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Mühlviertel

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Das Mühlviertel ist der nördlich der Donau liegende Teil von Oberösterreich, benannt nach den Flüssen Große Mühl und Kleine Mühl.

Regionen[Bearbeiten]

Mit Ausnahme der fruchtbaren Ebene des Machlandes im Südosten ist das gesamte Mühlviertel eine Mittelgebirgslandschaft, die geologisch zur Böhmischen Masse gehört.

Touristische Regionen[Bearbeiten]

Das Mühlviertel ist in die touristischen Regionen Böhmerwald, die Mühlviertler Alm, das Mühlviertler Kernland, den Naturpark Mühlviertel und die Region Sterngartl eingeteilt.

Orte[Bearbeiten]

  • Perg - Bezirksort mit dem größten begehbaren Erdstall des Mühlviertels und der musealen Freilichtanlage Mühlsteinbruch samt Steinbrecherhaus
  • Freistadt - vollständig erhaltene mittelalterliche Altstadt
  • Rohrbach,
  • Kefermarkt
  • Grein
  • Aigen-Schlägl

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Obwohl Funde schon aus der Hallstattzeit vorliegen, wurde das Mühlviertel in der Neuzeit erst spät erschlossen. Die Randlage an der Grenze zu Tschechien führte jahrzehntelang zu einer wirtschaftlichen Benachteiligung der Region. Erst in jüngster Zeit wird das Gebiet touristisch erschlossen.

Sprache[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Bedeutende Verkehrsknoten in der Region sind Freistadt, Rohrbach sowie Linz (der Stadtteil Urfar ist genau gesagt bereits Teil des Mühlviertels) und Passau.

Mobilität[Bearbeiten]

Das öffentliche Verkehrsnetz beschränkt sich hauptsächlich auf Busse. Weiters gibt es noch zwei Bahnlinien, die Mühlkreisbahn und die Summerauer Bahn. Erstere beginnt in Linz-Urfahr am Bahnhof Linz Urfahr, üblicherweise auch Mühlkreisbahnhof genannt,und endet in Aigen-Schlägel. Die zweite Linie ist die Summerauer Bahn, beginnend am Linzer Hauptbahnhof, die über Freistadt bis an die tschechische Grenze führt und darüber hinaus einen Anschluss nach Budweis bietet.

Verbindungen kann man jederzeit über den Online-Fahrplan des Oberösterreichischen Verkehrsverbundes (OÖVV) suchen.

Aufgrund der Tatsache, dass viele Sehenswürdigkeiten und Unterkünfte abseits der Hauptrouten liegen, ist der eigene PKW allerdings meist das geeignetste Verkehrsmittel.

Summerauer Bahn[Bearbeiten]

Die Summerauer Bahn wurde 1871 zunächst für den Güterverkehr und als Nachfolgebahn der Pferdeeisenbahn Linz – Budweis eröffnet. Die Bahnlinie verbindet heute als eingleisige Hauptstrecke den Linzer Hauptbahnhof mit Budweis und führt dabei auch durch das Mühlviertel.

Mühlkreisbahn[Bearbeiten]

Die Mühlkreisbahn wurde 1888 eröffnet und verbindet als Regionalbahn den Bahnhof Linz Urfahr auf einer Nebenstrecke durch das Mühlviertel mit Aigen-Schlägl.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Besonders zu erwähnen der Kefermarkter Altar in der gotischen Pfarrkirche von Kefermarkt.

Außerdem befindet sich ein Zollwachemuseum im Leopoldschlager Ortsteil Hammern. Dies ist eines der kleinsten Museen Europas und das einzige Museum in Österreich, dass sich mit der Thematik der "Zollwache" beschäftigt. Führungen/Informationen auf Anfrage beim Betreiber.

Eine weitere touristische Sehenswürdigkeit ist die in Bad Leonfelden gelegene Konditorei Kastner, die älteste Konditorei Österreichs, die bereits seit über 450 Jahren nunmehr in der 13. Generation geführt wird.[1]

Aktivitäten[Bearbeiten]

Das Mühlviertel ist bekannt als Wandergegend, aber auch zum Radfahren, wobei letzteres aufgrund der hügeligen Beschaffenheit durchaus eine sportliche Herausforderung sein kann. Die Wanderwege stellen meist keine besonderen Anforderungen an den Wanderer dar, festes Schuhwerk und evtl. Wanderstöcke reichen neben der üblichen Wanderausrüstung. Viele der Wege sind familientauglich und teilweise sogar mit Kinderwagen benutzbar.

Für Wassersport und Badefreuden ist das Mühlviertel nicht bekannt. Dennoch gibt es eine Reihe von durchaus besuchenswerten Naturbädern. Viele Gemeinden unterhalten darüberhinaus kleine bis mittlere Freibäder, wie z. B. Hellmonsödt, Haslach, St. Georgen an der Gusen, um nur einige zu nennen.

