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Piton de la Fournaise

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Vulkankegel mit Krater Dolomieu (vorne) Krater Bory (dahinter anschließend). Im Hintergrund Kraterrand der inneren Caldera "Enclose Fouqué" und Rand der äußeren Caldera "Rempart", Durchmesser Stand 2010: ca. 1000 Meter

Der Piton de la Fournaise (2631 m), für die Einheimischen einfach "Le Volcan", ist einer der aktivsten Vulkane der Welt und liegt im Südosten der Insel Réunion im Indischen Ozean. Der Berg ist ein Teil der "Inneren Zone" des 2007 gegründeten Nationalparks Réunion und gehört damit seit 2010 zum Weltnaturerbe der UNESCO.

Orte[Bearbeiten]

Lage
Lagekarte von Réunion
Piton de la Fournaise
Piton de la Fournaise

Die Vulkanregion ist so gut wie unbewohnt. Die nächstgelegenen Orte sind 1 Typ ist Farbbezeichnung Le Tampon und 2 Typ ist Farbbezeichnung La Plaine-des-Palmistes und befinden sich auf den westlich vom Vulkan anschließenden Hochebenen des Inselinneren.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das französische Fournaise übersetzt sich auf deutsch mit Backofen oder auch Glutofen (Esse), Piton steht hier für Bergspitze.

Der Piton de la Fournaise nimmt das südöstlichen Drittel der Insel Réunion ein. Die äußere Caldera des Vulkans heißt Rempart, der innere Einsturzkrater mit dem Vulkankegel ist die mondlandschaftähnliche Enclos Fouqué. Die innere Caldera ist hufeisenförmig nach Osten offen und misst ca. 13 km in Ost-West-Richtung und 9 km von Norden nach Süden. Ihr Alter wird auf rund 5000 Jahre geschätzt. Die "Enclos Fouqué" ist durch einen bis zu 200 m hohen äußeren Kraterrand klar vom anschließenden Umfeld abgegrenzt und ist fast völlig vegetationsfrei. Das Landschaftsbild wird von dem freiliegenden Vulkangestein und der Vulkanasche der jüngsten Vulkanausbrüche geprägt. Im Zentrum der inneren Caldera erhebt sich der Gipfelkegel des Vulkans rund 400 m über dem Kraterboden der "Enclos Fouqué". Am Gipfel befindet sich der zweiteilige Hauptkrater mit dem großen und aktiven Gipfelkrater "Dolomieu" und dem kleineren Gipfelkrater "Bory".

Vulkanismus[Bearbeiten]

Lavaströme: AA-Lava über Pahoehoe-Lava
Ausbruch 2005
Pahoehoe-Lava
AA-Lava ("Lave en gratons")
"Peles Haar"
"Lave cordée": Seillava (Pahoehoe-Lava)

Allgemeine Ausführungen zum Vulkanismus auf der Insel siehe auch bei den Artikeln zu Réunion und zum Piton des Neiges.

Geologisch handelt es sich bei der Insel Réunion mit ihrem aktiven Vulkan Piton de la Fournaise und dem erloschenem Vulkan Piton des Neiges um einen einzigen riesigen Schildvulkan. Er verdankt seine Entstehung dem Hotspot-Vulkanismus ähnlich dem der Insel Hawaii. Kennzeichen dieser Art des Vulkanismus ist tief und stationär aus der Erde aufsteigende dünnflüssige Lava, die zuerst wie ein Schweißbrenner von unten ein Loch in den Erdmantel schneidet und dann vom Meeresboden her einen Vulkan entstehen lässt.

Der Aufstieg der Insel Réunion vom Meeresboden wird auf den Zeitraum vor ca. zwei bis drei Millionen Jahren geschätzt, mit dem Ende der vulkanischen Aktivität des Nachbarvulkans Piton des Neiges dann vor etwa 12.000 Jahren. Der einzige aktive Vulkan der Insel ist jetzt der Piton de la Fournaise, der Beginn seiner Aktivität wird auf den Zeitraum vor ca. 500.000 Jahren geschätzt.

Aufgrund der dünnflüssigen Lava aus dem tiefen Erdinneren gelten die Eruptionen des Piton de la Fournaise als vergleichsweise ungefährlich und sind daher eine äußerst beliebte Attraktion für die Einheimischen und auch für die extra angereisten Vulkantouristen aus der ganzen Welt. Die Eruptionen bestehen im wesentlichen aus Lava-Emission begleitet von kleineren Explosionen. Aschewolken entstehen selten, Peles Haar entsteht manchmal.

