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Hambacher Schloss

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Hambacher Schloss
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Das Hambacher Schloss entstand aus einer ehemaligen Burg am Ostrand des Pfälzerwalds. Die Schlossanlage steht für das „Hambacher Fest“ vom 27. Mai 1832, einem der wichtigsten Ereignisse in der Entstehung des demokratischen Deutschlands.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Hambacher Schloss befindet sich einige hundert Meter südwestlich und oberhalb vom Ortszentrum von Hambach an der Weinstraße, das Dorf selbst ist verwaltungstechnisch ein Stadtteil von Neustadt an der Weinstraße.

Geschichte[Bearbeiten]

vor 1832[Bearbeiten]

Die Burganlage des „Hambacher Schlosses“ liegt auf dem nach der Burg benannten Schlossberg, ein im Mittelalter strategisch bedeutender 325 m hoher Vorberg der Haardt, dem Höhenzug am Rand des Pfälzerwaldes über dem östlich anschließenden Rheintal.

Als Nachfolgebau einer Fliehburg aus der spätkarolingisch-ottonischer Zeit im 9./10. Jahrhunderts entstand in der 1. Hälfte des 11. Jahrhunderts, vermutlich unter der Speyerer Kirche, eine neue Burg. Diese Anlage gelangte unter dem Speyerer Bischof Johann I. von Kraichgau unter der Bezeichnung Kästenburg (Kastanienburg nach dem umliegenden Esskastanienwäldern) zwischen 1090 und 1104 an das Speyerer Hochstift. Die Anlage verblieb bis in das 18. Jahrhundert im Eigentum des Hochstifts. Die Geschichte der Kästenburg war in diesem Zeitraum recht wechselhaft mit verschiedenen Bauphasen an den Wehranlagen im 13. Jahrhundert und Anfang des 18. Jahrhunderts und auch mit belegten massiven Zerstörungen im Bauernkrieg 1525, 1552 und im „Pfälzischer Erbfolgekrieg“ (1688 - 1697).

Im Jahre 1815 gelangte dann die gegen moderne Kanonen schon lange nicht mehr verteidigungfähige und daher strategisch bedeutungslose Ruine als eine Folge des Wiener Kongresses mit der ganzen Region an das Königreich Bayern, und wurde für 625 Gulden unter dem Namen Hambacher Schloss an eine Gruppe von 16 wohlhabenden Bürgern aus Neustadt, Mußbach und Winzingen verkauft.

Das Areal der ehemaligen Burg wurde von nun an wiederholt zum Schauplatz politischer Kundgebungen. 1814 wurde der erste Jahrestag der „Völkerschlacht bei Leipzig“ und 1831 von Neustädter Bürgern der Jahrestag der französischen Julirevolution (27.07. - 29.07.1830) gefeiert.

Hambacher Fest 1832[Bearbeiten]

Das Hambacher Fest fand dann am 27. Mai 1832 statt. Der eigentliche unmittelbare Anlass war die Unzufriedenheit der pfälzischen Bevölkerung mit den bayerischen Behörden. Die Bevölkerung hatten ab 1798 unter der Verwaltung der revolutionären Franzosen staatsbürgerliche Freiheiten und Rechtsstaatlichkeit erfahren, die Pfälzer empfanden daher die neue bayerische Verwaltung unter den noch absolutistischen Wittelsbachern als repressiv: Vom Marktplatz in Neustadt an der Weinstraße marschierte eine Mischung aus Pfälzern, Franzosen und Polen, Handwerkern, Bürgern und Abgeordneten und Studenten unter wehenden Fahnen in den Farben Schwarz-Rot-Gold hinauf zur Burgruine des Hambacher Schlosses. Der vordergründige Anlass im ergangenen Aufruf war der für ein Volksfest zum „Deutschen Mai“, da politische Versammlungen verboten waren.

Aus der Protestbewegung gegen die bayerische Fremdverwaltung wurde auf dem Schlossgelände eine Massenkundgebung für die deutsche Nation mit geschätzten 20.000 bis 30.000 Teilnehmern. In zahlreichen glühenden Reden wurden bürgerliche Freiheiten und die nationale deutsche Einheit gefordert. Die Zusammenkunft am Hambacher Schloss wird heute gemeinsam mit der 1. deutschen Nationalversammlung am 18.05.1848 in der Frankfurter Paulskirche als einer die beiden wichtigsten Meilensteine in der Entwicklung Deutschlands zum demokratischen Nationalstaat gewertet.

nach 1832[Bearbeiten]

Schlosshof

In Folge der Kundgebung vom Mai 1832 war das Verhältnis der Pfälzer zum Königshaus der Wittelsbacher in Bayern stark eingetrübt. Als ein Zeichen der Versöhnung erwarb 1842 ein von pfälzischen Abgeordneten eingesetztes „Zentral-Komitee“ für 3.125 Gulden das gesamte Areal mit und um das Hambacher Schloss und machte es, jetzt als Maxburg bezeichnet, dem bayerischen Kronprinzen und späteren König Maximilian II. von Bayern zum Hochzeitgeschenk. Das Schloss wurde dann ab 1844 mit neugotischen Stilelementen (als ein pfälzisches Schloss Hohenschwangau) nach Plänen des Architekten August von Voit saniert. Aber schon Ende 1846 wurden die Arbeiten eingestellt, nachdem nur die Hälfte der zugesagten 94.300 Gulden aus der königlichen Kasse ausgezahlt worden waren. Das Schloss blieb bis nach dem 2. Weltkrieg eine Ruine.

