Trabzon
| Trabzon | |
| Provinz | Trabzon |
|---|---|
| Einwohnerzahl | 824.352 (2023) |
| Höhe | 0 m |
| Tourist‑Info | +90 (0)462 326 47 60 |
| Social Media | |
Trabzon | |
Trabzon (früher Trapezunt) liegt an der Südküste des Schwarzen Meeres in der Türkei. Sie zählt ca. 820.000 Einwohner und ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Im Stadtzentrum Ortahisar leben ca. 340.000 Einwohner. Die Stadt bietet aufgrund der reichhaltigen Geschichte vieles zu entdecken. Doch vor allem ist Trabzon eine lebendige Stadt mit guten Einkaufsmöglichkeiten und einem Umland mit Alpencharakter und Wandermöglichkeiten.
Hintergrund
[Bearbeiten]
Für gebildete Türken der Großstädte klingt der örtliche Dialekt Trabzonlular hinterwäldlerisch.
Geschichte
[Bearbeiten]Im 6. Jahrhundert vor Christus siedelten sich hier milesische Einwanderer an. Wahrscheinlich kamen diese aus Sinop. Ursprünglich wurde aufgrund der tischgleichen Erhebung, auf der die Burg gebaut wurde, dieser Ort Trapezos (abgeleitet aus dem Griechischen) genannt.
Schon bald entwickelte sich Trapezos zu einem wichtigen Handelsplatz, da hier Karawanen-Routen auf Schiffsrouten trafen. Als im 2. Jahrhundert v. Chr. die Römer unter Führung von Lucullus die Region eroberten, wurde Trapezos aufgrund seiner pro-römischen Haltung im Gegensatz zu vielen anderen Städten in der Region nicht geplündert. Diesem Umstand verdankte Trabzon einen weiteren Ausbau in den nächsten Jahrhunderten. Erst 260 n. Chr. sollte es den Ostgoten als erste Macht gelingen, Trabzon zu erobern. Mit dem aufstrebenden Byzantinischen Reich wurde Trabzon als wichtige Handelsstadt mit eigenem Statthalter ausgebaut. Als sich das Schicksal des Byzantinischen Reiches im 12. Jahrhundert zunehmend dem Ende näherte, sagte sich Trabzon als eigenständiges Kaiserreich unter Alexios Komnenos V. von Byzanz los. Doch am 26. Oktober 1461, immerhin neun Jahre nach Konstantinopel, fiel dieses auch gegen die Truppen von Mehmet II. Ein Drittel der überlebenden christlichen Bewohner wurde nach Istanbul verschleppt, ein weiteres Drittel versklavt; dazu 800 Knaben den Janitscharen zugeführt was sich als ein nicht mehr auszugleichender Verlust erwies. Damit endete die oströmische Zivilisation endgültig.
Erst 1507 sollte Selim I. als Erster mit dem Bau einer Moschee wieder in die Stadt investieren. Doch schon zwölf Jahre vorher 1495 wurde Kanuni Sultan Süleyman in Trabzon geboren, der hier auch seine Kindheit verbrachte, bis er als Süleyman „der Große“ in die Geschichte eingehen sollte.
Im 18. Jahrhundert wurde Trabzon wieder militärisch ausgebaut und im 19. Jahrhundert um mehrere religiöse Schulen und der 1 Çarsi-Moschee erweitert, so dass Trabzon bald wieder ein regionales religiöses Zentrum darstellte. Im Ersten Weltkrieg wurde die Stadt kurzzeitig von den russischen Truppen besetzt und gehörte anschließend ein paar Jahre zu Armenien, bis es 1923 wieder der Türkei zugeschlagen wurde.
Durch den Völkermord an den Armeniern wurden ab 1915 alle Spuren derer Kultur vernichtet. Bereits 1895 hatte es hier Massaker an der christlichen Minderheit gegeben.
Wirtschaft
[Bearbeiten]Da hier sowohl die als Transitstrecke genutzte Küstenstraße verläuft, als auch Fährverbindungen mit Russland existieren, ist heute Trabzon vor allem als erster größerer Anlaufpunkt von und zu den russischen Nachbarn wichtig für die Türkei. Im Umland findet man hauptsächlich Tee-, Tabak- und Nussplantagen, die einen wesentlichen Garant für den Wohlstand der Region darstellen.
