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Sant'Antioco

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Lungomare Sant'Antioco.jpg
Sant’Antioco
RegionSardinien
Einwohner
11.252 (2017)
Höhe
10 m
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Lage
Lagekarte von Sardinien in Italien
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Sant'Antioco

Sant'Antioco (sard.: Santu Antiogu) ist eine Kleinstadt im Südwesten von Sardinien. Sie liegt auf der Insel Isola di Sant'Antioco und ist Teil der Provinz Sud Sardegna.

Hintergrund[Bearbeiten]

Piazza Umberto, Sant'Antioco

Die Kleinstadt mit ihren gut 11'000 Einwohnern ist der Hauptort der Insel Isola di Sant'Antioco und ist am Isthmus gelegen, die natürliche Landenge wurde bereits in der Antike mit Aufschüttungen und einer Brücke überwunden, so dass die Insel zur Halbinsel wurde, ein überbrückter schiffbarer Kanal macht sie wieder zur echten Insel.

Die Insel von Sant'Antioco war bereits in der Antike besiedelt, nach der Nuraghenkultur war der Hauptort Sulki unter punischer und später römischer Herrschaft. Im Mittelalter wurde sie unter Druck anhaltender Einfälle von Sarazenen weitgehend entvölkert und verlassen. Erst im 17. Jhdt., nach der Entdeckung der Reliquien des Hl. Antiochus, des Nationalheiligen Sardiniens, gewann der Ort nicht zuletzt dank jährlicher Pilgerfeste wieder an Bedeutung und ist heute eine teils touristisch geprägte noch urtümliche sardische Provinzstadt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die der an Mineralien reichen Region Sulcis vorgelagerte Insel wurde bereits in der Antike besiedelt. Aus der jungsteinzeitlichen Ozieri-Kultur fand sich ein aus dem 3. Jahrtausend v.Chr. stammender Hüttenboden im Bereich des heutigen Sant'Antioco und eine pränuraghische Nekropole ("Domus de Janas") in Is Prunis.

Aus der Zeit der Nuraghenkultur, vom 16.-13. Jhdt. v.Chr.) stammen die Nuraghenbauten von Grutti Acqua B und Corongia Murvonis und einige Gigantengräber.

Die Gründung der phönizischen Handelsniederlassung Sulki erfolgte wohl um 770 v.Chr. Ähnlich wie andere phönizische Hafenstädte war Sulki (griech.: Σολκοί) am Ort eines natürlichen Hafens, der je nach herrschendem Wind aus zwei Windrichtungen sicher angesegelt werden konnte, gegründet worden; im Gegensatz zu Nora fehlen schriftliche Zeugnisse. Aus der phönizisch - punischen Zeit (Karthago lag ja nur ca. 200 km südlich) fanden sich einige Wohnbauten, aber keine Verteidigungsbauwerke, was für ein friedliches Zusammenleben und Warenaustausch mit dem Nurasghenvolk spricht. Erwähnenswert sind vor allem Terracotta-Funde, welche Zeugnis der Handelsbeziehungen zu den libanesischen Herkunftsstädten der Phönizier, nach Karthago in Nordafrika, zu den Griechen und Etruskern ablegen.
Aus der frühen phönizischen Zeit stammt der Tophet, ein heiliger Bezirk, in dem Grabstelen und Urnen mit Gebeinen von Kindern gefunden wurden. Später, mit der Gründung der Stadt auf dem Monte Sirai und dem Aufstieg von Karthago, versuchten die Punier, ihre Herrschaft auf die ganze Insel Sardinien auszudehnen. Nach einiger im Dunkeln liegenden Epoche wurde eine aus punischer Zeit (ca. 500 v.Chr.) stammende Nekropole und Verteidigungsstrukturen im Bereich der Akropolis ausgegraben, die Wohnbauten liegen unter den Gebäuden des modernen Sant'Antioco.

im 3. Jhdt. spielte Sulki eine Rolle, indem sich die karthagische Flotte von Hannibal nach einer Niederlage im ersten punischen Krieg in den Hafen von Sulki retten konnte, später fiel die Stadt Sulci nach deren Eroberung Sardiniens an die Römer. In der Ende der römischen Republikszeit nahm die Stadt, die Waffen und Metalle liefern konnte, Partei für Pompeius und wurde nach dessen Niederlage vom siegreichen Julius Cäsar mit einer damals schwindelerregend hohen Strafzahlung belegt, was für die wirtschaftliche Macht der Stadt in der Nähe von Erz- und Silberabbaugebieten in der Region Sulcis spricht. Im 1. Jhdt. n.Chr. wurde die Stadt zum römischen Municipium erhoben, Funde von Amphoren und Gebrauchsgegenständen sprechen für einen regen Handelsaustausch mit den römischen Kolonien Nordafrikas. Neben privaten Gebäuden wurde die Akropolis im römischen Stil umgebaut.