Lava[Bearbeiten]

Beim Hotspot-Vulkansimus des Piton de la Fournaise (ähnlich dem auf Hawaii) gibt es mehrere Arten der ausgeworfenen Lava:

  • Die Pahoehoe-Lava ist äußerst heiß (etwa 1100 bis 1200°C) und damit dünnflüssig bei fast glatter Oberfläche. Der Name kommt aus der hawaiianischen Sprache und bedeutet soviel wie "seidiger Fluss": Nach dem Abkühlen bekommt die Lava eine glänzende, satinartige Oberfläche.
  • Die Aa-Lava, auch Brockenlava, ist mit etwas über 1000 Grad Celsius deutlich kühler und damit auch zäher und sie fließt auch langsamer. Oft werden bereits erstarrte oder schlackige Felsenstücke an der Oberfläche mitgeführt, mit scharfkantigen Blöcken und Schollen sieht die Lava nach dem Abkühlen an ihrer Oberfläche aus wie ein zerpflügter Ackerboden. Die Bezeichnung der Lava wird auf den Laut zurückgeführt, den ein Mensch, welcher mit bloßen Füßen über die erstarrte Lava geht, von sich gibt. Der Name ist ebenfalls hawaiianischen Ursprungs, wird aber auch international verstanden.
  • Peles Haar, der Name leitet sich von der hawaiianischen Vulkangöttin Pelé ab, wird manchmal am Vulkan in Form von Lavafontänen oder Lavakaskaden ausgeschleudert, es ist die Bezeichnung für haarförmiges Vulkanglas. Das allerfeinste Gespinst wird durch den Wind zerteilt und teilweise viele Kilometer weit fort getragen. Die obsidianartigen harten und äußerst feinen nadelartigen Fasern sind, wenn sie sich im Gras ablagern, eine Gefährdung für die Mägen des Weideviehs. Die Kühe des Umlandes werden daher bei einem von den Beobachtungsstellen gemeldeten Ausbruch im Stall eingesperrt. In den geschützten Felsenecken des Kraters verfängt sich das Glas und kann da auch später noch vom Besucher aufgefunden werden, es hat die Griffigkeit von feinen Kaktusstacheln.
  • Peles Tränen sind in der Luft erstarrte Lavatropfen.

Jüngste vulkanische Aktivität[Bearbeiten]

Der Vulkan bricht oft mehrmals im Jahr aus, letztmals im Juli 2017. Trotzdem gehört natürlich auch etwas Glück dazu, den richtigen Besuchszeitpunkt zu erwischen und das Feuerspektakel erleben zu dürfen:

vulkanische Aktivitäten 1972-2000
  • 1998: nach einer sechsjährigen völligen Ruhephase beginnt im Frühjahr eine neue aktive Phase: Ab Jahresanfang steigt die Erdbebenanzahl, die Magmakammer unter dem Vulkan füllt sich. Kurz vor der ersten Eruption werden teilweise über 1000 Erdbeben in der Stunde registriert, am 9. März folgt dann ein erster großer Ausbruch. Seitdem ist der Vulkan zwei bis dreimal im Jahr aktiv, besonders spektakulär war ein Ausbruch im September 2004.
  • Im April 2007 entleert sich nach einer der größten Eruptionen der letzten einhundert Jahre die Magmakammer des bis dahin gefüllten Hauptkraters Dolomieu vollständig, der Kraterboden senkt sich um über 300 m unter den Kraterrand, er liegt damit noch unter dem Umfeld des Kraterbodens der inneren Caldera „Enclose Fouqué“ (ca. 2200 m). Wegen der instabilen Verhältnisse wird der Bereich am Kraterrand komplett für Besucher gesperrt. Die Lavaströme erreichen das Meer, zahlreiche getötete Fische an der Meeresoberfläche erregen das Interesse der Meeresbiologen, die einige bisher unbekannte Fischarten bestimmen können.
  • September 2008: Auf dem Boden des Kraters Dolomieu bildet sich ein kleiner Lavateich, der aus einer Furche auf der Westseite des Kraters gespeist wird, begleitet von mehreren kleineren Erdbeben.
  • 14. Oktober 2009 ein Schwarm von mehreren hundert kleineren Erdbeben erschüttert den Gipfel.
  • 5. November 2009: Erneute vulkanische Aktivität, der folgende Ausbruch mit mehreren Lavaströmen findet jetzt südlich und östlich des Gipfelkraters Dolomieu und weiter unten in Nähe der Küste statt, die Lavaströme sind auch von der Küstenstraße aus deutlich sichtbar, die Lage bleibt instabil.
  • 14. Dezember 2009 kurze sechsstündige Eruption, begleitet von kleineren Erdbeben.
  • Januar 2010: 10-tägiger Vulkanausbruch, der jetzt als sicher geltende Kraterrand am Gipfel wird anschließend wieder für Besucher freigegeben.