Durch eine Freihandelszone, Universität und der Modernisierung von Flug- und Schiffshafen soll der wirtschaftliche Aufwärtstrend weiter vorangetrieben werden.
Anreise
[Bearbeiten]Trabzon liegt an der Küstenautobahn, die im Ortsbereich Atatürk Bul. genannt wird. Die D010 ist weitgehend sechsspurig ausgebaut. Aus Sarpi fährt man 2½ Stunden. Von Samsun 4½.
Die E97 kommt durch die Berge aus Gümüșhane, Bayburt (landschaftlich reizvoller ist der Umweg auf der D915 von Of) und Erzurum.
Entlang der Schwarzmeerküste gibt es keine Bahnstrecke.
Mit dem Flugzeug
[Bearbeiten]- Flughafenhotels
Speziell für Abflüge am frühen Morgen ist eine flughafennahe Unterkunft sinnvoll. Es gibt zwei Viertel mit jeweils etlichen Hotels. Zum einen direkt oberhalb der Zufahrt zu den Terminals, zum anderen am fernen Ende der Landebahn, ca. 1,8 km weiter (um die Außenstelle der Uni). Beide sind (wenn kann keine Rollkoffer hat) gut fußläufig zu erreichen. Gerade letztere, oft als Ferienwohnungen für Inlandstouristen angelegte Pensionen, bieten außerhalb der Hochsaison günstige Alternativen mit gutem Komfort. Der Fluglärm hält sich in Grenzen, da es nur wenige Flüge gibt.
- 1 My House Suite, Pelitli mah. Ferah sok. No:6 Ortahisar/Trabzon, 61080 Trabzon Großzügige Ferienwohnungen mit Küche und Waschmaschine. Baujahr 2025.
Mit dem Bus
[Bearbeiten]Kommt man aus Batumi in Georgien ist zu beachten, daß die meisten durchgehenden Busse dort am Nachmittag abfahren (weil meist als Nachtbusse weiter bis Ankara oder Istanbul). Möchte man früh los nehme man einen Kleinbus zum Grenzübergang Sarpi – die Abfertigung ist dort normalerweise flott, kann aber in der Hochsaison zwei Stunden dauern – dann auch türkischer Seite (50 m weiter von der Moschee) eine Kleinbus nach Hopa oder, seltener, direkt bis Trabzon. Diese Variante ist kostengünstiger, aber zeitaufwendiger und mit viel Gepäck deutlich unkomfortabler als Direktbusse.
Mit dem Schiff
[Bearbeiten]Nach vierzehn Jahre Unterbrechung hat die Autofähre der Lider Line auf der Route Trabzon–Sotschi im Herbst 2025 ihren Betrieb wieder aufgenommen. Abfahrten sind 2026 jeden Mittwoch und Samstag geplant, was sich aufgrund der Zeitumstände aber kurzfristig ändern kann. Dieselbe Reederei bietet Auto/Passagierdienste, die mit Sakarya und Istanbul verbinden. Gegenüber den flotten Busverbindungen bieten diese keine Vorteile.
Mobilität
[Bearbeiten]Trabzon ist in die Hügel gebaut, was wenn man schlecht zu Fuß ist problematisch werden kann.
Die Bezahlung der Stadtbusse wurde komplett auf Wertkarten umgestellt.
Auch in Trabzon bewegt man sich bequem mit dem Dolmuş (Sammeltaxi). An der zentralen Atatürk Alani findet man alle Busverbindungen im innerstädtischen Bereich. Die Busse auf der Küstenstraße starten in Richtung Osten im 1 Dolmuş gar am russischen Bazar an der Küstenstraße und in Richtung Westen im Stadtteil Pazarkapı.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten]

Zur Orientierung empfiehlt es sich, als erstes zur 1 Tourist-Information (Turizm Danişma), am Rande des Meydan, geöffnet Mo.-Fr. 8–17 Uhr. Hier gibt es neben einem kostenlosen Stadtplan und Museumsführer kompetente Tipps zur Erkundung der Stadt und Umgebung.
