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Neuruppin

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Neuruppin
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Die Stadt Neuruppin liegt am Ruppiner See in Brandenburg.

Hintergrund[Bearbeiten]

Neuruppin wurde berühmt durch die Bilderbögen. Außerdem ist Neuruppin die Geburtsstadt von Theodor Fontane und dem Baumeister Friedrich Schinkel.

Im Jahre 1787 gab es in Neuruppin einen Großbrand, bei dem fast die ganze Stadt abbrannte. Johann Cuno Christoph Schinkel, der Vater von Karl Friedrich Schinkel starb kurz nach dem Brand. Der Architekt Bernhard Brasch erhielt vom König Friedrich Wilhelm II. den Auftrag zum Wiederaufbau der Stadt im klassizistischen Baustil. Er wurde außerdem der Vormund von Friedrich Schinkel.

Johann Bernhard Kühn betrieb ab 1791 eine Buchbinderei, eine Leihbibliothek und eine Buchhandlung. Sein Sohn Adolf Gustav Leopold Kühn übernahm die Firma im Jahre 1822 von seinem Vater und produzierte von nun an Bilderbögen. 1825 führte er das von Alois Senefelder erfundene Steindruckverfahren (Lithografie) ein. Ab 1828 gab er den „Gemeinnützigen Anzeiger für Ruppin und Umgebung“ heraus. Die Bilderbögen wurden auf einer Steinpresse gedruckt und anschließend von Hand koloriert. Im Jahre 1832 lag die Produktion bei 1,2 Millionen Blatt. Die Bögen gelten als Vorläufer der Illustrierten. Motive waren vor allem das aktuelle Zeitgeschehen, Naturmotive als Lehrmaterial, Liebe, Brettspiele, Bastelbögen für Kinder und humoristische Bilder zur Unterhaltung. Sämtliche Bilderbögen waren mit der Produktionsnummer und dem Schriftzug „Neu Ruppin. Zu haben bei Gustav Kühn.“ versehen.

Im Jahre 1835 und 1855 siedelten sich die Firmen Oehmigke & Riemschneider und Friedrich Wilhelm Bergemann in Neuruppin an, die ebenfalls Bilderbögen produzierten.

König Friedrich Wilhelm II. wird gerne als Erbauer der Stadt nach dem großen Brand von 1787 dargestellt, was aber so nicht stimmt. Den Wiederaufbau leiteten der Bauinspektor Bernhard Brasch, der den Grundriß der neuen Stadt entwarf, Oberbaurat Berson, der die Fassaden der Häuser entwarf, Justizrat Noeldechen, der vom König das Geld beschaffte und Staatsminister und Kammerpräsident von Voß, der die Bauaufsicht hatte. [1]

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächste Flughafen ist Berlin-Tegel, bzw. Berlin-Schönefeld.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Mit dem „Prignitz-Express“ (RE6) gelangt man im Stundentakt von Berlin-Spandau über Hennigsdorf oder von Wittenberge nach Neuruppin.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Neuruppin ist über die A 24 BerlinHamburg erreichbar. Es gibt zwei Abfahrten: Symbol: AS 22 Neuruppin und Symbol: AS 23 Neuruppin-Süd. Über die erstgenannte gelangt man auf die B 167 von Neustadt (Dosse) nach Liebenwalde. Parkplätze in der Stadt sind kostenlos, aber von Mo bis Fr, 9:00 bis 18:00 Uhr zeitlich begrenzt von 1 bis 4 Stunden. Zu Zeiten der Stadtreinigung besteht absolutes Halteverbot ! Bitte die Beschilderung beachten ! Für Dauerparker sind die Parkplätze an der Puschkinstr. (außer Di von 7:00 bis 9:00 Uhr) und die nicht offiziell ausgewiesenen Stellplätze zwischen Robert-Koch-Str. und Rosenstr. zu empfehlen.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Neuruppin

Der Busbahnhof ist der zentrale Knotenpunkt für die Buslinien in die umliegenden Städte und Gemeinden.

