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Oristano

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nächtliche Piazza Eleonora
Oristano
RegionSardinien
Einwohner
31.670 (2017)
Höhe
10 m
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Lage
Lagekarte von Sardinien in Italien
Reddot.svg
Oristano

Oristano ist eine Provinzhauptstadt im Südwesten von Sardinien, sie war Hauptstadt des mittelalterlichen Judikats (Regierungsbezirks) Arborea.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Stadt Oristano liegt im Südwesten Sardiniens im Hinterland des Golfes von Oristano. Hier lag auf der Halbinsel Sinis die phönizische Hafenstadt Tharros, die aufgrund der Bedrohungen vom Meer her ins Landesinnere verlegt werden musste. Die Stadt liegt im Nordwesten der fruchtbaren Pianura-Ebene, die als Sardiniens Kornkammer gilt; das sumpfige Vorland mit Küstenlagunen wurde um 1928/32 durch Entwässerung und Anlage von Kanälen urbar gemacht. Im Norden der Stadt mündet der Fluss Tirso, der längste Fluss Sardiniens; im Norden der Pianura-Ebene liegen das Massiv des 1 Montiferru Typ ist Gruppenbezeichnung und im Westen das Massiv des 2 Monte Arci Typ ist Gruppenbezeichnung , der durch die Obsidianvorkommen bereits in prähistorischer Zeit bekannt war.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte von Oristano hängt mit derjenigen der phönizisch (punischen) Handelsstädte an der Westküste von Sardinien zusammen: im 8. Jhdt. v. Chr. wurde an der Spitze der Halbinsel Sinis die Stadt Tharros gegründet, welche die Region bald dominierte; am Stagno di Santa Giusta wurde zur gleichen Zeit die Stadt Othoca gegründet. Zur Zeit des ersten punischen Kriegs wurde die Region von römischen Truppen erobert, in der Kaiserzeit wurden etliche Bauten, welche zu einer römischen Provinzstadt gehörten, wie Thermen und ein Aquädukt zur Wasserversorgung errichtet.

Gegen Ende des Weströmischens Reichs, mit dem Einfall der Vandalen und der Rückeroberung durch die Byzantiner und zunehmenden Einfällen von sarazenischen Piraten wurde die Stadt wiederholt angegriffen. Im Jahr 1070 entschieden der Erzbischof Theotos und der Richter Onroccus, den Bischofssitz und die Hauptstadt ins Landesinnere in den Bereich von Othoca (dem heutigen Santa Giusta) zu verlegen, die Stadt Aristanis wurde hier mit vielfach durch Abbruch der Bauten des antiken Tharros gewonnenem Baumaterial errichtet.

Als Hauptstadt des Judikats Arborea erlebte Oristano einen Aufschwung und erlebte eine Blütezeit unter dem Richter Mariano IV und seiner Tochter Eleonora, welche zur sardischen Volksheldin wurde und durch die Carta de Lógu für Jahrhunderte die Rechtsgrundlagen in Sardinien legte. Die Herrschaft des Judikats Arborea erstreckte sich zeitweise über praktisch die ganze Insel, lediglich die Stadtstaaten Calgiari und Alghero blieben unabhängig. Allerdings unterlagen die Truppen des Judikats von Arborea im Jahre 1478 den aragonesischen Truppen in der Schlacht bei Macomer, die Insel war fortan unter spanischer Herrschaft zur italienischen Einigung. 1974 wurde die Provinz Oristano aus der südlichen Provinz Cagliari herausgelöst und Oristano wurde zur eigenständigen Provinzhauptstadt.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Auf dem Luftweg kann man über den 1 Aeroporto di Cagliari-Elmas Typ ist Gruppenbezeichnung im Süden der Insel anreisen; der 2 Flughafen Alghero (Aeroporto di Alghero-Fertilia) Typ ist Gruppenbezeichnung im Nordwesten, der vor allem von Ryanair, Alitalia und der sardischen Gesellschaft Meridiana bedient wird, und der 3 Flughafen Olbia (Aeroporto di Olbia-Costa Smeralda) Typ ist Gruppenbezeichnung sind weiter entfernt.

Mit der Bahn / Mit dem Bus[Bearbeiten]

Oristano liegt an der von der Ferrovie dello Stato / Trenitalia bedienten Hauptlinie, welche von Olbia im Nordosten über Macomer, Oristano und nach Süden weiter zur Inselhauptstadt Cagliari führt. Der Bahnhof 4 Stazione d' Oristano Typ ist Gruppenbezeichnung liegt am östlichen Stadtrand.

Der Ort selber wird von 5 Bussen Typ ist Gruppenbezeichnung der arst / Trasporti Regionali della Sardegna mit dem Ortschaften in der Umgebung, u. a. Terralba - San Nicolo d'Arcidano und Guspini im Süden verbunden.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Zur Anreise nutzt man in der Regel die SS131, die bedeutendste Nord-Südverbindung im westlichen Sardinien, die von Sassari über Macomer und Oristano nach Cagliari hinabführt, umfährt die Stadt im Osten.

Zur Anfahrt von Norden und vor allem um nach Torregrande und Tharros zu gelangen, nimmt man die Ausfahrt Symbol: AS Oristano Nord - Siamaggiore und die SS292. Über die Ausfahrt Symbol: AS Oristano - Simaxis gelangt man relativ direkt zum Stadtzentrum, die Symbol: AS Oristano - Aeroporto di Fenosu liegt in der Nähe des Flugplatzes von Oristano (der vorwiegend zur Sportfliegerei genutzt wird).

