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Gaibach

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Gaibach
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Gaibach ist Ortsteil von Volkach an der Mainschleife in Unterfranken. Das Dorf hat trotz seiner geringen Größe einige wichtige Bauwerke, für die sich ein Abstecher lohnt.

Karte von Gaibach

Hintergrund[Bearbeiten]

Schloss Gaibach

Der Ortskern Gaibachs wird bestimmt vom Gaibacher Schloss, einem ehemaligen Sommersitz der Grafen von Schönborn, in dem heute die Wohnräume der Internatsschüler des Frankenlandschulheims Schloss Gaibach untergebracht sind. Das ehemalige Wasserschloss wurde Ende des 17. Jahrhunderts zunächst zu einem barocken Schloss, um 1820 dann im klassizistischen Stil umgebaut. Ein Saal im Schloss wie auch die so genannte „Konstitutionssäule“ oberhalb des Ortes sind der ersten bayerischen Verfassung gewidmet: Ähnlich wie in Hambach mit dem bekannten Hambacher Fest gab es zeitgleich in Gaibach das „Gaibacher Fest“ mit mehreren tausend Teilnehmern, die demokratische Reformen forderten.

Der ehemals selbständige Ort wurde im Zuge der bayerischen Gebietsreform ein Stadtteil des gut zwei Kilometer südlich liegenden Volkach.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Die nächsten Flughäfen befinden sich in Nürnberg und Frankfurt.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Gaibach liegt an der Staatsstraße (Kitzingen -) Volkach - Schweinfurt, knapp drei Kilometer nördlich von Volkach.

  • Von der A 3 kommend fährt man an der Ausfahrt Kitzingen/Schwarzach ab, folgt der Straße 12 km nach Norden und gelangt über Volkach nach Gaibach.
  • Auf der A 7 (von Norden) fährt man bei Würzburg/Estenfeld ab und folgt der Beschilderung in Richtung Volkach (über Kürnach, Prosselsheim); in Volkach am Kreisverkehr in Richtung Schweinfurt; Fahrstrecke ab Autobahn insgesamt ca. 20 km.
  • Auf der A 70 wählt man bei Schweinfurt die Abfahrt Schweinfurt-Zentrum (B 286 in Richtung Gerolzhofen), fährt dann nach ca. 8  in Richtung Volkach von der Bundesstraße ab und erreicht Gaibach nach weiteren neun Kilometern.

Mobilität[Bearbeiten]

Eine Station des Spaziergangs: die Kreuzkapelle

Die Sehenswürdigkeiten Gaibachs lassen sich im Rahmen eines kleinen Spaziergangs innerhalb des Orts erreichen.

Hat man Lust auf einen größeren Spaziergang von ca. einer Stunde, kann man die Sehenswürdigkeiten im Rahmen einer Rundtour ansehen. Ausgangspunkt ist die Ortsmitte; parken kann man z.B. in der Schönbornstraße (in der Ortsmitte an der Gaststätte abzweigende Straße; dort gibt es einen Parkstreifen).

  • Man folgt der Schönbornstraße aufwärts; dabei kommt man an der Schule - Gymnasium und Realschule/Frankenlandschulheim Schloss Gaibach - und an der ehemaligen Schlossgärtnerei (Sandsteinhaus oberhalb der Schule) vorbei.
  • Etwa 100 m nach dem Ortsschild ist rechts an der Abzweigung der Straße nach Stammheim eine Wendeschleife. Dem dort beginnenden Feldweg folgt man in das Innere des Waldstreifens und gelangt damit in das Gelände des ehemaligen Landschaftsparks. Der Weg führt kurz durch ein Wäldchen und zieht sich dann längere Zeit am Waldsaum entlang. Einige Zeit kann man rechter Hand das Schloss sehen, über lange Zeit auch die Konstitutionssäule, zu der der Weg schließlich führt.
  • Ab der Konstitutionssäule folgt man dem Teersträßchen, bis man schließlich das alte Forsthaus und nur wenige Schritte weiter die Kreuzkapelle an der Staatsstraße erreicht.
  • Man geht von der Kapelle wieder etwa 100 m zurück Richtung Konstitutionssäule; im Wald geht linkerhand ein Wald- und Wiesenweg ab, der im Inneren des Waldsaums parallel zur Staatstraße zurück in den Ort führt.
  • Der Weg endet im Ort direkt oberhalb des Schlosses; hier kann man noch einmal einen Blick auf das Schloss werfen und die Kirche besuchen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Pfarrkirche Gaibach

