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Amasya

Gewählt zum Reiseziel des Monats Dezember 2008 „abseits der Touristenpfade“
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Aus Wikivoyage
Altstadt von Amasya
Amasya
ProvinzAmasya
Einwohnerzahl114.921(2021)
Höhe411 m
Lagekarte der Türkei
Lagekarte der Türkei
Amasya

Amasya liegt im Hinterland der Südküste des Schwarzen Meeres und ist die Hauptstadt der gleichnamigen türkischen Provinz. Die Stadt zählt ca. 80.000 Einwohner.

Hintergrund

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Karte
Karte von Amasya
Amasya bei Nacht

Amasya ist wie aus dem Bilderbuch angelegt. Im Tal des Yeşilırmak-Flusses gibt es alte, gut erhaltene Häuser aus seldschukischer, mongolischer und osmanischer Zeit, die sich aneinander reihen. Hoch oben auf dem Fels ragt die Zitadelle aus byzantinischer Zeit, die auf den Fundamenten eines Gebäude der Hethiter steht. In schwindelnder Höhe in der Felswand finden sich Gräber aus pontischer Zeit. Keine Stadt in der Türkei und nur wenige weltweit können auf eine über dreitausendjährige Geschichte zurückblicken und haben diese dann auch noch perfekt in ihr Stadtbild integriert. Gegründet wurde die Stadt durch die Hethiter gegen Ende der Bronzezeit, die hier eine kleine Festung zum Schutz gegen die Kaschkäer errichteten und diese Hakmiş (Khakm(p)is) nannten. Von dieser wurde um 1275 vor Chr. sogar die mächtige Hethiter Stadt Hattuşa regiert. Doch in den Mittelpunkt der Weltgeschichte sollte Amasya erst ca. tausend Jahre später geraten, als ein paar versprengte persische Soldaten auf der Flucht vor den Truppen von Alexander dem Großen im 3.Jahrhundert v. Chr. hierher flohen. Unter ihnen war Mithradates, der sich hier dann in dieser Stadt, die damals schon Amasseia hieß, kurzerhand zum König erklärte und damit das pontische Königreich erschuf. Dieses dehnte sich in seiner Hochphase über weite Teile der Schwarzmeerküste aus und wurde erst 47 v. Chr. durch Cäsar in Zile beendet. Auf die römische Phase folgte rasch die byzantinische Regentschaft und Amasya erlangte als Bischofssitz erneut regionale Bedeutung. Um 1000 n. Chr. eroberten die Seldschuken die Stadt und gaben ihr ein neues Aussehen. Zweihundert Jahre später fielen auch hier die Mongolen ein und besetzten die Stadt rund 150 Jahre, bis 1392 nach Christus die Osmanen die Stadt den Mongolen entrissen. Unter den Osmanen gelangte Amasya zu einer neuen Blüte. Die Stadt wurde zum wichtigen religiösen Zentrum ausgebaut, in dem junge Prinzen auf ihre Sultansrolle vorbereitet wurden. Zu dieser Zeit wurde Amasya in einem Atemzug mit Städten wie z.B. Bagdad genannt. Mit dem Ende des Osmanischen Reiches nahm der Einfluss der Stadt auf die Weltpolitik ab. 1919 nahm zu Beginn des Befreiungskrieges Kemal Atatürk in Amasya Quartier. Heute ist Amasya eine eher verschlafene Provinzstadt, schön, aber langweilig. Jeder in der Türkei kennt übrigens auch oder gerade wegen der Äpfel aus dieser Region Amasya. Es sollen die Besten der ganzen Türkei sein. Es sind Äpfel.

Anreise

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Übersichtskarte Amasya Region

Mit dem Flugzeug

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Mit der Bahn

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1 Bahnhof Amasya (Amasya Garı), Hızırpaşa, İstasyon Cad. No:58, 05100 Amasya Merkez . Der Bahnhof liegt an der Bahnstrecke zwischen Samsun und Sivas. Die Verbindung wird mehrmals pro Woche befahren, daher sollte man sich vorher gut vor Ort oder auf der TCDD Internet Seite über Abfahrtstermine erkundigen. Von oder nach Sivas benötigt der Zug über fünf Stunden Fahrtzeit. Von oder nach Samsun sind es drei Stunden. Fahrkarten gibt es am Bahnhof oder online. Merkmal: nicht rollstuhlzugänglich.