Von Süden her nimmt man die Ausfahrt Ausfahrt Symbol: AS Oristano Sud - Santa Giusta, auf der SP56 gelangt man über den Vorort Santa Giusta und dann von Süden her vorbei an der Lagune des Stagno di Santa Giusta ins Stadtzentrum von Oristano.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Oristano verfügt über einen 6 Handelshafen Typ ist Gruppenbezeichnung, der über die SP97 durch das Industriegebiet erreicht wird, von dem aber kein Fährverkehr angeboten wird.

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Cattedrale di Santa Maria Assunta
Chiesa di San Francesco
Cattedrale di Santa Giusta
Torre di Mariano II
Stadtmauer von Oristano

Kirchen und Gotteshäuser[Bearbeiten]

  • die 1 Cattedrale Santa Maria Assunta Typ ist Gruppenbezeichnung hat ihre Wurzeln im Jahre 1131. Das ursprüngliche romanische Gotteshaus, von dem noch einige Säulen, Kapitelle und die Fundamente der Apsis erhalten sind, wurde bereits 1348 im gotischen Stil umgebaut. Diese Kathedrale überdauert die Jahrhunderte, bis sie zu Beginn des 18. Jhdts. so baufällig war, dass eine tiefgreifende Erneuerung notwendig wurde. 1729/45 wurde die Kirche im Barockstil erneuert, 1957 wurde sie von Papst Pius XII zur Basilica minor erhoben und erhielt 2006/6 einen neuen Marmoralter.
  • die 2 Chiesa di San Francesco Typ ist Gruppenbezeichnung: ein Franziskanerkonvent mit einem ersten Gotteshaus wurde um 1253 errichtet; im 19. Jhdt. wurde das baufällige Gotteshaus abgebrochen und unter Antonio Cano wurde 1936 mit dem Neubau im Stil des Klassizismus begonnen. Noch vor der Fertigstellung stürzte die Kuppel ein, die Pläne mussten angepasst werden und 1847 konnte die Franziskanerkirche geweiht werden.
  • die 3 Chiesa di San Mauro Abate Typ ist Gruppenbezeichnung
  • die 4 Chiess del Spirito Santo Typ ist Gruppenbezeichnung wurde bereits im 16. Jhdt. erwähnt, die Ursprünge sollen auf einen Bau aus byzantinischer Zeit zurückgehen.
  • die 5 Chiesa di S.Chiara Typ ist Gruppenbezeichnung wurde um 1343 erbaut; die einschiffige Kirche im franco-gotischen Stil wurde unter dem Richter Pietro III errichtet und ist eines der wenigen Relikte aus dem Mittelalter in Oristano.
  • die 6 Chiesa delle Cappuccine Typ ist Gruppenbezeichnung und das zugehörige Kloster wurde um 1739 unter dem lokalen Architekten Pietro Ibba erbaut.
  • die 7 Chiesa del Carmine Typ ist Gruppenbezeichnung wurde im Rokoko-Stil erbaut und 1785 fertiggestellt.
  • die 8 Chiesa della Beata Vergine Typ ist Gruppenbezeichnung und das dazugehörige Kapuzinerkloster wurde um 1608 erbaut.
  • etws südlich liegt die 9 Chiesa di San Martino Typ ist Gruppenbezeichnung, die aus dem 13 Jhdt. stammt.

ausserhalb der Stadt liegt die

  • 10 Basilica del Rimedio Typ ist Gruppenbezeichnung, eine Pilgerkirche im Vorort Donigala Fenughedu.

im südlich von Oristano gelegenen Ort Santa Giusta ist die sehenswerte

  • 11 Cattedrale di Santa Giusta Typ ist Gruppenbezeichnung

Bauwerke[Bearbeiten]

  • in einem 2 km langen Mauerring um die Altstadt ist die mittelalterliche Stadtmauer mit zahlreichen Wehrtürmen.
  • der 12 Torre di Mariano II Typ ist Gruppenbezeichnung oder Torre di San Cristoforo ist eines der mittelalterlichen Stadttorte. Ein ähnlicher Turm, der Torre di San Filippo wurde 1907 abgerissen.
  • der 13 Torre di Portixedda Typ ist Gruppenbezeichnung

Palazzi[Bearbeiten]

  • der 14 Palazzo Arcais Typ ist Gruppenbezeichnung dient als Sitz der Provinzregierung.
  • der ehemalige 15 Palazzo Giudicale Typ ist Gruppenbezeichnung aus dem 14. Jhdt. wurde als Gefängnis genutzt.

Denkmäler[Bearbeiten]

  • die Statue, 16 Statua di Eleonora d'Arborea Typ ist Gruppenbezeichnung, wurde von Ulisse Campi geschaffen und 1881 eingeweiht.

Museen[Bearbeiten]

  • 17 "Antiquarium Arborense", Portico Giovanni Corrias, 09170 Oristano OR. Tel.: +39 0783 791262. Geöffnet: Mo-Fr 9.00-20.00 h, Sa/so 9.00-14.00 h, 15.00-20.00 h. Typ ist Gruppenbezeichnung, das archäologische und historische Museum der Stadt Oristano

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • die Innenstadt zwischen der Piazza Roma, der Piazza Eleonora und der Piazza Duomo ist grossteils verkehrsbefreit und lädt zum Flanieren ein.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Sa Sartiglia
Trachten von Oristano
Sa Die de Sa Sardigna, sardischer Karneval
  • Sa Sartiglia: jeweils am Fastnachtssonntag und dem folgenden Dienstag wird das Reiterfest Sa Sartiglia gefeiert. Bei dem seit 1536 abgehaltenen Reiterturnier müssen die in historische Kostüme gekleidete Reiter im Galopp mit einer Lanze einen Silberstern erhaschen.

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

  • das 1 Ospedale civile "San Martino" Typ ist Gruppenbezeichnung verfügt über eine Notfallstation.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

www.comune.oristano.it – Offizielle Webseite von Oristano

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