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Schwedt

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Schwedt.jpg
Schwedt/Oder
Bundesland Brandenburg
Einwohner unbekannt
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Höhe 6 m
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Lage
Lagekarte von Deutschland
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Schwedt

Schwedt, offiziell Schwedt/Oder, ist eine Stadt in der Uckermark, unmittelbar an der Grenze zu Polen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Parallel zur Oder verläuft durch Schwedt ein in den 1920er-Jahren angelegter Kanal, die Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße, zwischen beiden befindet sich eine naturnahe Auenlandschaft, die von zahlreichen Wassergräben durchzogen ist. Diese ist als Teil des Nationalparks Unteres Odertal geschützt. Schwedt nennt sich daher auch „Nationalparkstadt“.

Ehemaliger Tabakspeicher der Fa. Ermeler

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Schwedt 1265. Im 16. Jahrhundert erlebte die Stadt, die ein wichtiger Kreuzungspunkt zwischen Stettin, Prenzlau, Berlin und Frankfurt (Oder) war, eine erste Blütezeit. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie jedoch stark zerstört. Ende des 17. Jahrhunderts unterstand die Stadt Dorothea, der Gemahlin des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg. Sie ließ das Schloss wieder aufbauen und förderte die wirtschaftliche Entwicklung. So warb sie einen holländischen Fachmann und französische Hugenotten an, die begannen Tabak anzubauen. Die Uckermark wurde das größte Tabakanbaugebiet Deutschlands. Erst nach der Wende 1989/90 wurde die Tabakproduktion in Schwedt eingestellt. Ein Museum in einer ehemaligen Tabakscheune Ortsteil Vierraden erinnert aber an diese Tradition. Von 1689 bis 1788 unterstand Schwedt einer eigenen Dynastie der Markgrafen von Brandenburg-Schwedt, einer Nebenlinie der Hohenzollern. Der letzte Markgraf von Schwedt, Friedrich Heinrich (r. 1771–1788) machte Schwedt zu einer Kulturstadt. In der Orangerie des Schlosses richtete er eines der ersten Theater Deutschlands ein.

Petrochemisches Kombinat (1981)

Eine bedeutende wirtschaftliche Rolle spielte Schwedt während der DDR-Zeit. Hier endete die Erdölleitung „Freundschaft“, die Petroleum direkt aus der Sowjetunion hierher beförderte. Deshalb wurden petrochemische Industrien angesiedelt; die Raffinerien des Petrolchemischen Kombinats (PCK) produzierten einen Großteil der in der DDR verbrauchten Kraftstoffe. Die Einwohnerzahl wuchs rapide, mehrere Wohngebiete für die Arbeiter wurden in Plattenbauweise angelegt. Die Ruinen des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Schlosses wurden zugunsten eines Kulturhauses (heute Uckermärkische Bühnen) gesprengt. Schwedt war zudem Standort des einzigen Militärgefängnisses der DDR, in dem „aufmüpfige“ Wehrdienstleistende und -verweigerer eingesperrt wurden, die im Raffineriekombinat Zwangsarbeit leisten mussten. Schon das Wort „Schwedt“ und die Postleitzahl 133(0) lösten unter manchen wehrpflichtigen DDR-Bürgern Angst aus.

Nach der Wende und Wiedervereinigung war Schwedt in besonderem Maße vom Strukturwandel betroffen. Tausende Arbeitsplätze gingen verloren. Die Einwohnerzahl sank um 40 Prozent. Statt über 50.000 hat Schwedt nun noch gut 30.000 Einwohner.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Die nächstgelegenen Flughäfen sind Stettin-Goleniów (IATA CodeSZZ, 90 km nordöstlich), Berlin-Tegel (TXL; 125 km südöstlich, 1:45–2 Std. mit Bus und Bahn) und Berlin-Schönefeld (SXF; 140 km südöstlich, 2:10 Std. mit der Bahn).

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Der nächste Fernverkehrshalt ist Angermünde. Von dort fahren Züge (RB oder RE) im Stundentakt nach Schwedt. Aus Berlin fährt zweistündlich der RE 3 in 1:25 Std. direkt nach Schwedt (sonst mit Umsteigen in Angermünde, was dank abgestimmter Takte auch nicht länger dauert).

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Durch Schwedt verlaufen die Bundesstraßen 2 (Berlin–Stettin) und 166 (Prenzlau–polnische Grenze). Aus Richtung Berlin kommend kann man auf der Autobahn A 11 bis zur Anschlussstelle Joachimsthal, aus Richtung Rostock/Stralsund/Neubrandenburg die A 20 bis zum Kreuz Uckermark nehmen.

