaki Teophylaktos aus dem Jahre 1889 wurde nach seinem finanziellen Ruin zunächst unter anderem als Hauptquartier im Unabhängigkeitskrieg, Unterkunft für Atatürk oder Mädchenschule verwendet. Von 1987 bis 2001 wurde das Gebäude umfangreich saniert und am 22. April 2001 als städtisches Museum der Öffentlichkeit wieder zugängig gemacht. Umgeben von schönen Deckenmalereien werden in zwei Abteilungen (Ethnographisch / Archäologisch )Funde aus der Umgebung zur Schau gestellt. Geöffnet: Mo ist Ruhetag, ansonsten ist das Museum von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 13.00 bis 18.00 Uhr für 5 TL zugänglich.
  • Yeni Cuma Camii. Die ehemalige Eugenioskirche wurde im 13. Jahrhundert errichtet. Der Schrumpfkopf des Märtyrers Eugenios soll einst hier aufbewahrt worden sein. Als Mehmet II. nach der Eroberung zum ersten Mal sein Freitagsgebet vollzog, soll es genau hier gewesen sein. Also hat man die christlichen Wandmalereien entfernt, ein Minarett hinzugefügt und diese Kirche in die "Neue Freitagsmoschee" umgewandelt.
  • Ortahisar Camii. Auch die im 11. Jahrhundert n. Chr. erbaute Kirche der "goldköpfigen Jungfrau" wurde 1468 durch ein Minarett ergänzt und in eine Moschee verwandelt.
  • Gülbahar Hatun Camii. Diese Moschee wurde 1507 von Selim I. errichtet, und ist damit das älteste als Moschee errichtete Gebäude in Trabzon. Selim I. ließ diese für seine Mutter errichten und folgerichtig befindet sich hier ein Mausoleum. Ein kleiner Teegarten grenzt an die Moschee und lädt zum Verweilen ein.

Im Stadtbereich: Auch außerhalb des direkten Innenstadtbereiches oder gerade hier hat Trabzon vieles zu bieten:

Fresken in der Hagia Sofia
  • Aya Sofya. Hagia Sofia. Diese im Westen (3 km vom Stadtzentrum) liegende um 1200 n. Chr. gebaute Kirche wurde ca. 100 Jahre später zu ihrer jetzigen Form komplett umgebaut. 1427 kam der Glockenturm hinzu. Die Kirche war ursprünglich Teil einer Klosteranlage. Doch nachdem die Truppen von Mehmet des II. Trabzon eingenommen hatten, wurde die Klosteranlage entfernt und die Kirche in eine Moschee verwandelt. Während der russischen Besetzung wurden die ursprünglichen christlichen Malereien wieder freigelegt. Unter türkischer Regie wurde schließlich um 1960 die Kirche umfangreich restauriert und in ein Museum umgewandelt. Im Jahr 2012 konnte eine religiöse Interessengemeinschaft erfolgreich die Rückumwandlung der Hagia Sofia in eine Moschee einklagen. Im Zuge dessen wurden die Fresken im Inneren mit weissen Stoffen abgehängt um die Gläubigen beim Beten nicht zu stören. Sehenswert sind hier aber weiterhin die Skulpturen an den Außenwänden und die Reliefdarstellung der Schöpfungsgeschichte in der südlichen Vorhalle. Weiterhin sollte das Augenmerk auf das aus 19 Marmorstücken bestehende Mosaik im Boden des Hauptraumes geworfen werden. Die Fresken in der Kuppel sind leider durch Stoffe abgedeckt und nicht zu sehen. Diese sind von einer Perfektion, die weder in der byzantinischen Kunst in Istanbul noch in der byzantinischen Kunst in Kappadokien anzutreffen sind. Die ist Moschee steht auf dem Gelände des Hagia Sophia Museums (Ayasofya Müzesi), welches neben der Kirche / Moschee und Turm seit 1996 um eine Dorfhaus Ausstellung erweitert worden. Hier wird in mittels zwei verschiedener Holzhaustypen, die traditionelle Bau- und Lebensweise der Schwarzmeerregion erläutert. Integriert findet sich ein Teegarten. Weiterhin finden sich auf dem Gelände diverse Grabsteine und eine kleine Tempelruine im hellenistischen Baustiel. Bedeutung und genaue Herkunft konnte niemand erläutern. Geöffnet: 9.00 – 17.00 Uhr. Preis: Der Eintritt kostet 3 TL.
  • Boztepe. Diese im Süden von Trabzon liegende Erhebung (230 m) war schon seit Urzeiten der heilige Berg in Trabzon. Die Ruine vom Kizlar Manastiri, ein ehemaliges Kloster, zeugt heute noch davon. Heute ist der Boztepe begehrtes Ausflugsziel als Aussichtspunkt, zum Essen in einem der Lokale oder für frisch verheiratete Pärchen. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Kaymaklı Manastırı. Noch weiter südlich im Stadtteil Kaymaklı liegen die Ruinen des nach dem Stadtteil (oder umgekehrt) benannten Klosters. Dieses Kloster aus dem 15. Jahrhundert wurde erst 1923 von den letzten Mönchen verlassen. Besonders sehenswert sind die darin erhaltenen Fresken.
  • Atatürk Köşkü. Nachdem Atatürk in dieser aus dem Jahre 1890 stammenden Villa dreimal übernachtete, wurde diese Atatürk vermacht. Seitdem wird dieses malerische Anwesen gewissenhaft gepflegt und ist immer einen Besuch wert. Zudem wird hier dem Geschichtsinteressierten über eine kleine Sammlung von Atatürkfotografien das Leben von Atatürk näher gebracht. Typ ist Gruppenbezeichnung

