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Unesco-Welterbestätten in Amerika
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Santo Domingo

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Santo Domingo ist die Hauptstadt und zugleich grösste Stadt der Dominikanischen Republik. Seine koloniale Altstadt (span. Ciudad Colonial), welche sich am westlichen Ufer des Río Ozama befindet, wurde im Jahre 1990 von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt.

Santo Domingo
Santo Domingo
StaatDominikanische Republik
Einwohnerca. 1.500.000 (2011)
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Lage
Lagekarte der Dominikanischen Republik
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Santo Domingo

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Stadt liegt an der Mündung des Flusses Ozama. Hier siedelten schon 1496 Europäer, und durch Christoph Kolumbus' Bruder Bartolomeo wurde hier 1498 die erste Stadt in der Neuen Welt gegründet. Diese lag noch am Ostufer des Flusses und hieß La Nueva Isabela. Als im Jahre 1502 die Siedlung durch Hurricans fast zerstört wurde und auch eine Ameisenplage herrschte, wurde am Westufer eine neue Stadt mit dem heutigen Namen gegründet, und die alte Siedlung aufgegeben. Hier wurde auch die erste Kathedrale in Amerika erbaut, der Grundstein wurde 1521 gelegt und die Kirche 1540 geweiht. Durch Papst Paul III. wurde sie im Jahre 1546 zur ersten erzbischöflichen Kathedrale der Neuen Welt erhoben. Diese Kathedrale ist auch heute noch Sitz des Erzbischofes für das katholische Erzbistum Santo Domingo. Auch wurde im Jahre 1538 hier die erste Universität auf dem amerikanischen Kontinent gegründet. Ebenso wurde hier mit dem Hospital San Nicolás de Bari das erste Krankenhaus auf amerikanischem Boden errichtet.

Stadtteile[Bearbeiten]

Alcazar de Colón
  • Distrito Nacional: Der größte Teil der Stadt mit dem offiziellen Namen Santo Domingo de Guzmán liegt auf der Fläche des 104,4 km² großen Distrito Nacional. Innerhalb dieses großen Gebietes mit dem Regierungsviertel sind touristisch von Interesse:
    • Ciudad Colonial, die koloniale Altstadt an der Mündung des Flusses Ozama, sie nimmt nur eine relativ kleine Teil dieser Fläche ein und kann zu Fuß erkundet werden.
    • Das heutige Stadtzentrum, genannt Poligono Central liegt zwischen der Winston Churchill-Avenue im Westen, der J.F.Kennedy-Avenue (DR1) im Norden, der Avenue 27 de Febrero (DR3) im Süden und der Maximo Gomez-Avenue (Estadio de Beisbol) im Osten. Die City ist recht gut mit der Metro erschlossen.
Kathedrale Haupteingang
  • Provinz Santo Domingo: Sie umfasst den Distrito Nacional und wurde erst 2001 von ihm abgespalten. Sie hat etwa 2 Millionen Einwohner und bildet zusammen mit der eigentlichen Stadt ein Ballungszentrum mit über einem Drittel der Gesamtbevölkerung der Dominikanischen Republik.
    • Santo Domingo Norte mit dem Stadtteil Villa Mela
    • Santo Domingo Oeste (West)
    • Santo Domingo Este. In diesem am Ostufer des Ozama gelegene Stadtteil ist der Parque del Este, auf dessen Gelände die Panamerikanischen Spiele 2003 ausgetragen wurden. Am Rand dieses Parks ist auch der Faro a Colon.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

  • Der Flughafen Aeropuerto Internacional La Isabela, auch Joaquin Balaguer Aitport, (IATA CodeJBQ, ICAO CodeMDJB) ist 20 km nördlich der Stadt
  • Der Flughafen Aeropuerto Internacional Las Américas, (IATA CodeSDQ, ICAO CodeMDSD) liegt etwa 40 km östlich bei Boca Chica.
  • Condor fliegt dreimal pro Woche ab Frankfurt am Main nach Sto. Domingo

Auf der Straße[Bearbeiten]

