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Bratislava/Petržalka

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Petržalka (dt. Engerau, ung. Ligetfalu) ist ein Stadtteil (mestská časť) von Bratislava und Teil des Bezirkes (okres) Bratislava V. In dem vorwiegend aus großvolumigen Wohnblocks der 1970er- und 1980er-Jahre bestehenden Stadtteil südlich der Donau leben mit über 100.000 Menschen auf 29 km² beinahe ein Viertel der Bevölkerung der slowakischen Hauptstadt.

Blick vom Burgberg auf Petržalka und die SNP-Brücke

Hintergrund[Bearbeiten]

Messegelände Incheba

Bis zum ersten Weltkrieg war Engerau eine vorwiegend deutschsprachige Siedlung mit kaum mehr als 1000 Bewohnern. Die Ortschaft war landwirtschaftlich geprägt und das war auch der Grund für die Namenswahl (Petržalka - slowakisch für Petersilie), als der Ort 1918 zur neu gegründeten Tschechoslowakei kam. In der Zwischenkriegszeit entstanden kleine Einfamilienhäuser und Gärtnereien in bescheidenem Ausmaß.

Im Zuge des Münchner Abkommens 1938 wurde Engerau - ebenso wie Devín - wegen der deutschsprachigen Bevölkerungsmehrheit dem Deutschen Reich (Gau Niederdonau) zugeschlagen. Nach 1945 kam der Ort wieder an die Tschechoslowakei und wurde 1946 nach Bratislava eingemeindet.

Ab den 1960er-Jahren wurde Petržalka massiv urbanisiert. Innerhalb nur weniger Jahrzehnte verschwanden alle dörflichen Strukturen, es entstanden zahlreiche großvolumige Wohnbauten. Petržalka gilt als "die größte Plattenbausiedlung Europas". Der Stadtteil, der etwa ein Viertel der Pressburger Wohnbevölkerung beheimatet, hatte lange keinen guten Ruf. Zur Wende um 1990 hinkte die Versorgung der riesigen Siedlung mit öffentlicher Infrastruktur noch hinterher, die Stadt wirkte unfertig. Doch seit dem Beitritt der Slowakei zur EU wurden fast alle Wohnbauten saniert und die öffentliche Infrastruktur instand gesetzt.

Bezirksteile[Bearbeiten]

Nachbarbezirke und -gemeinden von Petržalka
Karlova Ves, Bratislava IV. Staré Mesto (Altstadt), Bratislava I. Ružinov, Bratislava II.
Wolfsthal,
Berg, beide Niederösterreich
Himmelsrichtungen.png
Kittsee, Burgenland Jarovce, Bratislava V.
Ehem. Stationsgebäude der Pressburger Bahn
  • Dvory
  • Lúky
  • Háje
  • Ovsište
  • Janíkov dvor
  • Kopčany - s. auch Kittsee
  • Zrkadlový háj
  • Starý háj
  • Kapitulský dvor
  • Pečňa

Anreise[Bearbeiten]

  • Bahnhof Bratislava-Petržalka: Regionalexpresszüge ab Wien Hauptbahnhof (via Bruck an der Leitha, Parndorf, Kittsee)
  • Zahlreiche Buslinien ab dem Stadtzentrum von Bratislava
  • Eine Straßenbahnlinie über die neu gebaute "Alte Brücke" nach Petržalka wurde im Spätsommer 2016 eröffnet. Endstelle der Straßenbahnlinie 1 vom Hauptbahnhof (hl.s.) ist nun Jungmannová. Ein Weiterbau bis in die südlichen Bezirksteile ist geplant.
  • Vier Donaubrücken verbinden Petržalka mit der Stadt nördlich der Donau. Für Fußgänger und Radfahrer empfehlenswert ist das Untergeschoß der Most SNP ab dem Martinsdom bzw. die neu eröffnete "Alte Brücke" ab dem Kamenné nam., auf der auch die Straßenbahn fährt.
  • Die Autobahnen D1 und D2 verbinden Petržalka mit dem hochrangigen Straßennetz.
  • In Petržalka befindet sich auch der alte Bundesstraßengrenzübergang nach Berg. Diese Strecke ist empfehlenswert für Tagesausflügler aus Österreich, die für die wenigen Kilometer in der Slowakei keine Autobahnvignette kaufen möchten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Nahezu der gesamte Stadtteil ist von Architektur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts geprägt. Einige historische Gebäude haben entlang der Wiener Straße (Viedenská cesta) sowie im Sad Janka Kráľa überlebt. Ansonsten ist Petržalka ein Prototyp des großvolumigen Städtebaues der kommunistischen Ära. Wer sich für dieses Thema interessiert, wird sich in Petržalka sehr wohl fühlen.

