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Kachetien

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Lage der Region Kachetien in Georgien
Tsinandali Palace.jpg
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კახეთი, Kacheti
Hauptstadt Telawi
Einwohner 319.000
anderer Wert für Einwohner auf Wikidata: 318400 Einwohner in Wikidata aktualisieren Eintrag aus der Quickbar entfernen und Wikidata benutzen
Fläche 11.300 km²
anderer Wert für Fläche auf Wikidata: 11309.5 Fläche in Wikidata aktualisieren Eintrag aus der Quickbar entfernen und Wikidata benutzen
Webseite www.kakheti.gov.ge/
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Kachetien (კახეთი, Kacheti) ist eine historische Provinz im Osten Georgiens. Sie nimmt den Großteil der modernen Verwaltungsregion (Mchare) Kachetien ein, deren Teil auch die historische Region Tuschetien ist. Hauptstadt der Region ist Telawi.

Kachetien, und insbesondere das Alasanital, ist die größte Weinbauregion Georgiens und gilt als die Wiege des Weinbaues. Von dort aus, so sagt die Legende, habe sich der Wein in die gesamte Welt verbreitet. Tatsächlich sind die Hauptattraktionen der Region, neben den zahlreichen alten Kirchen, auch die hunderten kleinen und großen, modernen und altmodischen Weingüter, die teilweise im Familienbetrieb geführt werden.

Regionen[Bearbeiten]

Die Stadt Sighnaghi, im Hintergrund das Alasanital und die Gipfel des Großen Kaukasus
Telawi mit Festungsmauer des Königspalastes von Erekle II.
Halbwüstenlandschaft bei Udabno / Davit Garedschi
Alaverdi Basilika und Klosteranlage
Wehrkirche Gremi
Im Kloster Nekresi sind Kwewri (Weinamphoren) im Boden des Weinkellers vergraben
Im Naturschutzgebiet von Lagodechi
Naturschutzgebiet Waschlowani

Zentrale Landschaft der Region ist das Alasani-Tal, wo sich fast alle größeren Ortschaften und Städte befinden. Nördlich des Alasanitales befindet sich der Große Kaukasus, südlich davon der kleine Kaukasus mit der Gombori-Kette. Nördlich von Achmeta befindet sich das Pankisi-Tal. Im Südwesten der Region umfasst das sogenannte Äußere Kachetien (Gare Kacheti) den Bezirk Sagaredscho und Dedopliszkaro.

Orte[Bearbeiten]

Wichtigste Städte und Bezirksverwaltungszentren sind:

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Sprache[Bearbeiten]

Neben der georgischen Standardsprache gibt es Sprachen lokaler Minderheiten, u.A. Tusch, Batsisch, Aseri und Tschetschenisch. Gängigste Fremdsprache ist Russisch.

Anreise[Bearbeiten]

Ab Tiflis über die Kachetische Fernstraße, die in Tiflis als sechsspurige Autobahn beginnt, direkt nach Kachetien. Wahlweise kann man bei Sartitschala auch über die neu ausgebaute Strecke über den Gomboripass fahren, was bei Fahrzielen im Norden (Telawi, Achmeta) deutlich schneller ist. Die Regionalverbindung von Tianeti nach Achmeta ist in schlechtem Zustand und nur mit Geländewagen befahrbar. Bei Lagodechi gibt es einen Grenzübergang mit Aserbaidschan.

Minibusse in diverse kachetische Städte und Orte fahren in Tiflis vom Busbahnhof Isani ab.

Die Bahnstrecke von Tiflis nach Kachetien und auch innerhalb Kachetiens (Telawi, Detopliszkaro, Znori) hat Stand Herbst 2013 keinen Personenverkehr.

Nächste Flughäfen sind in Tiflis und in Belakan (Aserbaidschan), der Flughafen Telawi-Kurdgelauri sollte unter der Saakaschwili-Regierung ausgebaut werden, doch diese Pläne liegen derzeit auf Eis.

In Tiflis bieten zahlreiche Reiseunternehmen Tagesausflüge nach Kachetien an, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind so bequem abzuhaken. Kosten ab ca. 100 Lari pro Person.

