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Madurai

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Madurai
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Madurai ist eine Stadt in Tamil Nadu.

Hintergrund[Bearbeiten]

Madurai ist und war eine wichtige Stadt im Süden Indiens über die Jahrtausende. So wird die Stadt bereits vom griechischen Historiker Megasthenes im 3. Jahrhundert v. Chr. erwähnt. Der Besuch des großen Minakshi-Tempels ist sicherlich eines der Highlights einer Südindienreise. Aber die Stadt und das Umland weisen noch weitere Sehenswürdigkeiten auf, so dass ein mehrtägiges Verweilen in Madurai sinnvoll ist.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Flughafen von Madurai (Kürzel: IXM) liegt etwa 10 km südlich der Stadt. Hier gibt es hauptsächlich innerindische Verbindungen und solche nach Colombo, Sri Lanka.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Der Hauptbahnhof befindet sich 1 km westlich des Minakshi-Tempels und knapp 500 m nordöstlich vom Periyar-Busbahnhof.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Ausfahrt des Mattu Thavani Bus Stand

Das Bussystem mit seinen vielen Busbahnhöfen mag auf den ersten Blick komplex aussehen. Jedoch bedienen die Busbahnhöfe im wesentlichen die Städte, die in der gleichen Richtung liegen wie sie selbst (vom Stadtzentrum aus gesehen) befinden. In der Praxis kann man sich einfach entweder zu dem Busbahnhof bewegen, der am nächsten liegt oder der in Richtung der Stadt liegt, in die man fahren möchte, fragt dort nach einem Bus und, falls der entsprechende Bus an einem anderen Busbahnhof losfährt, nimmt man einfach einen der vielen Stadtbusse, Minibusse oder Shared Rikschas, die zwischen der Busbahnhöfen pendeln. An der Überlandbusbahnhöfen fahren auch immer Stadtbusse los. Oftmals ist ein richtiger Stadtbusbahnhof angeschlossen. Es gibt folgende Busbahnhöfe:

  • Palanganatham Bus Stand für den Verbindungen von und nach Süden, z. B. nach Tirunelveli oder Kanyakumari.
  • Arapalayam (auch Arappalayam geschrieben) Bus Stand für die Verbindungen von und nach West und Nordwest, z.B. nach Theni, Bengaluru, Coimbatore, Salem oder Dindigul. Aber man kann von Arapalayam auch nach Tirupparamkunram (s. Ausflüge) fahren, obwohl das im Südwesten liegt.
  • Mattu Thavani Bus Stand für den Verbindungen von und nach Ost und Nordost, z. B. nach Trichy, Tanjore, Pudukottai oder Karaikudi. Einige Infos zu Busabfahrtzeiten und Bushäufigkeiten von Überlandbussen am Mattu Thavani Bus Stand findet man hier.
  • Anna Bus Stand ist der zentrale Busbahnhof für die Stadtbusse.
  • Periyar Bus Stand ist ebenfalls ein wichtiger Busbahnhof für Stadtbusse und für private Buslinien. Es wird auch viel Verkehr Richtung Süden und Südwesten über ihn abgewickelt. Der Periyar Bus Stand liegt unter 500 m vom Hauptbahnhof entfernt in südöstlicher Richtung.

Hier findet man eine Übersicht über die Stadtbusse, die teilweise auch in die Umgebung fahren.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Neben dem weiter oben beschriebenen System aus Überland- und Stadtbussen gibt es die in Indien üblich Palette aus Transportmitteln: Minbusse (Tum-Tum, Tempo), Rikschas und Taxis.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempel[Bearbeiten]