  • Autopista las Américas (DR3): Städte Boca Chica, La Romana (125 km), Punta Cana (215 km)
  • Autopista Juan Pablo Duarte (DR1): Santiago de los Caballeros (150 km)

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

  • Hafen Puerta de San Diego an der Mündung des Ozama
  • Hafen La Romana

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Ciudad Colonial[Bearbeiten]

  • Kathedrale "Santa María de la Encarnación". Das Gotteshaus ist die erste in Amerika erbaute Kathedrale, daher auch die Bezeichnung Catedral Primada de America. Der Grundstein zu der Kirche wurde 1521 gelegt, sie wurde 1540 geweiht. Durch Papst Paul III. wurde sie im Jahre 1546 zur ersten erzbischöflichen Kathedrale der Neuen Welt erhoben. Unter Papst Benedikt XV wurde sie 1920 zur Catedral Santa María la Menor. Die Kathedrale grenzt mit der Längsseite an den Parque Colon und ist von dort durch einen Seiteneingang zugänglich. In ihrem Baustil findet man Elemente der Gotik und der Renaissance. Die Kirche wurde bis zum Jahr 1992 anlässlich zur 500-Jahrfeier der Entdeckung Amerikas gründlich renoviert und präsentiert sich in einem hellen Kalkstein, an den Seitenschiffen links und rechts sind insgesamt 14 sehr unterschiedliche Kapellen, die von wohlhabenden Bürgern der Stadt gestiftet wurden. Bis zu jenem Zeitpunkt waren in der Kirche auch von Christoph Kolumbus untergebracht, danach wurden sie in den neuen Faro de Colón überführt.
  • Alcazar de Colón. Erbaut wurde das Haus 1510-1514 von Diego Colón, dem Sohn von Christoph Columbus, der damals als spanischer Vizekönig hier residierte. Das zweigeschossige Gebäude hat ein Flachdach, herausragendes Stilelement sind lediglich die Arkaden. Der heutige Bau ist jedoch großteils nicht mehr original, er wurde um 1950 originalgetreu restauriert. Auch die ausgestellten Gegenstände stammen nicht aus Santo Domingo, sie sind jedoch durchweg aus der richtigen Epoche. Dennoch vermittelt dieses Museo Virreinal mit seinen insgesamt 22 Räumen einen guten Überblick über die Lebensverhältnisse jener Zeit. Das Haus steht neben den Befestigungsanlagen am Ufer des Ozama direkt an der Plaza Espana. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Panteón Nacional. Vom Alcazar de Colón führt die gepflasterte Calle de las Damas weiter in die Altstadt. Eines ihrer auffälligsten Gebäude wurde 1714 erbaut und diente von 1746-1767 als Jesuitenkirche, danach wurde es als Theater genutzt. Unter der Herrschaft des Diktators Trujillo wurde der Bau zu einem nationalen Mausoleum umfunktioniert. Damals wurde auch die Hauptstadt 1936-1961 Ciudad Trujillo genannt.In diesem nationalen Ehrenmal haben die sterblichen Überreste einiger bedeutender Bürger des Landes ihre letzte Ruhe gefunden, teilweise waren sie unter Trujillo im Gefängnis. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Fortaleza Ozama. Am südlichen Ende der Calle de las Damas befindet sich mit der Fortaleza Ozama das älteste militärisch genutzte Bauwerk von Amerika. Der Torre del Hommenaje oder Huldigungsturm überragt die mittelalterliche Festung. Sie wurde zwischen 1502 und 1506 errichtet, um die Mündung des Rio Ozama und die Altstadt vor Piraten zu schützen. Die Kammern des Baus dienten bis 1960 als Gefängnis. Typ ist Gruppenbezeichnung

Museen[Bearbeiten]

  • Museo de Las Casas Reales.
  • Museo Atarrazanas Reales.
  • Museo Casa de Tostado.
  • Museo Mundo del Ámbar.
  • Museo de la Porcelana.
  • Museo Trampolín.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Puerta del Conde. Tor der ehemaligen Stadtbefestigung am Parque de la Independencia. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Parque de la Independencia. Mit dem Altar de la Patria, einem Mausoleum aus weißem Marmor.
  • Royal Sundial. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Ruinas de San Francisco. Monasterio San Francisco. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • La Iglesia de Nuestra Señora de la Altagracia.
  • Ruinas del Hospital San Nicolas de Bari. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • La Casa de Bastidas. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Hostal Nicolás de Ovando. Typ ist Gruppenbezeichnung

Poligono Central[Bearbeiten]

  • Nationales Geschichts und Geografie Museum (Museo Nacional de Historia y Geografía), Plaza de la Cultura.
  • Modern Art Museum (Museo de Arte Moderno).

