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Ronneburg (Thüringen)

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Ronneburg
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Die Kleinstadt Ronneburg (Thüringen) liegt etwa 8 km östlich von Gera. Sie ist vor allem als Zentrum des ostthüringischen Uranerzbergbaus bekannt geworden. 2007 richtete sie zusammen mit Gera die Bundesgartenschau aus.

Karte von Ronneburg (Thüringen)
Neue Landschaft Ronneburg mit Holzbrücke über das Gessental

Anreise[Bearbeiten]

Ronneburg ist über zwei Anschlussstellen an die Bundesautobahn A4, die nördlich der Stadt entlangführt, angebunden. Bei der Anreise aus Richtung Westen bietet sich die Abfahrt Gera-Leumnitz (Symbol: AS 59) und bei der Anreise aus Richtung Osten die Abfahrt Ronneburg (Symbol: AS 60, östlich des Ortsteils Raitzhain) an. Durch die Stadt führt die ehemalige Bundesstraße 7 und die Mitte-Deutschland-Verbindung. Es halten jeweils zweistündlich Regionalbahnen der Relation GeraAltenburg und RegionalExpress-Züge der Relation GöttingenGlauchau.

Mobilität[Bearbeiten]

Ronneburg ist problemlos zu Fuß erkundbar. Stadtbusse existieren nicht.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Großer Baderteich unterhalb des Bahnhofes, dahinter das Schloss

Der nördliche Teil Ronneburgs ähnelt mehr einer Schlafstadt. Hier befinden sich vornehmlich sanierte Wohnhäuser aus den 1950er Jahren, die immerhin in viele Grünflächen integriert sind. Anders der Teil zwischen dem Markt und dem Bahndamm: hinter dem (Oberen) Markt die spätgotische Pfarrkirche St. Johannis aus dem 15. Jahrhundert, am Rande des umgebenden Kirchplatzes das Pfarrhaus, eines der ältesten Gebäude der Stadt. Weiter talwärts das ebenfalls spätgotische Schloss, u.a. mit dem Rittersaal, der für Veranstaltungen genutzt wird.

Am Ostrand des Marktplatzes selbst steht das Rathaus der Stadt Ronneburg. Sein heutiges Erscheinungsbild erhielt es insbesondere durch Anbauten und den Zukauf von angrenzenden Gebäuden. Urkundlich erwähnt wurde das „Haus des Rates“ erstmals 1476. 1665 wurden weite Teile des Gebäudes bei einem Brand zerstört. Der Wiederaufbau dauerte neun Jahre. Neben dem Rathaus befand sich über Jahrhunderte hinweg das sogenannte „Fischer'sche Haus“, das 1921 von der Stadt angekauft wurde. Beim Umbau des Rathauses in den Jahren 1928/29 wurde es als neuer Gebäudeteil mit einbezogen. In den Erdgeschossräumen befand sich bis 1923 der Ratskeller. Gegenüber dem Rathaus das Patrizierhaus Noack von 1737.

In der Bogenbinderhalle (Brunnenstraße) befindet sich ein Museum, das sich der Geschichte des Uranerzbergbaus und der Landschaftsumgestaltung im Vorfeld der BUGA verschrieben hat. Unter anderem wurde im Keller ein Bergbaustollen nachgebildet. Die Bogenbinderhalle war ursprünglich ein Projekt im Rahmen der EXPO 2000 mit dem Thema „Revitalisierung der Uranerzbergbaufolgelandschaft Ostthüringen“. An der Außenmauer des Areals ist eine Gedenktafel angebracht, die an den „Ronneburger Schnallensturm“, einen Weberaufstand von 1841, erinnert.

Von der Bogenbinderhalle führt die Brunnenstraße unter der alten Bahnbrücke hindurch stadtauswärts in Richtung Werdau. Kurz vor dem Anstieg der Straße links Reste des historischen Kurparkes - Ronneburg durfte sich um die Wende zum 20. Jahrhundert Bad Ronneburg nennen; mit dem Beginn der Bergbautätigkeiten versiegten die Mineralquellen allerdings. Ein Pavillon des „Brunnenholz“ genannten Areals wurde neu errichtet. Am Ortsausgang trifft man auf einen letzten originalen Zeitzeugen der Bergbauvergangenheit: den Förderturm des Schachtes 407. Denkmalgeschützt, ist er neben dem Turm bei Löbichau der einzige Förderturm im Revier, der erhalten blieb.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Lageplan der Neuen Landschaft Ronneburg

Einmal am Schloss, sollte man sich unbedingt den neu geschaffenen Zugang zum Gessental, der 2007 BUGA-Gelände war, ansehen. Zu diesem Zweck wurde der Bahndamm abgetragen und durch eine Bogenbrücke ersetzt. Die markanten Punkte in der Neuen Landschaft Ronneburg:

  • Gessentalbrücke Nr01.png mit einer Länge von 78 Metern.
  • Erlebnisbrücke „Drachenschwanz“ Nr02.png, mit 240 m Länge nach Angaben der Vermarkter eine der längsten Holzbrücken Deutschlands; wird allerdings von einer Metallkonstruktion getragen! An der Nordwestseite der Brücke der Kirschberg mit integrierten Kleingärten.
  • Ronneburger Balkon Nr03.png mit dem „Entdeckerturm“, 20 Meter hoch und im Design an einen Förderturm angelehnt.
  • Lichtenberger Kanten Nr04.png, dazwischen das Schmirchauer Bachtal.
  • Bahnbrücke Nr05.png für Fußgänger (2004). Nach Norden hin führt der Bahneinschnitt zum künstlichen Tunnel aus den Sechziger Jahren.