Anreise[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

"La Plaine des Sables" mit der "Route du Volcan"
"Route du Volcan", hier noch geteert

Die Anfahrt erfolgt über die als "Route du Volcan" ausgeschilderte und ca. 35 km lange Vulkanstraße, sie zweigt in Plaine des Cafres von der RN3 (Inselquerung von Saint-Pierre nach Saint-Benoît) ab. Die seit 2004 überwiegend geteerte Anfahrtsroute entstand von 1957 bis 1968 und führt über Bourg Mourat (mit dem Vulkanmuseum Maison du Volcan) zunächst noch durch eine fast alpine Weidenlandschaft, ehe dann die bizarre Vulkanlandschaft der Plaine des Sables (in der äußeren Caldera) folgt. Die Trasse wird dann zur Schotterpiste.

Am Ende der Route du Volcan befindet sich der Parkplatz "Pas de Bellecombe" am Kraterrand (21° 13′ 31″ S 55° 41′ 4″ O) mit einer Aussichtsplattform über die innere Caldera. Am Parkplatz gibt es mittlerweile (Stand März 2017) einen kleinen Kiosk mit Toilette.

Kurz vor dem Parkplatz zweigt eine Straße nach links zur Berghütte Gite du Volcan ab.

Entlang der gesamten Strecke gibt es immer wieder lohnende Aussichtspunkte.

Bis zur Fertigstellung der "Route du Volcan" war der Piton de la Fournaise nur über eine mehrtägige und expeditionsähnliche Anreise erreichbar.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

innere Caldera "Enclos Fouqué" mit Rand, äußere Caldera Rempart mit Rand und Nachbarvulkan Piton des Neiges
Krater Dolomieu

Enclos Fouqué (innere Caldera)[Bearbeiten]

  • Der 1 Typ ist Gruppenbezeichnung Krater Bory ist der westliche und bei 350 m Länge und 200 m Breite der kleinere und flachere der beiden Hauptkrater am Gipfelkegel. Am westlichen Kraterrand befindet sich auch die höchste Stelle des Vulkans (ca. 2.631 m). Der Name leitet sich vom französischen Naturforscher und Gelehrten Jean Baptiste Bory de Saint-Vincent ab, der im Jahre 1802 am Vulkan Beobachtungen durchführte und eine erste Karte der Lavaströme anfertigte. Der Krater bestand bereits während der Siedlungsanfänge der Insel.
  • Der 2 Typ ist Gruppenbezeichnung Krater Dolomieu (cratère Dolomieu) ist der östliche und aktive Hauptkrater am Gipfelkegel und mit 1000 m Länge (O-W) und mit derzeit (2010) ungefähr 700 m Durchmesser der deutlich größere, tiefere und auch jüngere der Hauptkrater, er ist benannt nach dem französischen Geologen und Mineralogen Déodat Gratet der Dolomieu (1750 - 1801). Der Krater entstand im Jahre 1791 und war zu seinem Beginn ein 200 m breites und rund 40 m tiefes Loch.
  • Im ganzen Vulkanareal gibt es noch zahlreiche kleinere Nebenkrater.
  • 3 Typ ist Gruppenbezeichnung Formica Léo (Ameisenlöwe), entstanden im 18. Jahrhundert und in Nähe des Abstiegs am Kraterrand.
  • 4 Typ ist Gruppenbezeichnung Chapelle de Rosemont, ein mehrere Meter großer begehbarer Hohlraum, entstanden aus einer Gasblase in der flüssigen Lava. Die Höhle liegt am Weg zum Kraterrand.

Am ganzen Areal gibt es die verschiedensten Formen der erstarrten Lavaströme (Fladenlava, Wulstlava, Seillava oder Stricklava) zu besichtigen. Durch das Abfließen der noch heißen Lava unter der bereits erkalteten Oberfläche sind auch auch zahlreiche Lavahöhlen entstanden.