Mit dem Bus

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Der 2 Busbahnhof (Amasya Otogar) liegt rund sieben Kilometer außerhalb des Zentrums in nördlicher Richtung. Hier gibt es direkte Verbindung nach Ankara, Çorum, Istanbul, Kayseri, Malatya, Samsun, Sivas, Tokat und andere Städte. Etwa 140Busse kommen und fahren am Tag von oder nach Amasya, alle wichtigen Busunternehmen haben Fahrkartenverkaufssschalter. Auf dem Busbahnhof gibt es keinen Geldautomaten, aber einen Laden und Möglichkeiten, warmes Essen zu bekommen. Die Minibusse ins Stadtzentrum fahren auf der Rückseite des Hauptgebäudes ab. Ein Taxistand befindet sich gegenüber der Vorderseite. Eine weitere Verbindung mit dem Stadtzentrum ist der Linienbus 11.

Fahrkarten bekommt man auch im Stadtzentrum. Am Anıt Meydanı befinden sich mehrere Büros von Busunternehmen. Diese bieten auch einen Shuttleservice zum Busbahnhof an. In der Regel muss man sich dann eine Stunde vor der Abfahrt des Busses im Reisebüro einfinden.

Busfahrkarten kann man natürlich auch online kaufen. Entweder man macht das auf der Website des Busunternehmens oder Webseiten nutzen, die die Fahrpläne mehrerer Busunternehmen zusammenfassen (obilet und metabilet).

Da die Fahrzeiten gegenüber der Bahn wesentlich kürzer sind (Samsun wird eine Stunde schneller erreicht, Sivas gar zweiStunden), ist dieses Verkehrsmittel eigentlich der Bahn vorzuziehen, schrieb hier mal jemand. Das war aber, bevor der Busbahnhof verlegt wurde - die Wegezeiten zum Busbahnhof und vom Busbahnof in die jeweiligen Innenstädte relativieren diese Berechung etwas. Wegen der interessanteren Streckenführung hat das Augeohnehin mehr davon, wenn man mit der Bahn fährt. Die Strecke nach Samsun ist teilweise einfach atemberaubend.

Auf der Straße

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Mit dem Auto folgt man von Samsun kommend der D795 in südlicher Richtung um dann nach ca. 90km links auf die D110 E80 abzubiegen. Nach ca. 30km erreicht man Amasya. Von Çorum folgt man ca. 60km der D795 in nördlicher Richtung um dann ebenfalls auf die D110 E80 abzubiegen. Von Tokat führt die D180 in westlicher Richtung nach ca. 110km nach Amasya.

Mobilität

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Die Innenstadt ist mit ihrem nördlichen und südlichen Teil gut zu Fuß zu entdecken, da die Entfernungen überschaubar sind. Allerdings stellen die Erkundungen der Erhebungen nördlich und südlich der Stadt schon ein schweißtreibendes Unternehmen dar. Hier ist es vielleicht doch ratsam, auf ein Taxi zurück zu greifen. Taxen sind günstig, die Taxifahrer sprechen jedoch in aller Regel keine Fremdsprachen.

Sehenswürdigkeiten

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Übersichtskarte Amasya
Harşena Hügel
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Hoch über der Stadt liegt die Burg auf dem "Harşena" Hügel mit der alten Festung, Felsgräbern und weiteren archäologischen Stätten. Nach der Überquerung der in die Altstadt führenden "Niedrigen Brücke" (Alçak köprüsü) beginnt hinter einer kleinen Eisenbahnunterführung der Aufstieg zu den Gräbern und dem "Mädchenpalast" (Kızlar Sarayı). Oben ist ein Eintritt von rund zwei Euro zu entrichten. Die historischen, in den Fels gehauenen Treppenstufen sind mittlerweile teilweise mit einer modernen Treppe überbaut, so dass der Aufstieg hier sicher ist. Der Zugang zur Festung von Amasya (Amasya Kalesi) erfolgt nicht mehr auf diesem Wege, sondern von der anderen Seite des Berges.