Santo Domingo Este[Bearbeiten]

Faro a Colón[Bearbeiten]

Faro a Colón

Das Bauwerk steht im Parque Mirador del Este. Ein Leuchtturm für Columbus soll es sein, nach außen hin ist es ein riesiger stufig strukturierter Betonklotz, 210 m lang, 59 m breit und 10 Stockwerke hoch. Der kreuzförmige Grundriss weist auf die Christianisierung Amerikas hin. 157 Strahler erleuchten den Nachthimmel.

Die Idee zu diesem Bauwerk geht zurück bis ins Jahr 1914, und 1923 wurde der Beschluss gefasst, ein solches Monument auf dem Boden der ersten Stadt von Amerika zu bauen. Fertiggeworden ist es 1992, gerade mal 6 Tage vor dem 500. Jahrestag der Entdeckung Amerikas. In seinem Inneren sollen die sterblichen Überreste von Kolumbus aufbewahrt sein, aber das behauptet man auch in Sevilla. In den 50 Räumen des Museums sind Exponate aus der Geschichte aller amerikanischen Staaten.

Museen[Bearbeiten]

Übersicht über Preise und Öffnungszeiten der Museen findet man hier.

  • Naturhistorisches Museum (Museo Nacional de Historia Natural).
  • Museo del Hombre Dominicano.
  • Museo Casa Fuerte Juan Juan Ponce de León.
  • Museo Fortaleza San Felipe.
  • Museo de la Cerámica Contemporánea.
  • Radio- und Fernsehmuseum (Museo de la Radio y T.V. “Lulio Moscoso”).
  • Museo Numismático y Filatélico, in der Zentral Bank.
  • Museo del Dibujo Contemporáneo.
  • Museo Casa de Duarte.
  • Museo La Vega Vieja.
  • Museo Hermanas Mirabal.
  • Museo del Ámbar Dominicana.
  • Museo Imágenes de la Frontera.
  • Museo Cándido Bidó.
  • Museo de Arte Taino.
  • Museo Arqueológico La Caleta.
  • Museo Elupina Cordero.
  • Museo Arqueológico Altos de Chavón.
  • Museo Histórico de Baní.
  • Museo de la Cofradía del Espíritu Santo de Mata los Indios.
  • Museo Histórico y Arqueológico “Dr. Estrada Torres”.
  • Casa Museo Generalísimo Máximo Gómez.
  • Museo Cueva de las Maravillas.
  • Museo de la Restauración.
  • Museo la Isabela.
  • Centro León.
  • Sala de Arte Prehispanico.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

In der Avenida Juan Pablo Duarte (im Bereich des Parques Enriquilo) gibt es zahlreiche große Kaufhäuser. Am Parques Enriquilo besteht zudem ein Markt an dem überwiegend Kleidung und Elektronikmedien verkauft werden.

Besondere Produkte:

Souvenirshop in der Altstadt
  • Larimar, ein blau-weiß-gefärbter undurchsichtiger Schmuckstein, der fast ausschließlich im Süden der Dominikanischen Republik gefunden wird. Er wird in etlichen Souvenirshops der Stadt angeboten.
  • Bernstein wird vornehmlich an der Costambar, der Bernsteinküste im Norden des Landes gefunden. Er wird in vielen Läden der Stadt angeboten, es gibt auch recht seltene rote und schwarze Bernsteine und Steine mit seltenen Einschlüssen.

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Die Stadt ist mit ihren vier Universitäten und einem Technologie-Institut das Bildungszentrum der Dominikanischen Rebublik.

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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