Minakshi-Tempel im Zentrum von Madurai
Der Mariamman-Teppakulam-See mit Tempelinsel in der Mitte
Dargah mit Sultansgrab. Blick ins Mausoleum.
  • Der Wikipedia-Artikel zum großartigen Minakshi-Tempel wurde als exzellent klassifiziert. Hintergründe und Details findet man dort. Hier seien aber einige praktische Hinweise gegeben:
    • Der Tempel kann zu den Öffnungszeiten 4.00 bis 12.30 Uhr und 16.00 bis 21.30 Uhr besucht werden.
    • Taschen müssen in einem Aufbewahrungsraum abgegeben werden.
    • Es finden flughafenähnliche Kontrollen durchgeführt. Hierbei kann es sein, dass auch harmlose aber den Kontrolleuren nicht geläufige Gegenstände beanstandet werden. Der Autor dieser Zeile wurde z.B. aufgefordert, einen Kompass in der Gepäckaufbewahrung abzugeben. Alle derartigen Gegenstände sollten daher schon vorher in die abgegebenen Taschen gesteckt werden.
    • Die Schreine im Tempel können leider von Ungläubigen nicht besucht werden. Doch auch das, was man zu sehen bekommt, ist atemberaubend interessant.
    • Im Tempel ist in der herrlichen 1000-Pfeiler-Halle mit herrlichen Darstellungen von Göttern, Rischis, Wolpertingern und Reitern ein Museum eingerichtet mit einer wunderbaren Sammlung alter Bronzen.
    • Ende 2014 durfte der Süd-Gopuram nicht mehr bestiegen werden. Es ist unklar, ob diese Beschränkung nur temporärer Art ist.
    • Hier kann man einen Tempel besuchen, der täglich eine riesige Zahl an Pilgern anzieht. Man kann hier durch Beobachtung vieles über die hinuistische Religionspraxis lernen, wenn man sich Zeit dazu nimmt.
    • Hin und wieder spielen Tempelmusiker auf mit den traditionellen Instrumenten der südindischen Tempelmusik: dem oboenartigen Nadaswaram und der Tavil genannten Fasstrommel.
    • Gegenüber vom Ostgompura des Meenakshi-Tempels ist der mit aufwendigen Steinmetzarbeiten verzierte Pudu Mandapa. Tagsüber wird er sehr weltlich, nämlich von einer Vielzahl von Schneidern genutzt.
    • Der Tempel ist ein Touristenmagnet mit den damit in Indien verbundenen Begleiterscheinungen: So wird man immer wieder von Leuten angesprochen, die einen irgendwohin führen wollen oder solchen, die einem ausländischen Reisenden angeblich das Geschäft seines Lebens ermöglichen wollen.
  • Der Vandiyur Mariamman Teppakulam-Teich mit Tempel in der Mitte liegt im Osten der Stadt bei 9° 54′ 37″ N 78° 8′ 52″ O. Man gelang nicht auf die Tempelinsel, sondern kann nur vom Ufer herübersehen.
  • Nördlich der AV Bridge am Nordufer des Flusses, der die Stadt trennt liegt die Sultan Allaudin Dargah bei 9° 55′ 48″ N 78° 7′ 40″ O. Bei den Einheimischen fragt man am besten einfach nach Dargah. Eine Dargah ist ein Schrein oder Mausoleum von einem oder mehreren sehr verehrten muslimischen Würdenträgern zusammen mit den zugehörigen karitativen Einrichtungen. Hier ist das muslimische Zentrum Madurais. Um die Gräber sind viele Menschen in Gebete vertieft. Es herrscht eine friedlich-freundliche Atmosphäre. Hier verirrt sich so gut wie nie ein westlicher Reisender und die Anwesenden sind erfreut darüber und freundlich. Ende 2014 war ein Wunderheiler oder wegen einer anderen Fähigkeit bewunderter und häufig konsultierter älterer Herr zu beobachten, der eine feste Einrichtung der Dargah zu sein schien. Seine Patienten ließ er vor sich sitzen, sprach ein paar Sätze, bespritzte dann dreimal ihr Gesicht nass und gab ihnen dann aus einem Becher zu trinken.

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

  • Thirumalai Nayak-Palast. Mit Museum. Es ist nicht viel mehr als die Durbar Hall und das sogenannte Theater erhalten. Die Durbar Hall wird auch von Tauben sehr geschätzt und besprenkelt. Sie ist ein eindrucksvolles, wenngleich nicht sehr filigranes Beispiel indosarazenischer Baukunst, basierend auf italienischem Barock und Renaissance. Es sind einige mittelmäßige Steinskulpturen und Inschriften ausgestellt. Hin und wieder finden Sound & Light Shows und Musik- und Tanzdarbietungen statt. Geöffnet: 9.00 – 13.00 Uhr + 14.00 – 17.00 Uhr.

Museen[Bearbeiten]

  • 1 Gandhi Memorial Museum. Das Museum sticht aus der Vielzahl von Gandhi-Museen, die über den Subkontinent verteilt sind, heraus. Einerseits machen es das schöne Kolonialgebäude und andererseits die überraschend interessante Darstellung von Gandhis Leben, der Kolonialzeit in Indien sowie des Freiheitskampfes interessant. Das Museum liegt im Norden der Stadt bei.
  • Government-Museum. Mit sehr schönen Bronzen und sehr alten Steinskulpturen, Instrumenten, Schattentheaterfiguren, Alltagsgegenständen und einer neolitischen Sammlung liegt direkt gegenüber vom Gandhi-Museum.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

  • Nichtvegetarier kommen im muslimischen Viertel in der Nähe der Dargah (s.o.) auf ihre Kosten. Tipp: halbes Hendl mit Rota essen!
  • An der Straße, die nördlich am Arappalayam Bus Stand entlang läuft, kann man in einem winzigen, simplen Lokal Koel – ein elsterngroßer Vogel – probieren.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

  • Ein gutes und günstiges Hotel ist etwa 100 m westlich des Arappalayam Bus Stand an der Nordseite der Puttuthoppu Road, an der der Busbahnhof liegt. Nachteil: Die Rezeption weigert sich, nach Auschecken das Gepäck für wenige Stunden aufzubewahren.