Wohl ins dritte Jahrhundert ist die legendenumwobene Ankunft des christlichen Märtyrers des Heiligen Antiochus zu datieren, teils werden die Legenden mit dem Lebens eines anderen Hl. Antiochus, der unter Kaiser Hadrian zum Märtyrer geworden war. Jedenfalls wurden 1615 in den Katakomben im Stadtzentrum Gebeine gefunden, die als die Reliquien des Heiligen Antiochus identifiziert wurden, zumindest deuten Inschriften aus dem 7./8. Jhdt. darauf hin, dass in Sulcis in Bischof namens Antioco existiert hatte. Nach dem Untergang der byzantinischen Herrschaft in Sulcis etwa im 8. Jhdt. blieb die Insel lange entvölkert und wurde immer wieder von Sarazenen auf ihren Raubzügen heimgesucht, die Insel Sulcitana blieb unbewohnt und der Sitz der Diözese Sulcis nach Tratalias verlegt.

Erst um 1615 wurde vom Erzbischof Francisco d'Esquivel von Cagliari nach dem Fund der Reliquien des Hl.Antiochus das Pilgerfest "Sa Festa Manna" zu Ehren des sardischen Nationalheiligen begründet und alljährlich strömten Tausende Pilger für die zwei Wochen dauernden Festlichkeiten auf die Insel. Unter den Savoyern wurde Sant'Antioco um 18. Jhdt. zunehmend wieder besiedelt, der Hafen blieb an Bedeutung mit dem Aufschwung des Erz- und Kohleabbaus im späten 19. Jhdt. an Bedeutung hinter dem neugebauten Hafen von Portescusi zurück, ihm blieb aber auch dessen Niedergang erspart.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Auf dem Luftweg reist man am einfachsten über den 1 Aeroporto di Cagliari-Elmas Typ ist Gruppenbezeichnung im Süden an; der 2 Flughafen Alghero (Aeroporto di Alghero-Fertilia) Typ ist Gruppenbezeichnung im Nordwesten und der 3 Flughafen Olbia (Aeroporto di Olbia-Costa Smeralda) Typ ist Gruppenbezeichnung im Nordosten von Sardinien sind weiter entfernt.

Mit der Bahn / Mit dem Bus[Bearbeiten]

Eisenbahnlinie Cagliari - Iglesias - Carbonia

Von der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung auf Sardinien, der von der Ferrovie dello Stato / Trenitalia bedienten Hauptlinie, welche von Olbia im Nordosten über Macomer, Oristano und nach Süden weiter zur Inselhauptstadt Cagliari führt, führt eine Seitenlinie ab Decimomannu nach Iglesias, das etwas weiter nördlich liegt. Davon zweigt eine Stichlinie von Villamassargia nach Carbonia ab. An Werktagen verkehren heute von der Station 4 Carbonia - Serbariu Typ ist Gruppenbezeichnung ca. acht Zugspaare täglich in die Inselhauptstadt Cagliari, die in 60 - 80 Min. erreicht wird.

Die Eisenbahnlinie Iglesias - Carbonia - Sant'Antioco wurde 1974 stillgelegt.

Die Provinz wird von Bussen der arst / Trasporti Regionali della Sardegna bedient.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Zur Anreise aus dem Nordwesten von Sardinien nutzt man in der Regel die SS131, diese teils vierspurig ausgebaute bedeutendste Nord-Südverbindung im westlichen Sardinien führt von Sassari über Macomer und Oristano nach Cagliari hinab. Zur Anfahrt aus dem Nordosten, von den Fährhäfen um Olbia empfiehlt sich die Anreise über die SS 131DCN über Siniscola und Nuoro.

Von der Hauptachse der SS131 nimmt man die SS130 nach Iglesias, kurz davor führt die SP2 nach Carbonia und kann zur SS126 weiterfahren.