Günstig gelegen ist der 2 Infokiosk an der İskenderpaşa, Atatürk Alanı 45/1.
- Innenstadt
In der Innenstadt, die sich auf drei Hügeln erhebt, sind zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten zu finden:
- 2 Küçük Ayvası Kilise, Gülbaharhatun Mahallesi, Kahramanmaraş Cad. (Da die Kirche nicht direkt ausgeschildert und regelgerecht zugebaut ist, ist sie relativ schwer zu finden. Vom Atatürk Alanı folgt man am besten der Kahramanmaraş Caddesi in Richtung Westen. Nach ca. 500 Metern liegt auf der linken Seite eine Schule. Folgt man der kleinen Gasse hinter der Schule, stößt man nach keinen 50 Metern auf die Kirche.) St. Anna-Kirche. Das älteste Bauwerk in Trabzon stammt aus dem Jahre 884. Diese armenisch-orthodoxe Kirche ist zwar vor ein paar Jahren frisch restauriert worden, war aber lange nicht öffentlich zugänglich. Sie ist leer und ungenutzt. Von außen ist sie ein Blickfang. Besonders das in den Mauern eingelassene Relief über dem Haupteingang ist betrachtenswert. Geöffnet: 8.00-17.00. Preis: gratis.
- 1 Trabzon Müzesi, Cumhuriyet Mahallesi, Şehit Onur Fikret Dülger Caddesi, No:10 Das ehemalige Gebäude des Bankiers Kostaki Teophylaktos aus dem Jahre 1889 wurde nach seinem finanziellen Ruin 1917 zunächst als Hauptquartier im Unabhängigkeitskrieg, Unterkunft für Atatürk oder Mädchenschule verwendet. Von 1987 bis 2001 wurde das Gebäude umfangreich saniert und am 22. April 2001 als städtisches Museum der Öffentlichkeit wieder zugängig gemacht. Umgeben von schönen Deckenmalereien werden in zwei Abteilungen (ethnographisch/archäologisch) Funde aus der Umgebung zur Schau gestellt. Geöffnet: Mo. ist Ruhetag, ansonsten ist das Museum von 9.00 bis 12.00 und von 13.00 bis 18.00. Preis: € 3.
- 3 Yeni Cuma Camii Die ehemalige Eugenioskirche wurde im 13. Jahrhundert errichtet. Der Schrumpfkopf des Märtyrers Eugenios soll einst hier aufbewahrt worden sein. Als Mehmet II. nach der Eroberung zum ersten Mal sein Freitagsgebet vollzog, soll es genau hier gewesen sein. Also hat man die christlichen Wandmalereien entfernt, ein Minarett hinzugefügt und diese Kirche in die „Neue Freitagsmoschee“ umgewandelt.
- 4 Ortahisar Camii (Fatih Camii) Auch die im 11. Jahrhundert n. Chr. erbaute Kirche der „goldköpfigen Jungfrau“ wurde entweiht und 1468 durch ein Minarett ergänzt in eine Moschee verwandelt.
- 5 Gülbahar Hatun Camii Diese Moschee wurde 1507 von Selim I. errichtet und ist damit das älteste als Moschee errichtete Gebäude in Trabzon. Selim I. ließ diese für seine Mutter errichten, und folgerichtig befindet sich hier ein Mausoleum. Ein kleiner Teegarten grenzt an die Moschee und lädt zum Verweilen ein.
- Der 1 Stadtpark im Tal des Zagnos bietet Promenade, Amphitheater, Ententeich und Grünflächen sowie ein Restaurant.