Rempart (äußere Caldera)[Bearbeiten]

  • Commerson Crater älterer Krater, an der Zufahrtsstraße gelegen und von einem Parkplatz aus leicht zu erreichen.
  • 5 Typ ist Gruppenbezeichnung La Plaine des Sables, auch "Plaine de Lune" genannt: mondlandschaftähnliche Wüste aus Vulkanasche und Vulkansand bei Abmessungen von ca. drei auf fünf Kilometern. Die Anfahrtsstraße "Route du Volcan" führt mitten hindurch.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Der Abstieg am Kraterrand der inneren Caldera "Enclose Fouqué"

Wandern[Bearbeiten]

Einziger Zugang zur inneren Caldera "Enclos Fouqué" mit dem Vulkankegel und den beiden Gipfelkratern ist für Besucher der Abstieg am steilen Kraterrand in der Nähe des Parkplatzes Pas de Bellecombe (auf 2.311 m). Durch diesen einzigen möglichen Abstieg (ca. 100 mH, 20 Minuten) ist das ganze Gelände auch leicht kontrollierbar und je nach der gegebenen Gefahrensituation am Vulkan auch leicht durch die zuständigen Behörden absperrbar. Je nach der Gefahrensituation am Vulkan ist auch jeweils die Umrundung der beiden Gipfelkrater freigegeben oder nicht, die Hinweise an der Beschilderung am Abstieg sind zu beachten. Der Zugang ist gebührenfrei.

Der gesamte Anstieg zum Gipfelbereich des Vulkankegels verläuft auf einer technisch nicht schwierigen Strecke in reinem Wandergelände ohne eine besondere Absturzgefährdung (mit Ausnahme des unmittelbaren Kraterrandes) und ist im Abstand von ca. fünf Metern mit weißen Markierungen auf den Steinen versehen. Das Gehen auf dem unebenen Vulkangestein ist allerdings in weiten Teilen etwas "unwegsam". Als Gehzeit für den Hinweg zum Rand des Vulkankegels (ca. 2.500 m) sollten mindestens vier Stunden gerechnet werden. Als gesamte Aufenthaltszeit sind, je nach der Verweildauer unterwegs, acht bis zehn Stunden einzuplanen. Für die Umrundung der Gipfelregion sind noch ca. zwei Stunden zusätzlich einzurechnen. Die Tour endet dann nach dem Rückweg vom Vulkankegel mit dem vielleicht für den Einen oder Anderen doch recht anstrengenden Gegenanstieg zum oberen Kraterrand des "Enclos Fouqué".

Bei schönem Wetter ist die starke Sonneneinstrahlung in der Höhe und in Folge ein starkes Aufheizen des dunklen Vulkangesteins zu beachten. Ausreichender Sonnenschutz und genügend Trinkflüssigkeit sollten mitgeführt werden.

Nebelaufzug in der inneren Caldera "Enclos Fouqué"

Besonders zu beachten ist auch: Regen und Nebel sind ganzjährig spätestens ab dem Nachmittag leicht möglich, die Folge ist dann eine feuchte Wegstrecke und manchmal gefährlich glatte Basaltsteine. Neben dem erforderlichem festem Schuhwerk für das teilweise äußerst scharfkantige weil junge Basaltgestein und einem wasserabweisenden Anorak (xxx-Tex) sollte wegen der bei Regenwetter schnell abfallenden Temperatur auch ein warmer Pullover mitgeführt werden. Wegen der üblichen Wetterverschlechterung am Nachmittag empfiehlt sich ein Start möglichst früh am Morgen.

Zur größten Gefahr für Wanderer kann die schwierige Orientierung bei Nebel werden: Die ganze Strecke verläuft ohne jegliche besondere Landmarken in einem bewuchs- und bodenfreien Aufstiegspfad auf felsigem Vulkangelände. Da bei schönem Wetter mit guter Sicht der Weg von den Besuchern im Gelände oft frei gewählt wird, gibt es für große Teile des Krateranstiegs auf dem frischen Vulkangestein keinen eingelaufenen Pfad und damit auch keine eindeutigen Steigspuren. Bei Nebel mit diffuser Sicht und den dann nicht immer leicht zu erkennenden weißen Wegmarken kann daher die Orientierung bei einem Abirren sehr schnell schwierig werden.

Weitere allgemeine Ausführungen zur Wanderausrüstung siehe auch im Artikel Bergsteigen.