Im Umland: Gerade im Umland finden sich die Highlights von Trabzon.

Trabzon und Umgebung
Das Sumela Klosterin den Bergen des Altindere Vadisi Milli Parki
  • 1 Meryam Ana Manastırı (Sumela Kloster), Altındere Vadisi, 61750 Maçka/Trabzon. Das Highlight jedes Trabzonbesuches ist ein Ausflug zur 45 km entfernten Klosterruine. Das im Altindere Vadisi Milli Parki liegende Kloster liegt in einer steil abfallenden Felswand und ist von der Ferne ein atemberaubender Anblick. Gegründet wurde das Kloster rund um die angebliche Fundstelle der Panagia Sumela oder der so genannten Maria vom schwarzen Berg. Dieses angeblich von dem heiligen Lukas gemalte Marienbild sollen Engel aus Athen in einer Felsspalte hier abgelegt haben. Die Mönche Barnabas und Sophronios erfuhren durch eine göttliche Eingebung davon und gründeten hier das Kloster um 400 n. Chr. Dieses war schon 100 Jahre später ein wichtiges christliches Zentrum. In den folgenden Jahrhunderten wurde das Kloster immer wieder durch Schicksalsschläge getroffen, aber wieder aufgebaut. So brannte das Kloster 640 n.Chr. und 1366 n.Chr. nieder und wurde um 1100 n.Chr. von den Türkmenen überfallen und verwüstet. Da die Heilige Maria vom schwarzen Berg sowohl bei Christen als auch bei Moslems als Ikone anerkannt war, blieb dieser Ort bis zum Ersten Weltkrieg ein wichtiger Wallfahrtsort. Der komnenische Kaiser Alexios ließ sich im 14. Jahrhundert hier krönen. Sultan Semit I. verdankte nach seiner Ansicht seine Genesung der Maria, und die Bevölkerung bedankte sich bei Maria für die Abwendung einer Heuschreckenplage. 1921 geriet das Kloster bei Gefechtshandlungen zwischen den türkischen und russischen Truppen in die Schusslinie und in Brand. Zwei Jahre darauf, als die neue Türke ihre griechischstämmigen Einwohner gewaltsam vertrieb, verließen die letzten Mönche mit der Maria den Ort, um in der Nähe von Thessaloniki ein neues Kloster zu gründen. 1931 wurde die Ikone von dort zum Benaki Museum in Athen gebracht, wo diese heute noch ist. Um zum Kloster zu gelangen, fährt man die E97 landeinwärts nach Macka und von dort den ausgeschilderten Weg in die Berge. Hier empfiehlt es sich das Auto schon am Fuß des Klosterberges abzustellen und die letzten 250 Höhenmeter zu Fuß zu überwinden, um den schönen aber anstrengenden Aufstieg nicht zu verpassen. Wer es einfacher mag, fährt einfach bis zum Kloster weiter. Sehenswert sind hier vor allen die Fresken in der Grottenkirche, die teilweise aus dem 14. Jahrhundert stammen. Die jüngsten Fresken stammen aus der der Grottenkirche vorgelagerten Apsiskapelle aus dem 18. Jahrhundert. Es besteht auch die Möglichkeit vor Ort zu übernachten (siehe Übernachtung), was für Fotografen ratsam ist, da morgens das beste Licht herrscht. Geöffnet: Hinweis: 2016 war wegen Renovierung geschlossen, wie lange nicht ersichtlich. Tgl. 9:00-18:00 (im Winter 15:45 Uhr) geöffnet. Preis: 25 TL. Außerdem ist für die Einfahrt in den Altindere Vadisi Milli Parki eine Gebühr von 10 TL pro PKW oder 5 TL pro Motorrad zu entrichten. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • St. Georg Kloster. Das in Peristera (27 km südlich von Trabzon) gelegene Kloster wurde im 6.Jahrhundert gegründet und hatte neben all seiner Frömmigkeit auch den militärischen Auftrag, über einen Signalturm Trabzon vor herannahenden Feinde zu warnen. 1906 brannte das Kloster nieder und ist seitdem eine verlassene Ruine in den Bergen. Vom Dorf Kustul aus gibt es die Möglichkeit einer Führung.
