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Tharros

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Tharros
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Tharros ist der Name einer punisch - römischen Stadt an der Spitze der Halbinsel Sinis, westlich von Oristano auf Sardinien. Das Ausgrabungsgelände wurde als archäologischer Park Besuchern zugänglich gemacht.

Hintergrund[Bearbeiten]

An der Spitze der Halbinsel Sinis bestand bereits in der Zeit der Nuraghenkultur die Nuraghensiedlung Su Muru Mannu.

In unmittelbarer Nähe des bronzezeitlichen Nuraghendorfs wurde in der Mitte des 8. Jhdt. v.Chr. von den Phöniziern eine Handelsniederlassung gegründet. Unter der punischen Herrschaft erlebte die Stadt eine Blütezeit, Funde zeugen von Handelsbeziehungen in verschiedene Winkel der damaligen antiken Welt.

Im Rahmen des ersten punischen Kriegs wurde die Stadt Tharros im Jahre 238 v.Chr. von römischen Truppen erobert, im Jahr 215 war die Stadt in die antirömische Revolte unter dem sardischen Fürsten Hampsicora involviert. Nach der Niederschlagung durch die römischen Legionen wurde die Stadt nachhaltig romanisiert, städtebaulich erhielt die Stadt das Bild der damaligen Provinzstädte im römischen Reich; es wurden Thermen, gedeckte Abwasserkanäle und ein Aquädukt zur Wasserversorgung errichtet.

Nach dem Untergang des weströmischen Reichs und der Herrschaft der Vandalen wurde die Insel durch die Byzantiner beherrscht. Einfälle von Piraten und Sarazenen bedrohten zunehmend die Bevölkerung von Tharros, so dass im Jahre 1050 unter dem Richter Orzocco I die Hauptstadt des Judikats Arborea ins Landesinnere verlegt wurde. Ein Grossteil der neuen Hauptstadt Oristano wurde aus den Steinen der antiken Stadt erbaut.

Anreise[Bearbeiten]

Mit der Bahn / mit dem Bus[Bearbeiten]

Die Anreise zur antiken Stätte von Tharros erfolgt in der Regel über die Provinzhauptstadt Oristano, hier liegt auch die nächste Bahnstation. Oristano liegt an der Eisenbahnhauptstrecke Olbia / Sassari - Cagliari.

Ab Oristano verkehrt in den Sommermonaten die Buslinie 430 der arst zwischen 8.25 und 18.30 h ins Zentrum von San Giovanni di Sinis und weiter zum Strand von Is Arutas.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von der Schnellstrasse SS131 (am besten verlässt man sie an der Ausfahrt Symbol: AS Oristano Nord - Siamaggiore und nimmt dann die SS292 und später die SP1) oder über Oristano die SP81 und dann ebenfalls die SP1. Über die SP6 fährt man auf die Halbinsel Sinis bis nach San Giovanni di Sinis; beim Besucherzentrum stehen ausreichend viele im Sommer kostenpflichtige 1 Parkplätze bereit. Zum Zugang zum archäologischen Gelände begibt man sich zu Fuss, lediglich Gehbehinderten ist es gestattet, bis zum 2 Eingang des archäologischen Parks zu fahren.

Mobilität[Bearbeiten]

Die Strecke von den Parkplätzen beim Besucherzentrum zum Eingang des archäologischen Parks legt man in wenigen Minuten zu Fuss zurück, westlich davon zweigen etliche Wege zum nahen Sandstrand ab, der zum Baden einlädt. Bei Gehbehinderung dürfen Besucher bis zum Parkplatz unterhalb des Eingangs- / Kassenhäuschens fahren.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Archäologischer Park
Archäolog. Park
due Colonne
archäolog. Gelände
Nuraghendorf

1 Area Archeologica di Tharros, Loc. San Giovanni di Sinis, I-09072 Cabras. Tel.: +39 0783 370019. Geöffnet: im Sommer täglich 9.00-18.00 (im Juni, Juli, September bis 19.00 h; im August bis 20.00 h); im Winter Di-So 09.00-17.00 h. Preis: 5.00 €, Kombiticket mit dem Museum in Cabras 8.00 €.

Um 1848/52 wurden u.a. sogar von König Karl Albert von Sardinien und verschiedenen anderen teils adligen Forschern erste Ausgrabungen von römischen und punischen Gräbern vorgenommen, leider ging ein Teil der Schätze auch durch Raubgrabungen verloren. Antonio Taramelli setzte mit seiner archäologischen Karte von Thassos im Jahre 1929 einen Meilenstein, 1956/94 und 1969/73 wurden systematische Ausgrabungen unter Leitung der Sardischen Antikenbehörde und 1979/84 Unterwasseruntersuchungen durchgeführt.
Nach dem Kassenhäuschen wendet man sich am besten auf einem 2 Weg nach rechts. Rechterhand, am Hügel, der zum Torre San Giovanni hinaufzieht, lagen einst 3 Wohngebiete . Im 4 Castellum Aquae , dem Wasserschloss, wurde das Wasser für die Trinkwasserversorgung der Stadt gespeichert.
Im südlichen Teil des archäologischen Geländes lag ein kleiner Tempel (5 Tempietto K ), meerseitig liegen die Ruinen aus "opus mixtum" des 6 Thermenkomplexes des "Convento vecchio".
Weiter nördlich liegt das Gelände der 7 Zone der zwei Säulen mit den malerischen beiden wieder aufgerichteten Säulen. Gegenüber liegt westseitig das Areal des 8 Monumentalen Tempels mit dem Halbsäulen, die teils aus dem Felsen herausgearbeitet wurden.
Im Bereich einer weiteren Anlage von 9 Thermen ist ein frühchristliches achteckiges Taufbecken erhalten.
Auf dem 10 Cardo maximus , der antiken Hauptstrasse, gelangt man in den nördlichen Ausgrabungsbereich. Die Strasse ist mit Basaltplatten belegt und verfügt über Entwässerungskanäle; teils sind noch Spurrillen der Wagen, die hier in römischer Zeit verkehrten, zu erkennen.
weiter nördlich finden sich die 11 Rundbauten des Jahrhunderte älteren Nuraghendorfes. Teils wurde dieser Bezirk vom punischen 12 Tofet , dem offenen Tempelbezirk überbaut, von dem noch Podeste und Grabstätten ritueller Bestattungen aufgegraben werden konnten.
Nördlich des Kassenhäuschens ist das Ende der 13 römischen Wasserleitung erhalten, die Frischwasser zur Stadt Tharros führte.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Besichtigung des archäologischen Parks von Tharros
  • Aufstieg zum Küstenturm Torre di San Giovanni
  • Wanderung an die Spitze der Halbinsel
  • die Strände westlich des archäologischen Geländes laden zum Baden ein.

Einkaufen[Bearbeiten]

  • beim Kassengebäude werden Andenken, T-Shirts und an dere Kleinigkeiten angeboten.

Küche[Bearbeiten]

  • in der 1 Bar Ristorante Tharros werden Café und andere Getränke und kleine Mahlzeiten angeboten, Toiletten hinter dem Kassengebäude.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

  • in den Ort San Giovanni di Sinis und nach Norden zum Strand von Is Arutas
  • auf der Sinis-Halbinsel gibt es zahllose Nuraghen und verschiedene Nekropolen

Literatur[Bearbeiten]

  • Tharros (Führer), Reihe "Das archäologische Sardinien", Enrico Acquaro / Claudio Finzi; ISBN 88-7138-235-8; 9.00 €

Weblinks[Bearbeiten]

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