- Im Stadtbereich
Auch außerhalb des direkten Innenstadtbereiches oder gerade hier hat Trabzon vieles zu bieten:
- 6 Aya Sofya, Fatih, Ayasofya Cd. No:60, 61040 Ortahisar Hagia Sofia. Diese im Westen (3 km vom Stadtzentrum) liegende um 1200 gebaute Kirche wurde etwa hundert Jahre später zu ihrer jetzigen Form umgebaut. 1427 kam der Glockenturm hinzu. Sie war ursprünglich Teil einer Klosteranlage. Doch nachdem die Truppen von Mehmet des II. Trabzon eingenommen hatten, wurde die Klosteranlage entfernt und die Kirche in eine Moschee verwandelt. Während der russischen Besetzung wurden die ursprünglichen christlichen Malereien wieder freigelegt. Unter türkischer Regie wurde schließlich um 1960 die Kirche umfangreich restauriert und in ein Museum umgewandelt. Im Jahr 2012 konnte eine religiöse Interessengemeinschaft erfolgreich die Rückumwandlung der Hagia Sofia in eine Moschee einklagen. Im Zuge dessen wurden die Fresken im Inneren mit weißen Stoffen abgehängt, um die Gläubigen beim Beten nicht zu stören. Sehenswert sind hier aber weiterhin die Skulpturen an den Außenwänden und die Reliefdarstellung der Schöpfungsgeschichte in der südlichen Vorhalle. Weiterhin sollte das Augenmerk auf das aus neunzehn Marmorstücken bestehende Mosaik im Boden des Hauptraumes geworfen werden. Die Fresken in der Kuppel sind leider durch Stoffe abgedeckt und nicht zu sehen. Diese sind von einer Perfektion, die weder in der byzantinischen Kunst in Istanbul noch in Kappadokien erreicht ward. Die Moschee steht auf dem Gelände des Hagia-Sophia-Museums (Ayasofya Müzesi), welches neben der Kirche/Moschee und Turm seit 1996 um eine Dorfhausausstellung erweitert worden ist. Hier wird in mittels zwei verschiedener Holzhaustypen, die traditionelle Bau- und Lebensweise der Schwarzmeerregion erläutert. Integriert findet sich ein Teegarten. Weiterhin finden sich auf dem Gelände diverse Grabsteine und eine kleine Tempelruine im hellenistischen Baustil. Bedeutung und genaue Herkunft konnte niemand erläutern. Geöffnet: 9.00–17.00.
- 7 Kaymaklı Manastırı Noch weiter südlich im Stadtteil Kaymaklı liegen die Ruinen des nach dem Stadtteil (oder umgekehrt) benannten Klosters. Dieses Kloster aus dem 15. Jahrhundert wurde erst 1923 von den letzten Mönchen verlassen. Besonders sehenswert sind die darin erhaltenen Fresken.
- 2 Atatürk Köşkü, Soğuksu, Ata Cd. No:1, 61040 Ortahisar Nachdem Atatürk in dieser aus dem Jahre 1890 stammenden Villa dreimal übernachtete, wurde diese Atatürk vermacht. Seitdem wird dieses malerische Anwesen gewissenhaft gepflegt und ist immer einen Besuch wert. Zudem wird hier dem Geschichtsinteressierten über eine kleine Sammlung von Atatürkfotografien das Leben von Atatürk näher gebracht. Geöffnet: tgl. 9.00-17.00. Preis: kostenpflichtig.
- 3 Wissenschaftsmuseum (Trabzon Özdemir Bayraktar Science Center), Pazarkapı, Devlet Sahil Yolu Cd. No:20, 61000 Ortahisar Interaktive Displays zu verschiedenen Beriechen moderner Technik. Unterschiedliche Programme im Planetarium. Die zahlreichen Workshops zielen ansonsten primär auf türkischsprachige Jugendliche. Geöffnet: 8.00-17.00, Mo. geschl. Preis: kostenpflichtig.
- 4 Boztepe Diese im Süden von Trabzon liegende Erhebung (230 m) war schon seit Urzeiten der heilige Berg in Trabzon. Die Ruine vom Kizlar Manastiri, ein ehemaliges Kloster, zeugt heute noch davon. Heute ist der Boztepe begehrtes Ausflugsziel als Aussichtspunkt, zum Essen in einem der Lokale oder für frisch verheiratete Pärchen. Am Rand des Parks ist das „Trabzon“-Schild.