  • Kloster St. Johannes von Vazelon. Dieses ca. 40 km südwestlich von Trabzon bei Kiremitli liegende Kloster, ist nicht viel mehr als eine Ruine im Wald. Die Johanneskapelle mit ihren Fresken ist zwar in einem sehr schlechten Zustand, aber sehenswert. Kiremitli ist gut über die E97 zu erreichen.
  • Gümüşhane. Die 120 km südlich liegende Stadt zählt ca. 35.000 Einwohner und ist vor allem im Altstadt-Bereich sehenswert. Schon Marco Polo erwähnte diese Stadt. In der Nähe liegt die Karaca Tropfsteinhöhle (Karaca Mağarasi). Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Düzköy. Hier befindet sich in der Nähe die Calköy-Höhle, in der ein unterirdischer Fluss mit Wasserfall zu finden ist. Weiterhin findet in diesem Dorf alljährlich im Juli ein großes Volkstanzfestival statt, in dem der Horon, ein nur in der Schwarzmeerregion verbreiteter Tanz, zelebriert wird. Geöffnet: täglich 8.00 – 17.00 Uhr. Typ ist Gruppenbezeichnung
Auf dem Weg zum Zigana Pass
  • Zigana-Pass. Die E97 von Trabzon nach Gümüşhane durchquert den Hauptkamm des östlichen Schwarzmeer-Gebirges in einem ca. 1,5 km langen Tunnel. Direkt vor der Einfahrt in den Tunnel biegt man links ab und erreicht die Passhöhe auf einer neuen asphaltierten Straße nach 2 km. Auf der Abfahrt über die alte Passstraße, die 2 km vor Torul wieder auf die E97 mündet, wird man mit einer alten Brücke aus dem Osmanischen Reich belohnt. In umgekehrter Richtung zweigt man von Torul kommend am Wegweiser „Çakırgöl Turizm Merkezi“ rechts ab. Wer auch auf der Nordseite die alte Passstraße fahren möchte, biegt von Trabzon kommend kurz hinter der Abzweigung zum Sumelakloster in eine kleine Straße links ab. Die alte Passstraße schlängelt sich im Berghang etliche Kilometer parallel zur E97 mündet kurz vor dem Pass in die neue Zufahrtsstraße. Wer die mühsame Anfahrt verkürzen möchte kann bis zur Ortschaft Hamsıköy auf der E97 bleiben und dort erst links in Richtung Zigana-Pass abbiegen. Schon auf der Hinfahrt wird man mit zahlreichen Aussichtspunkten und malerischen Bergdörfern belohnt. Doch der Höhepunkt ist der Zigana Pass wo man die komplette Gegend in Richtung Schwarzes Meer und in Richtung Süden überblicken kann. Hier eröffnet sich für den wagemutigen ein weit verzweigtes Netz von Almwirtschaftswegen, die mit einem normalen PWK gerade noch befahrbar sind und eine großartige Aussicht auf das Gebirge bieten. Für die Befahrung der alten Passstraße sollte man einige Zeit einplanen, da die Straße klein und teilweise in sehr schlechten Zustand ist. Im Winter ist von der Befahrung ganz abzuraten. Typ ist Gruppenbezeichnung

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Entdecken. Hier gilt es die Geschichte zu entdecken. Die zahlreichen Zeugnisse und historischen Orte in und um Trabzon erzählen von der fast 3000-jährigen Geschichte. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Einkaufen. Trabzon ist berühmt für Silberwaren (siehe Einkaufen). Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Baden. Vom Baden im Schwarzen Meer ist in Trabzon leider abzuraten, da die Strände direkt an der Küstenstraße durchweg nichts Schönes mehr haben. Wer baden will, sollte in ein türkisches Bad gehen z.B. in das Sekiz Direkli Haman an der Kalkanoglu Caddesi (täglich 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr). Im 37 km entfernten Sürmene gibt es noch vereinzelt schöne Strände, an denen man von Juli bis September baden kann (Siehe Klimatabelle). Typ ist Gruppenbezeichnung

Trabzon-Klima.svg

  • Fußball. Mit Trabzonspor[1] gibt es hier den eigentlich einzigen international erfolgreichen Fußballverein außerhalb Istanbuls. Wer ein Spiel anschauen möchte, findet das Hüseyin Avni Aker Stadyumu im Westen der Stadt.