In den letzten Jahren gab es auch verstärkt Bemühungen, im Bereich Wellness Fuß zu fassen. Zahlreiche Hotels und Gasthöfe haben ihr Angebot ausgebaut, neue Anlagen sind entstanden.

  • Ski Alpin im Skigebiet Hochficht – Es gibt 7 Schlepplifte und 3 Sesselbahnen, die rund 20 km Piste erschließen (Hochficht).
  • Ski Alpin im Skigebiet Sandl-Viehberg – Es gibt 2 Schlepplifte, 3 blaue Pisten. (Sandl-Viehberg).
  • Ski Alpin am Sternstein – 3 Abfahrten werden durch eine Kombibahn und einen Schlepplift erschlossen.www.sternstein.at

Küche[Bearbeiten]

Die Mühlviertler Küche ist geprägt von der bäuerlichen Kultur des Landesteils. Typische Gerichte sind meist deftig und einfach, nichtsdestoweniger aber schmackhaft. Bekannt sind Rahmsuppe, eine Suppe aus Sauerrahm (saure Sahne), bei der Wasser mit Kümmel aufgekocht, der Rahm mit Mehl vermengt und dazugegeben wird. Als Einlage dienen geröstete Würfel von (altem) Brot oder auch Erdäpfelwürfel. Auch das "Bratl" gehört zur Mühlviertler Küche. Es kann aus frischem, unbehandeltem, oder aber auch, als "Surbratl", aus gepökeltem (eben gesurtem) Schweinefleisch hergestellt werden. Verwendet wird meist der sogenannte Schweinsschopf (Schweinekamm, bzw. -nacken) oder Schweinskarree im Ganzen.

Leberbunkel oder Leberschädl wird aus faschierter (durch den Fleischwolf gedrehter), je nach Rezept mit mehr oder weniger Hackfleisch versetzter, Leber hergestellt. Manchmal kommt noch Herz dazu. Die Masse wird mit angeschwitzter feingehackter Zwiebel, in Milch eingeweichten Semmelwürfeln und Gewürzen vermengt. In einer Auflaufform oder Bratrein wird diese Masse im Rohr gebacken und kann warm oder kalt serviert werden.

Einflüsse der böhmischen Küche findet man durch die Knödel, die im Mühlviertel eher deftig als süß gefüllt sind. Zu erwähnen sind Haschee-, Speck- und Grammelknödel. Grammeln sind Würfel aus fettem Speck, die nach dem Ausbraten des Schmalzes übrig bleiben. Pikant gefüllte Knödel werden üblicherweise mit Sauerkraut oder warmen Krautsalat serviert, süß gefüllte Knödel (meist mit Zwetschgen, einer Pflaumensorte) werden mit in Butter gerösteten Semmelbröseln und Staubzucker überdeckt. Dazu reicht man manchmal Kompott.

Semmel-, Mehl- und Erdäpfelknödel werden üblicherweise als Beilagen zu Braten gereicht, Grießknödel meist zu in Scheiben geschnittenen (gekochtem!) G'selchtem (Pökelfleich vom Schwein)

In der Gastronomie selten zu bekommen, dennoch aber typisch sind Leinölerdäpfel. Dazu werden Zwiebeln in Milch gedünstet und über blättrig geschnittene, gedämpfte Erdäpfel (Kartoffeln) geleert. Zum Abschluss wird Leinöl vorsichtig untergemengt. Das Öl sollte nicht erhitzt werden, wichtig ist auch, dass man möglichst frisches, qualitativ hochwertiges Öl verwendet, ansonsten ist der Geschmack sehr gewöhnungsbedürftig. Seinen Ursprung hat das Gericht wahrscheinlich im Flachsanbau zur Fasergewinnung für die früher im Mühlviertel zahlreich ansässigen Webereien. Leinöl wird auch heute noch in Haslach hergestellt.

Die Leinölerdäpfel können eine alleinige, sättigende Hauptspeise sein oder aber als Beilage zum Mühlviertler Bierschnitzel gereicht werden. Das ist ein Hühner- oder Putenbrustfilet, gefüllt mit Schafskäse, Speck und Spinat, das in einen Bierteig getaucht und anschließend gebacken wird.

Entlang der Donau oder in Donaunähe werden häufig an mehr oder weniger befestigten Verkaufsständen Steckerlfische angeboten. Über Holzkohlenglut, die mit frischen grünen Zweigen oder mit Stücken von noch feuchten Mosttrebern bestreut wird, werden die auf dünne Stangen (Steckerl) gesteckten Fische gleichzeitig knusprig gegrillt und geräuchert.

