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Córdoba (Spanien)

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Córdoba
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Córdoba ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in Andalusien, Spanien. Hauptanziehungspunkt für Touristen ist das Unesco-Weltkulturerbe der Mezquita, einer großen Moschee, in die eine Kirche gebaut wurde, sowie das umliegende Altstadtviertel, die Juderia.

Hintergrund[Bearbeiten]

Córdoba hat ein wechselvolle Geschichte. Gegründet wurde der Ort durch die Iberer. Die Römer besetzten die Siedlung und nannten sie Corduba. Sie war Hauptstadt der Provinz Betica. Die römische Brücke über den Guadalquivir zeugt von der Römerzeit. Später wurde Corduba von Westgoten und Byzantinern erobert. Man hat jetzt ein römisches Amphitheater entdeckt, das nach seinen Ausmaßen das drittgrößte im Römischen Reich gewesen sein könnte. 711 begann die maurische Zeit. Die Stadt wurde zum Regierungssitz des Kalifen von Córdoba und war eine der mächtigsten im ganzen Land. 1236 gewannen die Reyes Católicos (katholische Könige) die Stadt zurück. Heute lebt Córdoba vom Tourismus. Die Mezquita, eine Moschee-Kathedrale großen Ausmaßes zieht viele Besucher an. Durch den AVE kann man schnell in andere wichtige spanische Städte, wie Madrid, Barcelona, Sevilla und Málaga reisen.

Anreise[Bearbeiten]

Entfernungen
Sevilla135 km
Granada169 km
Jaen96 km
Torremolinos192 km

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Córdoba besitzt nur einen kleinen Flughafen, der westlich der Stadt gelegen ist. Von Deutschland fliegt man nach Madrid, Sevilla oder Málaga und benutzt zur Weiterfahrt den AVE Schnellzug oder ein Auto.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Córdoba ist an das Schnellbahnsystem AVE der RENFE angeschlossen. Man kann von Málaga, Sevilla oder Madrid nach Córdoba fahren. Der Bahnhof Cordoba Central liegt westlich des Stadtzentrums. Zu Fuß ist es von hier schon ganz schön weit bis ins Zentrum oder bis zur Kathedrale.

Mit dem Auto[Bearbeiten]

Córdoba ist gut an das Schnellstraßennetz in Andalusien angebunden. Von Malaga aus benötigt man rund 2,5 Stunden mit dem Auto und von Sevilla 2 Stunden. Auch Madrid kann man über Autobahnen erreichen. Parken in der Nähe der Mezquita ist ein Problem. Das unterirdische Parkhaus am Paseo de la Victoria liegt in der Nähe der Moschee-Kathedrale. Man kann zu Fuß an der Stadtmauer entlang gehen.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Córdoba (Spanien)

Die Innenstadt mit ihrer weiträumigen Fußgängerzone kann man gut zu Fuß erlaufen. Aber es gibt auch Kutschen, mit denen man die Höhepunkte der Stadt erreichen kann. Der Nahverkehr in Córdoba wird über ein Stadtbusnetz abgedeckt, Straßen- oder U-Bahnen gibt es dagegen nicht. Auf der spanischen Website des öffentlichen Verkehrsbetriebs wird unter "Lineas Horarios" ein etwas unübersichtlicher Linienplan ausgegeben. Unterhalb der Karte lassen sich die 14 Linien einzeln darstellen, so dass auch Zugangsmöglichkeiten von der Peripherie einfach gefunden werden können. Die eigentliche Altstadt ist aber auch für Busse gesperrt, die nächsten Zugangsmöglichkeiten befinden sich am Paseo de la Victoria (fast alle Linien) oder San Fernando (Linie 1). Wer öfters den Bus benutzen will, sollte sich eine Mehrfahrtenkarte (Tarjeta Bonobus) zulegen, was die einfache Fahrt von (2013) 1,20€ auf 69 ct. verbilligt und Umsteigen innerhalb einer Stunde ermöglicht.

Auch außerhalb der Fußgängerzone wird der Verkehr durch ein Gewirr teilweise sehr enger Einbahnstraßen und ortsgebundener Parkzonen geregelt. Nicht ortskundigen Autofahrern ist dringend zu empfehlen, eines der ausgeschilderten Parkhäuser anzusteuern (z.B. Paseo Victoria) und Quartiere in der Innenstadt von dort aus per Taxi oder zu Fuß anzusteuern.