Gaibach beschreibt sich mit dem eingängigen Slogan „Kleines Dorf - große Baumeister“. Für einen Ort dieser Größe hat das Dorf in der Tat einige wichtige Baudenkmäler zu bieten:

  • In der Ortsmitte liegt das Gaibacher Schloss. Die Räume des mehrflügeligen Baus gruppieren sich um einen Innenhof, in dessen Zentrum zwei große Platanen stehen. Das beeindruckende Gebäude mit seinen etwas abseits stehenden Wehrtürmen ist in der Regel nicht von innen zu besichtigen, da hier Teile des Internats untergebracht sind. Dem spontanen Besucher entgeht daher auch der so genannte Konstitutionssaal, an dessen Wänden einige Abschnitte der ersten bayerischen Verfassung verewigt sind.
  • Gegenüber vom Schloss liegt die Pfarrkirche zur heiligen Dreifaltigkeit, die von Balthasar Neumann in der Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut wurde (tagsüber in der Regel zugänglich).
  • An der Straße nach Kolitzheim liegt die (meist verschlossene) Kreuzkapelle nach Entwürfen von Johann Leonard Dientzenhofer. Die Kreuzkapelle ist kreisrund, in Richtung Osten hat man einen schönen Blick in Richtung Steigerwald. Oberhalb des Schlosses beginnt ein Fußweg, der parallel zur Staatsstraße im Waldsaum zur Kapelle und zur Konstitutionssäule führt.
  • Folgt man dem bei der Kreuzkapelle beginnenden Sträßchen, gelangt man nach einem kurzen Spaziergang zur Konstitutionssäule, dem Wahrzeichen von Gaibach. Die fast 30 Meter hohe Säule ist der Trajanssäule in Rom nachempfunden; die Pläne stammen von Leo von Klenze, dem Hofarchitekten Ludwigs I. Von der Basis der Säule hat man einen schönen Blick in Richtung des Schwanbergs.

Nicht irritieren lassen sollte man sich übrigens davon, dass in vielen Karten noch immer ein Englischer Garten eingetragen ist. Dabei handelt es sich um einen früheren Landschaftspark, der heute nicht mehr existiert. Er grenzte im Osten an das Schloss, im Süden an die Schönbornstraße, den nördlichen Abschluss bildete das Gebiet um die Konstitutionssäule. Der Park wurde praktisch vollständig in landwirtschaftliche Nutzfläche verwandelt. Geblieben sind neben der Freifläche um die Säule nur einige Wäldchen und ein runder Waldsaum um den ehemaligen Park, der auf Luftbildern des Ortes bis heute gut erkennbar ist.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Anfang August findet jährlich das Weinfest Gaibach im Innenhof des Schlosses statt. Während dieser Tage können Teile des Schlosses im Rahmen von Führungen besichtigt werden, die Höfe sind dann frei zugänglich.

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

  • Goldener Löwe - Albin Lorey, Schönbornstr. 1, 97332 Volkach-Gaibach. Tel.: (0)9381 3595, Fax: (0)9381 6921. Die Gaststätte hat nur Freitag bis Sonntag und an Feiertagen geöffnet; angeboten wird schmackhafte, überwiegend regionale Küche; es gibt einen kleinen Biergarten. Es gibt mehrere Zimmer mit Frühstück. Die Ruhetage gelten nicht für den Hotelbetrieb.

Ein breites Angebot an Restaurants und Gaststätten mit deutscher und internationaler Küche findet man im benachbarten Volkach.

Nachtleben[Bearbeiten]

Nachts ist in Gaibach im Normalfall nur sehr wenig los; zum Weggehen sollte man auf Volkach, ggf. auch Schweinfurt oder Würzburg ausweichen.

Unterkunft[Bearbeiten]

Größter Anbieter für Übernachtungsmöglichkeiten ist die Gaststätte in der Ortsmitte; zusätzlich gibt es eine Pension und verschiedene Ferienwohnungen. Im Vergleich zu Volkach sind die Kosten für die Übernachtung im Durchschnitt um einiges günstiger.

Gesundheit[Bearbeiten]

In Volkach gibt es Ärzte verschiedener Fachrichtungen, Apotheken und eine kleine Klinik.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Bei der Wiese neben der Kirche gibt es eine Landkarte der Umgebung.

An der alten Schule in der Ortsmitte bei der Gaststätte gibt es einen Briefkasten und ein Telefon.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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