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Unesco-Welterbestätten in Asien
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Baikalsee

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Der Baikalsee liegt in Russland. Vor allem für Russen ist er eine beliebte Ferienregion, aber auch für alle Bahnreisenden, die auf der BAM oder Transsibirischen Strecke unterwegs sind, stellt das größte Süßwasserreservoir der Welt einen Pflichthalt dar.

Baikalsee, Insel Swijatoj Nos (Heilige Nase)
Lage
Lagekarte von Russland
Baikalsee
Baikalsee

Regionen[Bearbeiten]

Topografische Karte des Sees

Der Baikalsee ist in drei Regionen einzuteilen, die alle mehr oder weniger touristisch erschlossen sind.

Das Westufer

  • Irkutsk ist der Ausgangspunkt für den wohl am besten erschlossene Teil des Baikalsees. Destinationen hier sind:
  • Listwjanka ist ein Dorf etwa 70 Kilometer von Irkutsk entfernt und gut geeignet für Tagesausflüge,
  • Port Baikal bei Listwjanka auf der anderen Seite der Angara. Hier wurden früher die Zugwaggons auf Fähren geladen.
  • Bolschje Koty ist nur mit dem Schiff erreichbar und ein netter Tagesausflug von Listwjanka aus.
  • Buchta Peschanaja auch ohne Straßenanschluss hat einen schönen Sandstrand und Wassertemperaturen bis zu 18°C.
  • Die Insel Olchon ist die größte im Baikalsee und ein Naturparadies.
  • Bolschoi Goloustnoje ist über eine lange Schotterstrasse erreichbar.
  • Sljudjanka am Südwestende ist Ausgangspunkt für allerlei Aktivitäten.

Das Nordufer

  • Sewerobaikalsk ist wohl die beste Basis für den nördlichen Teil.
  • Baikalskoje ist ein gemütliches Fischerdorf 45 Km von Baikalskoje.
  • Nischnjeangarsk hat eine eigene BAM-Station und ist sehr geeignet für Trackings entlang dem See.
  • Die Küste von Aijaja ist mit dem Boot zu erreichen und hat einen Wanderweg zum Bergsee Frolikha.
  • Am Kotelnikowski Kap findet man heiße Quellen.

Das Ostufer

Diese Region des Baikalsees ist noch immer sehr wild und touristisch kaum erschlossen. Hier finden sich aber viele Nationalparks. Hier sollte man als Ausgangspunkt Ust-Bargusin nehmen, welches von Ulan-Ude her täglich mit Minibussen zu erreichen ist.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Baikalsee aus dem All gesehen

Er ist einer der berühmtesten Seen unseres Planeten, und man kann über ihn nur in Superlativen sprechen: der tiefste See (1 637 m), der älteste (etwa 25 000 000 Jahre), der See mit der buntesten Flora und Fauna unter den Süßwasserseen. Was Qualität und Menge betrifft, ist er ein einzigartiger Süßwasservorrat (23,6 Tausend Kubikkilometer – mehr als 20 % des Weltvorrats). Die Baikalsenke ist der Kernteil der Baikalgrabenzone, die als eine der ältesten derartigen geologischen Formationen gilt. Der See ist ein empfindliches Ökosystem, das Süßwasser erzeugt.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Die einzige Robbe, die in Süßwasser lebt: Bakalrobbe

Der Seekessel mit den umliegenden Bergketten ist eine der wichtigsten natürlichen Grenzen in Sibirien: die Verbreitungsgebiete vieler Tier- und Pflanzenformen treffen hier aufeinander. Daher findet man hier viele einmalige Lebensformen. Im seit sehr langer Zeit isolierten Baikalkessel entwickelte sich eine der reichsten und ungewöhnlichen Süßwasserfaunen, an der sich die Evolution sehr gut studieren lässt.

Von den mehr als 2 630 Arten und Unterarten der Tiere und Pflanzen, die in dem See gefunden wurden, kommen mehr als 80 % nirgendwo sonst vor. Wer hätte nie vom Baikalomul oder Baikalstör gehört? Die große und kleine Golomjanka (Ölfischlein, zwei eigentümliche Arten der lebendgebärenden Fische, die zu den nur im Baikalsee heimischen Familien gehören) sind allen Ichthyologen in der Welt bekannt. An der Spitze des Ökosystems Baikal steht ein typisches Meerestier – ein auch »Baikalrobbe« genannter Seehund.

Sprache[Bearbeiten]

Da der Baikalsee vollständig in Russland liegt, wird auch am und um den Baikalsee vor allem Russisch gesprochen.

Anreise[Bearbeiten]

Alle drei Linien der Transsibirischen Eisenbahn halten u.a. in Irkutsk am Baikalsee.

Mobilität[Bearbeiten]

Viele Baikal-Touristen reisen per Schiff. Dies ist zum Teil nötig, da gar keine befahrbare Straßenverbindung existiert oder aus Kostengründen. Mit dem Schiff kann man an abgelegenen Küstenabschnitten anlegen oder in wärmere Buchten zum Baden fahren.

Die Straßen sind teilweise (vor Allem auf der Hauptverkehrsroute nach Chuschir) sehr gut ausgebaut, weshalb man dort meist mit Bussen reist. Will man von Chuschir beispielsweise nach Kap Choboi gelangen, wird man nicht um die kleinen aber äußerst robusten russischen Lada-Busse herumkommen. Die Schotter- oder Staubstraßen sind von Schlaglöchern durchsetzt. Es ist wohl ratsam, vorher wenig zu essen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Baikal-Ringbahn

Der Bau der Baikal-Ringbahn – des schwierigsten Teils der transsibirischen Eisenbahn – begann 1902 und wurde 1905 beendet. Die Baikal-Ringbahn ist ein einzigartiges Zeugnis der Ingenierkunst.

Auf 84 km des westlichen Teils der Eisenbahn, deren Weg man buchstäblich aus den Felsen hackte, wurden 424 Bauwerke eingerichtet, darunter auch 39 Tunnel mit einer Gesamtlänge von 8 994 m. Einsturzgefährdete Strecken sicherte man mit 14 km Stützwand, 47 Stein- und 3 Eisengängen.

Was Organisationsleistung, Arbeitsaufwand und Baukosten betrifft, war dieser Teil der Eisenbahn am teuersten. Diese Arbeit wurde von etwa 15 000 Bauarbeitern aus Russland und anderen Ländern geleistet, besonders vielen aus Italien: deshalb trägt eine der Stützen der Ringbahn den Namen „Italienische Stütze“.

In den 50er Jahren des XX. Jahrhunderts wurde der regelmäßige Verkehr auf der Ringbahn eingestellt, denn für das neue Irkutsk-Wasserkraftwerk wurde auch der Fluss Angara aufgestaut, an dem die Eisenbahn entlangführte. Statt dessen errichtete man eine Umleitung durch die Taiga – die „Sludjanka“ („Glimmerbahn“).

Heute können die Touristen hier gut erhaltene Säle und Gewölbe der herausgehackten Tunnel, viele Viadukte, kräftige Stützwände und sogar Holzbauwerke bestaunen.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Wandern[Bearbeiten]

  • Great Baikal Trail - ein Wanderweg um den gesamten See herum befindet sich im Bau. Einzelne Abschnitte sind bereits nutzbar.

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

An den Baikalufern ist das Klima milder als in den anderen Teilen Sibiriens. Die Zahl der Sonnenscheintage hier ist beispielsweise höher als in vielen Kurorten am Schwarzen Meer.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]


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