  • 1 Kızlar Sarayı . Der einstige Sitz der pontischen Könige, wurde schon unter den Seldschuken nur noch als Waffenlager benutzt. Hier finden sich heute nur noch Mauerreste der Befestigung und von zwei Bädern sowie ein leeres Café. Preis: ca. 2 €.
  • 2 Pontische Felsgräber (Kral Kaya Mezarları) . In der Bergwand liegen die Felsgräber aus pontischer Zeit (3. Jahrhundert v. Chr. bis 40 v. Chr.), die mit einer Höhe von etwa 12m schon einen imposanten Eindruck hinterlassen. Auch der Blick auf die Stadt ist phantastisch.
  • 3 Amasya Kalesi .
    Die Nutzung des "Harşena" Hügels als Burgberg geht in etwa auf das Jahr 3000 v. Chr. zurück. Die jetzt noch zu sehende Anlage ist freilich wesentlich jünger, geht aber auf das 3. Jahrhundert v. Chr. zurück. In der persischen Periode wurde der Hügel als heilige Stätte, die dem Gott des Lichtes, Ahura Mazda, gewidmet war, genutzt. Doch mit dem pontischen Königreich wurde der Berg wieder, wie in der hethitischen Periode als Festungshügel zum Schutz der Stadt genutzt.
    Zur Festung gelangt man über die nach Samsun führende Straße, zu Fuß (ein guter Startpunkt ist die Büyük Ağa Medresi nahe der Kunç-Brücke, dann durch Wohngebiete oder die Hauptstraße entlang) oder mit dem Auto. Der Eintritt kostet rund zwei Euro. Die komplexe Burganlage auf dem Bergrücken ist trotz ihres teilweise schlechten Erhaltungszustandes beeindruckend und auf jeden Fall den mühsamen Aufstieg wert. Der Ausblick von dort oben vermittelt ein gutes Verständnis von der Struktur der Stadt, die hier wie auf dem Präsentierteller mehr als 200 Meter unter einem liegt. Sicherheitsgeländer, wie man sie aus der EU gewohnt ist, sind hier auch an höchst gefährlichen Stellen nicht immer vorhanden, wer Hunde oder Kinder dabei hat, sollte sie an der Hand oder der Leine führen.
Die Stadt
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Pontisches Grab in Amasya

Unterhalb des Hügels liegt die mit Sehenswürdigkeiten gespickte Stadt, die durch den Yeşilırmak getrennt wird.

Im nördlichen Teil befinden sich diese aufgereiht zwischen Burgberg und Fluss. Vom östlichen Berghang bis zum westlichen Berghang befinden sich:

  • 1 Büyük Ağa Medrese . Diese an der Kunç-Brücke liegende und heute noch in Funktion befindliche Koranschule wurde schon 1488 vom Obersten Eunuchen des Sultans Beyazit II. Hüseyin Ağa gegründet. Hier werden noch heute die so genannten "Hafızlar" ausgebildet (die den Koran auswendig rezitieren können). Das Gebäude soll im Übrigen das erste mit einem oktogonalen Aufbau gewesen sein. Das gut restaurierte Gebäude lässt sich inklusive Klassenzimmer besichtigen und ist einen Besuch wert.
  • 4 Uhrturm . Der aus dem 19. Jahrhundert stammende Uhrenturm nahe der Hükümet Brücke war für den Brückenneubau abgerissen worden. Später baute man ihn im alten Stil wieder auf, auch weil eine national-religöse Legende mit ihm verbunden ist. Britische Offiziere sollen hier den Union Jack gehisst haben, was jemanden zu einem Ausspruch veranlasste, Gott würde nie zulassen, eine andere als die türkische Fahne über Amasya wehen zu lassen. Kurz darauf riss ein plötzlicher Windstoß die Fahne herunter und die Briten flüchteten in Panik aus der Stadt - was natürlich gerne als göttliche Intervention interpretiert wird. Angesichts der häufig unvorhersehbar aufkommenden Sturmböen in Amasya wirkt das Ereignis nicht ganz unplausibel.
  • Hatuniye Mahallesi. Am Fuße des Berges befindet sich das alte Amasya. Früher noch durch Mauern geschützt, liegt hier gerade am Flussufer an der Hazeranlar Sokak eine Vielzahl von malerischen Häusern. Das Haranlar Konaği nahe der Alçak-Brücke ist hier für Besichtigungen restauriert worden. Das Haus aus dem Jahre 1483 zeigt Einrichtungen und Gegenstände aus dem 19. Jahrhundert und eine Kunstgalerie. Geöffnet: Di–So 8:00–16:45 (11:45–13:15 ist Mittagsruhe). Preis: 3 TL.
Altstadthaus in Amasya