Innerhalb Neuruppins kann man sich mit den Linien 770 und 771 fortbewegen. Die Linie 770 verkehrt werktags im 20-Minuten-Takt, am Wochenende im 60-Minuten-Takt. Die Linie 771 verkehrt werktags im 60-Minuten-Takt. Es gelten die Fahrpreise des VBB: Einzelfahrausweis 1,40 €, Tageskarte 2,80 €.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

  • 1 Neuapostolische Kirche, Fehrbelliner Str. 23, 16816 Neuruppin.
  • Klosterkirche St. Trinitatis.
  • Pfarrkirche St. Marien.
  • Siechenhauskapelle.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Das Geburtshaus Theodor Fontanes. In einer Apotheke befindet sich das ehemalige Geburtshaus des großen brandenburgischen Schriftstellers Theodor Fontane. Er wurde am 30.12.1819 in Neuruppin geboren. Karl-Marx-Straße 84
Das Geburtshaus von Theodor Fontane
  • Druckerei von Gustav Kühn, August-Bebel-Str. 47, ist heute die Stadtbibliothek und der Eingang zur Bilderbogenpassage. Die Bilderbogenpassage verbindet die August-Bebel-Str. mit dem Schulplatz. An den Hauswänden der Passage sind die Bilderbögen zu sehen.
    Die Bilderbogenpassage in Neuruppin
    Ein Bilderbogen in der Bilderbogenpassage in Neuruppin
  • Druckerei Oehmigke & Riemschneider. Die Konkurrenz von Gustav Kühn siedelte sich um 1835 in Neuruppin an. Bis 1936/37 wurden hier Bilderbögen produziert. Heute ist hier ein Ärztezentrum untergebracht. Karl-Liebknecht-Str. 2
  • Druck und Verlag F.W. Bergemann. Friedrich Wilhelm Bergemann war ein Quereinsteiger im Bilderbogengeschäft. Ende der 1840er Jahre eröffnete er ein Materialwarengeschäft und eröffnete Filialen in Wittstock und Berlin. Da er sehr religiös eingestellt war, verkaufte er das Geschäft an seinen Bruder und eröffnete eine Druckerei. Hier druckte er religiöse Schriften und Bilder. Von 1855 bis 1863 produzierte er Bilderbögen. Seine Druckvorlagen wurden von Oehmigke & Riemschneider übernommen und unter deren Namen vertrieben.
  • Altes Gymnasium, Schulplatz. Der preußische König Friedrich Wilhelm II. verfügte nach dem Stadtbrand von 1787, daß in Neuruppin keine Kirche und kein Rathaus im Stadtzentrum stehen soll, sondern ein gemeinnütziges Gebäude. Also steht heute das Gymnasium auf dem Schulplatz. Auch Theodor Fontane und Friedrich Schinkel besuchten diese Schule. Die Inschrift CIVIBUS AEVI FVTVRI über dem Eingang bedeutet: den Bürgern der Zukunft.

Denkmäler[Bearbeiten]

  • Gustav Kühn, auf dem Schulplatz.
    Das Denkmal von Gustav Kühn
  • Friedrich Wilhelm II, auf dem Schulplatz.
  • Theodor Fontane, auf dem Fontaneplatz.
  • Karl Friedrich Schinkel, auf dem Kirchplatz.
  • Eva Strittmatter. Gedenktafel am Schloßgarten, Alt Ruppiner Allee 81. Sie war Schriftstellerin und Kinderbuchautorin, von ihr stammt z.B. das Kinderbuch "Brüderchen Vierbein".

Museen[Bearbeiten]

Museum Neuruppin, August-Bebel-Straße 14/15, 16816 Neuruppin. Tel.: (0)3391 355 5100, Fax: (0)3391 355 5117, E-Mail: . Museum zur Geschichte der Stadt. Gezeigt wird die Situation nach dem Stadtbrand von 1787, Wissenswertes über Theodor Fontane, Friedrich Schinkel und die Bilderbögen. Das Museum beherbergt mit etwa 12.000 Exemplaren die größte deutsche Bilderbogensammlung. Das Gebäude baute sich im Jahre 1790 der damalige Bürgermeister Justizrat Noeldechen, der auch das Geld für den Wiederaufbau der Stadt nach dem großen Brand beschaffte. Geöffnet: April bis September Di-So 10:00-17:00 Uhr; Oktober bis März Di-Fr 11:00-16:00 Uhr, So 10:00-16:00 Uhr, an Feiertagen 10:00-17:00 Uhr. Preis: Erwachsene 5 €, ermäßigt 3€, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre kostenlos, Familien 8 €, ermäßigt 5 €, Jahreskarte 15 €, ermäßigt 10 €, Führung zzgl. 3 €, Leihgebühr Multimediaguide zzgl. 2€.

Parks[Bearbeiten]

  • Tempelgarten. Der Eingang befindet sich an der Präsidentenstraße 64.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • 1 Gut Hesterberg, Gutsallee 1, 16818 Neuruppin - Lichtenberg. Tel.: +49(0)339170060, Fax: +49(0)3391700627, E-Mail: .Gut Hesterberg auf Facebook. Gutshof mit Hofrestaurant und Hofladen. Kutschfahrten, Streichelgehege, Führungen, Gänseessen, Weihnachtsessen, Schnitzel satt-Essen Geöffnet: Jan - Feb Fr - So 11:00 - 18:00, März - Dez Di - So 11:00 - 18:00.