Most ist ein beliebtes Getränk. Er besteht aus vergorenem Saft von Äpfeln und Birnen, manchmal auch rein aus nur jeweils einer Obstsorte. Er kann von angenehm mild bis zu einem ausgeprägt saurem oder adstringierendem Geschmack sein. Gerne wird er, besonders in den Sommermonaten, "gespritzt", also mit Mineral- oder Sodawasser verdünnt, getrunken. Vorsichtig sollte man bei der Begriffsverwendung sein, in anderen Teilen Österreichs, in denen Weinbau betrieben wird, versteht man unter Most unvergorenen Traubensaft.

Zum Most wird gerne bei sogenannten Mostbauern eine Brettljause serviert, eine Platte mit Aufschnitten von verschiedenen Specksorten, kalten Braten, Wurst, garniert mit Topfenkäse, Liptauer und frischem oder eingelegtem Gemüse. Der kleinere Bruder ist das gemischte Brot (Misch-Masch-Brot, Mischkulanz, Benennung je nach Fantasie des Wirtes) bei dem oben genannte Zutaten direkt auf einem oder mehreren Scheiben Brot angerichtet werden. Darüberhinaus werden Bratlfettbrote (mit dem ausgebratenem Fett von Schweins-und Surbraten), Speckbrote, und Bratlbrote (dünn aufgeschnittener, kalter Braten) angeboten. Topfenkäse ist ein Aufstrich aus Topfen (Quark), der mit Butter, Salz, Pfeffer und je nach Geschmack Knoblauch angerührt wird. Liptauer ist ein Aufstrich aus Brimsen (Topfen/Frischkäse aus Schafsmilch), Butter, gewürzt mit Paprika, Pfeffer und Kümmel sowie klein gehackter Zwiebel. In manchen Rezeptvarianten werden noch Kapern, Sardellenfilets und Essig- oder Salzgurken fein gehackt und untergemengt.

Diese Mostbauern sind oft auch Direktvermarkter, d. h. man kann die Produkte auch für zuhause oder als Mitbringsel einkaufen. Die Betriebe unterliegen, so sie keine gastronomische Volllizenz haben, strengen Auflagen, so dürfen, bis auf wenige Ausnahmen (Tee, Kaffee), nur am Hof selbst hergestellte Produkte vertrieben oder serviert werden.

Das Mühlviertel ist auch, oder besonders, ein Bierland. Es gibt Brauereien von sogenannten Mikro- über Gasthausbrauereien bis hinauf zu den drei größten, der Stiftsbrauerei Schlägl, der Hofstettner Brauerei und der Braucommune Freistadt. Diese haben sich überregional in dem Verein Bierviertel organisiert, der, scherzhaft, eine Umbenennung des Mühlviertels in Bierviertel anstrebt. Neben den Standardbieren werden Spezialbiere dieser Brauereien in einer eigens dafür geschaffenen Flasche, dem sogenannten "Mühlviertler Langhals" vertrieben.

Nachtleben[Bearbeiten]

Ein Nachtleben wie in Wintersportgebieten oder den größeren Städten Österreichs darf man im Mühlviertel nicht erwarten, meist geht es beschaulicher zu.

In fast allen Orten gibt es ein Wirtshaus, das oft auch die Funktion eines Pubs übernimmt und zum Treffpunkt für jung und alt wird. In vielen Gemeinden findet man, meist außerhalb des Ortsgebietes, Diskotheken, in denen sich die Jugend trifft. Je nachdem, welches Lokal gerade in ist, werden dabei auch oft großen Entfernungen seitens der Nachtschwärmer in Kauf genommen.

Kinos gibt es in den Orten Rohrbach, Ottensheim, Bad Leonfelden, Freistadt, Katsdorf, Perg und Grein. Teilweise wurden sie auf aktuelle Technik umgerüstet (3D, Digital Cinema).

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Sicherheit im Mühlviertel ist, wie im restlichen Österreich, hoch; die Wahrscheinlichkeit, dass man Opfer eines Gewaltverbrechens wird ist verschwindend gering. Dennoch sollte man die üblichen Grundregeln bei Reisen auch hier nicht außer acht lassen. Wertgegenstände sollten nicht (sichtbar) im Auto zurückgelassen werden, das Auto sollte nicht unversperrt (auch nicht kurze Zeit) abgestellt werden. Da man fast überall mit Kreditkarten oder Bankomatkarten bezahlen kann, ist auch nicht notwendig, größere Geldbeträge mit sich herumzutragen.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist ähnlich dem Waldviertel in Niederösterreich. Insbesondere in den nördlichen, höher gelegenen Landesteilen kann es bei Seehöhen über 1000 m im Winter mit Temperaturen deutlich unter Null sowie mit viel Schnee zu rechnen. Auch im Sommer kann es kalt sein; insbesondere in der Nacht und bei einem Schlechtwettereinbruch sollte man eine Jacke immer im Reisegepäck haben!

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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