Die Förderung des Fahrrads als innerstädtisches Verkehrsmittel wird auch in Cordoba vorangetrieben. So wurde ein mittlerweile 28 km umfassendes Radwegenetz eingerichtet. Die Betreiber Cordoba en Bicicletta und Solobici werden von der Stadtverwaltung empfohlen und bieten neben geführten Fahrradtouren auch einen Verleih an (teilw. mit Hol/Bringservice zum Hotel).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Luftbild der Mezquita und Kathedrale von Córdoba

Reisegruppen kommen in Cordoba südlich des Guadalquivir an der Puente Romano, der römischen Brücke an. Die Brücke stammt tatsächlich aus der Zeit der Römer und war Teil der Via Augusta. Mit ihren 16 Bögen ist sie eines der großen erhaltenen römischen Bauwerke in Andalusien. Auf der Brücke werden die Reisenden schon von Straßenmusikanten, Schauspielern und leider auch von Bettlern und Blumenverkäuferinnen begrüßt. Dabei gibt es traditionelle Musik, aber auch moderne Darsteller.

Die Mezquita[Bearbeiten]

Die Bogengänge der Moschee
Der Mihrab, das maurische Erbe der Mezquita
Hinter den Bogengängen: Die Kathedrale

Mezquita de Cordoba, C/ Cardenal Herrero. Geöffnet: Mo-Sa 10.00-19.00 Uhr, So und an Feiertagen 14.00-19.00 Uhr. Preis: 8,00 € (Stand Okt. 2015), Während der Gottesdienste Mo-Sa 9.00-10.00 Uhr und So 9.00-11.00 Uhr ist der Eintritt frei. Man muss allerdings bis zum Ende der Messe bleiben.

Die Mezquita oder Moscheekathedrale liegt unweit des Rio Guadalquivir am Rande der Juderia (Judenviertel). Sie wurde in mehreren, im wesentlichen drei Bauabschnitten ab 785 bis ins 12. Jh. auf den Mauern der westgotischen Basilika San Vincente gebaut. Nach der Rückeroberung durch Fernando III von Kastilien wurde die Moschee zur Kirche geweiht. Karl V., der spanische König Carlos I, ordnete im 16. Jh. den Bau der Kathedrale im inneren Herzen der Moschee an. So blieb sie erhalten, wenngleich der König über das Ergebnis wohl nicht glücklich war. Überliefert ist seine Kritik, das innere Kathedralenbauwerk hätte so auch überall anders entstehen können, es habe aber ein einzigartiges Kulturdenkmal zerstört.

In jedem Fall ist über die Jahrhunderte so ein weltweit einzigartiges Baudenkmal entstanden, das einen Mix muslimischer, christlicher und auch jüdischer Kulturen beherbergt, den die einen als störend, andere als inspirierend empfinden mögen und nicht umsonst ist es als Weltkulturerbe der UNESCO klassifiziert worden. Die Mezquita ist mit ca. 23.000 m² die drittgrößte ehemalige Moschee, die je gebaut wurde und die größte in Europa. Auf über 1.000 Säulen ruht das Dach, sie stammen zum Teil aus römischen Tempeln und von anderen römischen Gebäuden aus der Provinz Betica. Sie sind aus Granit, Jaspis oder Marmor immer in rot-weiß. An der Stelle des maurischen Minaretts steht heute der 93 m hohe Glockenturm.