Rundflüge[Bearbeiten]

Die Vulkanregion ist auch ein äußerst attraktives Ziel eines Rundflugs (Helikopter und Ultraleicht), die Preise liegen pro Person bei gut zweihundert Euro. In der Regel verschlechtert sich die Wettersituation im Laufe des Tages deutlich, die Uhrzeit für den Abflug sollte also möglichst frühzeitig am Morgen gewählt werden. Bei Eruptionen werden auch besonders spektakuläre Rundflüge im Helikopter bei Nacht angeboten.

Küche und Unterkunft[Bearbeiten]

"Gite du Volcan"

Einziger Gastronomiebetrieb und einzige Unterkunft an der Vulkanregion ist die vergleichsweise komfortable Berghütte "Gite du Volcan". Sie besteht aus dem Hauptbau des Gasthauses und einigen angeschlossenen Gebäuden für die Übernachtung mit recht großzügiger Raumaufteilung.

1 Gite du Volcan (Kreolische Küche). Tel.: +262 (0)692 85 20 91. Sanitäre Einrichtungen (Duschen, Toiletten) mit fließendem Wasser sind vorhanden. In der trockenen Hauptsaison ist jedoch mit Einschränkungen zu rechnen, vor allem bei der Warmwasserversorgung. Von der Hütte aus ist der Kraterrand zum "Enclos Fouqué" (innere Caldera) und die einzige Abstiegsmöglichkeit in ca. 20 Minuten Fußmarsch leicht erreichbar.

In den Berghütten Réunions ist eine vorherige Reservierung unbedingt Pflicht. Diese kann in Saint-Denis (auch über Internet) getätigt werden:

Maison de la Montagne (Reservierungsbüro für die Berghütten), 5 rue Rontaunay, 97400 St Denis. Tel.: +262 (0) 262 90 78 78, Fax: +262 (0) 262 41 84 29.

Während der Hauptreisezeiten ist eine Reservierung mehrere Wochen oder Monate im Voraus erforderlich.

Anfahrt zur Hütte über die "Route du Volcan" siehe im Abschnitt Auf der Straße vor.

Klima[Bearbeiten]

Kurzinfos
Telefonvorwahl+262 und die letzten 9 Ortsziffern
ZeitzoneUTC+4
Notruf Handy112
Notarzt(0) 262 20 20 33
Zyklonwarnung(0) 897 65 01 01

Allgemeine Ausführungen zum Inselklima siehe im Artikel zu Réunion.

Die beste Jahreszeit für eine Wanderung zum Piton de la Fournaise ist der Winter auf Réunion, das sind die Monate von Mai bis in den Oktober mit dann eher gemäßigten Temperaturen und weniger Niederschlägen. Der Morgen beginnt meist noch sonnig, aber spätestens gegen Mittag zieht es sich von der Ostküste her zu. Die Bergregionen im Inselinneren stecken am Nachmittag oft im Nebel und es regnet bis zum Abend. In der Nacht klart es dann meist wieder auf.

Der Zustieg zum Vulkan erfolgt von der wettermäßig deutlich begünstigten Westseite: Der Weg liegt im Windschatten des Berges für die von Osten auf die Insel treffenden Passatwinde des Indischen Ozeans. Der mittlere Tagesniederschlag liegt im Westen des Berges bei 200 mm pro Tag, es sind aber Tagesextreme von 500 mm bis zu 1 Meter am Tag möglich. Auf der Ostseite des Berges sind die Niederschläge noch deutlich höher, die jährliche Niederschlagsmenge erreicht hier rund 12 Meter.

Hinsichtlich der Gefährdung aus plötzlich möglichem Nebel siehe die Ausführungen im Abschnitt Wanderungen. Wer in der feuchten Jahreszeit in der Region wandern möchte, sollte unbedingt auf die Wettermeldungen und Unwetterwarnungen / Zyklone achten.

Der letzte Schneefall am Gipfel wurde an zwei Tagen im August 2003 aufgezeichnet.

Literatur[Bearbeiten]

Vulkankegel in der inneren Caldera "Enclos Fouqué"
  • Geographisches Universität Heidelberg (Hg.): Île de la Réunion (pdf). 2006, (Abschlußbericht zur großen Exkursion); 149 (deutsch). aktuelle und umfassende Ausführungen zur Geschichte, Geologie, Geografie, Vulkanismus, Bevölkerung und Kultur der Insel.

Karten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Offizielle Tourismusseite für den Süden Réunions: sud.reunion.fr (derzeit nur in französisch)
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