Im Jahre 1952 gelangte das Hambacher Schloss in den Besitz des damaligen Landkreises Neustadt und wurde ab 1969 Eigentum des neu geschaffenen Landkreises Bad Dürkheim.

Zum 150. Jahrestag des „Hambacher Festes“ fand dann im Jahre 1982 die grundlegende Renovierung in die heute sichtbare Gestaltung statt. Die eingesetzten Gelder kamen vom Kreis Bad Dürkheim, dem Land Rheinland-Pfalz und der Bundesrepublik.

Seit 2002 ist das Hambacher Schloss im Eigentum einer eigens gegründeten Stiftung. Die Stiftungsträger sind das Land Rheinland-Pfalz, der Bezirksverband Pfalz, der Landkreis Bad Dürkheim und die Stadt Neustadt an der Weinstraße mit Unterstützung des Bundes.

Heute wird die Anlage als Veranstaltungszentrum für Tagungen und Dauerausstellungen, als Museum und als Hotel mit insgesamt rund 200.000 Besuchern pro Jahr genutzt.

Derzeit finden verschiedene Umbau- und Neubaumaßnahmen statt, so wurde das Innere barrierefrei erschlossen, aktuell entsteht an der Südseite des Schlossgebäudes ein Gastronomietrakt neu. In einer weiteren Bauphase sind Umgestaltungen im Landschaftspark geplant.

Lage
Lagekarte von Deutschland
Hambacher Schloss
Hambacher Schloss
Entfernungen (Straßen-km)
Neustadt Weinstraße7 km
Bad Dürkheim44 km
Mannheim44 km
Frankfurt125 km
Köln262 km
München354 km
Hamburg611 km
Berlin668 km

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächste internationale Anreisepunkt ist der Flughafen Frankfurt am Main (IATA CodeFRA), der 118 km nördlich liegt. Mit dem Auto dauert die Weiterreise zum Reiseziel, bei guter Verkehrslage, eine knappe Stunde. Mit Bahn und Bus benötigt man, über Mannheim, ca. 2 ½ Stunden Fahrtzeit.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Der nächste Bahnhof befindet sich in Neustadt an der Weinstraße. Von hier aus weiter mit dem Bus (direkte Verbindung vom Bahnhof: Linie 502) oder mit dem Taxi.

Auf der Straße[Bearbeiten]

  • Für den Fernreisenden von Norden und Westen: Über die Autobahn A 6 (Mannheim - Saarbrücken, ab dem Autobahndreieck Frankenthal auf der A 61 Richtung Speyer und ab dem Autobahnkreuz Mutterstadt auf der A 65 Richtung Neustadt an der Weinstraße bis Symbol: AS Neustadt an der Weinstraße - Süd, weiter Richtung Hambach und Schloss den Schildern folgen.
  • Für den Fernreisenden von Süden:Über die rechtsrheinische Autobahn Autobahn A 5 (Kreuz Walldorf) und die A 6 und A 61 Richtung Saarbrücken bis zum Autobahnkreuz Mutterstadt. Weiter auf der A 65 Richtung Neustadt an der Weinstraße bis Symbol: AS Neustadt an der Weinstraße - Süd, weiter Richtung Hambach und Schloss den Schildern folgen.
  • Großparkplatz entlang der Zufahrtsstraße (Einbahnstraße) direkt unterhalb vom Schloss.

Mobilität[Bearbeiten]

Der vrn (Verkehrsverbund Rhein-Neckar) betreut die Buslinien der Region.

Anfahrt mit dem Bus aus Neustadt an der Weinstraße: Linie 502, Neustadt- Waldeck- Hambacher Schloss. Haltestelle direkt unterhalb des Schlosses.

Ein ausgeschilderter Fußweg entlang der Südseite des Schlosses zeigt viel Laub vom Pfälzer Wald und wenig Schloss.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Öffnungszeiten Schloss (mit Restaurant): von April bis Oktober 10 bis 18 Uhr, sonst 11 bis 17 Uhr;
  • Schlossführungen, Eintrittspreise Dauerausstellung 4.50 €;

Einkaufen[Bearbeiten]

Ein Museumsshop zum Thema befindet sich am Parkplatz.

Küche[Bearbeiten]

  • Restaurant 1832.
  • Burgschänke Rittersberg (Hotel- Restaurant), Am Hambacher Schloss 19, 67434 Neustadt / Weinstraße (Am Schloss). Tel.: +49(0) 6321 39900, Fax: +49(0) 6321 32799. Preis: DZ: ca. 60.-€, EZ: ca. 44.- €.

Nachtleben[Bearbeiten]

Hambacher Schloss, von Hambach aus

Am Schloss gehen am Abend die Lichter aus.

Etwas Unterhaltung gibt es in der Gastronomie im Ort Hambach, die nächste Möglichkeit mit größerer Auswahl an Unterhaltung am Abend bietet sich in Neustadt an der Weinstraße.

Unterkunft[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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