Zur Anreise von Norden nimmt man die SS126 über Iglesias, die von dort in südlicher Richtung nach Sant'Antioco führt.

Zur Anreise aus dem Süden kann man die SS195 nehmen, die mit etwas Abstand zur Küstenlinie die Stadt mit nach Cagliari verbindet, aber wesentlich langsamer zu befahren ist.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Die SP2 führt von Carbonia weiter an die Küste nach Portoscuso und dem Industriehafen von Portovesme, von hier gibt es eine Fährverbindung zur Insel Isola di San Pietro und weiter nach Calasetta auf der Isola di Sant'Antioco; diese Verbindung ist allerdings nicht vernünftig zur Anreise zu nutzen, es sei denn, man wählt Carloforte aus Ausgangspunkt.

Mobilität[Bearbeiten]

Auf die (Halb)Insel gelangt man über die Landbrücke des 5 Isthmo di Sant'Antioco Typ ist Gruppenbezeichnung, hier endet die SS126. Die Sehenswürdigkeiten des Orts lassen sich gut zu Fuss erkunden, mit grösseren Wohnmobilen ist die Altstadt nur mit Mühe zu passieren, am besten umfährt man auf dem Weg nach Calasetta im Südosten entlang des Lungomare.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Basilica di Sant'Antioco Martire
Relikte der Akropolis
Archäolog.Museum: Funde aus dem Tophet
Der Tophet

Die Hauptachsen von Sant'Antioco sind die 6 Via Roma Typ ist Gruppenbezeichnung der 7 Corso Vittorio Emanuele Typ ist Gruppenbezeichnung, der sich nach der palmenbestandenen freien 8 Piazza Umberto Typ ist Gruppenbezeichnung in die Via Regina Margherita fortsetzt, die hinauf zur 9 Piazza Alcide de Gasperi Typ ist Gruppenbezeichnung vor dem Gebäudekomplex mit der Basilika führt.
Im Corso besteht eine Einbahnregelung, der Verkehr zurück zur Landbrücke wird über die Via G. Garibaldi oder um das historische Zentrum herum auf dem für breite Fahrzeuge geeigneteren Lungomare geführt. Am 10 Lungomare Cristoforo Columbo Typ ist Gruppenbezeichnung liegt ein kleiner Jachthafen.

