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Sartitschala

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სართიჭალა (Sartichala, Sartitschala); bis 1941: Marienfeld
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Sartitschala (georgisch სართიჭალა, englisch Sartichala) ist eine ehemalige Siedlung der Kaukasusdeutschen im Raion Gardabani in der Georgischen Verwaltungsregion Kwemo Kartli. Bis 1941 war die Ortschaft unter dem Namen Marienfeld bekannt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Marienfeld wurde - so wie einige andere Siedlungen in der Region - im frühen 19. Jahrhundert von deutschen Siedlern aus Baden Württemberg gegründet. Diese mussten nach dem Angriff der Deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion ihre Heimat verlassen und wurden von Stalin nach Zentralasien zwangsumgesiedelt. In Folge wurde das Dorf auf den heutigen Namen umbenannt, es siedelten Georgier in die Ortschaft.

Heute besteht die Bevölkerung der großen Ortschaft, die vorwiegend von der Landwirtschaft lebt, zu 90 % aus ethnischen Georgiern. Nach 1990 entstanden hier einige große Lebensmittelverarbeitende Betriebe, wie beispielsweise eine Schweinezucht mit Schlachthaus und eine Baumsetzschule. Außerdem ist die Ortschaft aufgrund der Nähe zu Tiflis beliebt als Wohnsitz bei den wohlhabenderen Hauptstädtern.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Flughafen Tiflis befindet sich etwa 25 km westlich von Sartitschala, man folgt einfach der Kachetischen Fernstraße immer geradeaus.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Die Strecke der Kachetischen Bahn (Tiflis-Gurdschaani) verläuft etwa 2 km südlich des Ortes, dort befindet sich auch ein Bahnhof. Jedoch findet auf dieser Bahnstrecke (Stand 6/2014) kein Personenverkehr statt.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Minibusse nach Sartitschala starten in Tiflis ab dem Busbahnhof Isani. Da die Ortschaft direkt an der Kachetischen Fernstraße liegt, passieren aber auch viele andere Marschrutkas Sartitschala, so kann man ohne Probleme auch Busse ab/nach Sighnaghi, Gurdschaani, Lagodechi oder Sagaredscho nehmen und in Sartitschala aussteigen (dann ist jedoch i.d.R. der volle Fahrpreis bis zum Fahrziel des Busses zu entrichten). Minibusse nach Telawi fahren jedoch meist über den Gomboripass und fahren daher nicht durch Sartitschala!

Wer wieder weg will, kann an der Hauptstraße versuchen, einen Bus aufzuhalten, der in die gewünschte Richtung fährt. Doch weil Marschrutkas erst dann vom Start losfahren, wenn sie komplett voll sind, kann es dauern, bis man einen Minibus erwischt, der einen Platz frei hat.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Sartitschala liegt direkt an der Fernstraße ს 5 (Kachetische Fernstraße), die von Tiflis nach Lagodechi führt. Etwa 5 km westlich von Sartitschala zweigt von der ს 5 die gut ausgebaute aber kurvige Regionalstraße შ 38 über den Gomboripass nach Telawi ab. Weitere 10 km westlich verläuft die Tifliser Umfahrungsstraße ს 9, die Rustawi mit Mzcheta verbindet.

Mobilität[Bearbeiten]

Innerorts zu Fuß, in die Umgebung mit Minibussen oder per Taxi oder Autostopp, falls man kein eigenes Auto hat.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Ghwataeba-Kloster vom St.-Antons-Turm aus gesehen

In der Ortschaft selbst gibt es nur wenig zu sehen. Interessant für Freunde des Brückenbaues ist die alte Betonbogenbrücke östlich der Ortschaft, die den Fluss Iori überspannt. Sie wurde in den 1930er-Jahren errichtet. Die Fernstraße verläuft heute über eine neue Brücke einige Meter südlich.