  • Die Plaza de los Naranajos (Orangenplatz) mit den Waschanlagen in denen sich die Moslems einst vor dem Gebet wuschen, steht auch noch. Der luftige Vorhof markiert den heutigen Eingangsbereich, dort werden in einem Kiosk unter den Arkaden auch die Eintrittskarten verkauft. In Andalusien gibt es sicher schönere Beispiele dieser rituell bestimmten Vorplätze, hier wird er hauptsächlich für Picknickzwecke angestrengter Besucher verwendet. Vom Hof aus gesehen befindet sich am rechten Ende des Gebäudes der Eingang, links der Ausgang.
  • Wer von dort in die Moschee eintritt, hat zunächst Orientierungsschwierigkeiten. Zu groß, weitläufig und dunkel erscheinen die endlosen Bogengänge, die nur durch die abgehängten, jetzt elektrischen, ehemals Talglichter in ein schummriges Licht getaucht werden. Vom Eingang aus der Wand zum südlichen Ende folgend erreicht man jedenfalls den Mihrab, der die noch erhaltenen muslimischen Prunkkapellen enthält, die unter Al-Hakam II. der ursprünglichen Moschee südlich angefügt wurden. Die dortigen Kuppelbauten und Steinornamente speziell im Gebetsraum des Kalifen gehören zu den schönsten Beispielen muslimischer Architektur in Andalusien. (für ausgiebigen Besuch: Hier, ganz in der Südwestecke befindet sich eine Toilette).
  • Dem südlichen Ende weiter zur Mitte hin folgend gelangt man zum Tesoro, der christlichen Schatzkammer, in der liturgische Gegenstände und eine monströse, silberglänzende Monstranz ausgestellt werden.
  • Danach, der Südwand zum Ende folgend, erreicht man die Capilla del Sagrario (auch separat von außen zugänglich), ein 1578 ebenfalls zusätzlich geschaffener Gebets- oder Gemeinderaum für die angrenzende Juderia, der mit seinem an zu gleicher Zeit erbauten toskanische Kirchen erinnernden, komplett mit Fresko-Bemalungen ausgestattetem Innenraum schon den ersten "Kulturbruch" inszeniert.
  • Von dort aus wendet man sich ins Innere des Bauwerks, bis man hinter den weiten Bogengängen eine mit kleinen Kapellen und Grabnischen durchsetzte Mauer erreicht. Das ist die "Außenmauer" der eigentlichen, christlichen Kathedrale, die sich schließlich in ihren Altarraum hin öffnet. Von dort ist ein beeindruckendes Chorgestühl zu sehen, ein sehr schöner Hochaltar (Retabel) mit bemerkenswerten Kanzeln zu jeder Seite und plötzlich Kuppeln im Renaissance-Stil.

Die Reihenfolge der Besichtigung ist sicher egal, und den reichhaltigen Details wie den vielen Kapellen entlang der Außenwand der Moschee oder dem inneren Bauwerk der Kathedrale mag man sich mehr oder weniger widmen. Kunstfreunde können hier problemlos einen ganzen Tag verbringen, selbst "Eilige" werden mindestens eine Stunde verweilen. Ein vergleichbares Bauwerk, das an einem Ort zwei Jahrtausende Kulturgeschichte vereint, ist in Europa nicht zu finden. Ob es sie architektonisch teilt oder vereint, mag jeder selbst entscheiden.

Juderia und Altstadt um die Mezquita[Bearbeiten]

Die Gärten des Alcázar de los Reyes Cristianos
  • Judería. Die Judería ist das historische Judenviertel von Córdoba in dem sich viele bedeutende Baudenkmäler der Stadt befinden. Das Viertel wurde schon während der Zeit der Römer besiedelt. Schon seit dem gilt es als das kulturelle Zentrum der Stadt. Hier lebte etwa der römische Philosoph Séneca, der arabische Philosoph Averroes und der jüdische Philosoph Maimonides. In der Juderia findet man das Stierkampfmuseum, eine Werkstatt in der traditionelle Handwerkskunst gepflegt wird, eine Synagoge, die aus dem Jahr 1315 erhalten ist, auch Teile von Moscheen. In der Nähe der Synagoge ist auch ein kleines Museum, dass sich mit der Geschichte der Juden beschäftigt, die von der iberischen Halbinsel nach Afrika vertrieben wurden. Viele der Bauwerke kann man auch besichtigen. Ein ausgedehnter Spaziergang durch das Viertel lohnt sich, allerdings ist es auch Ziel der zahlreichen Reisegruppen, die hier durch das Viertel ziehen und die Gassen oft mehr oder weniger verstopfen. Dafür gibt es hier auch eine ganze Reihe von Souvenierläden, die alles mögliche aus der andalusischen Kultur anbieten.
  • Torre La Calahorra. Turm gegenüber der Mezquita auf der anderen Flussseite. Von der Anlage die auf der Stelle einer maurischen Befestigung steht, hat man einen schönen Panoramablick auf die Stadt. Eine Stiftung des französischen Philosophen Roger Garaudy, der zum Islam konvertiert ist, hat in diesem Gebäude ein kleines Museum über die Errungenschaften der islamische Kultur eingerichtet. Geöffnet: Mai – September 10.00 – 14.00 Uhr + 16.30 – 20.30 Uhr, Oktober – April 10.00 – 18.00 Uhr. Preis: Eintritt 4 €.
  • Alcázar de los Reyes Cristianos. Die ehemalige Residenz der katholischen Könige. Sie ist nach den Königen Isabella von Kastilien und Ferdinand II. von Aragón, die eine Zeit lang hier lebten, benannt. Kolumbus wurde vor Beginn seiner Fahrt in die Neue Welt hier empfangen. Bis 1821 saß die Inquisition in dem Gemäuer, danach wurde der Palast als Gefängnis genutzt. Geöffnet: 10.00 – 14.00 Uhr + 16.30 – 18.30 Uhr. Preis: Eintritt: 4,50 €.
  • Am nördlichen Ufer des Guadalquivir findet man Rest der maurischen Nutzung der Wasserkraft des Flusses. Westlich der römischen Brücke ist zum Beispiel ein riesiges Wasserrad erhalten, das die Stadt früher mit Wasser versorgte. Neben dem großen Wasserrad sind noch weitere Fundstellen vorhanden, an denen man erkennen kann, dass die Wasserkraft hier früher genutzt wurde.