Einkaufen[Bearbeiten]

In den letzten Jahren mussten aufgrund zunehmender Konkurrenz durch Supermärkte viele Einzelhandelsläden am Markt schließen. Ansonsten existiert das übliche Angebot an Discountern.

Küche[Bearbeiten]

  • 1 Zum Schützenhaus, Brunnenstraße 1 (am Stadtpark). Tel.: +49 (0)36602 93140. Das Schützenhaus ist auch ein Veranstaltungsort, z.B. für Silvester- oder Ostalgieparties. Geöffnet: Dienstag bis Freitag ab 17.00 Uhr, Samstag und Sonntag ab 11.00 Uhr, weitere Termine nach Vereinbarung.
  • 2 Restaurant Gambrinus, Pizzeria und Eiscafé Da Papu, Markt 40, 07580 Ronneburg. Tel.: +49 (0)36602 342 05. Die Pizzeria Da Papu bietet Freihauslieferungen ins Ronneburger Umland an. Das Eiscafé ist ganzjährig geöffnet; solange es die Temperaturen zulassen auch mit Terrassenbetrieb. Zum angeschlossenen Hotelbetrieb: Siehe Unterkunft. Geöffnet: tgl. 11:30 - 13:45, 17.30 - 22.00 Uhr.
  • 3 Harput Döner Schnellrestaurant, Markt 37. Tel.: +49 (0)36602 22913. Geöffnet: So. - Fr. 11:00 - 21:00 Uhr, Sa. geschlossen.
  • 4 Töpfer Café Palffy, August-Bebel-Straße 15, 07580 Ronneburg. Tel.: +49 (0)36602 44763. Geöffnet: Mo + Mi geschlossen, Di + Fr 13.00 – 17.00 Uhr, Do 10.00 – 17.00 Uhr, Sa + So 14.00 – 17.00 Uhr.
  • 6 Eiscafé Venezia, August-Bebel-Straße 1, 07580 Ronneburg. Tel.: +49 (0)36602 22693. Geöffnet: Mo - Sa 10:00 – 17:00 Uhr, So 14:00 – 17:00 Uhr.
  • Gaststätte Zum goldenen Adler, Paitzdorfer Str. 6, 07580 Ronneburg. Tel.: +49 (0)36602 22242. Geöffnet: Mo + Di 15.00 – 22.00 Uhr, Mi ist Ruhetag, Do – Sa 15.00 – 22.00 Uhr, So 10.00 – 12.30 Uhr.

Nachtleben[Bearbeiten]

Nicht sonderlich viel, selbst eine Party auf dem Schloss musste nach Intervention des Bürgermeisters abgesagt werden. Das nahe Gera bietet da im Verhältnis weit mehr.

Unterkunft[Bearbeiten]

  • 1 Gasthaus Gambrinus, Markt 40 (gegenüber Rathaus). Tel.: (0)36602 34204, Fax: (0)36602 34206. 26 Zimmer. Das 3-Sterne-Hotel ist 400 Jahre alt. Preis: Einzelzimmer für 38 €, Doppezimmer für 54 €, Frühstücksbuffet 6 € pro Person.
  • 2 Gästewohnungen (Gästewohnungen der Ronneburger Wohnungsgesellschaft), Straße der OdF 9, 07580 Ronneburg. Tel.: +49 (0)36602 339-0, Fax: +49 (0)36602 339-33. Bei den Gästewohnungen handelt es sich um vollständig eingerichtete 2-Raum und 3-Raum-Wohnungen für max. 4 Personen. Sie verfügen über einen Fernseher, Radio, Kühlschrank, Toaster, Kaffeemaschine sowie Geschirr und noch vieles mehr. Bettwäsche kann auf Wunsch gegen einen kleinen Unkostenbeitrag bereitgestellt werden.

Außerhalb Ronneburgs:

  • Pension Zum Kuhstall, Korbußen 69 (nördlich der A 4, Gemeinde Korbußen). Tel.: (0)36602 36375.

Gesundheit[Bearbeiten]

Krankenhäuser[Bearbeiten]

Apotheken[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Burg Posterstein
  • Burg Posterstein (6 km östlich) - Burg aus dem 12. Jahrhundert
  • Löbichau (7 km nordöstlich) - Gesamtkunstwerk „Resurrektion Aurora" zur BUGA 2007
  • Gera (8 km westlich) - die nächste größere Stadt, Bugastadt an der Weißen Elster gelegen, Otto-Dix-Haus und Schloss Osterstein.
  • Schmölln (13 km östlich) - die Stadt der Knopffabrikation.
  • Crimmitschau (18 km südöstlich, A 4 bis zur Abfahrt Schmölln, alternativ Landstraße über Rückersdorf und Mannichswalde) - alte Textilindustriestadt (früher „Stadt der 100 Schornsteine“ genannt); Westsächsisches Textilmuseum und Eissporthalle des ETC Crimmitschau.

Literatur[Bearbeiten]

  • Mirko Köhler,Hartmut Sänger: Regionalführer Ronneburg nach dem Bergbau: Geschichte - Landschaft - Tipps und Wanderungen. grünes herz, 2013, ISBN 978-3866361560.
  • Matthaeo (Matthias) Seutter: Die Ämter Altenburg und Ronneburg 1757, Historische Karte: Praetecturae Altenburgensis et Ronneburgensis earumque vicinia serenissimo duci saxo gothano!. Rockstuhl, Bad Langensalza, 1757 Reprint 1999, ISBN 3-932554-57-4.
  • Alfred Zibulla: Kurze Chronik zu Ronneburg in Thüringen um das Jahr 800 bis 2000: ... und dazu noch anderes mehr!. Pro Business digital, 2007, ISBN 978-3939430117.

Weblinks[Bearbeiten]

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