Montefiascone

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Montefiascone
Einwohner13.498 (2018)
Höhe590 m
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Montefiascone ist eine Kleinstadt in der Provinz Viterbo in Latium.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Städtchen Montefiascone liegt auf einer Caldera, einem eingestürzten Vulkan mit einer Magmakammer - ganz ähnliche ist auch der nahe Lago di Bolsena entstanden.

Der Name leitet sich wohl vom lateinischen Mons Faliscorum, dem "Berg der Falisker" ab.

Die Stadt wurde wohl in der Zeit der Völkerwanderung als Rückzugsort gegründet, erstmals wurde der Ort im Jahre 853 in einer Urkunde von Papst Leo IV. erwähnt. Unter Papst Innozenz III. wurde die Siedlung ab 1207 ausgebaut, während der Abwesenheit der Päpste, welche nach der Plünderung Roms in Avignon residierten, machte der Stellvertreter des Heiligen Stuhls, Kardinal Egidio Albornoz, den Ort zu seinem Sitz; Urban IV. errichtete hier eine Burg als Sommersitz.

Unter Papst Urban V. wurden dem Ort im Jahre 1369 die Stadtrechte verliehen, der Ort erhielt einen Bischofssitz und Ländereien aus der Umgebung wurden dem Gemeindegebiet zugeschlagen. Immer wieder bot das Städtchen aufgrund seiner Lage in der Nähe von Rom berühmten Persönlichkeiten Gastfreundschaft. Die Stadt blieb bis zur Gründung des italienischen Königreichs unter der Herrschaft des Kirchenstaats.

Anreise[Bearbeiten]

Karte von Montefiascone

Der nächste internationale Flughafen ist derjenige Flughafen Rom-Fiumicino, der von Charterflügen und Billig-Airlines angeflogene Flughafen Rom-Ciampino liegt südlich von Rom am Autobahnring.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Das Städtchen verfügt über eine 1 Bahnstation im Südosten im Ortsteil Zepponami an der Bahnstrecke Attigliano - Viterbo. Hier gibt es Anschluss an die Schnellzugstrecke Florenz - Rom.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von der Autobahn A1 Mailand - Florenz - Rom herkommend nimmt man die Ausfahrt Symbol: AS Orvieto, von dort umfährt man die Stadt Orvieto und nimmt die SR 71 und dann die SP152.

Eine Alternative zur Anfahrt ist die Via Cassia, die alte Hauptstrasse zwischen der Toskana und Rom, welche über Orvieto entlang des Sees nach Montefiascone und weiter nach Viterbo führt.

Zu Fuß[Bearbeiten]

Montefiascone liegt an der antiken Pilgerstrasse nach Rom, der Via Francigena, an der Etappe zwischen Bolsena und Viterbo.

Mobilität[Bearbeiten]

Im Städtchen erreicht man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu Fuss, ans Ufer des Lago di Bolsena hinab, geht es etwas weiter.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Duomo di Santa Margherita
Chiesa di San Flaviano
Chiesa di Sant'Andrea
Rocca Papale
Piazza Vittorio Emanuele
  • 1 Chiesa di San Flaviano : die architektonisch aussergewöhnliche Kirche besteht aus zwei übereinanderliegenden resp. ineinander verschachtelten Bauwerken. Die Unterkirche hat einen polygonalen Grundriss, hier gehen romanische und gotische Stilmerkmale ineinander über. Das Taufbecken stammt aus dem 13. und die reiche Freskenausstattung aus dem 15./16. Jhdt.
In der Oberkirche ist ein Matroneum, ein Papstthron sehenswert. Die Fassade ist unvollendet geblieben, der untere Teil wird von drei gotischen Arkaden mit den entsprechenden Portalen dominiert, darüber findet sich eine im 16. Jhdt. aufgesetzte Loggia, deren Säulen im 18. Jhdt. erneuert werden mussten. Die in einer Seitenkapelle eingefügte Grabplatte stammt wohl nicht von einem Mitglied der Familie Fugger, das den Ausschank des im Ort vorgefundenen tollen Weisswein mit der Bezeichnung EST!EST!!EST!!! bezeichnete - diese Legende wurde wohl als frühe Werbekampagne für den lokalen Wein im 16. Jhdt. in Umlauf gebracht.
  • der 2 Duomo di Santa Margherita wurde nach einem Entwurf von Michele Sammicheli im 15. Jhdt. errichtet, die Fertigstellung der gewaltigen Kuppel unter Carlo Fontana zog sich bis ins 17. Jhdt. hin, die Fassade und die Glockentürme wurden erst im 19. Jhdt. fertiggestellt. Das Altarbild wird Benedetto Buglioni zugeschrieben.
  • 3 Rocca dei Papi , die Burg wurde 1262 von Papst Urban IV als Sommerresidenz erbaut. Im Mittelalter war die Burg Stützpunkte der Legaten, der Abgesandten der zur damaligen Zeit in Avignon residierenden Päpste. Die Festung wurde in der Renaissance weiter ausgebaut, als die Bewohner von Montefiascone sich widersetzten, als Alessandro Farnese sich die Ländereien zum Besitz machen wollte, entzog er der Festung seinen Schutz, kaum war er zum Papst Paulus III. gekrönt worden. Sie verfiel in den folgenden Jahrhunderten, um die Ruinen wurde ein sehenswerter Park angelegt.
  • die 4 Chiesa di Sant' Andrea im romanisch - frühgotischen Stil.
  • die 5 Chiesa di San Pellegrino im Barockstil.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Besichtigung der Altstadt
  • Besuch der Weinkellereien EST!EST!!EST!!!
  • Baden am Lago di Bolsena; die Via del Lago führt in steilen Serpentinen zum Seeufer hinab und weiter dem See entlang und am Hafen vorbei.

Einkaufen[Bearbeiten]

Nach der Legende sei Johannes Fugger als Gesandter Heinrich V. und Weinliebhaber ausgezogen und habe sämtliche Gaststätten, wo ein guter Wein ausgeschenkt wurde mit EST! (hier gibt's) bezeichnet, aufgrund der herausragenden Qualität habe er die Kellerei in Montefiascone mit EST!EST!!EST!!! bezeichnet - allerdings liegt unter der Grabplatte in der Chiesa San Flaviano ein anderer Johannes de Fuk beigesetzt. Die Legende um Baron Fugger wurde im 16. Jhdt. als frühe Form einer Werbekampagne in Umlauf gesetzt.

Küche[Bearbeiten]

In der Nähe der Altstadt gibt es verschiedene Gasthäuser; ebenfalsl gibt es Einkehrmöglichkeiten am Seeufer.


Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Im Städtchen gibt es verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten.


Gesundheit[Bearbeiten]

  • 1 Ospedale Civile di Montefiascone, Via Donatori di Sangue 19, 01027 Montefiascone. Tel.: +39 0761 186 0233. Lokalspital mit Notfallstation.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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