  • 1 Basilica di Sant'Antioco Martire, Piazza Parrocchia 22, 09017 Sant'Antioco. Tel.: +39 0781 921887, E-Mail: . Auf einer frühchristlichen Grabstätte, wo nach der Legende die Gebeine des Heiligen Antiochus von Sulcis begraben liegen, wurde zu Beginn des sechsten Jahrhunderts ein byzantinisches Gotteshaus errichtet. Im 11. Jhdt. wurde unter der Leitung von Benediktikermönchen der Grundriss mit Verlängerung eines Schenkels zu einem Langschiff in ein lateinisches Kreuz verändert und das Gotteshaus im romanischen Stil erneuert, davon ist nur wenig erhalten. Im 18. Jhdt. erhielt die Kirche eine Barockfassade. Der Uhrturm wurde 1890/95 in Form eines freistehenden Campanile errichtet. Die barocke Innenausstattung wurde bei Renovationsarbeiten nach Sturmschäden im 20. Jhdt. entfernt um die Kirche in den Urzustand zurückzuversetzen. 1991 wurde sie in den Rang einer Basilica minor erhoben. Geöffnet: Mo-Sa 9.00-12.00, 15.30-17.30 und im Sommer Mo-Fr 19.00-20.00 h; So und Feiertage im Sommer 11.00-12.00 h, 15.30-18.30 h, im Winter 15.00-17.00 h. Typ ist Gruppenbezeichnung
Die Katakomben bestehen wohl seit dem zweiten nachchristlichen Jahrhundert. Nach der Legende wurde der Heilige Antiochus unter Kaiser Hadrian zur Zwangsarbeit in den kaiserlichen Silberminen in Sulcis verurteilt und konnte auf die Insel fliehen, wo er in einer unterirdischen punischen Nekropole Zuflucht fand und mit Heilungswundern Anhänger um sich scharte. Allerdings überlappen sich die Legenden mit einem anderen gleichnamigen Märtyrer, der wohl später auf die Insel gelangte. Die Katakomben, über denen in byzantinischer Zeit die Chiesa di Sant'Antioco Martire errichtet wurde, sind die einzigen auf Sardinien und wohl das früheste Zeugnis christlichen Kultes auf der Insel. In den aus einer punischen Nekropole erweiterten unterirdischen Räumen finden sich Grabstätten in verschiedenen Formen, halbrundförmige in den Felsen geschlagene Arcosoli-Gräber, ein Baldachin-Grab und Wandnischen- und Bodengruben-Gräber.
Der Zugang in die Katakomben liegt im rechten Transept der Kirche. Zunächst im Raum A gelangt man in einen 9.50 m weiten halbrunden Raum, in dem mit etlichen nachverwendeten römischen Säulen geschmückten Raum steht der Sarkophag - Altar, in dem im Jahre 1615 die damals aufgefundenen Gebeine des Hl. Antiochus beigesetzt wurden. Neben dem Altar führten zwei Durchgänge in die Katakomben, von denen der linke verschlossen wurde. Durch den rechten Durchgang gelangt man in den Raum B mit etlichen Grabstellen, unter anderem das Arcosolus-Grab "des guten Kirten" mit einer Hirstendarstellung. Die weiteren Räume sind unübersichtlich angelegt, da sie durch mit Durchbrüchen verbundene und erweiterte punische Grabkammern entstanden sind. Im Raum G (wenn man sich nach rechts durch den Raum F wendet) findet sich ein Baldachingrab mit aus dem Fels geschlagenen Säulen aus dem 4. Jhdt.
Rechts im Kirchenschiff befindet sich der Abgang zu den kleineren Katakomben Santa Rosa, die aus einem punischen Doppelkammergrab geschaffen wurden.
Unter der Oberfläche von weiteren Gebäuden an der Piazza Parrochia wurden weitere Katakomben gefunden, in denen Inschriften und die Darstellung einer Menorah (siebenarmiger Leuchter) von der Nutzung durch jüdische Einwohner Zeugnis abgeben.
  • 2 Chiesa S. Maria Goretti Typ ist Gruppenbezeichnung, ein modernes Kirchengebäude am Corso
  • 3 Palazzo del Capitolo Typ ist Gruppenbezeichnung, der Palazzo an der Nordfassade der Basilica wird als Bibliothek genutzt.
  • das 4 Rathaus / Palazzo communale Typ ist Gruppenbezeichnung liegt am Corso Vitt. Emanuele
  • die Brunnenanlage der 5 Fontana Romana Typ ist Gruppenbezeichnung
  • an der Zufahrt über den Isthmus von Sant'Antioco passiert man die Ruinen einer 6 römischen Brücke Typ ist Gruppenbezeichnung (von der nach vielfachen Erneuerungen allerdings wohl nur noch die Fundamente aus römischer Zeit stammen) und sieht parallel zur modernen Strasse noch die geradlinigen Reste der antiken Aufschüttung zur Verbindung der Insel mit dem Festland.
  • die 7 Akropolis Typ ist Gruppenbezeichnung liegt am höchsten Punkt über dem Ort Sant'Antiocho.
Die Antiken Reste liegen nördlich am Abhang unterhalb des neuzeitlicheren Schlosses. Von der punischen Akropolis sind Mauerreste erhalten, die aus Trachytblöcken erbaut wurden, in der Doppelwandtechnik wurde der Raum zwischen den zwei Fronten aus behauenen Blöcken mit Steinen und Erde ausgefüllt. Die Ruinen dürften aus dem 4. Jhdt. stammen.