Im Süden verlaufen parallel zum Yeşilırmak einmal die Uferpromenade Ziya Paşa Bulvarı und ein paar Meter parallel dazu die Einkaufsstraße Mustafa Kemal Paşa Caddesi. Um diese beiden Straßen herum sind viele Sehenswürdigkeiten aus der geschichtsträchtigen Vergangenheit Amasyas (von Ost nach West) zu finden:

  • 2 Mehmet Paşa Camii . Diese Moschee aus dem Jahre 1486 wurde vom Stellvertreter des Sohnes von Beyazit II. erbaut.
  • Darüssifa Hanı. Dieses aus dem Jahre 1309 stammende Gebäude ist eines der wenigen aus mongolischer Zeit. Dieses ursprünglich als Nervenheilanstalt mit Lehrstuhl errichtete Haus war eine Stiftung des Ilkhans Ölceytü und seiner Frau Yıldız Hatun. Heute befindet sich hier ein nettes Café. Bemerkenswert ist die Steinmetzarbeit am Portal.
  • Atatürkstatue. Diese ist durchaus einen Blick wert. Der Platz davor, lädt zum verweilen ein und ist Treffpunkt für Jung und Alt.
  • Taş Hanı. Diese Karawanserei aus dem 17. Jahrhundert wurde kürzlich restauriert. Hier befinden sich neben einem hochpreisigen Restaurant kleine Läden und Büros.
  • Bedesten. Dieser Basar aus dem Jahre 1483 wird immer noch genutzt. Die Geschäfte verkaufen aber eher billigen internationalen Kitsch (z.B.: „I Love NY“-Mützen), als das sich ein Einkauf hier lohnen würde.
  • Burmalı Minare Camii. Diese Moschee, direkt hinter dem Taş Hanı liegend, wurde 1242 im Auftrage des Kaisers Kaichosrew II. errichtet. Ihren jetzigen Namen „Moschee mit dem gewundenen Minarett“ erhielt die Moschee durch die Umbauarbeiten im 17.Jahrhundert, als das Minarett schraubenförmig gestaltet wurde.
Darüssifa Hanı in Amasya
  • Sultan Beyazıt Külliyesi. Dieser im Stadtzentrum liegende Moscheekomplex aus dem Jahre 1486 wurde von Ahmet, dem Sohn von Beyazit II., gestiftet. Die aus zwei hintereinander angeordneten Kuppeln bestehende Moschee wird überragt durch zwei hohe unterschiedlich verzierte Minarette. Schön umgrünt liegt vor der Moschee der Brunnen für die rituellen Waschungen. Im schönen zugehörigen Park befindet sich die Bibliothek mit über 20.000 Bänden. Dieses Gelände gehört sicherlich zu den Highlights einer Amasya Besichtigung.
  • Museum. Das früher etwas weiter westlich in der Stadt zu findende Museum enthält Fundstücke aus allen wichtigen Epochen der Stadt. Star der Ausstellung ist zweifellos die sogenannte Statuette von Amasya aus der hethitischen Periode. Diese mit Kegelhut und Mandelaugen versehene Figur ist sehr filigran ausgearbeitet und wurde ganz in der Nähe gefunden. In dem zu dem Museum gehörende Gartengelände findet man das Grabmal des Sultans Mesud I. aus der seldschukischen Zeit. Hier werden einige Mumien ausgestellt, die man an der Burmalı Minare Camii gefunden hat. Geöffnet: Di – So jeweils 8:00–11:45 + 13:15–16:45. Preis: Eintritt: 3 TL.
  • Şehzade Türbesi. Dieses auf der Höhe des Museums in einer Seitengasse befindliche Mausoleum ist im Jahre 1513 für einen Sohn Beyazits I. errichtet worden.
  • Şehzadeler Türbesi. Dieses Mausoleum an der Hauptstraße liegt quasi gegenüber dem Şehzade Türbesi und wurde für die Söhne von Mehmet I., Beyazit I. und Beyazit II. 1410 errichtet.
Sultan Beyazıt Külliyesi
  • Halifet Gazi Türbesi. Dieses Mausoleum aus dem Jahre 1145 ist reichlich verziert mit Medusenhäuptern und Widderköpfen. Der Stifter war ein Wesir eines Danischmendidenemirs.
  • Torumtay Türbesi. Dieses 1279 erbaute Mausoleum wurde für den Provinzgouverneur Seyfeddin Torumtay erschaffen, der unter anderem die direkt dahinter liegende Gök Medrese (siehe unten) bauen ließ.
  • Gök Medrese. Diese 1267 fertig gestellte Koranschule aus seldschukischer Zeit wurde von Seyfeddin Torumtay (siehe oben) erbaut. Früher soll die Koranschule komplett blau verkleidet gewesen sein, wovon heute nicht viel erhalten ist. Der aus 15 Kuppeln bestehende Bau bietet eine eher schlichte Innenausstattung. Bemerkenswert sind vor allem das Stalaktitenportal und die Schnitzarbeiten in den Türen. In dem Gebäude wurden zwei Mumien der İlkhane beigesetzt.
  • Yörgüç Pasa Camisi. Diese Moschee wurde vom Erzieher des Sultans Mehmet I. Yörgüç errichtet. Hier finden sich weiterhin ein Krankenhaus, drei Türben und eine Koranschule.
  • Fethiye Camii. Diese im Süden am Berghang befindliche Moschee wurde ursprünglich im 7.Jahrhundert als Kirche erbaut und im Jahre 1117 zur Moschee umgewandelt. Leider wurde die Moschee im Jahre 1915 bei einem Brand stark beschädigt.