- 2 Botanischer Garten (Trabzon Botanik Bahçesi), Çamoba, 61000 Ortahisar Gepflegte Anlage. Mit Café/Restaurant. (Es bietet sich an einen Besuch mit dem des Atatürk Köşkü zu verbinden; 1 km zu Fuß.) Geöffnet: 9.00-23.00.
Im Umland
[Bearbeiten]Gerade im Umland finden sich die Highlights von Trabzon.
- 8 Sumela-Kloster (Meryam Ana Manastırı), Altındere Vadisi, 61750 Maçka/Trabzon (Um zum Kloster zu gelangen, fährt man die E97 landeinwärts nach Macka und von dort den ausgeschilderten Weg in die Berge. Hier empfiehlt es sich, das Auto schon am Fuß des Klosterbergs abzustellen und die letzten 250 Höhenmeter zu Fuß zu überwinden, um den schönen, aber anstrengenden Aufstieg nicht zu verpassen. Wer es einfacher mag, fährt bis zum Kloster weiter.) Das Highlight jedes Trabzonbesuchs ist ein Ausflug zur 45 km entfernten Klosterruine. Das im Altindere Vadisi Milli Parki liegende Kloster liegt in einer steil abfallenden Felswand und ist von der Ferne ein atemberaubender Anblick. Gegründet wurde das Kloster rund um die angebliche Fundstelle der Panagia Sumela oder der so genannten Maria vom schwarzen Berg. Dieses angeblich von dem heiligen Lukas gemalte Marienbild sollen Engel aus Athen in einer Felsspalte hier abgelegt haben. Die Mönche Barnabas und Sophronios erfuhren durch eine göttliche Eingebung davon und gründeten hier das Kloster um 400 n. Chr. Dieses war schon 100 Jahre später ein wichtiges christliches Zentrum. In den folgenden Jahrhunderten wurde das Kloster immer wieder durch Schicksalsschläge getroffen, aber wieder aufgebaut. So brannte das Kloster 640 und 1366 nieder und wurde um 1100 von den Türkmenen überfallen und verwüstet. Da die Heilige Maria vom schwarzen Berg sowohl bei Christen als auch bei Moslems als Ikone anerkannt war, blieb dieser Ort bis zum Ersten Weltkrieg ein wichtiger Wallfahrtsort. Der komnenische Kaiser Alexios ließ sich im 14. Jahrhundert hier krönen. Sultan Semit I. verdankte nach seiner Ansicht seine Genesung der Maria, und die Bevölkerung bedankte sich bei Maria für die Abwendung einer Heuschreckenplage. 1921 geriet das Kloster bei Gefechtshandlungen zwischen den türkischen und russischen Truppen in die Schusslinie und in Brand. Zwei Jahre darauf, als die neue Türkei ihre griechischstämmigen Einwohner gewaltsam vertrieb, verließen die letzten Mönche mit der Maria den Ort, um in der Nähe von Thessaloniki ein neues Kloster zu gründen. 1931 wurde die Ikone von dort zum Benaki-Museum in Athen gebracht, wo sie heute noch ist. Beim Aufstieg zum Kloster sehenswert sind vor allen die Fresken in der Grottenkirche, die teilweise aus dem 14. Jahrhundert stammen. Die jüngsten Fresken stammen aus der der Grottenkirche vorgelagerten Apsiskapelle aus dem 18. Jahrhundert. Es besteht auch die Möglichkeit, vor Ort zu übernachten, was für Fotografen ratsam ist, da morgens das beste Licht herrscht. Das orthodoxe MariäHimmelfahrtsfest wird lokal am erst am 23. August gefeiert und nicht am 15 Aug. An jenem Datum war die mohammedanische Eroberung erfolgt, etwas dem man nicht gedenken möchte. Geöffnet: Tgl. 9.00–18.00 (im Winter 15:45 Uhr) geöffnet. Preis: Ausländersonderpreis (die landesweite Museum Card gilt). Zusätzlich ist für die Einfahrt in den Altindere Vadisi Milli Parki eine Gebühr pro Fahrzeug oder Motorrad zu entrichten.