Einkaufen[Bearbeiten]

  • Bilderbogenpassage, Schulplatz bis August-Bebel-Str. Hier gibt es Waren für den täglichen Bedarf. Beim Einkaufen kann man die Bilderbögen betrachten.
  • Nachdrucke von Bilderbögen sind im Stadtmuseum erhältlich.

Küche[Bearbeiten]

  • 3 Gaststätte Zum Brauhof, Karl-Marx-Straße 76, 16816 Neuruppin. Tel.: (0)3391 3613. Deutsches Restaurant.
  • 4 Gaststätte Klosterhof, Poststraße 31, 16816 Neuruppin. Tel.: (0)3391 397626. Deutsches Restaurant. Geöffnet: Do – Di 11.00 – 23.00 Uhr, Mi ist Ruhetag.
  • 5 Gaststätte Skipper, Regattastraße 14, 16816 Neuruppin. Tel.: (0)3391 2674. Deutsches Restaurant. Geöffnet: Di – So 11.30 – 1.30 Uhr, Mo ist Ruhetag.
  • 6 Restaurant Atos, Karl-Marx-Straße 33-34, 16816 Neuruppin. Tel.: (0)3391 659300. Griechisches Restaurant. Geöffnet: Di – So 11.00 – 14.30 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, Mo ist Ruhetag.
  • 7 Ristorante Piazza Italia, Präsidentenstraße 55, 16816 Neuruppin. Tel.: (0)3391 650250. Italienisches Restaurant. Geöffnet: täglich 11.30 – 23.00 Uhr.

Nachtleben[Bearbeiten]

  • 1 Irish Pub, Regattastraße 16, 16816 Neuruppin. Geöffnet: Di – Sa 19.00 – 2.00 Uhr, So + Mo geschlossen.
  • 3 Unicum, Karl-Marx-Straße 56, 16816 Neuruppin. Tel.: (0)3391 2202. Geöffnet: Di – Sa 19.00 – 2.00 Uhr, So + Mo sind Ruhetage.

Unterkunft[Bearbeiten]

  • 1 Hotel & Restaurant Seeperle, Rutscherweg 6, 16816 Neuruppin. Tel.: (0)3391 398291, Fax: (0)3391 398292. Geöffnet: das dazugehörige Restaurant: Mo ist Ruhetag, Di – Sa 11.00 – 22.00 Uhr, So 11.00 – 18.00 Uhr. Preis: DZ ab 65 €, EZ ab 45 €, Suite 90 €.
  • 3 UP HUS IDYLL, Siechenstraße 4, 16816 Neuruppin. Tel.: (0)3391 398844, Fax: (0)3391 652050, E-Mail: . Restaurant vorhanden, Halbpension möglich. Preis: EZ ab 60 €, DZ ab 80 €, Suite 110 € (jeweils inkl. Frühstück).
  • 4 Berliner Hof Hotel & Restaurant, Karl-Marx-Straße 96, 16816 Neuruppin. Tel.: (0)3391 358662.
  • 5 Pension Landhaus am See, Lindenallee 112, 16816 Neuruppin. Tel.: (0)3391 2059.
  • 6 Pension Oelke, Erich-Mühsam-Straße 27, 16816 Neuruppin. Tel.: (0)3391 3619, Fax: (0)3391 7759673. Preis: EZ ab 35 €, DZ ab 55 €.

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • 3 Polizeidirektion Nord, Fehrbelliner Str. 4C, 16816 Neuruppin. Tel.: (0)3391 3540.
  • 4 Tourismus-Service BürgerBahnhof. Tel.: (0)3391 45460, Fax: (0)3391 454666, E-Mail: . Geöffnet: Mai – September: Mo – Fr 8.00 – 18.00 Uhr, Sa 8.00 – 16.00 Uhr, So + Feiertag 10.00 – 17.00 Uhr; Oktober – April: Mo – Fr 8.00 – 16.00 Uhr, Do 8.00 – 18.00 Uhr, Sa 8.00 – 13.00 Uhr, So + Feiertag 14.00 – 17.00 Uhr.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Schloss Rheinsberg.

Literatur[Bearbeiten]

Riedel, Lisa: Neuruppiner Bilderbogen : Edition Rieger, ISBN 978-3941187078

Quellen[Bearbeiten]

  1. Reinisch, Ulrich: Der Wiederaufbau der Stadt Neuruppin nach dem großen Brand von 1787 oder: Wie die preussische Bürokratie eine Stadt baute, Wernersche Verlagsgesellschaft Worms 2001, ISBN 3-88462-173-4

Weblinks[Bearbeiten]

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