Das Museumsviertel östlich der Mezquita[Bearbeiten]

Palacio de Viana
  • Museo Arqueológico y Etnológico, Plaza de Jerónimo Páez 7. Tel.: +34 957 47 40 11. Das archäologisches Museum präsentiert interessante Funde aus der römischen, westgotischen und arabischen Herrschaft in Córdoba. Das Museum befindet sich in einem Palast der Renaissance. Geöffnet: Di 14.30 – 20.30 Uhr, Mi – Sa 9.00 – 20.30 Uhr, So 9.00 – 14.30 Uhr. Preis: Eintritt frei für EU-Bürger.
  • In der Nähe des Plaza del Potro, das ist östlich der Altstadt, findet man das Museum des in Cordoba geborenen Malers Julio Romero De Torres. Der Maler, der zu den Malern des Realismus zählt malte zumeist Frauen, viele biblischer Herkunft, aber auch in traditioneller Kleidung und Akte. In dem Museum sind eine Reihe von Bilder des Malers ausgestellt.
  • Museum der Schönen Künste. Ebenfalls am Plaza del Potro befindet sich das Museum der Schönen Künste. Hier wird die Entwicklung der Kunst in Andalusien vom Mittelalter bis in die Neuzeit dargestellt. Dabei werden viele Bilder bekannter Maler aus Cordoba und Umgebung in einer Art Zeitreise gezeigt. Neben den Bilder ist das Museum besonders für die ausgestellten Zeichnungen bekannt.
  • Mit einer Statue erinnert Córdoba nicht nur an den großen jüdischen Religionsphilosophen Maimonides auf der Plaza de Tiberiades, sondern auch an den arabischen Philosophen Averroes in der Calle Cairúan und mit einem Denkmal an der Puerta de Almodovar an den römischen Philosophen Seneca, der in dieser Stadt geboren wurde.
  • Plätze - Während im ehemals jüdischen Viertel Córdobas ein Andenkenladen neben dem anderen nach Kunden schreit, locken im ehemals arabischer Viertel östlich der Mezquita enge Gassen und Plazas zum Flanieren. Darunter die Plaza de la Corredera, wo früher Stierkämpfe stattfanden, als es noch keine Arenen gabe, oder die Plaza del Potro mit der Posada del Potro, die schon von Cervantes im Don Quijote erwähnt wurde, oder auch die Plaza de las Tendillas, heute eine Haupteinkaufszone.

Im Norden des Stadtzentrums[Bearbeiten]

  • Palacio de Viana. Ein Palast der Familie Viana mit einem schönen Garten. Der Palast ist zu besichtigen. Als Exponate werden viele Gegenstände aus dem täglichen Leben der Zeit ausgestellt. Dazu kommt eine Bibliothek mit über 7000 Büchern.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Baños Árabes, in der Nähe der Mezquita, Calle Luis de la Cerda 51. Tel.: +34 957 484746. Arabisches Bad mit mehreren unterschiedlich warmen Becken. Massage und Aromatherapie werden auch angeboten. Gebadet wird mit Badekleidung.