Einkaufen[Bearbeiten]

  • Der Russische Bazar im östlichen Teil der Stadt an der Küstenstraße ist berühmt dafür, dass es hier alles gibt, was man sich vorstellen kann. Er ist aber auch für Kriminalität und Taschendiebstahl berühmt. Seien Sie vorsichtig!
  • Das Basarviertel rund um die Carsi Camii beherbergt viele kleine Geschäfte. Trabzon ist bekannt für seine Silberwaren.
  • Fanartikel von Trabzonspor findet man im Ts Club an der Halkevi Sok.

Küche[Bearbeiten]

Hamsı

Natürlich liegt Trabzon in der Schwarzmeerregion und da gilt es, einerseits alles zu probieren was mit Haselnüssen zu tun hat, und andererseits den frischen Fisch zu genießen. Trabzon ist für seinen Fisch bekannt, insbesondere für Hamsi, das sind Sardellen, die hauptsächlich im Winter gefischt werden. Die Sardellen werden gebraten und im Fladenbrot (hamsili ekmek), oder als Börek (hamsi böreğı) serviert. Eine weitere Delikatesse sind die Grünkohlrouladen, die als kara lahana sarmasi zu bestellen sind.

Im Innenstadtbereich:

  • Murat Balık, an dem Atatürk Alanı. Tel.: +90 462 3223100. Einfacher Imbiss, große Portionen in guter Qualität für wenig Geld. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Sişman, an der Maraş Caddesi 5. Tel.: +90 462 3223445. Schlichtes Ambiente aber gutes und vielfältiges Essen. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Lokanta Gelik, an der Uzun Sok.64 B. Tel.: +90 462 3262445. Regionale Kost im gehobenem Umfeld. Typ ist Gruppenbezeichnung

Im Stadtbereich:

  • Boztepe Aile Gazinosu. Tel.: +90 462 3214536. Gutes Essen auch ein schönes Ambiente. Typ ist Gruppenbezeichnung

In der Umgebung:

  • Akçaabat: Dieses kleine Örtchen vor den Toren von Trabzon ist überregional für die hier zubereiteten Köfte bekannt. Zu empfehlen ist hier das Restaurant Nihat Usta an der Sahil Caddesi direkt am Meer. Tel.: +90 462 2281752

Übrigens haben russische Restaurants hier nichts mit russischer Küche zu tun, sondern vielmehr mit russischen Damen, die als Prostituierte in diesem Lokal auf Kundschaft warten.

Nachtleben[Bearbeiten]

Die Ruhezone (2.Etage) im Stresscafe. Live Musik gibt es in der 3.Etage
  • Efes Pup, im selben Gebäude unter dem Sişman an der Maraş Caddesi 5. Tel.: +90 (0)462 3223445. Hier gibt es bis 23.30 Uhr 0,7 Liter Bier für € 2,50!!!
  • Stress Café, an der Uzun Sok. Tel.: +90 462 3213044. Hier kann man auf mehreren Etagen entstressen. Ob bei Live Musik oder beim Genuss der Wasserpfeife.

Unterkunft[Bearbeiten]

Im Innenstadtbereich:

  • Usta Park Hotel, Telgrafhane Sok. No:3; 61100 Trabzon (50 Meter vom Atatürk Alanı). Tel.: +90 (462) 326 57 00, Fax: +90 (462) 322 37 93, E-Mail: . Zentrales gutes Hotel mit anspruchsvollem Frühstück ( Filterkaffee & Müslibar ) mit Aussicht aufs Schwarze Meer .

Am Sumela-Kloster:

Kayalar Pension mit Schwarzwald Panorama

Ausflüge[Bearbeiten]

Neben den Touren in das nahe Umland ( Sumela oder Akçaabat ) sind auch Touren nach Uzungöl oder Rize interessant. Der Reiseunternehmer Eyce Tours an der Taksim Işhanı Sok [2] Tel.:+90 (462) 3267174 kann hier in den meisten Fällen weiterhelfen

Literatur[Bearbeiten]

  • Art and Identity in Thirteenth-Century Byzantium: Hagia Sophia and the Empire of Trebizond (Birmingham Byzantine and Ottoman Monographs) von Antony Eastmond im Variorum Verlag
  • The Islamization and Turkification of the City of Trabzon, Ca. 1486-1583 von Heath W. Lowry im Darwin Verlag

Weblinks[Bearbeiten]

Empfehlenswerter ReiseführerDieser Artikel wird von der Gemeinschaft als besonders gelungen betrachtet und wurde daher am 10. Dezember 2008 zum Empfehlenswerten Reiseführer gewählt.
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