Zigana-Pass
[Bearbeiten]Aktivitäten
[Bearbeiten]- Entdecken: Hier gilt es die Geschichte zu entdecken. Die zahlreichen Zeugnisse und historischen Orte in und um Trabzon erzählen von der fast 3000jährigen Geschichte.
- Einkaufen: Trabzon ist berühmt für Silberwaren (siehe Einkaufen). Wer soldideres sucht findet in kleinen Werkstätten beim Hafen handgeschmiedete Werkzeuge. Ansonsten sind Haselnüsse und Tee, gerne im Fünf-Kilo-Sack, beliebte Souvenirs.
- Baden: Vom Baden im Schwarzen Meer ist in Trabzon leider abzuraten, da die Strände direkt an der Küstenstraße durchweg nichts Schönes mehr haben. Geeignete Strände sind der für Familien geeignete Kaşüstü-Strand. 10 km östlich in Yomra oder noch 15 km weiter in Kalecik. Nach Westen ist der Strand Akçakale in 24 km entfernt. Im 37 km entfernten Sürmene gibt es noch vereinzelt schöne Strände, an denen man von Juli bis September baden kann. Siehe auch: Klimatabelle.
Wer gepflegt baden will, sollte in ein türkisches Bad gehen z. B. in das 1 Sekiz Direkli Haman an einer Seitenstraße der Kalkanoglu Caddesi (täglich 8.00–17.00).
Ein 2 Hallenbad (Mehmet Akif Ersoy Kapalı yüzme havuzu) findet man im Sportpark („Trabzon Arena“), der hinter dem Terminal des Flughafens direkt an der Küste ist.
- Fußball: Mit Trabzonspor gibt es hier den eigentlich einzigen international erfolgreichen Fußballverein außerhalb Istanbuls. Wer ein Spiel anschauen möchte, findet das 3 Hüseyin Avni Aker Stadyumu im Westen der Stadt.
Einkaufen
[Bearbeiten]- Die „wilden“ Jahre des 1 Russischen Basars (Avrupali Pazari), im östlichen Teil der Stadt an der Küstenstraße, sind, seit man eine moderne, permanente Halle gebaut hat, vorbei. Das Angebot an Kleidung, Haushaltswaren, „Antiquitäten“ und Kunsthandwerk ist weiterhin groß.
- Das Basarviertel (Çarşı oder Pazar) rund um die Çarşı Camii beherbergt viele kleine Geschäfte. Die Fußgängerzone ist die enge 2 Uzun Sk. Trabzon ist bekannt für seine Silberwaren. In der sehenswerten alten 1 Karawanserei Taş Han ist heute ein Café. Das Geschäftsviertel endet im Osten am 3 Hauptplatz Meydan. Dort hat auch die Touristenpolizei eine Anlaufstelle (Tel. +905053186153).
- Fanartikel von Trabzonspor findet man im 3 TS Club am Meydan.
Küche
[Bearbeiten]
Natürlich liegt Trabzon in der Schwarzmeerregion und da gilt es, einerseits alles zu probieren, was mit Haselnüssen zu tun hat, und andererseits den frischen Fisch zu genießen. Trabzon ist für seinen Fisch bekannt, insbesondere für Hamsi, das sind Sardellen, die hauptsächlich im Winter gefischt werden. Die Sardellen werden gebraten und im Fladenbrot (hamsili ekmek), oder als Börek (hamsi böreğı) serviert. Eine weitere Delikatesse sind die Grünkohlrouladen, die als kara lahana sarmasi zu bestellen sind.
Im Innenstadtbereich:
- Murat Balık, Atatürk Bulvarı no. 6،، 61100 Ortahisar (an dem Atatürk Alanı). Tel.: +90 462 3223100. Einfacher Imbiss, große Portionen (speziell Fisch) in guter Qualität für wenig Geld.
- 2 Sişman, Kemerkaya, Kahramanmaraş Cd. No:5, 61200 Trabzon Merkez (Suluhan İş Merkez). Tel.: +90 462 3223445 Schlichtes Ambiente aber gutes und vielfältiges Essen.
Geöffnet: 9.00-00.30/1.30.
- Efes Pup, im selben Gebäude unter dem Sişman. Tel.: +90 (0)462 3223445.
