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Arborea

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Arborea
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Arborea ist eine Kleinstadt in der Provinz Oristano an der Westküste von Sardinien.

Hintergrund[Bearbeiten]

Unter dem faschistischen Regime unter Benito Mussolini wurde das Städtchen im Jahre 1928 im Gebiet eines trockengelegten Sumpfes nach einem streng geometrischen Grundriss neu angelegt. In den knapp zwanzig Jahren der faschistischen Herrschaft trug die Neugründung den Namen Mussolinia. Nach dem politischen Umschwung nach der Niederlage des faschistischen Regimes war dieser Name nicht mehr ganz so opportun und die Gemeinde erhielt den Namen Arborea, dies in Bezug auf die antike Bezeichnung der Region.

Der Ort hat - abgesehen von der Bezeichnung der Region - nicht mehr viel mit dem mittelalterlichen Judikat von Arborea gemeinsam.

In der Zeit der Judikate, ab dem frühen 9. Jahrhundert war die Herrschaft auf Sardinien in vier verschiedene von Richtern geführte Judikate aufgeteilt worden. Im Jahre 1070 verlegte der Richter Onroccus die Hauptstadt des Judikats von Tharros ins neugegründete Aristanis.

Das Judikat von Arborea konnte über lange Jahrhunderte die Unabhägigkeit bewahren, zunächst von den Seemächten Pisa und Genua, später auch vom spanischen Herrschaftshaus Aragon. Die übrigen Judikate auf Sardinien hatten nur bis ins 13. Jhdt. Bestand, das Judikat Cagliari wurde 1257 erobert, die Gebiete des Judikats Torres 1259 unterworfen und wenig später folgte das Judikat Gallura, so dass der Richter von Arboréa Ende des 14. Jhdt. mit Ausnahme der Städte Alghero und Cagliari Herr über ganz Sardinien war. Im 15. Jhdt. eroberte das Haus Aragon immer grössere Teile von Sardinien, so dass das Judikat Arboréa nach Niederlagen 1409 und definitiv nach der Schlacht von Macomer im Jahre 1478 unterging.

Heute erinnert nur noch der Ortsname von Arborea an die glorreichen Zeiten des Judikats, dessen Hauptstadt aber Oristano war.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Stazione Marrubiu - Terralba - Arborea

Auf dem Luftweg kann man über den 1 Aeroporto di Cagliari-Elmas im Süden der Insel anreisen; der 2 Flughafen Alghero (Aeroporto di Alghero-Fertilia) im Nordwesten, der vor allem von Ryanair, Alitalia und der sardischen Gesellschaft Meridiana bedient wird, und der 3 Flughafen Olbia (Aeroporto di Olbia-Costa Smeralda) sind weiter entfernt.

Mit der Bahn / Mit dem Bus[Bearbeiten]

Der Ort Arboréa liegt in der fruchtbaren Küstenebene südlich von Oristano und westlich von Terralba, das ganze ehemalige Sumpfgebiet ist durch ein System schachbrettartiger Strassen durchzogen, die durchnumeriert sind.

Der Bahnhof 4 Stazione Marrubiu - Terralba - Arborea ist der nächstgelegene Bahnhof; er liegt an der von der Ferrovie dello Stato / Trenitalia bedienten Hauptlinie, welche von Olbia im Nordosten über Macomer, Oristano und nach Süden weiter zur Inselhauptstadt Cagliari führt.

Der Ort selber wird von Bussen der arst / Trasporti Regionali della Sardegna versorgt, direkte Verbindungen bestehen nach Oristano, Cagliari und Terralba - San Nicolo d'Arcidano und Guspini im Süden.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Zur Anreise nutzt man in der Regel die SS131, die bedeutendste Nord-Südverbindung im westlichen Sardinien, die von Sassari über Macomer und Oristano nach Cagliari hinabführt, verläuft weiter östlich.

Von Süden her nimmt man die Ausfahrt Symbol: AS Marrubiu-Terralba, führt über Marrubiu, dann über die SP50 und nimmt ab Tanca Marchese die SP49 in nördlicher Richtung.

Zur Anfahrt von Norden her fährt man über Oristano - Santa Giusta oder nimmt von der SS131 die Ausfahrt Symbol: AS Oristano Sud - Santa Giusta, die SP49 führt von Norden her in den Ort.

Die Verbindung über die SP69 mit der Küstenstrasse SP65 über die nur einspurig befahrbare Behelfsbrücke über die Laguna di Marceddì ist offiziell gesperrt, zur Costa Verde muss ein ziemlicher Umweg in Kauf genommen werden.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Auch wenn Arborea in Küstennähe liegt, verfügt es nicht über einen Bootshafen; der nächste Handelshafen ist derjenige von Oristano, von dem aus aber kein Fährverkehr angeboten wird.

Mobilität[Bearbeiten]

Lokal bewegt man sich am besten mit dem eigenen Fahrzeug.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Chiesa del Santissimo Redentore

Die Neugründung ist eigentlich ziemlich schmucklos, als historische Zeugen lohnt die faschistische Architektur in manchen Augen einen Besuch.

  • die 1 Chiesa del Santissimo Redentore stammt aus den Jahre 1927.

Weitere typische Gebäude sind

  • das 2 Rathaus (Municipio) im späten Jugendstil
  • die 3 Casa del Fascio mit dem markanten Turm
  • der 4 Palazzo Società Bonifiche Sarde ; die Gesellschaft Società Bonifiche Sarde wurde 1918 zur Urbarmachung der Küstenebene gegründet, die mit den stehenden Gewässern und Lagunen den Malariamücken ein ideales Brutgebiet geboten hatte. Mit der Errichtung des Tirso-Staudamms und eines System von Entwässerungskanälen wurde die Ebene mit 20'000 ha landwirtschaftlich nutzbar gemacht, die Firma betrieb Gutsbetriebe zur Viehzucht und Getreidebau. Im Jahre 1928 wurde im Gelände mit dem "Villagio Mussolini" die Ansiedlung erbaut, die heute als Arboréa bekannt ist.
Ebenfalls sehenswert ist die Villa des Präsidenten und jenige des Direktors der S.B.S.
  • bei der früheren Mühle wurde das 5 Museo comunale MUB eingerichtet: Im Museum wird die Geschichte der Urbarmachung durch die Società Bonifiche Sarde, der Aufbau der Landwirtschaft und die Industrialisierung Sardiniens dargestellt.
  • Das Dopolavoro, der "Kulturpalast", dient heute dem Teatro Salesiano.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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