Aus Polen kann man über einen Straßen-Grenzübergang an der B 166/polnische Nationalstraße 26 von Krajnik Dolny einreisen.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Die Uckermärkische Verkehrsgesellschaft (UVG) betreibt sieben Buslinien im Stadtverkehr und 10 Regionalbuslinien von/nach Schwedt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

St. Katharinen

Kirchen[Bearbeiten]

  • region: DE; cc: +49; lang: de; wiki: de; type: church; group: seeSt. Katharinen, Paul-Meyer-Straße 35. Evangelische Stadtkirche, ursprünglich Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert, im 17. Jahrhundert umgebaut, nach Brand 1887 erweitert und ausgebaut
  • region: DE; cc: +49; lang: de; wiki: de; type: church; group: see53.0575114.285141 St. Mariä Himmelfahrt, Louis-Harlan-Straße. Katholische Pfarrkirche, neogotisch (1895–98)
Berlischky-Pavillon
  • region: DE; cc: +49; lang: de; wiki: de; type: see; group: seeBerlischky-Pavillon, Lindenallee 28. Ehemalige französisch-reformierte Kirche, die 1776–79 für die hier angesiedelten Hugenotten errichtet wurde; heute Konzerthalle.

Bauwerke[Bearbeiten]

Stadtmühle
  • ehemaliges region: DE; cc: +49; lang: de; wiki: de; type: see; group: seeJagdschlösschen Monplaisir, Monplaisir 3.
  • region: DE; cc: +49; lang: de; wiki: de; type: see; group: see53.05836114.2690832 Schwedter Wasserturm, Heinersdorfer Damm 1. von 1911, heute Teil eines Hotels und Restaurants
  • region: DE; cc: +49; lang: de; wiki: de; type: see; group: seeErmelerspeicher, Lindenallee 36. Ehemaliger Tabakspeicher aus dem frühen 19. Jahrhundert, heute Bibliothek und weitere ehemalige Tabakspeicher
  • ehemalige region: DE; cc: +49; lang: de; wiki: de; type: see; group: seeStadtmühle, Vierradener Straße 44. neogotischer Backsteinbau mit Fachwerkelementen (Ende des 19. Jahrhunderts), ehemals als Stadtmühle, Reisstärke- und Seifenfabrik genutzt.

Museen[Bearbeiten]

  • region: DE; cc: +49; lang: de; wiki: de; type: museum; group: seeStadtmuseum, Jüdenstraße 17.
  • region: DE; cc: +49; lang: de; wiki: de; type: museum; group: seeTabakmuseum, Breite Straße 14, OT Vierraden.

Parks[Bearbeiten]

Statue der Flora im Schlossgarten/Europäischen Hugenottenpark
  • region: DE; cc: +49; lang: de; wiki: de; type: park; group: see53.05906114.2860573 Stadtpark
  • Schlossgarten/Europäische Hugenottenpark, mit Sonnenuhr und Kopien von sieben Barockskulpturen
  • Park Heinrichslust, Berliner Straße

Verschiedenes[Bearbeiten]

  • region: DE; cc: +49; lang: de; wiki: de; type: see; group: see53.06454814.2860514 Jüdischer Friedhof. Helbigstraße 16a

Aktivitäten[Bearbeiten]

Uckermärkische Bühnen Schwedt (ehemaliger Kulturpalast)
  • region: DE; cc: +49; lang: de; wiki: de; type: do; group: doUckermärkische Bühnen Schwedt. In Schwedt gibt es eine lange Theatertradition, die bis in die Zeit um 1800 zurückreicht.

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Chojna (ehemals Königsberg i.d. Neumark), sehenswerte Kleinstadt mit verschiedenen, behutsam wieder aufgebauten historischen Bauwerken (Reste der Stadtmauer mit imposanten Stadttoren, gotisches Augustinerkloster, gotische St.-Marien-Kirche, backsteingotisches altes Rathaus), 17 km südöstlich
  • Widuchowa (Fiddichow), historisches kleines Städtchen mit Fachwerkhäusern, mittelalterlicher Natursteinkirche, Jugendstilpalais, 18 km nordöstlich
  • Gartz (Oder), mittelalterliche Kulturdenkmäler: Stadtmauer mit Türmen, backsteingotisches Stadttor, teilweise zerstörte backsteingotische Stadtkirche, restaurierte Spitalkirche, 20 km nördlich (knapp 40 Minuten mit Bus 469)
  • Angermünde, 22 km südöstlich (22 Minuten mit dem Zug)
  • Burgruine Greiffenberg bei Angermünde, 28 km westlich
  • Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, beginnt etwa 25 km westlich von Schwedt, mit dem Naturschutzgebiet Grumsiner Forst, dessen Buchenurwälder zum UNESCO-Weltnaturerbe gehören
  • Gryfino (Greifenhagen), 33 km nördlich
  • Kloster Chorin, bedeutende mittelalterliche Zisterzienserabtei, 37 km südwestlich
  • Prenzlau, 45 km nordwestlich (55 Minuten mit dem Zug)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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