Wer etwas vom alten, nicht „touristifizierten“ Amasya sehen möchte, kann sich in der Gegend um die 3 Abdullah Paşa Moschee umsehen. Anders als in der Altstadt gibt es hier keinen Apfeltee und anderen Touristennepp, sondern einfach ungeschminkte, dabei aber häufig gut instand gehaltene Gebäude, Straßen, Gassen und Treppen, die wirken, als gebe es gar keinen Tourismus.

In der Umgebung
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  • Borabay Gölü. Dieser kleine Bergsee der am Fuß des 2062m hohen Berges Ak Dağı auf einer Höhe von 1050m liegt ist zu erreichen wenn man der 100 in Richtung Taşova und Erbaa in nordöstlicher Richtung ca. 50km folgt. Aufgrund seiner Lage und sehr waldreichen Umgebung stellt dieser ein sehr beliebtes Ausflugsziel dar. Möglichkeiten für Camping, Picknick und Trekking sind vorhanden.
  • Ayınlı Mağara. Nördlich der Stadt am Ufer des Yeşilırmak findet sich ein weiteres Felsgrab. Im Inneren finden sich einige Wandmalereien, da dieses zu byzantinischer Zeit als Kirche benutzt wurde.
  • Terziköy Quellen. Fährt man in Richtung Çorum erreicht man nach 35km die Terziköy Thermalquellen. Das 37°C warme Quellwasser mit seiner heilenden Wirkung ist über eine gute touristische Infrastruktur mit über 100 Hotelbetten, Café, Restaurant, Schwimmbad und Shoppingmöglichkeiten erschlossen.