Einkaufen[Bearbeiten]

Cordoba ist bekannt für seinen Silberschmuck. Die Handwerker, die diesen Schmuck herstellen, findet man in der Judería. Allerdings muss man hier besonders vorsichtig sein, wenn man Schmuck kaufen möchte oder viel Sachkenntnis mitbringen, denn neben den traditionellen Handwerkern, die hier den Silberschmuck herstellen haben sich hier auch viele Händler angesiedelt, die an die Masse von Besuchern, die das Viertel besuchen billigen Trödel zu verkaufen. Man sollte also auf jeden Fall Vorsicht walten lassen, wenn man hier auf Einkaufstour geht. Neben dem bekannten Silberschmuck kann man hier auch Schmuck aller Art und Goldarbeiten kaufen, die in Handarbeit hergestellt werden.

  • Zoco Municipal. Zoco Municipal nennt sich ein Handwerkermarkt, den man im jüdischen Viertel genau gegenüber der Synagoge findet. Auch wenn die Lage vielleicht nicht so glücklich ist, weil man vermuten könnte, dass hier Touristen abgezockt werden, ist die hier nicht der Fall. Den Markt gibt es seit den 1950er Jahren als Versuch, das Kunsthandwerk Cordobas besser an den Mann und an die Frau bringen zu können. Noch heute kann man in diesem etwas versteckten Gebäude allerhand aus den Handwerksschmieden der Stadt kaufen. Zudem finden hier immer wieder Veranstaltungen statt, etwa Flamenko-Abende.
  • Bekannt ist Cordoba wegen seines Olivenöls. Hier sollte man auch nicht das erstbeste kaufen. Besser beraten ist man, wenn man einen Laden sucht, der nicht zwangläufig auf den Wegen der Besucher liegt. Hier wird man auch beraten, wenn man spanisch kann, aber vor allem bekommt man gutes Öl für einen angemessenen Preis.
  • Will man in Cordoba shoppen gehen, dann sollte man in den Norden der Stadt gehen. Zwischen dem Plaza de las Tendillas und der Avenue Ronda de los Tejares findet man Kaufhäuser und Boutiquen in denen man so alles kaufen kann, was man so braucht. Ein weiteres Einkaufszentrum findet man an der Avenida del Brillante noch weiter im Norden der Stadt.

Küche[Bearbeiten]

Sehr bekannt ist die kalte Suppe Salmorejo aus Córdoba, die mit der Gazpacho sehr verwandt ist. Salmorejo ist aber dickflüssiger, weil mehr Brot in der pürierten Suppe enthalten ist. Ein weiterer wichtiger Unterschied ist, dass man für Salmorejo keine Gurken verwendet wie beim Gazpacho. Auch grüne Paprika findet man nur selten. Beiden Suppen ist gemeinsam, dass sie aus Olivenöl und pürierten Gemüse und Brot hergestellt werden.

Siehe auch: Salmorejo-Rezept bei Koch-Wiki

Nicht wegzudenken aus der Küche Córdobas ist der Jamón, also der getrocknete Rohschinken. Dieser Schinken wird hier in einer sehr hohen Qualität hergestellt.

Siehe auch: Jamón Ibérico bei Koch-Wiki

Um Córdoba herum liegt das Weinanbaugebiet Montilla-Moriles, das einen DO-Status hat, als eine geschützte Herkunftsbezeichnung. Hier gibt es über 90 Weingüter (Bodegas), die Wein ausbauen. Die meisten Weine sind schwere Weißweine oder ganz oft auch Sherry. Wer Wein oder Sherry mag, der kann hier einmal bedenkenlos probieren, was der Markt so hergibt. Da findet man sehr schnell einen schönen Sherry oder Wein für wenig Geld, der doch viel besser ist als der aus dem Supermarkt.

In Andalusien wird sehr viel Fleisch gegessen, vor allem :Rindfleisch. In Cordoba bekannt ist sind Ochsenschwanz oder auch Schweinefüße, die in den Restaurants auch angeboten werden. Wer sich traut, der kann das ja mal probieren.