Im Stadtbereich:
- 3 Koru Cafe Boztepe, Boztepe, İran Cd. No:190, 61030 Trabzon Merkez
In der Umgebung:
- Akçaabat: Dieses kleine Örtchen vor den Toren von Trabzon ist überregional für die hier zubereiteten Köfte bekannt.
Nachtleben
[Bearbeiten]Lange hatten „russische Restaurants“ in Trabzon nichts mit russischer Küche zu tun, sondern vielmehr mit Damen aus der ehemaligen Sowjetunion, die als Prostituierte in diesen Lokalen auf Kundschaft warteten. Mit zunehmendem Wohlstand in diesen Republiken hat diese Art von Arbeitsmigration nachgelassen. Trabzon ist, in einem extrem konservativen Teil der Türkei, trotzdem (gerade deshalb?) mit im Hafenviertel mit entsprechender abendlicher „Unterhaltung“ gesegnet.
Unterkunft
[Bearbeiten]- Zentral
Etliche Hotels im Umfeld des Busbahnhofs und in die Seitenstraßen Richtung Hafen sind das was der Engländer “seedy” nennt und nicht für alleinreisende Frauen geeignet.
- 2 Hotel Horon, Sıramağazalar Cad. No: 125 İskenderpaşa Mahallesi, 61100 Ortahisar (am Meydan). Tel.: +90 462 326 64 55, E-Mail: otelhoron@otelhoron.com Merkmal: ★★★.
- 3 Usta Park Hotel, İskenderpaşa, Şht. İbrahim Karaoğlanoğlu Cd. No:6 / 1, 61000 Ortahisar (50 Meter vom Atatürk Alanı). Tel.: +90 (462) 326 57 00, E-Mail: info@ustaparkhotel.com Zentrales gutes Hotel mit anspruchsvollem Frühstück (Filterkaffee und Müslibar) mit Aussicht aufs Schwarze Meer. Merkmal: ★★★★.
- 4 Zorlu Grand Hotel, Kemerkaya Mahallesi, Merkez, Kahramanmaraş Cd. No:9, 61200 Ortahisar. Tel.: +90 462-326 8400, E-Mail: zorlugrand@zorlu.com Bestes und teuerstes Hotel am Ort. Merkmal: ★★★★★.
Am Sümela-Kloster
[Bearbeiten]- Hotel Büyük Sümela, Merkez, Atatürk Cd. No:15, 61750 Maçka (Direkt im Zentrum an der Straße nach Sumela gelegen). Tel.: +90 (462) 512 35 40.
- Aile Kayalar Pansiyonu, Sumela Manastiri Yolu (5 km vor dem Sümela-Kloster). Tel.: +90 (462) 531 10 57. Kleine, rustikale Pension in schöner Lage. Zehn einfache Zimmer. Abends gibt es auf Wunsch frische Forelle und danach einen geselligen Abend mit frischen Haselnüssen und dem ein oder anderen Effes. Merkmal: Pension.
- Sumelas Camping, çoşandere köyü Maçka Trabzon (An der Straße nach Sumelas, 5 km vom Zentrum von Maçka). Tel.: +905422883049, E-Mail: sumelas_camping@hotmail.com.
Praktische Hinweise
[Bearbeiten]| Trabzon | Jan | Feb | Mrz | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mittlere höchste Lufttemperatur in °C | 13 | 12 | 17 | 17 | 18 | 23 | 29 | 30 | 26 | 20 | 17 | 13 | Ø | 19.6 |
| Mittlere tiefste Lufttemperatur in °C | 6 | 5 | 7 | 8 | 12 | 16 | 22 | 22 | 19 | 13 | 9 | 6 | Ø | 12.1 |
| Mittlere Wassertemperatur in °C | 10 | 9 | 9 | 10 | 14 | 20 | 24 | 25 | 24 | 20 | 16 | 13 | Ø | 16.2 |
- 3 Postamt, Çarşı, Kahramanmaraş Cd. No:46, 61200 Trabzon Merkez Geöffnet: Mo.FR. 8.30-17.00.
- Eine weitere Post ist am Meydan.