In der Umgebung findet man folgende Sehenswürdigkeiten:

  • Das Ghwataeba-Kloster (Zufahrt von Norio, 3 km Schotterstraße) geht zurück auf das 5.-6. Jahrhundert, es wird im Volksmund auch Martkopi-Kloster genannt. Es liegt jedoch deutlich abseits der Ortschaft Martkopi, der Name rührt vom Gründer des Klosters, Anton Martkopeli, einer der 13 Assyrischen Väter, die in der Region zahlreiche Kirchen gegründet haben (u.A. auch Dawit Garedscha, Schuamta, Ikalto). Etwas oberhalb der Klosteranlage befindet sich ein Wehrturm, der St.-Antons-Turm (ანტონწმინდის კოშკა, Antonzmindis Koschka) 1
  • In der Ortschaft Martkopi befinden sich die Überreste einer Kuppelkirche aus dem 18. Jahrhundert.
  • Kurgane von Martkopi (Ulewari) - die Gräberfelder der Trialeti-Kultur (2200-1500 v.C.) befinden sich nördlich der Ortschaft am Hang der Bergkette.
  • Ortsmuseum von Norio 2
  • Kirche von Gamardschweba 3
  • Aserischer Friedhof von Kalatschalari - an der Straße von Tiflis nach Rustawi am linken Mtkwari-Ufer befindet sich ein alter Aserischer Friedhof mit Grabsteinen und Mausoleen aus dem 19. Jahrhundert. 4

Bereits in Kachetien (Raion Sagaredscho):

  • Burgruine Udscharma

Udscharma[Bearbeiten]

Burgruine Udscharma

Die Burgruine Udscharma (უჯარმისციხე; Udscharmisziche) liegt einige Kilometer nördlich der Ortschaft Udscharma (უჯარმა, engl. Ujarma) im Raion Sagaredscho in der Region Kachetien an der Regionalstraße über den Gomboripass nach Telawi. Sie liegt direkt in einer engen Kurve und ist von der Straße aus nicht zu übersehen. Vom Parkplatz aus muss man einen kurzen aber steilen Anstieg zum Ruinengelände nehmen. 5

Die Festung wurde, gemeinsam mit einer darunterliegenden Stadt, im 3.-4. Jahrhundert angelegt, um die Schlucht des Flusses Iori vor einfallenden Persern und Arabern zu schützen. Während der Regierungszeit von König Wachtang Gorgassali wurde die Festung zu einer Residenz erweitert. Im Jahr 914 wurde Udscharma von Arabern erobert und die Festung zerstört. In den Ruinen entstand eine kleine Siedlung. Im 12. Jahrhundert wurde die Festung vom georgischen König Giorgi III. erneuert, jedoch in den folgenden Jahrhunderten immer wieder zerstört.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Rafting oder Kanufahren am Fluss Iori, Wandern in den Bergen.

Einkaufen[Bearbeiten]

In Sartitschala wie in den übrigen Ortschaften gibt es die üblichen Minimärkte, weiters wird je nach Saison neben der Straße auch Obst und Gemüse angeboten. Auch die eine oder andere Bäckerei für Tonis Puri sowie Hausschlachterei mit Straßenverkauf von Fleisch findet man.

Größere Einkaufszentren findet man in Tiflis, so beispielsweise ist die Lilo-Mall nur etwa 20 km von Sartitschala entfernt.

Küche[Bearbeiten]

Der günstigen Lage Sartitschalas an der Fernstraße nach Kachetien ist es zu verdanken, dass sich dort zahlreiche Ausflugsrestaurants angesiedelt haben, die besonders am Wochenende gerne von Tiflisern bevölkert werden. Besonders empfehlenswert ist folgendes Lokal:

  • 1 Tschakuna Papas Dukani (ჩხაკუნა პაპას დუქანი), Direkt an der ს 5, etwa 500 m südwestlich der Iori-Brücke auf der südlichen Straßenseite. Tel.: +995 790 613110. Netter Gastgarten, gute und günstige regionale Küche (Spezialität: Chaschlama - gekochtes Rindfleisch). An Wochenenden gerne überlaufen, es empfiehlt sich eine Reservierung. Sollte das Lokal voll sein, befindet sich gleich gegenüber das.
  • Restaurant Salchino.

Unterhalb der Burgruine Udscharma befinden sich einige Picknicktische mit Feuerstellen, wo man seine eigenen Mzwadi grillen kann. Lebensmittel und andere Picknickausrüstung muss man selbst mitbringen.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Besonders wenn man mit dem eigenen Auto unterwegs ist, ist Sartitschala sehr günstig gelegen. So bietet sich die Ortschaft als Zwischenstopp auf einem Tagesausflug von Tiflis nach Kachetien an. Folgende Ziele sind in der Nähe:

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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