Siehe auch: Andalusische Küche bei Koch-Wiki

Nachtleben[Bearbeiten]

Will man einen ruhigen Abend verleben, dann kann man das an ganz vielen Orten. Am besten man sucht sich eine schöne Bar oder ein schönes Restaurant in der Altstadt. Hier kann man seinen Tag wunderschön ausklingen lassen. Dabei hat man oft die Qual der Wahl, denn es bieten sich in beinahe jeder Straße schöne Lokalitäten an. Will man richtig feiern gehen, so hat Cordoba als Universitätsstadt natürlich auch eine Menge zu bieten. Es ist allerdings wie überall in Andalusien, denn, wenn man tanzen gehen will, muss man Geduld haben, den die angesagten Clubs und Diskotheken machen erst ab Mitternacht auf. Dafür wird dann bis in den Morgen gefeiert. Man geht also erst gemütlich etwas essen und trinken und wenn die Stimmung dann langsam steigt, sucht man die Diskothek auf. Das Ende einer solchen nächtlichen Tour ist dann meist das Frühstück. Erst danach geht man ins Bett. Ein Tipp ist das Underground. Man findet es am Boulevard de Gran Capitan. Die Diskothek öffnet Donnerstag bis Samstag oder an Vorfeiertagen erst um 01:00 Uhr, ist dann auch noch nicht voll. Dann wird aber bis in den Morgen angesagte Musik gespielt und gefeiert.

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

  • Pensión Hostal Alcázar, Calle San Basilio 2, (westlich am Rande der Altstadt). Tel.: +34 957 202561. Einfache Zimmer mit Bad aber ohne Klimaanlage. Gutes Frühstück und sehr freundlicher Vermieter. Die Pension verfügt auch über eine Parkgarage. Preis: DZ 35 €.

Sicherheit[Bearbeiten]

Man sollte auf Frauen, die mit Rosmarinsträußen oder einer Blume auf einen zu kommen, aufpassen (zur Seite blicken, unbeachtet vorbeigehen). Man sagt, dass sie sehr geschickt stehlen. Ansonsten gelten die üblichen Maßregeln gegen Taschendiebe, wie sie überall auf der Welt nötig sind.

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Weitere Touristeninformations-Stützpunkte:

  • 2 Plaza de las Tendillas
  • 3 Estación de Tren (Hauptbahnhof), Campo Santo de los Martires

Ausflüge[Bearbeiten]

Mezquita de Medina Azahara
  • Medina Azahra. Oder Medina al-Zahra. Residenz der Mauren, ungefähr 10 Kilometer westlich von Córdoba an der A-431 Richtung Palma del Rio. Die Stadt wurde 936 errichtet und 1010 wieder zerstört. Von Córdoba fährt ein Touristenbus um 10.00 Uhr ab Glorietta Cruz Roja Richtung Medinat Al-Zahra ab, 6.50 Euro (Eintritt inklusive), Rückfahrt 13.45 Uhr. Tickets müssen vorher am Informationbüro Campo Santo de los Martires gekauft werden. Öffnungszeiten des Archäologieparks Medinat Al-Zahra vom 1. Mai bis 15. September: Di-Sa 10.00-20.30 Uhr, So 10.00-14.00 Uhr; vom 16. September bis 30. April Di-Sa 10.00-18.30 Uhr, So 10.00-14.00 Uhr Der Archäologiepark besteht aus einem Ausstellungsgebäude, in dem die Ausgrabungsergebnisse in einer sehr informativen Präsentation vorgestellt werden. Zu dem eigentlichen Ausgrabungsgelände fährt man mit Pendelbusssen. Die Palastanlage spiegelt die Hierarchie des Kalifenstaates wieder, oben liegt die Residenz des Kalifen mit seiner privaten Moschee, dieser Teil ist bereits vollkommen freigelegt, darunter auf einer mittleren Terasse die Säale für die Zeremonien und Empfänge, ganz unten die Stadt der Bediensteten und Handwerker, dieser Teil muss noch ausgegraben werden. Bisher ist nur ein Zehntel der Residenz erschlossen, deren Mauern einen Umfang von 1500 m x 750 m haben.
  • Almodovar del Rio. Kleinstadt mit mächtiger Burganlage, etwa 10 Kilometer westlich von Medina Azahra entfernt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]


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