Kirchen[Bearbeiten]

Kostol Svätej Rodiny
  • Kostol Povýšenia svätého Kríža (Kirche der Auferstehung des Heiligen Kreuzes)
  • Kostol Sedembolestnej Panny Márie (Kirche Sieben Sorgen der Jungfrau Maria)
  • Engerauer Kapelle
  • Kostol Svätej Rodiny (Kirche der Heiligen Geburt) und Park am Námestie Jána Pavla II.

Bauwerke[Bearbeiten]

Wasserturm
  • Zugang zum Aussichtsturm mit Restaurant ("UFO") in der SNP-Brücke
  • Altes Stationsgebäude der Pressburger Bahn (gegenüber Bahnhof)
  • Messegelände Incheba
  • Wirtschaftsuniversität
  • Wasserturm am Donauufer

Museen[Bearbeiten]

Bunker BS-8
  • Bunker BS-8 mit Museum (Thema: Zweiter Weltkrieg und Eiserner Vorhang) und Soldatenfriedhof am Ende der Kopčanská (Straße nach Kittsee) direkt an der Staatsgrenze. Erreichbar von beiden Seiten der Grenze zu Fuß oder mit dem Fahrrad; mit dem Auto nur von slowakischer Seite.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • Petržalské korzo‎
  • Einsteinová
  • Jantárová cesta
  • Dolnozemská cesta
  • Panónska cesta, Bratislava‎
  • Viedenská cesta

Parks und Erholungsgebiete[Bearbeiten]

Sad Janka Kráľa
  • Sad Janka Kráľa - mit einigen Statuen, Brunnen sowie der alten gotischen Turmspitze der Franziskanerkirche aus dem Stadtzentrum.
  • Naturschutzgebiet Soví les
  • Veľký Draždiak - siehe auch "Aktivitäten"
  • Malý Draždiak‎
  • Chorvátske rameno‎
  • Pečniansky les

Friedhöfe[Bearbeiten]

  • Massengrab von Juden, die im Holocaust ermordet wurden
  • Soldatenfriedhof aus dem 2. Weltkrieg

Aktivitäten[Bearbeiten]

Veľký Draždiak
  • Badesee Veľký Draždiak
  • Pferderennbahn
  • FC Artmedia Bratislava

Einkaufen[Bearbeiten]

Aupark
  • Einkaufszentrum Aupark
  • Tesco Hypermarket, geöffnet 24/7
  • Einkaufszentrum Danubia mit großem Carrefour (geschlossen seit 2018)

Küche[Bearbeiten]

War um das Jahr 2000 herum Petržalka noch gastronomische Wüste, gibt es inzwischen zahlreiche Restaurants im Stadtviertel. Man ist nicht mehr ausschließlich auf Fast Food im Bereich der Einkaufszentren angewiesen.

Nachtleben[Bearbeiten]

Im Sad Janka Kráľa gibt es einige Biergärten und Restaurants am Donauufer, sowie das Theater Aréna. Im Einkaufszentrum Aupark gibt es ein Kino sowie eine Bowlingbahn.

Unterkunft[Bearbeiten]

  • Hotel Esprit
  • Hotel Dominika
  • Pension Stevan
  • Hotel Viktor
  • Hotel Gaudio
  • Hotel Melrose

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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