Zum Inhalt springen

Třebíč

Welterbe in Tschechien
Artikelentwurf
Aus Wikivoyage
Třebíč (Trebitsch)
Region (kraj)Kraj Vysočina
Einwohnerzahl34.797 (2024)
Höhe405 m
Lagekarte von Tschechien
Lagekarte von Tschechien
Třebíč

Třebíč (Aussprache: [ˈtr̝̊ɛbiːtʃ]) ist eine Bezirksstadt im Böhmisch-Mährischen Hochland und wichtiges Zentrum der jüdischen Kultur in Südmähren. Das große jüdischen Viertels und die St.-Prokop-Basilika zählen zum Weltkulturerbe der Unesco.

Hintergrund

[Bearbeiten]

Die Stadt wurde gemeinsam mit einem Kloster um 1100 gegründet. Das jüdische Ghetto bestand bereits um 1340. Die Stadt wurde u.A. in den Hussitenkriegen (15. Jh.) und im 30-jährigen Krieg (1618-1648) mehrmals zerstört. Ab dem 19. Jahrhundert begann die Industrialisierung. Um 1848 siedelten die Juden vermehrt in die Großstädte und Arbeiter bezogen die Häuser des jüdischen Viertels. Im 2. Weltkrieg wurden die letzten ca. 250 Juden vertrieben bzw. ermordet; nach 1945 wurde auch die deutschsprachige Bevölkerung vertrieben. Die alten Teile der Stadt verfielen zunehmends, jedoch fehlte in den 1970er- und 1980er-Jahren das Geld für einen kompletten Abriss und Neubau, wodurch die alte Stadt mit ihren einzigartigen Ensembles erhalten blieb. Nach umfassenden Renovierungen wurde das jüdische Viertel plus der imposanten Prokopbasilika zum Unesco-Welterbe.

Anreise

[Bearbeiten]
Entfernungen
Moravské Budějovice E5923 km
Velké Meziříčí D123km
Jihlava35 km
Telč35 km
Znojmo53 km
Brno61 km
Jindřichův Hradec76 km
České Budějovice130 km
Wien142 km
Prag182 km

Mit dem Flugzeug

[Bearbeiten]

Die nächstgelegenen Flughäfen befinden sich in Brünn, Prag und Wien.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

[Bearbeiten]
  • Die Bahnstrecke Okříšky-Náměšť nad Oslavou, die durch Třebíč führt, wird Stand 2/17 saniert und daher keinen Personenverkehr. Aus Brünn fährt man i.d.R. mit dem Zug bis Náměšť nad Oslavou (es gibt einzelne Direktbusse bis Třebíč) und aus Znojmo bzw. Jihlava fährt man mit dem Zug bis Okříšky, wo man in Busse der Tschechischen Bahn (ČD) umsteigt.

Auf der Straße

[Bearbeiten]

Mit dem Schiff

[Bearbeiten]

Mobilität

[Bearbeiten]

Die Stadt ist fußläufig zu erkunden. Wenn man mit dem Auto anreist, kann man am besten das Auto am besten am großen Parkplatz gegenüber vom Busbahnhof (Komenského nam) stehen (kostenpflichtig). Es gibt ein kleines Netz an öffentlichen Stadtbussen, die man jedoch kaum braucht, wenn man im Stadtzentrum bleibt.

Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten]
  • Jüdisches Viertel (Ghetto). Seit 2003 nach aufwändiger Restaurierung UNESCO-Welterbe. Es ist das einzige jüdische Denkmal dieser Liste außerhalb Israels. Siehe auch Wikipedia mit einer guten Beschreibung eines Rundganges durch das jüdische Viertel.
    • Wohnhaus Haus Pokorného 2, Renaissancekern mit einem von drei Säulen getragenen Laubengang
    • Bürgerhaus Pokorného 5 mit einsäuliger Ecklaube und Stützpfeiler
    • Jüdisches Rathaus, errichtet 1899 (L.Pokorného 8)
    • Vordere Synagoge (Tiché nám. 12), errichtet 1639 bis 1642 im Barockstil, Umbau 1856/57 im Stil der Neogotik, Dach mit Mulbengewölbe. Seit 1954 Gebetshaus der Tschechoslowakischen Hussitischen Kirche.
    • Rabbinerhaus (Tiché nám. 4), 17. Jahrhundert, Barock, mit mächtigem Stützpfeiler
    • Armenhaus (Blahoslavova 23), errichtet im 19. Jahrhundert mit Eingängen auf mehreren Ebenen. Stand 2/17 nicht restauriert und in schlechtem Zustand.
    • Hintere Synagoge (Subaková), errichtet 1669 mit mächtigen Mauern und Stützpfeilern. Innenraum mit Wandgemälden aus dem 18. Jahrhundert. Frauengalerie im oberen Teil - einst nur über das benachbarte Wohnhaus erreichbar. Heute ist die Synagoge ein Museum.
    • Jüdische Gemeindehaus (Subakova 3), errichtet erste Hälfte des 19. Jahrhunderts, heute Sitz des Fond Třebíč, der die Renovierung des Viertels koordiniert.
    • alte Gerberei am östlichen Ende des Viertels, errichtet ab Ende des 18. Jahrhunderts, 1931 stillgelegt.
    • Krankenhaus am nördlichen Ende des Viertels, errichtet 1852 mit damals modernster Ausstattung.
  • Jüdischer Friedhof. Rund 3.000 Grabsteinen auf 12.000 m². Angelegt in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts, ältester Grabstein mit lesbarer Inschrift aus dem Jahr 1625. Nachdem 1942 die Mitglieder der jüdischen Gemeinde (etwa 300 Menschen) in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert wurden, ist der Friedhof nicht mehr benutzt. Die Anlage wurde ab Anfang der 1990er-Jahre restauriert und ist heute in sehr gutem Zustand.
    • Trauerhalle beim Haupteingang, errichtet 1903 mit bemerkenswerter Waschschüssel aus Porzellan.
  • St.-Prokop-Basilika. Stilistisch Übergang von der Romanik zur Gotik. Errichtet ab dem 13. Jahrhundert, nach starken Beschädigungen 1468 säkularisiert und 1725–1731 durch Franz Maximilian Kaňka unter Hinzufügung barocker Stilelemente renoviert mit anschließender Wiederweihe. Die Basilika ist ebenfalls Teil des UNESCO-Welterbes.
  • Schloss. Ehem. Benediktiner-Abtei - heute u.a. Museum der Böhmisch-Mährischen Höhe mit Weihnachtskrippen-, Mineralien-, Moldaviten- und Tabakpfeifen-Sammlungen.
  • Karlsplatz (Karlovo náměstí). Zentraler Marktplatz der Stadt (22.000 m²) mit Ensemble aus Barock- und Renaissance-Gebäuden.

Aktivitäten

[Bearbeiten]
  • Kino und Theater Pasáž
  • Sokolský Stadion
  • SK Horácká Slavia Třebíč. Eishockeyverein in der 1. Tschechischen Liga.

Einkaufen

[Bearbeiten]

Es gibt in der Stadt einige kleine Supermärkte und ein mittelgroßes Einkaufszentrum Stop Shop an der Znojemská (Regionalstraße 360 nach Süden).

Küche

[Bearbeiten]

Einige Restaurants im Bereich des Karlsplatzes. Im jüdischen Viertel gibt es nur wenig Gastronomie.

Nachtleben

[Bearbeiten]

Unterkunft

[Bearbeiten]

Gesundheit

[Bearbeiten]
  • In Třebíč gibt es ein Krankenhaus

Praktische Hinweise

[Bearbeiten]

Es gibt zwei Büros der Touristeninformation. Eines bei der Basilika und eines bei der Hinteren Synagoge.

Ausflüge

[Bearbeiten]
  • Telč - ca. 35 km westlich - ebenfalls Unesco-Welterbe
  • Jihlava (Iglau) - ca. 35 km nordwestlich

Literatur

[Bearbeiten]
[Bearbeiten]
Artikelentwurf
Dieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.