- 4 Atlas Kuru Temizleme, İskenderpaşa, Deniz Sk. No:3, 61100 Ortahisar Waschsalon und chemische Reinigung. Preis: 8.00-21.30.
- Konsulate
Das sowohl Rußland als auch der Iran für ihre Einreisevermerke auf elektronische Visa umgestellt haben dürfte sich der Besuch der örtlichen Konsulate erübrigen.
Ausflüge
[Bearbeiten]Neben den Touren in das nahe Umland (Sümela oder Akçaabat) sind auch Touren nach Uzungöl oder Rize interessant.
Yaylas sind im Sommer bewirtschaftete Siedlungen in den Höhen des pontischen Gebirges. In einigen sind Urlaubsaufenthalte möglich, die man lokal eruieren wird müssen.
Klöster
[Bearbeiten]- 9 St.-Georg-Kloster (Kuştul Manastırı, Kuştul-Kloster; nahe dem Dorf Şimşirli im Bezirk Maçka 27 km südlich von Trabzon) Das Kloster wurde im 6. Jahrhundert gegründet und hatte neben all seiner Frömmigkeit auch den militärischen Auftrag, über einen Signalturm Trabzon vor herannahenden Feinde zu warnen. 1906 brannte das Kloster nieder. Es wurde 1922 erneut evakuiert und seine orthodoxen Insassen 1923 von der Türkei nach Griechenland vertrieben. Es ist seitdem eine verlassene Ruine in den Bergen. Vom Dorf aus gibt es die Möglichkeit einer Führung.

- 10 Kloster St. Johannes von Vazelon (Vazelon Manastırı; ca. 40 km südwestlich von Trabzon bei Kiremitli) Das Kloster ist nicht viel mehr als eine Ruine im Wald. Die Johanneskapelle mit ihren Fresken ist zwar in einem sehr schlechten Zustand, aber sehenswert. Das Kloster wurde 1923 türkisch-griechischen Bevölkerungsaustausch verlassen und danach vom mohammedanischen Horden stark verwüstet. Kiremitli ist gut über die E97 zu erreichen.
Gümüșhane
[Bearbeiten]Düzköy
[Bearbeiten]Beşikdüzü
[Bearbeiten]Der 2 Bausbahnhof von Beşikdüzü ist direkt an der Küstenstraße, 51 km westlich won Trabzon. Der Ort bietet einen wenig attraktiven grobkiesigen Strand.
Wichtig ist die mit 3600 Metern (↥ ca. 500 m) längste Seilbahn der Türkei 3 Teleferik, die Besucher in 10 Min. Fahrzeit auf die Berge des Beşik Dağ hinter der Ortschaft bringt.
Literatur
[Bearbeiten]- : Art and identity in thirteenth-century Byzantium: Hagia Sophia and the empire of Trebizond. Aldershot, Hants, England; Burlington, VT: Ashgate/Variorum, 2004, Birmingham Byzantine and Ottoman monographs (v. 10), ISBN 978-0-7546-3575-8; 208 Seiten (in Englisch). als eBook 2016: doi:10.4324/9781315262161
- Hovannisian, Richard G.; Armenian Pontus: The Trebizond-Black Sea Communities; Costa Mesa, Calif. 2009 (Mazda Publishers)
- : The Islamization & Turkification of the city of Trabzon (Trebizond), 1461-1583. İstanbul: Isis Press, 2009, ISBN 978-975-428-384-6; 237 Seiten (in Englisch).
- Kansız İsmail; Trabzon Kültür ve Turizm Müdürlüğü; Trabzon Mutfağı = Trabzon Cuisine = الاطعمة المحيلة المنطقة طرابزون; Trabzon 2015 (T.C. Trabzon Valiliği); ISBN 9786051497556; [Text türkisch, englisch und arabisch]
Weblinks
[Bearbeiten](Stand: Feb 2026)
- www.trabzon.bel.tr (tr) – Offizielle Webseite von Trabzon
- Offizielle Webseite von Beşikdüzü
- Offizielle Webseite von Yomra
- exploretrabzon.com (engl.)
- Uzungöl-See (englisch)