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Tiruparankundram Sannthi Street, die auf den Murugan-Tempel zuläuft in Tiruparankundram. Um zum Aufstieg zur Pancha-Pandava-Cave zu gelangen, muss man nach rechts etwa 1/3 um den Berg gehen.
Jain-Reliefs am Felsen Yanaimalai
  • 65 km nordnordwestlich liegt die Stadt Dindigul mit einem sehenswerten Felsfort.
  • Tiruparankundram. Diese Stadt ist bekannt für ihren Murugan-Tempel. Sie ist leicht per Bus von Madurai erreichbar und liegt 7 km südwestlich.
    • Murugan-Tempel. Der Tempel 9° 52′ 47″ N 78° 4′ 16″ O ist ähnlich wie der Menakshi-Tempel gestaltet, natürlich viel kleiner. Allerdings darf auch ein Nicht-Hindu überall hin, auch ins Allerheiligste. Man kann ein Special Darshan Ticket kaufen und muss dann nicht Schlange stehen. Das kann auch den Charme haben, einen sich aufdrängenden Führer loszuwerden. Der innerste Raum des Tempels ist in den Berg gehauen. Es gibt auch einen kleinen Tempelelefanten.
    • Pancha-Pandava-Cave. Gefühlt ist fast jede zweite Höhle Indien nach den 5 Pandavas aus dem Mahabarata benannt. Diese hier ist eigentlich ein überkragender Felsen, in den Jains vor langer Zeit bettartige Strukturen geschlagen haben. Ein Pfad beginnt am ASI-Tor etwa hier: 9° 52′ 42″ N 78° 3′ 57″ O. Dann kommt eine Treppe und dann in Stein gehauene Stufen, die bei Regen gefährlich sind. Sie sind nur etwas für schwindelfreie Menschen. Die Höhlen sind nichts besonderes, nur schön auf dem Granitfelsen gelegen. Der Platz lädt zum Verweilen ein. Man hat gute Sicht über den See, den Bahnhof und einige Straßen. Es weht meist ein warmer Wind.
  • 20 km nordöstlich von Madurai ist der Tempel Alagarkoil (auch: Alagar Kovil) 10° 4′ 27″ N 78° 12′ 53″ O am Fuß der Alagar-Berge. Man gelangt am besten vom Periyar Bus Stand in Madurai dorthin. Hierher kommen relativ viele Pilger. Auch dieser Tempel ähnelt stilistisch dem Meenakshi-Tempel, ist aber natürlich kleiner. Er hat einen schönen Mandapa. Südlich vom großen Hauptgopura steht ein unvollendeter Gopuram aus dem 13. Jahrhundert. Man kann einen alten Pilgerweg und später die Straße zum oberhalb gelegenen Waldtempel gehen, der selbst aber recht uninteressant ist. Der Weg durch den Wald ist aber schön. Allerdings sollte man sich vor den diebischen Affen in Acht nehmen.
  • 7 km nordöstlich von Madurai bei 9° 57′ 45″ N 78° 11′ 7″ O liegt Yanaimalai (Elefantenberg, denn von Westen aus gesehen sieht man eine elefantenartige Struktur). Es handelt sich um einen riesigen monlithischen Granitfelsen. Man kann von der Westseite aufsteigen zu einer kleinen Höhle, die als Shiva-Tempel verehrt wird. Da der Berg als heilig angesehen wird, muss man auf halben Weg ist Schuhe ausziehen und barfüß zur Höhle gehen, die sich etwa auf halber Höhle befindet. Weiter sollte man lieber nicht gehen, da der Felsen recht hohes Gefälle bekommt und für den Nicht-Inder die Erfahrung des Barfußlaufens in schwierigem Gelände fehlt. Man geht also wieder hinunter. Dann kann man an der Nordwestseite ses Felsens entlang gehen, bis man an einen Weg kömmt, der zu einigen Jain-Reliefs führt. Bei einem der Reliefs sind sogar bunte Malereien erhalten. Man kann noch weiter an der Nordwestwand entlang Richtung Nordosten gehen, bis man an den Narasimha-Tempel 9° 57′ 59″ N 78° 11′ 21″ O, der teilweise in den Felsen hereingetrieben wurde, gelangt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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