Aktivitäten

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  • Entdecken: In kaum einer Stadt lassen sich so viele Epochen der Zeitgeschichte auf so engen Raum entdecken und vergleichen.
  • Essen: Probieren Sie auf jeden Fall die berühmten Äpfel von Amasya (schon alleine um mitreden zu können).
  • Baden: In Amasya gibt es mehrere historische Türkische Bäder (Hamam). Manche davon sind über 800 Jahre alt, so das Yıldız Hamamı in der Altstadt, das noch mit Holz beheizt wird. Das Kumacık Hamamı an der Kunç-Brücke mutet mit seinen 650 Jahren dagegen noch jung an. Es wird eher von Einheimischen besucht und mit Strom beheizt. Weitere historische Hamamlar sind das Mustafa Bey Hamamı in der Habibi sokak und das Altuntaş hamamı in der westlichen Altstadt. In allen Einrichtungen kann man sich baden und massieren lassen. Frauen und Männer können kein Hamam gemeinsam besuchen, es gibt jeweils Männer- und Frauentage.
  • Wandern: Die Berge rund um die Stadt sind steil und größtenteils wegelos. Landkarten der Gegend sind vor Ort nicht zu bekommen. Man muss sich seine Wege also größtenteils selbst suchen und dabei in Kauf nehmen, immer wieder in Sackgassen zu landen. Es gibt kaum ausgewiesene Wanderwege, wohl aber eine digitale Streckenführung.
  • Den Kırklar Dağı (Vierziger Berg) hochlaufen. Der 1 Beginn des Wanderwegs an der Straße zur Festung ist gut sichtbar markiert, der weitere Verlauf – weniger. Der Pfad zieht sich in z.T. steilen Serpentinen bis zum Gipfel, den man nach ca. 1,5 Stunden erreicht, auf 900 Meter hoch. Zu Beginn muß man sich an Kreuzungen genau umsehen, um eine Wegmarkierung (grüne Tafel) zu finden. Auf dem Gipfel befindet sich ein historischer religiöser Ort, von dem aber nicht viel zu sehen ist. Der Ausblick – man befindet sich einen halben Kilometer über der Stadt – ist dafür atemberaubend. Es gibt sichere Feuerstellen und anscheinend bleiben manche Besucher des Ortes auch mal über Nacht.

Einkaufen

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Es gibt zwei Markthallen in Amasya, in denen man frisches Obst und Gemüse, Käse, Oliven, Gewürze, Nüsse und Trockenfrüchte etc. pp., aber auch Kleidung, Haushaltsbedarf und vieles andere findet. Mittwochs und samstags ist die Markthalle 100 Meter östlich des Bahnhofs geöffnet. Sonntags ist die Markthalle in der Büyük Ağa Caddesi (zwischen Menderes- und Fatih-Brücke am Grünen Fluß gelegen) offen. Die Märkte sind eher auf größere Abnahmemengen ausgelegt, so sind die Preise für Kartoffeln oft nicht für ein, sondern für vier Kilo ausgewiesen. Man kann sich aber dennoch mit allem Nötigen eindecken – und ein schönes Erlebnis ist so ein Marktbesuch darüber hinaus auch noch.

Überall in der Stadt - besonders in den Wohnvierteln - gibt es kleinere Supermärkte und Läden. Besonders lädt der ganze Bereich um den Mustafa Kemal Paşa Caddesi zum Shoppen ein.

Küche

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Delikatessen sind neben Äpfeln gefüllte grüne Bohnen (Bakla Dolması) und eine spezielle Bulgur-Fleisch-Mischung (Keşkek). Auch ist hier immer noch Einflussbereich des Tokat Kebaps (Siehe Tokat). Wer sich vegetarisch ernährt, ist in Amasya gekniffen. Die Speisekarten sind extrem fleischlastig und man muss immer betonen, dass man nicht nur "etsiz" (fleischloses), sondern auch "tavuksız" (huhnloses) Essen möchte. Manti (türkische Teigtaschen), Pide (wie italienische Pizza, nur nicht so dünn) und Suppen gibt es aber auch vegetarisch.