Mobilität[Bearbeiten]

Innerhalb Kachetiens fahren Marschrutkas zwischen den größeren Orten meist mehrmals täglich. Nach Tuschetien kann man in Pschaweli Jeeptaxis chartern oder Autostoppen, die Fahrtpreise sind jedoch relativ teuer (70-100 USD pro Person und Richtung.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Telawi mit dem Palast von König Erekle II. samt angeschlossenem ethnographischen Museum sowie der 1000 Jahre alten Platane
  • Die Klosteranlagen Ikalto und Neu- und Alt-Schuamta nahe Telawi
  • Die Basilika von Alawerdi
  • Die Wehrkirche Gremi
  • Archäologische Stätte und Kloster Nekressi
  • Die Stadt Sighnaghi mit Altstadt, Pirosmani-Museum und Befestigungsanlage sowie der Klosteranlage Bodbe am Stadtrand
  • Die Allerheiligenkirche (Kvelazminda) bei Gurdschaani
  • Das Höhlenkloster von Dawit Garedscha
  • Das Pankisital
  • Tuschetien mit den historischen Wehrtürmen
  • Die Naturparks von Lagodechi und Waschlowani
  • Burgruine Udscharma (an der Straße zum Gomboripass)

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Wandern im Naturpark Lagodechi
  • Wandern und Vogelschau im Naturpark Waschlowani
  • Mountainbiking am Lopota-See
  • Bergsteigen und Wandern in Tuscheti - auch als Teil einer Wandertour von Stepanzminda über Schatili nach Omalo
  • Weinverkostung in zahlreichen großen und kleinen Weingütern

Küche[Bearbeiten]

Kachetien ist für seinen Wein bekannt, das Alasanital ist eines der Hauptanbaugebiete Georgiens. Wichtigste Weinortschaften sind Zinandali, Kwareli und Anaga, wichtigste Rebsorten Saperavi (rot) und Rkaziteli (weiß). In der gesamten Region baut fast jeder Haushalt seinen eigenen Wein an, gerne wird der selbstgemachte Wein bei besonderen Anlässen mitgebracht oder einfach nur so mit Freunden getrunken. Zahlreiche Weingüter, groß und klein, modern oder altmodisch, können besichtigt werden. Die klassische Herstellung in Kwewri, Tonkrüge, die im Boden vergraben werden, wird immer mehr von modernen Methoden (Metall- oder Plastiktanks) abgelöst, doch pflegen immer noch viele Weingüter die Kwewrikultur. Holzfässer, wie in Mitteleuropa, werden in Kachetien kaum verwendet.

Nachtleben[Bearbeiten]

  • Alaverdoba. Das Weinerntefest findet rund um die Kathedrale Alaverdi immer Ende September statt. Es dauert mehrere Tage und erreicht seinen Höhepunkt am 28. September, den Tag des Heiligen Joseph von Alaverdi. Das Fest ist bereits seit Jahrhunderten überliefert, überlebte die Sowjetzeit und ist bis heute populär.

Sicherheit[Bearbeiten]

  • In den Steppengebieten von Davit Garedschi und Waschlowani sollte man insbesondere im Sommer auf Sonnenschutz achten und genügend Trinkwasser mitnehmen, da es dort kaum Geschäfte oder Brunnen gibt. Ebenso gibt es in diesen Gebieten Giftschlangen.
  • Davit Garedschi: Die Höhlenklöster befinden sich schon wenige Meter auf Aserbaidschanischem Gebiet. Der Zugang ist aber in der Regel ohne Einschränkungen möglich, doch zeitweise untersagen aserische Soldaten den Zugang. Das ist aber für Touristen nicht gefährlich, sondern nur ärgerlich. Sie werden einfach zurückgeschickt.
  • Bei Lagodechi haben im Sommer 2012 einige bewaffnete Personen aus Dagestan die Grenze illegal überquert und dann eine Gruppe Einheimischer als Geiseln genommen. Die Georgische Polizei hat die (nach eigenen Angaben) islamistischen Terroristen überwältigt und getötet, von den Geiseln kam niemand zu Schaden. Es ist daher ratsam, die abgelegenen grenznahen Gebiete zu meiden, auch wenn die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Zwischenfalles sehr gering ist. Mehr Info: Lopota-Zwischenfall auf der englischen Wikipedia.

Klima[Bearbeiten]

In den Bergen kann es auch im Sommer sehr kalt sein. Im Tiefland ist es hingegen im Sommer drückend heiß, im Winter kann es aber sehr kalt werden.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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