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Unesco-Welterbestätten in Afrika
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Nationalpark Réunion

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Wasserfälle "Trou de Fer" im Primärwald "Forêt de Bélouve"

Der Naturpark Réunion ist ein französischer Nationalpark auf der Insel Réunion im Indischen Ozean. Die "Innere Zone" des Nationalparks gehört seit 2010 zum Weltnaturerbe der UNESCO.

Hintergrund[Bearbeiten]

Piton des Neiges
Piton de la Fournaise
Cirque de Mafate

Der Naturpark ist der überwiegende Teil des Inselinneren und nimmt mit einer Fläche von 1750 km² ca. 70 % von der gesamten Fläche Réunions ein.

Im Nationalpark werden zwei Zonen unterschieden:

  • Die Innere Zone mit 1070 km² Fläche 60 % Anteil am Nationalpark und 40 % der Fäche der Insel umfasst das Gebiet der beiden Vulkane Piton des Neiges und Piton de la Fournaise, die Gipfel der höchsten Berge, den Talkessel des Cirque de Mafate, das Grand Bassin und die Primärwälder der Hochebene. Die Region ist mit nur rund 800-900 Einwohner nur sehr dünn besiedelt. Seit 2010 gehört die "Innere Zone" zum Weltnaturerbe der UNESCO. Seite der Unesco zum Nationalpark.
Entwicklungsziele in der Inneren Region sind vorrangig der Schutz der Natur, die Wissensvermittlung am interessierte Personengruppen mit der Schaffung der hierzu nötigen Infrastrukturen und die nachhaltige Entwicklung der Wasserversorgung, Stomversorgung und des Wegenetzes.
  • Die Äußere Zone des Nationalparks mit ca. 680 km² Fläche und 40 % Anteil am Park bei insgesamt umfasst etwa 75.000 Einwohnern die dichter besiedelten ländlichen Höhen, die Talkessel Cirque de Cilaos und Cirque de Salazie und die Hochebenen. Schwerpunkt der Entwicklung ist hier die Förderung der nachhaltigen Entwicklung des Kultur- und Naturraumes unter Berücksichtigung der Bedürfnisse des Menschen.

Geschichte[Bearbeiten]

Erste Planungen stammen bereits von Anfang 1992, der Naturpark Réunion wurde dann am 5. März 2007 als der 8. Nationalpark Frankreichs offiziell gegründet.

Landschaft[Bearbeiten]

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Die Anzahl der indigenen (einheimischen) Pflanzenarten wird auf ca. 900 geschätzt, davon gelten noch 30 % der Populationen als intakt.

Die Hälfte der Flora auf der Insel gilt als endemisch (nur hier vorkommend), die zweite Hälfte wurde von Wind und Wasser von den Nachbarländern Madagaskar und Afrika auf die Insel getragen.

Es werden ungefähr 230 endemische Blumenpflanzen, darunter 120 Orchideensorten gezählt. Hauptblütezeit der Orchideen sind die Monate November bis April, manche blühen auch später bis in den im Juni/Juli hinein.

Eigentlich selbstverständlich und hier nur der Vollständigkeit halber: die meisten Pflanzen und Blumen des Nationalparks sind geschützt, es gilt daher Pflücken verboten.

Klima[Bearbeiten]

Allgemeine Ausführungen zum Klima auf der Insel siehe auch im Artikel zu Réunion.

Anreise[Bearbeiten]

Gebühren/Permits[Bearbeiten]

Für den Zugang in den Nationalpark werden keine Gebühren erhoben.

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

alte Tamarinde (Naturdenkmal) im Forêt de Bélouve: auch ein zyklongeschädigter Baum wächst, wenn auch mit bizarrer Stammform, noch weiter
  • Forêt de Bélouve. Ein w:Primärwald westllich vom Cirque de Salazie. Es gibt zahlreiche Tamarinden, riesige Baumfarne und sonst noch viele Pflanzen des Regenwalds wie Baumflechten, Sträucher Orchideen und weitere Blumen. Ein Blockbohlenweg als Rundweg und mit Start in Nähe der Hütte Gîte de Bélouve macht das ansonsten undurchdringliche Unterholz zugänglich und führt zu den wichtigsten Stellen und Sehenswürdigkeiten der Natur, unter anderem einer Aussichtskanzel mit Blick auf die Wasserfälle "Trou de Fer".
  • 1 Wasserfälle "Trou de Fer". Die Wasserfälle gehören zu den spektakulärsten der wasserfallreichen Insel. Zahlreiche Einzelkaskaden stürzen sich in einen fast kreisrunden und nur nordseitig offenen Kessel mit rund 200 Metern Durchmesser und mit mehreren hundert Meter Tiefe. Der Kessel selber ist für "Normaltouristen" nicht zugänglich. Es gibt einen Aussichtspunkt am oberen Rand des Kessel und mit Zugang von der Wanderrunde im Forêt de Bélouve (siehe vor) der einen Teil der Wasserfälle zeigt. Bei den Hubschrauberrundflügen wird der enge Kessel spektakulär von unten nach oben als Spirale durchflogen. Dabei ist ein robuster Magen erforderlich, die Hubschrauberpiloten zeigen ihr ganzes Können.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Gîte de Bélouve

1 Gîte de Bélouve (Kreolische Küche), Route Forestière de Bélouve, 97431 Plaine des Palmistes (La). Tel.: +262 (0)262 41 21 23. Sanitäre Einrichtungen (Duschen, Toiletten) mit fließendem Wasser sind vorhanden, außerdem eine Freifläche zum Zelten. Es gibt auch ein kleines naturkundliches Museum. Die Hütte liegt unmittelbar an der Oberkante des östlichen Kraterrandes des Kraters Cirque de Salazie, und in einer Lichtung des Primärwalds Forêt de Bélouve, siehe bei den Sehenswürdigkeiten vor. Die Gîte de Bélouve ist die einzige Übernachtungsmöglichkeit im unmittelbaren Umfeld des geschützten Primärwalds und Ausgangspunkt für Wanderungen.

Anfahrt über die landschaftlich hoch attraktive Route Bébour/Bélouve mit Abzweig von der Trasse der Inselquerung. Die Hütte liegt am Ende der Stichstraße.

Zustieg: aus dem Cirque de Salazie (Hell-Bourg) zwei Stunden, Querung von der Caverne Dufour am Piton des Neiges in rund fünf Stunden.

In den Berghütten Réunions ist eine vorherige Reservierung unbedingt Pflicht. Diese kann in Saint-Denis (auch über Internet) getätigt werden:

Maison de la Montagne (Reservierungsbüro für die Berghütten), 5 rue Rontaunay, 97400 St Denis. Tel.: +262 (0) 262 90 78 78, Fax: +262(0) 262 41 84 29.

Während der Hauptreisezeiten ist eine Reservierung mehrere Wochen im Voraus erforderlich.

Sicherheit[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • ONF (Office National des Forets, nationale französische Forstbehörde, Seite für Réunion) www.onf.fr/la-reunion (nur in französisch)
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