  • Ali Kaya Restaurant. Tel.: +90 358 218 1505. Servieren lokale Grillgerichte (z.B.: Tokat Kebap) auf einer Terrasse mit fantastischer Aussicht.
  • Yayla Pizza, Iğneci Baba Sok. Lokale Spezialitäten aus dem Topf, Ofen oder vom Grill.
  • Şehir Derneği, Hükümet Köprüsü. Tel.: +90 358 218 1013. Lokale Spezialitäten aus dem Topf, Ofen oder vom Grill auf schöner Terrasse am Fluss.
  • Pasha Restaurant, Hazeranlar Sok. Spezialitäten vom Grill im Innenhof.

Nachtleben

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Mittlerweile gibt es in der Altstadt eine ganze Reihe von Kneipen (darunter ein "Argentinischer Pub"), zum Teil im Keller von Hotels, die bis spät in die Nacht aufhaben und auch Alkohol ausschenken. In der Regel wird dort geraucht. Manche von ihnen sind regelrechte Touristenfallen, die nicht auf die Wiederkehr zufriedener KundInnen orientiert sind. Es lohnt sich daher, vor der Bestellung die Preise abzufragen, denn auch ein Bier kann sonst schnell mal sechs Euro kosten. Auch beim Zahlen mit Karte ist Aufmerksamkeit geboten: Ob die Summe im Display mit der aufgerufenen Summe übereinstimmt.

Unterkunft

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Die Altstadt ist größtenteils restauriert worden und in nicht wenigen alten Konaks (Villen) sind kleine, oft sehr hübsche Hotels eingerichtet worden. Außerhalb der Saison bekommt man hier auch spontan leicht ein Zimmer.

Sicherheit

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Amasya gilt als sehr sicher. Die Menschen sind freundlich und entspannt, die Stadt ist klein, man kennt sich, und zur sozialen Kontrolle kommen die im öffentlichen Raum allgegenwärtigen Überwachungskameras sowie Polizeistreifen hinzu. Die meisten Ampeln in der Stadt sind abgeschaltet, Vorfahrtsregeln spielen im Alltag eine eher untergeordnete Rolle, die Verkehrsteilnehmer achten aufeinander und kommunizieren miteinander - und drängeln sich zwischen andere, was hier völlig normal ist; ohne dieses Verhalten käme man über keine Kreuzung und keinen Kreisverkehr. Wer als Fußgänger (auch an Zebrastreifen) nur wartet, wird kaum je über die Straße kommen; macht man einem herannahenden Fahrer aber deutlich, dass man nun zu gehen beabsichtigt, lässt dieser einen passieren. Auf den unübersichtlichen Serpentinen schneiden manche Autofahrer die Kurven. Deshalb sollte man mit unerwartetem Gegenverkehr rechnen.

Es gibt nur wenige Straßenhunde, die meist nur abends und nachts zu sehen sind. Wie alles in Amasya sind auch diese eher entspannt und stellen lediglich für Radfahrende eine Bedrohung dar. Die vielen Katzen hingegen sind völlig tiefenentspannt und freuen sich über etwas Futter oder die eine oder andere Streicheleinheit.

Praktische Hinweise

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Auch hier sollte man auf Miniröcke und Shorts verzichten, um sich die Freundlichkeit und Gastlichkeit bei der teilweise sehr konservativen Landbevölkerung nicht zu verspielen.

Die nationale Vorwahl ist 0358 und die Post befindet sich im südlichen Teil nahe der Alçak Brücke

Ausflüge

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  • Tokat. Abseits der allgemeinen touristischen Route gibt es hier weitere geschichtliche Highlights zu entdecken.
  • Hattuşa. Die ehemalige Hauptstadt der Hethiter und UNESCO Weltkulturerbe.
  • Sivas
  • Niksar. Sehenswerte Altstadt mit schöner Burgruine.

Literatur

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  • Greek, Roman, and Byzantine Coins in the Museum at Amasya: Ancient Amaseia, Turkey von Stanley Ireland erschienen beim British Institute of Archaeology
  • AMASYA The Mysterious City of Crown von Tacin Gizemli Sehri beim Amasya Valiligi
  • Die osmanischen Prinzen und ihre Residenz Amasya im 15. und 16. Jahrhundert von Petra Kappert erschienen beim Nederlands Historisch-Archaeologisch Instituut te Istanbul
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amasya.bel.tr (tr) – Offizielle Webseite von Amasya

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