etwas südlich davon liegen die Ruinen der römischen Akropolis. Hier fand sich ein von neun Säulen gesäumter Gang oder Portikus, der mit cocciopesto, kleinen Kieseln gepflastert war, im weiteren fand sich ein Brunnen und eine Zisterne. Dazu fanden sich Reste eines römischen Tempels, der wohl nur an der Front und den Seitenteilen mit Säulen eingefriedet war. Am Aufgang zum Tempel fanden sich zwei phönizische Löwenstatuen, welche in römischer Zeit wiederverwendet und hier eingesetzt wurden.
Die Savoyische Festung "Su Pisu", welches den Hügel überragt, stammt aus dem Jahre 1815. Sie kann in Führungen organisiert durch das ethnographische Museum besucht werden.
  • die 8 Necropoli Is Pirixeddus Typ ist Gruppenbezeichnung: die Nekropole aus punischer Zeit, deren Nutzung um 500 v.Chr. begann, wurde in römischer Zeit weitergenutzt. Es fanden sich verschiedene Gräbergruppen mit unterirdischen Einfach- und Doppelkammergräbern, teils wurden die Eingangskorridore ("Dromos") in römischer Zeit zur Beisetzung von Stein- oder Bleiurnen weitergenutzt oder mit Erde gefüllt. Alltagsgegenstände, vorwiegend Keramik, Schmuck- und kultische Gegenstände, die den Verstorbenen ins Jenseits mitgegeben wurden, sind im archäologischen Museum vor Ort oder in Cagliari ausgestellt. Der Besuch ist nur in Absprache mit dem archäologischen Museum möglich.
  • 9 Museo Archeologico "Ferruccio Barreca", Via Sabatino Moscati, I-09017 Sant'Antioco. Tel.: +39 0781 82105. Archäologisches Museum mit den Funden aus dem antiken Sulki, der punischen und später römischen Stadt im Bereich des heutigen Sant'Antioco. Ein Ausstellungsraum ist den Funden aus der punischen Stadt Sulki gewidmet, der zweite der Begräbnisstätte "Nekropole" und der dritte der Kinderbegräbnisstätte "Tophet", wie die punischen heiligen Bezirke, in denen sich unter offenem Himmel Kindergräber mit Keramikurnen und Grabstelen fanden, bezeichnet werden. Für den Besuch des Museums und der Führung zum Tophet ist mit einem Zeitbedarf von ca. 3 h zu rechnen. Geöffnet: Mo-So 09:00–19:00 h. Preis: Kombiticket 7.00 €, nur Tophet 4.00 €, nur Museum 6.00 €.
  • 10 Tophet Typ ist Gruppenbezeichnung Der Heilige Bezirk erstreckt sich über einen Felsenhügel und ist vom archäologischen Museum aus zu besuchen. Hier fanden sich Urnen mit Knochen von Embryonen, Kleinkindern und Jungtieren, schriftlich wurde auf die phönizisch - karthagischen Gottheiten Tani und Baal Hamon Bezug genommen. Früher wurden die Tophet als Opferstätten von Erstgeborenenopfern betrachtet. Aufgrund moderner archäologischer Erkenntnisse kann diese Meinung nicht mehr aufrechterhalten werden, die Knochen von Embryonen und Kleinkindern ohne Gewaltspuren weisen darauf hin, dass hier möglicherweise Totgeborene und im Säuglingsalter eines natürlichen Tods verstorbene Kinder und als Ersatz Tieropfer im Sinne eines Reinigungsopfers bestattet wurden. Jedenfalls wird es angesichts der hohen Kindersterblichkeit in der Antike als widersinnig betrachtet, gesunde Neugeborene den Opfertod sterben zu lassen, wie dies der punischen Kultur aus griechisch - römischer Sicht immer wieder angelastet wurde.
  • 11 Museo etnografico "Su magasinu de su Binu", Via Necropoli, 09017 Sant'Antioco. Tel.: +39 0781 800596. Ethnographisches Museum mit Gebrauchsgegenständen aus der sardischen Kultur, hier auch Führungen mit Zugang zur Festung "Su Pisu" und dem Hypogäum, unterirdischen Kammern aus punischer Zeit, die bis in jüngere Zeit als Wohnräume von Armen genutzt wurden. Geöffnet: Sommer täglich 9.00 - 20.00h, Winter 9.30-13.00 und 15.00-18.00h. Preis: 2.50 €, Kombiticket mit Führung zur Festung und unterird. Räumen 6.00 €.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Sagra di Sant'Antioco
  • Besuch der Sagra in Sant'Antioco: zu Ehren des sardischen Schutzpatrons S.Antioco wird alljährlich 15 Tage nach Ostern gefeiert, die Sagra di Sant'Antioco wird seit dem jahre 1615 alljährlich mit einer grossen Prozession, zu der alle sardischen Gemeinden Abordnungen schicken, in den Strassen von Sant'Antioco gefeiert.

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • 1 Pro Loco Sant'Antioco, Touristeninformation der ProLoco

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • S.Antioco, Heft 12, Sardegna Archeologica, C. Tronchetti, Carlo Delfino Editore, ital.; (deutsche Übersetzung: S.Antioco, Führer und Rundfahrten, 1991, ISBN 88-7138-028-2)

Weblinks[Bearbeiten]

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